Neuropharmakotherapie und klinische Systematik - Florian Heinen - ebook

Neuropharmakotherapie und klinische Systematik ebook

Florian Heinen

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Opis

Dieses Nachschlagewerk vermittelt die gesamte Neuropharmakotherapie des Kindes- und Jugendalters - die Darstellung folgt den Stichworten "Praxis" und "Präzision" und ermöglicht ein schnelles Auffinden der gesuchten Information. Die maßgeblichen internationalen Quellen erlauben eine referenzierte und vergleichende Orientierung. Ergänzend ist die klinische Systematik zu Untersuchung, Entwicklung und Bildgebung alltagstauglich aufgearbeitet. Elektronische Materialien, bspw. Tabellen zu den neurologischen und entwicklungsneurologischen Untersuchungen (U2-U9), stehen über "ContentPLUS" zur Verfügung und erleichtern die tägliche klinische Arbeit.

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Dieses Nachschlagewerk vermittelt die gesamte Neuropharmakotherapie des Kindes- und Jugendalters - die Darstellung folgt den Stichworten 'Praxis' und 'Präzision' und ermöglicht ein schnelles Auffinden der gesuchten Information. Die maßgeblichen internationalen Quellen erlauben eine referenzierte und vergleichende Orientierung. Ergänzend ist die klinische Systematik zu Untersuchung, Entwicklung und Bildgebung alltagstauglich aufgearbeitet. Elektronische Materialien, bspw. Tabellen zu den neurologischen und entwicklungsneurologischen Untersuchungen (U2-U9), stehen über 'ContentPLUS' zur Verfügung und erleichtern die tägliche klinische Arbeit.

Prof. Dr. med. Florian Heinen, Dr. von Haunersches Kinderspital München; Dr. med. Sandro Krieg, München; PD Dr. med. Ingo Borggräfe, München; Prof. Dr. med. Matthias Kieslich, Frankfurt/M.; Jens Böhmer, Göteborg; Prof. Dr. med. Birgit Ertl-Wagner, München; Dr. Alenca Pecar, München.

Florian Heinen, Sandro Krieg, Ingo Borggräfe, Matthias Kieslich, Jens Böhmer, Birgit Ertl-Wagner, Alenka Pecar

Neuropharmakotherapie und klinische Systematik

Verlag W. Kohlhammer

Wichtiger Hinweis Pharmakologische Daten verändern sich fortlaufend durch klinische Erfahrung, pharmakologische Forschung und Änderung von Produktionsverfahren. Verlag und Autoren haben große Sorgfalt darauf gelegt, dass alle in diesem Buch gemachten Angaben dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Eine Gewährleistung können Verlag und Autoren hierfür jedoch nicht übernehmen. Daher ist jeder Benutzer angehalten, die gemachten Angaben, insbesondere in Hinsicht auf Arzneimittelnamen, enthaltene Wirkstoffe, spezifische Anwendungsbereiche und Dosierungen anhand des Medikamentenbeipackzettels und der entsprechenden Fachinformationen zu überprüfen und ausschließlich in eigener Verantwortung im Bereich der Patientenversorgung zu handeln. Aufgrund der Auswahl häufig angewendeter Arzneimittel besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Die unter „Quellen“ mit Namen genannten Präparate sind ausschließlich nach der alphabetischen Reihenfolge aufgenommen; sie spiegeln weder Verschreibungshäufigkeiten noch Präferenzen noch Empfehlungen wider.

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

Alle Rechte vorbehalten © 2013 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart

Print: 978-3-17-021663-1

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-026648-3

epub:

978-3-17-027458-7

mobi:

978-3-17-027459-4

Inhaltsverzeichnis

1 Neuropharmakotherapie

2 Klinische Systematik

Neurologische Untersuchungen (allgemein und U2–U9)

Sprachbeurteilung durch Eltern (U7)

Neuroorthopädie

Klinischer Zugang bei Kopfschmerzen

Scales & Scores

Kinderneuroradiologie

Autorinnen und Autoren

Dank

Dieses Buch hat als Grundlage vielfältige, berufliche und private Unterstützung. Allen sei herzlich gedankt (in alphabetischer Reihenfolge): Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Brandt, FRCP, München, Frau Prof. Dr. Marianne Dieterich, München, Prof. Dr. Hans-Jürgen Christen, Hannover, Frau Mona Glogger, München, Frau Dr. phil. Mechthild Maria mit Felicitas, Gemma Mathilda und Augustin Heinen, München, Dr. jur. Elmar Heinen, Königswinter, Frau Dagmar Kühnle, Stuttgart, Frau Michaela Lingel, München, Willy Mühlhausen, München, Prof. Dr. Thomas Nicolai, München, Dr. Ruprecht Poensgen, Stuttgart, Frau Margitta Riebler, München, Dr. jur. Christoph Rothenfußer, München, Dr. Otto und Frau Dr. Liselotte Rothenfußer, München, Frau Kathrin Schneider, München, Frau Dr. Gabriel Weber, Hünxe

Der britische Künstler Julian Opie erlaubt uns, das Portrait seiner Tochter (Elena, Schoolgirl, 1998) für die Gestaltung des Umschlags zu verwenden. Er unterstützt damit in seiner visuellen Sprache das, was wir mit diesem Buch wollen und die Kinder von der Kinderneurologie erwarten: Kompetenz und Zuwendung. Für seine Unterstützung sei ihm auf das herzlichste gedankt.

Dieses Buch ist Richard Michaelis, dem maßgeblichen Pionier der Entwicklungsneurologie in Deutschland zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2011 gewidmet.

Vorwort des Herausgebers

Neuropharmakologie und klinische Systematik des Kindes- und Jugendalters werden in diesem ersten Band der Reihe „Pädiatrische Neurologie“ für Ihren klinischen Alltag, Ihre Kitteltasche, zusammengefasst. Der Blickwinkel ist der der Kinder- und Jugendneurologie. Wir wollen rasche und präzise Information am Krankenbett, in der Ambulanz, im Dienst. Wir wollen Transparenz und direkte Vergleichbarkeit zu den Quellen, so dass jeder Arzt in seiner Verantwortung die Möglichkeiten von Pharmakotherapie und klinischer Untersuchung an die individuelle Situation der Patienten anpassen kann und zu einer begründeten und maßgeschneiderten Therapie und Dokumentation gelangt.

Der erste Teil des Buches ist der Neuropharmakotherapie gewidmet. Die (rot hinterlegte) Dosierung ist die Kerninformation und an jeder Stelle im Buch sofort erkennbar. Britische und amerikanische Handbücher und Datenbanken bestätigen und erweitern das (kontinental-)europäische Spektrum und erlauben die vertiefende und vergleichende Information.

Der zweite Teil des Buches enthält die klinische Systematik von der klassischen neurologischen Untersuchung bis hin zur systematischen Entwicklungsneurologie, von wichtigen Scales & Scores bis hin zur Kinderneuroradiologie. Bildgebung als eine unserer Leitdisziplinen wurde für den Arbeitsalltag griffig strukturiert.

Als „ContentPLUS“ stehen Ihnen mittels eines individuellen Zugangscodes praxisgerechte elektronische Materialien aus diesem Buch zur Verfügung, die Sie so leicht in ihren Arbeitsalltag integrieren können.

Wir hoffen, dass dieses Buch zum geschätzten und viel genutzten Begleiter Ihrer klinischen Praxis wird.

September 2011

Florian Heinen, München

1 Neuropharmakotherapie

Sandro Krieg, Ingo Borggräfe, Matthias Kieslich, Volker Mall, Alenka Pecar und Florian Heinen

Abkürzungen

AV – außer Handel, außer Vertrieb

BNFC – British National Formulary for Children (BNF for Children 2010–2011; www.bnf.org)

d – Tage

ED – Einzeldosis

FI – Fachinformation

h – Stunden

IE – internationale Einheit

KOF – Körperoberfläche

LJ – Lebensjahr

LM – Lebensmonat

LW – Lebenswoche

min – Minuten

NSAID – Nicht steroidale anti-inflammatorische Drugs (Medikamente)

Off-Label – Off-Label-Dosierung

sec – Sekunden

T – Taketomo (Pediatric Dosage Handbook. Carol K. Taketomo, Pharm D, 17th Ed., Lexicomp, Ausgabe 2010–2011; www.lexi.com)

TD – Tagesdosis

U – Units

3,4-Diaminopyridin

Dosierung:

Keine Dosierungsempfehlung im KindesalterErwachsenendosierung (Off-Label):initial: 30 mg/d in 3 EDSteigerung in 5 mg Schritten pro EDMaximaldosis 80 mgDosierungsintervall: 4 h

Neuropädiatrische Indikationen:

Präsynaptische Störung der Vesikelfreisetzung (z. B. Lambert-Eaton-Syndrom)

Wirkweise:

Reversible Blockierung spannungsabhängiger axonaler Kaliumkanäle über Interaktion mit der α-Untereinheit des Kanalproteins

Verbessern so auch die Acetylcholinfreisetzung an der Synapse (daher Verwendung beim Lambert-Eaton-Syndrom)

Relevante Kontraindikationen:

Epilepsie

Relevante Nebenwirkungen und Interaktionen:

Im empfohlenen Dosisbereich sind in der Literatur keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beschrieben

Hypertonus, Herzrhythmusstörungen

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Parästhesien, Schlafstörungen

Epileptische Anfälle

Verwirrtheitszustände

Dystonien

Zulassungsstatus:

3,4-Diaminopyridin-Phosphat erhielt 2002 für die Behandlung des Lambert-Eaton-Syndroms durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMEA) den Orphan-Drug-Status

Ouellen:

FI: –

T: –

BNFC: –

Präparate:

Firdapse

®

10 mg Tabletten

4-Aminopyridin

Dosierung (Off-Label):

Episodische Ataxie Typ II: 3 × 5 mg/d (Einzelfallabwägung, keine ausreichende Erfahrung bei Kindern)Downbeat-/Upbeatnystagmus: 3 × 5 mg/d (Einzelfallabwägung, keine ausreichende Erfahrung bei Kindern)

Neuropädiatrische Indikationen:

Episodische Ataxie Typ II

Downbeat-/Upbeatnystagmus

Neurogener Schmerz

Symptomatische Myasthenie im Rahmen maligner Erkrankungen (Lambert-Eaton-Syndrom)

Wirkweise:

Reversible Blockierung spannungsabhängiger axonaler Kaliumkanäle über Interaktion mit der Alpha-Untereinheit des Kanalproteins

Verbessern so auch die Acetylcholinfreisetzung an der Synapse (daher Verwendung beim Lambert-Eaton-Syndrom)

Relevante Kontraindikationen:

Epilepsie

Relevante Nebenwirkungen und Interaktionen:

Im empfohlenen Dosisbereich sind in der Literatur keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beschrieben

Hypertonus, Herzrhythmusstörungen

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Parästhesien, Schlafstörungen

Epileptische Anfälle

Verwirrtheitszustände

Opisthotonus, Dystonien, Tachykardie, Tachypnoe

Zulassungsstatus:

Keine zugelassenen Präparate

Ouellen:

FI: –

T: –

BNFC: –

Präparate:

Zurzeit sind in Deutschland keine Fertigarzneimittel, welche diesen Wirkstoff enthalten, zugelassen; sie werden deshalb im Rahmen der Individualrezeptur auf ärztliche Verordnung in Hartgelatine-Steckkapseln verarbeitet

Acetazolamid (AZA)

Dosierung:

Epilepsie: 8–30 mg/kg/d (FI)Episodische Ataxie Typ II: 5–10 mg/kg/d (Off-Label)Pseudotumor cerebri (Off-Label):Säuglinge: Initialdosis: 8 mg/kg/d in 3 ED, Steigerung auf maximal 100 mg/kg/dKinder: Beginn mit 25 mg/kg/d, Steigerung um 25 mg/kg/d (max. 100 mg/kg/d oder 2 g/d)Adoleszente: Beginn mit 25 mg/kg/d, Steigerung um 25 mg/kg/d (max. 100 mg/kg/d oder 2 g/d);Zentrale Atemstörungen mit begleitender Hypoxämie: 7,5–10 mg/kg/d (Cave: Stoffwechselentgleisung) (Off-Label)

Neuropädiatrische Indikationen:

Reduktion der Liquorproduktion bei erhöhtem Hirndruck (inklusive posthämorrhagische Ventrikelvergrößerung und idiopathische intrakranielle Hypertension)

Alternativtherapie fokaler, generalisierter oder Abscence-Epilepsie

Episodische Ataxie Typ II

Zentrale Atemstörungen mit begleitenden Hypoxämien

Wirkweise:

Carboanhydrase-Hemmer

Relevante Kontraindikationen:

Hypokaliämie, Hyponatriämie

Relevante Nebenwirkungen und Interaktionen:

Metabolische Azidose

Vermehrter Harndrang

Hautrötung

Parästhesien

Hyperkalziurie/Nephrolithiasis

In Verbindung mit NSAIDs nephrotoxisch

Erhöhung des Carbamazepin-Spiegels

(Selten) Stevens-Johnson-Syndrom

Zulassungsstatus:

Registriert nach Arzneimittelgesetz „alt“

Ouellen:

FI: –

T: –

BNFC:

Epilepsie

oral oder langsam i. v.

Neugeborene:

Initialdosis: 2,5 mg/kg/ED 2–3 mal täglich, Erhaltungsdosis: 5–7 mg/kg/ED 2–3 mal täglich

Kinder 1 Monat bis 12 Jahre:

Initialdosis: 2,5 mg/kg/ED 2–3 mal täglich, gefolgt von 5–7 mg/kg/ED 2–3 mal täglich, maximal: 750 mg/d (Erhaltungsdosis)

Kinder 12–18 Jahre:

250 mg/ED 2–4 mal täglich

Erhöhter Hirndruck (auch bei posthämorrhagischem Hydrozephalus des Säuglings)

oral oder langsam i. v.

Kinder 1 Monat bis 12 Jahre:

Initialdosis: 8 mg/kg/ED 3 mal täglich, Steigerung auf maximal 100 mg/kg/d

Präparate:

Acemit

®

Tabletten 250 mg

Diamox

®

Tabletten 250 mg; retard Kapseln 500 mg; parenteral Trockensubstanz Injektionsflaschen 500 mg

Glaupax

®

Tabletten 250 mg

Kommentar:

Vorsicht bei längerer Gabe

Regelmäßige Kontrolle des Säure-Basen-Haushalts sowie der Elektrolyte

Acetylsalicylsäure (ASS)

Dosierung:

Schlaganfall:Prophylaxe: 1–3 mg/kg/dAkuttherapie des Schlaganfalls als Therapiebeginn oder bei nur kurz anhaltender Symptomatik: 3–5 mg/kg/d (Daten nur für Erwachsene, nicht für Kinder, vorhanden)Nach 3–6 Monaten NMH-Therapie nach klinischer Akutphase, in stabiler Situation: 3–5 mg/kg/d (bei Neugeborenen fehlen Daten zu Dosierung und Verträglichkeit von ASS)Spannungskopfschmerz-Akuttherapie: 10–15 mg/kg EDMigräne-Akuttherapie: 10–15 mg/kg ED p. o./i. v.Migräne-Prophylaxe: 2–3 mg/kg/dFieber bei Kawasaki-Syndrom: 50 mg/kg/d oder 80–100 mg/kg/d in 4 ED für 48–72 h, danach 3–5 mg/kg/d; Therapieende nach 6–8 Wochen

Neuropädiatrische Indikationen:

Schlaganfall-Prophylaxe, -Sekundärprophylaxe

Spannungskopfschmerz

Migräne-Akuttherapie

Migräne-Prophylaxe

Fieber bei Kawasaki-Syndrom

Wirkweise:

Thrombozytenaggregationshemmung durch Hemmung der Cyclooxygenase mit konsekutiver Syntheseminderung von Thromboxan A2 und Prostacyclin

Relevante Kontraindikationen:

Schwere Leber- oder NiereninsuffizienzKinder und Jugendliche mit fieberhaften Erkrankungen

Relevante Nebenwirkungen und Interaktionen:

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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