Katze allein zu Haus - Heike Grotegut - ebook

Katze allein zu Haus ebook

Heike Grotegut

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Opis

Sie haben eine Katze, sind berufstätig und haben ein schlechtes Gewissen, Ihre Samtpfote alleine zu lassen? Damit ist nun Schluss, meint die aus Funk und Fernsehen bekannte Katzenpsychologin Heike Grotegut: Erfahren Sie, wie Katzen ihre „zweibeinerfreie“ Zeit verbringen, mit welchem Spielzeug sie sich gern allein beschäftigen und wie Sie Ihre Wohnung noch katzengerechter gestalten und bedürfnisgerechtes Katzenspielzeug selbst herstellen können – mit wenig Aufwand, aber viel Spaß für Mensch und Tier. So kommt Langeweile erst gar nicht auf! Lassen Sie sich von den vorgestellten Einfällen inspirieren und entdecken Sie zusammen mit Ihrer Katze, was am besten ankommt.

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Heike Grotegut

KATZE

ALLEIN ZU HAUS

Wohnungskatzen glücklich machen

Schöner wohnen

Willkommen im Schlummerland

Tipps & Tricks

Komm in meinen Wigwam

Lebe lieber ungewöhnlich

Wie man sich bettet, so liegt man

Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Willkommen zu Hause

Scratch around the clock

Catisfaction

Splish-Splash

Willkommen im Grünland

Forever fun

Alleinunterhalter

Spielzeug für einsame Stunden

Just like heaven

Widerstand ist zwecklos

Simply the best

Angel dir eine!

Service

Über die Autorin

Impressum

The house of the rising fun

Langeweile ade: Herausforderndes Spielzeug, spannende Ausblicke, kuschelige Ruheplätze und ein Quartier nach Katzengeschmack garantieren Spaß und Wohlbehagen für unsere Samtpfoten.

Home alone

Fragen Sie sich auch manchmal, was Ihre Katzen machen, wenn sie die überwiegende Zeit des Tages ganz allein zu Hause sind? Sitzen die Miezen stundenlang am Fenster, warten sehnsüchtig auf Ihre Rückkehr und versinken dabei in einem Meer aus Langeweile? Stellen sie die Hütte auf den Kopf, um etwas zu erleben? Oder leiden sie Hunger und gehen deshalb die Wände hoch?

Und Sie? Plagt Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie arbeiten oder unterwegs sind und Sie an Ihre Samtpfoten denken? Können Sie gar nicht schnell genug nach Hause kommen, um zu sehen, ob es den Parkettpanthern gut geht? Stresst Sie vielleicht sogar der Gedanke, dass Sie abends nochmals losmüssen? Wenn Sie eine dieser Situationen kennen, kann Ihnen dieses Buch hoffentlich dabei helfen, Ihr schlechtes Gewissen in Wohlgefallen aufzulösen und Ihre Stubentiger besser zu verstehen.

Adieu Tristesse

Während wir außer Haus sind, sitzen unsere Schnurrer daheim – hier tut sich häufig gar nicht so viel. Da kann einem so intelligenten Wesen wie der Katze schon mal die Decke auf den Kopf fallen. Um der Langeweile zu entkommen, wird manche Mieze kreativ: Zuvor noch öde Dinge im Regal verwandeln sich schnell in eine aufregende Beute, wenn sie mit der Pfote angestupst werden. Die Küchenrolle muss natürlich deshalb zerfetzt werden, weil sie angriffslustig mit einem raufen will. Der Vorhang verführt zu atemberaubenden Klettermöglichkeiten mit aufregendem, nie gekanntem Ausblick auf die Umgebung. Toilettenpapier muss selbstverständlich ordnungsgemäß abgerollt werden, schließlich lockt es als wunderbar kuscheliges, weiches Nest, in dem es sich prima verstecken lässt.

Einige Katzen stopfen sich aus Langeweile voll und werden mit der Zeit immer moppeliger, was gesundheitliche und psychische Folgen haben kann. Andere fühlen sich in ihrer Haut so unwohl, dass sie sich deswegen entweder kahl lecken oder aggressiv werden. Langeweile kann aber auch zu Markieren, unerwünschtem Kratzen, aufmerksamkeitsheischenden Verhalten oder gar zu Depressionen führen.

Das alles muss nicht sein. Es ist so einfach, Langeweile gar nicht erst aufkommen zu lassen. Viele der hier vorgestellten Ideen lassen sich ratzfatz recht simpel mit Dingen umsetzen, die sich meistens zu Hause finden oder für die Altkleidersammlung oder den Müll bestimmt sind.

Jeder Jeck ist anders – das trifft natürlich auch auf unser liebstes Haustier zu, darum wird nicht jede vorgestellte Idee bei allen Samtpfoten gleich gut ankommen. Lassen Sie sich von den vorgestellten Einfällen inspirieren! Entdecken Sie zusammen mit Ihren Fellnasen, was am besten ankommt.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Katzen ganz viel Spaß beim Erproben, Erkunden, beim Spielen und beim (gemeinsamen) Entspannen!

Auf einen Blick

Wie leicht oder schwer ist eine Idee umzusetzen? Diese Info finden Sie bei jeder Anleitung.

Schwierigkeitsgrad:

einfach

mittel

anspruchsvoll

Ein Abenteuerspielplatz für Samtpfoten: weich, kuschelig und zugleich spannend – für uns ist es nur Toilettenpapier.

Schöner wohnen

Willkommen im Schlummerland

Der Spruch „dolce far niente“ – das süße Nichtstun – entstand sicherlich beim Anblick einer schlafenden Katze: Kaum etwas ist niedlicher. Wie schön, dass unsere Samtpfoten gern Siesta halten …

Katzen schlafen viel, bis zu zwei Drittel des Tages verbringen sie mit intensivem Nichtstun. Die Minilöwen entspannen sich dabei zufrieden und genießerisch teilweise in so akrobatischen Stellungen und an so unbequem wirkenden Orten, dass ein Fakir vor Neid blass werden könnte. Die Schlafhaltung hat sehr viel mit individuellen Vorlieben zu tun, für manche Mieze steht die Welt Kopf, weil sie es einfach liebt, auf dem Rücken zu ratzen. Der vielgerühmte Eigensinn der Katzen zeigt sich auch in der Wahl der Ruhelager: Eine Pizzaschachtel scheint dabei häufig attraktiver als ein teures Katzenkissen zu sein.

Nur mit der Ruhe

Katzen sind Jäger, ein Beruf, der es in sich hat: Da wird aufgelauert, angepirscht, sich blitzschnell auf den Fang gestürzt, gesprungen und geklettert. Dieser Job wird immer und überall ausgeübt, auch wenn ihn das Tier „nur“ mit einem Spielzeug in den eigenen vier Wänden nachstellt. Dabei ist es extrem konzentriert, der Adrenalinspiegel peitscht hoch und der Organismus verbraucht viel Energie – sogar, wenn’s nur kurz auf die Pirsch geht.

Die beste Art und Weise, die Akkus wieder aufzufüllen, ist eindeutig ein Nickerchen. Neben der Regeneration wird dabei zusätzlich Erlebtes verarbeitet, sodass der Stubentiger nach dem Schlaf gestärkt und damit bereit für neuen Trubel ist.

Nach dem Essen lieben unsere vierbeinigen Mitbewohner ihr Verdauungsschläfchen und frönen der Gemütlichkeit. Ein knurrender Magen lässt einige Katzen sogar aggressiv reagieren, sie weisen ihre „Futterspender“ mit mahnenden Klapsern, mit Hauen und Klauen auf die Dringlichkeit einer Mahlzeit hin.

Jede Fellnase hat ihr eigenes Schlafbedürfnis, das von Faktoren wie Alter, Gesundheit, den Jahreszeiten und aktuellen Lebensbedingungen bestimmt wird. Ein Schnurrer in reiner Wohnungshaltung ohne spezielle Beschäftigung schläft mehr als eine Katze, die draußen jagen geht. Junge Kätzchen schlafen viel – die aufregenden Abenteuer, spannenden Spiele und all das frisch Erlernte müssen in Morpheus Armen verarbeitet werden. Beim Schlummern tanken die Kitten neue Kraft für weitere faszinierende Entdeckungen. Ältere Silberfelle müssen sich nicht mehr in Abenteuern beweisen und wissen ein ausgiebiges Nickerchen an einem warmen, muckeligen Ort sehr zu schätzen.

Seien Sie nett und wecken sie schlafende Katzen nicht. Das kann sie stressen und mal ehrlich: Wer von uns liebt es, unsanft aus dem Schlaf gerissen zu werden?

Denkwürdig

Katze Towser verdingte sich fast 24 Jahre lang ihr Leben bei der schottischen Whiskydestillerie Glenturret. Während dieser Zeit soll sie sage und schreibe 28.988 Mäuse erlegt haben.

Weltrekord! Die Schildplattkatze hat damit nicht nur einen Eintrag ins „Guiness Buch der Rekorde“ erhalten, sondern bekam auf dem Gelände der Destillerie ein bronzenes Denkmal mit Inschrift.

Simplify your life! Oft sind es die einfachen Dinge, die unsere Pelznasen bevorzugen.

Traumplätze für Fellnasen

Trübe Tage, nasse und kalte Stunden vergehen für unsere pelzigen Freunde am angenehmsten an behaglichen Plätzen in der Nähe der Heizung, mit einer kuscheligen Decke oder auf einem weichen Kissen. Ist es draußen heiß, haben kühlere Plätze Konjunktur, da legt sich der Leisetreter gern in eine laue Brise oder auf kühle Fliesen. Generell wird im Winter mehr geschlafen als an warmen Sommertagen.

Neben den Jahreszeiten beeinflusst die Tageszeit die Wahl der Ruheplätze. Ihre Stubentiger schlummern vormittags bestimmt woanders als in der Nacht. Generell werden trockene, warme und weiche Plätze bevorzugt. Besonders beliebt sind Behältnisse, wo der Körper mit Ach und Krach reinpasst. Je unsicherer ein Tier, desto geschützter wird der Bereich sein, den es zum Pausieren aufsucht. Kein Wunder also, dass die Samtpfoten Kartons heiß und innig lieben. Einige Katzen können sich nur in äußerst sichtgeschützten Verstecken wie etwa einem Bettkasten vollständig entspannen. Viele lieben es, aus einer behüteten Deckung heraus zu beobachten: Da lockt entweder der Platz unterm Sofa oder dem Tisch oder ein erhöhter Standort, der einen perfekten Rundum-Blick bietet, wo jede noch so kleine Veränderung registriert wird. Katzen sind Lauer- und Schleichjäger. Deshalb ist das intensive Beobachten ihrer Umgebung so wichtig, man kann ja nie wissen, wo und wann die nächste Beute lockt. Selbstverständlich werden die „Dosenöffner“ ebenfalls sehr genau observiert und studiert.

Der Lieblingsrückzugsort eines Tieres wird in der Regel von anderen Katzen akzeptiert. Da gönnt man sich gegenseitig Ruhe. Bei Annexionsversuchen wird dieses kleine Stück Paradies allerdings durchaus verteidigt.

Erstaunlich: Katzen erholen sich im Schlaf und verpassen trotzdem nicht viel – weil sie wachsam bleiben.

Meister Hora

Katzen leben nicht planlos in den Tag hinein, wie viele andere Tiere haben sie einen untrüglichen Zeitsinn. Sie erledigen alles nach einem festen Zeitplan, das betrifft die Revierkontrolle, die Pirsch, das Nickerchen und selbstverständlich auch die Mahlzeiten und Spielstunden. Ein dermaßen ausgefeiltes Zeitmanagement bietet einige Vorteile, unter anderem lassen sich damit knappe Ressourcen besser gemeinsam nutzen: Katzen, die sich gleiche Wege im Revier teilen, achten darauf, dies zu unterschiedlichen Zeiten zu tun – so kommt man sich nicht in die Quere.

Katzen sind Tiere der blauen Stunde, ihre aktivste Zeit liegt in der Morgen- und Abenddämmerung. Dann sind ihre Beutetiere emsig unterwegs, also wird dieser Tagesabschnitt natürlich genutzt. Die Pelznasen prägen sich zusätzlich zu ihrem eigenen Zeitrhythmus den Turnus ihrer Menschen ein und stimmen ihr Leben entsprechend darauf ab: Der Tag und ein großer Teil der Nacht sind sowieso bezüglich der Jagd Ausfallzeiten und werden deshalb sehr sinnvoll für ein erholsames Nickerchen genutzt. Praktisch, dass dies zu einem Großteil hervorragend zu unseren Zeiten passt: Tagsüber arbeiten wir oder erledigen außer Haus Dinge, nachts wird geschlafen. Die menschliche Abwesenheit wird für eine ausgiebige und erholsame Siesta genutzt. Dieses Einprägen und Zusammenfügen zweier Zeitschienen ist ein Zeichen der hohen Intelligenz von Katzen. Wenn Sie hungrig und müde nach Hause kommen, sind die Samtpfoten frisch und erholt und verlangen nach Entertainment. Die Welt ist einfach nicht gerecht. Wenn Sie da sind, ist die Zeit reif für gemeinsame Spiele, für Abenteuer, die man zusammen erlebt und natürlich fürs Schmusen. Was gibt es Schöneres?

Kommt Zeit, kommt Schlaf

Beim Schlafen wechseln sich verschiedene Stadien ab: Aus der fünfzehn bis dreißig Minuten langen Leichtschlafphase können Katzen augenblicklich aufwachen und reagieren. Das spiegelt sich in ihrer Körperhaltung wider: die Ohren bleiben aufgestellt, häufig ist ein Auge halb geöffnet, zudem wird direkt auf Umgebungsgeräusche angesprochen – ein Überbleibsel aus dem Leben in der freien Natur, wo es besser ist, stets auf der Hut zu sein und die nächste Beute nicht zu verpassen. In der fünf bis acht Minuten andauernden Tiefschlafphase arbeitet der Körper im Stand-by-Modus, die Muskeln sind entspannt, die Ohren sind nicht mehr aufgestellt, vielleicht zuckt ab und an mal eine Pfote, das Gehirn bleibt aktiv. Die Augen bewegen sich schnell hinter den geschlossenen Lidern, was dieser Phase ihren weiteren Namen einbrachte: „Rapid Eye Movement“ (REM). Wissenschaftler gehen davon aus, dass Katzen während dieser Phase träumen. Wer jemals seine Mieze dabei beobachtet hat, zweifelt kein bisschen daran.

Höhle der Salonlöwen