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Diese Sammlung vereint mit Der Beutezug der Liebe und weiteren Romanen ein charakteristisches Panorama jener erzählerischen Kultur, in der Gesellschaftsroman, Abenteuerhandlung und psychologische Beobachtung ineinandergreifen. Zobeltitz schreibt mit sicherem Sinn für Milieu, Standesgestus und dramatische Zuspitzung; seine Prosa verbindet elegante Unterhaltung mit dem Blick auf die Spannungen des wilhelminischen Zeitalters. Liebe erscheint hier nicht bloß als privates Gefühl, sondern als soziale Macht, als Spiel von Begehren, Ehrgeiz, Konvention und Selbstbehauptung. Fedor von Zobeltitz (1857–1934), aus preußischem Adel stammend, war Soldat, Journalist, Herausgeber und einer der produktiven Erzähler seiner Zeit. Seine Erfahrungen in militärischen, höfischen und publizistischen Kreisen schärften sein Interesse an Rangordnungen, öffentlicher Wirkung und moralischer Maskierung. Als Redakteur und Literaturvermittler kannte er den Geschmack eines gebildeten Lesepublikums genau; zugleich besaß er genügend Distanz, um dessen Ideale und Illusionen erzählerisch zu prüfen. Empfohlen sei dieser Band Leserinnen und Lesern, die den deutschen Unterhaltungsroman um 1900 nicht als bloße Nebenliteratur, sondern als aufschlussreiches Dokument gesellschaftlicher Selbstdeutung entdecken möchten. Zobeltitz bietet Spannung, Figurenreichtum und historische Atmosphäre, zugleich aber auch Einblicke in Normen, Sehnsüchte und Widersprüche einer untergegangenen Welt. Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Abschließend fassen unsere handverlesenen unvergesslichen Zitate zentrale Aussagen und Wendepunkte zusammen und verdeutlichen so die Kernthemen der gesamten Sammlung.
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Liczba stron: 1612
Rok wydania: 2014
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