Die Stunde des Monsters - Cedric Balmore - ebook

Die Stunde des Monsters ebook

Cedric Balmore

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Opis

Horror-Roman von Cedric Balmore   Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.   In der Stadt wurden mehrere Frauen bestialisch ermordet. Es sind immer Frauen, die ihrem Mann untreu geworden waren. Maureen Butoni ist ihrem Mann ebenfalls nicht treu und vergnügt sich heimlich mit Oliver Sand. Doch dann wird auch sie ermordet, und der Verdacht fällt auf Sand, denn im Sterben hatte das Opfer noch mit Blut seinen Namen auf den Boden geschrieben. Die Polizei glaubt nun, dass Oliver Sand das "Monster" ist, aber Oliver taucht unter, um selbst Jagd auf das "Monster" zu machen, um seine Unschuld zu beweisen.  

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Cedric Balmore

Die Stunde des Monsters

Unheimlicher Thriller

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Die Stunde des Monsters

Horror-Roman von Cedric Balmore

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

 

In der Stadt wurden mehrere Frauen bestialisch ermordet. Es sind immer Frauen, die ihrem Mann untreu geworden waren. Maureen Butoni ist ihrem Mann ebenfalls nicht treu und vergnügt sich heimlich mit Oliver Sand. Doch dann wird auch sie ermordet, und der Verdacht fällt auf Sand, denn im Sterben hatte das Opfer noch mit Blut seinen Namen auf den Boden geschrieben. Die Polizei glaubt nun, dass Oliver Sand das „Monster“ ist, aber Oliver taucht unter, um selbst Jagd auf das „Monster“ zu machen, um seine Unschuld zu beweisen.

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

[email protected]

Die Hauptpersonen des Romans:

Oliver Sand — Er sucht das Risiko einer gefährlichen Liebe und begegnet dem Tod

Maureen Butoni — Sterbend schreibt sie mit ihrem Blut den Namen ihres vermeintlichen Mörders.

Lieutenant Brenton — Er jagt das Monster und weiß nicht, ob er es mit einem Dämon, einem Spuk oder einem Lustmörder zu tun hat.

Lester Stafford — Er kennt das Geschöpf, das gejagt und für eine Stadt zum Symbol des Grauens wird.

1

Oliver Sand bog in die Greenhurst Lane ein.

Es war dunkel. Ein sanfter Wind trug den salzigen Geruch des nahen Meeres in die schmale Villenstraße. Oliver Sand hob wie fröstelnd seine Schultern. Er spürte die alte Angst in sich aufsteigen. Er war diesen Weg schon ein Dutzend Male gegangen. Und immer wieder quälte ihn die Furcht, dass er eines Tages Maureens Mann in die Arme laufen könnte.

Maureens Mann war ein Mafiagangster.

Ein Killer.

Oliver Sand hatte es anfangs zutiefst widerstrebt, in eine fremde Intimsphäre einzubrechen, aber die schöne Maureen war eine Gefangene ihrer Ehe. Darin sah er eine Rechtfertigung seines Verhaltens. Maureens Leidenschaft hatte ihn von Anbeginn entflammt und mitgerissen, sie war ihm unter die Haut gegangen. Jetzt kam er davon nicht mehr los.

Es war verrückt. So viele schöne Frauen gab es in dieser Stadt, aber er musste ausgerechnet an die Frau eines Killers geraten. Wenn Luigi Butoni entdeckte, wem seine Frau ihre Gunst schenkte, war eine Katastrophe unausbleiblich. Butoni, der gebürtige Sizilianer und skrupellose Killer, würde nicht zögern, Frau und Liebhaber brutal zu bestrafen.

Oliver Sand blieb stehen. Er schaute sich um, dann ging er weiter. Seine Schritte verlangsamten sich. Er blieb stehen. Die Angst würgte ihn. So schlimm wie heute war es noch nie gewesen. Er dachte an Maureens Schlangenarme, an ihren glatten, kurvenreichen Körper, an ihre flüsternde, leidenschaftliche Stimme, an die fordernden Küsse ihrer schwellenden, weichen Lippen.

Er ging weiter.

Du musst Schluss machen mit dieser idiotischen Angst, hämmerte er sich ein. Luigi hat nachts Dienst. Er muss bei seinem Boss sein.

Oliver Sand erreichte die Telefonzelle an der Kreuzung. Er zog die Tür auf, ging hinein, warf eine Münze in den Schlitz und fragte, als Maureen sich meldete: „Alles okay?“

„Du kannst kommen. Die Tür ist offen, wie immer.“

Er legte auf und verließ die Telefonzelle. Die Luft war also rein.

War sie es wirklich?

Er blickte über seine Schulter und fuhr lebhaft zusammen. Ihm schien es so, als habe er einen Schatten bemerkt, eine Bewegung.

Die wenigen Laternen, die die Straße beleuchteten, konnten nicht das Dunkel aufhellen, das zwischen den Lichtkreisen lag. Oliver Sand versuchte es mit seinen Blicken zu durchdringen. Sein Herz hämmerte, ihm wurde der Atem knapp.

So hatte er sich noch niemals auf dem Weg zu Maureen gefürchtet. Gab seine Intuition ihm ein Signal? Versuchte sie ihn zu warnen?

Sein Mund wurde trocken. Klangfetzen wehten an sein Ohr. Irgendwo stand ein Fenster offen und entließ Lautsprechertöne in die Nacht.

Oliver Sand ging weiter. Maureen erwartete ihn. Er konnte und wollte nicht kneifen. Er erreichte das Grundstück 73, schwang sich über die niedrige Buchsbaumhecke, überquerte die Rasenfläche des Vorgartens, ging um den kleinen Bungalow herum und stoppte an der mit Gaze bespannten Küchentür, die in den Garten führte.

In der Küche war es dunkel. Das war in Ordnung. Oliver Sand war diesen Weg oft genug gegangen. Er konnte sich in dem Haus bewegen wie einer, der hier wohnt.

Oliver Sand verzog das Gesicht, als die Küchentür einen leisen Quietschton von sich gab. Er hatte Maureen oft genug darum gebeten, die Tür zu ölen, aber bis jetzt hatte sie es versäumt, seinem Wunsch nachzukommen. Er betrat die Küche und strebte auf die Tür zu, die in die Diele führte.

In diesem Moment ertönte der Schrei.

Oliver Sand blieb stehen wie erstarrt. Der Schrei traf ihn mit der Wucht eines Dampfhammers. Es war ein Schrei, der geradewegs aus dem Feuer der Hölle zu kommen schien. Grell, gemartert, von einer an Irrsinn grenzenden Furcht getragen.

„Nein!“, schrie die Frau. „Nein - lass mich leben! Lass mich ...“

Der Schrei brach ab.

Oliver Sands Herz hämmerte. Er hatte den Wunsch, loszustürmen und seiner Geliebten zu helfen, aber das Geschehen lähmte ihn. Er konnte sich nicht vom Fleck rühren. Maureen Butoni zitterte am ganzen Körper.

2

Das Monster kam auf sie zu, langsam, mit hechelndem Atem. Es besaß einen ekelerregenden schuppigen Kopf mit rötlich schimmernden, mordgierigen Augen, einer platten Nase und abstoßend hässlichen Lippen.

Das Monster!

Auch der Körper war schuppig. Die Art, wie das Monster sich bewegte, verriet animalische Kraft. Die krallenartigen Hände waren mit scharfen Nägeln ausgerüstet.

Das Monster tappte auf Maureen zu. Sein Atem verströmte einen widerlichen, an Moder und Verwesung erinnernden Geruch und trieb Maureen an den Rand einer Ohnmacht. In Bruchteilen von Sekunden schossen ihr die Fetzen vieler Erinnerungen, Erkenntnisse und Überlegungen durch den Kopf.

Die Stadt sprach seit Monaten von dem „Monster“. Es hatte bereits sieben Frauen getötet. Eines der Opfer hatte sterbend eine vage Beschreibung des Ungeheuers gegeben. Die Polizei war davon überzeugt, dass ein Lustmörder sich dieser Verkleidung bediente, um seinen abwegigen Neigungen frönen und sich gleichzeitig tarnen zu können.

Aber da war noch etwas. Alle diese Frauen hatten offenbar ihren Mörder gekannt und sich vorher wiederholt mit ihm getroffen. Die Recherchen der Polizei hatten jedenfalls ergeben, dass das Monster stets den Weg gewählt hatte, den die Frauen ihm offengehalten hatten. Diese Frauen waren Ehebrecherinnen gewesen - genau wie sie, Maureen.

Es wurde gemunkelt, dass seit dem Auftreten des Monsters die Zahl der Ehebrüche schlagartig zurückgegangen sei. Viele Frauen befürchteten, dass sich an ihnen wiederholen könnte, was die Stadt seit Monaten in Furcht und Aufregung versetzte.

Maureen Butoni starrte in die Fratze der näher kommenden Bestie und versuchte, darin Oliver Sand zu erkennen. Das erwies sich als unmöglich. Zwischen dem schuppigen, übelriechenden Monster und dem Mann, den sie erwartete, bestand nicht die leiseste Ähnlichkeit. Aber das hatte wenig zu bedeuten. Eine agile Industrie lieferte seinem an Horror und Frankenstein orientierten Publikum Masken von erschreckender Scheußlichkeit. Wer vermochte schon zu sagen, wer sich dahinter verbarg?

„Nein“, keuchte Maureen Butoni und schaffte es, sich zu erheben. „Nein!“

Sie wich vor dem Monster an die Wand zurück. Sie prallte mit dem Rücken gegen ein Bild und zitterte am ganzen Körper. Das Monster stand dicht vor ihr. Die Frau wandte angeekelt den Kopf zur Seite. Der hechelnde, übelriechende Atem der Bestie verursachte ihr Brechreiz. Das Monster hob seine krallenartigen Hände. Maureen gab sich einen Ruck. Sie tauchte unter den Armen hinweg und rannte zur Tür.

Maureen streckte die Hand nach der Klinke aus, kam jedoch nicht mehr dazu, sie zu berühren. Ein Prankenschlag streckte sie zu Boden. Die messerscharfen Krallennägel rissen ihr das Fleisch des Halses auf.

Maureen schrie.

Das Monster hockte sich auf sie, seine widerliche Fratze näherte sich ihrem Gesicht. Die schorfigen Lippen schoben sich zurück und gaben den Blick auf die kurzen, vampirartigen Zähne frei.

Maureen schrie erneut, dann wurde sie ohnmächtig.

Das Letzte, was sie registrierte, war der scharfe, reißende Schmerz, den die krummen Zähne an ihrem Hals verursachten.

3

Oliver Sand stürmte ins Freie und erreichte die Telefonzelle. Er wählte mit bebender Hand die Nummer des Notrufs.

„Schicken Sie jemand zur Greenhurst Lane 73!“, stieß er hervor.

Er legte auf, um Fragen nach seinem Namen abzuschneiden. Wie betäubt verließ er die Telefonzelle. In seinen Augen standen Tränen. Er weinte nicht um Maureen. Er schämte sich seiner Feigheit. Einen Moment lang erwog er, in den Bungalow zurückzukehren und sich der Herausforderung zu stellen, aber er wusste, dass er nicht den Mut haben würde, dem Impuls zu folgen.

Wollte Luigi Butoni seiner Frau nur eine Lektion erteilen, oder war er entschlossen, sie zu töten?

Wusste Butoni, wer Maureens Liebhaber gewesen war?

Er musste es wissen!

Oliver Sands Angst nahm zu. Es war zu befürchten, dass Butoni sich nicht damit zufriedengeben würde, seine Frau zu bestrafen. Nur eines war seltsam und kaum verständlich. Warum hatte Butoni nicht gewartet, bis er seine Frau und ihn, Oliver Sand, in flagranti ertappen konnte?

Oliver Sand begann zu rennen. Niemand kam ihm entgegen. Das war gut so. Er hatte keine Lust, in irgendwelche Schwierigkeiten verwickelt zu werden. Seine Lage war auch ohne Konfrontationen dieser Art verzweifelt genug.

Er erreichte die Masters Road. Hier hatte er seinen Wagen abgestellt, einen Chevrolet Caprice. Sand stieg ein und fühlte sich etwas erleichtert. Er zündete sich eine Zigarette an. Oliver Sand beruhigte sich. Er redete sich ein, dass Butoni nicht den Nerv haben würde, seine Frau zu töten.

„Wer sagt dir, dass es Butoni war?“, fragte sich Oliver Sand plötzlich mit halblauter Stimme.

Es konnte ein Einbrecher gewesen sein.

Ein Krimineller.

Oder das Monster ...

Oliver Sand erschrak, als er an diese Möglichkeit dachte. Er war so fixiert darauf gewesen, dass Maureens Mann ihnen auf die Schliche gekommen war, dass er andere Möglichkeiten zunächst ausgeschlossen hatte.

Das Monster!

Nein, das war undenkbar.

Wenn es stimmte, was die Zeitungen schrieben, waren die unglücklichen Frauen einem Lustmörder zum Opfer gefallen, einem Mann, der sich ihnen unter falschem Namen genähert hatte und mit ihnen intim geworden war, um sie dann später, in der Maske des Monsters, bestialisch umzubringen.

Oliver Sand startete den Motor, drückte den Automatikhebel in die Normalstellung und fuhr los. Er hatte nicht die Absicht, in der Nähe zu sein, wenn die Polizei die Umgebung nach Tatverdächtigen absuchte.

Oliver Sand war Angestellter. Er lebte als Junggeselle in einem schicken Zweizimmerapartment am Fluss. Eine kleine Erbschaft ermöglichte es ihm, komfortabler und gelassener zu leben, als es den meisten Männern seiner Einkommensgruppe vergönnt war. Mit 30 Jahren war er in seiner Firma einer der wenigen, die sich noch nicht gebunden hatten. Er wurde deshalb oft genug gehänselt, aber das störte ihn nicht. Er liebte seine Freiheit und glaubte zu wissen, dass viele seiner verheirateten Kollegen ihn beneideten.

Er sah gut aus. Mit seinen Einsachtzig und den markanten Gesichtszügen hatte er keine Mühe, die Herzen der Frauen zu erobern. Mit Ehefrauen ließ er sich nur dann ein, wenn er fühlte, dass sie unglücklich waren und Trost brauchten. Er hatte solche Kontakte niemals bewusst gesucht, aber wenn sie sich anboten, wich er ihnen nicht aus. Diese Frauen konnten ihn nicht vor den Altar schleppen und kosteten, da man sich mit ihnen öffentlich nicht zeigte, wenig Geld.

Oliver Sand hatte sich eingebildet, die ideale Methode gefunden zu haben, aber der Zwischenfall im Haus der Butonis machte auch deutlich, welche Risiken sich mit seinem Tun verbanden.

Wie hatte er nur auf die Frau eines professionellen Killers hereinfallen können?

Er fuhr stadtwärts. Er hatte keine Lust, sich in seine Wohnung zu verkriechen. Er wollte noch etwas erleben und sein schlechtes Gewissen mit Alkohol betäuben.

Er fühlte sich miserabel.

Wäre Butoni kein Killer gewesen, kein Profigangster, hätte ich eingegriffen, entschuldigte Oliver Sand sein Verhalten vor sich selbst. Diese Argumentation erschien ihm durchaus stichhaltig, aber sie brachte ihm keine Erleichterung. Er wusste sehr genau, dass sein Verhalten zur Kritik herausforderte.

„Du feiges Schwein!“, sagte er laut.

Er nahm sich vor, das nächste Mal mutiger und entschlossener aufzutreten, vorausgesetzt, dass es ein nächstes Mal geben würde.

Wenn Butoni über den Fehltritt seiner Frau informiert war, wusste er auch, wem Maureen ihre Gunst geschenkt hatte. Das war ein weiterer Grund, nicht nach Hause zurückzukehren. Es war Freitag. Wenn er wollte, konnte er das ganze Wochenende außer Haus verbringen.

Gegen zweiundzwanzig Uhr dreißig betrat Oliver Sand seine Stammkneipe in der River Street. Der Wirt winkte ihm zu. Oliver Sand zwang sich zu einem jovialen Grinsen, nahm am Tresen Platz und bestellte sich einen Whisky.

„Einen doppelten“, sagte er.

Er fühlte, dass jemand seinen Blick suchte und lächelte, als er sah, dass es sich um ein Mädchen handelte. Sie war sein Typ. Blond, blauäugig, nicht älter als 25 und mit einer lockenden Oberweite ausgestattet. Ihre vollen Lippen hatten einen sinnlichen, einladenden Schwung. Sie war allein. Er nahm sein Glas und setzte sich neben sie. Sie war völlig unbefangen und entpuppte sich als eine amüsante Gesprächspartnerin. Sie hieß Leona Carter, war 23 Jahre alt und neu in der Stadt. Sie wohnte in der Nähe und war eigentlich nur deshalb in das Lokal gegangen, weil sie sich einsam gefühlt und überdies Zigaretten gebraucht hatte.

Oliver Sand merkte, wie die Nähe und der Charme des Mädchens es schafften, seine Furcht, seine Nervosität und sein schlechtes Gewissen zu besänftigen. Eine Stunde später verließ er mit Leona Carter das Lokal. Das Wochenende war gerettet.

Er war fest entschlossen, es mit Leona Carter zu verbringen.

4

Luigi Butoni schlug zu. Seine Rechte knallte in das blutverschmierte Gesicht des kahlköpfigen Mannes. Der Glatzkopf ging zu Boden und bewegte die geschwollenen, aufgeplatzten Lippen. Er brachte ein paar weinerliche Töne hervor, sonst nichts.

Luigi Butoni lehnte sich gegen die Wand. Er hasste diesen Job. Er war ein Killer und kein Geldeintreiber, aber was der Boss befahl, musste ausgeführt werden.Daran gab es nichts zu rütteln.

Der Mann am Boden hieß Hugo Garzetti. Ihm gehörten drei Feinkostläden im Bezirk Bensonhurst. Garzetti war verheiratet und Vater eines Kindes. Seine Familie befand sich nicht im Haus. Sie machte Urlaub bei seinen Schwiegereltern in Montana.

Luigi Butoni warf einen Blick auf seine dünnen braunen Lederhandschuhe. Sie waren blutig. Butoni zerquetschte einen Fluch zwischen den Zähnen. Töten war einfacher. Eine glatte, saubere Arbeit, die ihm lag und die kaum einer besser machte als er.

Geldeintreiben! Der Mann, der bislang dafür zuständig gewesen war, hatte bei einem Verkehrsunfall sein Leben ausgehaucht. Bis passender Ersatz gefunden war, musste er, Luigi Butoni, den Job erledigen.

Garzetti quälte sich auf die Beine. Er schluckte.