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Der Generationenvertrag gilt als Fundament der gesetzlichen Rentenversicherung. Doch was genau verspricht er – und unter welchen Voraussetzungen kann dieses Versprechen heute noch eingelöst werden? Nicht einzelne Reformmaßnahmen stehen hier im Fokus, sondern die tragenden Annahmen, auf denen die Rentendebatte beruht. Es zeigt, warum sich politische und ökonomische Expertenvorschläge seit Jahrzehnten ähneln, obwohl sich Arbeit, Wertschöpfung, Lebensläufe und gesellschaftliche Verantwortungsstrukturen deutlich verändert haben. Im Zentrum stehen Generationengerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit – nicht als moralische Zuschreibungen zwischen Jung und Alt oder zwischen den Geschlechtern, sondern als strukturelle Gestaltungsaufgabe. Wer trägt Verantwortung? Welche Leistungen zählen? Welche Risiken werden verteilt und abgesichert – und welche systematisch ausgeblendet? Der Autor analysiert zentrale Annahmen der wirtschafts- und sozialpolitischen Verengung der Rentendebatte, beleuchtet die Rolle von Erwerbsarbeit, Produktivität, Zeit, Vermögen und sozialer Infrastruktur und entwickelt daraus Perspektiven, die nicht auf einfache Lösungen zielen, sondern auf langfristig tragfähige Strukturen. Dabei wird deutlich: Komplexität ist nicht dasselbe wie Kompliziertheit. Es geht darum, Zusammenhänge sichtbar und gestaltbar zu machen. Der Generationenvertrag ist eine Einladung, die Rentenfrage umfassend zu betrachten – als Spiegel gesellschaftlicher Prioritäten und als Chance, Solidarität und Verantwortung generationen- und geschlechtergerecht zu gestalten.
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Liczba stron: 121
Rok wydania: 2026
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