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Was hält uns, wenn alles ins Wanken gerät? Was trägt uns, wenn die Flut steigt – im Äußeren wie im Inneren? Tatjana Malkova nähert sich diesen Fragen in sieben eindringlichen Erzählungen, die so verschieden sind wie ihre Figuren und doch von einem gemeinsamen Atem durchzogen werden. Der titelgebende Text eröffnet den Band mit einer Geschichte, die tief in norddeutscher Landschaft und Literaturgeschichte verwurzelt ist. Ein Schulmeister findet in einer alten Truhe handschriftliche Aufzeichnungen: die letzten Notizen Hauke Haiens, kurz vor jener Nacht, die alles verändern sollte. Was folgt, ist keine Nacherzählung, sondern eine Neubetrachtung – die Geschichte eines Mannes, der glaubt, das Land zu bändigen, und dabei übersieht, dass manche Risse sich der Berechnung entziehen. Malkova schreibt mit einer Sprache, die ruhig und genau ist wie ein Seismograph: Sie verzeichnet das Unausgesprochene, das Knistern unter der Oberfläche, bevor der Boden nachgibt. Ihre Figuren sind keine Helden und keine Opfer – sie sind Menschen in dem Moment, in dem sie spüren, dass das, was sie für stabil hielten, sich bewegt. Der Schulmeister, der eine fremde Geschichte liest und dabei die eigene erkennt. Hauke Haien, der Deichgraf, der die Zahlen kennt und doch nicht weiß, ob sie reichen. Die sieben Geschichten des Bandes spannen einen weiten Bogen – durch Zeit, Ton und menschliche Erfahrung. Gemeinsam ist ihnen die leise, aber beharrliche Frage nach dem, was uns zusammenhält: Pflicht, Eigensinn, Liebe, Schuld, Gewohnheit oder Glaube. Malkova beantwortet diese Frage nicht. Aber sie stellt sie so, dass man sie nicht mehr loslässt. Ein Buch für alle, die literarische Tiefe schätzen und Geschichten suchen, die noch lange nachwirken.
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Liczba stron: 152
Rok wydania: 2026
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