Banküberfälle - Heinz D. Kaufmann - ebook

Banküberfälle ebook

Heinz D. Kaufmann

0,0
49,99 zł

Opis

Bei einem Fußballspiel wird eine Frau von einer Gruppe Fremder bedrängt, doch ein Mitarbeiter des Ordnungsdienstes kommt ihr zu Hilfe. Daraus entsteht eine tiefe Freundschaft - bei der auch über Geld gesprochen wird, und wie nötig man es doch brauchen könnte. So reift ein Gedanke, der bald in Form konkreter Pläne Gestalt annimmt: Wir überfallen eine Bank! Bald findet sich ein Dritter im Bunde, den Plänen folgen Taten. Und ein Banküberfall ist noch längst nicht genug … Doch endet diese Geschichte, die sich genau so auch in Wirklichkeit abspielen könnte, tragisch, hinter Gittern oder mit dem großen Glück? Finden Sie es heraus! Doch Vorsicht: zur Nachahmung ist sie auf keinen Fall empfohlen.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi lub dowolnej aplikacji obsługującej format:

EPUB
MOBI

Liczba stron: 386




Inhaltsverzeichnis

Impressum

Vorwort

Kapitel 1Braunschweig

Kapitel 2 Besprechung zur Vorbereitung eines Banküberfalles

Kapitel 3 Der erste Banküberfall im Bankhaus Lüders AG

Kapitel 4 Besprechung und Vorbereitung des zweiten Banküberfalles

Kapitel 5 Besprechung und Vorbereiten des dritten Banküberfalles

Kapitel 6 Das neue Jahr

Kapitel 7 Erich

Kapitel 8 Abschlussbesprechung

Kapitel 9 Einige Wochen später

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2017 novum Verlag

ISBN Printausgabe: 978-3-95840-343-7

ISBN e-book: 978-3-95840-344-4

Lektorat: Volker Wieckhorst

Umschlagfoto: Konstantin Lobastov, Maria Wachala, Rido, Macrovector, Frogtravel, Nerthuz | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum Verlag

www.novumverlag.com

Vorwort

Dieser Roman handelt von einer jungen Frau, die bei einem Fußballspiel von mehreren Männern angegriffen wird.

Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes wird zufällig Zeuge und greift ein.

Aus dieser Begegnung entsteht eine feste Beziehung, die noch ausgebaut wird durch die Überlegung, wir könnten Geld gebrauchen.

Es entsteht der Gedanke, eine Bank oder mehrere zu überfallen.

Der Plan dazu reifte.

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman.

Handlungen, Personen, Straßen sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 1 Braunschweig

Das Telefon klingelt. Es ist der 6. November, 18:00 Uhr.

Sylvia geht zum Telefon, hebt den Hörer ab. Auf dem Display ist die Nummer ihrer besten Freundin zu sehen.

„Hallo Gabi, was gibt es?“

„Möchtest du am Samstag mit mir zum Fußballspiel Eintracht Braunschweig/FC Erzgebirge Aue gehen? Ich habe zwei Sitzplatzkarten.“

„Wie komme ich zu dieser Ehre?“, fragt sie.

„Eigentlich wollte mein Freund mit mir das Spiel ansehen, aber der hat keine Zeit, er muss kurzfristig arbeiten. Wie du weißt, ist er Monteur bei einer Firma, die Fahrstühle einbaut, und das auch am Wochenende, meistens drängt die Zeit.“

„Wenn das so ist und du die Karten nicht verfallen lassen willst, ich habe Zeit.“

„Komm zu mir, ich fahre. Oder soll ich mit dir mitfahren? Dann musst du mich abholen“, sagt Sylvia.

„Ich komme zu dir, mein Weg ist nicht weit, wir können nach dem Spiel noch ein Glas Wein bei dir trinken und uns unterhalten“, antwortet Gabi.

„Dann sei um 13:00 Uhr bei mir, wir hätten genug Zeit, zum Stadion zu kommen“, sagt Sylvia.

„Alles klar, ich komme.“ Das Gespräch geht weiter. Nach geraumer Zeit wird der Telefonhörer aufgelegt.

Tatsächlich steht Gabi am Samstag vor der Eingangstür eines Wohnblocks mit vier Etagen. Alles ist Grau in Grau, die Haustür in einem schlechten Zustand, das Namensschild neben dem Klingelknopf schlecht zu lesen.

Da Gabi weiß, dass Sylvia in der ersten Etage wohnt, sucht sie nur den Namen S. Groter, wird nach einiger Zeit fündig, drückt den Klingelknopf. Der Türöffner summt, eine verzerrte Stimme sagt, komm rauf. Gabi geht die Stufen zur ersten Etage hoch, wundert sich über die Wandschmiererei und den schlechten Zustand der Treppenstufen. Kurz darauf steht sie vor einer braunen Wohnungstür. In Kopfhöhe ist der Name S. Groter auf einem kleinen Schild zu lesen. An der rechten Seite ist der Klingelknopf zu sehen. Sie klingelt. Sylvia öffnet die Wohnungstür, steht in der Türfüllung. „Komm rein, ich bin gleich fertig. Ich muss nur noch zur Toilette.“ Sie dreht sich um, geht über den Flur zu einer gegenüberliegenden Tür. An dieser Tür ist ein Aufkleber mit der Aufschrift Toilette. Gabi hört die Toilettenspülung rauschen. Es dauert nicht lange, da steht Sylvia in einem braunen Hosenanzug vor ihr. „Nun los, ich ziehe nur noch meine Jacke an.“

„Warte“, sagt Gabi, sieht Sylvia ungläubig an. „Du hast dich aber hübsch gemacht, willst du ausgehen?“

Ja, will ich, auf mich warten 22 Kerle, einer hübscher als der andere, ein Schiedsrichter, Trainer, Betreuer und andere Personen.“ Sylvia lacht über ihren Spruch.

„Hast du dir wenigstens die Hände gewaschen?“, fragt Gabi.

„Wozu, die schauen mich doch nicht an, die Konkurrenz ist groß, die beachten mich nicht einmal, aber nun komm.“ Beide verlassen die Wohnung, Sylvia schließt die Tür. Es geht die Treppe runter.

Auf halbem Weg kommt ihnen ein etwa 30-jähriger, ungepflegter Mann entgegen.

„Oh, hat dich deine Mutter schön gemacht?“, sagt er zu Sylvia. „Willst du ausgehen? Mich hättest du auch mitnehmen können, ich habe immer Zeit, und für dich noch mehr.“ Lacht.

„Schlaf erst deinen Rausch aus, dann kannst du mich erneut ansprechen“, sagt Sylvia.

„Das mach ich“, sagt er, geht weiter nach oben.

Sylvia und Gabi gehen weiter die Treppe runter, durch die Haustür. Unterwegs sagt Sylvia, der Mann wohne in der dritten Etage bei seinen Eltern. „Der bekommt keine Frau, so, wie der aussieht, aber Stütze vom Amt.“

„Da hast du Recht“, antwortet Gabi. „Den könntest du mir auch schenken, ich würde so lange laufen, bis ich den verloren hätte.“

„Nun weiter“, sagt Sylvia. „Schau, da steht mein Auto.“ Sie zeigt mit der rechten Hand auf einen schmutzigen blauen Ford Fiesta, der in einer Parkbucht vor dem Haus steht, geht darauf zu, nimmt den Autoschlüssel aus ihrer Umhängetasche, öffnet die Fahrertür, steigt ein. „Steig auch ein, damit wir abfahren können.“ Sie dreht den Schlüssel im Anlasser, der Motor brummt. Als beide sitzen, sagt sie: „Zum Autowaschen hatte ich keine Zeit, der Wagen wird sowieso wieder schmutzig.“

Die Fahrt zum Stadion beginnt.

„Mit so viel Verkehr hätte ich nicht gerechnet.“

„Das ist bei Heimspielen immer so“, sagt Gabi.

„Ich war erst ein- oder zweimal im Stadion, es ist mir zu teuer, aber wenn ich eingeladen werde, kann ich eine Ausnahme machen“, sagt Sylvia.

Es geht langsam weiter zum Parkplatz. Von einem Parkwächter werden sie eingewiesen, erreichen ihren Stellplatz hinter einer Buschgruppe, neben sich ein Wasserhydrant. Beide steigen aus, Sylvia schließt den Wagen. Beide fassen sich an den Händen, es geht über einen Platz zum Stadioneingang. Werden von einer weiblichen Sicherheitsperson abgetastet, erst danach dürfen sie das Stadion betreten.

„Wohin müssen wir?“, fragt Sylvia.

„Nach Block C, Reihe 12, Sitze 3 + 4“, sagt Gabi.

„Wo müssen wir hin?“, fragt Sylvia.

„Da hinten ist Block C.“ Beide gehen hin und finden Reihe 12. „Komm, hier sind unsere Sitzplätze“, sagt Gabi.

Beide setzen sich auf ihre Plätze.

Das Stadion füllt sich mit Zuschauern.

Im Nebenblock sind grün-weiße Fahnen zu sehen.

Der Schiedsrichter läuft mit dem Ball in der Hand aufs Spielfeld, beide Mannschaften hinterher.

Es kommt zur Begrüßung der Spieler. Alle gehen auf ihre Positionen. Der Ball wird auf dem Mittelpunkt abgelegt, der Schiedsrichter sieht in die Runde, zählt die Spieler.

FC Erzgebirge Aue hat Anstoß, ein Feldspieler schiebt den Ball zurück, das Spiel beginnt.

Sylvia, die vom Fußballspiel wenig Ahnung hat, ist begeistert von der Kulisse. Welche Mannschaft ist Braunschweig und welche Aue?

Gabi, die sich auskennt: „Die Braunschweiger tragen das gelb-blaue Trikot, Erzgebirge Aue grün-weiße.“

Im Lauf des Spiels werden die Zuschauer immer unruhiger.

Gabi sagt: „Schau dir das Gerangel im Nebenblock an, dort werden Zuschauer angegriffen.“

Nach dem Tor des Braunschweiger Spielers Weichelbacher zum 1:0 kommt es zwischen den Blöcken 4 und 5 immer wieder zu Handgreiflichkeiten.

„Sylvia, pass auf dich auf, das kann schlimm enden.“

Kaum ausgesprochen, fällt das 2:0 für Braunschweig.

Die Stimmung eskaliert, es kommt zu tumultartigen Szenen zwischen den Zuschauern.

Der Stadionsprecher bittet, Ruhe zu bewahren, bedankt sich über das Interesse von 20118 Zuschauern.

Das Spiel ist beendet, Braunschweig siegt mit 2:0 Toren.

Gabi nimmt die Hand von Sylvia. „Lass uns verschwinden.“

Beide laufen aus dem Block Richtung Ausgang.

Es entsteht ein richtiges Getümmel auf dem Weg dorthin. Sie werden durch wütende Zuschauer getrennt.

Sylvia, die gar nicht weiß, wo sie sich befindet, sieht sich einer Rotte von 20 Personen gegenüber. Kann nicht erkennen, ob es sich um Braunschweiger oder Erzgebirge-Aue-Anhänger handelt. Sie wird von zwei kräftigen Händen gepackt, eine zweite Person zerrt an ihrer Hosenanzugjacke.

Sie windet sich vor Angst, aber der Griff lässt nicht nach.

Sie hört, wie der Stoff reißt, das Oberteil des Hosenanzuges ist etwa 30 cm eingerissen, der Busen wird nur noch von einem fleischfarbenen Büstenhalter gehalten, von dem einer der Bügel reißt. Sylvia versucht, die heraushängende Brust mit ihren Händen zu bedecken. Das gelingt nicht. Es kommt Stimmung unter den Zuschauern auf. Einige der Angreifer rufen: „Du hast aber einen tollen Busen!“

Sylvia will sich an den Angreifern vorbeischlängeln, richtig gelingt es nicht.

Es erfolgt ein Pfiff, ein Mitarbeiter mit gelber Weste und Aufdruck „Ordner“ beobachtet die Szene, kommt mit zwei Mitarbeitern zu Hilfe.

Er geht dazwischen, drängt die Angreifer weg, hilft Sylvia beim Aufstehen.

Die beiden anderen vom Wachdienst haben Probleme, sich selber vor den Angreifern zu schützen.

„Komm, wir müssen weg.“ Fasst Sylvia an die linke Hand, legt seinen rechten Arm unter ihre Taille, zieht sie hoch, es geht Richtung Ausgang.

Unterwegs sieht er, dass der Busen nicht bedeckt ist, zieht seine Sicherheitsweste aus, gibt sie Sylvia, die die Weste überzieht.

„Komm“, sagt er. „Ich bin Mirko. Wie bist du hierhergekommen?“

„Mit meinem Auto“, sagt sie.

„Komm, ich bringe dich dorthin, damit nicht noch mehr passiert.“

Auf dem Weg zum Parkplatz fragt Sylvia: „Hast du zufällig meine Freundin gesehen? Wir sind getrennt worden.“

„Nein, habe ich nicht. Eine Meldung über mein Funkgerät habe ich nicht erhalten, kann dazu nichts sagen.“

Kurz darauf sieht Sylvia ihren blauen Ford Fiesta.

„Da steht er“, sagt sie, zeigt mit der rechten Hand zum Parkplatz, neben dem Hydranten. Kurz drauf stehen beide vor dem Auto.

Sylvia schließt den Wagen auf, sieht Mirko an. „Wie kann ich das nur wiedergutmachen?“

„Eigentlich gar nicht, ich bin für den Sicherheitsdienst zuständig, so ein Einsatz gehört zu meinen Aufgaben.“ Lacht.

„Aber wenn ich du zu dir sagen darf, schreibe mir deine Telefonnummer auf, ich werde mich melden.“

„Die gebe ich dir gern.“

„Ruf mich an, wir treffen uns, und ich gebe dir die Sicherheitsweste zurück.“

„So machen wir es“, sagt Mirko. „Aber ich habe kein Papier zum Aufschreiben bei mir.“

„Macht nichts, hast du einen Kugelschreiber?“, fragt Sylvia.

Ja, habe ich.“ Er gibt Sylvia den Kugelschreiber.

„Ich schreibe meine Telefonnummer auf deine Handfläche. Du hast aber schöne Hände“, sagt Sylvia, als sie die offene Handfläche sieht, nimmt den Kugelschreiber, schreibt ihre Telefonnummer auf, wohl wissend, dass nicht angerufen wird.

Mirko sieht Sylvia an. „Ich rufe erst Dienstag an. Morgen und am Montag habe ich Dienst und kann noch nicht übersehen, wann ich zu Hause bin, deshalb erst am Dienstag.“

„Wann etwa rufst du an?“, fragt Sylvia.

„Gegen 16:00 Uhr. Dann bin ich zu Hause“, sagt er.

Beide geben sich die Hand, Sylvia steigt in ihr Auto, startet den Wagen, fährt zurück nach Hause.

Mirko geht zum Stadion zurück, dort findet eine Pressekonferenz statt, an der er als Chef des Sicherheitsdienstes teilnehmen muss.

Zu Hause angekommen, parkt Sylvia ihren Wagen in der Garage, geht einige Schritte zum Hauseingang, öffnet die Haustür. Auf dem Weg nach oben kommen ihr zwei Jungen entgegen, die ihr des Öfteren aufgefallen sind. Der eine schwarzhaarig, etwa 10 Jahre alt, der andere mit bräunlichen Haaren ist etwa 8 Jahre alt.

„Wo hast du die Weste her?“, fragt der Ältere der beiden.

„Die habe ich geliehen bekommen“, sagt sie.

Darauf der Ältere: „Uns, meinem Bruder und mir, wurde noch nie etwas geschenkt.“

„Auch ich kann euch die Weste nicht schenken. Die muss ich zurückgeben.“ Lacht.

Die Brüder laufen die Treppe runter, verlassen das Haus.

Sylvia geht zur ersten Etage hoch, schließt ihre Wohnungstür auf, geht hinein, atmet tief durch, zieht die Weste aus, dann die Jacke des Hosenanzuges, schaut in den Spiegel. Die Männer hatten Recht, ich habe wirklich einen schönen Busen: Sie geht ins Schlafzimmer, zieht ihre Unterwäsche aus, stellt sich erneut vor den Spiegel, sieht sich an, meint, für eine 28-jährige junge Frau habe ich wirklich eine gute Figur, dreht sich, nimmt ihre Brüste in die Hand, wippt damit, denkt auch: Die sind gut geformt. Lächelt, geht zur Kommode, öffnet eine Schublade, nimmt einen String-Tanga heraus.

Strümpfe brauche ich nicht. Geht zum Kleiderschrank, nimmt einen Hausanzug und zieht alles an.

So, denkt sie, nun bin ich schön. Geht zum Telefon, wählt die Nummer von Gabi.

Mehrmals ertönt das Freizeichen, dann wird abgenommen. Eine klare Stimme sagt: „Ja, bitte, was gibt es?“

„Hier ist Sylvia, wo bist du geblieben?“

„Ich war immer bei dir. Auf einmal warst du weg, ich habe dich nicht mehr gesehen, bin durch den Eingang zur Straßenbahn gegangen und nach Haus gefahren.“

„Da hast du richtig Glück gehabt“, sagt Sylvia und erzählt von ihrem Missgeschick. „Ob du es glaubst oder nicht, mein Lebensretter will sich nächste Woche telefonisch bei mir melden, so richtig glaube ich nicht daran.“

„Warum nicht?“, fragt Gabi.

„Der sieht gut aus, hat bestimmt eine Frau oder Freundin, was will der mit mir anfangen?

Ich bin arm, habe nur eine kleine Wohnung in einem schäbigen Haus, der könnte an jedem Finger 10 Frauen haben, die attraktiver sind als ich.“

„Rede nicht so einen Blödsinn, du bist eine attraktive junge Frau, siehst gut aus, kannst dich benehmen, hast einen anständigen Beruf, was willst du mehr?“, sagt Gabi.

„Na ja, eigentlich hast du recht, ich warte erst einmal ab, vielleicht ergibt sich etwas daraus.“

„Wir hören voneinander“, sagt Gabi, das Gespräch ist beendet.

Sylvia ist aufgeregt, kann den Dienstag kaum erwarten.

Punkt 16:00 Uhr klingelt das Telefon. Sylvia nimmt den Hörer ab. „Hier ist Sylvia Groter.“

Am anderen Ende ertönt eine bekannte Stimme. „Und hier ist dein Lebensretter. Ich will mich melden und fragen, ob du alles gut überstanden hast oder ob ein psychischer Schaden übrig geblieben ist, wenn ja, muss ich mich um dich kümmern.“

„Dank deiner Hilfe habe ich alles überstanden, es ist kein Schaden geblieben.“ Nach erneutem Atemholen sagt sie: „Hättest du Lust mich in meiner bescheidenen Wohnung zu besuchen? Dann könnten wir Weiteres besprechen. Oder überfalle ich dich mit meinem Wunsch?“

„Nein, das Gleiche wollte ich dir vorschlagen. Ich würde mich gern unter anderen Vorzeichen mit dir treffen. Warum sollte aus unserer Begegnung nicht mehr werden?“, sagt Mirko.

„Komm nächsten Samstag um 15:00 Uhr zu mir, es gibt Kaffee und Kuchen. Meine bescheidene Wohnung ist in der Erwinstraße 78, in der ersten Etage, mein Name Sylvia Groter, steht am Namensschild. Allerdings nur S. Groter.“

„Das werde ich als Sicherheitschef finden“, sagt Mirko, lacht.

„Ich freue mich“, sagt Sylvia.

„Ich mich auch“, antwortet Mirko. Das Telefongespräch ist beendet.

Am Samstag, dem 15. November, bereitet sich Sylvia auf den Besuch vor, backt Zuckerkuchen und einen Topfkuchen mit Schokoladenüberzug, deckt den Tisch liebevoll mit einer Kerze in der Mitte, einem kleinen Blumenstrauß in einer weißen Porzellanvase. Sie freut sich auf Mirko.

Um genau 15:00 Uhr klingelt es.

Sylvia geht zum Türöffner, drückt.

Mirko betritt das Mietshaus, ist überrascht vom Zustand des Treppenhauses, er will die Stufen nach oben gehen.

Zwei Jungen sprechen ihn an, die er auf 8 und 10 Jahre schätzt. Der ältere Junge sagt, wenn du mit unserer Mutter fertig bist, leg Geld in den Aschenbecher, der auf der Kommode steht, damit wir uns etwas zum Essen kaufen können.

„In welcher Etage soll das sein?“, fragt Mirko irritiert?

Der Kleinere der Jungen: „In der 4. Etage.“

„Da will ich nicht hin“, sagt Mirko. Er geht weiter die Stufen zur 1. Etage hoch.

Unterwegs hört er, wie der Ältere der beiden sagt: „Schade, du könntest uns gefallen.“ Seinem Bruder sagt er: „Komm.“ Beide verlassen das Treppenhaus durch die Eingangstür.

Mirko geht weiter die Stufen hoch und steht vor Sylvias Wohnungstür. Das Namensschild ist zu lesen. Mirko klingelt, Sylvia öffnet.

„Oh, oh, oh, so eine schöne Frau habe ich nicht erwartet“, sagt er, lächelt.

Sylvia bekommt einen roten Kopf- „Du machst mich ganz verlegen, komm rein.“ Geht zur Seite, lässt Mirko eintreten, schließt die Wohnungstür, dreht sich, sieht Mirko an, der einen Blumenstrauß in der rechten, eine Flasche Wein in der linken Hand hält.

„Nimm mir erst die beiden Sachen ab, damit ich dich anschauen kann.“ Er übergibt die Präsente.

Sylvia freut sich über das Mitgebrachte. „Das war aber nicht notwendig.“

Mirko sieht Sylvia an. „Du siehst toll aus.“

Sylvia steht vor ihm mit ihrem brünetten Pagenkopf, einem schicken roten Minikleid, einer weißen Bluse, die fast durchsichtig scheint. „Klasse, mir fehlen die Worte.“

„So schöne Komplimente habe ich seit Jahren nicht gehört. Danke dafür, aber auch du siehst toll aus. So einen Mann wie dich habe ich mir immer gewünscht, leider nie bekommen. Aber alles dazu später.“ Sie lacht gequält.

„Nun lass uns erst Kaffee trinken und Kuchen essen. Komm in mein bescheidenes Wohnzimmer.“ Sylvia geht voraus, beide befinden sich im Wohnzimmer, auf der rechten Seite steht ein gedeckter Tisch, der auf die beiden wartet.

„Das hast du liebevoll gemacht“, sagt Mirko, sieht sich im Wohnzimmer um. Alles geschmackvoll eingerichtet.

„Ja, aber alles mehr oder weniger vom Amt“, sagt Sylvia. „Du musst wissen, ich bin seit meiner Scheidung vor vier Monaten und bereits zwei Monate davor arbeitslos. Zurzeit bekomme ich Hartz IV vom Amt. Aber lass uns erst Kaffee trinken, alles andere erzähle ich dir später.“

Sie setzen sich auf Stühle an den Wohnzimmertisch und lassen es sich gut gehen bei Kaffee und Kuchen.

Nachdem sich beide näher gekommen sind, zeigt Sylvia ihre Wohnung. Mirko wird die Küche, das Schlafzimmer und die Toilette der Wohnung gezeigt. „Mehr hat das Amt nicht bewilligt, da ich nur einen Ein-Personen-Haushalt führe.“

„Ich hätte nicht gedacht, dass in diesem Hause eine so schön eingerichtete Wohnung ist“, sagt Mirko.

Sylvia bekommt einen roten Kopf. „Du Schmeichler, das ist doch nicht dein Ernst.“

„Doch, jedes Wort von mir ist ehrlich gemeint. Das hier reicht doch allemal. Wenn du einen Mann findest, mit dem du gern zusammenleben möchtest, ergibt sich alles von allein.“ Er lächelt vielsagend.

Nach Beendigung des Rundganges setzen sich beide auf das Sofa.

Mirko öffnet mit einem Korkenzieher die Weinflasche, füllt sein Weinglas mit etwas Wein, riecht und probiert aus dem Glas, der Wein schmeckt. Er sieht Sylvia an, füllt Wein in deren Glas, sagt: „Wenn ich dich und das Glas sehe, könnte es mit uns ein gutes Ende nehmen. Ich für meinen Teil, fühle mich in deiner Nähe gut aufgehoben, ich kann mir vorstellen, dass daraus mehr werden könnte.“

„Mir ging es genauso“, sagt Sylvia. „Als ich an deiner Seite das Stadion verlassen habe, schlug mein Herz wie wild. Ich habe noch gedacht, so etwas gibt es doch gar nicht, vor allem nicht, dass man sich bei solch einer Gelegenheit kennenlernt. Aber lass mich erst über mich sprechen, damit du alles über meine Vergangenheit erfährst. Als ich 20 Jahre alt war, lernte ich meinen späteren Mann kennen. Anfangs war er liebevoll zu mir, aber im Lauf der Jahre hat er sein wahres Gesicht gezeigt. Gelobt zu werden oder nette Worte kannte ich nicht von ihm. Er hat mich nur beschimpft, mir mein ganzes Geld abgenommen, dieses mit seinen Kumpanen in verschiedenen Kneipen ausgegeben. Er kam immer wieder spätnachts nach Haus, hat dadurch seine Arbeit vernachlässigt und mich geschlagen. Freundinnen haben mir des Öfteren geraten, ich solle mich scheiden lassen. Aber diesen Mut habe ich erst vor einem Jahr gehabt. Ich bin zu einem Scheidungsanwalt gegangen, habe dem alles erzählt. Er hat für mich alles beantragt und veranlasst. Durch die Züchtigung ist es ihm gelungen, die Trennungszeit zu verkürzen. Nun bin ich seit rund sechs Monaten geschieden und habe es nicht bereut, jetzt geht es mir besser als vorher. Die Wohnung habe ich über Beziehungen erhalten. Eine Freundin von mir arbeitet bei der Wohnungsbaugesellschaft, der dieses Haus gehört. Meinen geschiedenen Mann war ich noch immer nicht los. Er hat mich verfolgt, wo er nur konnte. Keinen Schritt konnte ich vor die Tür setzen. Immer war er in der Nähe. Das ist auch der Grund, weshalb ich meinen Job verloren habe. Ich bin gelernte Krankenschwester, aber durch diese Umstände war ich nicht in der Lage, meine Konzentration auf meine Arbeit zu legen, deshalb hat mir die Krankenhausgesellschaft nahe gelegt, zu kündigen, mit dem Rat, wenn es mir besser geht, sollte ich mich wieder melden.

So ist es bis heute geblieben.

Mein Scheidungsanwalt hat durchgesetzt, dass meinem Ex-Mann verboten wird, sich mir mehr als 100 m zu nähern, aber auch das hat er nie eingehalten. Aber nun ist mir diese Bürde genommen worden. Vor rund 6 Wochen hörte ich, dass er eine andere Frau in Braunschweig kennengelernt hat. Er hat seine Zelte abgebrochen und ist mit Sack und Pack zu seiner neuen Freundin nach Nürnberg gezogen. Wie ich hörte, hat die einen ganz schlechten Ruf, aber das soll mir egal sein, ich habe nun meine Ruhe. Mir geht es jetzt viel besser. Ich will noch 1–2 Mo­-nate warten, mich dann bei meinem früheren Arbeitgeber, dem Johannis-Krankenhaus, melden, um wieder als Krankenschwester anzufangen. Dann hätte ich geregelte Einkünfte und wäre nicht mehr auf das Amt angewiesen. Ich hoffe, dass ich das alles realisieren kann. Ich hatte einen Freund, der mich vor zwei Monaten verlassen hat mit der Begründung, ich könne ihm gar nichts bieten. Auch er war nicht gerade mit Reichtum gesegnet. Also war das auch nichts. Nun bin ich allein und kann nur hoffen, dass ein Prinz mich aus meinem Dornröschenschlaf erlöst. Aber es kann nur besser werden.“

„Oh mein Gott, so eine hübsche junge Frau wie du und so ein Los“, sagt Mirko. „Steh auf, lass dich anschauen.“

Als Sylvia steht, sieht er sie von oben bis unten an. „Dreh dich.“ Sylvia dreht sich, ihre Rundungen kommen zur Geltung. „Das kann ich überhaupt nicht verstehen“, sagt Mirko. „Wenn du alt und hässlich wärst, hätte ich dafür Verständnis, aber doch nicht bei deiner Figur.“

Beide setzen sich wieder aufs Sofa.

„Da du mir alles über deine vergangenen Jahre erzählt hast, will ich auch über mich sprechen.

Meine Kindheit und so weiter verlief ohne Probleme. Meine Eltern sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, als ich 19 Jahre alt war. Das hat mich etwas aus meiner Bahn geworfen. Ich stand auf einmal ganz allein da, musste mich um unsere Wohnung und alles andere kümmern. Ich war ein guter Realschüler, habe eine Lehre als Maler und Lackierer angefangen und abgeschlossen. Zu etwas anderem hatte ich keine Lust, wahrscheinlich war ich vorbelastet, mein Vater und auch mein Opa waren Maler. Ich wollte immer mit anderen Menschen im Kontakt stehen, aber auch an der frischen Luft arbeiten. Später bei der Bundeswehr war ich zwei Jahre freiwillig, das war möglich. Als Obergefreiter bin ich ausgeschieden. Also auch nichts Besonderes.

Große Stärken oder Neigungen habe ich dort nicht entwickelt. Ich möchte von mir behaupten, nur Mitläufer gewesen zu sein. Ich habe immer nur die Sicherheit der Person im Vordergrund gesehen. Das war auch der Grund, weshalb ich mich nach meiner Bundeswehrzeit bei meiner jetzigen Firma im Sicherheitsdienst beworben habe. Es handelt sich um die Sicherheitsfirma Nord-Ost-Sicherheitsdienst hier in Braunschweig. Der Chef hat mich gern genommen, weil ich weder vorbestraft war und meinen Wehrdienst abgeschlossen hatte. Nun bin ich dort seit fast 11 Jahren tätig, habe mich vom einfachen Wachmann zum Einsatzleiter hochgearbeitet, auch das ist mir nicht immer leichtgemacht worden. Meine Arbeitskollegen waren zum Teil eifersüchtig, aber ich habe mich immer behaupten können. Ich teile meine Leute ein, bin aber auch für deren Sicherheit zuständig. Mehrere Sicherheitskurse habe ich absolviert, deshalb bin ich im Dienst auch Waffenträger, das heißt, ich darf eine Waffe am Körper tragen. Mit meinem Chef Günter Sievers verstehe ich mich ausgezeichnet. Wir haben ein Vater-Sohn-Verhältnis. Er weiß, dass ich keine Verwandtschaft habe, und ist deshalb für mich so eine Art Vaterersatz. Nur einen Haken hat die ganze Geschichte. Im Sicherheitsdienst ist das Einkommen nicht besonders hoch. Bezahlt wird bei uns nach Einsatz, das heißt, wenn ich bei einer Disco die Eingangskontrolle durchführe, dauert es etwa 6–8 Stunden, normalerweise in der Abend-Nacht-Zeit. Beim Personenschutz oder wie du gesehen hast im Stadion geht es auch nach Stunden. Im Großen und Ganzen will ich mich nicht beklagen. Anderen Berufstätigen geht es schlechter als mir. Aber um auf meine letzte Beziehung zurückzukommen: Ich bin immer noch ledig, ich hatte keine oder wenig Zeit, eine feste Beziehung aufzubauen. Meine letzte Freundin hat mich verlassen mit dem Vorwurf, ich hätte selten Zeit für sie. Immer wenn etwas los ist, wie Schützenfest oder Tanzabende, hatte ich Dienst, hat sie mir vorgeworfen. Dabei hat es schon länger gekriselt. Sie hat ihre Sachen gepackt, als ich nicht zu Haus war, einen Abschiedsbrief geschrieben, mir alles Gute gewünscht. Ich habe sie nie wieder gesehen. Freunde, die auch mit ihr Kontakt hatten, haben mir gesagt, sie hätte Braunschweig verlassen und sei zu ihrem neuen Freund gezogen. Also bin ich zurzeit solo. Wenn du dir darüber im Klaren bist, mit mir etwas anzufangen: Ich bin dazu bereit.“ Er fasst Sylvia an den Händen, sieht sie mit verklärtem Gesichtsausdruck an und wartet auf Antwort.

Sylvia ist erschüttert über so viel Ehrlichkeit, sieht Mirko an. „Auch ich sehne mich nach einer guten und vor allem festen Beziehung. Ich mache dir einen Vorschlag“, sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. „Lass es uns miteinander versuchen, schlechter als jetzt kann es mir nicht gehen. Deshalb frage ich dich, wie soll es mit uns weitergehen?“ Sie sieht Mirko an, der steht auf, geht zu Sylvia, zieht sie vom Sofa hoch, nimmt sie zärtlich in seine Arme, küsst sie leidenschaftlich.

Das Eis ist gebrochen.

Nach Minuten des Küssens schnappen beide nach Luft. Mirko umfasst Sylvia mit dem linken Arm im Rückenbereich, mit dem rechten Arm fasst er unter die Beine im Kniebereich, hebt sie hoch, trägt sie ins Schlafzimmer. Legt sie vorsichtig auf dem Bett ab, fängt an, sie auszuziehen. Zuerst knöpft er die Bluse auf, zieht diese aus dem Rock, öffnet die Schnalle des Büstenhalters. Beide Brüste sind ohne Bekleidung. Mirko sagt: „So schöne Brüste habe ich noch nicht gesehen.“ Er küsst zuerst die linke, dann die rechte Brustwarze. Sylvia erschauert unter der Berührung der Zunge. Das Auskleiden geht weiter. Mirko öffnet den Gürtel des Minirockes, zieht diesen über die Beine von Sylvia, umfasst mit zwei Händen den roten String-Tanga, zieht auch diesen über die Füße. Strümpfe hat Sylvia nicht an. Zu sehen ist das schwarze Dreieck. Mirko bückt sich, drückt sein Gesicht darauf und küsst es. Sylvia erschauert vor Wollust. Auch Sylvia ist nicht untätig, sie öffnet mit beiden Händen den Hosengürtel von Mirko, zieht vorsichtig das Oberhemd über den Kopf, das Unterhemd folgt.

„Oh, du hast aber einen sportlichen Oberkörper.“ Sie sieht seine Muskeln, die etwas glänzen. „Wenn dein Unterkörper genauso gut gebaut ist, bin ich sehr zufrieden.“ Lacht. Das Ausziehen geht weiter. Die Hose wird runter gezogen, die Strümpfe ebenfalls.

„Warum die?“, fragt Mirko?

„Wenn ich dich bumse, möchte ich dich nackend vor mir haben“, sagt Sylvia. „Ich habe ja auch kein Hütchen auf.“ Sie lacht. „So und nun das beste Bekleidungsstück“, sagt Sylvia, zieht im selben Moment den Slip von Mirko über die Füße. Oh, auch das kann sich sehen lassen.

Als alle Hüllen gefallen sind, sehen sie sich tief in die Augen. Ihr beider Wunsch: ich will jetzt und sofort.

„Ich habe kein Präservativ bei mir, geht es auch ohne?“

„Ja, ich war vor circa 4 Wochen bei meinem Frauenarzt, der hat mich untersucht und gesagt, ich könne Kinder bekommen. Ich sei gesund und hätte kein Aids. Vorher, bei meinem geschiedenen Mann, habe ich immer die Pille genommen – weil ich auf keinen Fall mit ihm Kinder haben wollte“, fügt Sylvia hinzu. „So ist es bis heute geblieben, ich nehme noch immer die Pille. Du musst keine Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft haben.“

Das Liebesspiel beginnt. Mirko berührt Sylvia zärtlich mit den Händen. Er geht Zentimeter für Zentimeter vor. Untersucht die Brustwarzen mit den Fingern, aber auch mit der Zunge. Die Brustwarzen schwellen an. „So einen schönen Körper habe ich noch nie in meinen Händen gehabt“, sagt er.

Darauf Sylvia mit schwerer Zunge: „Auch dein Body ist in einem guten Zustand. Du bist muskelbepackt, deine Figur ist göttlich.“ Sie sieht an seinem Körper runter. „Wenn ich deinen Penis so groß vor mir sehe, habe ich richtig Sehnsucht, den zu spüren.“

Das Abtasten mit Händen und Mund von beiden geht weiter. „Lass uns zur Erfüllung kommen“, sagt Sylvia vor Erregung. „Nun kennen wir unsere Körper“, sagt sie, legt sich auf den Rücken, öffnet die Beine.

Mirko sieht das schwarze Dreieck mit der rosigen Öffnung, nimmt sein Glied in die rechte Hand, führt es zärtlich in die Scheide von Sylvia, die diesen Augenblick kaum mehr erwarten kann. Beide Körper zittern vor Erregung.

Es folgt Stoß um Stoß. Beide haben zur selben Zeit einen Orgasmus. Kurz darauf zieht Mirko sein Glied aus der Scheide, legt sich vor Erschöpfung neben Sylvia aufs Bett. Beide nehmen sich in die Arme und küssen sich leidenschaftlich.

Nach einer ganzen Weile sagt Sylvia: „Solch ein Liebesspiel hat mit mir noch kein Mann gemacht, vor allem nicht mit so viel Leidenschaft. Es war einfach herrlich. Mein geschiedener Mann ist immer über mich hergefallen, ich musste ihm zu Willen sein. So etwas Schönes solltest du öfter mit mir machen“, sagt sie.

Darauf Mirko: „Wo ist das Problem? Jederzeit.“

„Willst du die Nacht mit mir verbringen?“, fragt Sylvia. Sie rechnet damit, dass Mirko Nein sagt.

„Natürlich“, bekommt sie als Antwort. „Als dein Lebensretter kann ich dich nicht allein mit offener Wunde lassen.“ Er lacht über diesen Scherz. „Aber ich habe keine Zahnbürste bei mir. Alles andere brauche ich wohl nicht.“

„Die habe ich“, sagt Sylvia, steht auf, geht ins Badezimmer, schaut in den Medizinschrank, der an der Wand hängt, öffnet, schaut hinein. „Hier!“, ruft sie. „Hier ist eine!“ Sie nimmt die Zahnbürste heraus, schließt den Medizinschrank, geht mit der Zahnbürste ins Schlafzimmer, zeigt sie Mirko. „Nun kannst du bei mir bleiben.“ Sie lächelt. „Hoffentlich für immer.“

Den späten Nachmittag, den frühen Abend, die Nacht verbringen beide im Bett. Das Liebesspiel wiederholt sich im Laufe der folgenden Stunden mehrmals.

Am frühen Morgen gehen beide erschöpft und glücklich ins Badezimmer.

„Komm, wir duschen zusammen“, sagt Mirko.

Mirko nimmt Duschmittel in seine Hand, seift Sylvia von oben bis unten mit Seifenschaum ein.

Am Dreieck tasten seine Finger nach der Öffnung. Verweilen dort, es kommt zu einer zärtlichen Berührung.

„Oh, mein Gott, ist das himmlisch, mach weiter.“ Das Liebesspiel mit den Händen geht weiter.

Nach geraumer Zeit stellt sich Sylvia mit gespreizten Beinen in die Dusche, Mirko nimmt sein Glied, führt dieses in die Scheide, das Liebesspiel beginnt erneut.

Als beide einen Orgasmus hatten, bleiben sie noch eine längere Zeit unter der warmen Dusche.

Trocknen sich gegenseitig zärtlich mit Duschlaken ab, meinen, nun wird es Zeit zu frühstücken.

Sylvia deckt den Frühstückstisch, Mirko hilft dabei. „Das finde ich toll, das hat mein geschiedener Mann nie gemacht, das war meine Aufgabe, vieles andere auch.“

Nach dem ausgiebigen Frühstück, zu dem auch gekochte Eier gehörten, sagt Mirko: „Warum ziehst du nicht zu mir in meine Wohnung? Die ist größer, auch in der ersten Etage, für uns zwei sicher ausreichend, aber vor allem in einer besseren Wohngegend.“

„Der Vorschlag ehrt mich“, sagt Sylvia. „Es wäre sicher eine Verbesserung, aber es geht nicht. Bedenke, dass diese Wohnung vom Amt bezahlt wird. Wenn ich zu dir ziehe, bekomme ich das Wohngeld nicht mehr, und für das Amt wäre unsere Verbindung eine eheähnliche Beziehung. Es würden Bezüge gekürzt, wie viel, weiß ich nicht, aber es muss nicht sein. Ich möchte einen Vorschlag machen“, sagt Sylvia. „Wir können uns wöchentlich gegenseitig besuchen. Eine Woche bin ich bei dir, die andere Woche bist du bei mir.“

„Das ist eine gute Idee“, sagt Mirko. „Dann sind wir uns immer nahe, ich könnte meine zarte Freundin in jeder Lebenssituation beschützen.“ Er lacht, als er das sagt.

Beide finden den Vorschlag hervorragend.

Im Lauf des Sonntags werden weitere Diskussionsthemen angesprochen, einige für gut, andere als nicht machbar befunden. Vor allem ging es um das Thema „Geld“.

„Was können wir machen, um unsere finanzielle Situation aufzubessern?“

Durch mehr Arbeit – zwecklos.

„Durch Arbeit versaut man sich den ganzen Tag. Das ist eine Weisheit, die mein Vater immer gesagt hat“, meint Sylvia. Also was, die Diskussion geht hin und her. Auf einmal sagt Mirko: „Ich habe mich schon seit einiger Zeit damit beschäftigt. Was wäre, wenn wir eine Bank überfallen?

Dazu benötigen wir Handfeuerwaffen, damit meine ich Pistolen. Und eine dritte Person, die mitmachen würde.“

„Die dritte Person hätte ich unter Umständen“, sagte Sylvia.

„Als ich einmal mit meinem geschiedenen Mann in seinem Stammlokal, in der Blauen Grotte, war, hat er mich fast verprügelt, weil ich ihm kein Geld mehr geben wollte. Ein anderer Stammgast half mir, er ging dazwischen, schrie meinen Mann an, sagte, eine Frau behandelt man nicht so. Er hat ihm einen Kinnhaken verpasst, mein Mann ging zu Boden, blieb eine ganze Weile liegen. Er rappelte sich auf, war noch immer benommen. Ich bezahlte die Rechnung, wir haben das Lokal zusammen verlassen.“

„Wer war das?“, fragt Mirko.

„Den genauen Namen kenne ich nicht, aber es könnte Erich, Klaus oder so ähnlich gewesen sein. Gehört habe ich, er soll Kleinkrimineller sein, der bereits mit dem Gesetz in Berührung gekommen ist. Den sollten wir fragen, was er von solch einem Vorschlag halten würde. Wir müssen in die Blaue Grotte gehen, ihn suchen und ansprechen. Mehr als Nein sagen kann er nicht.

Was würdest du von diesem Vorschlag halten, Mirko?“

„Das ist eine gute Idee, wir gehen in den nächsten Tagen hin, schauen nach diesem Typ und fragen ihn.“

Zwei Tage später, am Dienstag, dem 18. November gegen 19:00 Uhr, besuchen Sylvia und Mirko das Lokal „Blaue Grotte“. Sylvia zieht ihren Mantel aus, hängt ihn auf einen freien Garderobenhaken. Kurz drauf sitzen beide an einem Tisch, von dem sie den Eingang des Lokals beobachten können.

Eine junge blonde Frau mit üppiger Oberweite und langen Beinen kommt im kurzen Röckchen an ihren Tisch, fragt: „Was darf ich euch beiden Hübschen in diesem tristen Lokal anbieten?“

„Kannst du uns sagen, wann ein Stammgast mit Namen Erich oder Klaus oder wie immer hierher kommt?“, fragt Sylvia.

„Das kann ich nicht, sagt die Serviererin. „Ich bin erst seit zwei Wochen hier beschäftigt, ich bin Studentin, bessere mein BAföG etwas auf. Wartet, ich schicke den Chef. Aber im Ernst, was möchtet ihr verzehren?“, fragt sie.

„Für meine Freundin einen Weißwein, für mich ein Glas Bier“, sagt Mirko.

„Alles klar, kommt sofort“, sagt die Serviererin, dreht sich um und geht zum Tresen, gibt die Bestellung auf, spricht mit einem älteren Mann, wie sich herausstellt, der Chef.

Er füllt das Bierglas, nimmt ein Weinglas, greift hinter sich, holt eine Flasche Weißwein aus einem Kühlfach, füllt das Glas, nimmt beides in seine Hände und kommt zum Tisch von Sylvia und Mirko. „Hier habt ihr erst einmal eure Getränke, damit ihr nicht verdurstet.

Was kann ich denn für euch tun?“

„Wir suchen den Mann, der mir geholfen hat, als mein Mann mich verprügeln wollte“, sagt Sylvia.

Der Wirt sieht Mirko an, sagt: „Du bist das aber nicht gewesen, du siehst freundlicher aus. Aber ich kann mich erinnern, dein Mann hat dich vor allen Gästen beschimpft und wollte dich verprügeln. Erich Klett hat dir geholfen, noch bevor andere Gäste eingreifen konnten.

Was hast du mit deinem Mann gemacht?“ Er sieht Sylvia an.

„Das ist eine lange Geschichte, die ich abkürze, ich bin geschieden, das hier ist mein neuer Freund.“

Als sie das sagt, sieht sie Mirko verliebt an.

Darauf der Wirt: „Der sieht ganz anders aus, verliebt und hilfsbereit.“

„Ja, das ist er“, sagt Sylvia. „Wie können wir diesen Erich Klett erreichen? Ich möchte mich im Nachhinein bei ihm bedanken.“

Wartet, Erich kommt meistens gegen 20:00 Uhr, trinkt sein Feierabendbier und geht wieder.“

„Das machen wir, wir warten“, sagt Mirko. Beide trinken ihre Getränke und sehen zur Tür.

Gegen 20:00 Uhr öffnet sich die Eingangstür, ein Handwerker im Blaumann steht im Türrahmen.

Sylvia steht auf, geht auf ihn zu, fragt: „Möchtest du dich nicht zu uns, meinem Freund Mirko und mich setzen? Wir möchten uns gern mit dir unterhalten.“

Erich Klett sieht Sylvia an, stutzt, überlegt, dann fällt der Groschen. „Bist du die junge Dame, der ich einmal geholfen habe?“

„Ja, die bin ich, aber wir möchten uns mit dir über etwas anderes unterhalten.“

Beide gehen zum Tisch.

Sylvia stellt Mirko vor.

Erich setzt sich. „Ist das auch so einer wie dein Mann?“

„Ganz bestimmt nicht, er ist ein ganz Lieber“, sagt Sylvia.

„Gott sei Dank, dann gönne ich dir den.“ Er lacht. „Was ist aus dem Schläger geworden?“

Das ist eine lange Geschichte, die ich abkürzen möchte, den habe ich da hingejagt, wo der Pfeffer wächst. Wir sind geschieden.“

„Dann kann ich mir Hoffnung bei dir machen, ich habe dich schon immer gemocht.“ Er schmunzelt.

„Hoffnung brauchst du dir nicht machen, ich bin in festen Händen.“ Sie zeigt auf Mirko. „Das ist mein Liebling.“

Als alle sitzen, kommt die Serviererin und fragt, was sie tun könne.

Bring uns drei Bier und für mich einen doppelten Klaren“, sagt Erich. „Was wollt ihr mit mir besprechen?“

„Warte, bis unsere Getränke gekommen sind“, sagt Sylvia.

Die Getränke werden gebracht, die drei nehmen ihre Biergläser in die Hand und prosten sich zu.

„Was wollt ihr mich fragen?“, sagt Erich.

„Meine Sylvia meint, du könntest etwas mehr Geld gut gebrauchen, wir natürlich auch.“ Mirko lächelt.

„Geld kann man immer gebrauchen, aber was habe ich damit zu tun? Schon meine Mutter hat immer gesagt, ohne Arbeit keine Kohle. Sie hat immer recht gehabt. Also, was habt ihr vor?“ Mirko, bückt sich in Erichs Richtung, flüstert leise: „Was würdest du von einem Banküberfall halten?“

Erich stutzt kurz, sagt, damit habe ich mich auch schon beschäftigt. Man arbeitet und malocht, trotzdem kommt man auf keinen grünen Zweig.

„Aber auf diese Frage muss ich noch einen trinken.“ Er winkt die junge Serviererin zu sich und bestellt noch einmal drei Bier und einen doppelten Klaren.

Als die Gläser auf dem Tisch abgestellt sind, sagt Erich: „Alles weitere sollten wir nicht jetzt besprechen, hier haben die Wände Ohren. Habt ihr am Freitagabend gegen 19:00 Uhr Zeit, euch mit mir zu treffen?

„Das geht nicht“, sagt Mirko. „Am Freitag habe ich Dienst in einer Disco.“

„Was machst du beruflich?“, fragt Erich.

„Ich bin im Sicherheitsdienst tätig.“

„Dann kennst du dich aus“, sagt Erich.

„Können wir das Treffen nicht auf Samstag, den 22. November, verschieben? Da hätten wir beide Zeit.“ Er sieht Sylvia an.

„Ist in Ordnung. Was haltet ihr von 10:00 Uhr in meiner Gartenlaube in der Laubenkolonie Laubenpieper, Parzelle 3. Wisst ihr, wo das ist?“

Mirko nickt. „Die Kolonie kenne ich, wir kommen pünktlich.“

Es folgen weitere Gesprächsthemen. Die meisten über Sylvia, wie schön sie ist, was für einen Scheiß-Ehemann sie hatte. Gegen 23:00 Uhr bezahlt Mirko die gesamte Zeche. Sylvia nimmt ihren Mantel vom Garderobenhaken, Mirko hilft beim Anziehen des Mantels.

Verabschieden sich, verlassen das Lokal.

Erich geht links die Straße runter und nach Hause.

Mirko und Sylvia haken sich unter, gehen die Straße rechts zur Erwinstraße 78, zur Wohnung von Sylvia. Dort angekommen, nimmt Mirko Sylvia in seine Arme.

Eine leidenschaftliche Liebesnacht beginnt durch Abtasten der Körper durch Küssen und Streicheln.

Sylvias Brustwarzen richten sich auf, sie stöhnt vor Wollust. „Komm, ich halte es nicht mehr aus, ich brauche dich jetzt.“

Mirko nimmt seinen Penis sieht das Dreieck, steckt ihn in die rosige Scheide.

Das Liebesspiel geht weiter.

Nach dieser anstrengenden Liebesnacht sitzen beide erschöpft, aber glücklich am Frühstückstisch.

„Mirko, du warst wieder einmal göttlich“, sagt Sylvia. „So wie du hat mich noch kein anderer Mann beglückt.“

„Das kannst du öfter haben“, sagt Mirko, lächelt.

Der Tag beginnt.

Kapitel 2 Besprechung zur Vorbereitung eines Banküberfalles

Am Samstag, dem 22. November, pünktlich um 10:00 Uhr, fährt Mirko seinen silbernen Audi A4 auf den Parkplatz der Gartenkolonie Laubenpieper. Der Parkplatz ist umrahmt von Büschen, von der Straße her nicht richtig einzusehen. Er findet einen freien Parkplatz neben einer Eiche.

Beide, Sylvia und Mirko, steigen aus.

Mirko schließt den Wagen, nimmt Sylvia an die Hand, sie sehen sich um. Sylvia meint, da drüben ist die Eingangstür, da müssen wir rein. Vor sich sehen sie eine Metallpforte, hinter der ein Sandweg in die Kolonie führt. Mirko drückt die Klinke der Pfortentür, die Tür öffnet sich, beide gehen durch, stehen auf einem breiteren Sandweg. „Dahin müssen wir“, sagt Mirko zeigt nach vorn, wo abgezäunte Gärten sind. „Achte auf die Nummern, wir müssen zur Parzelle 3“, sagt er. Beide gehen weiter, sehen rechts das Schild mit dem Aufdruck 3. „Hier sind wir richtig“, sagt Mirko, lacht.

Mirko öffnet die Pforte, sie stehen im Garten von Erich.

Der steht in der Laubentür.

„Hallo, ihr beiden, da seid ihr endlich, kommt rein.“

Sylvia und Mirko gehen den Gartenweg weiter, sehen eine größere Laube.

„Tretet ein in meine karge Hütte“, sagt Erich. Er geht zur Seite, die drei betreten den Raum.

Sylvia sieht links einen Tisch, vor dem vier Stühle stehen. Rechts daneben eine größere Kommode, neben der ein altes Sofa mit einer Decke und Kissen zum Ausruhen einlädt. All das steht auf einem Teppich, der schon bessere Zeiten gesehen hat, aber gemütlich zum Raum passt. Neben dem Tisch hat Erich einen Kasten Bier auf einer Kommode stehen. Gläser sind nicht zu sehen.

„Setzt euch“, sagt er.

Als alle sitzen, reicht Erich jedem eine Flasche Bier, nimmt aus der Kommodenschublade einen Flaschenöffner, öffnet seine Bierflasche, reicht den Öffner an Mirko weiter. „Deine Flasche und die von Sylvia kannst du selber öffnen“, sagt er.

Mirko öffnet zunächst seine, dann Sylvias Bierflasche, reicht ihr die, sagt Prost. Dabei sieht er Sylvia an, die irritiert ist. „Erich, hast du kein Glas oder wenigstens eine Limonade für mich“, fragt sie.

Nein, Mädchen, auf Damenbesuch bin ich nicht vorbereitet. Und wenn, dann liegen die auf dem Sofa. Die Damen, die zu mir kommen, wollen nur das eine.“ Er lacht über seinen Spruch.

„Aber könnt ihr mit der Belastung eines Banküberfalles umgehen?“

„Natürlich können wir das“, antwortet Sylvia, „ich beschäftige mich damit schon länger, und Mirko auch.“

„Nur, wir benötigen Ausrüstungsgegenstände, über die wir sprechen und die wir dann noch besorgen müssen. Mirko, bist du Waffenträger?“

„Ja, bin ich, nur meine Firmenwaffe kann ich nicht für einen Überfall einsetzen. Falls ich die Waffe benutzen müsste, würden die Pistolenkugel und die Hülse auf mich weisen. Das alles ist auf meine Firma registriert und eingetragen, darum kann ich die nicht benutzen.“

„Kann ich verstehen“, sagt Erich. „Aber können wir drei miteinander auskommen?“, fragt er, sieht Sylvia an.

„Warum nicht? Wir beide, der Mirko und ich, sind anpassungsfähig, wir wollen keinen Streit.“

„Na ja“, sagt Erich, „mit so einer jungen hübschen Dame am Tisch kann man schon auf dumme Gedanken kommen.“

„An welche dummen Gedanken denkst du?“, fragt Sylvia.

„An Sex“, gibt Erich unumwunden zu, lächelt. „Du könntest mir gefallen.“

„Untersteh dich“, sagt Mirko. „Sylvia ist meine, die würde ich bis zum bitteren Ende verteidigen.“ Er lacht.

„Dann ist dieser Punkt geklärt. Wenn ihr das nächste Mal in meine Gartenlaube kommt, habe ich Limonade für dich, Sylvia. Und natürlich auch Gläser.

Wenn ihr zur Toilette müsst: Die befindet sich hinter der Laube, dort, wo oben ein kleines Herz als Lüftung ist. Papier ist an der Wand in der Halterung, pinkelt nicht daneben, zum Händewaschen steht eine kleine Badewanne mit Wasser bereit. Ein Handtuch hängt daneben. Das muss ich austauschen, das dort ist sehr dreckig. Die Hände werden schmutziger, als sie vorher waren, aber wie schon gesagt, auf Damenbesuch bin ich nicht vorbereitet.“

Es sollte ein längerer Tag für alle drei werden.

Bierflaschen werden immer wieder auf den Tisch gestellt. Es wird über einzelne Gesprächsteile diskutiert.

„Wir benötigen Waffen“, sagt Mirko.

Erich geht zum Bierkasten, hebt den von der Kommode, stellt ihn auf das Sofa. Packt mit beiden Händen die Kommode, hebt sie hoch, setzt sie einen Meter weiter ab, fasst mit beiden Händen den Teppich, der auf dem Boden liegt, rollt den bis zur Mitte zusammen. Es ist eine Klappe im Boden zu sehen. Er schaut auf. „Diese Klappe wollte ich noch nicht zeigen, bevor ich mir im Klaren war, dass es mit uns überhaupt etwas wird. Nun sollt ihr meine Überraschung sehen.“ Er fasst den Ring, der an der Klappe befestigt ist, an, hebt die Klappe hoch. Zu sehen ist ein Aluminiumkoffer, den er am Griff packt und aus dem Versteck hebt und auf den Tisch legt. Zwei Schnappverschlüsse sind zu sehen, die er öffnet. Im Koffer ist etwas in Ölpapier eingewickelt.

„Wartet einen Moment“, sagt Erich. „Ich hole eine Decke.“ Geht zum Sofa, nimmt den Bierkasten hoch, zieht die Decke, die darunterliegt, hervor, faltet die Decke zweimal, kommt zum Tisch zurück, legt die Decke quer über den Tisch, sagt: „Nun kann es losgehen.“

Nimmt ein Stück, das in Ölpapier eingepackt ist, in seine Hand, öffnet das Ölpapier. Zu sehen ist eine Pistole.

„Wie bist du an die gekommen?“, fragt Mirko.

„Das erkläre ich gleich“, sagt Erich, packt eine zweite Pistole aus, danach eine Maschinenpistole. „Für die habe ich drei Magazine und etwa 200 Schuss Munition für die Pistolen. Alles ist in einem guten Zustand. Nun sollt ihr erfahren, woher ich die Waffen habe. Nur eine Frage vorab, kennst du dich mit diesen Waffen aus, Mirko?“

„Natürlich, darauf bin ich geschult, ich habe einen Waffenlehrgang besucht. Es wurde auch über Maschinenpistolen gesprochen. Wir haben Waffen zerlegt, zusammengesetzt, und das mehrfach.“

„Prima, dann brauch ich nicht viel über diese Waffen sagen. Nun sage ich euch, wie ich an diese Waffen gekommen bin. Den Garten und die Laube habe ich vor etwa 8 Jahren von meinem Onkel geerbt. Er hatte keine Kinder, war nicht verheiratet, ich war sein einziger Neffe, als er starb. Ich fand den Garten schön, die Anlage ist gut geplant, allzu viel Arbeit habe ich nicht. Beete oder so etwas will ich nicht, nur viel Rasen, der ist mit meinem Benzinmäher schnell geschnitten. Zeit dazu habe ich auch nicht, weil bei meiner Firma, in der ich angestellt bin, viel Arbeit anfällt. Aber zurück zu meinem Onkel, der war beruflich Generalvertreter für Organisationsmittel, hatte ein großes Verkaufsgebiet. In seiner beruflichen Tätigkeit hatte er viele Jahre die Vertretung für Hefter, Schriftgutbehälter und Ablageregale. Zu seinen Kunden zählten Autohäuser, Banken, Rechtsanwälte, Steuerberater, Stadtverwaltungen, natürlich auch andere, eigentlich alle.

Als die neuen Bundesländer dazukamen, hat er auch dort Kunden besucht und neue beraten. Von einem dieser Besuche hat er erzählt, ich musste versprechen, darüber nichts anderen zu sagen, es sollte ein Geheimnis zwischen uns sein und bleiben. Euch will ich es nun sagen.