Loverboys Quickie 07: Frecher Engel - Tilman Janus - ebook

Loverboys Quickie 07: Frecher Engel ebook

Tilman Janus

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Opis

Timmy, gerade 18, fühlt sich todunglücklich. Seitdem er geoutet wurde, wird er von seiner Familie noch mehr schikaniert und verspottet als vorher. Und dann verliebt er sich auch noch rettungslos in Martin, den attraktiven Freund der Stiefschwester. Der jedoch nimmt den "kleinen Gymnasiasten" kaum zur Kenntnis. Zu Weihnachten schmiedet Timmy einen tollkühnen Plan …

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Tilman Janus

Frecher Engel

Inhalt

Frecher Engel

»Mike zog langsam den Reißverschluss auf. Sein bläulich geädertes Teil federte aus dem Hosenstall, hart, lang und dick. Der flackernde Feuerschein tauchte den riesigen Kolben in orangefarbenes Licht. Jim beugte sich vor und leckte mit seiner heißen Zunge über Mikes feucht glänzende Kuppe. Er genoss das würzige, männliche Aroma. Sein Mund stülpte sich –«

»Igitt!«, schrie jemand mit schriller Stimme. »Timmy! Was liest du da Ekliges?«

Timmy fuhr erschrocken zusammen und stopfte das Buch unter die Bettdecke.

Lena, seine Stiefschwester, war heimlich ins Zimmer geschlichen und hatte ihm über die Schulter geschaut. Timmy hatte sie nicht bemerkt, weil er so fasziniert war von der Geschichte um Mike und Jim. Endlich hatten die beiden Cowboys zugegeben, dass sie schwul waren, und sich am Lagerfeuer getroffen. Timmys Ständer war mindestens so hart wie der von Mike!

»Verschwinde, du alte Kuh!«, fauchte Timmy die fünfundzwanzigjährige Lena an. »Das ist mein Zimmer!«

»Pah!«, machte sie. »Ich werde Mutter sagen, was du wieder liest! Igitt! Ich mag dich gar nicht mehr berühren, du Schmutzfink!« Sie rauschte hinaus.

»Du sollst mich ja auch nicht anfassen, Ziege!«, schrie Timmy ihr nach.

Er presste die Finger um seinen heißen, steifen Schwanz, der sich aufs Laken drückte. Seine Eichel fühlte sich so feucht an wie Mikes. Aber mit dem Wichsen würde es erst mal nichts werden, denn gleich käme sicher die Stiefmutter hereingefegt. Timmy legte sein Gesicht aufs Kopfkissen. Er hätte am liebsten geheult, doch er kämpfte die Tränen nieder. Seitdem sein Vater als Ingenieur in Peru arbeitete, hatte Timmy keine gute Stunde mehr gehabt. Immer wieder rotierte die Frage in seinem Kopf, warum der Vater nach dem Tod der Mutter diese schreckliche Frau mit der zänkischen Tochter geheiratet hatte. Okay, die beiden sahen hübsch aus, aber ihre Seelen hatten die Farbe von Ruß und Kohle.

»Was muss ich hören, Timmy?«

Da war sie schon, die Stiefmutter mit ihrer klirrenden Stimme! Sie stand mit eingestemmten Armen neben seinem Bett und starrte ihn aus kalt glitzernden, grünen Augen an.

»Gib mir sofort das Buch!«, sagte sie gefährlich leise.

»Nein!«

Timmy war seit einem Monat achtzehn Jahre alt. Er musste nicht gehorchen wie ein Zehnjähriger! Schlimm genug, dass er nicht mal einen Schlüssel hatte, um sein Zimmer abzuschließen.

»Du gibst mir das Buch!«

Er schwieg. Das Jämmerlichste war, dass sein Schwanz langsam weich wurde vor Stress und Kummer. Es war kein Leben in dieser sogenannten Familie!

Plötzlich griff die Stiefmutter unter seine Bettdecke und riss ihm das ganz neue Taschenbuch weg.

Timmy war so baff, dass er sich nicht wehren konnte.

»Und damit du es weißt, junger Mann!«, erklärte sie hochmütig. »Solcher Schmutz kommt in den Kaminofen! Du bist ein völlig missratener, verkommener Junge, den man nur mit äußerster Strenge zur Räson bringen kann! Ich bin bloß froh, dass dein Vater das nicht miterleben muss!«

Sie stolzierte hinaus. Die Tür fiel ins Schloss.

Timmy rollte sich auf den Rücken und starrte zur Zimmerdecke hinauf. Er würde nie erfahren, wie es mit Mike und Jim weiterging. Und er hatte nur dieses eine Erotikbuch besessen. Es war schwierig genug, von seinem knappen Taschengeld schwule Bücher zu kaufen. Noch komplizierter war es, sie zu lesen, ohne dass die Frauen es merkten. Es gab nur einen einzigen Familiencomputer, im ehemaligen Arbeitszimmer des Vaters. Ein Smartphone oder ein E-Book-Reader waren Timmy nicht erlaubt, und selbst hatte er dafür kein Geld. Er besaß bloß ein altertümliches Handy zum Telefonieren. Seine Schulkameraden hänselten ihn deswegen. Das auch noch!

Seit Jahren wusste Timmy, dass er schwul war. Er betrachtete alle Jungs und Männer, denen er begegnete, alle Mitschüler und Lehrer unter dem Aspekt, dass er mit ihnen Sex haben könnte. Er taxierte ihr Aussehen, ihre Stimmen, ihre Bewegungen, versuchte, ihre Wesensart zu ergründen, und heftete seinen Blick auf ihre Schwanzwölbungen. Nachts, falls die beiden Frauen ihn mal nicht störten, wichste er und ließ die Parade seiner möglichen Lover im Geist an sich vorbeiziehen – zum Beispiel Lukas, den dunkelhaarigen Typen aus dem Deutschkurs, oder Christian, einen Rotblonden, der in den Sportstunden immer neben ihm lief, oder Antoine, den hübschen Austauschschüler aus Paris. Christian war ein netter Kerl, der Einzige, der sich nicht über Timmys altes »Dampfhandy« lustig machte. Leider hatte er eine Freundin. Auch Antoine und Lukas liefen den Mädchen nach. Nur dass sie als Wichsvorlage für Timmy dienten, dagegen konnten sie nichts unternehmen, denn sie wussten nichts davon.

Niemand in Timmys Kleinstadt-Gymnasium wusste, dass er schwul war. Auch Mr. Blackwood, der freundliche Englischlehrer, hatte keine Ahnung davon, wie sehr Timmy ihn anhimmelte. Noch viel mehr als seine Schulkumpels zogen ihn nämlich Ältere an – richtige, erwachsene Männer. Natürlich sollten sie nicht uralt sein, aber einen Unterschied bis zu zehn Jahren fand Timmy okay. Doch das alles waren nur Wunschträume. Wirklichen Sex hatte er noch nie gehabt.