360 Neuseeland-Träume - Christian Dose - ebook

360 Neuseeland-Träume ebook

Christian Dose

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Opis

Dieser Reiseführer bietet Ihnen einen Kompass durch Neuseeland – von Cape Reinga auf der Nordinsel bis in die Catlins auf der Südinsel. Wir stellen Ihnen 360 Reiseträume in 36 Kategorien vor: die schönsten Plätze des Landes, romantische Strände, unvergessliche Wanderungen, Abenteuer pur und vieles mehr. Mit diesem Buch navigieren Sie sich durch das Land und lernen es kennen. 1. Im ersten Kapitel „Natur & Outdoor“ erhalten Sie einen Überblick über die schönsten Nationalparks, Strände und Wanderwege sowie beispielsweise die besten Plätze zur Tierbeobachtung. 2. Im zweiten Kapitel „Städte & Regionen“ folgen Portraits der drei großen Städte Auckland, Wellington und Christchurch sowie der wichtigsten Orte in allen Regionen. 3. Kapitel 3 „Reisen & Übernachten“ umfasst Empfehlungen beispielsweise für Panoramastraßen, Campingplätze und Restaurants. 4. Im vierten Kapitel „Kultur & Lebensart“ lernen Sie den neuseeländischen Lifestyle, kulinarische Besonderheiten und die wichtigsten Persönlichkeiten des Landes kennen. So wurden die 360 Reiseträume für Neuseeland ermittelt In einem Zeitraum von 18 Monaten haben die mittlerweile mehr als 3500 Mitglieder der Facebook-Gruppe „360° Neuseeland“ in 36 nichtrepräsentativen Umfragen ihre Favoriten gekürt. Im Anschluss nannte eine fachkundige Jury aus professionellen Reiseexperten wiederum ihre Lieblingsorte (Portraits der Jury ab Seite 10). Auf dieser Basis wählte der Autor schließlich die 360 wichtigsten Ziele für eine Traumreise nach Neuseeland aus. Am Ende fand eine zusätzliche Umfrage bei Reise-Fans und Reise-Profis statt, um aus einer Vorauswahl von 40 Zielen auf Basis der vorherigen Auswertungen den schönsten Ort Neuseelands zu ermitteln. Jede der 36 Kategorien besteht aus jeweils zehn Empfehlungen. Die zwei beliebtesten Tipps sind jeweils ausführlich auf zwei Seiten dargestellt, weitere zwei Empfehlungen mit je einer Seite und abschließend sechs weitere Tipps in kompakter Form. Link-Tipps und Landkarten sowie zwölf „Liebeserklärungen“ und „Lieblingsorte“ von ausgewiesenen Neuseeland-Kennern ergänzen die 360 Reisetipps für eine unvergessliche Reise an das „grüne Ende der Welt“.

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Christian Dose

360 NEUSEELAND–TRÄUME

Tipps von Experten und Fans für einen traumhaften Aufenthalt am schönsten Ende der Welt

IMPRESSUM

360 NEUSEELAND-TRÄUME

Tipps von Experten und Fans für einen traumhaften Aufenthalt am schönsten Ende der Welt

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar

© 2017360° medien gbr mettmann I Nachtigallenweg 1 I 40822 Mettmann

www.360grad-medien.de

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung sowie Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Der Inhalt des Werkes wurde sorgfältig recherchiert, ist jedoch teilweise der Subjektivität unterworfen und bleibt ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.

Redaktion und Lektorat: Christine Walter

Satz und Layout: Serpil Sevim-Haase

E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH 2017

ISBN: 978-3-944921-85-3

Hergestellt in Deutschland

www.360grad-medien.de

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Vorwort

Kia Ora!

Über dieses Buch

Unsere Jury

Neuseeland – Das „grüne Ende der Welt“

Natur & Outdoor

Nationalparks

Tierbeobachtungen

Strände der Nordinsel

Strände der Südinsel

Tageswanderungen

Mehrtageswanderungen

Seen

Wasserfälle

Abenteuer

Wintererlebnisse

Rundflüge

Radstrecken

Städte & Regionen

Auckland

Northland

Waikato & Bay of Plenty

Gisborne & Hawke's Bay

Taranaki & Manawatu-Wanganui

Wellington

Rund um Wellington

Tasman & Nelson

Canterbury

Christchurch

Otago

Southland

West Coast

Reisen & Übernachten

Traumstraßen

Campingplätze

Ungewöhnliche Übernachtungsplätze

Unterkünfte

Drehorte

Kultur & Lebensart

Maori-Kultur

Neuseeländische Spezialitäten

Restaurants

Persönlichkeiten

Künstler

Filme

Anhang

Service – Informationen A-Z

Stichwortverzeichnis

Bildnachweis

Danke

Vorwort

Kia Ora!

Montag frühmorgens auf dem Flughafen von Auckland auf der Nordinsel Neuseelands: Gerade bin ich aus Europa gelandet und warte auf meinen Anschlussflug auf die Südinsel. Plötzlich finde ich mich inmitten einer Gruppe von Neuseeländern wieder, die begeistert auf TV-Bildschirmen die Rugby-WM in Großbritannien verfolgen. Rugby ist der Nationalsport in Neuseeland schlechthin. Obwohl die „All Blacks“, wie die heimische Rugby-Nationalmannschaft liebevoll genannt wird, an diesem Morgen im Oktober 2015 nicht auf dem Platz steht, ist die Begeisterung der Fans so groß, dass sie mir als Ausländer gleich die Spielregeln erklären und mich mitfiebern lassen. Was für ein schönes „Kia Ora“, das Herzlich Willkommen in der Sprache der indigenen Maori.

Weitere Willkommenskultur folgt in 10.000 Metern Höhe über der Nordinsel: Aus der dichten Wolkendecke ragt ein schneebedeckter Berg empor. Schnell angle ich nach meiner Fotoausrüstung, mache ein paar Aufnahmen. Mein Sitznachbar erkennt meinen fragenden Blick und erklärt: Wir erhaschen einen Blick auf den Mount Ruapehu, den höchsten Berg im berühmten Tongariro National Park. Bis zum Anflug auf Nelson erklärt er mir die weiteren Naturschönheiten, die wir überfliegen, den schneebedeckten Gipfel des Vulkans Taranaki und die Marlborough Sounds der Südinsel. Am Ende lädt er mich ein, ihn einmal zu Hause zu besuchen.

Sehnsuchtsziel Neuseeland

Den Reisenden empfängt in Neuseeland eine selbstverständliche Gastfreundlichkeit, eingebettet in einen europäischen Lebensstil und geprägt von der faszinierenden Kultur der Maori. Das genaue Gegenteil symbolisiert zwar als Wappentier der sehr scheue und wenig heroische „Kiwi“, ein nicht flugfähiger Vogel. Die Neuseeländer lieben ihn aber trotzdem.

Vieles ist einfach liebenswert in Neuseeland. Kaum ein Land ist weiter entfernt von Europa als diese beiden Inseln im südwestlichen Pazifik. Kaum ein Land bietet so abwechslungsreiche Naturschönheiten: aktive Vulkane, gewaltige Fjorde, schneebedeckte Gipfel, atemberaubende Küstenstreifen, Südpazifik-Idyll. Abwechslungsreich ist auch die alte Kultur der Maori: die intim anmutende Begrüßungszeremonie des Nase-Aneinanderreibens einerseits, der furchteinflößende Kriegstanz Haka mit herausgestreckter Zappel-Zunge andererseits. Ihn führen die „All Blacks“ und andere Sportler noch heute vor jedem Spiel auf. Teilweise gehört es zum Pflichtprogramm an den Schulen.

Reiseland Neuseeland

Spätestens mit der Filmtrilogie „Herr der Ringe“ ist Neuseeland als Paradies für Naturfreunde und Abenteurer weltweit bekannt geworden. Doch noch immer finden sich Plätze, wo Besucher die Weite und die Faszination der Landschaft nahezu für sich allein genießen können.

360 Top-Ziele

Dieser Reiseführer stellt Ihnen die 360 schönsten Orte von „Aotearoa“ vor, dem „Land der langen weißen Wolke“. Wir möchten Sie inspirieren und Ihnen Orientierung bei Ihrer Reiseplanung bieten. Das neue Werk zeigt jeweils die Top10 in 36 Kategorien aus den Rubriken Natur & Outdoor, Städte & Regionen, Reisen & Übernachten sowie Kultur & Lebensart. Mit dem Buch erhalten Sie einen einzigartig breiten Erfahrungsschatz. Jede Kategorie enthält Tipps, die von Neuseeland-Experten und der Redaktion des etablierten Reisemagazins 360° Neuseeland sowie deren Facebook-Fans ausgewählt und empfohlen worden sind. Sehr viel einfacher lässt sich eine Reise nicht planen. Mit unseren 360 Reiseträumen von Neuseeland haben Sie einen Anhaltspunkt ganz nach Ihren Interessen – ob Wandern oder Abenteuer. Und welches ist nun der schönste Ort Neuseelands? Der Abel Tasman National Park im Norden der Südinsel ist das Highlight schlechthin, ergaben unsere große Befragung am Ende, nachdem die Favoriten in 36 Einzelkategorien ermittelt wurden. Mehr zur Entstehung des Buches finden Sie auf Seite 8.

Wichtig ist uns, dass wir neuen wie erfahrenen Fernreisenden ebenso praktische wie persönliche Impulse zu Neuseeland bieten. Enthalten sind daher auch zwölf kurzweilige Lese- und Reisegeschichten von Neuseeland-Insidern – gedacht als Liebeserklärungen an das vielleicht schönste Ende der Welt. Überdies vermitteln rund 400 hochwertige Fotos erste Impressionen, während Karten und ungezählte Link-Tipps bei der konkreten Reiseplanung helfen.

Das ganze Team wünschen Ihnen eine sehnsuchtsvolle Lektüre mit 360 Reiseträumen vom „Land der langen weißen Wolke“ – sowie hoffentlich bald auch eine gute Reise!

Kia Ora!

Christian Dose, im Februar 2017

Über dieses Buch

Dieser Reiseführer bietet Ihnen einen Kompass durch Neuseeland – von Cape Reinga auf der Nordinsel bis in die Catlins auf der Südinsel. Wir stellen Ihnen 360 Reiseträume in 36 Kategorien vor: die schönsten Plätze des Landes, romantische Strände, unvergessliche Wanderungen, Abenteuer pur und vieles mehr.

Mit diesem Buch navigieren Sie sich durch das Land und lernen es kennen.

Im ersten Kapitel „Natur & Outdoor“ erhalten Sie einen Überblick über die schönsten Nationalparks, Strände und Wanderwege sowie beispielsweise die besten Plätze zur Tierbeobachtung.

Im zweiten Kapitel „Städte & Regionen“ folgen Portraits der drei großen Städte Auckland, Wellington und Christchurch sowie der wichtigsten Orte in allen Regionen.

Kapitel 3 „Reisen & Übernachten“ umfasst Empfehlungen beispielsweise für Panoramastraßen, Campingplätze und Restaurants.

Im vierten Kapitel „Kultur & Lebensart“ lernen Sie den neuseeländischen Lifestyle, kulinarische Besonderheiten und die wichtigsten Persönlichkeiten des Landes kennen.

So wurden die 360 Reiseträume für Neuseeland ermittelt

In einem Zeitraum von 18 Monaten haben die mittlerweile mehr als 3500 Mitglieder der Facebook-Gruppe „360° Neuseeland“ in 36 nichtrepräsentativen Umfragen ihre Favoriten gekürt.

Im Anschluss nannte eine fachkundige Jury aus professionellen Reiseexperten wiederum ihre Lieblingsorte (Portraits der Jury ab Seite

10

).

Auf dieser Basis wählte der Autor schließlich die 360 wichtigsten Ziele für eine Traumreise nach Neuseeland aus.

Am Ende fand eine zusätzliche Umfrage bei Reise-Fans und Reise-Profis statt, um aus einer Vorauswahl von 40 Zielen auf Basis der vorherigen Auswertungen den schönsten Ort Neuseelands zu ermitteln.

Jede der 36 Kategorien besteht aus jeweils zehn Empfehlungen. Die zwei beliebtesten Tipps sind jeweils ausführlich auf zwei Seiten dargestellt, weitere zwei Empfehlungen mit je einer Seite und abschließend sechs weitere Tipps in kompakter Form. Link-Tipps und Landkarten sowie zwölf „Liebeserklärungen“ und „Lieblingsorte“ von ausgewiesenen Neuseeland-Kennern ergänzen die 360 Reisetipps für eine unvergessliche Reise an das „grüne Ende der Welt“.

Reiseträume in Neuseeland

Platz 1

Abel Tasman National Park

Platz 2

Lake Tekapo

Platz 3

Milford Sound

Platz 4

Coromandel Peninsula

Platz 5

Catlins Coast

Top2 Nationalparks

Abel Tasman National Park, Fiordland National Park

Top2 Tierbeobachtungen

Curio Bay/Porpoise Bay, Otago Peninsula

Top2 Tageswanderungen

Tongariro Alpine Crossing, Abel Tasman National Park

Top2 Strände der Nordinsel

Cathedral Cove, Ninety Mile Beach

Top2 Strände der Südinsel

Wharariki Beach, Moeraki Boulders

Quelle: Umfragen unter Neuseeland-Fans und Reiseprofis

Unsere Jury

Michael Becker

Neuseeland und ist seitdem im Tourismus tätig. 1995 gründete er KEA Campers, eine Wohnmobil Vermietung. Das Unternehmen wurde zweimal hintereinander bei den Tourism Awards mit dem Titel „Bestes Tourismus Unternehmen Neuseelands“ ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Mehrheits-Eigentümer von Wilderness Motorhomes - einer Premium Wohnmobil Vermietung, die ausschließlich deutsche Wohnmobile vermietet (Bürstner, Carado). Nicht nur durch seine Tätigkeit in der Tourismus Branche, sondern auch als leidenschaftlicher Motorradfahrer kennt er (fast) jede Ecke Neuseelands. Als alter Hamburger ist er immer noch Fan eines dort ansässigen Fußball Clubs mit Kult-Status. www.wilderness.co.nz

Christian Dose

… ist erfahrener Journalist und Kommunikationsberater sowie Reisevortragsreferent und Dozent. Der gebürtige Berliner erkundet die Welt seit seinem 20. Lebensjahr, als er erstmals in die USA reiste. Es folgten zahlreiche weitere Fernreisen, beispielsweise nach Nordamerika, Neuseeland und Australien sowie in den Nahen Osten und ins südliche Afrika. Hauptberuflich ist er als Berater für Public und Investor Relations tätig, zuvor war er unter anderem als Wirtschaftsredakteur aktiv. Er ist Absolvent der Berliner Journalisten-Schule und Betriebswirt (EBW); seit 2012 arbeitet er nebenberuflich als Reisejournalist, vornehmlich für den 360° medien Verlag zu den Ländern Australien, Neuseeland und Kanada. www.cd-reisen.de, www.traumziele-von-oben.de

Eva Hoetzel

… kam erstmals 2004 nach Neuseeland. Als Präsidentin der Deutsch-Neuseeländischen Gesellschaft e.V. fördert sie das interkulturelle Verständnis beider Länder, reiste gut zwanzig mal als Delegations- und Reiseleiterin nach Neuseeland und kennt „fast alles und jeden“ dort. Gerade ihre Nähe zur Jugend und Schirmherrin des „Sun & Fun“-Schülerprogramms, das einen kleinen Kreis von „Schülerbotschaftern“ beim Aufenthalt in neuseeländischen Schulen organisatorisch unterstützt, weist sie auch als Kennerin der Sport- und Abenteuerszene in Neuseeland aus. Ihren Beruf hat die einstmals Stuttgarter Anwältin in Deutschland inzwischen aufgegeben und sich mit Leidenschaft Neuseeland verschrieben. Dort beschäftigt sie sich als Fachautorin, liebt Fahrradfahren, Fischen und den Haka der All Blacks.

Jenny Menzel

… hat vor zehn Jahren ihr Diplom in Soziologie an den Nagel gehängt, um freiberuflich als Texterin und Lektorin zu arbeiten. Es ist die optimale Verbindung von Beruf und Lieblingsbeschäftigung, denn mit ihrer Familie geht sie fürs Leben gern auf Entdeckungsreisen. Sei es im Campervan in Neuseeland oder Japan, mit dem Zelt in Norwegen oder als Backpacker in Südostasien. Ihre Begeisterung über die Vielfalt und Schönheit der Welt möchte Jenny Menzel ihren drei Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren mitgeben. Wenn die Dresdnerin nicht auf Reisen ist, schreibt sie darüber; auf Onlineportalen, in Reisemagazinen und in ihrem eigenen Neuseeland-Reiseblog. Soeben ist ihr fünftes Buch erschienen: „Neuseeland abseits der ausgetretenen Pfade. Die Südinsel“ (Verlag 360° medien mettmann). www.weltwunderer.de

Oliver Rube

… kam 2009 als Praktikant nach Neuseeland, wo er bis 2016 lebte. In seiner Zeit in Neuseeland hat der gebürtige Trierer an zahlreichen bilateralen Projekten in Wirtschaft, Politik und Kultur als Mitarbeiter der NZGBA mitgewirkt. Highlight war der Auftritt von Neuseeland als Gastland während der Frankfurter Buchmesse 2012. Zudem betreibt er als Teil eines Künstler-Kollektivs mit Mitgliedern aus Neuseeland, Hamburg und Zürich das OFF THE RADAR Music & Arts Festival, welches die Kunstszene aus Europa mit der Neuseelands verbindet.

Privat wie auch beruflich hat Oliver viele Facetten von Aoteroa kennenlernen und tiefe Verbindungen mit den Menschen und dem Land erfahren. Er ist heute für den größten Importeur von Manuka Honig in Europa, Neuseelandhaus GmbH, in der Geschäftsleitung tätig. www.neuseeland-haus.de

Björn Spreitzer

… entdeckte zuerst als Backpacker Neuseeland als seine absolute Traumdestination. Nach mehreren Urlaubsbesuchen machte der gebürtige Oberpfälzer vor etwa sechs Jahren Auckland zu seiner neuen Heimat. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zur Zeit arbeitet er als General Manager Americas & Europe für Tourism New Zealand (die neuseeländische Tourismus-Marketing-Organisation) in Los Angeles und ist für die Werbeaktivitäten in den Ländern USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien und Brasilien verantwortlich. Seine zweite Heimat ist Waldsassen in der nördlichen Oberpfalz. www.tourismnewzealand.com

Monique Surges

… leitet seit 2001 die offiziell vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) anerkannte Repräsentanz der deutschen Wirtschaft. Als CEO der Außenhandelskammer Neuseeland (NZGBA) managt sie ihr Team in Auckland, ist jedoch oft unterwegs in Neuseeland und Deutschland. Die gebürtige Neuseeländerin spricht fließend Deutsch und weitere europäische Sprachen. Monique Surges ist immer gerne auf dem Fahrrad oder im BMW i3 unterwegs, wenn sie nicht gerade beim Skifahren ist.

www.neuseeland.ahk.de

Andreas Walter

… träumte schon in der Schulzeit in den 1980er-Jahren von einer Reise nach Neuseeland. Es sollte jedoch bis zum Jahreswechsel 2005/2006 dauern, bis er gemeinsam mit seiner Frau Christine das schönste Ende der Welt kennen- und liebengelernt hat. Die Eindrücke erwiesen sich als nachhaltig, denn nur zwei Jahre später gründeten beide den Verlag 360° medien und starteten im August 2008 das quartalsweise erscheinende Magazin 360° Neuseeland (www.360grad-neuseeland.de), um Aotearoa dauerhaft verbunden zu bleiben. Mittlerweile hat sich der Verlag zu einem etablierten Anbieter von hochwertiger Reiseliteratur in Form von Magazinen, Büchern, Kalendern und digitalen Plattformen, insbesondere für Neuseeland, Australien, Kanada, USA und das südliche Afrika, entwickelt.

Neuseeland – Das „grüne Ende der Welt“

„Aotearoa – Land der langen weißen Wolke“ nennen die Maori ihre Heimat. Verführerisch und verlockend. Kaum ein Reiseziel gilt so sehr als Sehnsuchtsziel wie Neuseeland, für uns Deutsche gern als „Ende der Welt“ tituliert und oftmals als eines der letzten Paradiese voll unberührter Natur gepriesen. Und so verführerisch und verlockend der traditionelle Name klingt, so vielfältig ist das Land im fernen Pazifik. Schneebedeckte Berggipfel treffen auf eine einzigartige Tierwelt, die ihresgleichen sucht. Schroffe Küstenlinien gesellen sich zu lieblichen verwunschenen Landschaften, einsame Strände und exzellente Wanderwege prägen das Bild, mondäne Städte und mächtige Fjorde bilden ungleiche Paare. Maori-Traditionen und Adrenalinkicks des 21. Jahrhunderts begeistern gleichermaßen. Vielfalt auf engstem Raum und in nahezu allen Dimensionen, gepaart mit entspannter Lebensfreude und einer perfekten Infrastruktur, macht Neuseeland zu einem Reiseziel par excellence.

Aus der Anfangszeit unseres Planeten

Die Urgewalten der erdgeschichtlichen Entwicklung sind in Neuseeland bis heute zu erleben. Vulkane und Erdbeben erschüttern immer wieder das Land, sorgen für horrende Schäden und bringen vor allem viel Leid über die einheimische Bevölkerung. Besonders in Erinnerung bleiben die Serie von Erdstößen, die im Jahr 2011 über Christchurch hereinbrachen, sowie die Beben vom November 2016 in Kaikoura. Die geografische Lage Neuseelands an der Grenze zweier Kontinentalplatten lässt die Erde beben, Vulkane ausbrechen und Gebirgsketten wie die Southern Alps entstehen. Die beiden Inseln liegen an der Grenze zwischen der Indisch-Australischen Platte und der Pazifischen Platte, die hier aufeinander stoßen. Seit mehr als 80 Millionen Jahren ist die Erde in Bewegung, seit sich die Landmasse vom Superkontinent Gondwana trennte und in die abgelegene Region im Pazifik driftete. Die abgeschiedene Lage und fehlende menschliche Besiedlung ließ die Natur sich viel länger ungestört entwickeln als in anderen Erdteilen. Gerade der flugunfähige Kiwi – der Nationalvogel des Landes – ist bis heute ein lebendes Beispiel für die lange Zeit der Isolation. Zugleich sind etwa 70 Prozent der Pflanzenwelt endemisch.

Die exponierte Lage an der Kante zweier Kontinentalplatten ist verantwortlich für diese Ereignisse. Und doch bringen sie nicht nur Schrecken über das Land: Sie machen die Landschaft unverwechselbar und locken Besucher aus aller Welt an. Spätestens die Verfilmungen der Tolkien-Romane „Der Herr der Ringe“ durch Star-Regisseur Peter Jackson hievten Neuseeland dank seiner prächtigen Natur in die Eliteklasse des internationalen Tourismus.

Die ersten Siedler und die stolze Maori-Kultur

Bewohner anderer pazifischer Inseln erreichten Aotearoa vermutlich vor etwa rund 1000 Jahren und besiedelten das Land in den folgenden Jahrhunderten allmählich. Im Vergleich zum relativ nahe gelegenen Australien, wo Aborigines schon vor 40.000 Jahren und mehr leben, also deutlich später. Die Mehrzahl der Maori wählte dabei die klimatisch günstigere Nordinsel. Vor allem die heutige Bay of Islands bildete den ersten Ballungsraum – ab dem 14. Jahrhundert entstanden dann auch erste kleine feste Siedlungen, die Pa (Wehrdörfer). Als erster Europäer erblickte der holländische Seefahrer Abel Tasman am 13. Dezember 1642 Aotearoa. Doch erst der berühmte britische Entdecker James Cook erkundete ab Oktober 1769 die beiden Inseln näher. Anschließend erreichten erste weiße Siedler – vor allem Walfänger – Neuseeland. Mit spürbaren Folgen auf der Seite der Maori und für die Natur. Zur Kronkolonie Großbritanniens wurde das Land mit dem Vertrag von Waitangi, der am 6. Februar 1840 in der Bay of Islands geschlossen wurde. Bis heute ist die Vereinbarung, die als erste Verfassung des Landes gilt und das Zusammenleben regeln sollte, heftig umstritten. Die Maori sind – wie viele weitere indigene Völker – bis heute deutlich benachteiligt. Entgegen der Befürchtungen aus dem 19. Jahrhundert ist die Lebensgemeinschaft bis heute aber nicht ausgestorben. Ganz im Gegenteil: Die Maori sind sich ihrer langen Tradition bewusst und versuchen, sie bis heute lebendig zu halten und auf sich aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, wie die steigenden Angebote und Besucherzahlen von Touren und Ausflügen mit den Maori zeigen. Heute stellen die ursprünglichen Bewohner des Landes noch etwa 15 Prozent der insgesamt rund 4,7 Mio. Einwohner Neuseelands. Der Kriegstanz Haka ist dank der Rugby-Nationalmannschaft weltweit bekannt und zugleich Symbol für das gestiegene Ansehen und Selbstbewusstsein der Maori wie auch für das ganze Land. Gleichwohl gilt die indigene Bevölkerung noch immer als sozial und wirtschaftlich benachteiligt – mutmaßlich aber weniger stark als die Aborigines in Australien.

Modernes Urlaubsziel

Vor allem seit den Kino-Blockbustern von Regisseur Jackson boomt der Tourismus in Neuseeland und ist nach der prosperierenden Landwirtschaft – das Land ist beispielsweise wichtigster Milchexporteur der Welt – eine der wichtigsten Einnahmequellen. Doch schon seit jeher lockt die vielfältige Natur Menschen aus der ganzen Welt. Erster Touristenmagnet schon im 19. Jahrhundert: die Thermalquellen rund um Rotorua mit ihren heilenden Kräften. Heute ist das ganze Land auf seiner Länge von rund 1700 Kilometern touristisch erschlossen. Doch neben Hotspots wie der Bay of Islands und dem Tongariro National Park auf der Nordinsel und beispielsweise Abel Tasman National Park und dem weithin bekannten Milford Sound auf der Südinsel lässt sich in manchen Regionen noch die Ruhe des Landes genießen. So gelten etwa das East Cape auf der Nordinsel oder die Catlins im Südosten der Südinsel noch immer als Geheimtipps abseits der Hauptrouten.

Das Image als grünes Ziel pflegt Neuseeland schon jeher. Dem ersten Nationalpark – dem Tongariro National Park im Jahr 1887 – folgten bis heute weitere zwölf Nationalparks. Hinzu kommen zahlreiche Schutzgebiete und Regionen, die ebenfalls von den Rangern der Naturschutzbehörde DOC (Department of Conservation) gepflegt und kontrolliert werden. Mit Blick auf sein grünes Image setzte das Land beispielsweise auch schon früh auf regenerative Energien. Gleichwohl, angesichts des Booms gerade auch aus asiatischen Ländern sowie bei Kreuzfahrtpassagieren und Backpackern aus aller Welt, wurde die zuvor große Freiheit mittlerweile leicht zurückgeschraubt. Zum Schutz der Natur und mit Blick auf die Bedürfnisse der Einheimischen ist beispielsweise freies („wildes“) Campen an zahlreichen Stellen nicht mehr oder nur mit Einschränkungen erlaubt. Und schon länger ist die Zahl der Wanderer auf den mittlerweile neun beliebtesten Wanderwegen – den Great Walks – zumindest in der Hochsaison begrenzt.

Doch ungeachtet dieser kleinen Einschränkungen gibt es wohl kaum ein Reiseziel, das so einfach zu bereisen ist und zugleich mit so großer Vielfalt glänzen kann. Nahezu alle Klimazonen in einem Land sorgen für eine einzigartige Landschaft, die trotz aller Urlaubermassen und des technischen Fortschritts weitgehend unzerstört ist. Noch heute dürfte es einzelne Flecken in Neuseeland geben, auf die bislang nur wenige Menschen ihre Füße gesetzt haben. An diesem Image als grünem Paradies werden die Kiwis, wie die Neuseeländer mit Blick auf ihren ungewöhnlichen Nationalvogel auch genannt werden, festhalten.

Nicht zuletzt prägt die Pracht der Natur den Lebensstil der Kiwis, der an Entspanntheit, Hilfsbereitschaft und herzlicher Sympathie kaum zu übertreffen ist. „Boote und Berge“ könnte als Synonym für Lebensgefühl und hohen Freizeitspaß herhalten – für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Sowohl das Meer, die Seen und die Wasserarme als auch Berge jegliche Form und Höhe prägen die Landschaft. Und haben dafür gesorgt, dass die Menschen in Neuseeland die Natur auf ganz unterschiedliche Art erleben können: beschaulich auf Wanderungen oder vom Kanu aus, abenteuerlich vom Jet-Boat oder beim Fallschirmsprung. Wohl kein anderes Land bietet so vielfältige Natur und Erlebnisse wie das „grüne Ende der Welt“.

Wichtige Links

www.newzealand.com

www.doc.govt.nz

www.tourism.net.nz

www.360grad-neuseeland.de

www.auswaertiges-amt.de

Neuseeland und Deutschland im Vergleich

Neuseeland

Deutschland

Einwohner

4,69 Mio.

81,8 Mio.

Lebenserwartung

81,16 Jahre

80,89 Jahre

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf

41.556 US$

46.265 US$

Fläche

268.107 Quadratkilometer

357.376 Quadratkilometer

Bevölkerungsdichte

17 Einwohner pro Quadratkilometer

230 Einwohner pro Quadratkilometer

Küstenlinie

15.134 Kilometer

2389 Kilometer

Höchster Berg

Aoraki/Mount Cook – 3724 Meter

Zugspitze – 2962 Meter

Nationalfeiertag

6. Februar

3. Oktober

UNESCO-Welterbestätten

3

41

Quelle: Weltbank, Auswärtiges Amt, www.laenderdaten.de u.a.

Natur & Outdoor

Der Milford Sound wird gern als „achtes Weltwunder“ gepriesen.

Nationalparks

Tierbeobachtung

Strände der Nordinsel

Strände der Südinsel

Tageswanderungen

Mehrtageswanderungen

Seen

Wasserfälle

Abenteuer

Wintererlebnisse

Rundflüge

Radstrecken

Nationalparks

Die Küste des Abel Tasman National Park genießen Besucher vom Kanu oder Boot aus.

Ob feurige Vulkane, weißfunkelnde Gletscher oder goldgelb strahlende Strände: Neuseeland steht in erster Linie für unberührte Natur und eine überbordende Vielfalt der Flora und Fauna. Allein 13 Nationalparks sollen die Schönheit der Natur bewahren und künftigen Generationen näherbringen. Reisende kommen gerade in den Nationalparks der schöpferischen Kraft von Mutter Erde besonders nah. Mehr als 30.000 Quadratkilometer geschützte Natur – entsprechend etwa einem Zehntel des gesamten Fläche Neuseelands – warten nur darauf, auf kurzen oder langen Touren erkundet zu werden.

www.doc.govt.nz/​nationalparks

1 Abel Tasman – Sonniges Küstenparadies

Kann es einen schöneren Platz auf unserem Planeten als die Küste des Abel Tasman National Park geben? Grünglänzende riesige Farne wechseln sich ab mit goldgelben Sandstränden, Granit- und Marmorfelsen einzigartiger Prägung treffen auf dichten Regenwald mit hochgewachsenen Nikaupalmen, Robben schwimmen im Meer, während Wanderer in Lagunen mit türkis-grünem Wasser planschen und dem vielstimmigen Chor der Vögel lauschen. Und obendrein, nicht zu vergessen, so viele Sonnenstunden wie in diesem Nationalpark im Nordwesten der Südinsel gibt es sonst kaum in Neuseeland. Für viele der schönste Ort des Landes.

Es fällt wahrhaft schwer, das Besondere des Abel Tasman National Park zu bestimmen. Der Mix aus Landschaft, Flora und Fauna sowie Klima ist einfach zu perfekt. Kein Wunder, dass Heerscharen von Urlaubern ganzjährig den Küstenstreifen bevölkern. Neben der beeindruckenden Natur trägt auch das gute touristische Angebot zur Attraktivität des kleinsten neuseeländischen Nationalparks bei. Von gemütlichen Bootsfahrten bis hin zu geführten Mehr-Tages-Wanderungen – unter einer Vielzahl von Angeboten können Besucher wählen und der Natur je nach persönlicher Vorliebe näherkommen. Dank der zahlreichen Anbieter sowie der überschaubaren Größe des Parks lassen sich verschiedene Aktivitäten wie Wanderungen und Kajaktouren gut miteinander kombinieren. Schließlich ist der Park nur zu Fuß oder vom Wasser aus erreichbar.

Der Abel Tasman National Park wurde 1942 eröffnet und erinnert an Abel Tasman. Der niederländische Entdecker lag 300 Jahre zuvor im Dezember des Jahres 1642 in der angrenzenden Golden Bay mit ihren weiten Sandstränden vor Anker und gilt als erster Europäer, der diese Region im südöstlichen Pazifik erreicht hat. Heute besuchen jährlich rund 180.000 Gäste den Park. Während der Besiedlung des Landes wurden Flora und Fauna im heutigen Schutzgebiet kräftig zerstört, etwa durch die Gier nach Holz und Weideland. Mit der Gründung des Parks versuchten die Ranger das rund 220 Quadratkilometer große Areal zu renaturieren. Der Einsatz hierfür lohnt sich: Heute erobern sich Farne und Regenwald ihren ursprünglichen Lebensraum zurück, die Tierwelt von Robbe über den laut plappernden Tui bis hin zu kleinen blauen Pinguinen wächst kontinuierlich.

www.abeltasman.co.nz

www.aquataxi.co.nz

2 Fiordland – Fjorde in einsamer Landschaft

Die gewaltige Schaffenskraft der Natur bringt Besucher regelmäßig zum Staunen: Steil aufragende Berge mit ihren schneeweißen Gipfeln und tiefe Täler unterhalb des Wasserspiegels prägen die Landschaft im größten Nationalpark Neuseelands. Insgesamt 14 Fjorde und zwei der tiefsten Seen des Landes umfasst der Fiordland National Park im Südwesten der Südinsel. Zusammen mit Wasserfällen, die teils mehrere hundert Meter hinabstürzen, und undurchdringbarem Regenwald ergibt sich eine Szenerie, die nahezu unvergleichlich ist. Selbst beim zweiten Besuch erscheinen die Naturgewalten so beeindruckend, als wären sie nicht von der Natur geschaffen, sondern das Werk eines talentierten Landschaftsplaners.

Die landschaftlich vielleicht spektakulärste Region ist in 500 Millionen Jahren von Eis, Schnee und Regen sowie tosenden Stürmen geformt worden. Den abschließenden Feinschliff verpasste ihr die letzte Eiszeit vor rund 10.000 Jahren, als Eismassen die Täler gruben, in die sich dann das Wasser des Pazifik ergoss. Auch wenn sich dafür der Begriff „Sound“ etabliert hat, handelt es sich um Fjorde ähnlich wie beispielsweise in Norwegen. Und obwohl die neuseeländischen Prachtexemplare nicht an die europäischen Dimensionen heranreichen, zählen die hiesigen Fjorde zu den beliebtesten Zielen der Besucher. Allen voran ist der Milford Sound wegen seiner guten Erreichbarkeit ein Touristenmagnet und täglich Ziel zahlreicher Busgruppen. Im angrenzenden Doubtful Sound, immerhin drei Mal so groß und mit 421 Metern der tiefste der 14 Sounds des Landes, geht es hingegen gemächlicher zu. Und im Dusky Sound bestehen für Urlauber gute Chance, die Natur nahezu für sich allein zu erleben. Der mit 44 Kilometer längste Fjord ist schließlich nur über anstrengende Wanderungen, per Boot oder aus der Luft erreichbar. Zudem durchziehen den Nationalpark zahlreiche kurze und längere Wanderwege wie der legendäre Milford Track.

Trotz der Besuchermassen im Milford Sound zählt der 1952 gegründete Nationalpark zu den am wenigsten erschlossenen Regionen des Landes. Die unwegsamen Wälder und teils kaum zu überwindenden Berge, gepaart mit heftigen Regenfällen von bis zu 6000 Millimeter pro Jahr, sind kein einladender Lebensraum. Im Gegensatz zum Menschen fühlen sich dafür die Tiere in dieser Pracht umso wohler: Während man auf die stechenden Sandflies getrost verzichten kann, zählen Robben, Delfine und Pinguine zu den Stars in den Fjorden. Zuweilen toben sich Wale an der Küste aus, während Vögel wie Keas und Kiwis den passenden Sound beisteuern.

www.realjourneys.co.nz

www.cruisemilfordnz.com

3 Tongariro – Feuerberge wie aus dem Bilderbuch

Die mächtigen Gipfel weisen bei guter Sicht schon von Weitem den Weg zur größten Attraktion der Nordinsel: Drei Vulkane bilden das Herzstück des Tongariro National Park. Seine Bedeutung bestätigt auch die UNESCO, die die Bergregion neben nur wenigen anderen Orten auf der Erde sowohl zum Natur- als auch zum Kulturerbe erklärt hat. Maori-Häuptling Te Heu Heu Tukino IV schenkte das Land in den 1880er-Jahren dem Staat, der auf Wunsch der Maori den ersten Nationalpark gründete. Wanderer durchqueren das Schutzgebiet heute auf mehreren beliebten Wegen (siehe „Tageswanderungen“, Seite 65, und „Mehrtageswanderungen“, Seite 80).

Bis heute kommen die drei Vulkane Ngauruhoe, Ruapehu und Tongariro nicht zur Ruhe. So stand im August 2012 über dem namensgebenden Krater eine hohe Aschewolke. Das größte Unglück indes ereignete sich an Weihnachten 1953, als ein überlaufender Kratersee eine Bahnbrücke einstürzen ließ und 151 Menschen eines heranrasenden Schnellzuges starben.

Die vulkanischen Aktivitäten begannen vor zwei Millionen Jahren, als Lava aus der pazifischen Erdplatte nach oben drang, ehe dann vor 200.000 Jahren Ruapehu und Tongariro entstanden. Mount Ngauruhoe hingegen bildete sich erst vor 2500 Jahren. Für die Maori nehmen die Feuerberge in ihrer Mythologie eine bedeutende Rolle ein. Spätestens die Film-Reihen „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ machten den Nationalpark weltbekannt.

www.tongarirocrossing.org.nz

www.tongarirocrossing.com

www.adriftnz.co.nz

www.nationalpark.co.nz

4 Aoraki/Mount Cook – Höchster Berg des Landes

Edmund Hillary prägt bis heute die Geschichte des höchsten Berg Neuseelands: Am 3755 Meter hohen Aoraki/Mount Cook trainierte der wohl berühmtestes Sohn des Landes für seinen Gipfelsturm im Himalaya, wo er 1953 als erster Mensch den höchsten Berg der Erde bezwang. Weitere 18 Gipfel über 3000 Meter sowie fünf Gletscher umfasst der 1953 eingerichtete Nationalpark mit seinen zahlreichen Wanderwegen wie dem lohnenden Hooker Valley Track (siehe „Tageswanderungen“, Seite 70).

Der höchste Berg des Landes, dessen Gipfel erstmals 1899 erklommen wurde, nimmt in der Schöpfungsgeschichte eine bedeutende Rolle ein: Demnach sind die ganzjährig schneebedeckten Berge die Insassen des ersten Kanus, das im Sturm auf dem Pazifik kenterte und selbst zur neuseeländischen Südinsel wurde. In der Sprache der Maori hieß der höchste Gipfel „Wolkendurchbrecher“ (Aoraki) – heute wird der Doppelname verwendet. Der 700 Quadratkilometer große Park bildet zusammen mit Fiordland National Park im Süden, dem Westland Tai Poutini National Park an der Westküste sowie dem Mount Aspiring National Park die sogenannte Te Wahipounamu World Heritage Area, die zum Weltnaturerbe der UNESCO zählen. Der Name verweist auf die reichen Jade-Vorkommen in der Region – Te Wahipounamu steht für Jadeort.

www.mtcook.com

www.glacierexplorers.com

www.helicopter.co.nz

www.alpineguides.co.nz

5 Mount Aspiring

Die alpine Landschaft beherrscht der markante, an das Schweizer Matterhorn erinnernde Gipfel des Mount Aspiring. Der Mount Aspiring National Park im Herzen der Südinsel glänzt mit Wanderungen wie dem Rob Roy Valley Track und mehrtägigen Bergtouren wie dem leichten Routeburn Track (siehe „Tageswanderungen“, Seite 70 und „Mehrtageswanderungen“, Seite 76).

6 Nelson Lakes

Zwei Bergseen, zuweilen smaragd- oder türkisfarben glänzend, bilden das Herz des Nelson Lakes National Park. Geformt von eiszeitlichen Gletschern, prägen bis heute schneebedeckte Gipfel sowie dichter Wald die Landschaft. Die Konkurrenz des nahen Tasman National Park sorgt dafür, dass der Nationalpark bis heute vergleichsweise wenige Besucher zählt (siehe „Tasman & Nelson“, Seite 234).

7 Arthur’s Pass

Der Pass auf 920 Meter Höhe markiert nicht nur die Grenze zwischen den Regionen Canterbury und West Coast – er ist zugleich der schönste und höchstgelegene Weg über die Alpen. Im Arthur’s Pass National Park stehen Wanderern zahlreiche Wege offen. Zudem ist die Region mit ihren zahlreichen Gipfeln über 2000 Metern ein beliebtes Wintersportrevier. Überdies halten hier die Züge des „TranzAlpine“.

8 Paparoa National Park

Seine Gesteinsformationen in Streifenoptik sorgen für einen einprägsamen Spitznamen: Pfannkuchen-Steine. Die Pancake Rocks sind der Hauptanziehungspunkt im Paparoa National Park an der rauen Pazifikküste der Südinsel. Doch der 1987 gegründete Park bietet viel mehr, auch wenn viele Besucher an den Wasserfällen, Höhlen und bizarren Gesteinsformationen vorbei rauschen (siehe „West Coast“, Seite 282).

9 Te Urewera National Park

Nahezu mystisch präsentiert sich der dichte, oft in Nebel gehüllte Regenwald. Der Te Urewera National Park umfasst das größte zusammenhängende Waldgebiet der Nordinsel sowie den Lake Waikaremoana. Die Vegetation zieht sich hoch bis auf die Spitzen der Berge. Weite Teile sind trotz vieler Wanderwege wie dem Lake Waikaremoana Track bis heute unerschlossen (siehe „Gisborne & Hawke's Bay“, Seite 188).

10 Kahurangi

Die Maori nennen ihn „liebevoll behüteter Besitz“ – besser lässt sich der zweitgrößte Nationalpark kaum beschreiben. Dank seiner abgeschiedenen Lage im Nordwesten der Südinsel zieht der Karuhangi National Park trotz seiner vielfältigen Flora und Fauna kaum Besucher an: Mehr als 100 seltene Vogelarten wurden gezählt. Der Heaphy Track führt durch den Park (siehe „Mehrtageswanderungen“, Seite 80).

Tierbeobachtungen

Wale sind die Stars vor Kaikoura.

Neuseelands abgelegene Lage auf den Weltmeeren hat eine ganz eigene Tierwelt hervorgebracht. Besonders der Nationalvogel Kiwi mit seinem charakteristisch langen Schnabel ist ein echtes Unikat. Neben weiteren einzigartigen Vogelarten ziehen Wale, Delfine und Pinguine die Besucher in ihren Bann. Vielfach lassen sich die Tiere direkt vom Strand oder Wegesrand beobachten. Geführte Touren, auch per Boot, erhöhen die Chancen beim Wildlife-Spotting.

www.doc.govt.nz/​nature/​native-animals

11 Curio Bay/Porpoise Bay – Delfine und Pinguine

Keiner springt so anmutig durch das Wasser wie die kleinen und seltenen Hector Dolphins (Hector-Delfine). In den benachbarten Buchten Curio und Porpoise Bay kommen die maximal 1,50 Meter großen Meeressäuger teils bis auf zehn Meter nah an den Strand. Hector Dolphins leben ausschließlich in Neuseeland und sind mit gerade einmal 7000 Exemplaren eine der seltensten Delfinarten überhaupt – die kleinsten sind sie ohnehin. Im Sommer und Herbst sind die scheuen Delfine regelmäßig in den beiden Buchten in den Catlins (Südosten der Südinsel) anzutreffen, vorzugsweise am langen Sandstrand der Porpoise Bay. Die kleine Kolonie umfasst gerade einmal 20 Tiere, die dauerhaft in der Bucht leben. Zudem sind sie vor der Banks Peninsula bei Christchurch zu finden.

Doch für Reisende zählen die beiden Buchten nicht nur wegen der Delfine zu den schönsten Plätzen in Neuseeland, die einheimische Tierwelt zu erleben. Denn von der Aussichtsplattform lassen sich – gerade zum Sonnenuntergang – auch sehr gut Gelbaugenpinguine (Hoiho) beobachten, wenn sie abends aus dem Meer zurück an den Strand kehren. Trotz der rund 6000 bis 7000 Exemplare allein in Neuseeland zählen die bis zu 76 Zentimeter großen Geschöpfe zu einer der seltensten Arten. Außer auf der Südinsel leben die Meeresbewohner mit ihrem charakteristischen gelben Streifen sonst nur noch auf den subantarktischen Inselgruppen Auckland Islands und Campbell Island Group, die ebenfalls beide zu Neuseeland gehören.

Das Wildlife-Erlebnis komplettieren mächtige Seelöwen, die bis zu drei Meter lang und 400 Kilogramm schwer werden. Besucher sollten auch ihnen nicht zu nah kommen und sich schon gar nicht zwischen die gemütlich aussehenden Tiere und das Meer stellen – dann werden die Seelöwen schnell sehr aggressiv. Da sie keine Scheu vor Menschen zeigen, sollte der Mindestabstand nie unter zehn Meter sinken.

Wer die drei interessanten und leider vom Aussterben bedrohten Arten gesehen hat, auf den wartet mit dem Versteinerten Wald eine weitere Eigenheit der Natur (siehe „Strände der Südinsel“, Seite 58). Übernachtungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise auf einem Campingplatz auf einer kleinen Landzunge zwischen den beiden Buchten und einem Hostel inmitten der Dünen (siehe „Campingplätze“, Seite 310).

12 Otago Peninsula – Tierische Tagestour

Mächtig und majestätisch zugleich gleiten die Albatrosse über die Klippen und weiter gen Parkplatz. So schnell und so groß, dass es schwer fällt, die Vögel zu fotografieren. Der Anblick der Flügel mit einer Spannweite von bis zu dreieinhalb Metern bleibt ohnehin gut in Erinnerung. Im Royal Albatross Centre auf der Otago Pensinsula erleben Urlauber die Vögel in voller Pracht.

Selbst wer schon kostenlos vom Parkplatz aus seinen Erfolgsmoment genießen konnte, sollte sich einer geführten Tour anschließen: Es ist weltweit der einzige Platz auf dem Festland, wo Reisende eine Kolonie von Albatrossen beobachten können. Mit den vorhandenen, kostenlosen Ferngläsern blicken Besucher aus einem unterirdischen Versteck auf das Spektakel – während der Brutzeit von Mitte September bis Ende November ist das Zentrum allerdings geschlossen. Die 90-minütigen Führungen beinhalten zudem einen kurzen Abstecher zu den ehemaligen Festungsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg, als Neuseeland aus Angst vor Russen und Japanern aufgerüstet hatte. Eine drehbare Kanone aus dieser Zeit ist der Höhepunkt der kleinen Ausstellung.

Der Besuch der Albatross-Kolonie lässt sich auf einer Tagestour über die 34 Kilometer lange Halbinsel gut mit einem Ausflug zu einer der verschiedenen Pinguin-Kolonien verbinden. Vor allem lohnen sich die geführten Touren im privat betriebenen Naturschutzreservat Penguin Place. Von der Gründung 1985 als Teil einer Schaffarm stieg die Zahl der brütenden Pärchen von acht auf zwischenzeitlich 36. Besucher laufen durch gut getarnte Gräben, um die watschelnden Gelbaugenpinguine möglichst wenig zu stören. Gerade nachmittags lohnt der Besuch. Unvergesslich bleibt, wenn sie aus dem Wasser empor kommen und über den Strand flitzen. Alternativ (oder zusätzlich) lassen sich zum Sonnenuntergang am kleinen Strand Pilots Beach unterhalb des Albatross Centre ebenfalls Pinguine beobachten. Auf eigene Faust, aber unter Aufsicht eines Rangers, warten Besucher hier allabendlich auf die Rückkehr der Zwergpinguine.

Robben und Seelöwen komplettieren die Wildlife Tour. Neben organisierten Touren können sie auf eigene Faust direkt vom Strand aus beobachtet werden, etwa rund um Taiaroa Head oder auf einem Rundgang über das Schutzgebiet Penguin Place. Wer viel Zeit hat, verbringt zusätzlich noch eine Stunde im Meereslaboratorium New Zealand Marine Studies Centre & Aquarium.

www.albatross.org.nz

www.penguinplace.co.nz

www.marine.ac.nz

13 Kaikoura – Wale (fast) garantiert

Vor allem für Bootsfahrten zur Walbeobachtung ist die Kleinstadt Kaikoura an der Ostküste der Südinsel bekannt. Pott- und Buckelwale, Orcas und weitere Delfinarten sowie Pelzrobben fühlen sich hier wohl: Während das Meer zunächst leicht abfällt, stürzt der Boden draußen am Kaikoura Canyon steil auf rund 1000 Meter ab. Zugleich treffen an dieser Stelle warme Strömungen aus den Tropen auf kaltes Wasser aus der Antarktis. Ideale Bedingungen für ein nährstoffreiches Meer, das viele Meerestiere anlockt.

Die PS-starken Boote des von Maori geführten Anbieters Whale Watch Kaikoura sind mit einem Unterwasser-Mikrofon ausgestattet, um die Wale zu orten. Besucher sollten bedenken, dass bei den oft ausgebuchten Touren selten mehr als ein oder zwei Wale gesichtet werden und das Meer oft unruhig bis stürmisch ist (Tabletten gegen Seekrankheit mitnehmen). Wer wider Erwarten keinen Wal sieht, bekommt ein Teil des Geldes zurück. Alternativ werden Rundflüge per Helikopter angeboten.

Ebenfalls begehrt sind Bootstrips zu einer Kolonie von Dusky Dolphins. Wer den bis zu zwei Meter langen, grauen Delfinen besonders nah sein möchte, kann mit Schnorchel und Taucheranzug zu ihnen ins Wasser steigen. Anders als bei den Waltouren sind hier die Gruppen kleiner.

www.whalewatch.co.nz

www.encounterkaikoura.co.nz

14 Bay of Islands – Schwimmen mit Delfinen

Einen Lebenstraum erfüllen sich viele Reisende in der Bay of Islands: einmal gemeinsam mit verspielten Delfinen schwimmen! Die tropische Inselwelt ist ein ideales Revier für Begegnungen zwischen Tier und Mensch. Allerdings sollte Teilnehmern bewusst sein, dass Umweltschützer Bedenken gegen diese Art von Urlaubsvergnügen haben.

Gleichwohl: Es ist ein unvergesslicher Moment, den bis zu vier Meter großen und mehreren hundert Kilogramm schweren Meeressäugern nah zu sein und sie aus dem Wasser statt vom Boot aus zu beobachten. Ausgestattet mit Schnorchelbrille und wärmendem Tauchanzug geht es auf den halbtägigen Touren ins Wasser, wenn sich die Delfine nähern. Zu den Höhepunkten der Ausflüge zählt, wenn sich die grauen Bottlenose Dolphins sprichwörtlich austoben und bis zu neun Meter hoch aus dem Wasser springen. Oftmals schwimmen sie parallel zu den Ausflugsbooten und werden dabei bis zu 50 Stundenkilometer schnell. Neben den rund 450 Bootlenose Dolphins tümmeln sich an manchen Tagen auch Common Dolphins (Gemeine Delfine), Orcas und Wale sowie Seehunde und Pinguine zwischen den Inseln. Manche Anbieter schenken ihren Gästen eine kostenlose zweite Fahrt, wenn keine Delfine gesichtet werden.

www.dolphincruises.co.nz

www.sailingdolphins.co.nz

15 Oamaru

„Achtung Pinguin“ heißt es gelegentlich in Oamaru, wenn sich ein Pinguin in die Ostküstenstadt auf der Südinsel verirrt und durch die Straßen watschelt. Während es bei den Gelbaugenpinguinen in der Bushy Bay eher gemächlich zugeht, sitzen den Zwergpinguinen (Blue Penguins) abends bis zu 350 Zuschauer auf den kostenpflichtigen Tribünen bei. Besuche sind auch tagsüber möglich.

www.penguins.co.nz

16 Doubtful Sound

Gemütlich vom großen Schiff aus lässt sich Neuseelands Tierwelt im Doubtful Sound erleben (siehe „Southland“, Seite 270). Pelzrobben (Fur Seals) und Tümmler-Delfine (Bottlenose Dolphins) leben hier ganzjährig. Gerade bei Übernachtungskreuzfahrten stehen die Chancen gut, Dickschnabelpinguine (Fiordland Crested Pinguins) mit ihren gelben Streifen über den Augen zu beobachten.

www.realjourneys.co.nz

17 Stewart Island

Neuseelands Nationalvogel, der Kiwi, lockt die Besucher nach Stewart Island (siehe „Southland“, Seite 275). Auf der Insel südlich von Invercargill leben bis zu 20.000 der flugunfähigen Vögel, die trotz ihres markigen Zwitscherns nur schwer zu finden sind. Manchmal toben Kiwis quer durch den Ort. Alternativ werden geführte Touren angeboten.

www.ruggedyrange.com

www.kiwispotting.co.nz

18 Zealandia

Kiwis in Wellington? Das Naturschutzgebiet Zealandia im Westen der Hauptstadt gilt als einer der besten Plätze, die seltenen und scheuen Kiwis zu beobachten (siehe „Wellington“, Seite 213). Bei den abendlichen Führungen erleben Besucher neben Tuis und anderen Vögeln oft auch den nur 35 Zentimeter großen und bis zu 65 Zentimeter langen Kiwi.

www.visitzealandia.com

19 Akaroa

Die Halbinsel Banks Peninsula südöstlich von Christchurch ist eines der größten Reviere der kleinen Hector Dolphins. Neben regulären Bootsfahrten können Besucher auch zu den kleinen Meeresbewohnern ins Wasser steigen. Die Bucht von Akaroa ist somit eine gute Alternative zur Bay of Islands, um sich den Traum vom Schwimmen mit Delfinen zu erfüllen.

www.blackcat.co.nz

www.akaroadolphins.co.nz

20 Trounson Kauri Park

Kiwi trifft Kauri: In den unberührten Wäldern des Trounson Kauri Park fühlt sich Neuseelands Nationalvogel richtig wohl (siehe „Northland“, Seite 173). Rund 200 Kiwis sollen hier leben. Jeden Abend organisiert ein nahe gelegener Campingplatz gemeinsam mit dem DOC zweistündige geführte Wanderungen (auch für auswärtige Gäste). Eine gute Möglichkeit, Kiwis in der Natur zu sehen.

www.kauricoasttop10.co.nz

Strände der Nordinsel

Von Auckland aus dauert es keine Stunde bis zum Piha Beach.

Mehr als 15.000 Kilometer Küste prägen die beiden Hauptinseln Neuseelands. Der 200 Meter breite Ninety Mile Beach im Norden zählt zu den besonders beeindruckenden Stränden. Ebenso beliebt auf der Nordinsel: die zerklüftete Felslandschaft im Osten der Coromandel Peninsula, nur wenige Fahrstunden von Auckland entfernt. Indes ist bei der großen Vielfalt ein schöner und einsamer Platz am Meer selten weit entfernt – egal, wo man gerade reist.

21 Cathedral Cove – Felsgrotte am Strand

Eine Kathedrale am Strand? In der Tat, Urlauber können sie auf der Halbinsel Coromandel finden. Eine Höhle, deren Ausmaße sowie spitz zulaufende Wände und Decken tatsächlich an eine Kathedrale erinnern, ist die Hauptattraktion eines Strandes in der Nähe des Ausflugsorts Hahei an der Ostseite. Die riesige Höhle – passenderweise Cathedral Cave genannt – wurde in Millionen Jahren von Wind und Wasser geformt, Die Gezeiten haben nicht nur den rund 40 Meter hohen Kalkstein derart kreativ modelliert – sie sorgen auch dafür, dass die beeindruckende Felsformation am Strand nur bei Ebbe besucht werden kann, da die Klippen teils bis an die Wasserlinie heranreichen. Ein nur wenige Meter vor dem Strand liegender großer Felsen (genannt Te Hoho) macht sie zur perfekten Foto-Location.

Die Cathedral Cove ist entweder direkt von Hahei in rund 60 Minuten erreichbar und dann gut mit dem Besuch eines ganz in der Nähe liegenden, alten befestigten Dorf (Pa) der Maori kombinierbar. Außerdem können Besucher zur Cathedral Cove von einem nah liegenden Parkplatz problemlos zu Fuß in gut 30 Minuten gehen. Dieser Weg ist gut beschildert, eine steile Treppe führt hinunter zum Strand. Alternativ werden Bootstouren oder Ausflüge mit dem Kanu angeboten. Beides ermöglicht einen wohl noch besseren Blick auf die schroffe und sehenswerte Küstenlinie mit weiteren Höhlen und Grotten. Insgesamt rund 150.000 Besucher pro Jahr machen die Cathedral Cove zu einer der meistbesuchten Attraktionen in ganz Neuseeland. Der Strand – einer der landschaftlichen Höhepunkte der Halbinsel – ist zugleich ein schöner Picknick-Platz.

Das Gebiet rund um die Cathedral Cove wurde 1993 unter dem Maori-Namen Te Whanganui-A-Hei zum ersten Naturschutzgebiet an der Küste der Halbinsel Coromandel erklärt. Hahei liegt etwa 40 Kilometer von Whitianga entfernt. Wer die Cathedral Cove besucht, sollte einen Abstecher zum nah liegenden Hot Water Beach nicht auslassen. Auch der nahe Hahei Beach mit seinen Muschelfunden ist einen Abstecher wert, sofern die Tour zur Cathedral Cove nicht ohnehin dort startet.

www.cathedralcovecruises.co.nz

22 Ninety Mile Beach – Längster Strand des Landes