30 Minuten Flugangst überwinden - Mathias Gnida - ebook

30 Minuten Flugangst überwinden ebook

Mathias Gnida

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Heutzutage bedeutet Zeit gleich Geld, das Flugzeug ist zum Fortbewegungsmittel erster Wahl geworden. Umfragen haben aber ergeben, dass ein Drittel aller Flugreisenden an Flugangst leidet, welche sich von schwitzenden Händen und leichtem Unwohlsein bis hin zur kompletten Panikattacke manifestieren kann. Dieser Ratgeber zeigt Betroffenen, wie sie ihre Flugangst Schritt für Schritt unter Kontrolle bekommen können. Anhand des Flugablaufs wird die persönliche Stresskurve festgehalten, dann bekommt der Leser eine effektive Bewältigungsstrategie an die Hand. * Was genau ist Aviophobie? Erklärung und Checkliste zur Feststellung der Symptome * Wissen beruhigt: Hintergründe zu Flugablauf, Pilotenausbildung und Flugsicherung * Bewältigungsstrategie: Entspannungs- und Atemtechniken, Ausarbeitung der persönlichen Stresskurve

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Mathias Gnida

30 Minuten

Flugangst überwinden

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Umschlaggestaltung: die imprimatur, Hainburg

Umschlagkonzept: Martin Zech Design, Bremen

Lektorat: Friederike Mannsperger

© 2009 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

3., überarbeitete Auflage 2012

Das E-Book basiert auf dem 2009 erschienenen Buchtitel “30 Minuten Flugangst überwinden” von Mathias Gnida, © 2009 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Hinweis:

Das Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

ISBN Buchausgabe: 978-3-86936-380-6

ISBN epub: 978-3-86200-785-1

In 30 Minuten wissen Sie mehr!

Dieses Buch ist so konzipiert, dass Sie in kurzer Zeit prägnante und fundierte Informationen aufnehmen können. Mithilfe eines Leitsystems werden Sie durch das Buch geführt. Es erlaubt Ihnen, innerhalb Ihres persönlichen Zeitkontingents (von 10 bis 30 Minuten) das Wesentliche zu erfassen.

Kurze Lesezeit

In 30 Minuten können Sie das ganze Buch lesen. Wenn Sie weniger Zeit haben, lesen Sie gezielt nur die Stellen, die für Sie wichtige Informationen beinhalten.

• Alle wichtigen Informationen sind blau gedruckt.

 

• Zahlreiche Zusammenfassungen innerhalb der Kapitel erlauben das schnelle Querlesen.

• Ein Fast Reader am Ende des Buches fasst alle wichtigen Aspekte zusammen.

Inhalt

Vorwort

1. Flugangst begreifen

Was ist eigentlich Angst?

Definition

Symptome

Persönliche Stresskurve

2. Was man über das Fliegen wissen sollte

Konstruktion eines Flugzeugs

Wartung und Instandhaltung

Piloten und ihre Ausbildung

Das Wetter

3. Wege aus der Flugangst

Entspannungstechniken

Konfrontationsmethode (In-Vivo-Exposition)

Virtual-Reality-Exposition

Systematische Desensibilisierung

Flugangstseminare und Selbsthilfe

Umgang mit Medikamenten und Alkohol

4. Der Flug kann kommen

Die Reisevorbereitung

Selbsthilfeprogramm

Zusätzliche Tipps gegen Flugangst

Fast Reader

Der Autor

Weiterführende Literatur

Vorwort

In einer Zeit wie heute, wo Zeit gleich Geld bedeutet, wo ein Termin den nächsten jagt, man zwischen „Tür und Angel“ Mittag isst (nur um sich danach ein magenaufräumendes Medikament zu verabreichen), ist das Flugzeug das Fortbewegungsmittel erster Wahl!

Fliegen ist schnell, komfortabel und sicher! Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Heute ein Termin in Frankfurt, morgen in New York und übermorgen in Hongkong. Fliegen ist Lifestyle und hat nicht nur im Geschäftsleben einen großen Stellenwert.

Doch leider entspricht es auch einer Tatsache, dass ca. ein Drittel aller Menschen, die ein Flugzeug besteigen, unter Flugangst leiden! Die Palette der möglichen Symptome reicht von feuchten Händen und diesem „komischen Gefühl“ während des Aufenthaltes an Bord bis hin zu regelrechten Panikattacken vor Betreten des Fliegers oder schlimmer noch … während des Fluges!

Mit dem Erwerb dieses Buches haben Sie den ersten wichtigen Schritt im Kampf gegen Ihre Flugangst unternommen. Auf den folgenden Seiten werde ich Ihnen helfen, Ihre Flugangst Schritt für Schritt unter Kontrolle zu bekommen. Ich werde Sie davon überzeugen, dass man während des Fluges nicht die Tür aufmachen kann, dass der Ausfall eines Triebwerkes die Sicherheit des Fluges kaum beeinträchtigt (und selbst ein kompletter Triebwerksausfall nicht dazu führt, dass ein Flugzeug einfach wie ein Stein vom Himmel fällt …) oder dass Fischvergiftungen der kompletten Cockpitbesatzung unmöglich sind!

Fliegen ist die sicherste Art der Fortbewegung und das Gefährlichste am Fliegen ist und bleibt der Weg zum Flughafen!

Ich biete Ihnen an, das Flugzeug als Freund und nicht als Feind zu verstehen, und lade Sie hiermit herzlich ein, mich durch das Buch zu begleiten, um die faszinierende Welt des Fliegens für sich (wieder) zu entdecken!

Herzlichst

Ihr Mathias Gnida

PS

Dieses Buch widme ich meiner Familie, insbesondere meinem Vater Bernd Gnida.

Ich danke meinem Freund, Dipl. Psych. Daniel Dabelstein, für seine fortwährende Hilfestellung beim Schreiben dieses Buches.

1. Flugangst begreifen

„Die Selbsterkenntnis ist eine Tugend, die von den Menschen am schwersten erkämpft werden muss.“

Fernöstliches Sprichwort

1.1 Was ist eigentlich Angst?

Haben Sie sich nicht auch schon mal vorgestellt, wie schön es wäre, keine Angst mehr zu haben, sich vor nichts mehr fürchten zu müssen, nie mehr dieses beklemmende Gefühl spüren zu müssen?

Angst als menschliches Grundgefühl

Angst ist neben Freude, Trauer, Wut und Scham ein menschliches Grundgefühl, welches sich in Situationen, die wir als bedrohlich empfinden, als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert.

Evolutionsgeschichtlich hatte die Angst eine wichtige Funktion als ein die Sinne schärfender Schutzmechanismus, der in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten (etwa Flucht) einleitet.

Ohne Angst wären wir also in beständiger Lebensgefahr! Angst ist ein lebensnotwendiges und natürliches Gefühl, was uns beispielsweise davon abhält, uns in Situationen zu begeben, die unserer Gesundheit nicht zuträglich wären und die wir dann wahrscheinlich nicht bewältigen würden.

Positiver und negativer Stress

Genauer definiert ist Angst eine erweiterte Reaktion auf Stress respektive auf bestimmte Stressauslöser, sogenannte Stressoren beziehungsweise Stressfaktoren. Diese auf uns Menschen einwirkenden Reize werden von unserem Körper interpretiert und bewertet. Befindet unser Körper sie für positiv, spricht man von Eustress, befindet er sie für negativ, spricht man von Dystress. Während Eustress auch bei längerem Einwirken auf unseren Organismus unsere Aufmerksamkeit sowie unsere Leistungsfähigkeit zu steigern vermag, ohne unserem Körper langfristig zu schaden, sieht das bei negativem Stress, dem Dystress, schon anders aus. Langfristig einwirkender Dystress führt zu genereller Leistungsabnahme und abnehmender Immunreaktion. Bei fehlender Bewältigungsstrategie kann es zur totalen Erschöpfung kommen.

Die drei Phasen der Stressreaktion

Der Mediziner Hans Selye, der zu den bedeutendsten Stressforschern zählte, beschrieb die folgenden drei Phasen der Stressreaktion:

1. Die Schock- oder Alarmreaktion: Blutdruck und Körpertemperatur werden gesenkt. Weiterhin kommt es u. a. zu einer Unterzuckerung des Blutes.

2. Die Widerstandsphase: Es kommt zur einer schnellen Ausschüttung u. a. des Hormons Adrenalin. Dieses Hormon setzt Glucose (bestimmter Zuckertyp) aus den Energiespeichern der Leber und der Muskulatur frei und stellt schnell Energiereserven durch Fettabbau bereit. Der Körper will die Leistungsfähigkeit seiner Muskeln und des Gehirns erhöhen. Unsere Pupillen weiten sich, unsere Schmerzempfindlichkeit wird deutlich gemindert und wir sind bereit, uns mit voller Energie und Aufmerksamkeit dem Stressor zu stellen.

3. Die Erschöpfungsphase: Während dieser Phase lassen unsere Abwehrkräfte bei andauernder Stresseinwirkung nach. Die eben noch vorbildlich funktionierende Adaption an den Stressor versagt zunehmend und es kann bis zum Zusammenbruch des Organismus kommen.

Angstreaktionen

So, wir wissen jetzt, was Stress ist und wie er sich auswirkt. Lassen Sie uns jetzt etwas gezielter auf Stress im Sinne von Angstreaktionen schauen. Diverse Schreckbzw. Angstreaktionen sind dem Menschen angeboren und zeigen sich zum Beispiel als Abwehr- oder Fluchtreflex. Beispiele für Ängste, die solche Reflexe hervorrufen, sind Angst vor Dunkelheit, vor Höhe, vor Blitz und Donner oder die Angst vor Schlangen. Sieht man diese Ängste im Lichte der Evolution, so sind die angeborenen Verhaltensweisen auch nachvollziehbar. Dunkelheit bedeutete früher Gefahr, da man seine Feinde (Mensch oder Tier) nicht sah. Man schreckt automatisch vor einem Abgrund mit großer Höhe zurück oder zuckt bei plötzlich unbekannt auftretendem Lärm zusammen.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass nicht jeder Mensch auf einen Stressor gleich reagiert und ihn gleich bewertet. Je nach Vorgeprägtheit gehen die Menschen unterschiedlich mit der Verarbeitung von Stressoren um. Oft reicht schon eine einzelne subjektiv negative Erfahrung aus, um eine Angst auszulösen.

Doch wie kommt es zu Angststörungen und Phobien und wie unterscheiden sie sich?

Angststörungen und Phobien

Angststörungen bzw. Phobien sind im Allgemeinen psychische Störungen, bei denen eine unspezifische Angst oder eine Angst vor Dingen bzw. Situationen im Vordergrund steht. Alle Phobien haben gemeinsam, dass sich die Betroffenen vor etwas fürchten, bei dem der andere normalerweise keine Angstreaktion zeigt und das normalerweise auch als ungefährlich gilt. Interessanterweise weiß der Betroffene um die Irrationalität seiner meist überzogenen Reaktion, kann diese jedoch trotzdem nicht bewusst unter Kontrolle bekommen.

Angststörungen und Phobien haben sehr komplexe Ursachen. Eine gewisse Prädisposition kann hierfür vererbt werden. Der Betroffene zeigt dann generell eine erhöhte Angstbereitschaft. Weitere wichtige auslösende Faktoren sind psychische Labilität, eine sehr bildhafte Vorstellungsweise, das sogenannte unbewusste Modelllernen (jemand anderen in einer Situation beobachten und für sich lernen, wie man sich in dieser Situation verhält), die individuelle Erwartungshaltung und auch hier wieder die klassische Konditionierung.