Wie der Vater, so der Sohn - Don Atkin - ebook

Wie der Vater, so der Sohn ebook

Don Atkin

0,0

Opis

Wie können die Vaterlosigkeit und Waisenmentalität, die sowohl unsere Gesellschaft als auch weite Teile der Kirche/Gemeinde prägen, im Geist Christi überwunden werden? 400 Jahre nach der Prophetie des Maleachi kam Jesus, der vollkommene Sohn, der unsere Herzen dem Vater zuwendet. Vater- und Sohnschaft als Weg unserer Bestimmung wurden offenbart und wiederhergestellt. Doch gingen diese Wahrheiten für den größten Teil der letzten 2000 Jahre erneut verloren. Don Atkin zeigt zunächst auf, dass der Missionsbefehl erfüllt wird, indem natürliche und geistliche Väter – im Einklang mit dem inneren Wirken des Heiligen Geistes – für Einzelne Verantwortung übernehmen. Daraus gehen reife Söhne (und Töchter) hervor, um die Erde zu ererben. Der zweite Teil des Buches bietet praktische Richtlinien zur persönlichen Jüngerschaft und spricht die Themen an, die das ganze Leben betreffen, darunter Fragen des Lebensstils im geistlichen, sozialen und finanziellen Bereich. Das Buch ist eine Pionierleistung auf diesem so dringlichen Themenfeld.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 243

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



 

 

Don Atkin

Wie der Vater, so der Sohn

Jünger machen nach dem Herzen Gottes

GloryWorld-Medien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. E-Book-Auflage 2018

© 2011 Don Atkin; Originaltitel: „Like Father, Like Son“

© der deutschen Ausgabe: 2018 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de

Alle Rechte vorbehalten

Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, für das Neue Testament der Neuen Genfer Übersetzung, 2009, entnommen, für das Alte Testament der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985 (REÜ).

Weitere Bibelübersetzungen:

HFA: Hoffnung für alle, Basel und Gießen, 1983SLT: Schlachter 2000ZUR: Zürcher 2007

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.

Übersetzung: rdeLektorat/Satz: Manfred MayerUmschlaggestaltung: Kerstin & Karl Gerd Striepecke, www.vision-c.deFoto: istock

ISBN (epub): 978-3-95578-438-6

ISBN (Druck): 978-3-95578-338-9

 

 

Stimmen apostolischer Väter

In seinem Buch „Wie der Vater, so der Sohn“ sagt Don Atkin: „Es ist viel mehr als eine Metapher, eine Beziehung zu ‚unserem Vater‘ zu haben.“ Das Buch zeigt auf, inwiefern die „Plage der Vaterlosigkeit“ Kern sowohl unserer sozialen als auch unserer kirchlichen Missstände ist. Noch wichtiger aber ist, dass Don zeigt: Vaterschaft und ihr Gegenpol, Sohnschaft, sind das Herzstück dessen, was Gott mit der Menschheit vorhat.

Doch erfüllt sich dieser Vorsatz nicht allein in der Beziehung zu unserem himmlischen Vater, sondern auch im Umgang mit irdischen Vätern. Ja, Don arbeitet überzeugend aus der Schrift heraus, dass das Erstere durch das Letztere funktioniert (wobei irdische Vaterschaft die Vaterschaft Gottes keineswegs ersetzt): Wenn natürliche und geistliche Väter – in perfekter Übereinstimmung mit dem inneren Wirken des Heiligen Geistes – an Einzelnen Verantwortung übernehmen, kommen reife Söhne hervor, um die Erde zu ererben. Der Missionsbefehl wird sich also durch das Liebesgebot erfüllen, durch Väter, die Söhne zur Reife lieben. Treffend unterstreicht Don, wie überaus notwendig es in unserer „Waisen“-Kultur für Gläubige ist, geistliche Väter und Mütter zu finden, die ihnen zur Reife verhelfen, damit sie ihrerseits andere zur Reife führen.

In diesem Zusammenhang bietet der zweite Teil des Buches praktische Richtlinien zur persönlichen Jüngerschaft. Don bringt konkrete Punkte zur Sprache, die das ganze Leben betreffen, darunter z.B. Fragen des Lebensstils im geistlichen, sozialen und finanziellen Bereich. Wieder einmal ist es Don mit diesem Buch meisterhaft gelungen, das Wesentliche dessen herauszuarbeiten, um was es dem himmlischen Vater auf dem Planeten Erde geht. Es ist eine Pflichtlektüre für alle, die seinen Plan zur Erlösung der Erde erkennen wollen. Ich lege das Buch jedem ernsthaften Nachfolger Jesu nachdrücklich ans Herz.

David OrtonLifemessenger, Melbourne, Australien

Ähnlich der Weisheit und Ermutigung, die Don Atkins Dienst kennzeichnen, ist „Wie der Vater, so der Sohn“ sowohl einmalig als auch zutiefst aufschlussreich. In den letzten 30 Jahren hat es eine Fülle überaus hilfreicher Lehren und Dienste gegeben, die sich um das Vaterherz Gottes drehen. Viel Aufmerksamkeit hat sich darauf gerichtet, Freisetzung von dem Waisengeist zu erfahren, der immer mehr Menschen gefangen hält. Selbst innerhalb des Leibes Jesu leben viele in einer geistlichen Spannung zwischen dem Glauben an die Verheißung, dass der Himmel kommt, und dem Versuch, sich immer noch Gottes Gunst zu verdienen, wie einer, der meint, er befinde sich außerhalb der Verheißung der Sohnschaft, solange er hier auf Erden ist.

Don führt uns jedoch über die Anfangsverheißung der Freiheit, Gottes Gnade zu empfangen, hinaus und in die hohe Berufung des Reiches Gottes hinein – nämlich Söhne zu werden, welche die Gnade Gottes ausbreiten, so wie Jesus sie vorgelebt hat. Aus jahrzehntelanger Erfahrung, gewonnen aus einem Leben als Sohn, während er als Vater gedient hat, führt Don uns weit über die elementaren Ermahnungen hinaus, die heute von vielen Kanzeln ertönen. Er verhilft zu größerer Klarheit hinsichtlich des Spannungsbogens zwischen dem anfänglichen Dienst der Evangelisation und dem Langzeitziel, aus allen Nationen Jünger zu machen. Ohne diese Unterscheidung würden wir wahrscheinlich weiterhin bloß Gläubige machen, statt die königliche Transformation zu sehen, um die es Gott geht. Für diejenigen, die den Ruf des Heiligen Geistes nach der wahren apostolischen Gemeinde verspüren, ist „Wie der Vater, so der Sohn“ eine ungemein hilfreiche Quelle der Weisheit und Ermutigung.

Marc A. Dupont, Mantle of Praise Ministries, Inc.

Wieder einmal wurde ein jahrelanges Schweigen gebrochen! Eine packende, mutige Stimme ruft die Kirche auf den Weg ihrer Bestimmung zurück. In „Wie der Vater, so der Sohn“ fordert Don die christliche Gemeinde heraus, das Maleachi-Mandat (die Versöhnung der Väter mit den Söhnen und umgekehrt) anzunehmen, das im allerletzten Vers des Alten Testaments offenbart ist und dem ein 400-jähriges Schweigen folgte. Und dann kam Jesus, der vollkommene Sohn, der unsere Herzen dem Vater zuwendet! Er stellt Vater- und Sohnschaft wieder her. Der Weg unserer Bestimmung wurde wiederhergestellt und offenbart.

Doch wurde das, was Christus wiederherstellte, dann für den größten Teil der letzten 2000 Jahre Kirchengeschichte erneut zugedeckt, verborgen, verzerrt und verschwiegen. Das Reich-Gottes-Mandat kann nicht erfüllt werden, ohne dass das Maleachi-Mandat wiederhergestellt wird.

Dieses Buch wird jenes Mandat im Herzen des Lesers zum Leben erwecken. Es spricht Identität und Bestimmung des Lesers an.

Ron KingD. Min., Apostolic Team Ministries

„Wie der Vater, so der Sohn“ enthält eine wunderbare Lehre und Analyse hinsichtlich eines wesentlichen Mangels in der gegenwärtigen Auffassung von Kirche/Gemeinde. Es ist für jeden christlichen Leiter Pflichtlektüre, da gerade unter ihnen die falschen Auffassungen weit verbreitet sind. Der eigentliche Grund, weshalb Gott Väter über alles liebt, ist, weil er selbst zuallererst Vater ist. Die Väter zu ehren, gehört zum ersten Gebotes, das eine Verheißung hat. Dieses Buch wird viel dazu beitragen, dass wir wirklich verstehen, welche Priorität Väter für Gott haben. Erst wenn das in unseren Herzen klar ist, werden wir Zugriff auf die wahren Reichtümer haben.

Pete Beck Jr.Apostolischer Mitarbeiter, Master Builders Fellowship

Auf schlichte, jedoch ungemein bedeutsame Weise zeigt „Wie der Vater, so der Sohn“ den ewigen Vorsatz Gottes auf, der darin besteht, durch die Regentschaft der Familie den Himmel auf die Erde zu bringen. Diese überarbeitete Ausgabe hebt ein gutes Buch auf das Niveau eines großartigen. Es ist eine hilfreiche, eigentlich unentbehrliche Lektüre für alle Nachfolger Christi, welche Rolle sie beim Jüngermachen auch immer spielen mögen. Für einige wird es zu der Orientierung werden, nach der sie immer gesucht haben, aber ein Kompass, der uns die richtige Richtung weist, ist es für alle.

Paul HunterNext Generation Ministries, Uganda

 

Inhalt

Zum Geleit

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Vorbemerkung des Autors

Einführung

Teil 1: Gottes Absicht für seine Schöpfung

1 Die Sehnsucht der Schöpfung

2 Die Plage der Vaterlosigkeit

3 Der Familienplan des Schöpfers

4 Die Nationen zu Jüngern machen – eine Person nach der anderen

5 Ehemänner und Ehefrauen

6 Väter und Mütter

7 Vater Gott und Mutter Gemeinde

8 Die liebevolle Erziehung durch den Vater

9 Die Wege des Vaters

10 Rechtes Urteilen

11 Nicht viele Väter

12 Viele Söhne

Teil 2: Praktische Anwendung

13 Ein persönliches Zeugnis

14 Die hohe Kunst des Gehorsams

15 Das Vorbild Jesu

16 Persönliche geistliche Disziplinen

17 Geistliche Disziplinen in der Familie

18 Geistliche Disziplinen im sozialen Leben

19 Geistliche Disziplinen in Geldangelegenheiten

20 Disziplinen im geistlichen Dienst

21 Uns vorbereiten, um anderen zu dienen

22 Die Bedeutung des Gebets beim Jüngermachen

23 Ausbildungsphasen für den geistlichen Dienst

24 Das Liebesgebot

Anhang I: Der Maßstab der Auferstehung

Anhang II: Wie alles zusammenhängt

 

 

Zum Geleit

Die ursprüngliche Geschichte der Beziehung zwischen Gott und den Menschen ist die eines Vaters und eines Sohnes: „Adam – der war Sohn Gottes“ (Lk 3,38 ZÜR). Im Lauf der Jahrhunderte ist dieses zentrale Thema durch ein anderes Evangelium ersetzt worden, welches die Erlösung des Menschen betont.

Im Anfang erschuf sich Gott einen Sohn (Adam), der ihn auf der Erde repräsentieren sollte. Er hatte die Absicht, sich als der unsichtbare Gott durch einen Menschen sichtbar zu machen, sodass seine ewige Macht und sein göttliches Wesen deutlich zu erkennen sein würden (Röm 1,20).

Der Sohn sollte „das vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit“ sein, „der unverfälschte Ausdruck seines Wesens“ (Hebr 1,3). Dem Sohn wurde die Herrschaft über die Erde übergeben, damit die Art seiner Regierung die Gerechtigkeit seines Vaters aufzeigen sollte. In erster Linie ging es Gott bei diesem Plan darum, seine Liebe sichtbar zu machen. Seine Repräsentanz übertrug er einem anderen. Er wollte seinen Sohn voll und ganz darin unterstützen, die Gerechtigkeit seines Vaters zu demonstrieren. Der zweite Zweck lag darin, den Feind zur Rechenschaft zu ziehen und dadurch die Befleckung der Schöpfung durch die Sünde zu beheben.

Adam fiel jedoch den Machenschaften des Feindes zum Opfer. Sowohl er als auch seine Nachkommen verfingen sich hoffnungslos in den Intrigen Satans, und der Mensch musste errettet werden, damit er weitermachen und den Zweck erfüllen konnte, zu dem er erschaffen war.

Ehe Gott den Menschen erschuf, wusste er bereits, dass der Mensch sich versündigen und somit der Rettung bedürfen würde, um neu beginnen zu können und zur Vollendung zu bringen, was Gott mit ihm vorhatte. Die Errettung des Menschen plante Gott bereits, ehe er den Menschen erschuf. Das Lamm ist „geschlachtet worden … von Grundlegung der Welt an“ (Offb 13,8 SLT). Gott entschied sich, in Gestalt eines anderen Sohnes zu erscheinen, um den ersten Adam zu erretten und ihn danach erneut in die geistliche Familie Gottes aufnehmen zu können, damit er in diesem Rahmen endlich seine Bestimmung erfüllen würde.

Gottes Vorhaben ging dahin, dass „jetzt … die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen [sollen]. Genauso hatte Gott es sich vor aller Zeit vorgenommen, und dieses Vorhaben hat er nun durch Jesus Christus, unseren Herrn, in die Tat umgesetzt. Durch ihn haben wir alle, die wir an ihn glauben, freien Zutritt zu Gott und dürfen zuversichtlich und vertrauensvoll zu ihm kommen“ (Eph 3,10 ff.).

Das heute oft gehörte Evangelium lässt die Geschichte beim Abweichen des Menschen von Gott infolge seines Ungehorsams einsetzen. Es betont die Errettung des Menschen durch Jesu Tod am Kreuz und lädt den Menschen ein, von dieser teuren Erlösung zu profitieren. Weiter betont es, der Mensch müsse als Zeichen der Dankbarkeit für die Bewahrung vor der Hölle gute Werke vollbringen, während er auf das Ende seines Lebens wartet, damit er in den Himmel kommt, wenn er stirbt. Zwar trifft diese Botschaft zum größten Teil zu, aber sie beginnt nicht damit, die Geschichte der wahren Absichten Gottes mit dem Menschen zu erzählen, und reduziert den Zweck des Kommens Christi auf den einmaligen Akt seines Sterbens am Kreuz. Alles andere, was er war und tat, stellt dann nichts anderes als ein Vorbild für gute Werke dar. Die zentrale Geschichte eines Vaters und eines Sohnes, die sich durch die ganze Bibel zieht, wird fast völlig außer Acht gelassen – der Mensch ist in dieser Version des Evangeliums nichts weiter als ein „durch Gnade erretteter Sünder“.

Es ist an der Zeit, dass die Welt aufs Neue das ursprüngliche Evangelium zu hören bekommt. Die Waisenkultur – die Kultur eines von seinem Vater getrennten Menschen – durchdringt mittlerweile die ganze Erde und droht sie zu zerstören. Die gute Nachricht, auf die die menschliche Kultur wartet, ist die von Gott verheißene Zeit, in der er „das Herz der Vorfahren wieder zu den Nachkommen bringen [wird] und das Herz der Nachkommen zu den Vorfahren, damit ich [Jahwe] nicht komme und das Land schlage mit der Weihe der Vernichtung“ (Mal 3,24). In diesem Evangelium wächst der errettete Sohn unter der Zucht seines Vaters dazu heran, ein reifer Repräsentant Gottes zu sein. Dieser Prozess seiner Versöhnung mit Gott und seiner ewigen Bestimmung wird durch das Walten des Heiligen Geistes beaufsichtigt. Ein Schlüsselelement im Wirken des Geistes liegt darin, dass er das Haus Gottes mit Vollmacht ausstattet, indem er in der Familie Gottes auf Erden die Ordnung des Himmels etabliert. Die Wiederherstellung der Kultur der Söhne Gottes erfordert einen Wandel im Denken. Das ist das biblische Konzept der Umkehr/Buße. Sobald dieser Wandel beginnt, wird er alle Generationen erfassen, bis die Kultur der Sohnschaft auf der Erde voll und ganz wiederhergestellt ist. Am Anfang des Prozesses muss die Vermittlung von Information auf der Basis göttlicher Offenbarung stehen.

Meiner Erfahrung nach kommt es äußerst selten vor, dass man ältere Männer findet, denen die Offenbarung des Wesens Gottes als Vater zuteilgeworden ist und die erkannt haben, dass Gott Söhne haben möchte, die ihm gleichen. Don Atkins Buch „Wie der Vater, so der Sohn“ ist eine Pionierleistung auf diesem so dringlichen Themenfeld. Seine bodenständige Ausdrucksweise lässt uns die wertvollen Informationen in diesem Buch ohne Weiteres verstehen. Ich freue mich, dass mir das Echo dieser himmlischen Laute aus einem immer größeren Chor irdischer Stimmen entgegenschallt. Don ist eine dieser Stimmen.

Sam Soleyn, Autor von „My Father! My Father!”

 

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Als ich anfing, Menschen zu rufen und zu Jüngern zu machen, um geistlicher Vater für sie zu sein, suchte ich nach Vorbildern. Lange dachte ich: Du bist allein in ein neues geistliches Gebiet aufgebrochen. Doch mit den Jahren entdeckte ich immer mehr Väter und Mütter, die schon mit mehreren Generationen von Söhnen und Töchtern Erfahrungen haben.

Einer davon ist Don Atkin. Im Jahr 1995 veröffentlichte er die erste (englische) Ausgabe dieses Buches. Es machte mich glücklich, von ihm zu lernen. Ich habe es inzwischen mehrmals gelesen und konnte so immer besser die Tiefen der biblischen und praktischen Aussagen zu diesem Thema verstehen und umsetzen. Don schrieb am Wort Gottes orientiert und authentisch aus seinem Leben heraus.

Don ist ein Meister seines Fachs. Er beschreibt mit wenigen Worten, wie eng Vaterschaft, Sohnschaft und unsere Gemeinschaft mit Gott verbunden sind. Dabei geht es immer um das Vorbild des Vaters und um sein Handeln mit seinem Sohn Jesus und seinem Volk. Don weiß um die notwendige Hilfe durch den Heiligen Geist. Meine Frau und ich fanden viele Bestätigungen für unseren Lebensstil. Väter können Söhne nur soweit führen, wie sie selbst Offenbarungen und Erfahrungen haben.

Dons Buch Söhne des Königreichs – Unsere wahre Bestimmung als Kinder Gottes wurde im Jahr 2011 ins Deutsche übersetzt. Es sollte mit diesem Buch zusammen gelesen werden. Dies erlaubt dem Leser die geistliche Entwicklung des Autors mitzuverfolgen und davon zu profitieren. Dons Lebensweisheiten sind Früchte einer konsequenten Jesus-Nachfolge!

Wir beten für den deutschen Sprachraum um eine starke qualitative und quantitative Multiplikation der Väter- und Müttergenerationen. Sie werden im Königreich Gottes dringend gebraucht!

Dr. Marco GmürGoldach (Schweiz)

 

Vorbemerkung des Autors

Das fünfte Gebot der Bibel ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat. Um sowohl die Missstände unserer vaterlosen Gesellschaft und unserer Waisenkultur recht zu verstehen als auch der Gemeinde einen Ausweg daraus aufzuzeigen, ist dieses Gebot grundlegend:

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst auf dem Boden, den der HERR, dein Gott, dir gibt (Ex 1,20).1

Paulus bestätigte, dass dieses Gebot auch im Neuen Bund und für die Neue Schöpfung Gültigkeit hat:

Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern! So möchte es der Herr, dem ihr gehört; so ist es gut und richtig. „Ehre deinen Vater und deine Mutter!“ – das ist das erste Gebot, das mit einer Zusage verbunden ist, mit der Zusage: „Dann wird es dir gut gehen, und du wirst lange auf dieser Erde leben“ (Eph 6,1 ff.).

Es handelt sich hierbei um ein universelles, zeitloses und grundlegendes Gebot Gottes, das sowohl der ersten Schöpfung in Adam als auch der Neuen Schöpfung in Christus gilt. Wer von Kindesbeinen an gelernt hat, andere zu ehren und zu respektieren und mit Autoritätspersonen in rechter Weise umzugehen, wird normalerweise dort, wo er im Leben hingestellt ist, ein guter Bürger sein.

Paulus fährt fort:

Und ihr Väter, verhaltet euch euren Kindern gegenüber so, dass sie keinen Grund haben, sich gegen euch aufzulehnen; erzieht sie mit der nötigen Zurechtweisung und Ermahnung, wie der Herr es tut (V. 4).

In aller Deutlichkeit kehrt die Schrift hervor, wie unerlässlich es ist, dass Kinder von Vätern unterwiesen werden. Diese lebensnotwendige Anordnung wendet Paulus praktisch an, als er Timotheus anleitet, seine Verantwortung wahrzunehmen und in Ephesus Aufseher (Väter im Haus Gottes) einzusetzen:

Er [der Aufseher] muss sich in vorbildlicher Weise um seine Familie kümmern und seine Kinder zum Gehorsam erziehen und dazu anhalten, ein glaubwürdiges Leben zu führen. (Oder kann jemand für die Gemeinde Gottes sorgen, wenn er nicht einmal imstande ist, sich um die eigene Familie zu kümmern?) (1 Tim 3,4-5)

In seinem zweiten Brief an Timotheus weissagt Paulus über die Tage, in denen wir heute leben. Bestandteil dieses genauen Porträts der heutigen Kultur ist die Aussage, die Menschen würden „ihren Eltern nicht gehorchen“ (2 Tim 3,2).

Das Grundübel vieler gesellschaftlicher Missstände liegt im Versagen am alles tragenden Fundament der Vaterschaft. Möge die Gemeinde den Mantel ergreifen und die Wiederherstellung verfolgen, bis wir auf rechte Weise unsere Einflusssphären mit einer Reich-Gottes-Kultur durchdringen, die gewährleistet, dass dem Ehre erwiesen wird, „dem Ehre zusteht“ (Röm 13,7).

Der Geist Elias ist nahe (vgl. Mal 3,22 f.)!

 

1 Im Kontext deutet nichts darauf hin, dass dieses Gebot vom Lebenswandel der Eltern oder sonstiger Autoritätspersonen abhängig gemacht würde. Gerade einige von denen, die die meisten Aspekte neutestamentlicher Gnade heißblütig betonen, wenden dagegen ein, Ehre und Respekt müsse man sich verdienen. Gott vermag rechte Beziehungen herzustellen, indem er sowohl Kinder als auch Eltern, Beherrschte ebenso wie Herrschende benutzt. Dieses Gebot ist bedingungslos, aber nicht verheißungslos.

Einführung

Du hebst mich hoch, damit ich auf Bergen stehen kann;du hebst mich hoch, um über tosende Wasser zu gehen;ich bin stark, wenn ich auf deinen Schultern steh,du hebst mich hoch … mehr zu sein, als ich ohne dich bin.1

„Du hebst mich hoch“ – das ist mein Zeugnis, das ich Gott als Echo zusinge. Diese vier kleinen Wörter – „du hebst mich hoch“ – lösen ein tiefempfundenes Dankbarkeitsgefühl aus. Ja, Gott trägt die Verantwortung für meine Erfahrungen von Vergebung und Vergeben, meinen Reifungsprozess und meine zunehmenden Aufgaben in seiner Familie. Es ist sein Leben, eingehaucht in die Nase meines geistlichen Menschen, das mich erquickt und hält.

… durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen … (1 Kor 15,10 REÜ).

Es gibt aber noch eine andere Anwendung dieser gehaltvollen Worte, ein anderes Zeugnis aus tiefstem Herzen. In großer Dankbarkeit wende ich diese Worte auf jene ganz besonderen Menschen an, die Gott in mein Leben gestellt hat, und zwar exakt zur rechten Zeit und am rechten Ort. Ich bin so dankbar für die Väter und Mütter, die Gott gebraucht hat, um mich nach seinem Willen zu formen und zu gestalten.

Ich habe biblische Jüngerschaft als Empfangender und als Gebender gelebt. Es war die höchste Priorität Jesu, Menschen zu Jüngern zu machen: Zuerst zeigte er, wie das geht, und dann benutzte er seine letzten Worte2 dazu, all denen, die ihm nachfolgen sollten, den Befehl zu erteilen, sie sollten in den Jüngerschaftsprozess einsteigen – zuerst selbst als Jünger und dann als solche, die andere zu Jüngern machen.

Es war und ist mir ein großes Vorrecht, für Gott Söhne heranzuziehen und sie dann unter die Nationen auszusenden. Sie machen mir Ehre, indem sie erfolgreich in ihren eigenen Wirkungsfeldern Jünger multiplizieren.

„Wie der Vater, so der Sohn“ wurde im amerikanischen Original erstmals 1995 publiziert. Inzwischen sind Hinzufügungen nötig geworden, und das eine oder andere bedurfte der Klarstellung. Die Bibel hat sich nicht verändert; ich aber sehr wohl. Der Heilige Geist hat sich nicht gewandelt, kann aber heute in meinem Leben auf mehr zurückgreifen als damals.

Diejenigen, deren heutiges lehrmäßiges Verständnis zum starren Dogma von morgen wird, bereiten mir Sorgen. Meinungsverschiedenheiten im Leib Christi liegen häufig an denen, die zu stolz oder zu unsicher sind, um sich zu verändern. Wie sollen wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit (2 Kor 3,18), von Glauben zu Glauben (Röm 1,17) und von Kraft zu Kraft (Ps 84,7) voranschreiten, wenn wir uns mit aller Gewalt an das klammern, was wir in der Vergangenheit für wahr hielten? Ich möchte dem, was ich lerne, keine Grenzen setzen, indem ich mich in das verbeiße, was ich zu wissen meine. Hätte ich das getan, wäre diese Neuausgabe überflüssig.

Als man mich 1966 aufforderte, als Ältester zu dienen, sah ich mich genötigt, mich betend mit Gottes Art der Regierung auseinanderzusetzen. Der Vergleich zwischen dem, was ich in der Heiligen Schrift fand, und dem, was ich in der Gemeinde gesehen und erfahren hatte, warf etliche Fragen in mir auf und schuf Raum für jede Menge Entdeckungen.

Jesaja nennt Jesus „Vater für alle Zeit“ (Jes 9,6). Jesus sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9), und lehrt uns zu beten: „Unser Vater …“ (Mt 6,9).

„Gottes Haushaltung“ zu sein und ihn als „unseren Vater“ zu betrachten ist weitaus mehr als eine Metapher. Es ist die Erfüllung unseres Herzensverlangens und die Substanz der Absichten Gottes – die Grundlage der Ausbreitung seines Königtums vom Himmel auf die Erde. Alle zusammen sind wir die Wohnung Gottes, seine Familie im Himmel und auf Erden.

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird (Eph 3,14-15 REÜ).

Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt? (1 Kor 3,16).

Durch Christus seid auch ihr in dieses Bauwerk eingefügt, in dem Gott durch seinen Geist wohnt (Eph 2,22).

[Dies schreibe ich dir] … damit du weißt, wie diejenigen sich verhalten sollen, die zum Haus Gottes gehören, zur Gemeinde des lebendigen Gottes, die der Stützpfeiler und das Bollwerk der Wahrheit ist (1 Tim 3,15).

Meine lieben Kinder, ich schreibe euch, weil euch eure Sünden um Jesu willen vergeben sind.Väter, ich schreibe euch, weil ihr den kennt, der von Anfang an da war.Ihr jungen Leute, ich schreibe euch, weil ihr den Bösen besiegt habt, den Teufel.Lasst es mich noch einmal sagen, Kinder: Ich schreibe euch, weil ihr den Vater kennt.Väter, ich schreibe euch, weil ihr den kennt, der von allem Anfang an da war.Ihr jungen Leute, ich schreibe euch, weil ihr stark seid; das Wort Gottes ist in euch lebendig und bleibt in euch, und ihr habt den Bösen besiegt (1 Joh 2,12 ff.).

Wie lernen kleine Kinder den himmlischen Vater kennen? Wie werden junge Männer stark und überwinden den Bösen? Was bedeutet es, dass die Väter Gott von Anfang an gekannt haben?

Wir leben in einer entscheidenden Zeit der Geschichte, nicht nur für natürliche Familien, sondern auch für Gottes Familie auf Erden. In jedem Stadium unseres geistlichen Wachstums gehören wir dem Herrn. Und demgemäß gehen wir auch miteinander um. Paulus und andere apostolische Leiter liegen in „Geburtswehen, bis Christus in eurem Leben Gestalt annimmt“ (Gal 4,19) – im Leben der Kinder Gottes.

Sowohl in der natürlichen als auch in der geistlichen Welt sollen Väter und Mütter geehrt werden. Daran – am „ersten Gebot, das mit einer Zusage verbunden ist“ (Eph 6,2; vgl. 5 Mose 5,16) – hängt enorm viel, und diese Dinge gelten sowohl unter dem Alten als auch unter dem Neuen Bund.

Eltern gebührt Ehre. Älteste sind doppelter Ehre wert (1 Tim 5,17). Vätern obliegt die Verantwortung, Söhne anzuleiten (Eph 6,4; Hebr 12,1-11)3, und zwar sowohl in der natürlichen als auch in der geistlichen Familie.

Wir sind „Gäste und Fremde in dieser Welt“ (1 Petr 2,11). Sie ist ein fremdes Land für uns. Wir alle sind Söhne Gottes inmitten einer durch Vaterlosigkeit verfluchten Kultur. Wir sind gerettet und nicht als Waisen zurückgelassen worden (Joh 14,18 ff.) und sind deshalb nicht mehr durch den Waisengeist gebunden und gehören auch nicht mehr einer Waisenkultur an. Und doch ziehen die Spuren der Waisenkultur und sogar Waisengeister so viele Gläubige unverändert in ihren Bann.

Vor vielen Jahren wurden wir eingeladen, zu einer Gemeinschaft kostbarer Menschen zu sprechen, die im Prozess waren, von dem, was eine grausame Welt in ihrem Leben zerstört hatte, erlöst und wiederhergestellt zu werden. Die meisten von ihnen wären in vielen der religiösen Institutionen unserer Tage nicht willkommen: Es waren ehemalige Homosexuelle, Lesben, Prostituierte, Zuhälter und Süchtige. Einige waren schwer geistig behindert. Aber alle brachten sie zum Ausdruck, wie begeistert und dankbar sie über das waren, was Jesus für sie getan hatte. Ich begann meine Ansprache so:

„Viele von euch haben keine Ahnung, wie man mit einem Vater eine Beziehung haben kann. Manche von euch wissen nicht einmal, wer ihr Vater ist. Andere unter euch sind durch ihre Väter nachhaltig geschädigt worden. Die meisten von euch haben nie erfahren, wie es ist, von einem gottesfürchtigen Vater oder einer gottesfürchtigen Mutter umarmt zu werden.“

Ich bat Barbara, mit nach vorne zu kommen, als sich mehr als hundert von ihnen anstellten, um einmal fest umarmt zu werden. Sie kamen zu uns wie kleine Kinder. Sie hielten uns fest. Alle weinten, einige hatten wahre Weinkrämpfe. Mehrere wollten uns überhaupt nicht wieder loslassen.

In solchen Zeiten spürten wir wahrhaftig, wie Gott sein Werk tat: Fesseln fielen ab, Ketten brachen und viele wurden aus einem Leben der Gebundenheit befreit. Diese wertvollen Menschen wurden freigesetzt, die Liebe und Umarmung ihres Vaters im Himmel zu genießen.

Heute sind nicht nur Menschen, die am Rand stehen, sondern auch die, die als „normal“ gelten, durch den allgegenwärtigen Waisengeist und die Waisenkultur entrechtet. Viele wirklich aus dem Geist geborene und der neuen Schöpfung zugehörige Gläubige haben kein Vertrauen zu denen, die Gott ihnen schickt, um sie zu versorgen und aufzubauen.

Paulus schreibt, dass wir „nicht viele Väter“ haben (1 Kor 4,15 REÜ).

Und genau darum geht es in diesem Buch: um das Vorhaben Gottes sowie um die Probleme in der heutigen Kirche und in der Gesellschaft. Es handelt von dem patriarchalischen Reich, das unserem himmlischen Vater von seinem Sohn – und seinen Söhnen – zurückgegeben werden wird, wenn die Fülle der Zeit gekommen ist.

Ich bete darum, dass Gott – der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater, dem alle Macht und Herrlichkeit gehört – euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung gibt, damit ihr ihn immer besser kennenlernt. Er öffne euch die Augen des Herzens, damit ihr erkennt, was für eine Hoffnung Gott euch gegeben hat, als er euch berief, was für ein reiches und wunderbares Erbe er für die bereithält, die zu seinem heiligen Volk gehören … (Eph 1,17 f.).

Unsere Gedanken kommen zur Ruhe, wenn sie von heiliger Wahrheit erfüllt sind.

C. H. Spurgeon

Beginnen wir damit, dass wir die Gemeinde in den richtigen Zusammenhang stellen und ihr eine klare Perspektive geben. Der erste Teil stellt „Gottes Absicht für seine Schöpfung“ klar, der zweite geht auf die „praktische Anwendung“ ein.

Gestatten Sie dem Heiligen Geist, in Ihre Vorstellungswelt hineinzuwehen, Ihnen die Realität von heute klarzumachen und Ihnen den Vorsatz und die Schau einzuhauchen, die Gott für seine Familie im Herzen trägt.

 

1 Aus einem Lied von Josh Groban.

2 Sein Auftrag, die Nationen zu Jüngern zu machen, war das letzte Wort, das er an die Jünger richtete, solange er im Auferstehungsleib auf Erden weilte. Bald darauf fuhr er zum Thron seines Vaters David auf und sandte seinen Geist, um die Jünger zu leiten und mit Vollmacht auszustatten.

3 Diese Aussagen sind nicht geschlechtsspezifisch gemeint.

TEIL 1: GOTTES ABSICHT FÜR SEINE SCHÖPFUNG

 

Kapitel 1: Die Sehnsucht der Schöpfung

Die Zwillingstürme von New York … der Hurrikan „Katrina“, der New Orleans verwüstete … der Tsunami, der Japan heimsuchte.

Libyen … Syrien … Iran … Nordkorea.

Flugzeuge, die zerschellen. Züge, die entgleisen. Schiffe, die sinken.

Terrorismus. Gesetzlosigkeit. Abtreibung. Mord.

Gewalt, wohin man auch schaut.

Untreue. Scheidung. Perversionen sämtlicher Spielarten.

Wirbelstürme. Taifune. Hurrikane. Zyklonen. Erdbeben. Hunger. Dürre.

Politisches Chaos, Kriege und Kriegsgerüchte.

Natürliche Ressourcen, die vergiftet und ausgebeutet werden.

Können Sie sich vorstellen, dass eine Ölpest durch einen lecken Tanker dadurch vermieden wird, dass die Söhne Gottes dem Öl befehlen, in den Tanker zurückzufließen?

Wäre es nicht wunderbar, wenn Gottes Söhne zur Stelle wären, um im Nu ein rasendes, verheerendes Feuer im Yellowstone-Nationalpark zu ersticken?

„Ruhe, leg dich – in Jesu Namen!“

Wäre es nicht atemberaubend zu sehen, wie schlagartig aufhört, was als unmögliche Situation erschien – einzig und allein durch die Macht jenes Namens? Wie wäre es, wenn die Söhne Gottes im Namen Jesu befehlen würden, der Sankt-Andreas-Graben möge für immer versiegelt sein?

Warum sollte das nicht geschehen?

Eines Tages stieg Jesus mit seinen Jüngern ins Boot und sagte zu ihnen: „Wir wollen über den See ans andere Ufer fahren!“ Während der Fahrt schlief Jesus ein. Plötzlich brach auf dem See ein schwerer Sturm los; das Boot füllte sich mit Wasser, und sie waren in großer Gefahr. Die Jünger stürzten zu Jesus und weckten ihn. „Meister, Meister“, schrien sie, „wir sind verloren!“Jesus stand auf und wies den Wind und die Wellen in ihre Schranken. Da legte sich der Sturm, und es wurde ganz still (Lk 8,22-23).

„Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun. Denn ich gehe zum Vater,und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters offenbart wird“ (Joh 14,12-13).

Jesus war der Repräsentant seines Vaters. Der Heilige Geist ist der Repräsentant Jesu. Wir sind seine Repräsentanten. Jeder von uns trägt, als sein Repräsentant, einen Teil von Jesus in die Welt hinaus, um ihn in seinem Namen weiterzugeben.

Der Geist des Vaters war in Jesus; der Geist Jesu ist in seinen Nachfolgern, um sie zu führen und zum Gehorsam zu befähigen. Jesus initiierte gar nichts. Er tat nur, was er den Vater tun sah (Joh 5,19). Söhne des Reiches Gottes sind darauf eingestellt, es genauso zu machen.