... und der grüne See - Heinrich Lause - ebook

... und der grüne See ebook

Heinrich Lause

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Opis

Mit dem Besuch einer Professorin vom „Kolleg für Steinmagie im Beutling“ erfährt Denny, dass er zur Gemeinschaft der Steinmagier gehört und die Schule wechseln wird. Um ihn den Einstieg in die für ihn neue Welt zu erleichtern, wird ihm eine Wächterin an die Seite gestellt. Denny erhält erstmals seine Haupt- und Nebensteine, um auch künftig als Stein-magier wirken zu können. Er wird Erbe eines wert-vollen Steins und eines Grünen Sees, der heilende Kräfte besitzt. Gemeinsam mit seinem besten Freund Rüstem und den Timaki-Zwillingen macht er sich auf die Suche durch den geheimnisvollen Teuto-burger Wald. Dabei wird Denny nicht nur von seiner Wächterin unterstützt, denn einige Waldbewohner sind ihm ebenfalls wohlgesonnen. Schnell stellt sich heraus, dass sie einen mächtigen und gefährlichen Gegner haben. Die Xamamax, angeführt vom Braunen Baron, sind ebenfalls hinter Denny, dem Stein und dem See her. Ein nervenzermürbender Wettlauf beginnt.

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Imperssum:

...und der Grüne See

von

©Heinrich Lause©ESCH Verlag-Potsdam

Alle Rechte vorbehalten

All rights reserved - Das Werk darf - auch teilweise - nur mit Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden.© Sebastian Olschewski (Front Cover)

ISBN: 978-3-95555-037-0

ISBN Print: 978-3-948760-59-0

Für Leon, den kleinen Puk.

Timo, dem Schöpfer der Xamamax

und Heike für Ihre Geduld.

1. EinFerienende mit Überraschungen

„Denny?“, schallte es durch das Treppenhaus.

„Ja, Mama?“

„Du hast mal wieder den Termin verpennt!“

„Öh …, was für `nen Termin?“

„Du solltest schon vor einer halben Stunde beim Friseur sein!“

„Tschuldige! Kannst du ´nen neuen machen? Den gebe ich ganz bestimmt in den PC ein, ok?“ Das klang ziemlich genervt, fand Salomé.

„Das war schon das fünfte Mal, dass ich einen Termin gemacht habe.“

„Ja, is` ja gut! Bleib cool. Nächste Woche gehe ich bestimmt, Mama!“

„Nächste Woche …“ Salomé hatte ihre Zweifel.

„Auf jeden Fall noch in den Ferien!“, legte Denny vorsichtshalber nach.

„Was?“ Salomé glaubte, sich verhört zu haben.

„Ich schwör, dass ich in den Ferien noch hingehe.“

„Sag mal, geht’s noch?“ Seine Mutter stand noch immer am Treppengeländer. Sie verlor nun doch die Geduld. „In drei Wochen stolperst du über deine Haare, mein Lieber, und glaube ja nicht, dass wir dich dann so zur Schule bringen. Dann kannst du mit dem Bus fahren, das schwör ich dir!“

„Bündel deine Shakra, Mama!“ Der Spruch kam laut genug, um seine Mutter aus dem Konzept zu bringen.

„Was hast du gesagt? Hör mal, lass die Scherze!“

„Man, jetzt chill doch mal, ey!“, murmelte Denny etwas leiser - mit der Maus klickend - vor sich hin.

„Wie bitte?“ Salomes Stimme bekam etwas Bedrohliches.

„Hast du irgendwas von <killen> gesagt?“

Für Denny war es jetzt an der Zeit, zurückzurudern: „Nichts!“, rief er schnell nach unten. „Alles in Ordnung, Mama. Ich hab dich lieb! Ich geh sofort … gleich los und mach selber `nen Termin klar, ok? Vielleicht hast du ... äh, hab ich ja Glück, dass ich sofort dran komme. Bin hier jetzt mitten im achten Level und kann unmöglich raus. Wenn ich durch bin, bin ich sofort weg, ok?“

Denny vernahm ein Seufzen seiner Mutter, atmete tief durch und konzentrierte sich auf das Spiel. Der Friseur war natürlich wieder vergessen.

Geschafft! Denny schaute aus dem Fenster des Einfamilienhauses. DieWohnsiedlung lag in einer ländlichen Gegend am Rande von Reiinghausen. Vor ungefähr zehn Jahren ließen sich seine Eltern dieses gemütliche Eigenheim bauen. Salomé und Samuel waren Ärzte und viel beschäftigt. Seine Großeltern hatte Denny nie kennengelernt. Die Großmutter starb lange Zeit vor seiner Geburt und als er zwei war, auch sein Großvater.

Sein Blick verweilte auf der Fensterbank.

Auf sämtlichen Fensterbänken im Haus verteilt, befanden sich neben Zimmerpflanzen auch eine Vielzahl von Steinen. Manche wiesen die Größe von Kieselsteinen auf, andere die von Hühnereiern. Doch auch anhand von Form und Material konnte man sie auseinander halten. Es gab runde, eckige, ovale und manche unterschieden sich noch zusätzlich durch Fladerungen oder Farbtöne von den anderen. Einige enthielten sogar seltene Fossilien, wie sein Vater ihm einmal erklärt hatte. Doch es waren nicht nur die oft außergewöhnlichen Farbkombinationen, die ihn immer wieder dazu anregten, die Steine zu betrachten oder sie in die Hand zu nehmen. Einige wurden durch die Berührung sofort warm, ja sogar heiß, andere jedoch blieben so kalt wie Eiswürfel, egal wie lange er sie in der Hand hielt.

Für Dennys Eltern waren sie offenbar von Wichtigkeit. Oft beobachtete er seine Mutter, wie sie jeden einzelnen Stein intensiv pflegte und putzte. Auf seine Fragen erhielt er die Antwort, dass das alles ganz besondere Steine seien, die man nur an besonderen Plätzen finden konnte. Sie stammten aus bestimmten Gebieten Europas, fernen Ländern und sogar von anderen Kontinenten. Seine Mutter hatte ihn darum gebeten, sorgsam mit den Steinen umzugehen. Denny wusste, dass nicht wenige Menschen der Überzeugung waren, dass bestimmte Steine vor negativen Einflüssen schützen konnten, ja, sogar über heilende Kräfte verfügten. Auch seine Eltern waren dieser Meinung. Für Denny war das schwer nachvollziehbar. In seinen Augen waren sie zunächst nur einzigartig und schön anzusehen. Sie umgaben ihn, solange er zurückdenken konnte.

Sie waren da und gehörten zu seinem Umfeld, ohne dass er sich den Kopf darüber zerbrach.