Shoko Nakamura & Wieslaw Dudek - Jan Stanislaw Witkiewicz - ebook

Shoko Nakamura & Wieslaw Dudek ebook

Jan Stanisław Witkiewicz

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Opis

Das Tänzerpaar Shoko Nakamura und Wieslaw Dudek gehört zur Spitze der internationalen Ballettszene. Es bedient sich einer traditionellen Bewegungssprache, die, präzise und hoch stilisiert, absolute Hingabe fordert. Die gebürtige Japanerin Shoko Nakamura kam nach Stationen am Stuttgarter Ballett und am Wiener Staatsopernballett an das Staatsballett Berlin unter Vladimir Malakhov, der sie 2007 zur Ersten Solotänzerin kürte. Auch Wieslaw Dudek, geboren im polnischen Ostrow Wielkopolski, wechselte nach ersten Engagements in Polen und am Stuttgarter Ballett an das Staatsballett Berlin, wo er von 2006 bis 2014 ebenfalls Erster Solotänzer war. Neben den anspruchsvollen Repertoires, die Shoko Nakamura und Wieslaw Dudek unabhängig voneinander erarbeiten, beeindrucken sie immer wieder auch gemeinsam als Tänzerpaar, etwa als Odette / Odile und Prinz Siegfried in "Schwanensee" am Staatsballett Berlin. Die Publikation "Shoko Nakamura & Wieslaw Dudek" beschäftigt sich mit Herkunft, Antrieb und künstlerischer Vision der beiden Körperartisten, die seit 2010 auch privat ein Paar sind - und es spürt der Frage nach, was hinter jener Perfektion steht, ohne die das klassische Ballett undenkbar wäre.

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Jan Stanisław Witkiewicz

Shoko Nakamura & Wieslaw Dudek

Jan Stanisław Witkiewicz

Shoko Nakamura & Wieslaw Dudek

Theater der Zeit

Vorwort / Foreword

Shoko Nakamura

Wieslaw Dudek

Shoko Nakamura & Wieslaw Dudek

Chroniken / Chronicles

Impressum / Imprint

Vorwort

Shoko Nakamura und Wieslaw Dudek sind ein außergewöhnliches Tänzerpaar, deren Lebenswege sich mehrfach gekreuzt haben, bevor sie als Erste Solisten des Staatsballetts Berlin ein Paar wurden. Ich kenne Shoko Nakamura, seitdem sie als sehr junge Elevin beim Stuttgarter Ballett meine ersten Ideen zu der Rolle der Hamsatti im Probensaal tanzte und mir damit half, die Choreografie für „Die Bajadere“ zu entwickeln. Später begegneten wir uns in Wien, wo ich ihr die Möglichkeit geben wollte, ein Solo in dieser Choreografie zu tanzen. Am intensivsten war unsere Zusammenarbeit beim Staatsballett Berlin, wo sie erst als Solotänzerin und später als Erste Solotänzerin den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte. Shoko Nakamura gibt immer hundert Prozent, selbst wenn sie müde oder erschöpft ist, man kann sich immer auf sie verlassen. Sie ist die Letzte, die den Ballettsaal verlässt, ist immer konzentriert und kritisch bei der Arbeit für ihre Leidenschaft – das Ballett. Ich erinnere mich an viele intensive Stunden im Ballettsaal und auf der Bühne mit ihr. Sie glänzte in vielen Rollen wie zum Beispiel in Patrice Barts „Schwanensee“, Mauro Bigonzettis „Caravaggio“ oder in „Schneewittchen“ von Angelin Preljocaj und William Forsythes „The Vertiginous Thrill of Exactitude“, um nur einige zu nennen. In meiner „Cinderella“-Choreografie arbeitete sie erstmals mit Wieslaw Dudek, und seitdem haben sie immer wieder zusammen getanzt – nicht nur auf der Bühne.

Wieslaw Dudek habe ich auch in Stuttgart kennengelernt, zu einer Zeit, als Shoko Nakamura schon in Wien war. Als das Staatsballett Berlin gegründet wurde, habe ich ihn nach Berlin geholt. Er ist ein wunderbarer Partner für jede Ballerina auf der Bühne und im Probensaal. Mit den Jahren ist er mir ein treuer Freund geworden. Seine besonderen Qualitäten als Tänzer wurden insbesondere in seiner Interpretation der Titelrolle „Onegin“ von John Cranko sichtbar. Aber auch als Hagen in „Ring um den Ring“ von Maurice Béjart oder in „Tschaikowsky“ von Boris Eifman als mein Alter Ego zeigte er besonderen Ausdruck.

Der Autor Jan Stanisław Witkiewicz ist ein langjähriger Begleiter und Kenner der internationalen Ballettszene. Immer wieder gelingt es ihm mit seinen Büchern, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit in die Welt der Tänzer zu nehmen. In den Gesprächen mit Shoko Nakamura und Wieslaw Dudek erhalten Sie mit diesem wunderschönen Buch intime Einblicke in das Leben von zwei international bekannten Startänzern, die ihr Leben dem Ballett verpflichtet haben und trotzdem versuchen, für ein Privat- und Familienleben Raum zu schaffen.

Vladimir Malakhov

 

Foreword

Shoko Nakamura and Wieslaw Dudek are an extraordinary pair of dancers whose paths crossed multiple times before they ultimately became a couple while working as principal dancers at Staatsballett Berlin, the State Ballet of Berlin. I have known Shoko Nakamura since she was a young apprentice at the Stuttgart Ballet. It was there in the rehearsal room that she danced my first ideas on the role of Hamsatti and thus helped me develop the choreography to “La Bayadère”. Later, our paths crossed again in Vienna, where I offered her the opportunity to dance a solo in that work of choreography. But we had our most intense collaborations at Staatsballett Berlin, where she reached her career peak working first as a soloist and later as a principal. Shoko Nakamura always gives one hundred percent, even when she is tired or exhausted. You can always depend on her. She is the last person to leave the rehearsal room and always remains concentrated and critical when working in pursuit of her passion – ballet. I can recall spending many intense hours in the studio and onstage with her. She has shined in many roles, such as Patrice Bart’s “Swan Lake”, Mauro Bigonzetti’s “Caravaggio”, “Snow White” by Angelin Preljocaj and William Forsythe’s “The Vertiginous Thrill of Exactitude” to name but a few. In my production of “Cinderella” she worked together with Wieslaw Dudek for the first time, and since then they have continued dancing together – onstage and off.

I met Wieslaw Dudek in Stuttgart as well – at that time, Shoko Nakamura was already in Vienna. Once Staatsballett Berlin was founded, I brought him to Berlin. He is a wonderful partner for any ballerina both onstage and in the rehearsal room. Over time, he has become a dear friend of mine. With his interpretation of the title character in John Cranko’s “Onegin” he put his incredible skills as a dancer on display. He was also highly expressive as Hagen in “Ring um den Ring” by Maurice Béjart and as my alter ego in “Tchaikovsky” by Boris Eifman.

Author Jan Stanisław Witkiewicz is a long-time companion of and expert in the international ballet scene. With his books, he continually succeeds in casting a glance behind the scenes and taking you, dear readers, with him into the dancers’ world. This lovely book provides conversations with Shoko Nakamura and Wieslaw Dudek that allow you to gain intimate insight into the lives of two internationally renowned star dancers who have dedicated their lives to ballet and yet have still made room for personal lives and a family.

Vladimir Malakhov

Shoko Nakamura

Frau Nakamura, warum sind Japaner so besonders interessiert am Ballett?

Viele japanische Kinder machen Ballett und sie wollen nach Europa auf die Ballettschule, weil sie denken, Ballett sei in Europa viel besser. In Japan gibt es keine professionellen Schulen. Deswegen denken alle: Wenn ich es professionell machen möchte, muss ich nach Europa gehen.

Auch wenn europäische Truppen nach Japan kommen, füllen sie ohne Probleme ganze Säle und viele Japaner fliegen für eine Vorstellung nach Europa, schauen sich diese an und fliegen wieder zurück. Warum lieben die Japaner das Ballett so sehr?

Vielleicht wegen Tetsuya Kumakawa und Miyako Yoshida, die beide am Royal Ballet in London getanzt haben. Als sie nach Japan zurückkamen, wurden ihre Ballette gezeigt und alle waren begeistert. Tetsuya Kumakawa war der Erste Solotänzer und ist mit 27 Jahren nach Japan zurückgekehrt. Darum, denke ich, wollten immer mehr Kinder Ballett tanzen.

Wie viele Ballettstudios gibt es in Fukuoka, wo Sie aufgewachsen sind?

Bestimmt ungefähr fünfzig.

So viele?! Wo findet man das in Europa?

Nirgends. Viele Kinder machen in Japan Ballett. Und Ballett ist auch das Hobby vieler Japanerinnen, die das abends nach der Arbeit machen.

Warum haben Sie mit dem Tanzen angefangen?

Es waren eigentlich meine Eltern, die das forcierten und dachten, dass es gut für mich sein könnte. In Japan gibt es die Vorstellung, dass Ballett für Mädchen gut ist, da es gute und schöne Körper mache.

Aber mit sechs Jahren – war das nicht zu früh?

Ja, aber am Anfang ist es eher wie spielen. Ballett war damals einfach: das Trikot anziehen, bisschen vor dem Spiegel springen und tanzen. Es hat Spaß gemacht.

Gibt es da regulären Unterricht in der Schule und getrennt davon Ballettunterricht?

Ja, es gibt regulären Unterricht in der Schule und das Ballett findet in der freien und privaten Zeit statt. Am Anfang bin ich dreimal die Woche zum Ballett gegangen. Mit meiner Schwester. Sie hat zuerst mit dem Ballett angefangen. Dann wollte ich auch gern gehen und wir haben zusammen getanzt. Das erste Jahr war ich in Saga in der Schule und dann sind wir umgezogen nach Fukuoka. Dort, in der Chikako Tanaka Ballet School, war das Niveau höher und es gab gute Tänzer. Dort habe ich dann gemerkt, dass ich mehr wollte vom Ballett. Es sollte nicht mehr nur Spaß machen, sondern ich wollte etwas zeigen und an Wettbewerben teilnehmen. Dort haben wir angefangen, es professioneller zu machen.

Wenn ich mir Fotos aus dieser Zeit anschaue, bin ich erstaunt, denn ich sehe dieses sehr junge, kleine Mädchen auf Spitzen. War das nicht doch ein wenig zu früh?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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