Neues Unternehmerdenken - Nicole M. Pfeffer - ebook

Neues Unternehmerdenken ebook

nicole m. pfeffer

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Opis

Das Buch verlässt die vertrauten Wege des Marketings und löst sich von bekannten Erfolgsschablonen. Mit neuen Herangehensweisen, veränderten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sowie adaptierten Methoden und Perspektiven skizziert die Autorin konkrete Lösungen für große und kleine Unternehmen, ohne dabei die eigenen Stärken und Kompetenzen außer Acht zu lassen.   Inhalte: - Kreativität und bewusstes Denken als Teil des Erfolgs - Individueller Mehrwert durch das Kollektiv - Perspektivenwechsel - Werte erhalten, Verschwendung vermeiden - Unternehmerische Konsequenz - tun Sie's endlich

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EPUB

Liczba stron: 226




Inhaltsverzeichnis

Hinweis zum UrheberrechtImpressumVorwort von Stéphane Etrillard1   Einleitende WorteGrundverständnis Unternehmertum2   Die Lust an Investitionen3   Win³4   Kontinuierliche Unternehmensentwicklung5   Fokus Wachstum6   Unternehmerische KreativitätNeues Denken für Ihr Business7   Von Vorbildern und Erfolgsprojekten7.1   Spuren der Aufmerksamkeit7.2   Lernen Sie, die Schweiz zu lieben8   Die wahrgenommene Welt des Gegenübers8.1   Empathiewelten – der moderne Perspektivenwechsel8.2   Die wirtschaftliche Verführung9   Vereintes Komponenten-Denken9.1   Die Chance des anderen9.2   Einsatz der evolutionären Nische – das Denken10   Erfolg durch die Stärke des Ganzen10.1   Der Mittelpunkt der Wirtschaftswelt – aber nicht Sie!10.2   Neun Glaubenssätze – auf unternehmerischNachgefragt – in Interviews x 611   Konsequent – mit Respekt & Vertrauen12   Automatisierte Flexibilität – für den individuellen Mehrwert durch das Kollektiv13   Perspektiven wechseln – und Werte erhalten14   Die Freiheit von Entscheidung – löst Respekt aus & Blockaden auf15   Verschwendung vermeiden – und die Moral von der Geschicht'16   Kernbotschaft – Statement mit Tiefgang und MehrwertenDem Ziel so nah17   Unternehmerische Konsequenz – Tun Sie's endlich18   Ihr Team – aber bitte richtig19   Der erste Schnee – das UnternehmertumDankeLiteratur und VerweiseStichwortverzeichnisÜber die Autorin
[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print: ISBN 978-3-648-10035-6 Bestell-Nr. 10237-0001

ePub: ISBN 978-3-648-10036-3 Bestell-Nr. 10237-0100

ePDF: ISBN 978-3-648-10037-0 Bestell-Nr. 10237-0150

Nicole M. Pfeffer

Neues Unternehmerdenken

1. Auflage 2017

© 2017 Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

www.haufe.de

[email protected]

Produktmanagement/Korrektorat: Gabriele Vogt

Erstlektorat: Katharina Grabowski, M. A.

Satz: kühn & weyh Software GmbH, Satz und Medien, Freiburg

Umschlag: RED GmbH, Krailling

Druck: BELTZ Bad Langensalza GmbH, Bad Langensalza

Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe (einschließlich Mikrokopie) sowie der Auswertung durch Datenbanken oder ähnliche Einrichtungen, vorbehalten.

Vorwort von Stéphane Etrillard

Ein Unternehmen nicht nur zu gründen, sondern über Jahre erfolgreich zu führen, bedeutet weit mehr, als eine Geschäftsidee zu haben und theoretisch zu wissen, wie ein Unternehmen funktioniert.

Wenn es um die Unternehmensführung geht, steht für den Gründer oft das nötige Faktenwissen an erster Stelle. Das wird man auch sicher gut gebrauchen können, doch ist es damit nicht getan. Zumindest dann nicht, wenn ganz elementare Fragen ausgeblendet werden oder unbeantwortet bleiben. Was zum Beispiel bedeutet es überhaupt, ein Unternehmen erfolgreich zu führen? Heißt das, finanziell gerade so über die Runden zu kommen? Oder bedeutet es, Unsummen zu verdienen, dafür jedoch 60 Stunden die Woche zu arbeiten und soziale Beziehungen dauerhaft zu vernachlässigen?[2]

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Nur Sie selbst als Unternehmerin oder Unternehmer können diese Frage für sich beantworten. Und es ist von größter Bedeutung, dass Sie sich damit genauso intensiv befassen wie mit allen anderen wichtigen Aspekten der Unternehmensführung. Doch kaum ein selbstständiger Unternehmer und kaum eine selbstständige Unternehmerin fragen sich, was Erfolg für ihn oder sie im Detail überhaupt bedeutet, schon gar nicht in der Gründungsphase. Es ist aber unumgänglich, genau hinzusehen, Ziele festzulegen und elementare Fragen zu beantworten, um erfolgreich zu sein und Erfolg messbar zu machen.

Was genau wollen Sie erreichen und was sind Sie bereit, dafür zu investieren? Passen Ihre persönlichen Ziele zu Ihrem Geschäftsmodell? Beantworten Sie sich diese Fragen ehrlich, schon in der Anfangsphase Ihres Unternehmertums.

Letztlich geht es darum, dauerhaft in der Lage zu sein, das eigene Unternehmen sowohl wirtschaftlich erfolgreich als auch persönlich zufriedenstellend zu führen. Und diese beiden Parameter „wirtschaftlich erfolgreich” und „persönlich zufriedenstellend” bedeuten für jeden etwas anderes.[3]

Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Unternehmen von Ihnen als Unternehmerpersönlichkeit getragen wird. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, zu versuchen, zwischen Mensch und UnternehmerIn zu trennen. Sie sind beides.

Es ist von immenser Bedeutung, die Gesamtheit des unternehmerischen Handelns zu betrachten. Es reicht eben nicht aus, „nur” finanziell erfolgreich zu sein. Wem dabei aufgrund seiner Arbeit die persönliche Zufriedenheit oder gar die Gesundheit abhandenkommt, der wird mehr und mehr zum Getriebenen und ist sicher keine souveräne Unternehmerpersönlichkeit. Deshalb spielen auch weitere ganz persönliche Aspekte eine wichtige Rolle. Wie steht es zum Beispiel um Ihre ethischen Wertvorstellungen? Finden sich Ihre persönlichen Werte in Ihrer Unternehmensführung wieder? Und wenn nicht, warum nicht? Die Erfahrung hat schon viele Tausend Mal gezeigt, dass diejenigen UnternehmerInnen auf Dauer am erfolgreichsten sind (und übrigens auch am meisten Freude bei ihrer Arbeit haben), die ihre persönlichen Wertvorstellungen im Unternehmen leben – statt zu versuchen, zwischen dem Privatmenschen und dem Unternehmer oder der Unternehmerin zu trennen.

Nur diejenigen, die sich selbst kennen und wissen, was ihnen wichtig ist und was für ein Unternehmer oder eine Unternehmerin sie sein wollen, können Beruf und Privates auf Dauer miteinander in Einklang bringen. Doch im betriebsamen Berufsalltag gerät gerade dieser wichtige Aspekt leicht in den Hintergrund. Vielen fehlt die Muße, sich einmal ihren eigenen Standpunkt zu vergegenwärtigen, Dinge zu hinterfragen und vielleicht auch einmal einen Blick in die fernere Zukunft zu werfen. Das ist zwar verständlich, führt jedoch dazu, dass sie ihren inneren Kompass aus den Augen verlieren und damit sowohl den geschäftlichen Anforderungen als auch sich selbst langfristig nicht gerecht werden können. Deshalb ist es für alle, die gute Geschäfte machen und unternehmerisch in jeder Hinsicht erfolgreich sein wollen, so wichtig, sich mehr Klarheit über sich selbst und damit auch über die eigene Unternehmung zu verschaffen. Letztlich geht es um die wichtige Frage, was für ein Mensch und was für ein Unternehmer oder eine Unternehmerin ich sein will. Darauf eine klare Antwort zu finden, ist essenziell für den unternehmerischen und beruflichen Erfolg.[4]

Nicole M. Pfeffer verknüpft die Fokussierung auf diese Fragen und ihre Antworten mit anderen unternehmerischen Aspekten wie die der Wertschöpfung, Strategie und Positionierung, in deren Zentrum immer der Mensch, seine Potenziale und Kompetenzen stehen. Basierend auf ihren umfangreichen Erfahrungen zeigt die Autorin die gesamte Spannbreite dessen auf, was zur Arbeit im und am eigenen Unternehmen dazugehört. Der Fokus liegt dabei auf dem Menschen hinter der Unternehmung. Die Marketingexpertin zeigt anhand von plastischen Beispielen, wie wichtig neues Denken und das Wissen um die Ursprünge unserer Gedanken für das Geschäft ist. Und sie demonstriert, wie uns gewohnheitsbelastete Denkmuster in unserer geschäftlichen Kreativität einschränken.[5]

Der Autorin gelingt es damit nicht nur, eine solide Grundlage für dauerhafte und echte Geschäftserfolge zu schaffen, sie verhilft allen Unternehmerinnen und Unternehmern, ob nun angehend oder schon lange im Geschäft, zu mehr Klarheit sich selbst und die Potenziale und Möglichkeiten betreffend, die im eigenen Unternehmen stecken.

Natürlich ist die Unternehmenswelt nicht nur rosig und mit links zu meistern, doch gibt es für viele Schwierigkeiten Lösungswege, die man zunächst vielleicht völlig übersehen hat. Genau da liegt eine der Stärken dieses Buches: Wir lernen, neue Blickwinkel auszutesten, unsere Kreativität zu nutzen und vielleicht auch einmal einen unorthodoxen Lösungsansatz zu erproben.

Dabei spüren wir als Lesende in jeder Zeile, dass es sich bei Nicole Pfeffer um eine Unternehmerin aus Leidenschaft handelt, die mit Begeisterung bei der Sache ist – auch oder gerade, weil sie alle Seiten des Unternehmerdaseins aus eigener Erfahrung kennt.

Ein Fazit des Buches darf ich vorwegnehmen: Den Weg der Selbstständigkeit zu wählen und ihn mit aller Konsequenz zu gehen, zahlt sich für diejenigen aus, die ihre Unternehmung auf eine solide persönliche Grundlage stellen und ihren Weg ohne Scheuklappen beschreiten.

Dem kann ich mich nur anschließen.

Ihr

Stéphane Etrillard

Experte für persönliche Souveränität und Unternehmer-Souveränität

www.etrillard.com

1   Einleitende Worte

Demut und bewusstes Denken sind Teil des kontinuierlichen Erfolgs
[6]

Denken Sie? Denken Sie oft? Was denken Sie? Was war Ihr letzter Gedanke? Denken Sie bewusst oder unbewusst? Sind Ihre Gedanken hochwertig? Bringen Ihre Gedanken Sie voran? Schafft die Umsetzung Ihrer Gedanken einen Mehrwert?

Oftmals sind es die selbstverständlichen Dinge wie unser Freundes- und Familienkreis, Engagement in Vereinen oder Verhaltensweisen, die wir aus dem Elternhaus mitnehmen, die uns leiten. Methoden und Theorien aus Schule und Studium, Inhalte von Trainings und Workshops oder einfach nur der Konsum von Informationsmedien, die eine bestimmte Richtung vertreten, sind weitere Impulse, die uns in die eine oder die andere Richtung lenken, wenn es darum geht, bewusst zu denken, Lösungen zu finden und im Leben voranzukommen.

Doch bewusstes, neues, qualitatives Denken ist eine echte Herausforderung. Der Geist ist konfrontiert mit einer Flut an Informationen, Daten und Ereignissen, so groß und umfassend, dass wir lernen müssen, zu selektieren und wieder bewusst zu denken.

Denken Sie schon oder werden Sie gedacht?

Im Business kann es fatale Folgen haben, wenn man unbewusst geleitet wird oder einen Gedanken zu eingeschränkt und unkritisch als Grundlage für eine Entscheidung heranzieht. Dabei ist die Gefahr, eine Perspektive zu übernehmen, die mehr Nachteile als Vorteile für ein Unternehmen bringt, stets gegeben. Ein nicht bewusst gedachter Gedanke oder eine nicht durchdachte Idee können eine vertane Chance für das Unternehmen und seine Mitarbeiter sein.[7]

In der Businesswelt herrscht der Anspruch, dass Denken meist zu Resultaten führt. Entscheidungen sind also verbunden mit Erfolg und Gewinn oder Misserfolg und Kosten. Fehlentscheidungen bergen damit ein Risiko. Im besten Falle werden sie immerhin als hilfreich betrachtet, wenn man aus ihnen lernen kann. Um Risiken zu vermeiden, bewegt man sich daher meist in einem gewohnten Gedankenrahmen.

Wie genau denken wir also und was ist für bewusstes Denken notwendig?

Zunächst brauchen wir Input, eine Basis, um denken zu können. Generell steht jedem Menschen ausreichend Input, also genügend Gedankenmaterial und -inhalt zur Verfügung. Wünschenswert für das Business wäre, strukturiert, logisch und ergebnisorientiert zu denken, doch das ist lange nicht die Regel. Gedanken können die unterschiedlichsten Qualitäten, Strukturen und Verknüpfungen aufweisen. Sie können positiv sein, negativ, bewertend, kreativ und wirkungsreich oder belanglos und nichtig, um nur einen Auszug aus den vielen Möglichkeiten zu nennen.

Um das volle Potenzial der eigenen Gedanken ausschöpfen zu können, ist es wichtig, die für die Situation passenden Gedanken zu denken. In der Unternehmenswelt sind klare, klassische Business-Gedanken ein Muss für eine gute geschäftliche Basis. Business-Gedanken sind ein Mix aus betriebswirtschaftlichen Ansätzen und Schwerpunkt-Denken in den unterschiedlichsten Bereichen wie Human Resources oder Finanzen, wie Logistik oder Einkauf, wie Marketing oder IT. Unternehmer, die sich strikt daran halten, denken überwiegend gleich, folgen einem gewissen theoretischen Denkschema: mal zahlenorientiert, mal rein analytisch und strukturiert, mal bereichsübergreifend und verknüpfend. Dabei werden überwiegend bestehende Denkmuster eingesetzt. Business-Gedanken nach Lehrbuch eben.[8]

Viel fruchtbarer kann das Geschäft allerdings werden, wenn man das übliche Schubladendenken ergänzt, vielleicht sogar verlässt. Wenn man Neues schafft und Kunden und Konkurrenz überrascht. Ich nenne diese Methode Neues Denken.

Um vorab einen kleinen Einblick zu gewähren: Neues Denken bedeutet, mutig neue Wege zu gehen. Dies kann darauf basieren, dass man vorhandene Komponenten neu miteinander verbindet. Bestehende Prozesse und Abläufe aus einem anderen Blickwinkel neu zu bewerten und neu zu organisieren, ist eine weitere Methode, Neues Denken umzusetzen. Man kann auch seinen Anspruch an ein erwartetes Ergebnis verändern. Mit zunehmender Unternehmenslebensdauer nimmt die Gefahr zu, sich in eingefahrenen Denk- und Handelsweisen zu verlieren und die Perspektivenvielfalt zu minimieren.

Grundvoraussetzung für erfolgreiches Neues Denken ist es daher, seine Vorgehensweisen regelmäßig und ehrlich zu überprüfen und Offenheit für neue Sichtweisen und Denkansätze zu leben. Ansonsten läuft jedes Unternehmen irgendwann Gefahr, wieder in den alten und bestehenden Strukturen und Ansichten gefangen zu sein.

Eine weitere Grundvoraussetzung für Neues Denken ist, dass man sich seine persönlichen und unternehmerischen Werte bewusstmacht und lebt, die im Idealfall übereinstimmen. Wie genau ich das Neue Denken umsetze und meine Werte lebe, möchte ich Ihnen im Folgenden schildern und Sie dazu ermutigen, dasselbe zu tun.[9]

Wie hat es Joseph Schumpeter geschafft, die schöpferische Zerstörung zu denken?

Haben Sie von Joseph Schumpeter gehört, vielleicht sogar seine Texte gelesen und sich mit seinen Thesen befasst? Schumpeter hat es verstanden, Neukombinationen von Produktfaktoren zu schaffen, hat damit alte Strukturen verdrängt und eine Neuordnung von Branchen und Bereichen entstehen lassen. Seine Arbeitsweise läuft unter dem Namen kreative Zerstörung.

Schumpeter gilt noch heute als der Guru im Entrepreneurship – insbesondere bei jungen Unternehmen. Es waren die jungen, mutigen und idealistischen „Unter-Nehmer”1 (französisch: „entre” und „prendre”), die seit den 1960er-Jahren nach Neukombinationen am Markt suchten, um eine zündende Idee für eine eigene Unternehmung zu entwickeln. Es war der Versuch, gegen das etablierte und über Jahre hinweg aufgebaute Unternehmertum anzukommen, das nur eingeschränkt Platz für neue Ideen und junge Unternehmen zuließ.

Jungunternehmen hatten einen geringen Stellenwert in der Wirtschaftswelt und wurden nicht selten belächelt. Bis heute gelten junge Unternehmen in Deutschland als weniger wertvoll als die alteingesessenen, die sich bereits seit Jahrzehnten am Markt durchsetzen. Sie stoßen mit ihren Business-Ideen auf sehr begrenzten Zuspruch und ernten kaum Anerkennung. Das ändert sich nur langsam.[10]

Statistiken wie der KfW-Gründermonitor bestätigen, dass junge Unternehmen tatsächlich weniger vielversprechend sind: Die ersten drei Jahre übersteht ein Drittel der Jungunternehmen nicht2. Ihnen haftet damit das Stigma an, generell erfolglos und mit einem großen Risiko behaftet zu sein. Die hohe „Sterberate” von jungen Unternehmen in den ersten drei Jahren nach Gründung hat zur Folge, dass die Überlebenden kaum ernstgenommen werden und wenig Gehör finden.

Neue Geschäftsmodelle und ihr eventuelles Risiko, eventuelle Fehler werden bis heute in unserer Gesellschaft gemieden, das Scheitern oftmals verurteilt.

Wieso haben Fehler und neue Geschäftsideen einen so schlechten Ruf in unserer Gesellschaft?

Als Paradebeispiel für diese konservative Haltung und Einstellung der Gesellschaft führe ich gern eine Situation mit Christian Lindner im NRW-Landtag auf. Der Bundesvorsitzende der FDP reagierte am 29.01.20153 auf einen Zwischenruf eines SPD-Abgeordneten mit Anspielung auf Lindners eigene gescheiterte Firmengründung mit einem Plädoyer für eine aktive Gründungs- und Fehlerkultur in Deutschland. Herr Lindner legte auf unvergleichliche Art und Weise dar, wie schwer es junge Unternehmer in Deutschland mit ihrem unternehmerischen Engagement haben. Durch Lindners Stellungnahme, die viral durchs Internet ging, rückte die Problematik auf neue Art bewusst in den Vordergrund der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Plötzlich rührte sich etwas, die Problematik konnte nicht mehr einfach unter den Teppich gekehrt werden.[11]

Mexiko zeigte sich bei diesem Thema vor einigen Jahren bereits fortgeschrittener. Im September 2012 wurde dort eine weltweite Bewegung ins Leben gerufen, die für neue Geschäftsideen und Unternehmermut steht, und die den zarten Namen Fuckup trägt. Ziel der Bewegung ist es, indem man einem Publikum von seinen Fehlern und seinem Scheitern berichtet, gegenseitig daraus zu lernen und neue Ideen für das eigene Business zu finden. Die Veranstaltung FuckupNight erreichte 2014 auch Deutschland. Erste austragende Städte waren Berlin und Stuttgart. Die erste FuckupNight in Frankfurt fand am 07. März 20164 vor mehr als 1.200 interessierten Studenten und Zuhörern unterschiedlichster Berufsfelder und Karrierestufen in der Frankfurter Goethe-Universität statt.

Die Veranstaltungen machen deutlich: Kreatives Denken hat es noch immer sehr schwer in Deutschland. Die Gesellschaft hält sich damit hartnäckig zurück. Man hat Angst vor Neugründungen und neue Geschäftsideen werden stets mit jungen Unternehmen und damit mit Risiko in Verbindung gebracht. Ist ein deutscher Unternehmer erst einmal gescheitert, trägt er für den Rest seines Lebens einen Makel. Fehlentscheidungen und Fehltritte sind in unserer Kultur verpönt und werden mit Negativem verbunden. Dabei scheint es unerheblich zu sein, ob die Person, die in erster Runde gescheitert ist, aus dieser Situation gelernt hat und nun mit neuen Erkenntnissen einen neuen Anlauf starten möchte.[12]

Es ist ein Kampf der Generationen, der da gerade stattfindet. Mutige, vornehmlich junge Unternehmer versuchen, im Land der soliden Denker und Planer auch ihr Scheitern salonfähig zu machen5. Denn Fehlentscheidungen und Fehltritte bereits bestehender, erfolgreicher Unternehmen werden in Deutschland weniger kritisch betrachtet. Sie bewegen sich meist stabil in vorhandenem Fahrwasser und bestechen durch ein bereits bestehendes Angebot und Leistungsportfolio. Und nur selten werden neue, völlig anders platzierte und ausgerichtete Geschäftsideen durch etablierte Unternehmen intensiver verfolgt und mit Nachdruck zur Marktreife gebracht. Wagt ein Unternehmen tatsächlich mal einen Schritt ins Ungewisse, so wird das Neue lediglich Teil des bestehenden Ganzen und wirkt damit weniger risikobehaftet.

Aber reicht es aus, dass bestehende Unternehmen weniger denken oder weniger neue Geschäftsideen aufgreifen und initiieren? Wie lange sind sie dann noch sicher in ihren Bereichen? Betrachtet man die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft und der Wirtschaft, wird klar, dass sich die Zeiten für bestehende Unternehmen merklich ändern: Wollen sie ihre Position am Markt behaupten oder sogar ausbauen, müssen sie sich mit neuen Geschäftsideen auseinandersetzen und ein Mindestmaß an Neuem Denken schaffen und kontinuierlich einbinden. Dazu ist es unumgänglich, die eigene Komfortzone zu verlassen. Die Welt ist heute so lebendig, aktiv und interaktiv, dass ein kleiner, falsch eingeschätzter Trend morgen ein großes Unternehmen aus der Wirtschaftsbahn werfen kann. Dies ist nicht zuletzt dem Commoditisierungs-Prozess geschuldet6[13]. Beispiele gibt es genug – von Nokia über Blackberry bis hin zu Neckermann. Alle drei genannten Unternehmen haben versäumt, die zunehmend standardisierten Prozesse mit neuen Ideen, Entwicklungen oder Innovationen anzureichern. Die zunehmende Angleichung der Produkte oder Dienstleistungen an die Kundenwünsche verstärkt die Vergleichbarkeit beim Kauf über den Preis. Die Unternehmen bringen sich somit ohne jede Not eigenverantwortlich ins Abseits.

Doch wie entwickeln sich bestehende Unternehmen unabhängig von ihrer Größe weiter, wenn sie bereits einen gewissen Sättigungsgrad durch ihr Marktgeschehen erreicht haben?

Nicht die alten Kompetenz-Zöpfe abschneiden, sondern sie bewusst stutzen und ihnen passende neue wachsen lassen.

Eine erfolgsorientierte und zukunftsgerichtete Entwicklung gewachsener Unternehmen sucht nach Wegen und Möglichkeiten, Bestehendes durch neue Impulse so zu verändern, dass Mehrwerte und Wertschöpfung entstehen. Für neue Impulse engagieren bestehende Unternehmen daher zunehmend Start-ups und Jungunternehmen. Deren Arbeit konzentriert sich meist auf Ergänzungen und Impulse für die bereits bestehenden unternehmerischen Aktivitäten, wodurch sie in Bewährtes eingebunden und weniger risikobelastet sind.

Ich selber musste im Verlauf meines Berufslebens feststellen, wie wichtig es ist, alte Zöpfe nicht einfach abzulegen und zu Neuem überzugehen, sondern sie und ihren Wert demütig zu betrachten und ihre Vorteile bei meiner Weiterentwicklung miteinzubeziehen. Es ist Fakt, dass erfolgreiche Unternehmen bei ihrer Weiterentwicklung stets darauf achten, bestehende Kernkompetenzen auf andere Bereiche zu übertragen, anzuwenden oder sie weiter auszubauen und ihnen eine neue, weitere Perspektive zu geben.[14]

Man muss das Rad nicht ständig neu erfinden. Vielmehr gilt es, eine Basis für neue Verknüpfungen, neue Anwendungen oder neue Umsetzungen zu schaffen oder zu erhalten. Die Grundhaltung dabei sollte sein, Mehrwerte und Nutzen so aufzubauen, dass die eigene Identität mit all ihren Stärken zur vollen Entfaltung kommt. Bei der erfolgreichen Unternehmensentwicklung gibt es nicht den einen Königsweg nach Lehrbuch, sondern viele individuelle Möglichkeiten. Jedes Unternehmen muss seinen ganz eigenen Weg beschreiten. Der Weg zum Erfolg ist nicht kopierbar und sieht bei jedem Unternehmen individuell anders aus.

Die evolutionäre Nische des Menschen ist sein Denken!

Redner Vince Ebert hat in einem seiner Vorträge7 im Frühsommer 2016 gesagt, dass die evolutionäre Nische des Menschen das Denken ist. Wenn wir nun noch erkennen, dass jeder Mensch sich dadurch differenziert, eigene Denkweisen zu haben und eigene Herangehensweisen, brauchen wir keine Angst vor dem Erfolg anderer zu haben, sondern können uns darauf fokussieren, herauszufinden, wo unser Platz in der Gesamtheit ist.

Diese Erkenntnis hat mir als Marketingberaterin bei vielen Projekten geholfen, eine starke, eigene Positionierung von Unternehmen aufzubauen, und damit einige Unternehmen wieder auf den Erfolgsweg zu führen und Untergänge zu verhindern sowie die Marktstellung von Unternehmen zu stärken. Mein Motto ist das Neue Denken, das ich Ihnen in diesem Buch vorstellen möchte. Mit welchen konkreten Ansätzen und welchen Ausrichtungen ich arbeite, erfahren Sie im Folgenden.[15]

Viel Freude und erkenntnisreiche Momente beim Lesen!

1Der einfachen Lesbarkeit halber wurde im Buch die männliche Sprachform gewählt, selbstverständlich sind immer Männer und Frauen gemeint.

2KfW-Gründungsmonitor 2014.

3https://www.youtube.com/watch?v=m1xFN6nDoDY, 07.06.2016.

4https://www.youtube.com/channel/UCh25DtUAvPTZ8lBPQhlMFdg, 07.06.2016.

5http://www.zeit.de/2015/15/scheitern-gruender-angst-pleite, 07.06.2016.

6http://www.gruenderszene.de/allgemein/corporate-startups-etablierte-unternehmen, 07.06.2016.

7Vince Ebert, Auftritt und Rede beim Kabarettabend „Sommerrauschen Amorbach” am 25.06.2016.

Grundverständnis Unternehmertum

2   Die Lust an Investitionen

Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie sich für Ihr Unternehmen, Ihre Selbstständigkeit oder Ihre Freiberuflichkeit entschieden haben?

Was war ausschlaggebend dafür, dass es Ihnen nicht ausgereicht hat, Mitarbeiter zu sein und ewig auf demselben Posten zu bleiben?

Was war ausschlaggebend dafür, dass Sie sich einen neuen Arbeitgeber gesucht haben?

Alle drei Fragen finden wenigstens in einer der drei folgenden Antworten ihre Ursache: Entweder ist eine fehlende Entscheidungsfreiheit der Auslöser. Oder es sind empfundene, wahrgenommene Fehlentscheidungen von Führungskräften und Geschäftsleitung, mit denen man sich nicht identifiziert. Und eine dritte Ursache kann im Nichtstun von Dritten liegen, obwohl alle Signale für eine aktive Handlungsoption mit Initiative hingewiesen haben. Ausschlaggebende Punkte für eine berufliche Veränderung sind also meist fehlende Entscheidungsfreiheit, Fehlentscheidungen anderer, Untätigkeit von Kollegen oder Vorgesetzten, kurzum: Unzufriedenheit und Eingeschränktheit.[16]

Veränderungen ergeben sich nicht von allein. Man muss seinen Geist, seine Muskelkraft, seine Energie oder eine andere Ressource investieren, um eine Idee umzusetzen und einer Entscheidung nachzukommen. Lassen Sie sich dazu auf ein paar Gedanken ein, die nicht unbedingt gängig sind.

Was zeichnet eine Investition aus?

Oftmals bildet das Wort Investition einen rein monetären Faktor ab. Investitionen werden manchmal in schier unglaublichen Höhen getätigt und manch ein Unternehmen hat sich in der Vergangenheit mit Investitionen übernommen. Bei Investitionen denken wir an Banken, an Bescheinigungen und an manche Regularien, die sich die Gesetzgebung in den letzten Jahren so hat einfallen lassen. Genau genommen stellen Investitionen langfristige, gebundene Finanzmittel dar, die entweder in materielle oder immaterielle Vermögenswerte investiert werden. Doch ist diese Definition von Investition noch zeitgemäß?[17]

Investitionen fordern einen meist hohen Einsatz und sollen einen langfristigen Nutzen bringen. Der Entscheidungsprozess und die Art und Weise, wie an Investitionen herangegangen werden kann, sind umfangreich und vielfältig. Investitionen müssen wohldurchdacht und strukturiert sein, um ein eventuelles Risiko möglichst überschaubar zu halten.

Eine klassische Investition wird nicht selten mit der Anschaffung von großen Produktionsstätten oder Maschinen, einem umfangreichen Softwaremodell oder einem Fuhrpark gleichgesetzt. Doch wie gehen Unternehmen tatsächlich mit Investitionen um, welche Einstellung und Haltung haben sie zu Investitionen und was sind für Unternehmen Investitionen?

Monetäre Investitionen in die Produktionsstätte werden meist für wertvoll erachtet. Solche Investitionen müssen bestens vorbereitet und gut und sorgsam geplant werden. Handelt es sich jedoch um Investitionen, die über die finanzielle Investition hinausgehen, scheint sich die Unternehmenswelt mit anderen Fragestellungen, anderen Prioritäten und Entscheidungsstrategien auseinandersetzen zu müssen.

Lassen Sie mich ein Beispiel nennen. Ein Unternehmen stellt fest, dass die Mitarbeiter nicht über den aktuell notwendigen Wissensstand verfügen, den sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Es wird entschieden, ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm zu initiieren. In solchen Fällen wird nicht von einer Investition, sondern von einem HR- oder einem Good-will-Projekt der Geschäftsführung gesprochen. Diese Definition spiegelt eine Grundhaltung und Einstellung wider, die nicht selten weniger konsequent und ernsthaft wirkt wie etwa der Kauf einer neuen Maschine.[18]

Beiden Maßnahmen ist jedoch gleich, dass sie den Erfolg des Unternehmens auf lange Sicht maßgeblich positiv beeinflussen sollen. Warum hat dann die eine einen wichtigeren Stellenwert als die andere?

Investieren wir heute noch richtig und zeitgemäß?

Mein Vater verband mit Investition schon in den 80er-Jahren viel mehr: „Wenn du in deine Bildung und deine Person investieren möchtest, helfe ich dir und unterstütze dich gerne dabei, denn was du einmal erlernt hast, kann dir kein Mensch auf der Welt wieder nehmen!” Grob überschlagen wurden in das Unternehmen Nicole M. Pfeffer seit der Hochschulreife etwa 150.000 Euro investiert, und damit auch in die Entwicklung meiner Person. (Dabei sind nur Seminar- und Weiterbildungsgebühren berücksichtigt. Reisekosten, Gehalts- oder Umsatzausfälle und Ähnliches sind noch gar nicht mit eingerechnet.)

Und wieso das Ganze? Weil sowohl mein Vater als auch ich dem Wert Investition in das Humankapital einen hohen Stellenwert beimessen8. Es zahlt sich aus, in sein Know-how, seine Fähigkeiten und sein Wissen zu investieren, wenngleich die Investitionen nicht immer linear sein müssen. Die Einzelinvestitionen, die ich in der Vergangenheit vorgenommen habe, stellten im Vergleich keine sehr hohen Summen dar – laut Definition beläuft sich echte Investition im sechsstelligen Bereich. Sie haben jedoch aufeinander aufgebaut und sich damit in der Ausrichtung ergänzt und verstärkt, haben ein großes Ganzes ermöglicht, ähnlich wie bei der Investition in eine Produktionsmaschine.[19]

Wenn wir also den Begriff Investition von seiner rein monetären, materiellen Größe lösen, wie, wo und in welcher Form sind Investitionen in einem Unternehmen zu tätigen?

Investitionsprojekte bitte nicht nur in Materielles

Viele Investitionsprojekte in Unternehmen zeigen auf, dass die, die an Materielles geknüpft sind, groß kommuniziert und in der Gesellschaft zelebriert werden. Investoren sprühen vor Begeisterung, wenn eine Zukunftsstrategie mit dem Ausbau an Produktionsstätten in Verbindung gebracht werden. Doch wehe, es steht eine Investition zu einem großen Kulturwandel bevor oder es soll eine Qualifizierungsoffensive für Mitarbeiter gestartet werden.

Der ROI ist mehrdimensional!

Bei Investitionen wird leider noch immer zu großes Augenmerk auf den monetären Wert eines Unternehmens gelegt, statt auch den emotionalen, sozialen und ideellen Wert ausreichend zu berücksichtigen. Darunter fallen auch Tugenden wie Nachhaltigkeit, gelebte Authentizität, Innovationsbereitschaft, Image, Ansehen in der Gesellschaft und ähnliches. Hier wären als nichtmaterielle Investitionsbeispiele zu nennen: Mitarbeiterbindungsprojekte, Investitionen in die Unternehmenskultur oder Innovationsoffensiven.

Investitionen im Marketing

Marketing ist ebenfalls ein Feld, das von vielen noch als „Geldvernichter ohne kontrollierbaren Mehrwert” gesehen wird. Es unterliegt ähnlichen Eigenheiten wie die Persönlichkeit und die Fähigkeiten eines Menschen. Herangehensweise und Erfolg sind teilweise begrenzt, wenn Gegebenheiten nicht aktualisiert oder erneuert werden.[20]

Im letzten Jahr berichtete mir ein Neukunde voller Stolz, knapp 150.000 Euro in eine 12-monatige Printkampagne investiert zu haben. Ich war begeistert, einen Kunden zu treffen, der den Wert von gutem Marketing erkennt und zu schätzen weiß. Mit hoher Erwartungshaltung fragte ich ihn: „Und, was haben sich für Ergebnisse eingestellt? Wie viele Neukunden haben Sie gewonnen? Wie hat sich Ihre Positionierung verändert und wie haben Sie die interne Organisation dem Erfolg angepasst?”

Die Antwort von meinem Gegenüber, einem gestandenen Geschäftsmann mit einem Team von 14 Mitarbeitern und einem Jahresumsatzvolumen als Dienstleister von ca. 5,5 Mio. Euro, ernüchterte und erschütterte mich: „Ich habe es gemacht, weil es der Mitbewerber im letzten Jahr auch gemacht hat!”

Für meinen Kunden war dies keine Investition, sondern rein die Möglichkeit, zu beweisen, dass er wie sein Gegenspieler Stärke und Größe besitzt. Hier ging es nicht um eine langfristige Erfolgsgenerierung, sondern um ein simples, unfruchtbares „Was Du kannst, kann ich auch”-Verhalten. Und dadurch, dass der Aktion eine langfristige Ausrichtung fehlte und dementsprechend keine Maßnahmen oder Aktionen um das Printpaket geplant und umgesetzt worden waren, verpuffte die Summe von 150.000 Euro ergebnislos. Mein Kunde sah dies aber nicht als Verlust, ihm hatte die Werbemaßnahme das gute Gefühl gegeben, gekontert zu haben.[21]

Ob dies als Grund ausreicht und ob es eine richtige Vorgehensweise ist, eine größere Summe Geld einzusetzen, ohne im Anschluss nachzugreifen und einen möglichst großen Vorteil daraus zu ziehen, ist meiner Erfahrung nach doch eher fragwürdig, und ich rate von einer solchen Vorgehensweise ab. Es gilt vielmehr zu klären, bei welcher Form der Investition Sie die größte Leidenschaft verspüren und welche für Ihr Unternehmen und alle Beteiligten gleichzeitig den größtmöglichen Nutzen bringt, wobei dieser auch nachgehalten werden sollte. Eine Investition nur nach dem guten Gefühl, jedoch ohne Nutzenmessung zu tätigen, ist kein werteorientiertes Handeln.

Beispiel: Investition ins Marketing

Im Jahr 2006 habe ich alle Vorbereitungen für die Gründung meines Unternehmens mmp – marketing mit pfeffer