LEGO®-Filme selbst drehen - David Pagano - ebook

LEGO®-Filme selbst drehen ebook

David Pagano

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Opis

Hast du dich jemals gefragt, wie deine LEGO-Kreationen im Kino aussehen würden? Mit diesem Buch hauchst du deinen LEGO-Modellen mit der Stop-Motion-Technik Leben ein - ganz ohne Vorkenntnisse! Folge den Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um deine erste Animation und deinen ersten Brickfilm zu gestalten. Erfahre alles über den Ablauf des Filmemachens, vom Storyboard bis zur Nachproduktion. Werde Brickfilm-Regisseur: - Erzeuge Spezialeffekte wie Explosionen oder fliegende Minifiguren - Verleihe deinen Minifigur-Schauspielern Gefühle und Lebendigkeit - Gestalte Filmsets für deine Animationen. Lasse drei Häuser wie eine ganze Stadt aussehen! - Baue in unterschiedlichen Maßstäben und bereichere deine Filme mit Raum- und Tiefenwirkung - Baue deine eigenen Smartphone-Halterungen, Kamerawagen und andere Ausrüstung - aus LEGO! - Lerne Kameras, Software und andere wichtige Animationsausstattung kennen Tauche in die Welt der bewegten Bilder ein, und entdecke LEGO auf neue Weise. Mit einem Geleitwort von Mirko Horstmann, Admin von brickboard.de, dem deutschsprachigen Brickfilm-Forum. Dieses Buch ist von der LEGO-Gruppe weder unterstützt noch autorisiert worden.

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LEGO®-Filme selbst drehen

Stop-Motion-Technik lernen und gekonnt einsetzen

David PaganoDavid Pickett

David Pagano

David Pickett

Lektorat: Gabriel Neumann

Copy-Editing: Sandra Gottmann

Übersetzung & Satz: G&U Language & Publishing Services GmbH, www.gundu.com

Herstellung: Susanne Bröckelmann

Umschlaggestaltung: Helmut Kraus, www.exclam.de nach der Originalvorlage von No Starch Press

Druck und Bindung: Schleunungdruck GmbH, Marktheidenfeld

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN:

Print    978-3-86490-434-9

PDF    978-3-96088-099-8

ePub    978-3-96088-100-1

mobi    978-3-96088-101-8

1. Auflage 2017

Copyright © 2017 dpunkt.verlag GmbH

Wieblinger Weg 17

69123 Heidelberg

Copyright © 2017 by David Pagano and David Pickett.

Title of English-language original: The LEGO Animation Book: Make Your Own LEGO Movies!, ISBN 978-1-59327-741-3, published by No Starch Press.

German-language edition copyright © 2017 by dpunkt.verlag. All rights reserved.

LEGO, das LEGO-Steine-Stecksystem und LEGO-Minifiguren sind Warenzeichen der LEGO-Gruppe.

Dieses Buch ist von der LEGO-Gruppe weder unterstützt noch autorisiert worden.

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Für Steph, einen leidenschaftlich treuen Freund. Es wird dich freuen zu hören, dass ich immer noch dabei bin!

– David

Für Bert – für deine Liebe, deine Geduld und deine Unterstützung.

– Dave

Inhaltsverzeichnis

GELEITWORT

EINLEITUNG

Der Begleitfilm

Ein Wort zur LEGO-Animation

1.   DIE GRUNDLAGEN

Was du brauchst

Schritt 1: Schnapp dir eine Kamera

Schritt 2: Richte dein Studio ein

Einen Kamerahalter bauen

Baue eine Szene auf

Schritt 3: Animiere!

Tipps für deine erste Animation

Grundlegende Kinematografie

Schritt 4: Schau dir deine Animation an

Schritt 5: Passe die Bildfrequenz an

Wie geht es weiter?

2.   MINIFIGUREN ANIMIEREN

Die Anatomie von Minifiguren

Körperhaltungen

Subtile Bewegungen

Körpersprache

Einfache Gesten

Zusammengesetzte Gesten

Übung: Gefühle zeigen

Gehen

Eine feste Grundlage

Der grundlegende Schrittzyklus

Tipps zur Animation des Schrittzyklus

Ungewöhnliche Gangarten

Gesichtsanimation

Ersetzungstechnik für Puristen

Ersetzung mit fremden Elementen

Digitale Gesichtsanimation

Springen, Fliegen und Schweben

Techniken in der Kamera

Levitation für Fortgeschrittene

Keine Angst vor Verrenkungen

Gliedmaßen aus anderen Elementen

Figuren mit eingeschränkter Beweglichkeit animieren

Üben, Beobachten und Experimentieren

3.   PRINZIPIEN DER ANIMATION

Übertreibung

Stauchen und Dehnen

Übung: Springender Ball

Zeitliche und räumliche Abstimmung

Easing

Übung: Pendelanimation

Einleiten, Weiterführen und Zurücksetzen

Bögen

Übung: Eine Minifigur springen lassen

Überlappende Bewegungen

Unterstützende Aktionen

Platzierung und Bühnenbild

Versuch und Irrtum

4.   BAUEN FÜR BRICKFILME

Stabile Sets bauen

Die Grundplatten festhalten

Feste Verbindungen herstellen

Instabile Elemente sichern

Das Set überprüfen

Bewegungen beim Bauen vorsehen

Bewegung

Elemente voneinander lösen

Vielseitigkeit durch modulare Sets

Übung: Ein Set mit einem Raum bauen

Spezialeffekte aus LEGO-Steinen

Übung: In Rauch aufgehen

Baue nur das, was die Kamera sieht

5.   VERSCHIEDENE MASSSTÄBE

Mikromaßstab

Minifigurenmaßstab

Minilandmaßstab

PaganoPuppets

Bauanleitung für eine Pagano-Puppe

Little-Guys-Maßstab

Weitere Maßstäbe

6.   DEIN HANDWERKSZEUG

Kameras

Worauf du achten musst

Smartphones und Tablets

Webcams

Digitale Kompaktkameras

Digitale Spiegelreflexkameras

Sonstige Kameras

Stative und Kamerahalter

Ein Stativ verwenden

Eine Kamerahalterung verwenden

Eine Kamerahalterung bauen

Beleuchtung

Große Lampen: Schreibtischlampen

Große Lampen: Professionelle Beleuchtungssätze

Kleine Lampen: LEGO-Produkte

Kleine Lichter: Drittanbieterprodukte

Dies und das

Mikrofone

Computer

Software- und Hardwarekompatibilität

Checkliste zur Kompatibilität

Stop-Motion-Software

Apps für Mobilgeräte

Desktop-Software

Desktop-Software: Dragonframe

Deine Animationsausrüstung

7.   DIE KREATIVE ARBEIT

Brainstorming

Was wäre, wenn – ?

Die spielerische Vorgehensweise

Die geplante Vorgehensweise

Das Drehbuch schreiben

Aufbau eines Drehbuchs

Der Drehplan

Das Storyboard

Übung: Erstelle ein Storyboard für eine Szene aus deinem Lieblingsfilm!

Animatic

Arbeitsblätter für den Überblick

8.   KINEMATOGRAFIE UND PRODUKTION

Bildformat

Bildfrequenz

Alles eine Frage der Einstellung

Einstellungsarten

Kamerabewegung

Bildgestaltung

Mehr Licht!

Es werde Licht – aber sicher!

Stimmungsbeleuchtung

Hartes und weiches Licht

Flimmern

Logische Lichtführung

Jetzt wird‘s scharf

Die Belichtung einstellen

Und … Action!

9.   POST-PRODUCTION

Ton

Verschiedene Arten von Tönen

Ton aufnehmen

Geräuscheffekte von Dritten nutzen

Schnitt

Schritt 1: Mach dich mit der Software vertraut

Schritt 2: Filmmaterial importieren

Schritt 3: Die Aufnahmen in die richtige Reihenfolge bringen

Schritt 4: Einstellungen kürzen und Überflüssiges entfernen

Schritt 5: Übergänge hinzufügen

Schritt 6: Digitale Effekte hinzufügen

Schritt 7: Vor- und Abspann hinzufügen

Schritt 8: Musik und Geräusche hinzufügen

Postproduktion für Fortgeschrittene

Compositing

Vorbereitungen zur lippensynchronen Vertonung

Digitale Gesichtsanimation

Deinen Film veröffentlichen

SCHLUSSWORT

Kritik geben und empfangen

Wie geht es weiter?

Viel Spaß!

Danksagung

INDEX

Geleitwort

Als David Pagano 2007 seinen Film »Little Guys!« vorstellte, da staunte ich nicht schlecht über die imposanten und professionell animierten Figuren. Mit seinem für Brickfilme vollkommen neuartigen Stil war »Little Guys!« ein Meilenstein. Wenige Jahre zuvor hatte ich in einem Artikel erstmals über Leute gelesen, die LEGO-Steine als Material für Animationsfilme verwenden. In einem amerikanischen Internet-Forum diskutierten schon damals Filmemacher aller Altersgruppen über die technischen und künstlerischen Aspekte dieser Kunstform. Als ich mich an die filmreifen Abenteuer erinnerte, die ich als Kind in meiner Fantasie und mit LEGO erlebt hatte, wusste ich sofort, dass ich dabei sein muss! Mit der Zeit wurde die Gemeinschaft der Brickfilmer immer größer. Dabei entstand im deutschsprachigen Raum eine beachtenswerte Szene: Auf www.brickboard.de entwickelte sich ein eigenes Forum, und die besten Filme werden jedes Jahr auf der »Steinerei«, dem Brickfilm-Festival, in wechselnden Städten gekürt.

Obwohl die Brickfilm-Technik keine Geheimwissenschaft ist und du im Internet Erfahrungen austauschen kannst, ist es mühsam, sich die Grundlagen des Animationsfilms selbst zu erarbeiten. Umso mehr freue ich mich für dich und die nächste Generation angehender Brickfilmer, dass dieses Buch für dich zur Verfügung steht. Aber auch geübte LEGO-Regisseure lernen hier dazu und erfahren alles über die »PaganoPuppets«, mit denen die Autoren selbst Brickfilm-Geschichte schrieben.

Mirko HorstmannAdmin von www.brickboard.de

Einleitung

Du stehst kurz davor, in die Welt der LEGO-Animation und des Filmemachens einzusteigen. Von hier an wird es immer merkwürdiger werden – und immer mehr Spaß machen!

Wir wollten das definitive Lehrbuch für Menschen aller Altersstufen und Erfahrungen schreiben, vom achtjährigen YouTuber bis zum 45-jährigen AFOL (»Adult Fan Of LEGO«, also erwachsener LEGO-Fan) und darüber hinaus. Wir haben das Buch so aufgebaut, dass du es nicht unbedingt in einem Rutsch von vorn nach hinten lesen sollst. Allerdings würde es uns freuen, wenn du das tun würdest.

Wenn LEGO-Animation etwas ganz Neues für dich ist, solltest du wirklich mit Kapitel 1 anfangen, das einige Grundprinzipien vorstellt, mit denen du deine ersten Schritte machen kannst. Bist du dagegen schon ein engagierter Hobby-LEGO-Animator, dann bist du wahrscheinlich eher auf der Suche nach Kapiteln über bestimmte Fähigkeiten, die du verbessern möchtest. Blättere das Buch durch, überspringe einzelne Abschnitte, lies es im Kopfstand. Wir sind dir nicht böse.

Wenn du zwischendurch das Gefühl bekommst, dass du die Lektüre unterbrechen und mit der Animation anfangen solltest, dann mach das. Keine schriftliche Erklärung kann praktische Erfahrung ersetzen. Wir warten hier, bis du uns wieder brauchst.

Aber vielleicht fragst du dich jetzt, wer »wir sind«. Auf der folgenden Seite wollen wir uns vorstellen!

Dieses Buch kannst du so nutzen, wie es dir am besten passt. Allerdings raten wir davon ab, es zu essen.

David Pagano

Geboren: 1985

Zweiter Vorname: Michael

Brillenträger: Ja

Bart: Meistens

Erste LEGO-Animation: 1995

Bevorzugt mit LEGO gebaute Spezialeffekte gegenüber Computeranimation: Immer

Platzierung im LEGO-Animationswettbewerb »Built by Me« bei den Nicktoons 2008: Zweiter Platz (geteilt)

Hi! Ich bin David Pagano, die eine Hälfte des Autorenduos hinter diesem Buch. Ich leite das Studio Paganomotion, in dem mein Team und ich Stop-Motion-Kurzfilme, Werbespots und Musikvideos drehen. Seit 2007 haben wir Dutzende von LEGO-Animationen gedreht, die auf LEGO.com, YouTube, Disney XD und Nickelodeon und ca. zwei Sekunden lang auch beim Höhepunkt des Films The LEGO Movie zu sehen sind. Vielleicht kennst du auch einige meiner eigenen Filme wie Little Guys! oder Playback (in denen ich die großmaßstäblichen Figuren aus Kapitel 5 eingeführt habe).

David Pickett

Geboren: 1985

Zweiter Vorname: Michael

Brillenträger: Ja

Bart: Selten

Erste LEGO-Animation: 1998

Bevorzugt mit LEGO gebaute Spezialeffekte gegenüber Computeranimation: Immer

Platzierung im LEGO-Animationswettbewerb »Built by Me« bei den Nicktoons 2008: Zweiter Platz (geteilt)

Hallo! Ich bin David Pickett, und ich bin ganz aufgeregt, dass ich dir etwas über Animation beibringen kann! Ich bin ein autodidaktischer Animator ohne formale Ausbildung, aber das hat mich nicht daran gehindert, preisgekrönte LEGO-Animationen wie Nightly News at Nine, Metamorphosis und Choose Your Own Storyline: The Fight for Paradise Hills zu drehen. Am bekanntesten ist mein YouTube-Kanal BRICK 101, in dem ich alle meine Animationen, eigenen Modelle und Rezensionen zu LEGO-Kästen veröffentliche.

Die Stars von The Magic Picnic: Anna, Matt und Shaun (der Picknickkorb)

Der Begleitfilm

Es gibt noch zwei weitere wichtige Personen, die du kennenlernen musst, nämlich Anna und Matt. Sie sind hier, um die Techniken der LEGO-Animation zu veranschaulichen. Aber sie sind mehr als nur zwei hübsche Gesichter – sie sind gleichzeitig auch die Hauptfiguren eines Kurzfilms, den wir für dieses Buch produziert haben: The Magic Picnic.

Praktisch jede einzelne Einstellung in diesem Film führt ein wichtiges Prinzip der LEGO-Animation oder eine Idee vor (wobei einige ziemlich einfach sind; wir fanden sie einfach nur cool). Du kannst dir den Film ansehen, bevor du das Buch liest, um die Geschichte zu genießen und dir zeigen zu lassen, was mit LEGO-Animation alles möglich ist. Später kannst du dir den Film dann mit deinen neu erworbenen Kenntnissen erneut anschauen, um zu sehen, wie die Vorgehensweisen, die wir in diesem Buch besprochen haben, auf dem Bildschirm aussehen.

Den Film The Magic Picnic findest du auf der Begleitwebsite zu diesem Buch auf https://www.nostarch.com/legoanimation/.

Ein Wort zur LEGO-Animation

Wenn wir über LEGO-Animation oder Brickfilme reden, dann meinen wir damit etwas ganz Bestimmtes, nämlich Stop-Motion-Animationsfilme, die mithilfe von LEGO-Elementen hergestellt wurden.

Die Stop-Motion-Animationstechnik ist fast so alt wie das Kino selbst. Dabei werden viele Einzelbilder eines Objekts aufgenommen. Der Animator bewegt das Objekt nach der Aufnahme jedes Bilds ein kleines Stück. Wenn die Bilder anschließend in rascher Folge nacheinander betrachtet werden, ergibt sich die Illusion einer Bewegung (ähnlich wie bei einem Daumenkino).

Eine Stop-Motion-Bildfolge. Beachte die winzigen Änderungen, die zwischen den einzelnen Bildern vorgenommen wurden.

Die LEGO-Animation ist ein Medium (wie Realfilm, Fotografie, Malerei oder Schriftstellerei), kein Genre (wie Komödie, Drama, Action- oder Liebesfilm). Es gibt alle möglichen Arten von Brickfilmen – Geschichten, Musikvideos, Werbespots, Lehrvideos usw. Es gibt aber auch einige Dinge, die wir nicht meinen, wenn wir »LEGO-Animation« sagen: computergenerierte Animationen von LEGO-Steinen und -Figuren oder Realfilme von LEGOModellen, die von Menschen bewegt werden.

Mit den Begriffen Animator oder Brickfilmer bezeichnen wir alle Personen, die LEGO-Animationen herstellen. LEGO-Filmemacher sind heutzutage Kinder und Erwachsene, Jungs und Mädchen, Eltern, Lehrer, Studenten usw. Vielleicht hältst du dich selbst noch nicht für einen Animator oder Filmemacher, aber unser Ziel besteht darin, das zu ändern. Fangen wir also an!

Jeder kann ein LEGO-Animator sein!

1 Die Grundlagen

LEGO-Animation lässt leblose Objekte aus Plastik zum Leben erwachen! Wenn dies dein erster Vorstoß in die Welt der Brickfilme ist, dann heißen wir dich herzlich willkommen! In diesem Kapitel lernst du die grundlegenden Fähigkeiten, die du für eine erste Animation benötigst. Die anderen Kapitel bauen hierauf auf und helfen dir, ein richtiger Animationsprofi zu werden!

Was du brauchst

Da Digitalkameras von Jahr zu Jahr billiger und leistungsfähiger werden, ist es nicht schwer, die erforderliche Hardware zum Drehen von Brickfilmen zu beschaffen. Es ist nicht nötig, viel Geld für eine ausgefeilte Ausrüstung auszugeben. Praktisch alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich ohnehin schon im Haus.

Für die LEGO-Animation kannst du eine beliebige Kamera verwenden. Für Anfänger ist ein Smartphone die einfachste Möglichkeit.

Schritt 1:Schnapp dir eine Kamera

Das wichtigste Werkzeug, um die von dir gestalteten Welten aufzunehmen, ist die Kamera. Für deine ersten Animationen verwendest du am besten ein Smartphone oder ein Tablet mit der App Stop Motion Studio von Cateater (erhältlich für iOS-, Android- und Windows-Geräte). Wenn du die technische Ausrüstung möglichst einfach hältst, kannst du dich besser auf das konzentrieren, was Spaß macht: nämlich die Animation.

Hast du kein Smartphone, so kannst du jede beliebige andere Kamera nehmen, deren Handhabung dir liegt. Das kann eine einfache Kompaktkamera, eine anspruchsvolle digitale Spiegelreflexkamera oder sogar eine Webcam sein. Solange die Kamera Bilder aufnehmen kann, kannst du damit auch Animationen erstellen. Eine ausführlichere Besprechung der verschiedenen Arten von Kameras findest du in Kapitel 6.

Falls du eine brandneue Kamera verwendest, mit der du dich noch nicht vertraut gemacht hast, solltest du die Bedienungsanleitung lesen oder dir Online-Tutorials ansehen, um die Grundfunktionen beherrschen zu lernen. Wer viel Ehrgeiz hat, kann auch einen Fotografiekurs besuchen.

Platziere deine Animationsbühne in der Nähe einer Wand, gegen die du Hintergründe lehnen kannst.

Schritt 2:Richte dein Studio ein

Als Nächstes richtest du dein Animationsstudio ein. Suche dir eine flache, stabile Oberfläche aus, auf der du bequem arbeiten kannst. Ein normaler Tisch oder Schreibtisch ist ideal geeignet. Dies ist deine Animationsbühne.

Stelle deine Animationsbühne dort auf, wo sie nicht im Wege ist, am besten in einem Raum mit möglichst wenigen Fenstern und mit einer Tür, die du abschließen kannst. Die Stop-Motion-Animation ist eine sehr empfindliche Angelegenheit, die man lieber nicht in einem Raum mit regem Durchgangsverkehr ausführt. Achte auch darauf, dass genügend Steckdosen in Reichweite sind, um deine Lampen, deine Kamera, deinen Computer usw. anzuschließen.

Wenn du alles eingerichtet hast, mach es dir gemütlich – denn du wirst dich immer für sehr lange Zeiträume an diesem Platz aufhalten.

Es sollte möglich sein, schon im Licht der Deckenlampen brauchbare Bilder aufzunehmen. Wenn du über zwei Schreibtischlampen verfügst, kannst du sie ebenfalls hinzunehmen. Du solltest die Beleuchtung so gut steuern können wie möglich.

Stelle die Kamera so auf, dass sie etwa auf gleicher Höhe ist wie die Animationsbühne. Das kannst du mithilfe eines Stativs oder eines Kamerahalters erreichen (mehr dazu in Kapitel 6). Hast du so etwas nicht? Dann bau dir einfach deinen eigenen Kamerahalter aus LEGO-Steinen! (Woraus auch sonst?)

Sei vorsichtig mit den Lampen, denn sie können ziemlich heiß werden. Bitte einen Erwachsenen um Hilfe. (Wenn du ein Erwachsener bist, bitte dich selbst um Hilfe.)

Einen Kamerahalter bauen

Nimm dir eine Grundplatte und eine Handvoll Steine. (Die Farbe ist ganz egal.)

Stelle die Kamera auf die Grundplatte.

Baue eine Konstruktion um die Kamera auf, um sie an Ort und Stelle festzuhalten. Achte darauf, dass du die Bedienelemente und das Objektiv nicht zubaust!

Befestige die Grundplatte anschließend mit Klemmen oder Kreppband auf deiner Animationsbühne.

Bau deinen Kamerahalter nicht komplizierter als nötig!

Baue eine Szene auf

Jetzt kommen wir zu dem unterhaltsamen Teil: Baue deine erste Szene auf! Fantasie ist eine der wichtigsten Gaben eines Animators. Vielleicht hast du schon alle möglichen verrückten Ideen für Dinge, die du gern animieren möchtest. Für deine erste Animation empfehlen wir dir jedoch, die Sache einfach zu halten. Je mehr in einer Szene passiert, umso mehr Zeit brauchst du für die Animation. Anstatt dich gleich an eine Schlacht epischer Breite zwischen Dutzenden von Robotern und Cheerleaderinnen zu wagen, solltest du dich zunächst auf einen Roboter und eine Cheer leaderin beschränken, die einige einfache Dinge tun.

Mehr Figuren bedeuten mehr Arbeit. Fange klein an und arbeite dich hoch.

Auch den Hintergrund deiner ersten Animation solltest du möglichst einfach halten. Beispielsweise kannst du eine einfache Grundplatte vor einem Stück Tonkarton oder einem offiziellen LEGO-Modell verwenden.

Wenn du die Szene eingerichtet hast, musst du alles fixieren, was sich nicht bewegen soll (den Kamerahalter, das Set usw.). Dazu kannst du Klemmen, Kreppband oder Kitt verwenden. Jetzt bist du bereit, mit der Animation anzufangen!

Für den Himmel in The Magic Picnichaben wir einen Bogen himmelblauen Tonkarton im Format 50 cm x 75 cm verwendet.

Schritt 3: Animiere!

Damit kommen wir endlich zu dem, worauf du gewartet hast, nämlich zur Animation! Arrangiere deine Figuren (oder was immer du animieren möchtest) vor der Kamera und nimm ein Bild auf. Bewege die Figur ein kleines bisschen und nimm ein weiteres Bild auf. Wiederhole diese Schritte, bis du alle gewünschten Bewegungen erledigt hast.

Tipps für deine erste Animation

Überlege dir, was deine Figuren tun sollen, bevor du mit der Animation beginnst. Was ist die Ausgangslage, wie sieht der Endzustand aus? Wie kommen die Figuren von hier nach dort?

Mach dir keine Sorgen darüber, wie klein die Bewegungen zwischen den einzelnen Bildern ausfallen sollten. Gestalte sie zunächst so klein oder groß, wie du es für richtig hältst. Du kannst die Einzelheiten später anpassen, um das Endprodukt zu verbessern.

Pass auf, dass du nicht versehentlich gegen die Animationsbühne, die Kamera oder das Set stößt. Das kann zu unerwarteten Ergebnissen führen.

Wenn du das Gefühl hast, dass dir die Animation schwerer fällt, als du es gerne hättest, mach dir keine Sorgen darüber. In Kapitel 2 sehen wir uns genauer an, wie du LEGO-Minifiguren animierst, und in Kapitel 3 stellen wir einige Grundprinzipien für die Animation von praktisch allem vor.

Um in Stop Motion Studio ein Bild aufzunehmen, musst du nur auf die große, rote Taste drücken. Keine Angst – das ist nicht die Selbstvernichtung!

Grundlegende Kinematografie

Die folgenden Tipps helfen dir, gute Fotos aufzunehmen!

Komponiere die Einstellung. (Sorge dafür, dass sich das Motiv richtig im Bildausschnitt befindet, und halte deine Finger heraus!)

Stelle den Fokus ein (damit nicht alles verschwimmt).

Stelle die Belichtung ein. (Es werde Licht!)

Sehen deine Fotos aus wie diese versemmelten Aufnahmen? Wenn ja, dann musst du noch etwas Zeit aufwenden, um zu lernen, wie du deine Kamera richtig bedienst. (Weitere Tipps dazu erhältst du in Kapitel 8.)

Um dir deine Animation in Stop Motion Studio anzusehen, musst du lediglich auf das weiße Dreieck drücken.

Schritt 4: Schau dir deine Animation an

Nun ist es Zeit, dich zurückzulehnen und die Früchte deiner Arbeit zu genießen. Nachdem du alle Bilder aufgenommen hast, musst du sie in einen Film umwandeln.

Wenn du Stop Motion Studio oder eine ähnliche App verwendest, kannst du einfach auf eine Schaltfläche drücken, um dir deine Animation anzusehen. Das ist eine großartige Möglichkeit, um dir deinen Fortschritt bei der Animation anzusehen und dich zu vergewissern, dass sich deine Figuren auch wirklich so bewegen, wie du es beabsichtigt hast. Wenn du mit dem Endprodukt zufrieden bist, kannst du die Videodatei exportieren oder direkt zu einer Videoplattform wie YouTube hochladen.

Verwendest du dagegen eine Kamera ohne Stop-Motion- Software, musst du die Bilder auf einen Computer übertragen und dort mithilfe von Videoschnittsoftware zu einem Film zusammenstellten. Mehr über den Filmschnitt erfährst du in Kapitel 9.

Schritt 5: Passe die Bildfrequenz an

Wenn du dir deine Animation anschaust, achte darauf, ob sich die Figuren mit der richtigen Geschwindigkeit bewegen. Durch Änderung der Bildfrequenz kannst du dafür sorgen, dass sie langsamer oder schneller agieren. Die Bildfrequenz gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde angezeigt werden. Gewöhnlich wird sie in fps