Italienische Grammatik für Dummies - Rita Linhart - ebook

Italienische Grammatik für Dummies ebook

Rita Linhart

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Opis

Steht der nächste Test an, haben Sie italienische Kollegen, mit denen Sie sich austauschen wollen, oder möchten Sie in Ihrem Italienurlaub mehr als einfach nur "Grazie" sagen können? Grammatik ist nicht jedermanns Sache und die italienische Grammatik macht es einem auch nicht immer leicht. Rita Linhart kennt die Nöte der Lernenden und die Fallen der italienischen Grammatik, in die sie häufig hineintappen. Leicht verständlich, mit einer Prise Humor und anhand vieler Beispiele und Informationen zu Land und Leuten erklärt sie alles über Artikel und Pronomen, Adjektive und Adverbien, Fragestellung und Verneinung, die Zeiten und die Satzstellung. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es Übungen, die das Gelernte noch einmal wiederholen. Tabellen der wichtigsten italienischen Verben bieten ganz Eiligen alle Konjugationen auf einen Blick. So sind Sie für den nächsten Test gerüstet, können mit Ihren italienischen Kollegen über zukünftige Projekte sprechen oder einfach nur unbeschwert im Italienurlaub parlieren.

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Bibliografische Informationder Deutschen Nationalbibliothek

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1. Auflage 2015

©© 2015 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim

All rights reserved including the right of reproduction in whole or in part in any form.

Alle Rechte vorbehalten inklusive des Rechtes auf Reproduktion im Ganzen oder in Teilen und in jeglicher Form.

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Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autorin und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.

Print ISBN: 978-3-527-70858-1

Coverfoto: istock.com / atakan

Korrektur: Frauke Wilkens, München

Satz: SPi Global, Chennai

Inhaltsverzeichnis

Über die Autorin

Danksagung

Einführung

Über dieses Buch

Konventionen in diesem Buch

Törichte Annahmen über den Leser

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Teil I: Das Hauptwort und seine Begleiter: »Una storia importante«

Teil II: Verben: »Volare oh oh oh oh«

Teil III: Kleine Wörter, große Wirkung: »Così piccola e fragile«

Teil IV: Der Top-Ten-Teil

Teil V: Anhang

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Wie es weitergeht

Teil I Das Hauptwort und seine Begleiter: »Una storia importante«

Kapitel 1 Substantive: »Parole, parole«

Geschenkt – einige Wortschätze

Einzahl und Mehrzahl – »ciao bella« oder »ciao belle«

Die Grundregeln des Singulars

Die Grundregeln des Plurals

Aussprache – zischen oder nicht zischen, das ist hier die Frage

Nicht zischen

Zischen

Das rollende »r«

Betonung – Blumento-Pferde oder Blumentopf-Erde

Betonung auf der vorletzten Silbe

Betonung auf der drittletzten Silbe

Betonung auf der viertletzten Silbe

Betonung auf der letzten Silbe

Orthografie – »pene« oder »penne all’arrabbiata«

Zeichensetzung – Komma-Ta-Ta

Sag doch mal was auf Italienisch

Übung zu Kapitel 1

Kapitel 2 Artikel – treue Begleiter

Artikel in der Einzahl – »Io prendo il pesce«

Das Hauptwort und der bestimmte Artikel

Begleiter männlicher Substantive

Die Begleiter weiblicher Substantive

Der unbestimmte Artikel

Artikel in der Mehrzahl – »Io prendo i calamari«

Variationen bei den Endungen der Substantive im Plural

Zischlaute bei der Pluralbildung – erwünscht oder unerwünscht?

Zwei Pluralformen, zwei unterschiedliche Bedeutungen

Weitere unregelmäßige Pluralformen beim Substantiv

Der bestimmte Artikel in der Praxis

Der Teilungsartikel – »Io prendo delle patate fritte«

Die Anwendung des Teilungsartikels

Übung zu Kapitel 2

Kapitel 3 Adjektive und Adverbien: Schmuckes Beiwerk

Adjektive – »Bello e impossibile«

Die Übereinstimmung des Adjektivs mit dem Substantiv

Angabe der Staatsangehörigkeit

Unveränderliche Adjektive

Die Stellung der Adjektive

Sonderformen des Plurals

Steigerungsformen des Adjektivs – »Più bella cosa non c’è«

Das Adverb – »Impossibilmente bello«

Bildung von Adverbien

Ursprüngliche Adverbien

Steigerungsformen der Adverbien

Übung zu Kapitel 3

Teil II Verben – »Volare oh oh cantare oh …«

Kapitel 4 Gegenwart: »Ti amo«

Regelmäßige Verben

»amare« – Verben auf »-are«

»vivere« – Verben auf »-ere«

»dormire« – Verben auf »-ire«

»capire« – Verben auf »-ire« mit Stammerweiterung

Unregelmäßige Verben

Komplett unregelmäßig

Leicht unregelmäßige Verben

Übung zu Kapitel 4

Kapitel 5 Spezialfälle: »Ci vuole un fisico bestiale«

Reflexive Verben

Reflexive Verben auf »-arsi« – sich nennen

Reflexive Verben auf »-ersi« – sich warm anziehen

Reflexive Verben auf »-irsi« – sich köstlich amüsieren

Reflexive Verben mit Anhängsel – »andarsene«

Modalverben – man muss müssen können

»dovere« – müssen, sollen

»potere« – können, dürfen

»volere« – wollen

Modalverb und reflexives Verb

Basta – unpersönliche Verben

»Si«-Konstruktion – man oder frau

»si« und »si« – der Sissi-Effekt

»si« und »essere« – man ist

»vendesi« – Zeitungsjargon

»basta« – es reicht

»ci vuole« – man braucht

»bisogna« – man muss

»conviene« – es ist angebracht, man muss, es lohnt sich

Weitere unpersönliche Verben

Übung zu Kapitel 5

Kapitel 6 Vergangenheit – »C’era una volta una gatta«

Perfekt – für Giovanni Trapattoni

Verben mit regelmäßiger Partizipbildung

Verben mit unregelmäßiger Partizipbildung

Verben mit unregelmäßigem Hilfsverb

Verben mit zwei Hilfsverben

Reflexive Verben im Perfekt

Unpersönliche Verben im Perfekt

Modalverben im Perfekt

Modalverben und reflexive Verben im Perfekt

Das Imperfekt – für Francesco de Gregori

Perfekt oder Imperfekt – für Aktion und Deko

Das Revier des Perfekts

Das Revier des Imperfekts

Historisches Perfekt – für Literaten und Leseratten

Regelmäßige Formen

Unregelmäßige Formen

Plusquamperfekt – für Schnee von gestern

Historisches Plusquamperfekt – für Schnee von vorgestern

Übung zu Kapitel 6

Kapitel 7 Zukunft – »Che sarà?«

Futur I – nicht nur für Künftiges

Regelmäßige Verbformen

Unregelmäßige Verbformen

»Stare per«: Die etwas andere Zukunft

Futur II – für (leere) Versprechungen

Futur I und Futur II – für die strengsten Eltern Italiens

Übung zu Kapitel 7

Kapitel 8 Möglichkeitsform – hätte, hätte, Fahrradkette

Konditional I – für Wünsche und höfliche Bitten

Regelmäßige Verbformen auf »-are«

Regelmäßige Verbformen auf »-ere«

Regelmäßige Verbformen auf »-ire«

Unregelmäßige Verbformen

Konditional II – für ausgeträumte Träume

Wenn-Sätze – für irreale Vorstellungen in der Gegenwart

Wenn-Sätze – für irreale Vorstellungen in der Vergangenheit

Übung zu Kapitel 8

Kapitel 9 Befehlsform: »Va’ pensiero«

Der Aufmarsch der Imperatoren: Regelmäßige Formen

Verben auf »-are«

Verben auf »-ere«

Verben auf »-ire«

Verben auf »-ire« mit Stammerweiterung

Die Imperatoren in Reih und Glied

Der Imperativ in der Du-Form

Der Imperativ in der Sie-Form Einzahl

Der Imperativ in der Wir-Form

Der Imperativ in der Ihr-Form

Der Imperativ in der Sie-Form im Plural

Die Imperatoren und ihr Gefolge

Der Imperativ mit dem Akkusativpronomen

Der Imperativ mit dem Dativpronomen

Der Imperativ mit »ci« und »ne«

Der Imperativ mit Dativ- und Akkusativpronomen

Der Imperativ reflexiver Verben

Übung zu Kapitel 9

Kapitel 10 Das Gerundium macht Sätze rund

Verlaufsform – ich koche gerade

Verlaufsform in der Gegenwart: Gerade eben in diesem Moment

Verlaufsform in der Vergangenheit: Gerade eben vorbei

Elegante Formulierungen – (Ge)rund(i)um »bella figura«

Satzteile elegant ausdrücken

Nebensätze verkürzen

Zwei Hauptsätze verbinden

Das Gerundium in der Vergangenheit

Übung zu Kapitel 10

Kapitel 11 Passiv – nicht schön, aber sehr erbaulich

Das Passiv in einfachen Zeiten

Präsens: Das Kolosseum wird/ist restauriert

Imperfekt: Das Kolosseum wurde/war restauriert

Passato remoto: Das Kolosseum wurde/war restauriert

Futur I: Das Kolosseum wird restauriert werden/sein

Konditional I: Das Kolosseum würde restauriert werden / wäre restauriert

Passiv in zusammengesetzten Zeiten

Perfekt: Das Kolosseum ist restauriert worden

Plusquamperfekt: Das Kolosseum war restauriert worden

Futur II: Das Kolosseum wird restauriert worden sein

Konditional II: Das Kolosseum wäre restauriert worden

Verkürzte Form des Passivs

Verkürzung von Nebensätzen – nach der Restaurierung des Kolosseums

Verkürzung von Relativsätzen – das Kolosseum, 2006 restauriert

Wiedergabe des Urhebers

Passiv mit »andare«

Passiv mit »andare« im Präsens: Das Kolosseum muss restauriert werden Passiv mit »andare« im Imperfekt: Das Kolosseum musste restauriert werden

Passiv mit »andare« im Futur I: Das Kolosseum wird restauriert werden müssen

Passiv mit »andare« im Konditional I: Das Kolosseum müsste restauriert werden

Aktiv statt Passiv

Aktiv mit unbekanntem Subjekt: Sie haben das Kolosseum restauriert Aktiv mit der Man-Form: Man hat das Kolosseum restauriert

Übung zu Kapitel 11

Teil III Kleine Wörter, große Wirkung: »Così piccola e fragile«

Kapitel 12 Pronomen: Kleine Stellvertreter

Possessivpronomen – mein Haus, mein Auto, mein Boot

Possessivpronomen ohne Artikel

Possessivpronomen mit dem bestimmten Artikel

Possessivpronomen mit unbestimmtem Artikel und weitere Sonderfälle

Demonstrativpronomen – das da!

»quello« – nicht in Reichweite

»questo« – in Reichweite

»ciò« – nichts zum Greifen

Indefinitpronomen – Platzhalter für Unbestimmtes

Nicht ohne mein Substantiv

Immer allein unterwegs

Mal mit, mal ohne Begleitung

Interrogativpronomen – wer, wie, was?

Relativpronomen – wer suchet, der findet

»che« – unveränderlich

»cui« – nach Präpositionen

»il quale« – veränderlich

»il che« – der Sachverhalt

Relativpronomen und Demonstrativpronomen

Personalpronomen – Platzhalter für Personen

Nominativpronomen: Wer oder was?

Dativpronomen: Wem?

Akkusativpronomen: Wen oder was?

Dativ- und Akkusativpronomen: Gib es ihm!

Reflexivpronomen: Ich mich auch

Übung zu Kapitel 12

Kapitel 13 Präpositionen: In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

»a« – »a casa, alla bolognese, ai funghi«

Ortsangaben querbeet

Zeitangaben querbeet

Weitere Angaben

»da« – »da Roma a Napoli«

Ortsangaben querbeet

Zeitangaben querbeet

Weitere Anwendungsbereiche

»di« – »vino rosso di Montalcino«

Zeitangaben querbeet

Weitere Einsatzbereiche der Präposition »di«

»in« – »in Via Appia«

Orts- und Richtungsangaben

Zeitangaben querbeet

Weitere Angaben

»su« – »una festa sui prati«

»per« – »per Elisa«

Ortsangaben querbeet

Zeitangaben querbeet

Weitere Angaben

»con« – »con te partirò«

»fra / tra / fa« – »detto tra noi«

Übung zu Kapitel 13

Kapitel 14 Konjunktionen: Geschmeidiger Übergang

Bindewörter für zwei Hauptsätze

Bindewörter für Aneinanderreihungen

Bindewörter für Verneinungen

Bindewörter für Unterscheidungen

Bindewörter für nähere Erklärungen

Bindewörter für Schlussfolgerungen

Bindewörter für Gegensätze

Bindewörter für Mehrteiler

Bindewörter für Haupt- und Nebensatz

Bindewörter für Zeitangaben

Bindewörter für Gegensätze

Bindewörter für Begründungen

Bindewörter für »Obwohl«-Sätze

Bindewörter für Schlussfolgerungen

Bindewörter für Bedingungen

Das Bindewort »che«

Übung zu Kapitel 14

Kapitel 15 Klein und gemein

Präfixe und Suffixe – fix davor und fix dahinter

Präfixe – fix davor

Suffixe – fix dahinter

Auf der Lauer – falsche Freunde

Kosenamen und Komplimente

Übung zu Kapitel 15

Teil IV Der Top-Ten-Teil

Kapitel 16 Die zehn häufigsten Fehler und Fallen im Italienischen

Kapitel 17 Die zehn wichtigsten Grammatikregeln

Anhang A

Anhang B

Zahlen und Maße auf einen Blick

Anhang C

Verbtabellen

Regelmäßige Verben

Unregelmäßige Verben

Stichwortverzeichnis

Orientierungspunkte

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Über die Autorin

Rita Linhart hat Sprachwissenschaften mit Schwerpunkt Italienisch in Mainz/Germersheim und an der Universität Rom studiert. Im Anschluss daran arbeitete sie als Übersetzerin und Dolmetscherin. Nach sechs Jahren machte sie sich selbstständig und gründete ein Übersetzungsbüro in Aschaffenburg. Die freie Zeiteinteilung ermöglichte es ihr, Sprachkurse in der Erwachsenenbildung und in Firmen zu geben, als Reiseleiterin zu arbeiten und sich der Malerei zu widmen. Dem folgte ein Lehrauftrag an der Hochschule Aschaffenburg, wo sie seit über zwölf Jahren als Dozentin für Italienisch arbeitet.

Der Wunsch, sich auszudrücken, Wissen unterhaltsam zu vermitteln, ihren Ideen und ihrer Kreativität Raum zu geben, steht im Mittelpunkt ihres Lebens. Im Unterricht, in ihren Bildern und Büchern findet sie dazu reichlich Gelegenheit und die Freude am Schaffen und Erschaffen gibt ihr immer wieder Schwung für neue Projekte.

Danksagung

Mein herzlichster Dank geht an meine Lektorin Inken Bohn. Sie hat mir bei unserer Zusammenarbeit stets den Rücken gestärkt. Danke, dass ich dieses Buch schreiben durfte.

Ein dickes Dankeschön geht auch an meine Schüler und Studenten. Sie haben mir im Laufe der Jahre unmissverständlich gezeigt, wie meine Erklärungen und Anekdoten bei der Zielgruppe ankommen. Ihr Gähnen oder Lachen hat mich stets auf die richtige Spur gebracht.

Ein herzliches mille grazie geht an Mara Staffilani und Frauke Wilkens für den sprachlichen Feinschliff.

Einführung

»Es gibt nur eine Sprache, die Sprache der Herzen« lautet ein Zitat von Sathya Sai Baba, einem indischen Guru. Italienisch ist so eine Sprache der Herzen. Wunderschön in Klang und Satzmelodie erobert sie im Sturm die Herzen vieler Sprachenliebhaber und belegt Platz 4 im Ranking der weltweit am meisten gelernten Fremdsprachen, nach Englisch, Spanisch und Französisch.

Auch die Muttersprachler machen es Ihnen leicht, Spaß und Freude am Lernen zu haben. Wenn Sie in Italien Ihre ersten Sprachkenntnisse an den Mann oder die Frau bringen, werden Sie sofort mit Komplimenten überhäuft werden: Ma Lei parla perfettamente l’italiano, complimenti! (Aber Sie sprechen ja perfekt Italienisch, mein Kompliment!) Dabei haben Sie nur den einen zuvor einstudierten Satz von sich gegeben. Das ist das Schöne an den Italienern, dass sie nicht die Nase rümpfen, wenn es nicht ganz perfekt ist.

Sie können im Italienischen eigentlich gar keine Fehler machen. Das Dümmste wäre, nicht den Mut zu haben zu reden und abzuwarten, bis man fehlerlos sprechen kann. Ein aussichtsloses Unterfangen. Wecken Sie den Italiener beziehungsweise die Italienerin in sich und plappern Sie munter drauflos! Jedes italienische Wort, das über Ihre Lippen kommt, und jeder Satz, den Sie formulieren, werden von den Einheimischen mit Begeisterung aufgenommen werden. Kein Italiener wird Sie schief ansehen, wenn Sie eine Endung nicht angleichen, sondern Sie bewundern, dass Sie eine Sprache erlernen, die (bis auf wenige Ausnahmen) nur in Italien gesprochen wird und in der Regel keine Schulsprache ist.

Selbst im Infinitiv (ich haben Hunger) oder Tarzan-Italienisch (ich Robert, du Mario) können Sie das Herz Ihres Gegenübers im Sturm erobern, was Ihnen selbst mit dem besten Oxford-Englisch nie gelingen würde.

Fehler beziehungsweise Fettnäpfe sind eher auf dem kulinarischen Parkett aufgestellt und auch im Kleiderschrank lauern ein paar Todsünden. Hier läuft man Gefahr, brutta figura (schlechter Eindruck) zu machen. Und das ist für Italiener das Schlimmste überhaupt. Um Sie davor zu bewahren, habe ich meine Ausführungen zur italienischen Grammatik immer wieder mit Tipps, Anekdoten aus Italien und Hinweisen zu typisch italienischen Gepflogenheiten ergänzt. Damit werden Sie in Italien immer und überall nicht nur grammatikalisch bella figura (guten Eindruck) machen. Dabei habe ich Ihnen alles verraten, was ich in dreißig Jahren gelebte Italienliebe gelernt, beobachtet und am eigenen Leib erfahren habe.

Fare bella figura ist ein zentral wichtiges Thema in Italien. Es bezieht sich nicht unbedingt auf die Figur einer Person, sondern man kann diesen Ausdruck auch folgendermaßen interpretieren: einen guten Eindruck machen, gut dastehen, ein gepflegtes Äußeres haben, Umgangsformen haben, gut gekleidet sein und auch den anderen gut dastehen lassen, ihn nicht bloßstellen oder in Verlegenheit bringen. Großzügig sein (nicht getrennt zahlen), Geduld haben (nicht drängeln), Aggressionen unterdrücken (nicht laut werden) und auch Niederlagen stilvoll wegstecken (Fußballweltmeisterschaft), das sind die Grundregeln des Benehmens in Bella Italia.

Über dieses Buch

Grammatik … das klingt für manche wie eingeschlafene Füße. Aber nur, wenn man die Grammatik isoliert betrachtet. Isoliert vom Rest der italienischen Sprache, isoliert vom Rest des italienischen Lebens. Deshalb handelt es sich bei diesem Buch um eine ganzheitliche Grammatik, die Ihnen nicht nur das Konjugieren lehrt, sondern viele weitere Aspekte Italiens einbezieht. Geholfen dabei hat mir Mario Rossi, das italienische Pendant zu Max Mustermann in Deutschland. Mithilfe seiner Familie möchte ich Sie unterhalten und durch alle Grammatikregeln führen. Manchmal sind sie ein wenig stereotyp, Mario und Marina Rossi mit ihren Kindern Edoardo, Lisa, Gianluca sowie Oma Romina. Doch sie helfen, die Italiener zu verstehen. Und darum geht es ja. Aus diesem Grund geht es in diesem Buch nicht nur um Grammatik, sondern auch darum, einen Einblick in den italienischen Alltag zu bekommen. Ich wünsche Ihnen buona lettura (gute Lektüre)!

Konventionen in diesem Buch

Sie werden sich in Italienische Grammatik für Dummies schnell zurechtfinden, denn es gibt in diesem Buch immer wiederkehrende Elemente. Dazu gehören unter anderem:

Nach allen italienischen Begriffen folgt die deutsche Übersetzung in Klammern oder unmittelbar im Textzusammenhang.

Wörtern, die erfahrungsgemäß nicht richtig ausgesprochen oder betont werden, folgt die Lautschrift. Die zu betonende Silbe ist unterstrichen.

Eingestreut in den Fließtext sind Symbole. Hier erfahren Sie sowohl grammatikalische Ausnahmen als auch weitere Informationen über Italien.

Zu jedem Kapitel gibt es eine Übung, deren Lösung Sie im Anhang finden.

Törichte Annahmen über den Leser

Beim Schreiben dieses Buches habe ich mir überlegt, wer wohl die Leser sein könnten:

Sie reisen häufig nach Italien und möchten im lockeren Plauderton etwas über Sprache, Land und Leute erfahren und dabei noch jede Menge Grammatik lernen.

Sie besuchen einen Italienischkurs in der Erwachsenenbildung und suchen nach einer Ergänzung zu den Grammatikerklärungen in Ihrem Lehrbuch.

Sie besuchen ein Gymnasium und hadern mit der italienischen Grammatik. Sie suchen nach einer Quelle, die Ihnen ein paar Tricks, Tipps und Eselsbrücken verrät, um den trockenen Stoff besser verdauen zu können.

Sie studieren an einer Hochschule und belegen Italienisch als Nebenfach. Sie wollen sich schnell und unkompliziert über die wichtigsten Regeln informieren und sich damit bestmöglich auf die Prüfung vorbereiten.

Sie bereiten sich auf eine Prüfung vor und sind auf der Suche nach einem Lehrwerk, das Ihnen den Stoff schnell und unterhaltsam vermittelt.

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Dieses Buch besteht aus fünf Teilen, die in 17 Kapitel und mehrere Anhänge unterteilt sind. Jedes Kapitel endet mit einer Übung, in der Sie Ihr erworbenes Wissen prüfen können.

Teil I: Das Hauptwort und seine Begleiter: »Una storia importante«

Teil I beginnt mit einem Geschenk, das Sie sich selbst machen: ein Schatz an Vokabeln, die bereits in Ihnen schlummern und die Sie nun durch Ableitung von Fremdwörtern ins Leben rufen können. So gestärkt, sind Sie fit für den ersten Teil des Buches, bei dem es um die Wortarten rund um das Substantiv (Hauptwort) geht. Wie verhalten sich Artikel (Geschlechtswörter) und Adjektive (Eigenschaftswörter) in Einzahl und Mehrzahl? Wie gleichen sie sich an ihr Bezugswort an? Des Weiteren erfahren Sie, wie Sie Adverbien (Umstandswörter) von Adjektiven (Eigenschaftswörtern) ableiten können und wie die Steigerungsformen beider Wortarten gebildet werden. Auch auf Aussprache, Betonung, Rechtschreibung und Zeichensetzung wird eingegangen.

Teil II: Verben: »Volare oh oh oh oh«

Teil II behandelt die Verben in allen Zeiten und Modi. Fünf Vergangenheitsformen gibt es im Italienischen. Sie erfahren, wie die entsprechenden Verbformen gebildet werden, welche Ausnahmen es gibt und wann welche Vergangenheitsform zum Einsatz kommt. Sie werfen auch einen Blick in die grammatikalische Zukunft und lernen, dass diese nicht nur für Künftiges verwendet wird. Auch die beiden Möglichkeitsformen sind vielseitig einsetzbar. Des Weiteren können Sie lesen, wie man im Italienischen die Befehlsform bildet, was man mit einem Gerundium (Verlaufsform) alles anfangen kann und wie und wann man passive Satzkonstruktionen bildet. Zahlreiche Beispielsätze aus dem italienischen Alltagsleben der Familie Rossi vereinfachen Ihnen den Einstieg in die Zeiten und Modi und machen ihn schmackhaft.

Teil III: Kleine Wörter, große Wirkung: »Così piccola e fragile«

Teil III befasst sich mit den kleinen Wörtern, den Pronomen (Fürwörtern), Präpositionen (Verhältniswörtern), Konjunktionen (Bindewörtern), den Präfixen (Vorsilben) und Suffixen (Nachsilben), die ihrem Stammwort verschiedene Bedeutungen verleihen können.

Teil IV: Der Top-Ten-Teil

Hier können Sie sich schnell kundig machen, um zum Beispiel bei einer Prüfung nicht in die häufigsten Sprachfallen zu tappen.

Teil V: Anhang

Im Anhang finden Sie die Lösungen zu den Übungen, eine Übersicht zu Zahlen und Abkürzungen von Mengenangaben sowie die Konjugation der häufigsten unregelmäßigen Verben.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Italienische Grammatik für Dummies ist übersichtlich. Dazu tragen auch einige Symbole bei, die Sie immer wieder finden werden. Dazu gehören die folgenden:

Vorsicht Falle! Dieses Symbol warnt vor Gefahren auf dem kulinarischen, modischen und sprachlichen Parkett. Hier laufen Sie Gefahr, brutta figura (schlechten Eindruck) zu machen.

Hier erfahren Sie Wissenswertes über den italienischen Alltag, über Land und Leute, Kunst und Kultur, Tipps im Umgang mit Einheimischen, Sprichwörter und Redewendungen, Statistiken und die Bedeutung von Handbewegungen.

Was zu beachten ist, ist unter diesem Symbol zusammengefasst: Dabei kann es sich sowohl um sprachliche Hinweise, Lerntipps und -tricks, die Ihnen das Einprägen der Grammatikregeln erleichtern, handeln als auch um Ratschläge im Umgang mit Italienern.

Tipps zum Verständnis von Grammatikregeln und Liedtexte zum Einprägen von Redewendungen sind unter diesem Symbol zusammengefasst.

Wie es weitergeht

Schlagen Sie ein Kapitel auf, das Sie interessiert, oder blättern Sie neugierig in diesem Buch. Schmökern Sie ein wenig darin. Die Kapitel bauen nicht aufeinander auf und sind in sich geschlossen. Ich wünsche Ihnen Buona lettura! (Viel Spaß beim Lesen!)

Teil I

Das Hauptwort und seine Begleiter: »Una storia importante«

In diesem Teil …

Nach den Eigenschaften des Substantivs (männlich, weiblich, Einzahl, Mehrzahl) müssen sich alle Satzelemente richten, mit denen es im engen Verbund steht, wie Artikel (Geschlechtswort) und Adjektiv (Eigenschaftswort). Oft ist es im Italienischen einfach, das Geschlecht eines Substantivs zu bestimmen, denn Substantive, die auf -o enden, sind meist männlich, und solche, die auf -a enden, meist weiblich. Doch es gibt auch Hauptwörter, die auf -a enden und trotzdem männlich sind, oder auf -o und trotzdem weiblich sind. Ganz zu schweigen von denen, die auf -e, -i oder -u enden.

Doch nicht nur das Geschlecht, sondern auch Einzahl und Mehrzahl des Substantivs geben an, wie Artikel und Adjektive folgen müssen. Unter den Adjektiven gibt es mitunter ganz eigenwillige, die ungeachtet von Geschlecht und Zahl des Hauptworts ihre ursprüngliche Form bewahren. Leicht von den Adjektiven ableitbar sind die Adverbien. Beide Wortgruppen können bis zum absoluten Superlativ gesteigert werden, und das ist auch gut, besser, am besten, sehr gut und optimal so.

In diesem Teil geht es um Substantive, Adjektive, Adverbien und Artikel. Die Grundregeln sind übersichtlich, erst mit den Ausnahmen und Spezialfällen wird es ein wenig turbulent.

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Substantive: »Parole, parole«

In diesem Kapitel

Verwandte Wörter

Besonderheiten von Hauptwörtern

Aussprache und Betonung

Rechtschreibung und Satzzeichen

Wetten, dass Sie mehr Italienisch können, als Sie glauben? Anhand zahlreicher Begriffe möchte ich Ihnen zeigen, wie leicht Lehnwörter, die sich in der deutschen Sprache angesiedelt haben, ins Italienische zu übertragen sind. Dabei handelt es sich um Wörter mit Migrationshintergrund. Sind sie aus dem Lateinischen und Griechischen ins Deutsche eingewandert, haben sie etwas Grundlegendes mit dem Italienischen gemeinsam. Sie werden staunen, wie viel Italienisch Sie bereits können.

Des Weiteren möchte ich Ihnen Hauptwörter vorstellen und welche Besonderheiten sie in der Einzahl und der Mehrzahl haben. Auch einige interessante Spezialfälle sind dabei. Natürlich geht es hier im ersten Kapitel auch um Aussprache und Betonung. Diejenigen von Ihnen, die bereits Französisch oder Englisch gelernt haben, dürfen hier erleichtert aufatmen. Bis auf ein paar wenige Buchstabenkombinationen spricht man die italienischen Wörter so aus, wie man sie schreibt. Während uns die neue deutsche Rechtschreibung mit Regeln der Groß- und Kleinschreibung und des Auseinander- und Zusammenschreibens ganz schön auf Trab hält, gibt es im Italienischen nichts dergleichen. Besonders werden Sie sich über die Kommaregeln freuen, deren Erklärung auf eine halbe Seite passt. Und zum Schluss dieses Kapitels gebe ich Ihnen noch ein paar Tipps, wie Sie im Handumdrehen sowohl im Restaurant als auch in Ihrem Bekanntenkreis bella figura (guter Eindruck) machen. Denn was sind Wörter, denen keine Taten folgen? Davon kann auch Mina ein Lied singen zusammen mit Alberto Lupo im gleichnamigen Song Parole Parole (wörtlich: Wörter, Wörter; frei: Worte, nichts als Worte).

La prima colazione – ein Hauch von Nichts

Ein Cappuccino ist für Italiener ein komplettes Frühstück. Da Herr und Frau Rossi abends sehr lange und ausgiebig speisen, verspüren sie morgens noch keinen Appetit und begnügen sich mit un cappuccino e una pasta (ein Cappuccino und ein süßes Stückchen), im Italienischen auch prima colazione, das erste Frühstück, genannt. Doch oft reicht ihnen bis zum Mittagessen auch nur ein caffè, womit ein Espresso gemeint ist. Kann sein, dass dieses lange Fasten von über zwölf Stunden das Geheimnis dafür ist, dass die beiden trotz ihrer kulinarischen Genüsse spät am Abend immer noch relativ schlank sind.

Geschenkt – einige Wortschätze

Tief in Ihrem Innern schlummern italienische Wortschätze, von denen Sie vielleicht noch gar nichts wissen. Diese stillen Reserven gilt es nun zu bergen. Dabei müssen Sie manchmal in die Trickkiste greifen und manchmal einfach nur ein wenig in Ihrem Gedächtnis graben. Ich bin sicher, hier tun sich wahre Schatztruhen auf. Hier einige Beispiele:

pasta

(Teig)

terracotta

(wörtlich: gebrannte Erde, Tonerde)

mascara

(Wimperntusche)

gelato

(Eiscreme)

metro(politana)

(U-Bahn)

Die schlimmsten Fehler, die Sie in Italien begehen können, sind nicht grammatikalischer Art, sondern lauern in Küche und Kleiderschrank: Einen Cappuccino nach dem Essen zu trinken, im Restaurant nur einen Teller Pasta (Nudeln) zu essen oder als Mann in der Stadt ein kurzärmeliges Hemd oder offene Schuhe zu tragen, sind weitaus schlimmer als der gröbste Grammatikfehler.

Für Englischsprechende sind auch diese Begriffe kein Problem:

spazio

(Weltall)

treno

(Zug)

limite

(Grenze)

aeroplano

(Flugzeug)

Glücklicherweise enthält die deutsche Sprache viele Wörter lateinischen Ursprungs. Wenn Sie diese geschickt italienisieren, können Sie Ihren Wortschatz spielerisch um einige Hundert Vokabeln erweitern. Auf diese Tricks ist zwar nicht immer zu hundert Prozent Verlass, doch Sie werden auf jeden Fall vokabeltechnisch davon profitieren. Einige Lehnwörter sind griechischen Ursprungs, auch hier ist die Rückführung ins Italienische einfach.

Jetzt müssen Sie nur noch wissen, dass das italienische Alphabet fünf Buchstaben weniger enthält als das deutsche. Wie verhält sich ein y oder ein x in einem deutschen Lehnwort, das italienisiert werden soll? In der folgenden Aufzählung möchte ich Ihnen diese fünf Buchstaben und ihre Verwandlung vorstellen:

Aus

j

(Julia) wird

gi

(

Giulia

).

Aus

k

(Kapitalismus) wird

c

(

capitalismo

).

Aus

w

(Wagon) wird

v

(

vagone

).

Aus

x

(flexibel) wird

ss

(

flessibile

).

Aus

y

(sympathisch) wird

i

(

simpatico

).

Im Italienischen gibt es auch keine Umlaute und kein ß. Wie verhält sich ein solches Lehnwort bei seiner Übersetzung ins Italienische?

Aus

ä

(ästhetisch) wird

e

(

estetico

).

Aus

ö

(ökologisch) wird

e

(

ecologico

).

Der

ü-Laut

in Lehnwörtern wird mit einem

y

(hyper) ausgedrückt, das im Italienischen zu einem

i

(iper) wird.

Ein

ß

findet man nicht in Lehnwörtern.

Führen Sie ein Vokabelheft. Darin können Sie Ihre Schätze an neu erworbenen Wörtern speichern. Stecken Sie es in Ihre Handtasche oder legen Sie es in Ihr Auto. Wenn Sie mal im Restaurant auf Ihr Essen warten müssen oder im Stau stecken, können Sie darin schmökern.

Wie können Sie Lehnwörter erkennen, die so einfach zu übersetzen sind? Brauche ich dazu das großes Latinum und das kleine Graecum? werden Sie sich vielleicht fragen. Nein, ganz und gar nicht. Sie erkennen die Verwandtschaft an der Endung und an bestimmten Buchstabenkonstellationen. Anhand der folgenden zahlreichen Beispiele bekommen Sie ein Gefühl für diese Lehnwörter und Sie werden in Zukunft auch ohne Latein- und Griechischkenntnisse diese Einwandererwörter schnell erkennen und italienisieren können.

Italienische Zungen tun sich auch schwer, Lautkombinationen zu formen, die mehrere Konsonanten hintereinander enthalten. Kurzerhand werden sie in aussprechbare Doppelkonsonanten umgemodelt oder ein Buchstabe wird einfach weggelassen. Sehen Sie in der folgenden Aufstellung, wie sich solche Konstellationen verhalten, bei denen Italiener Ausspracheschwierigkeiten hätten:

trans-

(Transport) wird zu

tras-

(

trasporto

)

-lpt

(Skulptur) wird zu -

lt

(

scultura

)

-pt

(Optimist/Optimistin) wird zu -

tt

(

ottimista

)

-kt

(korrekt) wird zu -

tt

(

corretto

)

-bsz

(obszön) wird zu -

sc (osceno)

-kz

(Akzent) wird zu -

cc

(

accento

)

-mn

(Gymnastik) wird zu -

nn

(

ginnastica

)

-ch

(Techniker, Mechaniker) wird zu -

c

(

tecnico

) oder -

cc

(

meccanico

)

-ck

(klicken) wird zu -

cc

(

cliccare

)

Aus dem Französischen oder Griechischen abgeleitete Fremdwörter bringen wiederum andere komplizierte Buchstabenpaarungen mit sich. Die folgende Liste zeigt, wie die italienische Sprache mit diesen Lautkombinationen umgeht:

aus

ph

(Philosophie) wird

f

(

filosofia

)

aus

ou

(Tourismus) wird

u

(

turismo

)

aus

th

(Theologie) wird

t

(

teologia

)

h

(Hypothese) entfällt (

ipotesi

;

i-

po

-te-si

)

Vor allem an die Wörter, bei denen das h weggelassen wird, muss man sich erst gewöhnen. Einmal versuchte ich, einem Gespräch zu folgen, und ich wunderte mich über den häufig vorkommenden Begriff omo. Sprechen die über Waschmittel?, grübelte ich. Erst nach einer Weile habe ich kapiert, dass sie über die gleichgeschlechtliche Liebe sprachen: omosessualità (Homosexualität).

Nun möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie Ihren italienischen Wortschatz im Zeitraffer aufstocken können:

Wörter, die im Deutschen auf -tät enden, erhalten im Italienischen die Endung -tà. Der Akzent auf dem letzten Buchstaben gibt die Betonung an:

identità

(Identität)

capacità

(Kapazität)

sessualità

(Sexualität)

Einen weiteren Wortschatzfundus bieten Ihnen die Wörter, die im Deutschen auf -ik enden. Sie bekommen im Italienischen ganz einfach die Endung -ica:

politica

(Politik)

plastica

(Plastik)

fisica

(Physik)

Begriffe, die im Deutschen auf -iker/-ikerin enden, können ebenfalls leicht ins Italienische übersetzt werden. Hier einige Beispiele:

meccanico/a

(Mechaniker/Mechanikerin)

matematico/a

(Mathematiker/Mathematikerin)

ottico/a

(

ot

-ti-ko

; Optiker/Optikerin)

Der italienische Verwandte von Max Mustermann ist Mario Rossi. Er wird Sie in diesem Buch begleiten und Ihnen Einblick in das typisch italienische Leben gewähren. Mit seiner Familie lebt er im historischen Zentrum von Rom.

Eine weitere berufsbezeichnende Endung ist -ologe. Diese können Sie leicht ins Italienische transferieren -ologo. Aufpassen müssen Sie dabei auf die Betonung. Sie liegt im Italienischen auf der drittletzten Silbe, sprich auf dem drittletzten o (o-lo-go). Hier einige Beispiele:

psicologo/a

(

psi-

co

-lo-go

; Psychologe/Psychologin)

archeologo/a

(

ar-ke-

o

-lo-go

; Archäologe/Archäologin)

ginecologo/a

(

dschi-nä-

ko

-lo-go

; Gynäkologe/Gynäkologin)

Ebenso gut klappt die Italienisierung der Hauptwörter, die auf -är/-ärin oder -ar/-arin enden. Hier einige Beispiele:

veterinario/a

(Veterinär/Veterinärin)

bibliotecario/a

(Bibliothekar/Bibliothekarin)

commissario/a

(Kommissar/Kommissarin)

Millionär heißt auf Italienisch nicht etwa milionario, sondern miliardario (Milliardär). Das kommt noch aus der Zeit, als es die Lira gab. Ein milionario wäre damals bereits jemand mit circa Tausend Euro auf dem Konto gewesen.

Auch Wörter, die auf -ist enden, lassen sich leicht ins Italienische transferieren:

turista

(Tourist/Touristin)

giornalista

(Journalist/Journalistin)

anestesista

(Anästhesist/Anästhesistin)

Auch Substantive, die auf -ismus enden, sind lateinischen Ursprungs und können leicht ins Italienische transferiert werden. Hier einige Beispiele:

turismo

(Tourismus)

fascismo

(

fa-

schis

-mo

; Faschismus)

terrorismo

(Terrorismus)

Begriffe, die im Deutschen auf -or enden, enden im Italienischen auf -ore:

orrore

(Horror),

galleria dell’orrore

(wörtlich: Galerie des Horrors; frei: Geisterbahn)

pastore

(Pastor, Schäfer, Hirte, Schäferhund)

direttore

(Direktor)

Andrea, Nicola, Emanuele, Simone und Gabriele sind im Italienischen Männernamen. Taufen Sie sich während Ihrer Stippvisite in Italien einfach in Andrina, Nicoletta, Emanuela, Simonetta und Gabriella um, wenn Sie eine Frau sind und so heißen.

Auch Substantive, die im Deutschen auf -tion beziehungsweise -sation enden, können Sie leicht ins Italienische übertragen. Sie erhalten die Endung -zione beziehungsweise -zzazione. Hier einige Beispiele:

nazione

(Nation)

organizzazione

(Organisation)

canalizzazione

(Kanalisation)

Wenn Sie in Italien einen thè (Tee) (auch tè geschrieben) bestellen, bekommen Sie automatisch einen schwarzen Tee. Haben Sie Magenschmerzen, bestellen Sie una camomilla (Kamillentee) oder una tisana (Kräutertee). Tisana ist die Verschmelzung von tè (Tee) und sano (gesund).

Auch Substantive, die auf -ion enden, haben oft einen italienischen Zwilling:

confessione

(Konfession)

trasfusione

(Transfusion);

Trans

wird zu

tras

, wenn danach ein Konsonant folgt. Steht danach aber ein Vokal, bleibt das

n

erhalten.

transazione

(Transaktion)

Lernen lernen

Italienisch zu sprechen ist nicht einfach. Rasend schnell und laut wird die Sprache gesprochen. Und genauso schnell müssen Ihnen die Worte einfallen. Das geht nicht von heute auf morgen und erfordert viel Geduld. Wenn Sie das Glück haben, im Ausland zu leben, wird es ungefähr ein Jahr dauern, bevor Sie überall mitreden können. Lernen Sie Italienisch an der Volkshochschule mit fünfzehn Doppelstunden pro Semester, müssen Sie mit zehn Jahren rechnen. Klar, es gibt Überflieger, die schon nach vier Jahren fließend sprechen, doch nach zehn Jahren können es alle, vorausgesetzt, sie sind am Ball geblieben. Wenn Sie mal einen Durchhänger haben, stellen Sie sich das Endergebnis vor, wie Sie spielerisch, ohne groß nachzudenken, mit Einheimischen plaudern. Hören Sie Ihre Lieblingsmusik auf voller Lautstärke, schenken Sie sich ein Gläschen vino rosso (Rotwein) ein und lassen Sie sich einfach von der Schönheit der Sprache berauschen.

Wörter, die im Deutschen auf -gie enden, sind fast immer leicht ins Italienische zu übertragen. Hierbei entsteht -gia (dschi-a). In dieser Lautkombination wird das i gesprochen, da es betont ist. Hier einige Beispiele:

nostalgia

(

nos-tal-

dschi

-a

; Sehnsucht)

biologia

(

bi-o-lo-

dschi

-a

; Biologie)

energia

(

e-ner-

dschi

-a

; Energie)

Ähnlich verhalten sich die Wörter, die im Deutschen auf -phie oder -fie enden, hier entsteht im Italienischen ein -fia. Hier einige Beispiele:

geografia

(

dschä-o-gra-

fi

-a;

Geografie)

fotografia

(

fo-to-gra-

fi

-a

; Fotografie)

filosofia

(

fi-lo-so-

fi

-a

; Philosophie)

Einige Ländernamen lassen sich leicht ableiten. Aus der deutschen Endung -ien wird im Italienischen -ia. Hier einige Beispiele:

Italia

(Italien)

Albania

(Albanien)

Croazia

(Kroatien)

Nicht immer klappt die Ableitung: Der Begriff Brasilia wird bereits von der Hauptstadt Brasiliens in Beschlag genommen. Das Land heißt il Brasile und Belgien heißt il Belgio. Auch penibel macht mit pignolo oder pedante eine Ausnahme, der Polizist heißt poliziotto und der Elektriker elettricista, da elettrico elektrisch bedeutet.

Bei einigen Eigenschaftswörtern (Adjektiven) klappt die Umwandlung. Adjektive mit der Endung -ibel im Deutschen bekommen ein italienisches -ibile. Die Betonung liegt dann auf der drittletzten Silbe. Hier einige Beispiele:

sensibile

(

sen-

si

-bi-le

; sensibel)

flessibile

(

fles-

si

-bi-le

; flexibel)

plausibile

(

plau-

si

-bi-le

; plausibel)

Auch Adjektive, die auf -abel enden, sind lateinischen Ursprungs und lassen sich leicht ableiten. Hier einige Beispiele:

accettabile

(

at-tschet-

ta

-bi-le

; akzeptabel)

riparabile

(

ri-pa-

ra

-bi-le

; reparabel)

variabile

(

va-ri-

a

-bi-le

; variabel)

Adjektive, die auf -iv enden, bekommen im Italienischen ein -ivo:

intuitivo

(intuitiv)

primitivo

(primitiv)

creativo

(kreativ)

Auch Adjektive, die auf -uell enden, sind leicht im Italienischen wiederzugeben. Sie bekommen die Endung -uale. Hier einige Beispiele:

eventuale

(eventuell)

sessuale

(sexuell)

intellettuale

(intellektuell)

Vielleicht haben Sie jetzt Lust bekommen, eigene Wortschöpfungen zu kreieren. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Auch wenn die Neuschöpfung mal nicht ganz richtig sein sollte, kein Italiener würde Ihnen das übel nehmen, im Gegenteil, vielleicht findet er sie so genial, dass er sie sogar in seinen Wortschatz aufnimmt. Notieren Sie sich ihre Einfälle, sie werden sehen, es kommen täglich neue hinzu.

Für den kleinen Hunger zwischendurch bieten die italienischen Bars panini (belegte Brötchen), tramezzini (Dreieckstoast), pizzette (Pizza vom Blech) und paste (süße Stückchen). Mario Rossi kehrt dort ein, wenn er die Zeit vom Mittagessen bis zum Abendessen überbrücken muss. In einer italienischen Bar sucht man vergeblich nach Salaten, Eis, Tiramisu, Spaghetti, Pizza und Döner.

Da sich in einem Wortschatz eines Landes auch seine Kultur widerspiegelt, ist es interessant, dass es im Italienischen für folgende deutsche Wörter keine Entsprechung gibt. Warum nicht? Hier eine kleine Auswahl:

Billig:

Es gibt zwar Umschreibungen wie zum Beispiel

a buon mercato

(wörtlich: zu einem guten Markt),

a buon prezzo

(zu einem guten Preis),

economico

(wirtschaftlich),

meno caro

(weniger teuer), aber so ein richtig deckungsgleiches Wort für

billig

gibt es im Italienischen nicht. Im Gegensatz zu den Schwaben, die schon mal gerne mit dem geringen Preis eines Kleidungsstücks prahlen (Schau mal, drei Schlüpfer bei Aldi für nur 1,99 Euro), ist es in Italien außerordentlich peinlich, über ein Schnäppchen zu sprechen. Im Gegenteil, ich habe schon beobachtet, wie sich Frauen abends die Armani-Etiketten in die Klamotten nähen, die sie am nächsten Tag zu tragen beabsichtigen.

Gemütlich:

Italiener sind alles andere als gemütlich: Sie sind quirlig, temperamentvoll, wuselig, hektisch, laut, lässig, cool, elegant und stilsicher. Doch niemals gemütlich. Eine italienische Bar ist chromverspiegelt, blank und so steril wie ein OP-Saal. Italienische Wohnungen sind eher schick als gemütlich, haben oft Marmor- oder Fliesenböden und sind vor allem im feuchten italienischen Winter alles andere als kuschelig-heimelig.

Aufbrezeln, aufhübschen, aufdonnern, auftakeln:

In Italien kann man nicht gestylt genug sein. Je mehr, desto besser. Greifen Sie als Frau etwas tiefer in den Farbtopf, wenn Sie ausgehen, sonst könnte es sein, dass Sie sich wie eine graue Maus fühlen.

Overdressed:

Zu schick gibt es auch nicht. Auch die Mutter von Herrn Rossi trägt, wenn sie auf dem Markt einkauft, trotz Kopfsteinpflasters High Heels und riskiert mit ihren fast achtzig Jahren Kopf, Kragen und Oberschenkelhals. Doch das ist es ihr wert, sie möchte auch im hohen Alter

bella figura

(guter Eindruck) machen und ihren Familienschmuck ausführen.

Wurst:

In Italien gibt es nur wenige Wurstsorten: Salami, Mortadella und

prosciutto crudo

und

cotto

(rohen und gekochten Schinken). Das Wort

salsiccia

(Wurst), das in manchen Wörterbüchern steht, ist nur die Bezeichnung für eine rohe Schweinewurst.

Schmusen:

Tja, was soll man dazu sagen?

Weitere Wörter, die nicht so einfach ins Italienische zu übersetzen sind, die also Umschreibungen benötigen, sind: Fernweh, Ellenbogengesellschaft, Katerstimmung, Katzenjammer, Augenweide und so weiter.

Wer zahlt wann was und wie viel?

Zahlen Sie im Restaurant niemals getrennt. Hier laufen Sie Gefahr, bruttissima figura (bodenlos schlechter Eindruck) zu machen, die Steigerung von brutta figura (schlechter Eindruck). Machen Sie es wie Herr Rossi. Wenn er mit seinen neun Arbeitskollegen unterwegs ist, wirft zum Schluss jeder ein Zehntel der Gesamtrechnung auf den Tisch. Plus ein paar Euro Trinkgeld. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel der Einzelne gegessen oder getrunken hat. Das nennt man pagare alla romana (zahlen auf römische Art und Weise). Gehen die Rossis mit zwei anderen Familien essen, zahlt einer der Familienväter die Gesamtrechnung und die beiden anderen geben ihm hinterher beim Rauchen vor der Tür jeweils ein Drittel der Summe wieder. Auch dabei spielt es keine Rolle, wie viel der Einzelne konsumiert hat oder wie viele Kinder mitgegessen haben. Das Paar mit keinem oder nur einem Kind zahlt zwar im Schnitt ein wenig mehr, fühlt sich aber großartig dabei, der kinderreichen Familie ein Essen auswärts ermöglicht zu haben.

Einzahl und Mehrzahl – »ciao bella« oder »ciao belle«

Hier möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Substantive im Italienischen geben. Welche Informationen stecken in deren Endungen? Wie werden Einzahl und Mehrzahl gebildet? Eine Schnupperstunde über die Grundregeln der italienischen Wortbildung erwartet Sie. In Kapitel 2 erkläre ich Ihnen dann weitere Feinheiten.

Die Grundregeln des Singulars

Die meisten italienischen Substantive in der Einzahl enden auf:

-o

wie

vino

(Wein)

-a

wie

vita

(Leben)

-e

wie

pensione

(Pension)

Es gibt auch Substantive, die auf einen Konsonanten enden, wie bar (Bar), film (Film) oder tram (Straßenbahn). Dabei handelt es sich um Fremdwörter in der italienischen Sprache.

Daneben gibt es auch Markennamen, wie Martini (Wermut), Amaretto (Mandellikör) und Ramazzotti (Magenbitter). Sie werden großgeschrieben, da es sich um Eigennamen handelt. Es gibt auch Wörter, die im Singular auf -i enden, wie crisi (Krise), ipotesi (i-po-te-si; Hypothese), tesi (These, Doktorarbeit). Sie stammen meist aus dem Griechischen. Nur wenige Wörter enden auf -u,wie gru (Kran, Kranich), gnu (Gnu).Es gibt auch Substantive, die auf einen Akzent enden, wie libertà (Freiheit), caffè (Kaffee), venerdì (Freitag), casinò (Spielkasino), tiramisù (Tiramisu). Der Akzent hat dabei nur die Aufgabe, Ihnen zu signalisieren, dass das Wort auf der letzten Silbe betont wird. In der Mitte des Wortes gibt es im Italienischen keine Akzente.

Während in Deutschland die Ostfriesen für Witze herhalten müssen, sind es in Italien die Carabinieri. Die Polizisten in den schwarzen Uniformen mit roten Längsstreifen sind dem Heer unterstellt und wohnen in Kasernen.

Die Grundregeln des Plurals

Wenn Sie den Plural der Substantive bilden möchten, gibt es eine Formel, mit der Sie zu 90 Prozent richtig liegen (siehe Tabelle 1.1).

Einzahl (Singular)

Mehrzahl (Plural)

Endung -o

Endung -i

Endung -e

Endung -a

Endung -e

Tabelle 1.1: Pluralbildung italienischer Substantive

Es gibt auch Substantive, die sich im Plural nicht verändern. Deren Singular- und Pluralform ist identisch. Darunter fallen:

Begriffe, die auf einen Akzent enden:

un caffè

(ein Kaffee),

due caffè

(zwei Kaffee)

Wörter, die auf -

u

enden:

una gru

(ein Kran)

, due gru

(zwei Kräne)

Begriffe, die auf einen Konsonanten enden:

un bar

(eine Bar),

due bar

(zwei Bars)

Substantive, die einen Markennamen ausdrücken:

un Martini, due Martini

Avanti (Herein!) rufen Sie, wenn es in Italien an der Tür klopft. Auf der Straße leuchtet bei den Fußgängerampeln ein grünes AVANTI im Wechsel mit einem roten STOP auf. Avanti, avanti (Vorwärts!) rufen Sie, wenn Sie jemanden antreiben wollen.

Natürlich gibt es noch mehr Sonderfälle und Ausnahmen. Die stelle ich Ihnen in Kapitel 2 zusammen mit dem bestimmten Artikel vor. Auch die Kombination mit Adjektiven wird dort besprochen. Auf jeden Fall wissen Sie jetzt, wen Sie mit folgender Grußformel begrüßen können:

ciao bello

– ein männliches Wesen

ciao bella

– ein weibliches Wesen

ciao belli

– mehrere männliche Wesen, eine Gruppe aus männlichen und weiblichen Wesen

ciao belle

– mehrere weibliche Wesen

Dabei handelt es sich gar nicht um ein Kompliment, sondern um einen ganz normalen Gruß.

Kulturgut Kaffee

Die Kaffeepreise in italienischen Bars werden von der Stadtverwaltung geregelt. So legt die Kommune von Venedig fest, was ein caffè (Espresso) und ein cappuccino in der Lagunenstadt maximal kosten dürfen. Gemeint sind damit ausschließlich die Preise al banco (an der Theke). Jeder Italiener sollte sich seine Dosis Koffein leisten können, il caffè (der Kaffee) ist ein Kulturgut. Die Preisliste über der Theke gilt auch nur für die Getränke, die Sie im Stehen trinken. Am Tisch entfällt die Preisbindung, wie Sie der Getränkekarte dort entnehmen können.

Aussprache – zischen oder nicht zischen, das ist hier die Frage

Die Aussprache des Italienischen ist nicht besonders schwer, vor allem nicht, wenn man sie mit der des Englischen oder Französischen vergleicht. Ganz grob kann man sagen: Man spricht, wie man es schreibt, und man schreibt, wie man es spricht.

Wenn Sie in einer Bar etwas trinken oder eine Kleinigkeit essen wollen, müssen Sie zuvor den scontrino (Kassenbon) an der Kasse holen. Erst dann gehen Sie an den Tresen und wiederholen Ihre Bestellung.

Nicht zischen

Ein paar Regeln müssen Sie bei der Aussprache beachten. Als Faustregel gilt: Bei h nicht zischen.

gh

wird wie

g

ausgesprochen, wie zum Beispiel in

spaghetti

(Spaghetti),

ghirlanda

(Girlande),

Lamborghini

(Automarke)

ch

wird wie

k

ausgesprochen, wie zum Beispiel in

Chianti

(

ki-

an

-ti

; Chianti),

zucchine

(

zuk-

ki

-ne

; Zucchini),

radicchio

(

ra-

dik

-ki-o

; Radicchio)

sch

wird wie

sk

ausgesprochen, wie zum Beispiel in

bruschetta

(

brus-

ket

-ta

; geröstetes Weißbrot mit Tomatenwürfeln belegt),

Ischia

(

is

-ki-a

),

schiena

(

ski-

e

-na

; Rücken)

Auch in den folgenden Fällen wird nicht gezischt:

c

vor

a, o, u

wird wie

k

gesprochen, wie zum Beispiel in

Canada

(

ka

-na-da

; Kanada),

Cologna

(

ko-

lon

-jia

, Köln),

Cuba

(

ku

-ba

; Kuba)

g

vor

a, o, u

wird wie

g

gesprochen, wie zum Beispiel in

galleria

(

gal-le-

ri

-a

; Galerie, Tunnel),

gondola

(

gon

-do-la

; Gondel),

guardia

(

gu-

ar

-di-a

; Wache)

sc

vor

a, o, u

wird wie

sk

gesprochen, wie zum Beispiel in

scala

(

ska

-la

; Treppe, Leiter),

sconto

(

skon

-to

; Preinachlass),

scusa

(

sku

-sa

; entschuldige)

Wenn Sie sich an diese Regeln halten, können Sie das nächste Mal auf dem Wochenmarkt stilsicher nach zucchine (Zucchini) und radicchio (Radicchio) fragen, im Restaurant gnocchi (Gnocchi) bestellen und sich im Autohaus nach dem neuen Lamborghini erkundigen.

Zischen

Unter Zischlauten verstehe ich tsch oder dsch oder sch. Buchstaben wie c und g können einen Zischlaut auslösen. Steht danach ein i oder e, entsteht ein Zischlaut, der bei ci und ce stimmlos oder hart wie in »Tschüss« und bei gi und ge stimmhaft oder weich wie in »Dschungel« ausgesprochen wird. Es gibt also Kalt- und Warmduscher unter den Zischlauten. Bei stimmhaftem und weichem dsch streichelt die Zungenspitze den Gaumen, beim stimmlosen und harten tsch liegt die Zunge mehr an den Zähnen.

Die Lautkombinationen

ci

und

ce

werden hart wie

tsch

ausgesprochen, wie zum Beispiel in

arrivederci

(

ar-ri-ve-

der

-tschi

; auf Wiedersehen),

cinema

(

tschi

-nä-ma

; Kino),

centro

(

tschen

-tro

; Zentrum),

Celentano

(

tschä-len-

ta

-no

; Nachname).

gi

und

ge

werden weich wie

dsch

ausgesprochen, wie zum Beispiel in

Gino (

dschi-no;

männlicher Vorname),

ginnastica

(

dschin-

nas

-ti-ka

; Gymnastik),

gelato

(

dschä-

la

-to

,Eis) und

Germania

(

dschär-

ma

-ni-a

).

sci

und

sce

werden wie

sch

ausgesprochen, wie zum Beispiel in

capisci

(

ka-

pi

-schi

; verstehst du),

scendere

(

schen

-de-re

; aussteigen)

, conoscere

(

ko-

no

-sche-re

; kennen, kennenlernen).

Kommt nach dem ci, gi oder sci noch ein Vokal, also ein a, e, o, u, wird das i nicht mehr gesprochen. Es dient dann nur als Zischaktivator. Hier ein paar Beispiele:

ci

vor Vokal, wie zum Beispiel in

ciao

(

tschao;

hallo, tschüss),

Lancia

(

lan

-tscha;

Lancia),

ciabatta

(

tscha-

bat

-ta;

Ciabatta),

cioccolata

(

tschok-ko-

la

-ta;

Trinkschokolade),

stracciatella

(

stra-tscha-

täl

-la

)

gi

vor Vokal, wie zum Beispiel in

Gianni

(

dschan

-ni

; Hans),

Giorgio

(

dschor

-dscho

; Georg),

giornalista

(

dschor-na-

lis

-ta

; Journalist),

Giuseppe

(

dschu-

säp

-pe

; Josef)

sci

vor Vokal, wie zum Beispiel in

sciarpa

(

schar

-pa

; Schal),

asciugamano

(

a-schu-ga-

ma

-no

; Handtuch),

prosciutto

(

pro-

schut

-to

; Schinken),

scienze

(

schen

-ze;

Wissenschaften)

Noch ein paar weitere Laute beziehungsweise Lautkombinationen erfordern besondere Aufmerksamkeit:

gn

wird gesprochen wie

nji

(Kampagne), wie zum Beispiel in

gnocchi

(

njiok

-ki

; Kartoffelklößchen),

Bologna

(

bo-

lon

-jia

; Bologna),

bagno

(

ban

-jio

; Bad)

gli

wird gesprochen wie

lji

(Million), wie zum Beispiel in

famiglia

(

fa-

mil

-jia

; Familie),

griglia

(

gril

-jia

; Grill),

tagliatelle

(

tal-jia-

tel

-le

; Bandnudeln)

v

wird gesprochen wie

w

(Wein), wie zum Beispiel in

vino

(

wi

-no

; Wein),

Venezia

(

wä-

-zi-a

; Venedig),

visione

(

wi-si-

o

-ne

; Vision)

Das h zu Wortbeginn wird nicht ausgesprochen, wie hotel (o-täl; Hotel). In der Mitte eines Wortes hat das h nur die Funktion, einen Zischlaut zu unterdrücken. Wenn Sie die Faustregel »Bei h nicht zischen« beachten, liegen Sie bei der Aussprache zu 80 Prozent richtig. Raten Sie mal, wer hinter diesem Namen steckt: Ermanne Esse – genau, der Schriftsteller Hermann Hesse.

Aufpassen müssen Sie bei der Aussprache von

eu

. Im Deutschen wird diese Kombination wie

oi

ausgesprochen, also Europa, Boiler, Eule und Keule. Die Italiener sprechen

eu

wie

ä-u

aus:

Europa

(

ä-u-

ro

-pa)

,

euro

(

ä

-u-ro)

,

pneumatico

(

pnä-u-

ma

-ti-ko

; Reifen).

Das rollende »r«

Das r wird im Italienischen gerollt. Die Bayern können das besonders gut, hier spürt man die Nähe zu Italien. Doch auch in Italien gibt es Menschen, denen das rollende r nicht so leicht über die Zunge kommt. Die Menschen aus dem Piemont, das eine gemeinsame Grenze mit Frankreich hat, rollen das »r« nicht. Wenn Sie also kein R-Roller sind, werden Sie unter Umständen gefragt werden, ob Sie piemontese (aus dem Piemont stammend) sind.

Beim t ist die Zunge genau da, wo sie beim rollenden r idealerweise auch sein sollte, an der Innenseite der Schneidezähne. Üben Sie deshalb das rollende r mit folgendem Satz: Trentatré trentini entrarono(en-tra-ro-no)a Trento, tutti e trentatré trotterellando. (Dreiunddreißig Trentiner betreten Trient, alle dreiunddreißig hintereinanderher trippelnd.)

Betonung – Blumento-Pferde oder Blumentopf-Erde

Wenn Sie zehn Kilometer vor Modena (mo-de-na) nach Modena (mo-de-na) fragen, werden Sie keine Antwort, sondern nur ein Achselzucken bekommen. Stellen Sie sich vor, jemand fragt Sie im Baumarkt, wo es Blumento-Pferde zu kaufen gibt. Auch Sie werden den Fragenden ratlos anschauen. Dabei will er doch nur Blumentopf-Erde kaufen.

Betonung auf der vorletzten Silbe

Die Betonung italienischer Wörter liegt in der Regel auf der vorletzten Silbe, zum Beispiel galleria(gal-le-ri-a) (Galerie, Tunnel), formaggio(for-mad-dscho) (Käse), agenzia(a-dschen-zi-a) (Agentur), interesse(in-te-res-se) (Interesse) und so weiter.

Betonung auf der drittletzten Silbe

Es gibt auch Wörter, die auf der drittletzten Silbe betont werden. Leider sieht man es ihnen nicht an, und das Gemeine ist, dass Italiener Sie nicht verstehen werden, wenn Sie das Wort falsch betonen. Damit Sie also auch aussprachetechnisch bella figura (guter Eindruck) machen, stelle ich Ihnen ein paar Beispiele vor, die man auf der drittletzten Silbe betont:

austriaco/a

(

au-

stri

-a-ko

; Österreicher/Österreicherin) und viele andere Wörter, die auf -

ico/-ica

enden, wie

meccanico

(

mek-

ka

-ni-ko

; mechanisch),

automatico

(

au-to-

ma

-ti-ko

; automatisch),

elettrico

(

e-

let

-tri-ko;

elektrisch)

dialogo

(

di-

a

-lo-go

; Dialog) und alle anderen Wörter, die auf -

ologo/a

enden, wie

cardiologo

(

kar-di-

o

-lo-go

; Herzspezialist),

monologo

(

mo-

no

-lo-go

; Monolog)

chilometro

(

ki-

lo

-me-tro

; Kilometer) und alle anderen Wörter, die auf -

metro

enden, wie

millimetro

(

mil-

li

-me-tro

; Millimeter),

parametro

(

pa-

ra

-me-tro

; Parameter)

telefono

(

te-

-fo-no

, Telefon) und alle anderen Wörter, die auf -

fono

enden, wie

microfono

(

mi-

kro

-fo-no

; Mikrofon),

citofono

(

tschi-

to

-fo-no

; Sprechanlage)

Genova

(

dschä

-no-wa

; Genua) und andere Städtenamen wie

Mantova

(

man

-to-wa

)

, Otranto

(

o

-tran-to

),

Taranto

(

ta

-ran-to

)

sciopero

(

scho

-pe-ro

; Streik) und andere Wörter wie

camera

(

ka

-mer-a;

Zimmer),

tavolo

(

ta

-wo-lo

; Tisch),

comodo

(

ko

-mo-do

; bequem) und viele andere

Betonung auf der viertletzten Silbe

Es gibt auch Wörter, die auf der viertletzten Silbe betont werden. Hier ist wirklich höchste Konzentration erforderlich:

telefonano

(

te-

-fo-na-no

; sie telefonieren)

abitano

(

a

-bi-ta-no

; sie wohnen)

Betonung auf der letzten Silbe

Wörter, die auf der letzten Silbe betont werden, sind zum Glück mit einem Akzent gekennzeichnet. Es gibt in der italienischen Sprache nur auf dem letzten Buchstaben eines Wortes einen Akzent, der allein die Funktion hat, den Lesern die richtige Betonung zu verraten. In den meisten Fällen geht der Akzent von oben links nach unten rechts, auch accento grave genannt. Auf der letzten Silbe betont werden zum Beispiel:

caffè

(

kaf-

; Kaffee)

così

(

ko-

si

; so)

università

(

u-ni-wer-si-

ta

; Universität)

martedì

(

mar-te-

di

; Dienstag)

Dieser Akzent dient auch dazu, Wörter zu unterscheiden:

e

(und) und

è

(ist)

da

(von, seit) und

(er, sie gibt, Sie geben)

te

(dir, dich) und

thè/tè

(schwarzer Tee)

la

(die,

Artikel weiblich Singular

) und

(dort)

li

(

Pronomen

) und

(dort)

si

(sich, man) und

(ja)

Der accento grave kann auf allen Vokalen stehen.

Neben dem Essen gibt es auf der Restaurantrechnung noch einen Posten, der sich coperto (Gedeck) nennt. Gemeint sind damit Stofftischdecke, Stoffservietten, Brot und grissini (Knusperstangen). Am Preis des coperto (Gedeck) können Sie die Preisklasse eines Restaurants ablesen.

Einige wenige Wörter tragen den Akzent von unten links nach oben rechts, auch accento acuto genannt. Dieses -é wird geschlossen wie in Herd ausgesprochen. Der accento accuto kann nur auf einem e stehen.

perché

(

per-

ke

; weil, warum)

poiché

(

poi-

ke

; weil, da)

trentatré

(

tren-ta-

tre

; dreiunddreißig) und alle anderen Zahlen, die auf -

tré

enden

Im Italienischen gibt es auch Wörter, die aus nur einem Buchstaben bestehen:

è

(

ä

; ist)

e

(

e

; und)

o

(

o

; oder)

Das italienische i (natürlich besonders das betonte ì) wird ganz schrill ausgesprochen, nicht so dumpf wie das deutsche i in »Tourismus«, sondern eher wie das in »igittigitt«.

Orthografie – »pene« oder »penne all’arrabbiata«

Die Rechtschreibung im Italienischen ist relativ einfach. In der Regel werden alle Wörter kleingeschrieben. Großgeschrieben werden/wird nur:

die Formen der Sie-Form:

Lei

(Sie),

Le

(Ihnen),

La

(Sie,

Akkusativ

)

am Satzanfang

Eigennamen, wie

il Brasile

(Brasilien),

Pippo

(Sepp, Kurzform von Giuseppe),

le Alpi

(die Alpen),

le Dolomiti

(die Dolomiten),

Le Montagne Rocciose

(die Rocky Mountains),

il Tevere

(der Tiber),

Roma

(Rom),

la Val Gardena

(das Grödnertal),

il Lago

/

lago di Garda

(der Gardasee),

il Lago di Costanza

(der Bodensee),

l’Adriatico, il Mare Adriatico

(die Adria),

il mare del Nord

(die Nordsee),

il Mar dei Caraibi

(die Karibik),

il Sahara

(die Sahara)

Markennamen, wie

Cinzano

,

Aperol

,

Fernet-Branca

, aber:

coca cola, grappa

die Jahrhunderte, wie

il Duecento

(das 13. Jahrhundert),

il Duemila

(das 21. Jahrhundert)

Feste, wie

Natale

(Weihnachten),

Pasqua

(Ostern),

festa dell’Assunta

(Mariä Himmelfahrt),

Ognissanti

(Allerheiligen)

nach einem Doppelpunkt, wenn eine wörtliche Rede folgt. Folgt nach dem Doppelpunkt eine Erklärung oder eine Aufzählung, schreibt man klein weiter.

Wenn auf der Speisekarte Servizio non incluso (Service nicht inbegriffen) steht, ist Vorsicht geboten. Hier wird eventuell mit günstigen Pastapreisen geworben und zum Schluss kommen noch 15 Prozent Service und das coperto (Gedeck) dazu.

Im Italienischen gibt es auch keine Probleme mit der Zusammen- oder Auseinanderschreibung und auch Lautkombinationen wie th und ph gibt es nicht.

Wie wichtig hingegen manchmal ein Akzent oder Doppelkonsonant sein kann, sehen Sie am besten an folgendem Beispiel:

il papà (

der Vater)

il papa (

der Papst)

la pappa (

der Brei)

il pappa (

der Zuhälter)

Sehen Sie, wie schnell durch eine falsche Betonung oder Schreibweise aus dem Papst ein Vater oder gar Zuhälter werden kann? Auch bei weiteren Begriffen sollten Sie Wert auf richtige Rechtschreibung und Aussprache legen:

penne

(Nudeln mit Loch) versus

pene

(Penis)

anno

(Jahr) versus

ano

(Anus, After)

buona sera

(guten Abend) versus

buona serra

(gutes Treibhaus)

cassa

(Kasse) versus

casa

(Haus)

casinò

(Spielkasino) versus

casino

(Puff, Bordell)

Bei der Aussprache der Doppelkonsonanten halten Sie den Ton auf dem Vokal davor, während Sie ihn im Deutschen eher kurz sprechen:

die Latte vom Zaun, aber

latte macchiato

(

lat

-te mak-ki-

a

-to, Milch mit Espresso

)

die Mama, aber

mamma mia

(

mam

-ma mia

;

Ausruf des Erstaunens

)

Bello, der Hund, aber

ciao bello

(

tschao

bäl

-lo

;

Begrüßung unter Freunden

)

Zeichensetzung – Komma-Ta-Ta

Bei der Zeichensetzung gibt es im Italienischen kaum Regeln. Ich habe einmal meinen Italienischprofessor nach den Kommaregeln gefragt. Er meinte nur: Nehmen Sie einen Pfefferstreuer und setzen Sie immer dort ein Komma, wo ein Korn liegt.

Die einzige Regel, die man aufstellen könnte, ist: Italiener setzen dort ein Komma, wo sie eine Sprechpause einlegen (sprich: so gut wie nie), und Deutsche trennen damit Haupt- und Nebensatz. Im Italienischen setzen Sie ein Komma:

bei Aufzählungen, zum Beispiel: (

Io) vorrei una pizza con pomodori, salame, peperoncino e mozzarella.

(Ich möchte eine Pizza mit Tomaten, Salami, Peperoni und Mozzarella.)

bei der direkten Anrede:

Signora Rossi, Lei vuole venire con noi?

(Frau Rossi, möchten Sie mit uns kommen?)

vor einigen Konjunktionen, die einen längeren Nebensatz einleiten:

Mentre la signora Rossi fa la spesa al mercato, i suoi figli tornano da scuola.

(Während Frau Rossi einkauft, kommen ihre Kinder von der Schule heim.)

Sag doch mal was auf Italienisch

Bestimmt werden Sie mal von der Seite angemacht und gefragt: Und? Du lernst doch jetzt schon seit einem halben Jahr / seit einem Jahr / seit zwei Jahren Italienisch, sag doch mal was. Darauf haben Sie gewartet. Jetzt ist Ihre Stunde gekommen, vor der Nachbarin, der Tante oder Freundin bella figura (guten Eindruck) zu machen: Jetzt kommt Ihr Auftritt! Per cortesia(kor-te-si-a), potrebbe portare ancora un bicchiere (bik-ki-e-re) di vino rosso? (Ach bitte schön, könnten Sie noch ein Glas Rotwein bringen?) Genießen Sie den Augenblick und unterdrücken Sie ein triumphierendes Lächeln. Noch mehr?

Ganz einfach: Variieren Sie den Satz; statt un bicchiere di vino rosso (ein Glas Rotwein) fragen Sie nach

un cappuccino

(ein Cappuccino),

un bicchiere di vino bianco

(ein Glas Weißwein),

una birra

(ein Bier).

Und in der Pizzeria? Auch hier wollen Sie über das übliche Maß hinaus glänzen und Ihre neuen Sprachkenntnisse an die Bedienung bringen. Nachdem Sie bereits auf Italienisch bestellt haben, könnten Sie zum Schluss, wenn der Kellner mit einem »Hat gesmecket?« abkassiert, erwidern: Sì, la pizza era ottima(ot-ti-ma), ma questo vino (säuerlicher Geschichtsausdruck) ha un retrogusto un po’ acidulo(a-tschi-du-lo). (Ja, die Pizza war super, aber der Wein ist etwas säuerlich im Abgang.) Das hat vor Ihnen noch keiner gewagt. Bis auf einige meiner Schüler, die hohe Anerkennung erfuhren.

Üben Sie ein paar italienische Sätze zu Hause laut ein, die Sie bei Gelegenheit von sich geben können. Sie müssen wie aus der Pistole geschossen kommen, sonst geht der Überraschungseffekt verloren. Achten Sie unbedingt auf die richtige Betonung.

Übung zu Kapitel 1

Schauen Sie sich folgende Begriffe aus der italienischen Küche an:

funghi, ravioli, prosciutto, tagliatelle, tiramisù, mortadella, caffè, spaghetti, penne, lasagne, maccheroni, speck, carpaccio, vitello tonnato, frutti di mare, gelato, prosecco, pasta, tramezzini, insalata, caprese, bruschetta, crostini, salame, aperitivo, gnocchi, minestrone, polenta, frutta, zucchine, radicchio, spinaci, tortellini, panna, zabaione, tartufo, limone

a) Bei welchen Ausdrücken handelt es sich um die Einzahl?

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b) Bei welchen Ausdrücken handelt es sich um die Mehrzahl?

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c) Bei welchen Ausdrücken kann es Einzahl oder Mehrzahl sein?

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