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In dezidierter longue-durée-Perspektive untersucht die Studie erstmals systematisch, wie die Stadt Santiago de Compostela von romanischen Reisenden der Vormoderne wahrgenommen und beschrieben wurde. Neuartig vor dem Hintergrund der bisherigen, dominant geschichts- und kulturwissenschaftlich geprägten Jakobsweg-Forschung ist ihr philologischer Ansatz, der sowohl das subjektive Stadterlebnis einzelner Reisender als auch literarische Verfahren und Techniken zu dessen Vermittlung beleuchtet. Die Quellengrundlage bilden gut zwanzig größtenteils handschriftlich überlieferte, lateinische wie volkssprachliche Reisedarstellungen - vom hochmittelalterlichen Pilgerführer des Liber Sancti Jacobi bis zu den intimen Reisetagebüchern der Aufklärung. Ergänzt wird das Kernkorpus durch Seitenblicke in benachbarte Literaturen und einschlägige Bildmedien wie mappae mundi, Stadtpläne und Veduten.
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Liczba stron: 1476
Rok wydania: 2026
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