Gefahren in der Endzeit - Rudi Holzhauer - ebook

Gefahren in der Endzeit ebook

Rudi Holzhauer

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Opis

Augenzeugen berichten anders als Leute, die eine Nachricht aus zweiter Hand weitergeben. Siebzehn Männer und Frauen aus der Zeit des Neuen Testaments erzählen hier, wie sie Jesus begegneten - und von den Folgen, die das für ihr Leben hatte.

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Gefahren in der Endzeit

Rudi Holzhauer

© der eBook-Ausgabe 2016, Folgen Verlag, Bruchsal

Autor: Rudi Holzhauer

Cover: gratia-mira.ch

ISBN: 978-3-95893-017-9

Verlags-Seite: www.folgenverlag.de

Kontakt: [email protected]

Die Print-Ausgabe dieses eBooks ist im Artos-Verlag Konrad Alder erschienen.

Artos-Verlag Konrad Alder

Gräfrather Str. 74

D-42329 Wuppertal

Alle angeführten Bibelstellen wurden, sofern nicht anders gekennzeichnet, der Schlachter Bibel 2000 entnommen.

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Inhalt

Vorwort

Der Sog der Verführung

Reaktionen und Argumente

Der leidenschaftliche Protest der hart getroffenen, aber uneinsichtigen Pfingstbrüder

Die Gefahren für die Gläubigen der Endzeit

Sauerteig des Irrtums

Einige markante Kennzeichen des verführerischen Irrgeistes

Das Prüfen der Geister

Prüfen der Geister nach 1. Johannes 4 und Matthäus 7,22

Dankbare Reaktionen für Warnschilder

Langer Prozess der Loslösung

Das Problem der Wortverkündigung in der Endzeit

Schlusswort

Mehr Grund zum Danken als zum Bitten

Über den Autor

Vorwort

„Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden.“

2Timotheus 3,1

Rudi Holzhauer (1916-1989), der den guten Kampf des Glaubens bis an das Ende seiner irdischen Pilgerschaft gekämpft hatte, hinterließ nach seinem Heimgang eine Reihe von unveröffentlichten Schriften. Antje-Marianne Kloht, die Rudi Holzhauers Buch „Verführungsprinzipien“ überarbeitete und ergänzte, hat diese Schriften sowie die Rechte zur Veröffentlichung an das Christliche Versandantiquariat Roman und Elisabet Ingold-González übergeben. Geschwister Ingold-González haben in ihrem Wunsch, den Leib Christi zu erbauen, freundlicherweise die Schriften zur Veröffentlichung freigegeben.

Bei der Durchsicht des Materials wurde schnell klar, dass es sich um Schriften handelt, die es wert sind, veröffentlicht zu werden, da sie wertvolle Gedanken aus dem Lebenswerk von Rudi Holzhauer enthalten. Das Material wurde thematisch geordnet und wird als kleine Reihe vom Artos-Verlag veröffentlicht.

Es handelt sich um Notizen, die Rudi Holzhauer für seine zahlreichen Vorträge machte, um Fragmente von Manuskripten sowie um zahlreiche Gedanken, die er notierte. Was Rudi Holzhauer vor mehr als zwei Jahrzehnten angesichts der wachsenden Verführung unter Gottes Volk niederschrieb, ist heute aktueller denn je. Rudi Holzhauer warnte schon zu Lebzeiten vor einer kommenden Mystikwelle und dem wachsenden Einfluss des pfingstlich-charismatischen Irrgeistes. Im Lichte des Ausmaßes der endzeitlichen Verführung, die mittlerweile weit fortgeschritten und bis in die konservativen Kreise der christlichen Gemeinde vorgedrungen ist, sind Rudi Holzhauers Schriften noch heute – und gerade heute – von höchster Brisanz.

Unser Dank geht auch an alle fleißigen Schreiber, die mithalfen, die Schriften Holzhauers in wochenlanger Arbeit in den Computer einzutippen.

Möge die Frucht dieser Arbeit vielen zum Segen und eine Orientierung in unseren Tagen sein!

Georg Walter

Kapitel 1Der Sog der Verführung

Wer mit einigermaßen offenen Augen die gegenwärtigen Zeitereignisse betrachtet und nicht selbst schon vom Strudel der endzeitlichen Erscheinungen ergriffen und herumgewirbelt wird, der gewinnt zunehmend den Eindruck, dass wir bereits hilflos einem unwiderstehlichen Sog ausgesetzt sind, den wir nicht mehr ohne einen göttlichen Eingriff überstehen können. Die Kraft, die in den Abgrund zieht, ist übermächtig. Fast könnte man meinen, dass wir bereits in der Stunde der Versuchung leben, die über den ganzen Erdkreis kommen soll (Offb 3,10).

Vor dem Zugriff der Welt und ihrer Lust – wie die Bibel es formuliert – können wir uns, sofern wir ehrlich wollen, noch einigermaßen abschirmen; das wird zum Teil sogar respektiert. Sich nicht willkürlich manipulieren lassen, gilt auch heute noch als charaktervoll. Völlig anders liegen die Dinge aber auf dem religiösen Sektor. Wer hier die biblischen Warnsignale übersieht und sich den verlockenden Angeboten religiöser Schwärmer, Erfolgsevangelisten, Wundermänner und Propheten zuwendet, läuft Gefahr, den kräftigen Irrtümern zu verfallen, die für die Endzeit von unserem HERRN und seinen Aposteln angekündigt werden.

Natürlich fallen wir nicht mehr auf die Wiederkunftsberechnungen und Termine herein. Diese Platte zieht nicht mehr! Zu oft wurde Gottes Volk von Falschpropheten betrogen! Heute geht die Verführung im Scheine der Gottseligkeit einher; sie entspricht scheinbar sogar biblischen Heiligkeits-, Vollmachts- und Einheitsvorstellungen! Sie erscheint im Gewand ökumenischer Friedens- und Verbrüderungsaktivitäten. Sie greift das soziale Element der Botschaft Jesu, insbesondere die Bergpredigt heraus, um gemeinsam im Verbund mit fremden Ideologien an einer Verbesserung der Welt zu arbeiten. Das aber ist Verfälschung des Evangeliums durch Verschiebung und Ausklammerung der Schwerpunkte.

Mit der Jahreslosung „Selig sind die Friedensstifter“ (Mt 5,9)1 – so scheint mir – sollen nun auch die Gotteskinder an den politischen, scheinheiligen Slogan „Frieden schaffen ohne Waffen“ angebunden werden.

Gefahr für die Glaubenden entsteht einerseits durch die schleichende Tropfinfusion des uns aus allen Medien anspringenden Schlangengiftes der Lüge und Beeinflussung, das uns so unmerklich anpassungsfähig an diesen bösen Zeitlauf macht.

Andererseits – und das scheint mir noch wesentlich schlimmer – kommt die Gefahr aus dem geheimnisvollen Einzugsgebiet des Spiritualismus, der zu dem vorzeitigen und illegalen Wunsch verführt, Blicke in die jenseitige Welt zu tun.

Es geht eine sonderbare Anziehungskraft von diesen „neuen Glaubenserfahrungen“ aus! Eine spirituelle Faszination, von der man gemeindebelebende Impulse erwartet und in gewisser Weise auch erhält, hat viele Gotteskinder ergriffen. Dass es sich hier um jenes unheimliche Erbstück der alten Pfingstbewegung von 1906 handelt, das, in verschiedenen Wellen von Amerika ausgehend, sich über die ganze Welt ergossen hat, ist nur noch wenigen bewusst. Die Parallelität mit der okkulten Welle und dem gleichzeitigen Neuerwachen des Spiritismus ist unverkennbar und darf in diesem Zusammenhang nicht übersehen werden.

Wer sich mit diesen Erscheinungen näher beschäftigt – und ich bin gezwungen, das zu tun – der gewinnt den Eindruck, der Teufel sei plötzlich fromm geworden: anders ist der okkult-religiöse Trend in unserer Zeit schon nicht mehr zu erklären!

Tatsächlich erzählte mir in diesen Tagen ein Freund, aus spiritualistischen Kreisen sei bekannt geworden, dass der Teufel zur Erkenntnis der Wahrheit gekommen sei! (Aus dieser Richtung kommen übrigens hauptsächlich die in 1Tim 4,1-2 genannten Lehren von Dämonen). Nun, die Bibel sagt es anders: Der Teufel verstellt sich als Bote des Lichts, um das Volk Gottes auf fromme Weise zu verführen!

Die spirituelle Faszination, die auch die charismatische Bewegung beflügelt, ist ebenso eine treibende Kraft im ökumenischen Weltkirchenrat. Sie soll das einende Element aller Kirchen und Religionen werden. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die weltweite Charismatische Bewegung der kommenden Welteinheitskirche in die Hände arbeitet.

Prof. Peter Beyerhaus2 schreibt hier ganz offen im Kapitel „Die kommende Weltreligion“ in Die okkulte Welle3 :

„Die religiöse Welle äußert sich schließlich in den Bestrebungen von namhaften Seiten, das Potential der verschiedenen Religionen und auch Ideologien neu zu erschließen. Man will sie verschmelzen zu einer ‚Gemeinschaft der Spiritualität‘, die bei der Lösung der Menschheitsprobleme in einer kommenden Weltgemeinschaft eine Quelle der Kraft bilden soll. Hier nimmt der Genfer Weltkirchenrat eine führende Stellung ein. Er leitet auf seinen Dialog-Tagungen Vertreter verschiedener Religionen dazu an, in einen geistlichen Austausch zu treten. Diese Bewegung geht insbesondere von indischen Theologen aus. Zu befürchten ist dabei aber, dass die Christenheit schließlich von der Geisterwelt der asiatischen Religionen und des westlichen Spiritismus überrollt wird.“

Der ökumenische Theologe und Fachreferent für charismatisches Christentum, Walter Hollenweger, tritt in seinem Buch „Glaube, Geist, Geister“4 sogar dafür ein, Spiritismus, Parapsychologie, Gruppendynamik, charismatische Bewegung und biblischen Geistesempfang (!) als Ausdruck unserer gleichen seelischen Grundausrüstung zu verstehen. Entscheidend sei nur, ob man sie gemeinschaftsfördernd oder –schädigend einsetze. Für W. Hollenweger ist Geist gleich Geist und Kraft gleich Kraft, gleichgültig aus welcher Quelle sie kommen!

Reaktionen und Argumente

Nach etwa 3 ½-jähriger Laufzeit meiner Schrift „Prüfet die Geister“ bzw. „Dass euch niemand verführe“ habe ich eine Fülle von neuen Erfahrungen gesammelt, die die Notwendigkeit einer solchen Veröffentlichung bestätigen.

Kritische Reaktionen kreisen, etwas vereinfacht dargestellt und ohne auf die Einzelheiten einzugehen, um etwa sechs bis sieben wesentliche Punkte, die sich in vielen Varianten wiederholen.

Ein Pfingstbruder stellt mir – mich geradezu überfallend – die Frage: „Bist du sicher, dass deine Veröffentlichung ein göttlicher Auftrag war?“

Antwort: Diese Frage habe ich bereits mit meiner Schrift beantwortet. Sie lautet: Nein! Nur Schwärmer und Falschpropheten treten heute im Haushalt der Gnade selbstbewusst mit dem Anspruch des göttlich erhaltenen Auftrages an: „So spricht der Herr“ oder: „ich habe dir im Auftrag Gottes … zu sagen“.

Ich habe mich mit diesem Zeugnis nur einer dringlichen Pflicht entledigt. Es gibt eine geistliche Verantwortung, die nicht erst mit einem „göttlichen Direktauftrag“ abgedeckt werden muss. Wir benötigen keine Vorschusslorbeeren. Unsere Bestätigungen kommen später, hernach, vielleicht erst vor dem Richterstuhl Jesu Christi. Heute aber erkenne ich bereits, wie nötig dieser Warnruf war.5

Ein anderer kritischer Bruder fragt: „Glaubst du nach deiner jetzigen Erkenntnis, im Besitz der ganzen Wahrheit zu sein?“

Meine Antwort: Nein! Nur Sekten und Schwarmgeister glauben sich im Besitz der vollen Wahrheit. Ich habe nur einen kleinen Teil des Irrtums, der die Wahrheit umgibt und verdunkelt, nachzuweisen versucht.

Ein anderer stellt fest: „Deine Arbeit ist theologisch anfechtbar.“

Antwort: Das habe ich nicht bestritten, sondern zugegeben (S. 15 ebd.). Es geht gar nicht vorrangig um „Theologie“, sondern es geht um die notvollen Probleme, die entstehen, wenn infolge einer Fehlinterpretation der Schwarmgeist in die Gemeinden eindringt und Ergebnisse zeitigt, als da sind: dämonologische Erscheinungen, Bruderzwist, Misstrauen, Streit, Spaltung.

Ein nicht unbekannter Pfingstbruder, dem ich heute6 noch sehr verbunden bin, bekennt: „Du hast leider, leider in vielen betrüblichen Dingen recht. Auch ich leide unter diesen Nöten, aber der HERR segnet unseren Dienst doch auch.“

Meine Antwort: Natürlich segnet Gott alles, was in seinem Namen geschieht, selbst den eigensüchtigen Dienst der Sekten in ihren noch biblischen Anteilen. Aber ein äußerlicher – vielleicht scheinbarer – „Segen“ ist kein Maßstab und keine Garantie, dass ein Wirken in Seinem Namen vorliegt, wenn wir z.B. an Matthäus 7,22-23 denken: „Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

Anstatt voreilig einen „Segen Gottes“ oder „Gebetserhörung“ zu registrieren, sollten wir uns Gedanken darüber machen, woher die furchtbaren Feindeinbrüche kommen, unter denen wir zu leiden haben, und endlich einmal Konsequenzen ziehen!

Der leidenschaftliche Protest der hart getroffenen, aber uneinsichtigen Pfingstbrüder

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe.

1 Jahreslosung 1983

2 Evangelischer Theologe und Missionswissenschaftler mit ökumenischer Ausrichtung: Mitbegründer des Konvents Bekennender Gemeinschaften und Begründer der Bekenntnis-Ökumene, Plenar-Referent am Internationalen Kongress für Weltevangelisation in Lausanne, 1974 und Manila 1987 sowie 1975-1984 Mitglied des Lausanner Komitees für Weltevangelisation.

Der Artos-Verlag bejaht das angeführte Zitat von Prof. Beyerhaus, distanziert sich jedoch von den ökumenischen Zielen der Bekenntnisbruderschaft unter Führung von Prof. Beyerhaus.

3 Die okkulte Welle, Missionsverlag der ev. luth. Gebetsgemeinschaften, Bielefeld, 1987(S. 9 und 10)

4 Glaube, Geist, Geister, Verlag Otto Lembeck, Frankfurt 1975

5 s. auch R. Holzhauer, „Dass euch niemand verführe“, Verlag und Schriften-

mission der evangelischen Gesellschaft Wuppertal, 1984, S. 124ff. „Zur Warnung ist jeder verpflichtet, der eine geistliche Lektion hinter sich hat…“

6 Anmerk. Bearb.: ca. 1982

Kapitel 2Die Gefahren für die Gläubigen der Endzeit

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe.

Kapitel 3Das Prüfen der Geister

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe.

Kapitel 4Langer Prozess der Loslösung

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe.

Kapitel 5Das Problem der Wortverkündigung in der Endzeit

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe.

Schlusswort

Mehr Grund zum Danken als zum Bitten

Nach Epheser 6,10-20 haben wir die Waffenrüstung Gottes, mit der wir gegen alle Angriffe des Feindes bestehen können.

Wir kämpfen weder magisch noch psychisch. Beides führt in Abhängigkeit von Mächten und Menschen.

Was war zuvor geschehen, wenn wir auf magische Weise (z.B. durch Pseudo-Gaben aus der Finsternis) angegriffen werden konnten?

Der „Gurt der Wahrheit“ war schlecht geschlossen. Der „Panzer der Gerechtigkeit“ wies Lücken auf. Die „Bereitschaft zum Dienst am Evangelium des Friedens“ hatte nachgelassen. Hatten wir es uns in Hauspantinen gemütlich gemacht? Der „Schild des Glaubens“ war seines Gewichtes wegen beiseite gestellt worden. Der „Helm des Heils“ war nicht mehr sorgfältig behandelt worden. Das Schwert des Geistes war rostig und stumpf geworden infolge mangelnder Pflege und seltenen Gebrauchs.

Der persönliche Kontakt zum HERRN (Bibellesen und Gebet) war infolge von Überaktivität, Müdigkeit oder Weltleben vernachlässigt worden.

Die Folge ist nun ein (für Christen zu lange anhaltendes) „Tief“ bis hin zu Depression oder Neurose. Was tun? Von einem Seelsorger zum anderen laufen?

Richtig wäre: So schnell wie möglich dem HERRN alle Probleme übergeben! Sich auf Sein Wort besinnen.

Jesus Christus spricht: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“ (Mt 11,28). Gilt das nur den Fernen? Nein, auch den Nahen, den Gestrauchelten, den Überrumpelten.

Und was tun wir stattdessen? Wir laufen von einem berühmten Seelsorger zum anderen, um nicht ganz kapitulieren zu müssen, erhoffen Besserung durch deren Handauflegung, suchen „bevollmächtigte Brüder“ auf, die den bösen Geistern gebieten sollen und die uns dabei doch nur umso fester an den Einflussbereich der Finsternis ketten.

Wir erwarten also Hilfe bei Menschen, in deren Abhängigkeit wir folgerichtig geraten. Das bewirkt neue Unfreiheit und zusätzliche Gebundenheit.

Aber wären wir denn stets frei von Nöten? Nein, wir müssen einüben, sie in Seiner Kraft zu bewältigen und zu tragen. Wir gehen zu IHM ins Kämmerlein, bekennen unsere Sünden, nehmen Seine Vergebung dankbar in Anspruch, sagen IHM unsere Not und suchen Seine Antworten aus der Schrift. Hierbei dürfen wir selbstverständlich auch die Hilfe von klarstehenden, uns bekannten Geschwistern in Anspruch nehmen.

Dabei werden wir dann wieder erkennen, dass wir weitaus mehr Grund zum Danken haben als zum Bitten.

Damit wären wir am Ende unseres kleinen Streifzuges bezüglich der endzeitlichen Gefahren für die Gemeinde angelangt. Es waren nur Andeutungen über einige Gebiete, die vielseitiger Ergänzung bedürfen.

Möge es der HERR schenken, dass sie uns – trotz aller Mängel des Dargelegten – zur Besinnung und Wachsamkeit dienlich waren.

Über den Autor

Rudi Holzhauer lebte von 1916-1989, doch eine Biographie von ihm werden wir vergeblich suchen. Schon oft wurde der Wunsch in der Vergangenheit geäußert, seinen Schriften und Büchern einen kurzen Lebenslauf voranzustellen. Auch sein Freund Arpád von Almássy (1920-2010), der ehemalige Sekretär des Bibelbundes und Herausgeber vieler Artikel von ihm, verneinte die Existenz einer Biographie mit den Worten „Rudi wollte das nicht“. So gilt es den Wunsch von Rudi Holzhauer zu respektieren!

Zurück bleiben einige Fragmente aus seinem Leben, die er selbst der Öffentlichkeit preisgab und in seinem Buch „Dass euch niemand verführe - persönliche Erfahrungen mit der charismatischen Bewegung“ niederschrieb.

Rudi Holzhauer gehörte zur Landeskirchlichen Gemeinschaft und kam laut seiner Aussagen in den 1950er Jahren durch den Dienst eines pfingstlerischen Predigers mit der Pfingstbewegung in Kontakt auf einer Konferenz der Freien Evangelischen Gemeinde, zu der Rudi Holzhauers Bruder gehörte. Der Bruder ging fortan ausschließlich in Pfingstkreise, während Rudi Holzhauer vorsichtiger wurde, zumal bei ihm durch Handauflegung dieses Pfingstpredigers Manifestationen auftraten, die er vorher nicht kannte. Durch das erlebte Beispiel seines Bruders, der in extreme Kreise geriet und einen stark schwärmerischen Dienst ausübte, wurde Rudi Holzhauer wachgerüttelt. Es wurde ihm bewusst, dass der „Pfingstgeist“ gnadenlos in den Abgrund führt. Doch dauerte es noch eine geraume Zeit, bis die endgültige Loslösung erfolgte. Durch den Umzug in den Raum Karlsruhe kam es durch den damaligen Hauskreis wieder zu Kontakten mit Pfingstbrüdern und der Taufe in einer Pforzheimer Pfingstgemeinde. Dies hatte jedoch verheerende Folgen für seine Frau, die bei der Taufe auch die sogenannte pfingstliche Geistestaufe erhielt. Erst nach wochenlangen Gebetskämpfen wurde sie wieder frei. Das Ringen um Klarheit bewirkte jedoch keine entschiedene Trennung von den Pfingstlern und deren Lehre. Erst als einer der Pfingstbrüder in schwerste geistliche Umnachtung fiel und einen Selbstmordversuch machte, war eine radikale Trennung geboten. Doch 1976 kam es ungewollt zu erneutem Kontakt mit dem Pfingstgeist, durch das Wirken einer Charismatikerin im damaligen Hauskreis mit zerstörerischen Folgen. Diese Erfahrungen führten ihn letztendlich dazu, die Antwort in der Schrift zu suchen und dem Einfluss der Verführung zu entkommen, um hinfort einen treuen Warn- und Aufklärungsdienst zu tun. Auch war er ein begnadeter Seelsorger, der zusammen mit seiner Frau vielen Verunsicherten und Verirrten den Weg zur Freiheit durch die Wegweisung der Schrift aufzeigen konnte.

Über seine letzten Jahre berichtet uns Arpád von Almássy im Geleitwort zur Schrift „Die Mystik“, veröffentlicht vom Bibelbund:

„Ein jeder, der Bruder Rudi Holzhauer in seinem Leben begegnete und zu ihm geistlichen Kontakt bekam, spürte, dass man in ihm – bei aller äußeren Unscheinbarkeit und Bescheidenheit – ein ,Original im Reiche Gottes‘ vor sich hatte. So wurde es uns geschenkt, mit ihm in den letzten Jahren die Gemeinschaft in unserem Hausbibelkreis zu erleben, wo er mir zum treuen Freund und Bruder wurde. Als dann sein schweres Leiden begann, wurde es mit unendlicher Geduld und ohne Klage aus des Herrn Hand angenommen. Im Mai 1989 durfte er zu IHM heimgehen.“

Das Lebenszeugnis im Buch „Dass euch niemand verführe“ sollte zur Warnung und Hilfe dienen, um den Glauben zu festigen wie auch alle anderen Schriften von ihm. So findet sich auch immer wieder ein Hinweis von ihm, dass nicht der Mensch im Mittelpunkt stehen soll, sondern Gott und so war es sein Herzensanliegen, ein Segen zu sein zur Ehre seines HERRN!

Unsere Empfehlungen

Georg Walter: Martin Lloyd-Jones: Ringen um evangelikale Einheit

Folgen Verlag, ISBN: 978-3-95893-000-1

Johannes 17 und Epheser 4 waren für Martyn Lloyd-Jones Schlüsseltexte in Bezug auf die Einheit der Evangelikalen. Einheit war für ihn nicht etwas, das man organisieren oder durch eine Institution verordnen oder schaffen konnte, sondern es war die Folge des wahren biblischen Glaubens an Gottes Sohn und dessen stellvertretendes Sühneopfer.

Somit ging es für ihn nicht darum, Einheit zu schaffen, sondern vielmehr darum, das zu vervollkommnen, was bereits existierte: die Einheit der Gläubigen durch den Geist. Aus diesem Grund war es für ihn von höchster Bedeutung, dass die Einheit in der Lehre bewahrt werden musste. Evangelikale Lehre, sofern sie die Bezeichnung „evangelikal“ im Sinne einer Orientierung am wahren reinen Evangelium noch verdiente, war für ihn unvereinbar mit liberaler Theologie.

Die vorliegende Schrift zeichnet die Bemühungen von Martyn Lloyd-Jones um Einheit unter bibeltreuen Evangelikalen nach. Sie zeigt Gründe und Folgen für sein Scheitern auf, die bibeltreuen Evangelikalen zu sammeln. In den derzeitigen Bestrebungen nach Einheit will diese kurze Schrift ein Beitrag zur Wegweisung sein. Fehler aus der Vergangenheit müssen sich nicht wiederholen, sofern die Bereitschaft vorliegt, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und treu dem HERRN der Gemeinde und seinem heiligen Wort zu folgen.

Georg Walter: Lobpreis, Anbetung, Worship - Die Bibel und Musik: Wie Christen dem Lob Gottes das strahlende Gesicht geben können, das Gottes Herrlichkeit widerspiegelt

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Dieses Buch wurde nicht geschrieben, um „Vorschriften“ zu erstellen, welche Art von Musik ein Christ hören darf oder nicht. Die vor­liegende Arbeit hat sich allerd­ings zum Ziel gesetzt, die Prinzip­ien im Umgang mit Musik im christlichen Leben zu erar­beiten und mod­erne Chris­ten zum Nach­denken anzure­gen, ob die gegen­wär­tige christliche Musikkul­tur nicht in manchen Punk­ten kor­rek­turbedürftig gewor­den ist.

Dieses Buch ist aus dem echten Anliegen ent­standen, zu ver­ste­hen, was in Bezug auf Musik im christlichen Leben und Wan­del vor Gott wohlge­fäl­lig ist und ob die Bibel wie auch die Kirchengeschichte hierzu hil­fre­iche Hin­weise gibt, um diese Frage zu klären. Möge der Leser aus diesem Grund das vor­liegende Buch in erster Linie als Denkanstoß denn als Antwort auf alle Fra­gen betrachten.

John Bunyan: Die Pilgerreise zur seligen Ewigkeit

Folgen Verlag, ISBN: 978-3-958930-05-6

Dieses eBook enthält die vollständige Ausgabe der Pilgerreise von John Bunyan. Als Grundlage diente eine deutsche Übersetzung von 1859, die für diese Ausgabe überarbeitet und der neuen Rechtschreibung angepasst wurde. Zusätzlich enthält sie die Zeichnungen aus der ursprünglichen Ausgabe.

Das Besondere an diesem eBook sind die verknüpften Bibelstellen und den Fußnoten. Insgesamt sind es über 500 Fußnoten mit ca. 1000 Bibelstellen, die direkt im eBook aufgerufen und gelesen werden können. Diese zahlreichen biblischen Verweise führten Charles Spurgeon zu folgender Aussage über John Bunyan:

Dieser Mann ist eine lebende Bibel! Wo immer du ihn auch anzapfst, wirst du feststellen: Sein Blut ist Biblin, die Essenz der Bibel selbst. Er kann nicht sprechen, ohne ein Bibelwort zu zitieren, denn seine Seele ist voll des Wortes Gottes.