Gedanken zu Christlichem - Alec Woods - ebook

Gedanken zu Christlichem ebook

Alec Woods

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Opis

Alec Woods prangert mit spitzer Zunge und Wortwitz in seinem mit zahlreichen Quellen belegten Buch das an, was im Namen Gottes und der Heiligen Kirche Menschen - vor allem auch den jungen, leichtgläubigen - angetan wird und wurde. Er versucht ein Spagat zwischen geschriebenen biblischen Worten, Gesagtem und der Realität. Er will sich selbst Fragen beantworten, auf die kaum jemand eine Antwort geben will. Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann all die grausamen Dinge zu, die Menschen anderen Menschen antun? Wenn sich Menschen der Nächstenliebe verschreiben, warum vergewaltigen sie dann Kinder? - In diesem vorliegenden Werk wird in erster Linie das Christentum betrachtet, wobei Woods vorwegnimmt, dass es in anderen Religionen ähnliche unbeantwortete Fragen gibt.

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Alec Woods

GEDANKEN ZU CHRISTLICHEM

Unsinn und Allerlei

Engelsdorfer Verlag

Leipzig

2017

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

ISBN 978-3-96145-008-4

Copyright (2017) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

Liebe Leser

dieser hoffentlich unterhaltsamen und zu Überlegungen anregenden Lektüre. Ich habe mir, nach reichlicher Überlegung, die freudige Arbeit gemacht, Unsinniges aus der christlichen Religion herauszusuchen, mir meine Gedanken darüber zu machen, es ein wenig zu kommentieren und/oder zu erweitern, um es dann als Buch, welches Sie nun in der Hand halten, zu veröffentlichen. Zu den verschiedenen Bereichen gebe ich meine Gedanken wieder, an denen ich Sie teilhaben lassen möchte.

Bei meinen sehr inspirativen Recherchen, ob in Büchern, Zeitschriften, aber auch im Internet, stieß ich auf viel unsinniges Zeug, welches die Katholische Kirche ihren Gläubigen, aber auch den Nichtgläubigen zu glauben anbietet. Ich selbst habe in meinen sehr „jungen“ Jahren einiges erleben und mitmachen müssen und stellte Jahre später fest, wie sie damit versucht, die Glaubenden für immer an sich zu binden. Dies will sie auch bei den (noch) Ungläubigen mit viel Brimborium und Überzeugungsquatsch erreichen. Mit wahrer Freude habe ich dazu nun meine sarkastischen und humoristischen Kommentare abgegeben. Ein wenig Satire darf ja wohl noch sein, oder?

Natürlich gibt es noch viel mehr, über das ich hätte schreiben und lästern können, doch sprengt es den Rahmen und dadurch die Kosten – auch für den Leser. Ich will nur einen kleinen, aber feinen Einblick geben und dazu anregen, im Internet und/oder in einschlägiger Literatur danach zu suchen – wenn man noch mehr über das, was ich recherchiert und kommentiert habe, Erheiterndes und Unsinniges, erfahren möchte.

Was ich aber auch an den Pranger stellen möchte, sind einige extreme kirchliche Grausamkeiten, die an den meist noch sehr jungen und leicht beeinflussbaren Menschen, die an das Gute der Kirche und der gepredigten Worte glaubten, begangen wurden. Ihnen ist sexueller Missbrauch widerfahren, weil sie den Gottesdienern ihr Vertrauen schenkten. Und womit dankte man es ihnen? Mit dem Verschweigen und Verleugnen der begangenen Taten. Was die prügelnden Täter in Talaren und Kutten betrifft, die habe ich ganz sicher nicht außer Acht gelassen. Viele sexuelle Opfer wurden erst durch brutale Schläge und psychische Erniedrigungen zu willenlosen Opfern gemacht. Immer wieder wurden die Schutzbefohlenen, und dabei lachten die Schläger oft auch noch, aus reinem Frust heraus verprügelt. Irgendeinen Grund fanden die Schläger der Heime und Internate immer – und waren diese auch noch so banal, wie beim Essen nicht zu sprechen. Ihr Wort war und ist Gesetz, und wer dieses nicht befolgte, dem wurde es, oft auch heute noch, eingeprügelt.

Über vieles von dem, was im Namen Gottes und der Heiligen Kirche verbrochen wurde, ist schon reichlich geschrieben worden. Da muss ich jetzt nicht auch noch zum Wiederholungstäter werden und mit ihnen ins Gericht gehen. Was ich aber auch nicht vergessen will zu betonen, ist, dass es auch in anderen Religionen ganz sicher reichlich unsinnige und lachhafte Rituale, aber auch Grausamkeiten gibt, die an ihren Gläubigen begangen wurden und immer noch werden. Und das alles im Namen ihrer Religion.

Sollte nun ein bigotter Christ oder ein Angehöriger des katholischen Glaubens aus der Pfaffengemeinde dieses Werk lesen, so hoffe ich doch sehr, dass er oder sie das ein oder andere selbst als Wahrheit und kirchlichen Unsinn erkennt oder sogar anerkennt. Und auch mal darüber schmunzelt, was ich geschrieben habe.

Ich will niemanden derer, die an Gott glauben, verletzen, wenn sie alles, was die Glaubensvertreter erzählen, als die einzige Wahrheit sehen wollen. Dann sollen sie das auch glauben dürfen – ohne Einschränkung. Aber bitte nicht mit mir und allen, die davon nichts wissen wollen. Ich will auch niemanden durch den Schmutz ziehen wie einen Putzlappen, der den Dreck wegwischen soll, doch aber aufzeigen, dass die Katholische Kirche durch viele ihrer Vertreter oft wie ein Putzlappen behandelt wurde.

Dennoch gebe ich zu, dass nicht alles purer Unsinn und reine Grausamkeit ist. Es gibt wahrlich Berufene, die für alle das Gute mit Liebe weitergeben. Sie sind es, die mit einem gerechten und gütigen Gott sind. Ihnen gebührt mein tiefster Respekt und meine Hochachtung. In ihnen wohnt und lebt der Gott der Liebe, wie die Menschen ihn sich wünschen. Gütig, gerecht, liebend und ohne Vernichtungsgedanken, wenn jemand nicht an den Gott der Kirche glauben will.

Und nun wünsche ich gute Unterhaltung.

Herzliche Grüße,

Ihr Alec Woods

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Gedanken zu Christlichem – Unsinn und Allerlei

Ordentliche Sünder!

Verflucht seien die Schäfchen des Herrn – wenn sie nicht zahlen wollen

Prädestination (lateinisch praedestinatio)

Ewiges Leben – im Himmel oder in der Hölle?

Katholisches Weihwasser

Gottes Tierrettung oder wer nicht spurt, den lass ich verrecken

Warum ist der Christ ein Christ – oder doch kein Christ mehr?

Rosenkranz (Paternosterschnur) – was ist das?

Preiswertes Sündenvergeben

„Vater unser, führe uns nicht in Versuchung“

Keine göttlich getauften Kinder und Waisenkinder

Aussage eines frommen Mannes

Irdische Apostel

Wahrheit und Lüge

Das Gehirn ist nicht ausgelastet

Christliche Intoleranz – nur angerissen

Gotteskrankheit Glaube

Heilige Pforte und das Heilige Jahr der Barmherzigkeit

Glaubenszitate

Waffensegnung für die Vernichtung

Die Arroganz der Kirchenfürsten – Seelsorger mit (Geistes)Behinderung

Allerheiligen und Nichtheiligen

Allerseelen – auch ein Fest für die Kirchenkassen

Heilige und Scheinheilige

Anleitung zum Seligsein – Ratschläge für Scheinheilige und solche, die heilig werden wollen

Die Mutter aus Kalkutta oder die Spendenbringende des Vatikans

Die Angst der Religionen vor der Entlarvung ihrer wahren Absichten

Farbenlehre der Kirche (Regenbogenfarben)

Glücklich ist der, der als ein Nichtgottesgläubiger nicht in einem Dorf lebt

Wie man erkennt, dass man aus der Kirche austreten sollte

Der erste Artikel – Von der Schöpfung

Was ist der Zweck einer Religion – aus meiner Sicht?

(M)Eine tief empfundene Aussage

Quellenverzeichnis

Gedanken zu Christlichem – Unsinn und Allerlei

Alles begann mit der Sünde, Gottes herbeigeführter Erbsünde

Lasset uns Menschen machen (1. Mose, 26) hat er, Gott, gesagt! Er war also nicht allein! Zu wem hat er das gesagt? Gab es außer ihm noch einen Gott – oder mehrere davon? Nennt er sich eigentlich selbst Gott? Wie ist sein echter Name? Namen hat er von den Irdischen reichlich erhalten, doch wer kennt den wahren Namen dieses Allmächtigen? Und konnte er das nicht allein – Menschen machen? Er selbst stellt schon auf der ersten Bibelseite seine Allmacht infrage.

Gott schuf Adam, den ersten Menschen, aus Erde und Eva aus Adam – aus einer seiner Rippen. Martin Luther hat die erste Frau zum Ableger von Adams Rippe gemacht. Eva ist quasi Adams Flanke entsprungen. Doch beide zu absolutem Gehorsam verpflichtend, überließ er ihnen den Garten Eden – und sie den Überredungskünsten einer Schlange. Eva aß also den Apfel vom Baume der Erkenntnis und gab ihrem Adam davon ab. Der allwissende Gott aber, der in des Abends Kühle im Garten wandelte, in dem auch Adam und Eva sich aufhielten und an einer Frucht des verbotenen Baumes knabberten, fragte und rief einfach mal so aus der Laune heraus: „Adam, wo bist du?“ Und weiter: „Hast du etwa vom Baum gegessen, von dem ich dir zu essen verboten habe?“ Ja, da hört man doch die Schadenfreude und Häme bei unserem allwissenden Gott, denn er wusste, dass Adam dem Weibe gehorchen, den Überredungskünsten nicht gewachsen sein würde. Und Adam sprach: „Das Weib, das du mir zugesellt hast, das hat mir von dem Baum gegeben, da hab ich gegessen.“

Bei der Bibelübersetzung ist etwas falsch gelaufen. Die beiden haben gar nicht von einem Apfel genascht, sondern von einer Feige. Abgesehen davon, warum hat Gott nicht rechtzeitig verhindert, dass die sündige Eva den doofen Adam eine Sünde begehen lässt? Weil er es nicht wollte? Hat er diesen Fehltritt Adams vorhergesehen und wollte sehen, wie er schnurstracks in die Eva-Apfel-Falle läuft? Oder wollte er Adam dabei erwischen, wie er eine Sünde begeht und dabei Eva gehorcht, aber nicht dem Verbot seines Gottes, seines Schöpfers. Oder hat Gott nicht aufgepasst, welche Sünde seine erstgeschaffene Maid für Adam da vorbereitet? Und so entstand die Erbsünde, von ihm selbst eingefädelt, bereits unter den Augen Gottes, der ein makaberes Spiel mit seinen Erstgeschöpfen trieb, denn auch Eva tapste in eine wahrlich teuflisch gut vorbereitete Sündenfalle. Und wie wir wissen, sind alle Geschöpfe der Erde Geschöpfe Gottes, so auch die Schlange im Garten Eden, wo Adam und Eva ohne jegliches Schamempfinden lebten.

Dann ging Gott hin, immer noch in seinem Paradies, und machte seinen missratenen Geschöpfen Röcke aus Fell und legte sie ihnen um. Dazu musste er vorher allerdings andere seiner Kreaturen umlegen, woher sonst bekam er seine nötigen Felle? Hat er die Tiere eigenhändig zu Tode gebracht, um ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen? Und danach schmiss er Adam und Eva aus dem Garten Eden.

Viele Jahre später erlaubte er den Nachkommen von Adam und Eva, zumindest unternahm er nichts, Sünden zu begehen und zu sagen, es sei alles gottgeliebt und gottgewollt. Diese erste Sünde kann nur durch die Taufe getilgt werden, durchgeführt von einem geweihten Mann, keiner Frau, einem Priester, keiner Priesterin. Diese perfide Erfindung schuf eine Religion der Angst, die bis heute die Seele und den Geist vergewaltigt.

Was wäre seitens Gottes geschehen, wenn er Adam und Eva bei einem lustvollen Schäferstündchen erwischt hätte? Wenn er gut drauf gewesen wäre, was er eh nur selten war, dann hätte er sicher laut verkündet: „Hurra, endlich werde ich Opa – und das nach einer langweiligen Ewigkeit.“ Und die Engelein, die braven, hätten im Chor „Hosianna“ gerufen.

Wenn man aber die Bibel richtig gelesen und übersetzt hätte, stammte die jetzige Menschheit nicht von Adam und Eva ab, sondern ist auf den dritten Sohn Evas, Seth, zurückzuführen. Adam und Evas Stammbaum endet bei Noah und dessen Nachfahren. Die Erbsünde ist eigentlich von der Sintflut weggespült worden, was aber der Kirche nicht passt. Und so bleibt die Erbsünde bestehen, um den Menschen ein Höllenszenario aufzuzeigen, wenn sie nicht getauft werden und so der Kirche, wenn auch meist ungewollt und unwissend, beitreten.

Worte, die Frauen in der Welt der Christen betreffend1

„Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen.“ (Johannes Chrysostomos, 349–407, gr. Kirchenlehrer)

„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbild geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen.“ (Kirchenvater Augustinus, hl., 354–430 – Augustinus gilt als einer der bedeutendsten Kirchenlehrer)

„Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde.“

„Die Frau ist ein Mißgriff der Natur … mit ihrem Feuchtigkeitsüberschuß und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger … eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann. Die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann.“ (Thomas von Aquin, Heiliger, Kirchenlehrer und Patron der katholischen Hochschulen, 1225–1274)

„Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!“ (Papst Pius II., 1405–1464)

„Eine weibliche Person darf nicht ministrieren … ist nur gestattet, wenn keine männliche Person zu haben und ein gerechter Grund vorhanden ist. Die weibliche Person darf aber auf keinen Fall an den Altar herantreten und darf nur von ferne antworten.“ (Kirchliches Gesetzbuch von 1917)

„Auch sie (die Ehe) basiert auf demselben Akt wie die Hurerei. Darum ist es das Beste für den Menschen, kein Weib zu berühren.“ (Quintus Tertullian, Kirchenschriftsteller, um 160–nach 220)

„Weiber sind von der Natur zum gemeinschaftlichen Genuß bestimmt.“ (Karpokrates, Frühchrist und Klostergründer)

Hat sich an diesen frühchristlichen Worten, welche die Frau betreffen, bei den heutigen Religionsführern großartig etwas verändert? Sind das nicht kirchenliebliche Worte, an denen immer noch festgehalten wird? Ja, so ist es auch heute noch oft zu hören, wenn es um das Weib geht. Von Anbeginn der Menschheit, bei Adam und Eva, steht die Frau immer schlecht da. Und so ist es auch heute noch.

Nun komme ich zu den Ordentlichen Sündern, die sich selbst so nicht sehen, jedoch aber Sünden vergeben – im Namen Gottes. Welch gottverdammte Anmaßung ist das nur, dass die ärgsten Sünder Sünden vergeben.

Ordentliche Sünder!

Wenn man alles liest, gelesen hat, was über Ordensgemeinschaften zu lesen ist, wie sie mit Menschen und Tieren, aber auch mit Gott, ihrem Herrn, sehr oft auch grausam verfuhren, dann stellt man fest, und dies ganz schnell, dass sehr viele der Angehörigen der vielen Ordensgemeinschaften (Glaubensbrüder) reinrassige Sünder sind. Huch, was ist das für eine vehemente Aussage, und das schon zu Beginn dieser Lektüre! Sicher ist, dass diese nicht nur die Menschen und Ihresgleichen belogen haben, nein, auch Gott haben sie belogen – tausendfach. Und wenn es keinen Gott gibt, was für viele dieser Männer der Kirche sicher ist, dann ist es ihnen dennoch egal, ob sie lügen und wen sie belügen.

Wurden und werden solch seltsame lügnerische Gestalten gesucht, um ihren Sündenhaufen stets zu mehren – für den Papst und den Vatikan der Katholischen Kirche? Das Credo daraus ist, wenn also alle Ordens- und Glaubensbrüder Sünder sind, dann sind sie der Verdammnis sicher und somit des Teufels Nachwuchs. Wie kann man dann solchen Menschen, den Brüdern im Geiste der Katholischen Kirche, nur den Glauben der Unschuld schenken, zukommen lassen, wenn sie von sich selbst behaupten, sogar offen prahlend damit umgehen, sich selbst schon fast lobpreisen, dass sie Sünder sind. Und Sünder kommen ja bekanntlich nicht in den Himmel. Doch was schert es sie, wo und ob es einen Gotteshimmel, das Paradies nach dem Tode gibt. Ihr Himmelreich, stark vergoldet, ist hier auf Erden. Besonders wenn die Gedankenlosen und stark denkdefizitären Gläubigen, die dadurch zu Zwangsgeführten, wie goldige, blökende Schafe, geworden sind und reichlich zu deren irdischem Paradies beitragen. Geführt und geschröpft merken sie nicht, wie ihnen das Fell von den Verführern über ihre Lauscher gezogen wird. Und so geschieht es auch heute noch. Und das Schaf grast weiter auf einer dürren Weide.

Auch wenn sie mit ihrer Sündenoffenbarung um Gnade heischen, so bleiben sie dennoch, laut Ignatius, Sünder. Und Sünder, die sich nicht ändern, zum Himmlischen, kommen dann in das Höllenparadies, dem der Vatikan schon sehr nahe kommt. Und solche Sündenbekenner sind hinlänglich dafür bekannt, dass sie es mit der Sünde, was ja schon fast alles bei ihnen ist, meist durch Taten im Verborgenen, unterm Priesterrock und unter dem Röckchen eines Ministranten, nicht so genau nehmen. Motto: „Warum die Wahrheit sagen, wenn mich die vielen Lügen und kleinen Verfehlungen (ach, wie niedlich, so nennen es die Rock tragenden Liebesverkünder, wenn sie Kinder missbrauchen beziehungsweise missbraucht haben) auch ins Paradies bringen?“ Doch sind sie die Rhetoriker und Rabulisten des Teufels und seiner Vertreter hier auf Erden. Die Ordensbrüder, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, würden sogar andere Planetenbewohner mit ihrem Lügengeschwätz überrollen, nein, sogar regelrecht überfallen und bei Nichtgehorsam (den noch ver- und geschlossenen Ohren) mit Gottes Liebeshieben ihren Irr- und Wirrglauben einprügeln, bis dieser Liebesgott der Pfaffen dann aus ihren vielen Wunden herausfließt. Unverschämt, wie sie, die Prediger des irren Erdengottes, ihres irdischen Gottes, nun mal sind, behaupten, nein, verkünden sie dann, dass die nun Bekehrten ihr Blut gerne für einen neuen (anderen?) Gott, einen Liebesgott vergießen. Und der Himmel, ja, der wird von diesen wahnsinnigen Predigern später noch bearbeitet beziehungsweise erobert! Amen!

Und wenn schon die Diener des Papstes im Gewande des Priesters (was ziehen die Pfaffen eigentlich zum Fasching an? Ein Teufelskostüm?) doch nur Sünder sind, ja, wem soll und kann oder könnte man dann ruhigen Gewissens noch Glauben schenken? Ich nehme mal an, niemandem, der sich als Prediger des Guten, der Kirche Jesu zu erkennen gibt. Allein zu behaupten, man sei unfehlbar, ist schon eine Sünde, aber dann noch von jemandem direkt zu hören, er sei ein Sünder, sollte einen doch möglichst schnell dazu bringen, im Schweinsgalopp sofort großen Abstand zu diesem Mann und der Religionsgemeinschaft der Katholiken und ihrer Ableger herzustellen. Ganz pervers ist es, wenn jemand von sich sagt, vor allem wenn es ein Pfaffe ist, dass er ein Sünder sei, weil er so hofft, dass diesem Wahrheitsverkünder („Ich bin ein armer Sünder“, was er mit Sicherheit nicht ist) eine Freisprechung seiner Sünden, seiner eigentlichen Dauersündhaftigkeit, eine Absolution ausgesprochen wird. Was ist das für ein Heuchelei und spitzfindige Sauerei, sich als Sünder zu offenbaren, nach Vergebung zu heischen, um dann, ungeschoren und ungestraft, seine vielen Verfehlungen, Kinder zu prügeln, Kinder zu missbrauchen und vieles mehr, weiter und wieder begehen zu können. Sie erhoffen sich dann die Sündenfreisprechung von den willenlosen Gutgläubigen, denen man jede Sünde eines Pfaffen noch als etwas Reines, Gottgewolltes verkaufen kann, da Gott den Menschen, besonders den Männern, immer neue Proben (Sündenfallen) des Glaubens auferlegt. Ganz schön hinterfotzig und heuchlerisch, wie hier mit den Worten gespielt wird, um das einfache Denken, das arme überforderte Hirn zu verwirren, bis es jeden Glaubensmist, dass man ein Sünder des Herrn sei, glaubt und ihn dann auch noch bemitleidet. Wie es den Opfern geht, das interessiert nicht mehr.

Gott schafft also Sünder, um den (noch immer) Ungläubigen, die oft nichts von dem, was man ihnen sagt, verstehen, glaubhaft zu machen, dass immerwährende Sünder, die in die Hölle kommen, doch eigentlich die guten Menschen sind. Indem sie zugeben, dass sie Sünder sind, sprechen sie die Wahrheit und können, werden oder müssen somit in den Himmel kommen. Damit soll nun mal jemand klarkommen, mit so viel wirrem Zeug, welches das Gehirn in geistige Mitleidenschaft zieht (mich nun auch) oder so dumm und marode werden lässt, dass man den Gottesverkündern das (eigene) Denken unverzüglich (freiwillig?) übergibt. Sodass man sein Leben, um nicht ganz verrückt zu werden, in deren nimmersatte Hände legt, um sich dann, hoffentlich, Gott zu nähern. Und ich dachte immer, das Beten reiche aus. Oh Herr, warum hast du mich so lange zum Narren halten lassen? Was haben ich und viele, sehr viele Millionen Menschen dir nur angetan, sie so unverschämt zu verarschen? Tja, da habe ich mich (in dir, oh Herrgott) getäuscht oder täuschen lassen.

Mit kleinen Kindern, die diese oft nicht mehr zu glaubenden, fast schon märchenhaften und fantasiereichen Gottesgeschichten zu hören bekommen, kann man ja alles machen, ihnen alles erzählen. Diese Gottesworte klingen nicht nach der Wahrheit! Die Kinder wissen nichts, doch glauben sie alles, was Gottesliebende, also Pfaffen, Nonnen und wirre bigotte Menschen, ihnen von einem Liebesgott erzählen. Oh ja, sie sind so leicht zu führen und zu beeinflussen. Zumindest so lange, bis sie, die Heranwachsenden, zu denken beginnen und das Gehörte hinterfragen. Meist mit der Erkenntnis, dass das fast alles nur Lügen waren, die man zu hören bekam.

Tja, ich sage Ihnen, nur wer die göttliche Lüge beherrscht, der kommt auch in den Himmel. Und so fragen Sie sich, wenn Sie ein betroffener Leser sind, schon bald und immer wieder: „Warum nur wurde uns all dieser Mist, diese Fabeln erzählt?“ Möge sich der Leser hierzu nun seine eigene Antwort geben.

Mit Pracht und Prunk sind sie geschmückt – und ein paar kleinen niedlichen Verfehlungen, also lässlichen und lächerlichen Sünden, so winzig klein, dass die Vertreter Gottes darüber nur schmunzeln und mit den Augen zwinkern, dabei aber nicht vergessen, einen leicht betrübten und zerknirschten Reueblick, wegen ihrer Fehlerchen, zu zeigen. Der schwer beladene Sündenschädel neigt sich ein wenig nach unten und die halb geschlossenen Augen verdrehen sich, fast schon schmerzhaft (ein klein wenig Sündeleinschmerz soll ja sein) und mit einem „Vergib mir“-Blick, nach oben. Vor dem Bekennen ihrer Sünden denken sie jedoch schon gierig an das Hab und Gut der Bekehrten (?), denen sie ihre Gotteslügen als Worte des Heils verkünden, um so ja an ihr Erspartes zu kommen, um weiter in Saus und Braus zu leben. Und zurück in ihren Palästen grinsen sie über den dummen August (Milliarden an der Zahl), der sich belügen und bescheißen lässt, dass sich die Kirchenbalken biegen und sich der Verstand der Gläubigen verknotet. Dieser Verstand der hoffentlich Gläubigen, aus der Sicht der Pfaffen eher klein, interessiert nicht, damit kann man nichts kaufen und der Glaubensgemeinschaft (Vatikan usw.) oder sich selbst nichts übereignen. So wie in den alten Zeiten, den guten! Immer nach dem Motto: „Ja, des waren noch die schönen, alten (Haus, Hof und Gut bringenden) Zeiten.“ In der wahrlich guten, alten Pfaffen-Zeit, da waren die einfachen Leute noch dumm und formbar mit den glückseligen Worten der Prediger. Und die predigten viel! Besonders wenn diese am Sterbebett eines Gut(s)gläubigen standen und ihnen ihr Hab und Gut, mit einem milden Blick und den Rosenkranz um die geldgierigen Hände gewickelt, abschwatzten! Und wenn es ums Verrecken nicht mit sanftmütigen Worten zu einer Unterschrift des Überlassungs-/Erbscheins führte, dann probierte man es mit der harten Methode, einem Höllenszenario nach dem Motto: „Jetzt schau, dasd endlich unterschreibsd, sondsd kimmsd ind Häi (Hölle), dea ewign Verdammnis – du Verdammter, du Gottloser.“ Und schwups wurde das Testament dann (oft) zugunsten der selig machenden, heiligen Katholischen Kirche übermacht. Gelobt sei Jesus Christus. Und wenn diese Überredungskünste auch nichts halfen, dann wurden extrem scharfe Wort-Geschütze aufgefahren. Und göttlich lieb waren die nie.

Weil wir gerade mal dabei sind: Hier noch eine weitere christlichliebevolle Freundlichkeit, die ich in einem Buch, Autor unbekannt, doch lebend in Spanien, gefunden habe. Im Internet ist von dem Autor jedoch nichts (mehr) zu finden. Ich hatte Glück und kann auch andere ein wenig an seinem Werk teilhaben lassen. Folgend nun ein wunderbares Geistes- und Meisterwerk daraus.

Verflucht seien die Schäfchen des Herrn – wenn sie nicht zahlen wollen

Die Religion der Nächstenliebe machte es den Stellvertretern Gottes hier auf Erden nicht immer leicht, so zu leben, wie es der Herr mit Wohlgefallen gerne sähe. Trotz aller Anstrengungen im Unternehmen zur Verbreitung des Heils und der Erlösung reißt auch mal dem geduldigsten der Diener Gottes der Geduldsfaden ob seiner störrischen Schäfchen, die nicht immer willens sind, sich auf vorgeschriebene Art erlösen zu lassen. Auch leisteten sie des Öfteren Widerstand, weil sie mit der Art und Weise nicht einverstanden waren, wie sie zur Wiederauferstehung und zur rechten Seite (die linke kann es auch sein) Gottes gebracht werden sollten. Meist geschah das nicht mit liebevoller Überzeugung, sondern mit schmerzlicher Unterwerfung. Um nun auch diese Uneinsichtigen der Liebe Gottes teilhaftig werden zu lassen, versuchten es die Nachfolger des Herrn Jesus mit den Maßnahmen, die ihnen ihr Gott in seinem Wort verkündet und von denen Moses schon persönlich gehört haben soll.

Einer dieser fürsorglichen Gnadenerweise zur Rettung von Seelen war das Verfluchen. Während es in der Bibel noch kurz und schmerzvoll heißt: „[…] der sei verflucht!“, brachten es die Besserwisser des himmlischen Herrn in eine beamtete Fassung, sodass es für die armen Betroffenen keinen Ausweg mehr gab. Und, Ordnung muss sein, hier ist sie:

Verflucht sollst du sein, immer und überall. Verflucht, bei Tag und in der Nacht, und das jede Stunde, egal ob du wach bist oder schläfst. Verflucht sollst du sein, wenn du fastest, aber auch wenn du essest und trinkest. Verflucht seist du, wenn du redest oder schweigest. Verflucht auch, ob du drinnen oder draußen bist, aber auch, ob du auf dem Lande oder auf dem Wasser bist. Verlucht seist du vom Wirbel deines Hauptes bis zu den Fußsohlen. Deine Augen sollen nichts mehr sehen, deine Ohren nichts mehr hören und deine Stimme soll nicht zu hören sein. Deine Zunge soll im Gaumen stecken bleiben, deine Hände sollen nicht mehr greifen können und mit den Füßen sollst du nicht mehr gehen können. Verflucht seien alle deine Gliedmaße, ob du stehest oder liegest. Mögen deine Lichter beim Kommen des Herrn am Tage des Gerichtes für immer verlöschen. Dein Begräbnis soll geschehen mit den Hunden, Schweinen und den Eseln. Und deinen Leichnam mögen die hungrigen Wölfe fressen. Und für immerdar mögen dann der Teufel und seine Gesellen der Hölle deine Begleiter sein.2

Ja ich weiß, das sind wahrhaft christliche Worte, doch so, oder ähnlich, könnte ein Verfluchen sein, wenn du nicht spurst, um dich bekehren zu lassen und dafür auch noch zahlst. Mein Kommentar hierzu: „Und zum Schluss des Lebens, wenn die Unterschrift auf den Überschreibungsvertrag gesetzt wurde, gab es dann – endlich – die Sündenvergebung. Ja, da will man sofort zu Kreuze kriechen und mit Gottes Segen alles an den Vatikan vermachen, um ja in den Himmel zu kommen. Verflucht sei … wer mich daran (nicht) hindern will. Amen!“

Hier noch eine Erklärung zur seltenen Eile der Herren der Kirche zu ihren Gläubigen. Es gibt Kirchentheologen im höheren Dienst, die für mehrere Briefe ein Jahr oder länger, aus angeblichem Zeitmangel, nicht mal eine Empfangsbestätigung rausgeben. Diesen „Kirchenfürsten“ ist es auch egal, wohin die Glaubenden von ihrer Kirche geleitet werden, wenn sie danach fragen – was aber so gut wie nie der Fall ist, da sie immer das machen, was die Herren der Glaubensdogmen ihnen sagen, damit sie irgendwann mal in den Himmel kommen. Diese Worte sind wie eine Rolltreppe oder ein Turbolift, die in den Himmel führen – ohne sich selbst anstrengen zu müssen, um in das Paradies Gottes zu kommen. Ja, was will denn ein Gläubiger noch, wenn er in das himmlische Paradies eintreten will? Sich Bergsteigerschuhe anziehen und den Olymp mit viel Mühe der Selbstgeißelung erklimmen?

Ein Katholik, der in den Himmel will, und das will ein Katholik immer, ist verpflichtet, auch den größten Blödsinn zu glauben, den die Kirchenmänner verzapfen, auch wenn es nur heißt, dass sie keine Zeit hätten, weil Gott gerade ein Plauderstündchen mit ihnen halte, wie mit den Christen zu verfahren sei. Doch wenn ihnen jemand schreibt, er vermache sein ganzes Hab und Gut der Kirche – nur dann lassen sie einen „Untergebenen“ sofort zum Vermachenden latschen, um an dessen Besitz zu kommen.

Das stets Wichtigste für die Kirchenoberen aber ist, immer eine Möglichkeit zu finden, ihr fürstliches Gehalt abzusichern.

Kollekte in der Römisch-Katholischen Kirche

In der Heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen wird der Klingelbeutel herumgereicht und die Kollekte gesammelt. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Wehe es wurde bemerkt, dass jemand nicht reichlich oder gar nichts gab. Derjenige wurde vermerkt und nach der Messe sanft auf seine Spendenbereitschaft angesprochen. Blicke, die einen fast schon vernichteten, wurden dann vom Banknachbarn, den Spendablen zugeschmissen. Das fühlte sich immer an, als wenn einen der Vernichtungsstrahl Gottes treffe. Die Sekundanten Gottes, die, die während der Messe alles für den Pfarrer beobachten, sind geschulte Beeinflusser, um den „Geizkragen“ dabei zu helfen, beim Geldspenden ja nie wieder negativ aufzufallen. Besonders schlimm fällt man auf, wenn man in einem Dorf lebt und dort zur Kirche geht, aber nicht reichlich spendet. Mein Tipp: Ziehen Sie in eine Großstadt oder gehen Sie dort in die Kirche.

Diese, hoffentlich reichliche, Kollekte wird dann – zusammen mit den eucharistischen Gaben (Hostie und Wein) – zum Altar gebracht. Sinnbildlich bringen die Gläubigen ihre Gaben zum Altar. Wie, was heißt denn das schon wieder? Dass man nur ein Abbild, eine Kopie eines Geldscheines herzeigen muss oder am Altar ablegt? Stimmt doch gar nicht. Die Kirchgänger müssen echte Knete abdrücken. Mit Kopien gibt sich keiner der Kirchenherren zufrieden. Und ein Wurstbrot brauchst du denen auch nicht bringen. Und sei es noch so fett belegt. Den Kirchenherren ist immer das Geld am liebsten.

Früher brachten die Gläubigen ihre Gaben – Brot, Wein, auch Naturalien – zum Altar oder es sammelten Diakone die Gaben und trugen sie nach vorn. Und in der Sakristei haben sie, die Prediger und ihre Helfer, dann geschlemmt, bis sie vom Stuhl kippten. Ja, früher gaben sie sich noch mit Naturalien zufrieden, dachten aber nicht daran, dass es dann bei manchen Gläubigen nichts mehr auf dem Tisch gab, um deren eigenen Hunger zu stillen. Sie hielten sich, so auch heute noch, an den Spruch: „Nur wer sich selbst hilft, dem hilft Gott.“

Irgendwann im Mittelalter entwickelte sich die Form des Opfergangs, bei dem die Gläubigen ihr Geldopfer in einer Prozession zum Altar brachten und dort niederlegten. Wohl unter Zwang und Androhung der ewigen Verdammnis, wenn sie nicht ihr Geld beim Pfarrer ablieferten – zu dessen leiblichem Wohl sowie für Prunk und Pracht. Klar, Gold und Silber machen Leute – mit erhabenen Gewändern.

Und wenn all diese „Spenden“ wegbrechen, weil immer mehr aus der Kirche austreten, da sie erkennen, was Sache ist, fallen dann auch die vielen „Vergnügen“ bei den Predigern weg. Oh Gott, sie verfallen der Armut?! Wer das glaubt, der wird wahrlich selig werden. Diese Gottesvertreter erfinden immer neue Möglichkeiten, wie sie an Geld, viel Geld kommen. Um die muss sich keiner Sorgen machen. Ich mache mir, in Gottes Namen, keine Sorgen um sie. Amen!

Sollte doch mal, was sehr unwahrscheinlich ist, ein Diener Gottes, ein Pfarrer, bittere Armut erleiden, dann lasst uns ihm Almosen zukommen. Dazu muss man kein Christ sein, sondern ein Mensch mit Herz.

Im Neuen Testament wird der Grundsatz vertreten und ermahnt, allen Menschen Gutes zu tun – besonders den Hausgenossen des Glaubens (Galater 6,10). „Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten […] denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.“ (2. Korinther 9,6-7)

Sündenvergebung – Geldeintreibung

„Die Kirche ist immer heilig, egal wie sündig ihre Priester sind!“ Diese für die Zukunft seines Standes prophetischen Worte, soll ein Papst gesagt haben, der auch die Vergebung der Sünden eines Menschen durch einen anderen Menschen erfand und der damit seiner Kirche eine Geldquelle eröffnete, die umso mehr sprudelte, je dümmer und ungebildeter die Gläubigen gehalten wurden. Die Dummheit und Unwissenheit der Massen sind die Fundamente der Macht der Seelenbeherrscher. Es lag und liegt im Interesse der Kirche, diese Grundlage zu erhalten. Bildung und Wissen würden den Menschen den wahren Inhalt der „Heiligen Schrift“ klarmachen. Die wichtigste Maßnahme war also, der Bibel einen göttlichen Ursprung zu geben, sie als „Gottes Wort“ den Menschen einzuprägen. Durch diesen Trick waren Gegenwehr und Argumentation dagegen unmöglich – und das Geld der Sünder dann ihres.

Ja, was sind das nur für nette, total sozial eingestellte Menschen, uns Deppen, mehr sind wir für sie eh nicht, zu führen und über irdische Hürden zu verhelfen, die sie jedem einreden wollen. Was braucht es, um schon auf Gottes Erden glücklich zu sein?! Keine Zugehörigkeit zu diesem apostolischen Verein! Und die Freisprechung meiner Sünden, die interessiert sowieso keine alte K-Sau. Mein Freisprechungssold für die Kirchenherrlichen aber schon. Motto: „Wo bleibt die Mörderkohle, die uns durch Gottesgnaden zusteht?“

In der Abendmahlsliturgie singen Christen seit zwei Jahrtausenden: „Agnus dei, qui tollis peccata mundi.“ Übersetzt heißt das: „Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt.“ Mein Gott, der muss aber schon viel schleppen, doch mit Paps Hilfe fühlen sich die tonnenschweren Sünden leicht wie Federn an. Gut, dass es so einen Papi gibt, der einem die Last erleichtert. Warum aber bürdet er sie seinem Buben auf? Klar, um seinen Christen, den Sündhaften, die Sünden zu erlassen. Und warum? Damit diese nicht durch noch mehr Sünden erdrückt werden. Gut nur, dass es da einen solchen Esel gibt, den man belasten kann.

Ich sage, es sind nicht die Sünden der Welt, es sind die vielen Sünden der Christgläubigen. Schon gar nicht derer, die freien Willens sind, wie Gott es offenbarte.

Kirchliche Rabulistik oder wie man die Gläubigen zum Narren hält und macht