Für BERLIN von Stalin DE - Arnold Buzdygan - ebook

Für BERLIN von Stalin DE ebook

Arnold Buzdygan

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Opis

Der Tag im Februar 1953 war außergewöhnlich schlimm, genau wie das, was darin geschehen sollte. Eine Gruppe polnischer Kriegsgefangener aus der antikommunistischen Widerstandsbewegung, die von einem KGB-Offizier beaufsichtigt wurde, vergrub in West-Berlin eine äußerst gefährliche Waffe, die die Nazis "Wunderwaffe" mit der Aufschrift "Für Berlin von Stalin" nannten.

Mehr als 60 Jahre später fand eine Gruppe junger Deutscher beim Tauchen in einem verlassenen Steinbruch auf dem Grund einen alten Lastwagen mit mehreren Opfern in polnischen Uniformen aus dem Zweiten Weltkrieg und einen Brief des Hauptmanns der AK "Zielowy", in dem das Verstecken dieser Waffe durch den KGB beschrieben wird.

 

 

Sie riefen Anna, eine bekannte deutsche Enthüllungsjournalistin, an und schickten ihr ein Foto des Briefes von "Zielowy".

 

 

Mit einer perversen Wendung des Schicksals wartete Anna auf eine Putzfrau aus der russischen Botschaft, die ihr von der Ermordung eines jungen Deutschen durch KGB-Offiziere erzählte, der einen alten Sender in der Botschaft reparieren wollte.

 

 

Anna beschloss, die Sache mit der versteckten Waffe zu erklären, da sie nicht vermutete, dass die beiden Fälle miteinander zusammenhingen, und nicht wusste, dass der KGB auch nach einem Ort suchte, an dem die Waffe versteckt war, und jeden tötete, der in irgendeiner Weise mit der Sache in Berührung kam.

 

 

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Liczba stron: 53

Rok wydania: 2020

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Anna verließ das Hotel und lief die Straße zum Ring. Sie hatte es eilig, denn sie vergeudete zu viel Zeit vor dem Spiegel und war praktisch jetzt schon zu spät. Plötzlich blieb sie stehen.

Irgendetwas überwältigte sie. Der Mann. Der Mann auf der anderen Straßenseite, der gerade an ihr vorbeiging! Sein Gesicht sah sie nur einen ganz klitzekleinen Augenblick, aber sie spürte irgendwie, dass es irgendjemand war, der wichtig ist.

Ihre Erinnerung konnte dem Gesicht aber keinen Namen zuordnen, keine Begebenheit, nichts. Sie drehte sich nach ihm um, wollte ihm zurufen, aber da meldete sich ihre Kinderstube.

Man spricht keine fremden Männer auf der Straße an. So blieb ihre Stimme in der Kehle stecken, nur ihr Mund stand noch eine Weile auf. Sie wäre ihm so gerne gefolgt, um ihn anzusprechen. Sie musste dieses Gefühl jedoch unterdrücken, sie war ja schon verspätet. Verdrossen machte sie sich auf den weiteren Weg zum Ring.

Professor Redlich war bereits da. Vor ihm stand auf dem Tisch ein Laptop. Er tippte auf der Tastatur. Ein Glück, da hat er sich wenigstens nicht gelangweilt, als er auf sie wartete. Als Anna an den Tisch trat, erhob er sich schnell. Sie reichte ihm die Hand.

"Guten Tag!" - ich bin Anna Schulz.

"Angenehm, Albrecht Redlich" - er lud sie mit einer Geste zum Hinsetzen ein.

"Was führt Sie denn so dringlich zu mir" - fragte er.

"Ihre Dissertation. Ich muss alles über die Wunderwaffe erfahren" - antwortete sie.

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"Ich weiß nicht, ob Sie an der richtigen Adresse sind, meine Arbeit zur Wunderwaffe wurde generell verpönt.

"Das ändert aber sicherlich nichts daran, dass sie darüber alles wissen, was zu wissen ist."

"Das stimmt, wäre nicht mein umfangreiches Wissen, so hätte ich meine Arbeit kaum verteidigen können." Der Professor lächelte seine alten Erinnerungen an.

"Was war es also, diese Wunderwaffe, wozu sollte sie dienen?

War das irgendeine riesige Bombe, die radioaktives Material verteilen und die Umwelt verseuchen sollte?

"Meinen Sie die sogenannte "schmutzige Bombe”?

"Ja, die meine ich!"

"Nein, wir sprechen von einer Wasserstoffbombe."

"Hitler verfügte über eine solche Bombe, die Hiroshima und Nagasaki zerstörte!?"

"Nein, wir sprechen von keiner Atombombe, sondern von der viel stärkeren Wasserstoffbombe. Ich bin mir sicher, dass wir als Deutsche nicht nur die Spaltung des Atomkerns sondern auch die Kernfusion demonstriert haben. Vermutlich geschah es bereits im Oktober 1944 auf der Insel Rügen. Und wenn nicht damals, dann sicherlich am 3. und 12. März 1945 auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf in Thüringen. Ich kann es leider bislang nicht 100%ig beweisen, aber vielleicht wird es sich klären, wenn die Bestände der englischen, russischen und 2

amerikanischen supergeheimen Archive aus dem Krieg freigegeben werden."

Anna schwieg völlig desorientiert und Professor Redlich wartete höflich, bis sie ihre Gedanken geordnet hat.

"Auf welcher Grundlage behaupten Sie es? - fragte sie schließlich. Man hörte in ihrer Stimme Zweifel durchschimmern. "Ich dachte immer als Wunderwaffe wären die V2-Raketen gemeint, die Vergeltungswaffe."

"Wenn schon, dann die interkontinental-ballistischen Raketen A10, die die Städte in Amerika erreichen und den Amerikanern Furcht einflößen sollten, damit sie sich aus dem Krieg gegen Deutschland zurückziehen. Aber sie selbst waren keine Wunderwaffe, sie waren es nur in Verbindung mit Kernwaffen." - Der Professor machte eine kurze Pause und nahm einen Schluck Wasser. "Sie erlauben, dass ich Ihnen kurz einige Fakten vor Augen führe. Bedenken Sie bitte dabei, dass es keine Vermutungen, sondern Fakten sind. Und die Schlussfolgerungen ziehen Sie dann selbst."

"Erster Fakt: Hans Zinsser und der Journalist, Luigi Romersa, haben dieselbe Explosion vom Oktober 1944 beschrieben. Der erste beobachtete sie aus dem Flugzeug und beschrieb sie:

"Starke elektrische Störungen und die Unmöglichkeit, Funkkommunikation fortzusetzen, wie während eines Sturms."

Romersa saß hingegen während des Tests in einem unterirdischen Bunker, das Testgelände habe man seiner Aussage zufolge erst Stunden später mit Schutzbekleidung betreten können."

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"Zweiter Fakt: Am 3. März um 21.20 1945 kam es auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf in Thüringen zu einer gigantischen Explosion: "... mit einmal eine Helligkeit wie hunderte von Blitzen, innen war es rot und außen war es gelb, man hätte die Zeitung lesen können." Es gibt viele Augenzeugenberichte, das ist aber noch nicht alles. Vermutlich wurde bereits damals die Wirkung dieser Waffe auf Menschen getestet oder aber hat die Explosion die Erschaffer selbst überrascht. Was übrigens denkbar ist, weil die Amerikaner die Sprengkraft der Bombe auch unterschätzt haben. Jedenfalls mussten am nächsten Morgen viele Ortsansässige Scheiterhaufen aufbauen, auf welchen hunderte von Leichen verbrannt wurden. Fürchterlich verbrannt, teilweise bereits verkohlt."

"Dritter Fakt: Die Bodenuntersuchungen in Ohrdruf ergaben erhöhte Radioaktivität. Die Forscher entdeckten dort Kobalt 60, der entsteht, wenn die Neutronen aus der Spaltungsreaktion auf Stahl oder Eisen stoßen."

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