Die Neue Erde *** Gesamtausgabe - Lawrence Sartorius - ebook

Die Neue Erde *** Gesamtausgabe ebook

Lawrence Sartorius

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Opis

Die Neue-Erde-Trilogie in 3 Bänden mit den übersetzten Anhängen - Die Geschichte des Untergangs von Atlantis und der atlantische Gebrauch von Kristallen - Die Innere Erde und das Reich von Agartha. Dieses Buch ist die deutsche Übersetzung des englischen Originals THE NEW EARTH von Lawrence & Michael Sartorius (Erstveröffentlichung 1996): Die drei Einzelbände sind die Folgenden: Buch I: Das Höhere Wissen - Buch II: Die Veränderungen der Erde - Buch III: Leben im Neuen Zeitalter: Die Autorin Monika Petry hat diese Trilogie übersetzt und herausgegeben.

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Liczba stron: 719




Buch I – Das Höhere Wissen

Vorwort der Herausgeberin

Dieses Buch brachte mich zum Erwachen. An einem Abend im Sommer 2008 saß ich mit meinem Laptop auf den Knien und stieß im Internet „zufällig“ auf The New Earth, dem englischen Original dieses Buches. Ich las die ganze Nacht durch und konnte drei Tage und drei Nächte nichts anderes mehr tun, als mich damit zu befassen. Dann schrieb ich eine Email an den Webmaster und bat um Übermittlung meiner Nachricht an den Autor, worin ich die Übersetzung ins Deutsche anbot. Es dauerte nicht lange, und Lawrence Sartorius, einer der beiden Autoren, antwortete mir. Er war hoch erfreut über mein Interesse und übertrug mir sofort das Copyright für das Deutsche Buch. Es war der Beginn einer großen Arbeit sowie einer außerordentlichen Freundschaft.

Ich war also erwacht, die erste Stufe meiner spirituellen Reise hatte begonnen. Nun gab es kein Zurück mehr, und ich befand mich auf einer ständigen Suche nach der Wahrheit. Gerade eine Ausbildung zur Heilerin abgeschlossen, stand ich in der vollen Blüte meines Egos, und dafür war diese Übersetzung sehr hilfreich. Dieses völlig neue Wissensgebiet tauchte tiefer in die Materie ein, als mir manchmal lieb war. Ich hatte zwar von den Aufgestiegenen Meistern und den Raumschiffen gehört, aber dieses Insiderwissen überstieg alles, und meine spirituellen Erlebnisse während der Übersetzungsarbeit waren intensiv. Die Übersetzung des Buches THE NEW EARTH gestaltete sich anfangs schwierig, denn es fehlte nicht nur das spirituelle Vokabular in den Wörterbüchern, sondern meinerseits auch das technische Wissen in manchen Bereichen, insbesondere die Ausstattung und Steuerung der Raumschiffe. Ein befreundeter Ingenieur war mir anfangs bei der Übersetzung behilflich, und so wuchs ich langsam in dieses Metier hinein.

Ende März 2009 besuchten mich die Autoren Lawrence & Michael Sartorius in Limburg/Lahn, und während diesen fünf Tagen lernte ich sie als besonders freundliche Menschen kennen mit einem großen Wissen und wertvollen jahrzehntelangen Erfahrungen in der amerikanischen Welt der Lichtarbeiter, die den großen Umbruch im Jahr 2012 erwarteten und sich darauf vorbereiteten. Lawrence ist der Autor der ersten beiden Bände von THE NEW EARTH, Michael hat sich auf die Neue Erde nach der Reinigung und Neubesiedlung spezialisiert und den dritten Band verfasst. Sie sind englischen Ursprungs, leben an der wunderschönen Westküste Kanadas und führen ein konsequentes, spirituelles Leben jenseits allen pseudo-esoterischen Trubels.

In meinem Leben trat ein Umbruch ein, den ich so nie erwartet hätte. Ich lernte die Gesetze des Karmas kennen und konvertierte 2009 zum Katholizismus. Ausgerechnet bei meiner Firmung hatte ich das einschneidende Erlebnis einer Gottesschau, meiner Einheit mit Gott. Die Aufarbeitung dieses Ereignisses sollte fünf Jahre anhalten, währenddessen mein Buch „Schleier der Mystik, Wege zum erleuchteten Glauben“ entstand. Lawrence war so freundlich, meine englische Übersetzung zu überarbeiten, und so veröffentlichte ich auch diese unter dem Namen „Veil of Mysticism, Paths to enlightened Faith“. Beide Bücher sind im Internet frei lesbar und als Buch weltweit erhältlich.

Von nun an hatte ich das Bedürfnis, die Bereiche Esoterik und Religion zusammenzubringen, - zwei Welten, die sich eigentlich gegenseitig ausschließen, nicht zuletzt durch die Mauern auf beiden Seiten. Ich habe einen Weg gefunden, er liegt in der Transformation beider Bereiche, denn sie sind nur Modelle auf dem Weg in die große Freiheit in der Liebe Gottes und allen Seins. Diese Liebe wird zwar von den Christen und Esoterikern gleichermaßen als die ihre angesehen, aber so lange beide noch gegeneinander eingestellt sind und ihre Liebe als die einzig Richtige betrachten, sind sie noch weit weg von der Göttlichen Einheit, in der es weder gut noch schlecht, richtig oder falsch gibt, weil alles gut ist, wie es ist, da es in jedem Augenblick des Lebens so gebraucht wird. Die Kunst besteht darin, über jedes Modell hinauszuwachsen.

So wuchs auch ich während meiner Arbeit als Übersetzerin und kam durch den Email-Dialog mit Lawrence über den Sinn und Zweck dieser Arbeit zu der Überzeugung, dass dieses große Werk „DIE NEUE ERDE“ durchaus wichtig ist für den Aufstieg der Menschen in das neue Zeitalter des Wassermanns. Als endlich der 21. Dezember 2012, der Tag der großen Transformation, immer näher kam und die Lichtarbeiter auf die Raumschiffe warteten, die sie von der alten Erde hochholen sollten zur Ausbildung und Überarbeitung ihrer Körper für die gereinigte neue Erde, auf die sie schließlich zurückgebracht werden sollten, um die aus einem schlafähnlichen Zustand erwachenden Menschen auf ihrem weiteren Weg in einer schönen neuen Welt zu begleiten, hatte ich bereits das Bewusstsein, dass dies so nicht sein kann.

Niemand wird von dieser Erde weggeholt, überarbeitet und wieder zurückgebracht, und dann ist alles gut. Das wäre allzu einfach. Jeder muss diesen Weg vom Dunkel ins Licht selbst gehen, denn er selber ist das Dunkel und nur er selber hat das Licht in sich. Es ist das Göttliche Licht, das er als Göttlicher Mensch aussendet, dieses Licht gibt ihm niemand von außen. Ich habe nach meiner Gotteserfahrung die körperliche Veränderung erlebt, die von den Lichtarbeitern in ihren „Channelings“, den Botschaften der Geistigen Welt, beschrieben wird. Auch ich wurde dabei begleitet. Wie oft wachte ich des Nachts auf und wusste, jetzt werde ich wieder neu kalibriert, meine Schädelknochen knirschten, meine Muskeln verkrampften und entkrampften sich, bald gab es kein Links und Rechts mehr, beides war gleich, und es dauerte nicht lange, bis auch mein Ego seine Existenz in Frage stellte. Dies alles war ein lange anhaltender Prozess, den ich mit Gottes Hilfe durchlief, jedoch war es nur der Anfang eines noch schwierigeren Prozesses, der noch folgen sollte. Dieser wird in der Esoterik als die drei Tage Dunkelheit der Erde bezeichnet. In Wahrheit ist es die „dunkle Nacht der Seele“, die von den Mystikern wie Johannes vom Kreuz beschrieben wird, einer Phase, in der die sich auf dem Weg der Transformation befindliche Seele nichts und niemanden mehr hat, der ihr hilft, auch nicht Gott - und dabei stirbt alles ab, was nicht mehr gebraucht wird, auch das letzte Quäntchen Ego. Es bleibt eine neue Seele in einem neuen Körper, der so geformt wurde, wie er für den jeweiligen Menschen mit seiner besonderen Aufgabe gebraucht wird.

Das ist der Aufstieg des Menschen auf eine neue Erde. Es ist seine eigene neue Erde, der Menschselbstist es, der seine neue Spiritualität und sein Licht auf die Mitmenschen überträgt und mit seinem Licht die alte Erde buchstäblich umgräbt und pflügt, bis sich diese vollständig erneuert hat. Ich erlebe es tagtäglich in meinem privaten Umfeld wie auch als Heilerin. Ich behandele Menschen nur noch telefonisch, denn wenn ich es nicht bin, die heilt, sondern Gott, muss ich auch nicht bei meinen Klienten körperlich anwesend sein. Und was bedeutet schon Heilung? Nicht die Beseitigung der Wehwehchen, sondern die Anbindung an Gott, sich von Ihm lieben zu lassen und Ihn lieben. Dann wird der Mensch in jeder Hinsicht heil. Es kann gar nicht anders sein. Als Spirituelle Beraterin begleite ich Menschen, die sich auf dem Weg befinden. Das alles geschieht auf der „guten alten Erde“, die jeder Einzelne zur Neuen Erde transformieren muss, ganz ohne die Hilfe der Raumschiffe, die es meines Erachtens nach durchaus gibt, aber darauf befinden sich Wesen, die ihre eigene Transformation auf ähnliche Art und Weise gemeistert haben und die uns allenfalls geistig behilflich sind. Überhaupt haben mich die Weisheiten der Meister der fremden Planeten sehr beeindruckt und geprägt, und dieses Wissen hat mir auf meinem spirituellen Weg sehr geholfen.

Ich habe mit Lawrence einige Diskussionen geführt, und manches Mal geriet ich an meine Grenzen. Nach einigen intensiven Telefonaten mit den deutschen Lesern des übersetzten Buches DIE NEUE ERDE kam ich zu der Überzeugung, dass es keine Rolle spielt, wie ein Mensch erwacht. Wichtig es, dass er überhaupt erwacht, und noch wichtiger ist es, dass er dann seinen eigenen Weg weitergeht, den Weg der Katharsis, der inneren Reinigung und Transformation, den nur er allein beschreiten kann. Danach wird er feststellen, dass jedes Modell, sei es eine christliche Religion, der Buddhismus oder Sufismus oder die Einweihungswissenschaft, nur eine Stufe auf der Leiter der Vervollkommnung sein kann. Wer darauf stehen bleibt, entzieht sich seiner Bestimmung, über sich selbst hinauszuwachsen und sich von allen Beschränkungen zu befreien.

35 Jahre lang habe ich als Atheistin auch das Nichts ohne Gott kennengelernt. Es bietet zwar die Freiheit, jedoch ohne Ziel. Das ist fatal, denn die Seele kennt ihr Ziel, die Einheit allen Seins in Gott, und da will sie hin. Und auch der Geist strebt nach seiner Befreiung. Wer das seinem eigenen Göttlichen Selbst verwehrt, versperrt sich den Weg zum Licht, und er hat dieses Leben verwirkt. Das Nichts mit Gott in der Einheit allen Seins, die Transformation des Egos und seines Verstandes, ist das ultimative Ziel jedes Erwachten und Erleuchteten, das er nur aus eigenen Kräften erreichen kann, mit Hilfe Gottes sowie der ihm in jedem Modell angebotenen Mittel. Gehen muss er diesen letzten Schritt allein, denn nur dieser führt ihn in die wahre Freiheit.

Möge dieses Buch Ihnen ein guter Begleiter sein auf dem Weg Ihres Erwachens. Lassen Sie dann alles wieder los, damit Sie frei werden, frei von allen Anhaftungen und Beschränkungen, die die Esoterik wie auch die Christlichen Religionen beinhalten. Lassen Sie sich inspirieren von den Schriften der Urchristen, bekannt als die apokryphen Schriften von Nag Hammadi, deren Weisheiten denen der Zen-Buddhisten so ähnlich sind. Denn diese sind Befreiungslehren, sie führen Sie auf den Weg zu ihrem Selbst, zu Ihrem einen Bewusstsein, eins in Gott und allem Sein.

Ich danke meinen Freunden Lawrence & Michael, und ich danke allen Lichtarbeitern und Lesern. Jeder Einzelne trägt mit seiner Transformation zur Neuen Erde bei. Gott segne Sie und unsere NEUE ERDE!

Einführung

Die ersten beiden Kapitel basieren hauptsächlich auf zwei Quellen: den Büchern „Explorer Race“ (Forscher-Rasse), die uns durch Zoosh, einem Berater und engen Freund unseres kosmischen Schöpfers, übermittelt wurden, sowie dem „Urantia-Buch“, erstmals von den „Himmlischen Botschaftern“ 1934 zur Erde gebracht, worin detailliert die hierarchische Ordnung und die Erschaffung unseres großen Universums beschrieben wird.

Kapitel 1: Die Schöpfung unseres Großen Universums

Zu Beginn unserer bekannten Schöpfung erschien aus einem unbekannten Gebiet der Erstschöpfer, der Schöpfer der Quelle, dem alle zukünftigen Expansionen unserer Schöpfung in der umgebenden Großen Leere unterstehen, und der Stammvater aller zukünftigen Schöpfer-Götter, die für diese Aufgabe verantwortlich sind. Unser Erstschöpfer ist im Kosmos auch als die Göttin der Liebe bekannt, die insbesondere die femininen Qualitäten der Liebe und des Nährens ausdrückt. Die Liebe repräsentiert die fundamentale magnetische Energie-Kraft, die aus dem Erstschöpfer entspringt und sich über den gesamten Kosmos ausbreitet. Sie fügt die gesamte Materie zusammen und bindet sie – von dem kleinsten Atom mit seinen mittels der magnetischen Anziehungskraft um es herum kreisenden Elektronen, bis hin zu den größten Sonnen mit ihren umkreisenden Planeten.

Somit brachte der Erstschöpfer die Energie der Liebe nicht nur als ein fundamentales Verbindungswerkzeug hervor, sondern als die einzig wahre und effektive Motivation für alle fühlenden Lebensformen, ihre Interaktion untereinander auszudrücken. Für die gesamte Expansion der Schöpfung ist es notwendig, diese fundamentale innere Motivation ständig auszudrücken, um sanft und harmonisch voranzuschreiten. Das leitende „Prinzip der Liebe“ geht stets einher mit dem Ausdruck der bedingungslosen Liebe - das bedeutet, Liebe zu geben, ohne etwas von den anderen zurück zu erwarten; dies beinhaltet das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich sowie alle anderen empfindsamen Wesen. Die totale Hingabe an die bedingungslose Liebe schließt eine konstante Empathie ein sowie eine mitfühlende Sorge für das Wohlergehen der anderen, statt nur auf das eigene Wohlergehen zu achten.

In solch einer Welt der Liebe sind alle Wesen ständig darauf bedacht, jede Form des Schmerzes oder der Einmischung in die Entwicklung anderer zu vermeiden. Nur auf diesem Pfad steigt die gesamte Schöpfung sanft und gemeinschaftlich auf, ohne Gefahr zu laufen, versehentlich auf den Pfad der Devolution in umgekehrter Richtung zu geraten. Nur indem wir unsere innere Motivation aufrecht erhalten, in gemeinschaftlichem Arbeiten und Leben anderen anstatt uns selbst zu dienen, können wir auf den korrekten Pfad der Evolution finden und eine ständig expandierende, schönere und harmonischere Schöpfung erreichen.

Eine konstante Expansion der Schöpfung hin zu größeren Wachstum und Komplexität ist ein wichtiger Teil der Natur aller Schöpfer und ihren erschaffenen Lebewesen mit ihrem inneren Wunsch, ständig etwas Neues und noch Besseres zu kreieren. Um unserem Erstschöpfer in der Expansion einer konstant wachsenden Schöpfung innerhalb des weiten und scheinbar leeren Gebietes der uns umgebenden „Großen Leere“ zu assistieren, hat der Erstschöpfer einen detaillierten Schöpfungsprozess an die „kosmischen Schöpfer-Götter“ delegiert. Diese kosmischen Schöpfer-Götter wurden unter den bereits erschaffenen „alten Seelen“ ausgewählt, die selbst durch eine lange Evolutionsreise und Erfahrung hindurchgegangen sind – und die zeigen, dass sie die notwendigen „Schöpfer-Fähigkeiten“ zuzüglich einiger neuer Ideen für die Schöpfung besitzen. Ihnen wird dann die Chance gegeben, diese Ideen zu verfolgen, die von einem 200 Mitglieder umfassenden „Schöpfer-Rat“, der innerhalb eines festgelegten Gebietes des Kosmos besteht und einen Teil der gesamten Schöpfung innerhalb der umgebenden „Großen Leere“ darstellt, geprüft. Obwohl die Große Leere scheinbar ein weiter, leerer Bereich der Dunkelheit ist, besteht sie tatsächlich aus einem Netz potentieller Liebesenergie, die ihre neue Schöpfung erwartet.

So kam es, dass unser eigener spezieller „Kosmischer Schöpfer“ innerhalb unseres Gebietes des Kosmos in den 200 Mitglieder umfassenden Schöpfer-Rat der kosmischen Schöpfer-Götter einbezogen wurde, nachdem er eine lange Zeit damit verbracht hatte, die notwendige Erfahrung zu sammeln, indem er viele andere existierende Schöpfungen bereiste und diese beobachtete. Nachdem er einige Neuheiten vorgeschlagen hatte, die, wie er hoffte, den Prozess der Schöpfung beschleunigen und verbessern würden, wurde ihm vorläufig erlaubt, eine neue Serie „Großer Universen“ innerhalb seines eigenen angestammten kosmischen Gebietes zu erschaffen.

Das besondere Interesse unseres Kosmischen Schöpfers lag in der Entwicklung der Vielfalt. Ein großer Teil der existierenden Schöpfung hatte eine starre Gleichförmigkeit in der Evolution erreicht, denn bis zu diesem Zeitpunkt geschah die Entwicklung hauptsächlich durch das übereinstimmende „Gruppenbewusstsein“. Die Idee unseres Kosmischen Schöpfers war es, ein Element von „Individualität“ zu entwickeln anstatt des vorherrschenden „kollektiven Bewusstseins“, in dem alle zusammen mit einem vereinten Bewusstsein agieren und reagieren. Darauf aufbauend, versprach er die Einführung eines begrenzten freien Willens und erlaubte somit den neuen Individuen, ihren eigenen Weg der Evolution zu wählen. Dies würde auch neue Ideen und Innovationen unterstützen, die über das Wissensgebiet unseres Schöpfers hinausgehen. Schließlich unterbreitete er einen ziemlich ungewöhnlichen Vorschlag, einen kleinen Anteil von Negativität oder Unbequemlichkeit einzuführen (nicht mehr als theoretisch 2 %), indem er Herausforderungen schuf, die neue und innovative Lösungen erfordern und somit das Wachstum ankurbeln.

Die Mehrheit der Mitglieder des Schöpfer-Rates waren etwas unschlüssig, ob diese letztgenannte Idee sicher bzw. erfolgreich sei. Jedoch stimmten sie vorsichtig zu, unserem Kosmischen Schöpfer eine ausgedehnte Phase des Experimentierens zu gewähren, damit seine Idee sich entwickeln könne, in der Hoffnung, dass man daraus eine neue Lösung für das Problem der andauernden Negativität erhielte, was ein innewohnendes „rückläufiges“ Element aller sich entwickelnden Wesen darstellt. Obwohl unser Kosmischer Schöpfer über einen langen Zeitraum viele Welten von großer Schönheit und Vielfalt, sogar einige mit exzentrischen Elementen entwickelte, entstanden bald Gebiete, in denen die Kombination von Negativität und freiem Willen sich in einem geradezu unkontrollierten Grad von Negativität und Konflikt verselbstständigte, wie wir ihn derzeit hier auf dem Erdplaneten erfahren.

Leider wurden solche Bereiche aufkeimender Negativität nicht in ihrer Entstehungsphase im Keim erstickt, denn die extreme Negativität und Dunkelheit befand sich außerhalb der früheren Erfahrung und Fähigkeit unseres Schöpfers, sofort bei der Entstehung damit umzugehen. Tatsächlich entwickelte sich eines seiner Großen Universen in der Großen Kosmischen Leere in solch eine üble Negativität, dass seine Führer dadurch geistig verwirrt wurden. Erst nachdem es absichtlich einen äußeren Teil unseres eigenen Großen Universums mit einer heimtückischen und getarnten Form des Bösen infiziert hatte, beschlossen die Führer der benachbarten Großen Universen erst kürzlich einstimmig, es vollständig „abzuschaffen“. (Mehr darüber in Kapitel 10)

Nach vielen Millionen von Jahren beschlossen der Erstschöpfer und der Rat der Schöpfer schließlich (zur Erleichterung vieler hier auf Erden), diesem Experiment „begrenzter Negativität“ ein Ende zu setzen, das sich in solche unerwarteten Auswüchse von Dunkelheit, Konflikten und Schmerz verwandelt hatte. Zu diesem Ende fand kürzlich auf unserer gesamten Galaxie eine große Räumung und Reinigung aller „Dunkelkräfte“ sowie ihrer Werke, die zu unzähligen galaktischen Kriegen geführt hatten, statt, und dies geschah übereinstimmend mit dem derzeit endenden galaktischen Hauptzyklus.

Die Forscher-Rasse auf Erden

Unser Kosmischer Schöpfer hatte zum großen Teil als Ergebnis all der Negativität, die sich innerhalb dieser Schöpfung entwickelt hatte, schon vor vielen Zeitaltern beschlossen, eine Spezialgruppe zu gründen, bekannt als die „Forscher-Rasse“, um bei der Auflösung und Reinigung zu helfen. Er gründete eine solche „Forscher-Rasse“ hauptsächlich auf der Erde, nicht nur zur Erforschung neuer Wege, jegliche Formen sich zukünftig entwickelnder Dunkelheit aufzulösen und zu verhindern, sondern auch zur Teilnahme an einem Training für mögliche zukünftige „Kosmische Schöpfer“.

Dies war Teil seines Plans für eine mögliche Übernahme seiner derzeitigen „Schöpfer-Pflichten“ durch Mitglieder der Forscher-Rasse. Dies würde ihm schließlich erlauben, sich eine Weile auszuruhen und nachzudenken, bevor er sich neuer Aufgaben annehme. Alle Mitglieder der Forscher-Rasse kamen als Freiwillige aus vielen Bereichen des Universums zusammen. Sie haben freiwillig die große Herausforderung angenommen, neue und bessere Wege zu finden, die Negativität zu verhindern, indem sie versuchen, verbesserte Formen von Regierung und politischer Administration zu entwickeln. Sie hatten leider nicht das Glück, andere fortgeschrittenere Welten und ihre Lösung solcher Probleme zu kennen. Jedoch war dies Teil des Plans unseres Schöpfers, uns zu zwingen, neue und möglicherweise radikale Lösungen von Grund auf zu entwickeln. Dann werden wir endlich in der Lage sein, zu anderen Welten zu reisen und unsere diesbezüglichen Erfahrungen weiter zu vermitteln sowie zukünftige Schöpfer in neuen Gebieten des Kosmos zu werden. Viele ehemalige Volontäre der Forscher-Rassen gingen seither auf andere Universen und warten nun darauf, mit uns zusammenzutreffen, wenn wir unseren kommenden Aufstieg zu einer höheren Dimension beendet haben.

Unser Kosmischer Schöpfer hat somit arrangiert, die Erde vollkommen unter Quarantäne zu stellen, indem er sie mit einem elektromagnetischen „Vorhang“ einhüllte, der sie von jedweden Interaktionen mit anderen bewohnten Welten und Außerirdischen abschirmte. Dies stellte sicher, dass die Schüler in dieser „Schule des harten Lebens“ sowie die möglichen zukünftigen Schöpfer lernten, ihre eigenen völlig unbeeinflussten neuen Ideen der zukünftigen Konfliktprävention sowie der neuen Formen zukünftiger Regierungsadministration zu entwickeln. Um die notwendigen „harten Lektionen“ zu erlernen, unsere Fähigkeiten zu stärken, mit der zukünftigen Dunkelheit umzugehen, erlaubte er es, seit dem „Fall von Atlantis“ von einer dunklen „Geheimregierung“ oder den „dunklen Kabalen“ insgeheim kontrolliert zu werden. Diese Gruppe steht größtenteils unter der Kontrolle unseres Bankensystems und vielen unserer größten Regierungen. Bis vor kurzem wurden sie zusätzlich unterstützt und geführt durch gewisse mächtige höherdimensionale „dunkle Einheiten“, zusammen mit der Teilnahme anderer externer Welten, die sich von rebellierenden außerirdischen Dunkelkräften zusammensetzen.

Die Erschaffung unseres großen Universums

Über eine lange Zeitspanne wurde das sich ständig ausweitende Gebiet des Kosmos unter der Herrschaft unseres Kosmischen Schöpfers sukzessiv in riesige „Große Universen“ umgeformt, die sich aus Billionen von bewohnten Welten innerhalb einer weiteren Gruppierung multipler „SuperUniversen“, Galaxien und „Lokalen Universen“ zusammensetzen. Jedes neue „Große Universum“ draußen in der Großen Leere basiert auf allen Erfahrungen und Errungenschaften der ursprünglich erschaffenen.

Unser eigenes Großes Universum ist das letzte einer Reihe von erschaffenen Großen Universen. In diesem erstmals physisch erschaffenen Gebiet aus Materie befand sich ein riesiges ellipsoides Kernstück, bekannt als die Paradies-Insel. Dies ist der Sitz der regierenden „Heiligen Trinität“ von Vater, Sohn und Heiliger Mutter/Heiligem Geist. Diese regierende Dreifaltigkeit besteht aus den höchst entwickelten und perfekten Wesen mit der notwendigen Erfahrung, die sie von dem früher geschaffenen „Großen Universum“ mitbrachten. Sie akzeptierten freiwillig die größere Verantwortung, diesem neuen Großen Universum vorzustehen und es zu erhalten. Sie wurden gleichzeitig von vielen anderen hoch entwickelten Wesen aus dem früheren Großen Universum begleitet, die ihre evolutionäre Erfahrung durch ständiges Zufügen vieler neu erschaffener junger Seelen, die ihren langen Weg der Evolution starteten, sicherstellen wollten.

Der physische Bereich des Kernstücks der Paradies-Insel unterscheidet sich von den anderen bewohnten Raumkörpern des Großen Universums darin, dass er nicht sphärisch ist. Er ist ein halbrundes, flaches Ellipsoid, ein Sechstel länger in seinem nordsüdlichen als in seinem ostwestlichen Durchmesser. Obwohl hauptsächlich flach und nur von einem Zehntel Länge (Dicke) von der Oberseite zur Unterseite im Vergleich zur Länge von Ost nach West, wurde die Paradies-Insel mit der hervorragendsten Naturschönheit und bestmöglicher Perfektion innerhalb des gesamten Großen Universums erschaffen. Während die Herrscher der Trinität und ihre engsten Mitarbeiter im oberen Teil residieren, fungiert die Unterseite als ein Energieversorgungspunkt, um die verbindende „Liebesenergie“ der Kosmischen Quelle mit ihrer Anziehungskraft der Gravidität über das Große Universum auszustrahlen. Dieser Graviditäts- und Liebesenergiestrom ist daher die verbindende Kraft, die die gesamten umkreisenden Sphären in eine permanente und bindende physische Beziehung mit dem Zentrum des Großen Universums in dem Kernstück der „Paradies-Insel“ versetzt.

Die „aufsteigenden“ und „absteigenden“ Wesen des großen Universums

Nach der Erschaffung des Zentraluniversums von Havona gab es über einen langen Zeitraum eine Weiterentwicklung der „sieben SuperUniversen“. Diese riesigen SuperUniversen werden von einer Mischung von absteigenden und aufsteigenden Wesen bevölkert. Absteigende Wesen sind gewöhnlich jene der Zentraluniversen Havona und der Paradies-Inseln, die sich dazu entschlossen haben, als Lehrer und Helfer in die vielen der neu erschaffenen materiellen Welten hinabzusteigen und zu deren evolutionären Erfahrung beizutragen. Die neu erschaffenen aufsteigenden Wesen sind jene, die als junge Seelen und bewusste Wesen aus den niedrigsten Welten starten und einen langen evolutionären Aufstiegspfad vor sich haben. Aufsteigende Wesen müssen auf ihrer Reise durch eins der sieben Super-Universen gehen mit dem Ziel, das Zentraluniversum von Havona zu erreichen, und möglicherweise sogar noch zu der ultimativen evolutionären Bestimmung des Kernstücks der Paradies-Insel weitergehen, um mit den „Finalisten“ zusammenzutreffen, die bereits den höchsten Gipfel erreicht haben.

Eine der Hauptfunktionen des Trinitäts-Vaters dieses Großen Universums auf der Paradies-Insel ist es, alle neu erschaffenen aufsteigenden Wesen, sobald sie einen bestimmten Entwicklungslevel erreicht haben, mit einem Element Seiner eigenen „Persönlichkeit“ zu unterstützen, die gleichermaßen mit unserem Kosmischen Schöpfer und somit ultimativ mit dem Erstschöpfer verbunden ist. Jeder Seele wird somit ein interner überschattender Geist als ihr „Höheres Selbst“ oder „Gedankenjustierer“ zur Seite gestellt. Diese voll ausgebildete spirituelle Wesenheit versucht ständig, die aufsteigende Seele auf ihrem Pfad zu leiten, in Übereinstimmung mit der Natur und dem Willen des Trinitäts-Vaters und mit der essentiellen Natur der LIEBE des Erstschöpfers.

Das zweite Mitglied der herrschenden Heiligen Trinität ist des Vaters Ewiger Sohn, verantwortlich für die Beaufsichtigung der Schöpfung aller neuen Seelen innerhalb dieses Großen Universums. Das dritte Mitglied der Heiligen Trinität, der Heilige Geist/die Heilige Mutter, repräsentiert den Erstschöpfer und verkörpert des Erstschöpfers essentielle weibliche Natur der Liebe und des Nährens. Eine ihrer besonderen Aufgaben ist es, die neuen Seelen mit der Funktion ihres Verstands und Emotionalkörpers (Gefühle) zu unterstützen. Der Verstand assistiert in der Entwicklung eines individuellen bewussten Gewahrseins, etwas, was normalerweise außerhalb der Fähigkeit einfacher Lebensformen liegt. Diese individuierte mentale Kapazität hilft dabei, sich der Wichtigkeit des „Gesetzes von Ursache und Wirkung“ (Karma) bewusst zu werden, indem wir die Reaktionen lernen, die aus unseren guten und schlechten Handlungen, besonders in Bezug auf andere, entstehen können. Der Emotionalkörper, wodurch wir unsere Gefühle entwickeln, dient dazu, eine größere Empathie und somit spirituelles Gewahrsein zu erlangen.

Eine andere wichtige Rolle der Heiligen Mutter als dem „Unendlichen Geist“ mit ihrer Verbindung zum Erstschöpfer besteht in der Sorge um den separaten evolutionären Körper von Wesen, bekannt als „das Reich der Engel und der Naturgeister“, jene „Diener der Schöpfung“ (das Äquivalent der „Beamten“ innerhalb unserer irdischen Regierungs-Administration), die die Funktionen der gesamten Schöpfungsadministration des Erstschöpfers aufrecht erhalten. Diese Schöpfungsdiener unter der ultimativen Autorität des Erstschöpfers haben in ihrem unabhängigen Freien Willen keinen Spielraum und können nicht außerhalb der „Universellen Gesetze“ operieren. Die Angehörigen des Engelreiches, die Erzengel, Engel und verschiedene Orden der Seraphim, sowie des Naturreiches der Elementale, die für das Mineral- und Pflanzenleben verantwortlich sind, sind die größten „unsichtbaren“ Arbeiter im Hintergrund zur Aufrechterhaltung all unserer erschaffenen materiellen Welten. Das Engelreich besitzt außerdem die Aufgabe einer unterstützenden und beschützenden Rolle für alle aufsteigenden Seelen als ihre unsichtbaren Wächter und spirituellen Führer.

Die absteigenden Wesen des Großen Universums, die von den Zentraluniversen zu den niederen materiellen Welten als Helfer und Lehrer hinabsteigen, können viel durch die Erfahrung der Schwierigkeiten in diesen Welten lernen. Jedoch besteht für sie ein großes Risiko, durch die diversen physischen Versuchungen hinabgezogen zu werden, denen sie nicht gewachsen sind oder indem sie eine falsche Wahl treffen. Dadurch kann es oft passieren, dass sie nur mit großer Mühe der Gefahr entkommen, ständig zu reinkarnieren, wodurch sie die früher begangenen Fehler korrigieren müssen. Es ist bemerkenswert, dass man den Entwicklungsstatus sowie die absteigende oder aufsteigende Quelle aller Seelen leicht durch die Farbe der Augen, den „Fenstern der Seele“ erkennen kann. Alle absteigenden Seelen entspringen den blauäugigen Rassen mit einer Augenfarbe gemäß ihres evolutionären Alters von dunkelblau, hellblau, blaugrün, graugrün, bis hin zu einem sehr hellen silbergrau. Aufsteigende Seelen gehören zu den braunäugigen Rassen mit Augenfarben von schwarz, dunkelbraun, rotbraun, gelbbraun, braungrün und schließlich bis hin zu einem hellen gelbgrün.

Der Aufbau unseres Lokalen Universums von Nebadon innerhalb des siebten Super-Universums von Orvonton

Von den „sieben Super-Universen“, die um das Zentraluniversum von Havona kreisen, ist das siebte und letzte, genannt Orvonton, die Heimat unseres lokalen Universums von Nebadon (normalerweise bekannt als die „Milchstraßen-Galaxie“) und somit von unserem eigenen Erdplaneten/Urantia. Dieses massive Super-Universum besteht aus über einer Billiarde bewohnter Welten. Das SuperUniversum von Orvonton besitzt als seine Regierungshauptstadt eine große „architektonische Sphäre“ (eine künstlich konstruierte hohle Sphäre), genannt „Uversa“, Teil eines großen Sonnenclusters, der als das materielle und astronomische Zentrum dieses siebten Super-Universums fungiert. Orvonton, geführt von seinem obersten Herrscher Lord Siraya, und ständig in enger Verbindung mit dem Dreifaltigkeits-Vater des Großen Universums stehend, ist administrativ in zehn „Hauptsektoren“ aufgeteilt, wovon jeder 100 Milliarden bewohnte Welten umfasst. Jede dieser Hauptsektoren ist weiterhin unterteilt in 100 „niedere Sektoren“ mit jeweils einer weiteren Milliarde bewohnter Welten.

Innerhalb jedes „niederen Sektors“ des Super-Universums gibt es über 100 Galaxien oder „Lokale Universen“. Diese Lokalen Universen selbst sind riesig und enthalten jeweils bis zu zehn Millionen bewohnter Welten. Ein „Lokales Universum“ ist weiterhin administrativ unterteilt in über 100 „Konstellatio-nen“, und jede Konstellation ist dann in 100 Sektoren, genannt „lokale Systeme“, unterteilt. Unser eigenes Lokales Universum von Nebadon (Milchstraßen-Galaxie) hat als ihr Regierungs-Hauptquartier eine große zentrale künstliche Sphäre, genannt „Salvington“. Salvington ist über 250.000 Lichtjahre von der zentralen Sphäre Orvontons von Uversa entfernt. Da unser Lokales Universum von Nebadon eine relativ junge Schöpfung (nur 300 Milliarden Jahre!) ist und noch nicht voll entwickelt, hat es nur 3.840.101 bewohnte Planeten statt der normalerweise zumindest zehn Millionen.

Unser eigener Planet Urantia/Erde liegt innerhalb Nebadons Konstellation von Norlatiadek. Norlatiadek hat als seine eigenen administrativen Hauptquartiere die zentrale, große, künstliche Sphäre, genannt Edentia. Edentia setzt sich aus einem riesigen Bereich wunderschöner Gärten und Landschaften zusammen, von wo unser eigener legendärer „Garten Eden“ seinen Namen erhielt. Schließlich existiert innerhalb der Konstellation von Norlatiadek das eigene lokale „regionale lokale System“ der Erde, genannt „Satania“, eine Region aus etwa 619 bewohnter Welten. Satanias administratives Zentrum selbst befindet sich auf einer großen „architektonischen Sphäre“, genannt „Jerusem“, über 100 Mal so groß wie unser eigener Planet, wovon der Name „Jerusalem“ abgeleitet wurde. Das lokale System Satania, worin unser kleiner und relativ junger Planet Erde wohnt (nur zwei Milliarden Jahre alt!), ursprünglich bekannt als Urantia, liegt nahe der äußeren Kante unserer Milchstraßen-Galaxie/Lokales Universum von Nebadon. Das Lokaluniversum von Nebadon selbst ist nicht weit entfernt von dem Ende eines spiralförmigen Arms des siebten Super-Universums von Orvonton und liegt somit relativ nah an der umgebenden Großen Leere.

Innerhalb unseres „Großen Universums“ gibt es über 700.000 Galaxien/Große Universen mit der selben Anzahl von „Schöpfer-Söhnen“ wie ihre Herrscher. Jeder dieser „Paradies-Schöpfer-Söhne“ erhielt das Recht durch den Trinitäts-Vater, nach einer langen Trainingszeit ihr eigenes Lokales Universum zu erschaffen und zu regieren. Ein „Paradies-Schöpfer-Sohn“ ist eine erste Linie, die direkt aus dem Trinitäts-Vater entspringt. Die zweite Linie des Paradies-Sohnes, bekannt als die „Avonal/Majesterial-Söhne“, die oft eine „Schenkungsmission“ zu den niederen dimensionalen Welten unternehmen, um als ein vorübergehender „spiritueller Lehrer“ zu wirken und ihre Zivilisation hochheben, sind die direkten Abkömmlinge des zweiten Mitglieds der Heiligen Trinität, der Ewige Sohn des Trinitäts-Vaters.

Unsere eigene Milchstraßen-Galaxie oder das Lokaluniversum von Nebadon hat als seinen SouveränHerrscher den „Paradies-Schöpfer-Sohn“ namens Michael von Nebadon. Er ist uns besser bekannt als Christ Michael durch seine siebte und letzte „Schenkungs-Inkarnation“ auf einem seiner niedersten bewohnten Planeten Urantia/Erde. Hier erschien er auf seiner letzten Schenkungs-Inkarnation zusammen mit Jesus (Esu/Immanuel/Sananda) von Palästina vor 2000 Jahren, den er während dessen schwieriger Inkarnation überschattete. Seine siebte Schenkungs-Übung war so erfolgreich, dass er schließlich von seinem Trinitäts-Vater den Titel „Souverän von Nebadon“ verliehen bekam, als der er über eine lange Zeit regierte. Dieser endgültige Titel wird einem Schöpfungs-Sohn erst dann verliehen, nachdem er zumindest sieben Inkarnationen auf seinen sieben niederen dimensionalen Welten in absteigender Ordnung verbracht hat. Dann kann er sich als ein voller „Souverän“ seines Lokalen Universums qualifizieren mit der Befugnis, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Die Entwicklung von Nebadon

Die erste physische Konstruktion innerhalb Nebadon war die Hauptverwaltungs-Welt, eine riesige künstliche Sphäre namens „Salvington“ mit ihren umgebenden Satelliten. Die Vollendung von Salvington geschah über eine Milliarde Jahre nach unserer Erdzeit von der anfänglichen materiellen Schöpfung durch die Kontrolleure der physischen Macht bis zur Ankunft der ersten lebenden Mitarbeiter auf den fertiggestellten Sphären. Die nächste Konstruktion nach Salvington war die Schöpfung der Hauptverwaltungs-Sphären der 100 Konstellationen, gefolgt von weiteren 100 Hauptverwaltungs-Sphären für das „Lokale System“ in jeder Konstellation. Jedes Lokale System setzt sich gewöhnlich von ca. 1000 bewohnten Planeten zusammen.

Das Lokaluniversum von Nebadon erfuhr als eine relativ junge Gruppierung von Sternen- und Planeten-Reichen innerhalb des Orvonton-SuperUniversums eine Reihe von Unterbrechungen, inklusive drei Rebellionen gegen die regierende Hierarchie. Die letzte fand vor 200.000 Jahren statt, bekannt als die „Luzifer-Rebellion“, in der 37 Planeten, einschließlich der Erde, unter „Quarantäne“ gestellt wurden. Jedoch geschahen diese Unterbrechungen hauptsächlich aufgrund der Auswirkungen einer hinterhältigen Macht des „Bösen“ von dem Äußeren unseres Großen Universums, die vor 1,3 Milliarden Jahre einige der äußeren Teile des siebten Super-Universums von Orvonton infizierten. Diese sehr machtvolle äußere Quelle der Dunkelheit kam von einem anderen „Großen Universum“ herein, die unter ihrem ziemlich verwirrten Herrscher völlig korrupt wurde. Die infiltrierenden Dunkelkräfte korrumpierten einige der höchsten Wesen in den äußeren Galaxien/Lokalen Universen innerhalb der Super-Universen von Orvonton. Diese Kraft des Bösen führte zu vielen zerstörenden Galaktischen Kriegen innerhalb unserer eigenen Milchstraßen-Galaxie zwischen den „Lichtkräften“ (der Galaktischen Föderation des Lichts), der unser Planet angehört, und den „Dunkelkräften“ (Anchara Allianz), zu der viele entsprechend unterminierten „dunklen Planeten“ gehörten.

Jedoch scheint der Trinitäts-Vater des Paradieses unseres eigenen Großen Universums von unserem Kosmischen Schöpfer aufgefordert worden zu sein, dieser „Dunkelheit“ zu erlauben, als ein machtvolles Lernmittel innerhalb unseres Sektors zu wirken. Er musste auch die Schenkung unseres Kosmischen Schöpfers, den begrenzten Freien Willen als eine Ermutigung hinsichtlich der Entwicklung der Individualität in Betracht ziehen. Erst jetzt in diesen Endzeiten wurde er endlich durch den Erstschöpfer autorisiert, an einer sorgfältigen totalen Reinigung dieser von außen hereinkommenden Dunkelheit innerhalb unseres äußeren Sektors des Großen Universums teilzunehmen

Kapitel 2: Die Schöpfung des Planeten Erde/Urantia

Unser eigener Planet Erde oder Urantia, wie er ursprünglich genannt wurde, begann seine Existenz vor zwei Milliarden Jahren. Der Prozess startete mit unserer solaren Sonne, die sich von Andronover Nebula vor über sechs Milliarden Jahren zusammen mit einer Million anderer Sonnen abspaltete. Eine halbe Milliarde Jahre später näherte sich unserer Sonne das enorme Angona System mit einem „dunklen Riesen“ in seinem Zentrum. Dieser dunkle Riese war eine solide, hoch aufgeladene Sphäre mit einer gigantischen Anziehungskraft. Eine große Säule von Solar-Gasen aus unserer Sonne wurde durch diese starke Anziehungskraft losgelöst, aus der sich zwölf Planeten unseres Sonnensystems bildeten. Vor zweieinhalb Milliarden Jahren war Urantia/Erde bereits eine gut entwickelte Sphäre von etwa einem Zehntel seiner derzeitigen Masse, die durch Meteoritenanlagerung schnell anwuchs.

Die Erde begann als ein wahrhaft feuriges Inferno und wurde durch Vulkanausbrüche zerrissen. Schließlich beruhigte sich die Atmosphäre und kühlte genügend ab, und es begannen Regengüsse auf der heißen, felsigen Oberfläche des Planeten. Über Tausende von Jahren war die Erde mit einer riesigen und anwachsenden Dunstglocke umgeben. Daraufhin kühlte die Erdkruste ab, was genügte, um den ersten Ozean zu bilden, der schließlich den gesamten Planeten mit einer durchschnittlichen Tiefe von 5.000 Fuß (1.524 km) bildete. Später flossen dichte Lavabäche auf den Boden des damaligen Pazifischen Ozeans, und die erste kontinentale Masse wuchs aus dem Ozean heraus. Dieses verursachte eine kompensatorische Anpassung zum Ausgleich der allmählichen Verstärkung der Erdkruste unter dem Ozean, die aus dem konstanten Beschuss und der Anlagerung von Meteoriten entstand.

Vor 950 Millionen Jahren entwickelte sich ein einziger großer Kontinent mit einem breiten Meer, dem Pazifischen Ozean. Die erste Erkundungsgesellschaft des Lokalen Systems von Satania kam vor 900 Millionen Jahren, und nach einer Begutachtung wurde angekündigt, dass die „Lebensbringer“, die Experten in der Entwicklung aller Lebensformen, nun die Erlaubnis erhalten würden, neue mechanische, chemische und elektrische Mobilisierungsmuster zu entwickeln sowie Lebenstransplantationen von anderen Welten. Urantia/Erde wurde als eine 1: 10 „Dezimal- oder Experimentierwelt“ ernannt, einer von 61 anderen „Lebensveränderungs-Planeten“ innerhalb des Lokalen Systems von Satania. Hier wurde es den Lebensbringern erlaubt, als ihr 60. Satania-Experiment einige neue experimentelle Lebensformen und eine Fauna zu erschaffen, die dazu dien-ten, Satanias Art von Nebadon-Lebensmustern zu vereinfachen und zu verbessern. Die aus dieser Ära aus dem Ozean ansteigenden kontinentalen Landmassen wuchsen bald so weit, bis sie fast zehn Prozent der Erdoberfläche bedeckten. Schwere Erdbeben begannen erst, nachdem die kontinentalen Landmassen richtig über dem Wasser entstanden waren. Sobald die Erdbeben begannen, wuchsen sie in der Häufigkeit und Schwere über mehrere Zeitalter an. Schließlich verminderten sie sich allmählich über eine Zeitspanne von Millionen von Jahren, obwohl die Erde sogar heute durchschnittlich 15 Mal pro Tag bebt.

Vor 750 Millionen Jahren begannen die ersten Einbrüche der kontinentalen Landmasse als eine große Nord-Süd-Spalte, die später von Meerwasser überschwemmt wurde und den Weg für die Abweichung nach Westen des Kontinents von Nord- und Südamerika inklusive Grönland freigab. Die lange Ost-West-Spaltung trennte Afrika von Europa und teilte die Landmassen von Australien in den pazifischen Kontinent, der zu Lemuria wurde, und die Antarktis, die sich vom asiatischen Kontinent abspaltete. Vor 700 Millionen Jahren näherte sich Urantia/Erde einer Heranreifung von geeigneten Bedingungen für die Unterstützung von Lebensformen.

Vor 500 Millionen Jahren begannen die Lebensbringer mit der Anpflanzung primitiver Meeresflora und -fauna, von der 50 Millionen Jahre später sich einige in Tierlebewesen umwandelten. Sie benutzten einen Prozess, von anderen entwickelten Welten existierende Lebensformen einzuführen und sie dann zu verändern, entweder um sie den eigenen Bedingungen dieses Planeten anzupassen oder als Teil eines laufenden Experimentes der Entwicklung neuer Lebensformen für eine dieser 61 „dezimal-experimentellen Welten“ dieses lokalen Systems.

Vor 400 Millionen Jahren war das Meerespflanzen- und -tierleben ziemlich gut über die ganze Welt verteilt, da das Klima sich langsam erwärmte und gleichmäßiger wurde. Vor 250 Millionen Jahren entwickelten sich Fische, von denen einige maulbrütende Exemplare 25 bis 30 Fuß (7,5 – 9 Meter) lang wurden, die Vorfahren der heutigen Wale. Vor 140 Millionen Jahren wurden Reptilien in Form von Krokodilen, Schuppen-Kriechtieren und schließlich Seeschlangen und fliegenden Reptilien eingeführt. Bald darauf entwickelten sich die Dinosaurier und wurden als Eierleger die „Könige“ dieses Zeitalters. Sie unterschieden sich von den anderen Tieren durch ihre kleinen Gehirne, die weniger als 500 Gramm wogen und die dann Körper von bis zu 40 Tonnen kontrollieren mussten.

Eine bewohnte Welt

Vor einer Million Jahre geschah ein großes Ereignis, als Urantia/Erde von der Vereinigung der Väter als eine bewohnte Welt überlegener menschlicher Wesen registriert wurde. Eine Mutation innerhalb des Stammbaums der fortschreitenden Primaten, - kleine Lemurenarten, die meist auf ihren Hinterbeinen liefen und proportional zu ihrer Größe große Gehirne besaßen -, führte zu der Entwicklung primitiver halbtierischer Stämme, die zur Sicherheit nachts in den Baumwipfeln lebten. Sie waren die Vorfahren der uransässigen Menschheit auf Erden. Dieses großartige Ereignis wurde Anfang des dritten Eiszeitalters auf der Mesopotamischen oder Persischen Halbinsel von zwei Mitgliedern eines primitiven Stammes, die Bruder und Schwester waren, durch eine beschleunigte Entwicklung in Richtung menschlicher Qualitäten gezündet.

Andon und seine Schwester wurden von einem Elternpaar etwas anders als der Durchschnitt eines Tierstammes in den Baumwipfeln geboren, die bereits die Herstellung scharfer Werkzeuge aus Stein, Feuerstein und Knochen erlernten und im Kampf Knüppel benutzten. Durch die andauernde Verbesserung rotteten sie die verschiedenen anderen Stämme mit ähnlichem menschlichen Entwicklungspotential fast aus. Dieses Geschwisterpaar zeigte einen beträchtlich höheren Intelligenzgrad, der zweifelsohne in einer Inkarnation von den entwickelteren außerirdischen Welten herübergebracht worden war. In einem sehr frühen Alter hatten sie nicht nur miteinander verbal zu kommunizieren gelernt, sondern ebenso eine verbesserte Zeichen- und Wortsprache von fast fünfzig Begriffen erarbeitet. Jedoch waren Sie nicht in der Lage, so sehr sie es auch versuchten, ihren Eltern mehr als ein paar ihrer neuen Zeichen und Symbole beizubringen.

An einem sonnigen Tag reisen sie im Alter von ungefähr neun Jahren zusammen den Fluss hinunter und hielten untereinander eine große Konferenz ab. Dieses mittägliche Stelldichein wurde von der gesamten auf Urantia stationierten Himmlischen Intelligenz Dank ihrer medialen Fähigkeiten beobachtet, inklusive einem Senior-Lebensbringer. An diesem ereignisreichen Tag schlossen Bruder und Schwester einen Pakt, abseits ihres Stammes nur mit- und füreinander zu leben. Dieses war die erste einer Serie von solchen Übereinkünften zwischen ihnen, die schließlich in ihrem Entschluss endeten, fünf Jahre später vor ihren minderwertigen tierischen Verwandten zu fliehen, die sie als mächtig genug fürchteten, sie aus Eifersucht wegen ihrer höheren Fähigkeiten zu töten. Sie reisten nach Norden in ein neues Gebiet, weit genug entfernt von ihrem Stamm, und es war ihnen nicht bekannt, dass sie dabei waren, die erste der wahren irdischen menschlichen Ur-Rasse zu gründen.

Andon und Fonta hatten insgesamt 19 Kinder und etablierten somit die Gene und Attribute der ersten wahren menschlichen Rasse, der Andoniten. Sie bekamen fast hundert Enkel und ein halbes Dutzend Urenkel. Die Familie war in vier zusammenhängenden höhlenähnlichen Fels-Unterkünften ansässig, von denen drei durch Korridore miteinander verbunden waren, die mit von Andons Kindern entwickelten Werkzeugen aus Feuerstein in den weichen Kalkstein gegraben wurden. Nach einiger Zeit wuchs die Andon-Sippe zahlenmäßig an, und sie vermieden es immer, sich mit ihren unterlegenen tierähnlichen Cousins, den affenartigen Stämmen, zu verbinden, die sich später aufteilten, um sich in eine nicht-menschliche Linie von Affen, Pavianen, Schimpansen und Gorillas zu entwickeln. Schließlich waren die Andoniten durch verschiedene unglückliche Stammeskämpfe untereinander gezwungen, sich in ein breiteres Gebiet auszubreiten. Die Geographie vor 950 Tausend Jahren hinderte sie daran, sehr weit nach Asien oder Afrika einzudringen, sondern ließ sie immer weiter nach Norden reisen, bis sie durch das langsam anwachsende Eis des dritten Eiszeitalters gestoppt wurden. Bevor diese extensive Eisschicht das südliche Gebiet, das heute Frankreich und die Britischen Inseln darstellt, erreichte, waren die Nachkommen von Andon und Fonta westwärts über das derzeitige Europa gezogen und hatten mehr als eintausend separate Siedlungen entlang der großen Flüsse gegründet, die sie schließlich zu dem damaligen warmen Wasser der Nordsee führten.

Die Neandertaler

Die Neandertaler waren in ihrem Bestehen zwischen acht und 500 Tausend Jahren große Jäger, da viele Arten von Rotwild, Elefanten und Nashörnern im Überfluss durch den europäischen Kontinent zogen. Es gab reichlich Rinder und überall Pferde und Wölfe. Ihre relativ rohe Jagd- und Kampfkultur weitete sich schrittweise aus und dauerte fast eine viertel Million Jahre an.

Während dieser spirituell „dunklen Zeitalter“ erreichte die Kultur der abergläubischen Menschheit ihr unterstes Niveau. Die Neandertaler besaßen außer dem Aberglauben, in dem sich nach und nach eine alles vernichtende Angst vor den Naturkräften entwickelte, keine Religion. Dies führte zu Versuchen, die unsichtbaren Kräfte der Naturelemente durch das Opfern von Menschen zu beschwichtigen. Sie fürchteten sich vor Wolken, besonders vor Nebel und Dunstschleiern, und sie lebten auch in Angst vor der Dunkelheit und scheuten den Anbruch der Nacht. So lange der Mond auch nur ein wenig schien, konnten sie damit leben, aber wenn der Mond dunkel wurde, gerieten sie in Panik und begannen damit, einige ihrer besten Frauen und Männer zu opfern, um den Mond zu veranlassen, wieder zu scheinen. Diese schreckliche Praxis menschlicher und tierischer Opferung, die von den eher rückständigen Völkern der Erde bis zum heutigen Tag fortgesetzt wurde, hatte mit der Zeit den Effekt der Dezimierung ihrer besten und intelligentesten Mitglieder ihrer Rasse und führte zu ihrer schlussendlichen Ausrottung.

Da die verschiedenen Urstämme der Erde kräftig miteinander kämpften und sich vor über 500 Tausend Jahren fast ausrotteten, führten die Lebensbringer die nachfolgende Entwicklung der Menschen ein, basierend auf den sechs unterschiedlich farbigen Rassen mit fortschrittlicherem Potential, die auf anderen Welten bereits entwickelt waren. Diese wurden auf der Erde bekannt als die Sangik-Rasse und waren die rote, orange, gelbe, grüne, blau/weiße und indigo/schwarze Rasse. Die rote Rasse ließ sich ausschließlich in Nordamerika nieder, die gelbe Rasse in Asien, die schwarze Rasse in Afrika und die grüne und blau/weiße in Europa, später als die kaukasischen Rassen bekannt.

Es war der allgemeine Hierarchieplan, in der Entwicklung einer normalen evolutionären Welt einen „Planetarischen Prinzen“ einzusetzen, einen Regenten, der bei der ersten bewussten Wahrnehmung des menschlichen Wesens erscheint. Dies war die Zeit des Lebensbringers, der für die Entwicklung aller unterschiedlichen Lebensformen verantwortlich war und dann wieder verschwand. Die Aufgabe eines Planetarischen Prinzen, der von den lokalen System-Hauptquartieren zugeteilt war, wäre es normalerweise, die Entwicklung der sozialen, ökonomischen und kulturellen Lebensformen der neuen Rassen voranschreiten zu lassen. Jedoch wurde dies verschoben, bis die sechs farbigen Rassen schließlich 500 Tausend Jahre später eingeführt waren, da die Erde eine der 61 Dezimal-Experimental-Welten (eins-in-zehn) innerhalb des lokalen Systems Satania war, und in der die Lebensbringer einige Entwicklungsschwierigkeiten hatten. Zwei der ältesten in der Entwicklung der irdischen Lebensformen involvierten Lebensbringer wurden gewählt, um als Berater ständig auf dem Planeten Erde zu bleiben, und sie taten dies großzügig bis hin zur Gegenwart.

Die als der erste Planetarische Prinz von Urantia/Erde gewählte Persönlichkeit war Caligatia, der bis zu dieser Zeit an die Weisung der Lebensbringer-Berater auf der Hauptquartier-Sphäre des lokalen Systems von Satania auf Jerusem gebunden war. Luzifer war damals als der lokale System-Souverän von Satania ernannt worden, und er sollte bald Caligastia auf eine Position seiner persönlichen Mannschaft erheben, wo er fünf aufeinander folgende Aufgaben von Ruhm und Ehre ausfüllen sollte. Caligastia selbst versuchte sehr früh, eine Kommission als Planetarischer Prinz zu erhalten und bat darum, eine „dezimal-experimentelle“ lebensverändernde Welt zu erhalten, aber seine Eingaben wurden mehrere Male von den Vätern der Konstellation abgewiesen. Schließlich wurde er zu Urantia/Erde gesandt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er einen unleugbaren Rekord an Hilfe für das Wohlergehen des lokalen Universums bewiesen, ungeachtet einer gewissen charakteristischen Unruhe, verbunden mit einer Tendenz, mit der etablierten hierarchischen Ordnung in geringeren Dingen nicht übereinzustimmen.

Die Luzifer-Rebellion

Luzifer regiert als Souverän des Lokalen Systems von Satania mehr als 500 Tausend Jahre als Geschäftsführer eines Systems von 607 bewohnten Welten. Er war im allgemeinen als eine ausgezeichnete und brillante Persönlichkeit angesehen, und er stand kurz vor der Beförderung als einer der Konstellations-Väter des Lokalen Universums von Nebadon. Aber während der letzten 100 Jahre seiner Regierung stellte Luzifer immer mehr die totale Hierarchie der gesamten Regierung des Großen Universums in Frage.

Schließlich erstellte er das Manifest „Erklärung zur Freiheit“, worin er anklagte, dass der Dreifaltigkeits-Vater der Paradies-Insel nicht wirklich existiere und ein von den Paradies-Schöpfer-Söhnen erschaffener Mythos sei, um ihnen zu ermöglichen, ihre Regierung der lokalen Universen in dem sogenannten „Namen des Vaters“ aufrecht zu erhalten. Er behauptete, die Systeme der lokalen Universen sollten autonom sein und protestierte, dass der Schöpfer-Sohn Michael nicht das Recht haben solle, die volle Souveränität von Nebadon zu beanspruchen, nachdem er sein letztes siebtes Schenkungsleben auf einem seiner Planeten beenden hatte. Er bezog sich auch auf die Länge der Zeit und die Höhe der Ressourcen, die zugunsten der Entwicklung der lokalen Universen für das große Trainingsprogramm von Milliarden von „aufsteigenden Sterblichen“ auf den zahlreichen Wohnwelten für einen „mystischen“ Aufstiegszweck hinauf zu den zentralen Universen aufgewendet wurde.

Luzifer kündigte seinem ersten Regierungsassistenten Satan zuerst seine Pläne an, aber es dauerte mehrere Monate, um diesen fähigen und brillanten Verbündeten zu gewinnen. Jedoch wurde dieser, nachdem er einmal zu den rebellischen Theorien konvertiert war, selbst ein klarer und ernsthafter Anwalt von „Selbstbehauptung und Freiheit“. Der erste Vorsitzende der Himmlischen Heerscharen (die Engelhierarchien), die für die alltägliche Verwaltung verantwortlich waren, schlossen sich ebenfalls dem Fall Luzifer an, obwohl sein zweiter Beauftragter Manotia der großen universellen Hierarchie-Verwaltung gegenüber loyal blieb. Die Abtrünnigkeit der Hauptverwaltung, die wir heutzutage die Regierungs-Beamten nennen würden, beeinflusste eine große Anzahl der administrativen Seraphim des lokalen Systems, sich der Rebellion anzuschließen. Gemäß des daraufhin hoch eingesetzten Beobachters war der engelhafte Führer spirituell geblendet durch die brillante Persönlichkeit von Luzifer und seine charmante Art, die die niedrigeren Ränge der Himmlischen Seraphim faszinierte: sie konnten einfach nicht zugeben, dass eine solche blendende Persönlichkeit sich irren könnte.

In dem „Urantia-Buch“ steht zu lesen: Die täglichen Leser, die vielleicht durch den von Luzifer gewählten wohlklingenden Titel für seine revolutionäre These „Eine Freiheits-Erklärung“ beeindruckt sind, werden sich fragen, warum er so stark opponiere. Dafür gab die Große Hierarchie des Universum drei Gründe und Konsequenzen bekannt: Der Hauptgrund war, dass es aufgrund weiterer Analysen und Beobachtungen klar wurde, dass die sogenannte „Freiheits-Deklaration“ in Wahrheit eine Fassade für weit ernsthaftere Ambitionen war. Diese Mutmaßung sollte sich bald bewahrheiten, als Caligasta, einer der „Konvertierten“, seinen ersten Verbündeten, Daligastia, besiegte und sie daraufhin gemeinsam in einer außergewöhnlichen Sitzung „Die zehn Räte von Urantia“ einberiefen. Die Versammlung wurde mit der Ankündigung eröffnet, dass Prinz Caligastia sich selbst als absoluter Souverän von Urantia proklamierte, anstatt nur ein von den Konstellations-Vätern ernannter Planetarischer Prinz zu sein. Er verlangte, alle administrativen Gruppen sollten von all ihren Funktionen zurücktreten und ihm als Treuhänder die Macht übergeben, indem sie die Reorganisation der Planetarischen Regierung unter Vorbehalt annehmen. Sechzig Prozent des Regierungspersonals willigten ein. Die anderen vierzig Prozent legten stattdessen durch ihren neu ernannten Vorsitzenden Van bei dem lokalen System der Satania-Hauptquartiere in Jerusem Berufung ein. Jedoch wurden sie schnell zurück beordert, da Luzifer der Souverän des lokalen Systems war, und Caligastia wurde als der neue oberste Souverän von Urantia gewählt und befahl die absolute und unantastbare Loyalität für seine Ämter.

Das zweite Problem war der ernsthafte Riss in mehreren Ebenen der Regierung, demzufolge einige Beamten die „Revolution“ unterstützten und andere dagegen opponierten. Die ultimative Auswirkung der Rebellion auf Erden war, dass viele ihrer ausgebildeten Verwaltungsbeamten und Instruktoren getrennt und zerstreut wurden, was zu einem bedeutenden Rückschlag in dem Evolutionsfortschritt der Urstämme führte und zu keinem wirklichen Fortschritt in der Entwicklung einer höheren Zivilisation auf Erden.Über mehr als 50 Jahre herrschte eine große administrative Verwirrung in Dalamatia und seiner Umgebung. Das dritte Problem war, dass, obwohl der Plan der „Rebellen“ für die „Demokratie“ echt war, die primitiven Stämme noch nicht bereit waren, selbst bzw. partizipativ zu regieren. Es dauerte nicht lange, dass die gesamte verbliebene loyale Mannschaft von Caligastia ihre Hauptstadt energisch gegen die Horden von Halbwilden verteidigten, die sie dann besiegten. Dies geschah als Ergebnis der Freiheitslehren, die durch Caligastia verfrüht unter ihnen verteilt wurden. Sein großer Plan für die sofortige Rekonstruktion der menschlichen Gesellschaft in Übereinstimmung mit seinen neuen Ideen für individuellen Frieden und Gruppenfreiheiten erwies sich als prompter Misserfolg. Die umgebende, relativ primitive Stammesgesellschaft sank schnell auf ihren alten Stand zurück.

Die Geschichte von Adam und Eva und der Garten von Eden

Vor fast 40 Tausend Jahren geschah es in der evolutionären Entwicklung des Planeten, dass die Lebensbringer, die für die biologische und menschliche Entwicklung verantwortlich waren, von einem reinen biologischen Standpunkt gesehen bemerkten, dass die Urantia-Rassen sich in ihrem Fortschritt dem Höhepunkt näherten. Sie reichten bei den höchsten Stellen unserer Konstellations-Hauptquartiere von Norlatiadek auf Edentia eine Petition ein, dass Urantia untersucht werden sollte im Hinblick auf die Autorisierung der nächsten Stufe der Evolution eines jungen Planeten. Diese Stufe erfordert die Einführung von zwei „adamischen“ biologischen Veredlern in der Form der ursprünglich benannten „Adam und Eva“, die zwei hoch entwickelte sterbliche Wesen darstellten – ein „materieller Sohn und eine materielle Tochter des lokalen Systems“. Dies ist der normale Prozess für einen jungen Planeten, um weiter in der Entwicklung der genetischen Qualität der Ur-Rassen voran zu schreiten.

Eine wichtige Regel herrschte, dass es den ausgewählten „Adam und Eva“-genetischen Veredlern niemals erlaubt war, sich selbst mit den Ureinwohnern zu vermischen, da sie ihre reinen genetischen Charakteristika intakt halten mussten, die sie von den höheren Welten herüber gebracht hatten. Nur ihren eigenen irdischen Nachkommen würde es erlaubt sein, sich mit einigen der sorgsam ausgewählten ursprünglichen Sterblichen fortzupflanzen, um die Gene und Rassen-Charakteristika der Weltbevölkerung zu verbessern. Es wurde von den Konstellations-Vätern von Norlatiadek, die aus Edentia, der Konstellations-Hauptstadt eintrafen, eine planetarische Inspektion durchgeführt. Demzufolge wurde von ihnen dieser neue adamische genetische Verbesserungsschritt für Urantia/Erde getan. Sie trafen dann unter den Bewohnern von Jerusem, der Hauptstadt des lokalen Systems von Satania, eine Auswahl von zwei passenden freiwilligen „adamischen“ Regierenden der Erde, denen dann der traditionelle planetarische Titel/Name von Adam und Eva übertragen würde.

Als nächste Stufe sollte auf Urantia/Erde ein „Garten Eden“ entstehen, basierend auf den schönen halbtropischen Gärten der Konstellation der Hauptquartier-Sphäre von Norlatiadek, Edentia. Dieses Gebiet sollte als ein administratives Hauptquartier für Adam und Eva funktionieren. Van und Amadon, Führer der Amadoniten-Rasse, die nach der Rebellion loyal geblieben waren, wurden gebeten, von ihren Hochland-Hauptquartieren herunter zu kommen und von 61 zerstreuten Siedlungen ein Korps von über 3000 willigen und enthusiastischen Arbeitern zu rekrutieren, um den neuen „Garten Eden“ aufzubauen. Von drei zur Auswahl stehenden Orten wurde eine lange Halbinsel – fast eine Insel – gewählt, die von den östlichen Küsten des Mittelmeeres nach Westen zeigte, mit einem angenehmen, warmen Klima. Die Landenge der Eden-Halbinsel war an ihrer schmalsten Stelle nur dreiundvierzig Kilometer breit, und im Zentrum wurde als erstes ein erlesener Steintempel zu Ehren des Dreifaltigen Vaters des großen Universums errichtet. Genau in dem Zentrum des Tempels wurde der „Lebensbaum“ gepflanzt, der von Edentia, der Konstellation der Hauptquartier-Sphäre von Norlatiadek, herüber gebracht wurde, und dessen Früchte die Eigenschaft hatten, die Lebensspanne der adamischen Wesen, die von Satanias Hauptquartierwelten von Jerusem stammten, fast unendlich zu verlängern. Die administrativen Hauptquartiere des Gartens Eden wurden in dem nördlichen Teil der Halbinsel gegründet und die Häuser für die Arbeiter und ihre Familien im Süden. Die für den Garten Eden ausgelegten Pläne sorgten für genügend Häuser und Land im Überfluss in einer wunderschönen halbtropischen Gartenlandschaft, um für eine spätere Gesamtmenge von einer Million Einwohnern zu genügen.

Als Adam und Eva vor über 37 Tausend Jahren von den lokalen Systemen von Satanias Hauptquartiersphären von Jerusem ankamen, war der Garten Eden schon zu einem Viertel beendet mit Tausenden von Kilometern Bewässerungsgräben und über 20.000 km gepflasterter Pfade und Straßen. Es sollten letztendlich über fünftausend Backsteingebäude in den verschiedenen Sektoren werden, und jede Ortschaft sollte für eine Gruppe von maximal sieben in einem Gebiet entstehen. Sie sollten alle von vielen Bäumen und Pflanzen umgeben sein und in einer der schönsten Gartenlandschaften liegen. Jedoch waren sich Adam und Eva nach ihrer Ankunft und formellen Einführung als die neuen Regierenden von Urantia/Erde bezüglich der Isolation des Planeten von dem Kontakt mit anderen Welten als ein Ergebnis der Luzifer-Rebellion sehr bewusst. Die vertrauten galaktischen Übertragungen waren verstummt, und alle Schnittstellen der außerplanetarischen Kommunikation waren entfernt.

Sie verbrachten ihren zweiten Tag auf Erden in einer Sitzung mit den „planetarischen Treuhändern“, den Melchisedeks und ihrem Beraterstab, die als vorläufige Verwalter des Planeten ernannt wurden. Von ihnen erfuhren sie die bitteren Neuigkeiten, dass sie unter der Isolation leiden würden, die infolge der Caligastia-Rebellion der Erde auferlegt worden war.Trotzdem lief alles auf Urantia/Erde eine Zeit lang ziemlich gut unter der neuen adamischen Verwaltung. Es schien sogar, dass Adam nach und nach in der Lage war, einen erfolgreichen Plan für die stufenweise Erweiterung der neuen Eden-Bevölkerung zu entwickeln, um aus den umgebenden primitiven Stämmen herauszukommen.