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"Die Leichen Apotheke – Als Europäer Menschenfleisch aßen um gesund zu werden" enthüllt ein Tabu der europäischen Medizingeschichte. Wir betrachten Kannibalismus meist als Praxis ferner, "wilder" Kulturen. Doch dieses Buch beweist, dass bis ins 18. Jahrhundert hinein Könige, Priester und Wissenschaftler in Europa regelmäßig Teile des menschlichen Körpers konsumierten – aus medizinischen Gründen. Kulturhistorikerin Renate Eule führt den Leser in die Apotheken der Renaissance, wo "Mumia" (zermahlene ägyptische Mumien) als Allheilmittel gegen Prellungen verkauft wurde. Noch begehrter war das "Schädelmoos" (Usnea Cranii), das auf den Schädeln von Gehenkten wuchs, oder frisches Blut von Hingerichteten, das Epilepsie heilen sollte. Das Buch erklärt die damals vorherrschende Logik: Man glaubte, die Lebenskraft des Verstorbenen würde auf den Patienten übergehen. "Die Leichen Apotheke" zeigt, dass die moderne Medizin auf einem Fundament aus Aberglauben und Leichenschändung steht. Es ist eine schaurige Reise in eine Zeit, in der der Mensch des Menschen Medizin war.
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Liczba stron: 147
Rok wydania: 2026
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