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Dieses Buch eröffnet, wie der stoische Lehrer Epiktet die Vorstellung von Freiheit radikal verändert: nicht als Abwesenheit von Hindernissen, sondern als Fähigkeit, sich selbst zu bestimmen – unabhängig davon, was um einen herum geschieht. Es fragt, wie sich Freiheit im Alltag anfühlt, wenn man aufhört, das Leben wie ein Gefangener eines äußeren Schicksals zu erleben, und stattdessen beginnt, die eigene Haltung als letzten Ort der Entscheidung zu begreifen. Epiktet unterscheidet klar zwischen dem, was wir wirklich kontrollieren können – unsere Urteile, Absichten und Reaktionen – und dem, was wir nicht kontrollieren können – das Verhalten anderer, den Ausgang unserer Vorhaben, die Zukunft. Wenn Menschen sich sorgen, klammern sie sich meist an Bereiche, die sie nicht beherrschen, und missverstehen dieses Gefühl als "real" oder "unabwendbar", obwohl die eigentliche Quelle in der eigenen Bewertung liegt. Viele Sorgen sind eingebildet, weil sie nicht auf faktischen Gegebenheiten, sondern auf gedanklichen Übertreibungen, Zukunftsphantasien und der Angst vor dem Urteil anderer beruhen. Die stoische Praxis nach Epiktet lädt dazu ein, Sorgen zu "verschieben": nicht zu verdrängen, sondern zu klären, ob sie in einem Bereich entstehen, den man beeinflussen kann. Ist dies nicht der Fall, verliert die Sorge ihre emotionale Legitimität und wird zu einem störenden Gedanken, der nicht ernst genommen werden muss. Wer gelernt hat, zwischen "Dingen, die in seiner Macht stehen" und "Dingen, die es nicht sind" zu unterscheiden, gewinnt innere Ruhe – nicht weil die Welt weniger bedrohlich wird, sondern weil er sich nicht mehr in ihr verliert.
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Liczba stron: 215
Rok wydania: 2026
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