Delegieren für Frauen - Cornelia Topf - ebook

Delegieren für Frauen ebook

Cornelia Topf

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Man muss auch loslassen können - professionelles Delegieren für mehr Erfolg Frauen tun sich oft schwer damit, Aufgaben zu delegieren, und haben dann den Kopf nicht frei für die wirklich wichtigen Dinge. Dabei kann es so einfach sein ... Wer Karriere machen will, muss delegieren können. Und genau das können viele Frauen nicht, weil sie sich vor möglicher Ablehnung fürchten, Angst vor Qualitätsverlust haben und ganz generell dazu neigen, lieber sich als andere zu überfordern. Das ist zwar sympathisch, kann aber auf den Weg nach oben schnell zum Stolperstein werden, zumal diese Befürchtungen völlig unbegründet sind. Wie man es besser macht, erläutert Cornelia Topf, selbst erfolgreiche Geschäftsführerin einer Unternehmensberatung, in diesem Buch. Sie zeigt, wie man selbstbewusst und gleichzeitig fair delegiert. Das entlastet nicht nur einen selbst, sondern stärkt und motiviert gleichzeitig auch die Mitarbeiter. Ein echtes Muss für alle Frauen in Führungspositionen und solche, die dorthin wollen.

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Cornelia Topf

Delegieren für Frauen

Cornelia Topf

Delegieren für Frauen

Mehr bewegen – in weniger Zeit – mit weniger Stress

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

Nachdruck 2017

© 2007 by Redline Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Redaktion: Leonie Zimmermann, Landsberg am Lech

Lektorat: Kerstin Weigel, Landsberg am Lech

Satz: Jürgen Echter, Redline GmbH

Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt

eBook: ePubMATIC.com

ISBN Print 978-3-86881-671-6

ISBN E-Book (PDF) 978-3-86414-008-2

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86414-962-7

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.redline-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Inhaltsverzeichnis

Anmerkung

1 Befreien Sie sich!

Die Exotik der Delegation

Frauenleiden

Wäre es nicht schön …

Der erste Schritt der Reise

Selbstanalyse: Wann delegiere ich zu wenig und warum?

Die befreiende Reflexion

Mit gesundem Frauenverstand

Delegieren Sie!

Probe aufs Exempel

2 Das können Sie delegieren

Was delegieren? Alles, was delegierbar ist

Machen Sie Delegation zur Routine

Listen Sie auf!

Knacken Sie chronische Solo-Touren

Wenn keiner da ist, an den Sie delegieren können

Schicken Sie die Perfektionistin weg

Management by Delegation

3 Richtig delegieren

„Delegieren funktioniert nicht!“

Die Pauschaldelegation

Die W-Delegation

Wer?

Bis wann?

Welches Ziel?

Nicht-Ziele sind nicht Ziele!

Wozu?

Das Erfordernis der Schriftform

4 Hat’s der Mitarbeiter verstanden?

Das hätten Sie sich denken können!

Die Ressourcenkontrolle

Die Logik des nächsten Schrittes

Einwandbehandlung

5 Keine Delegation ohne Kontrolle!

Frauen fürchten Kontrolle

Warum sind Frauen kontrollschwach?

Keine Angst vor Kontrolle!

Kontrolle ist Coaching

Kontrolle: Just do it!

Kontrolle vereinbaren

Wann kontrollieren?

Fordern und fördern: Selbstkontrolle

Frauen können kontrollieren – anderswo

Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden!

Im Falle der Abweichung

Weibliche Kontrollschwächen

Delegationsrücknahme

Frauen nimmt doch keiner ernst!

6 Vorsicht, Fettnäpfchen!

Der Weichspüler gehört in die Waschmaschine …

Der Prioritäten-Fettnapf

Das Rückdelegations-Näpfchen

Der Selbermacher-Fettnapf

Das Resignations-Näpfchen

Das Warum-Näpfchen

Die Mäuschen-Delegation

Die Vergessensfalle

Bitte nicht delegieren!

7 Delegieren extrem

Dürfen Frauen delegieren?

Der chronische Minderleister

„Mein Chef bombt mich zu!“

„Manchem Mitarbeiter muss ich alles zehnmal sagen!“

Drohungen, Konsequenzen, Abmahnungen

Turbo-Delegation

Unpopuläre Maßnahmen delegieren

8 Neinsagen lernen

Wann explodiert die nächste Frau?

Warum sagen Frauen selten Nein?

Respect yourself …

Sympathisch Nein sagen: Musterformulierungen

Tolles Rezept

Der Mensch ist ein Sinntier

Frauen können immer

Das kategorische Nein

Das süße Nein

Hören Sie auf, umzufallen!

Der Lohn der Mühe

9 Delegation für Fortgeschrittene

FmZ – die große Schwester der Delegation

Die FmZ-Vorteile

Nur für reife Führungskräfte

Feedback-Kultur

10 Quickguide

Dos der Delegation

Don’ts der Delegation

Stichwortverzeichnis

Über die Autorin

Anmerkung

Um die Arbeiten mit diesem Buch für Sie möglichst einfach und effizient zu gestalten, haben wir wichtige Textpassagen mit folgenden Icons gekennzeichnet:

Achtung, wichtig

Aufgabe, Übung

Das sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.

Beispiel

Tipp

1 Befreien Sie sich!

Die Exotik der Delegation

„Herr Meier, warum ist unser Auftragseingang von Kunde X im letzten Quartal um 10 Prozent eingebrochen? Recherchieren Sie das mal!“

Was war das? Das war eine Delegation. Eine recht einfache Sache, könnte man meinen. Wenn das so einfach ist, warum machen Sie das nicht öfter? Viele Frauen in oder vor Führungspositionen antworten darauf:

„Wenn ich es selber mache, kann ich mich wenigstens darauf verlassen, dass es richtig gemacht wird und rechtzeitig fertig ist.“

„Oft haben meine Mitarbeiter schon genug zu tun. Da möchte ich ihnen nicht noch mehr aufbürden.“

„Bis ich erklärt habe, wie ich es haben möchte – da mache ich es doch lieber selber. Und schneller!“

„Wenn ich bei fünf Mitarbeitern jeweils zehnmal kontrollieren muss, ob die Sache auch erledigt wird – da mache ich ja nichts anderes mehr!“

Was hält Sie davon ab, öfter zu delegieren? Kreuzen Sie von obigen vier Glaubenssätzen jene an, die auch in Ihrem Hinterkopf herumspuken. Und listen Sie zusätzlich Ihre eigenen Gründe auf, wenn Sie möchten:

 

 

 

Das alles sind gute Gründe, nicht zu delegieren. Sie sind so gut, dass die Delegation, immerhin eine der grundlegenden Führungstechniken, viel zu selten angewandt wird. Von Frauen übrigens seltener als von Männern. Das Missverhältnis ist so krass, dass darüber schon Bürosprüche kursieren wie: „Frauen arbeiten, Männer lassen arbeiten.“ Frauen wissen das – und leiden darunter.

Frauenleiden

„Dass Frauen in derselben Position mehr arbeiten als Männer“, kommentiert die Personalleiterin eines Großhändlers spitz, „liegt nicht nur daran, dass Frauen fleißiger sind. Es liegt auch daran, dass sie nicht delegieren können.“ Das Leiden an der Delegationsschwäche hat viele Gesichter, wie mir Frauen in Führungsseminaren berichten:

„Ich habe den Eindruck, dass ich hier alles selber machen muss.“

„Ich bin immer noch Mädchen für alles – obwohl inzwischen Abteilungsleiterin.“

„Ich bin total überarbeitet – was ich von den Kollegen nicht behaupten kann.“

„Ich mache die typischen Frauenjobs, die keiner haben will, deren Ergebnis man kaum sieht und für die es kaum Anerkennung gibt.“

„Die Männer in unserem Bereich machen die attraktiven Karriereprojekte. Die Frauen halten den Betrieb am Laufen.“

Welche negativen Konsequenzen handeln Sie sich unabsichtlich durch Ihr Delegationsverhalten ein? Machen Sie Ihr Kreuz bei den für Sie zutreffenden Aussagen oben und listen Sie Ihre eigenen, persönlichen Nachteile auf:

 

 

 

Das zieht ganz schön runter, nicht? Dagegen müssen wir sofort etwas unternehmen. Fragen wir uns: Wäre es nicht schön …?

Wäre es nicht schön …

… wenn die Märchenfee Sie heute Nacht besuchen würde und Ihnen das Delegationsparadies brächte? Im Delegationsparadies delegieren Sie alle Aufgaben, die delegierbar sind – und sie werden gemacht! Pünktlich, zuverlässig, kompetent. Und genau so, wie Sie sich das vorstellen!

Sie sind eine intelligente Frau. So sicher, wie Sie wissen, dass es keine Feen gibt, wissen Sie auch, dass wir nichts in unserem Leben verändern können, wenn wir nicht ein positives Bild von der Veränderung im Kopf haben.

Veränderung braucht Motivation von beiden Seiten: vom Negativen, das Sie oben aufgezählt haben und das Sie loswerden wollen, und vom Positiven, das Sie erreichen möchten.

Was wäre anders im Beruf und in Ihrem Leben, wenn Sie alle delegierbaren Aufgaben tatsächlich delegieren würden? Zur Anregung die häufigsten Äußerungen von Frauen aus meinen Führungsseminaren:

„Ich hätte endlich Zeit für das Wesentliche meiner Arbeit!“

„Ich wäre nicht mehr so gestresst.“

„Ich könnte auch einige der attraktiven Aufgaben übernehmen, für die es Anerkennung von oben gibt.“

„Ich würde endlich Zeit haben, auch mal etwas für meine Karriere zu tun.“

„Ich hätte mehr Zeit für die Familie/Beziehung.“

Was würde sich bei Ihnen zum Besseren wenden? Was erträumen Sie sich? Kreuzen Sie wie immer an und malen Sie Ihr eigenes Bild vom Paradies:

 

 

 

Spüren Sie was? Wie fühlt sich das an? Gut, positiv, energiereich, kraftspendend. Motivierend eben.

Sie sind hier, weil Sie etwas verändern möchten in Ihrem Beruf, Ihrem Leben. Diese Veränderung ist eine schöne Reise, die Sie vom Hier in eine bessere Zukunft führt. Wie für jede Reise, so benötigen Sie auch für diese Reise Proviant.

Die Wegzehrung der Veränderung ist die Motivation.

Prägen Sie sich die Nachteile einer zu geringen Delegation und die Vorteile einer angemessenen Delegation ein. Lesen Sie beide Listen nochmals durch und bewahren Sie sie gut auf – am besten im Hinterkopf. Diese beiden Motivationskomponenten sind das Kerosin, das Ihr Flugzeug ans Ziel bringen wird. Wenn Sie beide Motivatoren im Hinterkopf behalten, werden Sie zügig und sicher am Ziel ankommen.

Der erste Schritt der Reise

Was hindert Sie daran, mehr zu delegieren? Was hindert Sie daran, den ersten Schritt Ihrer Reise zu machen? Egal, was es ist: Kümmern wir uns darum.

Frauen delegieren nicht deshalb zu wenig, weil sie nicht wüssten, wie das geht. Sie delegieren zu wenig, weil sie sich nicht von ihren Delegationsfesseln befreien (können).

Viele Frauen sagen mir: „Ich würde schon gern mehr delegieren. Aber immer wenn ich in einer Delegations-situation bin, werde ich zurückgehalten wie von einem unsichtbaren Gummiband!“ Eine schöne Beschreibung.

Melanie zum Beispiel kommt mit einem wunderschönen „Gummiband“ ins Coaching. Sie erzählt: „Ich delegiere gerade dann nicht, wenn ich es am nötigsten hätte: wenn ich im Stress bin. Das ist verrückt. Eigentlich sollte man doch delegieren, wenn man zu viel zu tun hat! Doch im Stress sehe ich nur den Berg Arbeit auf meinem Schreibtisch und denke: Das schaffst du nie! Deshalb nehme ich mir eine Arbeit nach der anderen vor und arbeite mich so langsam durch den Berg. Und jede erledigte Arbeit ist ein kleiner Erfolg, der mich zum Weitermachen motiviert! Zum Weitermachen! Anstatt es von vornherein richtig zu machen und die Hälfte der Aufgaben zu delegieren! Was stimmt mit mir nicht?“

Ich musste Melanie erst einmal beruhigen: Es stimmt alles mit ihr. Besser noch: Melanie ist eine überdurchschnittlich intelligente, engagierte und kompetente Frau – wie Sie auch. Denn wie Melanie haben Sie Ihr Delegationsproblem erkannt. Das ist schon viel! Nicht umsonst heißt es: Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Was Melanie auszeichnet, ist ihre gereifte Erkenntnis. Sie hat nicht nur erkannt, dass sie zu wenig delegiert. Sie hat auch erkannt,

in welchen konkreten Situationen sie zu wenig delegiert;

was dabei in ihrem Kopf vorgeht;

welche konkreten mentalen Mechanismen (Antreiber, Glaubenssätze, Einstellungen, Sabotagestrategien …) sie davon abhalten, ausreichend zu delegieren.