Das smarte Steuer-Handbuch - Stefan Heine - ebook

Das smarte Steuer-Handbuch ebook

Stefan Heine

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Opis

Kurz gefragt - schnell nachgeschlagen. Sie erfahren Wissenswertes über die Bedeutung von Steuern, die Steuererklärung im allgemeinen und erhalten Tipps, was Sie von der Steuer absetzen können. Lernen Sie, wie Sie Steuern sparen können und das Maximum aus Ihrer Steuererklärung herausholen. Verschenken Sie kein Geld mehr an den Staat. - Grundlagen des Steuerrechts - Steuerwissen für Laien - Steuererklärung einfach erklärt

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Inhaltsverzeichnis

ImpressumEinleitungWas sind Steuern und wozu brauchen wir sie?Geschichte und Definition von SteuernSteuerartenVerwendung von SteuernZusatzinfo: Steuern an die EUSteuererklärung und SteuerbescheidEinführung: Zahlung und Erstattung von SteuernSteuernummer und IdentifikationsnummerWer muss eine Steuererklärung abgeben?AbgabefristenRückerstattungSteuerbescheidKapitalsteuer (Anlage KAP)Gewinnsteuer?ProgressionsvorbehaltSteuertipps: Was kann ich absetzen?Werbungskosten (Arbeitsweg, Bewerbung, Arbeitsmittel ...)ArbeitszimmerArbeitskleidungUmzug(Dienst-)ReisenHaushalt (Handwerker, Reinigungskräfte …)Außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten, Arztrechnungen ...)FeiernEhe und FamilieSteuerklassen für VerheirateteUnterhaltKinderbetreuungskostenSteuern für HaustiereErbschaftssteuerSteuererklärung in verschiedenen LebenslagenSchüler mit FerienjobsStudentenRentnerSchlussbemerkungRabattcode
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Impressum

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Einleitung

Wer kennt nicht aus seiner Kindheit das typische Szenario der Steuererklärung: Der Vater sitzt leise fluchend in seiner Arbeitsecke, tief über irgendwelche Papiere gebeugt und an den Formularen verzweifelnd. Im Raum herrscht eine reichlich explosive Stimmung. Und sobald die Mutter vorsichtig fragt, ob er sich nicht doch lieber an einen Profi wenden wolle, ist die Eskalationsstufe erreicht.

Diese nicht ganz so guten alten Zeiten sind längt vorbei. Heute kann man seine Steuererklärung ganz bequem mit der cleveren Online-Lösung smartsteuer machen.

Und ebenso einfach, wie die Steuererklärung mit smartsteuer funktioniert, so einfach werden hier auch die Grundlagen des Steuerrechts erklärt. Denn jeder, der möchte, soll seine Portion Steuerwissen abbekommen – egal mit welchen Vorkenntnissen er startet. Viele Steuerzahler stufen ihre Kenntnisse nämlich eher als gering ein, wie die Schülerin Naina in einem einzigen Tweet sehr plastisch aufgezeigt hat…[2]

Keine Ahnung von Steuern? Kein Problem!

Es war nur eine Kurzmitteilung auf Twitter. Doch was die 17 Jahre alte Naina aus Köln darin sehr zugespitzt schrieb, ging tagelang durch die Medien: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‹ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ — Naina (@nainablabla) 10. Januar 2015. Naina stand kurz vorm Abi, danach wollte sie mit Freundinnen in eine WG ziehen. Aber niemand wusste, worauf da zu achten ist… Dieser folgenreiche Tweet zeigt ganz wunderbar das immer gleiche Bildungs-Dilemma auf. Schüler sind oft davon überzeugt, dass sie in der Schule vieles lernen, was sie später eh nicht brauchen werden. Praktische Sachen für das (Erwachsenen-)Leben stehen dagegen nicht auf dem Lehrplan.

Zwei praktische Ratschläge von uns – nicht nur für Naina

Weil die knapp 140 Zeichen dieser Abiturientin so hohe Wellen geschlagen haben, konnte sie immerhin vier Tage später, natürlich wieder auf Twitter, schon verkünden: „Update: Ich hab jetzt ‘ne Ahnung von Miete, Steuern und Versicherungen und kann Gedichtanalysen ohne S schreiben. Immer noch auf 4 Sprachen.“ — Naina (@nainablabla) 14. Januar 2015.

Das so sehnsüchtig vermisste Wissen rund um das Thema Steuern möchten wir Naina und allen anderen Interessierten mit diesem Kurz-Handbuch frei Haus liefern. Nicht mit einem Anspruch der Wissenschaftlichkeit oder gar Vollständigkeit, sondern – hoffentlich – interessant und unterhaltsam für jedermann.[3]

Und wenn es dann an die erste Steuererklärung geht, kann es eigentlich auch nur einen Weg geben. Den zu smartsteuer, der Online-Steuererklärung. Denn die ist nicht viel schwieriger als Twitter.

Was sind Steuern und wozu brauchen wir sie?

Überblick

Bevor ich der Frage nachgehe, was Steuern eigentlich sind, geht’s mit einem kurzen geschichtlichen Abriss los: Steuern haben eine sehr lange Tradition und sind auch heute allgegenwärtig – Sie werden staunen, was alles versteuert wird. Und irgendwo müssen die ganzen Steuereinnahmen ja auch wieder ausgegeben werden. Darum erfahren Sie auch gleich, wer was mit dem Geld macht.

Geschichte und Definition von Steuern

Wer denkt, dass Steuern eine Sache der Moderne sind, liegt schon mal falsch. Schon die alten Ägypter sollen im 3. Jahrtausend v. Chr. eine Erntesteuer und einen Nilzoll erhoben haben. Auch in den anderen alten Reichen gab es schon ganz verschiedene Abgaben. Der Hofstaat der Herrscher musste ja irgendwie finanziert werden.

Selbst auf Kurioses muss man in der Steuergeschichte nicht lange warten: So erhob der römische Kaiser Vespasian (9 bis 79 n. Chr.) eine Latrinensteuer. Bekannt wurde er, als er seinem Sohn das daraus eingenommene Geld unter die Nase hielt und den berühmten Satz „Geld stinkt nicht“ (für unsere Lateiner: „pecunia non olet“) gesagt haben soll.[4]

Und nicht zuletzt: Sogar kriegerische Auseinandersetzungen hatten schon früh ihre Ursache in Steuern. Die bekannte Schlacht im Teutoburger Wald etwa soll ihren Anfang genommen haben, als die Römer versuchten, Steuern von den Germanen zu erheben. Die wehrten sich durchaus erfolgreich. Auch wenn die Steuereintreiber sonst wohl eher die Oberhand behalten.

Steuern, Gebühren oder Beiträge

Nach diesem kurzen geschichtlichen Ausflug nun zu den harten Fakten. Ganz klar, wir sind in der Jetzt-Zeit, wir sind in Deutschland. Deshalb: Was Steuern sind, ist natürlich gesetzlich geregelt. Und zwar in der Abgabenordnung im § 3. Ich will Sie nicht langweilen, deshalb eine verständliche Fassung von mir: Steuern sind Abgaben, die der Staat (Bund, Länder, Gemeinden) seinen Bürgern auferlegen kann.

Eine direkte Gegenleistung (zu einem bestimmten Zweck) erhält der Bürger dafür aber nicht. Alle Steuerpflichtigen müssen „ihre“ Steuern zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs zahlen.

Beispiel:Die Kfz-Steuer dient nicht dazu, Straßen zu bauen oder instand zu halten. Im Unterschied zu den Steuern sind Gebühren oder Beiträge zu betrachten, die für bestimmte Aufgaben oder Zwecke verwendet werden.

Beispiel:Die LKW-Maut wird nur für mit dem LKW-Verkehr zusammenhängende Dinge verwendet.

Steuerliche Grundsätze

Heutzutage sollen Steuern vier Eigenschaften erfüllen: Sie sollen gerecht, ergiebig, unmerklich und praktikabel sein. Aber was bedeutet das? Gerecht ist irgendwie klar. Steuern dürfen zum Beispiel nicht willkürlich oder rückwirkend erhoben werden. Ergiebig meint, der Aufwand muss sich im Vergleich zu den Einnahmen schon lohnen. Sehr psychologisch mutet dagegen die Unmerklichkeit an.[5]

Zu Deutsch: So oft wie möglich soll der Bürger Steuern zahlen, ohne es groß zu merken. Alltagsbeispiel ist da wohl die Mehrwertsteuer, die bei jedem Einkauf fällig und auch ausgewiesen wird. Ob schließlich heutige Steuern praktikabel sind, lässt sich meiner Meinung nach schon anzweifeln. Aber wir alle wissen: Wo kämen wir hin, wenn Steuergesetze leicht zu verstehen wären.

Zusammenfassung: Steuern sind die Haupteinnahmequelle eines Staats. Der finanziert damit in eigener Entscheidung Straßen, Sozialleistungen und vieles mehr.

Steuerarten

Wahrscheinlich wird man niemals aufhören, sich darüber zu wundern, was alles versteuert wird. Klar, fast jeder hat schon mal von Umsatz-, Lohn- oder Tabaksteuer gehört. Aber glauben Sie mir: Das ist nur der Anfang. Lesen Sie hier alles über die verschiedenen Steuern und warum Kaffee versteuert wird, Tee aber nicht (mehr).

So unterschiedliche Steuern es gibt, so vielfältig sind auch die Versuche der Wissenschaft, die Steuern in Gruppen zu unterteilen. Recht gebräuchlich ist dabei die Aufteilung in Verkehrsteuern (etwa Umsatz-, Versicherungsteuer), Verbrauchsteuern (etwa Energie-, Tabaksteuer) und Besitzsteuern (zum Beispiel Erbschaft-, Einkommensteuer). Man kann aber auch mehr ins Detail gehen…[6]

Von Abgeltung- bis Zwischenerzeugnissteuer

Es ist nicht so, dass man schwer an Informationen zu Steuern rankommt. Dem Internet sei Dank. Bei meinen Recherchen stieß ich schließlich auf eine Broschüre des Bundesfinanzministeriums mit dem griffigen Namen „Steuern von A bis Z“ (in der Ausgabe 2013), die hier zum kostenlosen Download als PDF zur Verfügung steht. Was soll ich sagen: Es sind stolze 174 Seiten, sehr informativ, aber auch nicht gerade eine Entspannungslektüre. Ich habe mal ein paar interessante Dinge für Sie herausgepickt.

Was auffällt: Dem Erfindungsreichtum bei Steuern waren und sind kaum Grenzen gesetzt. Als historische Beispiele sollen eine Speiseeissteuer (bis 1971), Zündwaren- und Spielkartensteuer (beide bis 1981), sowie die Salzsteuer (bis Ende 1992) genügen.

Flüge, insbesondere Langstreckenflüge, sind seit 2011 wegen der Luftverkehrsteuer deutlich teurer geworden. Mehr als 40 Euro kostet sie, wenn man weiter als 6.000 km fliegt. Und aktuell: Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Bettensteuer (offiziell Kulturförderabgabe), die viele Städte von Touristen verlangen, die in der jeweiligen Stadt übernachten? Dafür scheint sich der Vorschlag von vor wenigen Jahren, eine Steuer auf Cannabis- Produkte zu erheben (bekannt geworden unter dem Slogan „Kiffen für die schwarze Null“), nicht durchgesetzt zu haben.

Die ganze Bandbreite der alkoholischen Getränke

Historisch gewachsen, aber durchaus auch mit einem recht aktuellen Bezug, sind die Steuern rund um alkoholische Getränke. Da gibt es seit 2004 die Alkopopsteuer. Die soll dem Schutz der Jugendlichen dienen, weil sie sich die dadurch deutlich teuren Mischgetränke nicht mehr leisten können sollten. Naja, das sogenannte Flatrate-Saufen wurde damit jedenfalls nicht verhindert.[7]

Typisch deutsch und nebenbei auch eine der ältesten Verbrauchsteuern ist natürlich die Biersteuer. Für Schnäpse gibt’s die Branntweinsteuer, für Sekt & Co. die Schaumweinsteuer. Was vom Alkoholgehalt dazwischen liegt (etwa Portwein) unterliegt der Zwischenerzeugnissteuer. Nicht zu vergessen sind die Getränke- (Schankverzehr) und Schankerlaubnissteuer, die Städte und Gemeinde erheben können. Gemein gesagt: Wer Alkohol trinkt, tut immer was für das Gemeinwesen, weil er Extra-Steuern zahlt.

Kaffee ja, Tee nein – und was ist mit Zucker?

Manchmal wird es auch richtig absurd. Auf Kaffee gab es lange Zeit Zollgebühren. 1948 wurde daraus eine Kaffeesteuer. Heutzutage beträgt sie 2,19 Euro je Kilo Röstkaffee und 4,78 Euro je Kilo löslichen Kaffee. Versteuert werden auch kaffeehaltige Produkte, die mindestens 10 Gramm Kaffee auf ein Kilo enthalten.