Begegnung fürs Leben -  - ebook

Begegnung fürs Leben ebook

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Opis

Diese Studienbibel für jeden Tag ist etwas Besonderes: Sie liefert nicht nur Erläuterungen zum Bibeltext und historische Hintergründe, sondern auch Hinweise, wie man Gottes Wort im Alltag anwenden kann. Hinzu kommen ausführliche Einführungen in die biblischen Bücher, 258 thematische Tabellen, 194 kleine Landkarten und Profile von 115 Personen der Bibel. Nicht umsonst hat die "Begegnung fürs Leben" bereits viele Freunde gefunden.

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Der SCM Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien,einer gemeinnützigen Stiftung,die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher,Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

ISBN 978-3-417-22924-0 (E-Book)ISBN 978-3-417-25346-7 (lieferbare Buchausgabe)

Datenkonvertierung E-Book:Satz & Medien Wieser, Stolberg

6. Auflage 2016

Bibelübersetzung:Neues Leben. Die Bibel, © 2002 und 2006 SCM-Verlag GmbH & Co. KG, 58452 WittenAdapted from Life Application Bible © 1988, 1989, 1990, 1991, 1993, 1996by Tyndale House Publishers, Inc.

Erklärungstexte: © 1986 owned by the assignment by Tyndale House Publishers, Inc.250 Ereignisse im Leben von Jesus Christus: © 1986 by James C. GalvinLandkarten: © 1986 by Tyndale House Publishers, Inc., Wheaton, IL 60819, USAAll rights reserved.© der deutschen Ausgabe 2009: SCM-Verlag GmbH & Co. KG, 58452 Witten

Internet: www.scm-brockhaus.de · E-Mail: [email protected]äge: Provinzglück GmbH – www.provinzglueck.comSatz: Satz & Medien Wieser, Stolberg

Inhalt

Einführung in die BfL

So finden Sie sich in dieser eBibel zurecht

Das Alte Testament

1. Mose

Einführung

Bibeltext

Kommentar

2. Mose

Einführung

Bibeltext

Kommentar

3. Mose

Einführung

Bibeltext

Kommentar

4. Mose

Einführung

Bibeltext

Kommentar

5. Mose

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Josua

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Richter

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Rut

Einführung

Bibeltext

Kommentar

1. Samuel

Einführung

Bibeltext

Kommentar

2. Samuel

Einführung

Bibeltext

Kommentar

1. Könige

Einführung

Bibeltext

Kommentar

2. Könige

Einführung

Bibeltext

Kommentar

1. Chronik

Einführung

Bibeltext

Kommentar

2. Chronik

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Esra

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Nehemia

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Ester

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Hiob

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Die Psalmen

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Die Sprüche

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Prediger

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Das Hohe Lied

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Jesaja

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Jeremia

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Die Klagelieder

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Hesekiel

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Daniel

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Hosea

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Joel

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Amos

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Obadja

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Jona

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Micha

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Nahum

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Habakuk

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Zefanja

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Haggai

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Sacharja

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Maleachi

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Das Neue Testament

Das Evangelium von Matthäus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Das Evangelium von Markus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Das Evangelium von Lukas

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Das Evangelium von Johannes

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Apostelgeschichte

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an die Römer

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der erste Brief an die Korinther

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der zweite Brief an die Korinther

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an die Galater

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an die Epheser

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an die Philipper

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an die Kolosser

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der erste Brief an die Thessalonicher

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der zweite Brief an die Thessalonicher

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der erste Brief an Timotheus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der zweite Brief an Timotheus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an Titus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an Philemon

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief an die Hebräer

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief von Jakobus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der erste Brief von Petrus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der zweite Brief von Petrus

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der erste Brief von Johannes

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der zweite Brief von Johannes

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der dritte Brief von Johannes

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Der Brief von Judas

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Offenbarung

Einführung

Bibeltext

Kommentar

Bibelleseplan

Index der Anmerkungen

Index der Tabellen

Index der Landkarten

Index der Profile

Register der farbigen Karten

Farbtafeln und -karten

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

Einführung

Was die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« auszeichnet

Haben Sie sich beim Lesen Ihrer Bibel je eine der folgenden Fragen gestellt:

– Was bedeutet diese Stelle tatsächlich?

– Welche Bedeutung hat sie für mein persönliches Leben?

– Warum scheint ein Teil der Bibel für die Gegenwart bedeutungslos zu sein?

– Was haben diese Kulturen des Altertums mit der heutigen Zeit zu tun?

– Ich liebe Gott. Warum kann ich dann nicht verstehen, was er mir durch sein Wort sagt?

– Was passierte eigentlich im Leben der biblischen Personen?

Viele Christen lesen die Bibel nicht regelmäßig, weil sie unter dem Druck des modernen Alltags keine Verbindung zwischen den zeitlosen Prinzipien der Bibel und den drängenden alltäglichen Problemen herstellen können.

Gott ermahnt uns, sein Wort in die Tat umzusetzen (Jesaja 42,23; 1. Korinther 10,11; 2. Thessalonicher 3,4), aber oft begnügen wir uns damit, reine Bibelkenntnisse zu sammeln. Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« wurde entwickelt, um zu zeigen, wie wir das Gelernte in die Tat umsetzen können.

Gottes Wort anzuwenden ist ein wesentliches Element unserer Beziehung zu ihm; es zeigt, dass wir ihm gehorchen. Die Schwierigkeit bei der Umsetzung liegt nicht an der Bibel, sondern am Unvermögen des Lesers, die Kluft zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Konzept und Praxis zu überbrücken. Doch wenn wir das nicht tun oder nicht tun können, sind geistliche Dürre, Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit die Folgen.

»... es reicht nicht, nur auf die Botschaft zu hören – ihr müsst auch danach handeln! Sonst betrügt ihr euch nur selbst« (Jakobus 1,22). Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« hat genau das zum Ziel. Sie wurde von einem Team von Pastoren, Theologen und Seelsorgern verschiedener christlicher Denominationen entwickelt. Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« hilft, eine Bibelstelle im Zusammenhang zu verstehen, sie liefert wichtige Hintergrundinformationen und historische Angaben, sie erklärt schwierige Wörter und Redewendungen und zeigt die wechselseitigen Beziehungen zwischen den biblischen Schriften auf. Aber das ist noch nicht alles. Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« führt tiefer in Gottes Wort, indem sie hilft, die zeitlose Wahrheit der Bibel zu entdecken, ihre Aktualität für das eigene Leben zu erkennen und sie persönlich anzuwenden. Während die meisten Studienbibeln versuchen, die Bedeutung eines Textes zu erklären, ist diese Bibel größtenteils anwendungsorientiert. Die Anmerkungen antworten auf die Fragen: »Was nun?« und: »Was bedeutet dieser Abschnitt für mich, meine Familie, meine Freunde, meinen Beruf, meine Umgebung, meine Gemeinde, mein Land?«

Stellen Sie sich vor, wie Sie einen vertrauten Bibelabschnitt lesen und ganz neue Einsichten gewinnen, so als hätten Sie ihn gerade zum ersten Mal gelesen. Wäre es nicht schön, wenn jede Bibellektüre Ihr Leben bereichern würde? Genau das ist die Absicht der Bibel!

Was bedeutet Anwendung im Umgang mit der Bibel?

Anwendung lässt sich am besten definieren, indem man zuerst betrachtet, was sie nicht ist. Anwendung bedeutet nicht einfach, Wissen anzuhäufen. Wissen hilft uns, Fakten und Konzepte zu entdecken und zu verstehen, mehr aber nicht. Es gab viele Philosophen in der Geschichte, die die Wahrheit der Bibel zwar kannten, sie aber nicht auf ihr Leben anwendeten – was sie daran hinderte, zu glauben und verändert zu werden. Viele Menschen halten Wissen für das eigentliche Ziel des Bibelstudiums, aber in Wirklichkeit ist das nur der Anfang.

Anwendung ist auch nicht nur Illustration. Ein anschauliches Beispiel zeigt uns nur, wie eine andere Person eine ähnliche Situation bewältigt hat. Wir mögen zwar mit dieser Person sympathisieren, aber darin liegt kaum Orientierung für unsere eigene Situation.

Anwendung heißt auch nicht einfach, eine Bibelstelle »bedeutsam« zu machen, denn wenn wir die Bibel nur deuten, erkennen wir zwar, dass in der biblischen Zeit dieselben Lektionen gültig waren wie heute. Dadurch lernen wir aber nicht, wie wir diese Lektionen auf die konkreten Probleme und Belastungen unseres individuellen Lebens anwenden können.

Was also ist Anwendung? Anwendung beginnt damit, dass wir Gottes Wort und seine zeitlose Wahrheit kennen und verstehen. Aber an diesem Punkt dürfen wir nicht stehen bleiben. Wenn wir es dabei belassen, kann Gottes Wort unser Leben nicht verändern und seine Lektüre kann eintönig, schwierig, langweilig und ermüdend werden. Eine gute Anwendung umfasst drei wesentliche Aspekte: sie richtet die Aufmerksamkeit auf die zentrale Wahrheit der Bibel, sie zeigt uns, was wir mit dem Gelesenen anfangen sollten und sie motiviert uns, auf das, was Gott lehrt, einzugehen.

Anwendung bedeutet, das, was wir schon wissen, in die Praxis umzusetzen (siehe Markus 4,24 und Hebräer 5,14). Als Antwort auf die Frage: »Was nun?« konfrontiert uns die Anwendung mit den richtigen Fragestellungen und motiviert uns, tätig zu werden (siehe 1. Johannes 2,5-6 und Jakobus 2,17). Anwendung ist zutiefst persönlich und für jeden Menschen individuell verschieden. Sie macht eine bedeutsame Wahrheit zu einer persönlichen Wahrheit und umfasst die Entwicklung einer Strategie für unser Handeln, sodass wir im Einklang mit der Bibel leben können. Sie zeigt das biblische »Know-how« des Lebens.

In dieser Bibel besteht eine Anmerkung zur Anwendung aus drei Teilen: 1) einer Erläuterung, die eine direkte Verbindung zwischen der Anmerkung und der entsprechenden Bibelstelle herstellt und die darin vermittelte Wahrheit aufzeigt; 2) einer Brücke, die diese Wahrheit erklärt und ihre Bedeutung für heute aufzeigt; 3) der Anwendung, die zeigt, wie diese zeitlose Wahrheit in einer persönlichen Situation in die Tat umgesetzt werden kann. Keine einzelne Anmerkung kann, für sich allein genommen, die Bibel direkt auf das Leben beziehen. Sie kann nur lehren, lenken, leiten, anweisen, inspirieren, empfehlen und ermahnen. Sie kann die Mittel und die Orientierung bieten, die wir zur praktischen Anwendung der Bibel brauchen; aber nur der Leser selbst kann diese Mittel aufgreifen und in die Praxis umsetzen.

Eine gute Anmerkung sollte deshalb nicht nur Wissen und Verständnis vermitteln, sondern eben zur Anwendung hinführen. Beim Kauf einer Studienbibel sollte in Bezug auf die Anmerkungen Folgendes beachtet werden: 1) Enthalten die Anmerkungen genügend Informationen, sodass der Kern der biblischen Aussage verständlich wird? 2) Werden in den Anmerkungen zu viele Kenntnisse vorausgesetzt? 3) Sind die Anmerkungen unabhängig von der theologischen Prägung einer bestimmten Denomination? 4) Beziehen sich die Anmerkungen auf die wesentlichen Erfahrungsbereiche des Lebens? 5) Helfen die Anmerkungen, Gottes Wort praktisch anzuwenden?

Besonderheiten der Studienbibel »Begegnung fürs Leben«

Anmerkungen

Zusätzlich zu den zahlreichen Hinweisen auf die praktische Umsetzung der Bibeltexte bietet die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« dem Leser auch eine Reihe von Erklärungen zum Verständnis von Kultur, Geschichte, Kontext, schwierigen Textpassagen, Hintergründen, geografischen Orten, theologischen Konzepten und den wechselseitigen Beziehungen zwischen verschiedenen Bibeltexten. Karten, Tabellen und grafische Darstellungen finden sich auf derselben Seite wie der Text, auf den sie sich beziehen. Ein Beispiel für eine Anmerkung zur Anwendung finden Sie in Markus 15,47; ein Beispiel für eine erklärende Anmerkung finden Sie in Markus 11,1-2.

Einführungen in die biblischen Bücher

Die Einführungen in die biblischen Bücher sind in leicht zu erkennende Elemente gegliedert:

Der Zeitstrahl: Eine chronologische Darstellung der Schlüsselereignisse mit Angabe der Daten ordnet die biblischen Bücher in die jeweilige historische Situation ein. Die alternativen Daten in Klammern basieren auf einer späteren Datierung des Auszugs aus Ägypten.

Auf einen Blick: Eine Randspalte, in der einige Fakten über das biblische Buch genannt werden – grundlegende Informationen, die Sie auf einen Blick erfassen können.

Eine inhaltliche Zusammenfassung des biblischen Buches. Sie enthält allgemeine Lehren, die darin vermittelt werden, und zeigt Grundzüge der Anwendung auf.

Die Übersicht: Dies ist die Gliederung des Buches. Sie ist bewusst in einfacher Sprache gehalten, damit sie leicht im Gedächtnis bleibt. Zu jedem Gliederungspunkt findet sich rechts daneben die Schlüsselaussage, die im jeweiligen Abschnitt behandelt wird.

Die Zentralen Themen: Hier werden in drei Spalten die wichtigsten Themen des biblischen Buches benannt, ihre Bedeutsamkeit erklärt sowie ihre Bedeutung für uns heute aufgezeigt.

Eine Karte: Sie zeigt die geografische Lage der wichtigsten Orte des Buches und schildert den Inhalt kurz unter geografischen Gesichtspunkten.

Gliederung des Bibeltextes

Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« enthält eine neue, maßgeschneiderte Gliederung des Bibeltextes, die speziell unter dem Gesichtspunkt der Anwendung entwickelt wurde. Mehrere Merkmale sind zu beachten:

1. Zur besseren Übersicht umfasst die Gliederung jedes biblischen Buches nur drei Ebenen. Die Überschriften der Hauptabschnitte sind durch Großbuchstaben, die der Unterabschnitte durch Ziffern gekennzeichnet; untergeordnete, kleinere Texteinheiten sind ohne Buchstaben- oder Ziffernangabe kursiv gesetzt.

2. Auf jede durch einen Buchstaben gekennzeichnete Überschrift eines Hauptabschnitts folgt eine kurze Zusammenfassung des biblischen Textes, in der eine allgemeine Möglichkeit der Anwendung angeboten wird.

3. In den vier Evangelien werden die entsprechenden Parallelstellen in den anderen Evangelien angegeben.

Zusammenschau der Evangelien

Eine Zusammenschau der Evangelien wurde speziell für diese Bibel entwickelt. Es ist die erste derartige Zusammenstellung, die je in den biblischen Text eingefügt wurde: Ein einfaches Nummerierungssystem erlaubt Ihnen, beim Lesen eines Evangeliums mithilfe der Ziffernangabe sofort festzustellen, an welchem Zeitpunkt im Leben Christi Sie sich gerade befinden. Diese Zusammenschau und die entsprechenden Erläuterungen finden Sie direkt im Anschluss an das Johannes-Evangelium.

Profile

Eine weitere Besonderheit dieser Bibel sind die Profile vieler biblischer Personen. Sie beinhalten ein ausführliches Porträt der Person sowie Angaben über ihre besonderen Eigenschaften und einige Schlüssellektionen, die wir aus ihrem Leben lernen können. Die Profile finden Sie in den biblischen Büchern, in denen die Geschichte der entsprechenden Person wiedergegeben wird.

Karten

Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« enthält zwei verschiedene Arten von Karten, die in den Text integriert sind: 1) eine einleitende Übersichtskarte zu Beginn fasst die Geschichte des biblischen Buches zusammen; 2) kleinere Kartenauszüge in den Anmerkungen beschreiben die meisten geografischen Bewegungen in der Bibel. Zusätzlich zu diesen zahlreichen Schwarz-Weiß-Karten finden Sie eine Serie farbiger Landkarten im Anhang dieser Bibel.

Grafische Darstellungen und Diagramme

Hunderte grafische Darstellungen, Tabellen und Diagramme wurden erstellt, die helfen, schwierige Konzepte oder Zusammenhänge besser zu visualisieren. Die meisten Darstellungen vermitteln nicht nur die nötigen Informationen, sondern erklären auch ihre Bedeutung.

Verweisstellen

Ein sorgfältig strukturiertes System von Verweisstellen am Rand des Bibeltextes hilft, andere Bibelstellen, die auf das entsprechende Thema oder den Inhalt Bezug nehmen, zu finden. Eine Verweisangabe mit zwei Schrägstrichen (//) kennzeichnet Parallelstellen, die mit dem identifizierten Text in Inhalt und Sprache weitgehend identisch sind. Eine Verweisangabe mit einem Kreuz (†) zeigt, dass entweder der identifizierte Text aus der Verweisstelle oder die Verweisstelle aus dem identifizierten Text zitiert.

Fußnoten zum Text und Überschriften zu Teilabschnitten

In den Fußnoten, die sich direkt auf den Text der »Neues Leben«-Bibel beziehen, werden Übersetzungsvarianten, die Bedeutung hebräischer und griechischer Begriffe, alttestamentliche Zitate und andere Lesarten in den alten Handschriften der Bibel genannt. Der Text der »Neues Leben«-Bibel enthält außerdem Überschriften zu Teilabschnitten, die Ihnen helfen sollen, das Thema und den Inhalt des jeweiligen Abschnitts leichter zu erfassen.

Indizes

Die Studienbibel »Begegnung fürs Leben« verfügt über vollständige Indizes zu allen Anmerkungen, Diagrammen, Karten und Profilen. Da sie unter dem besonderen Gesichtspunkt der Anwendung zusammengestellt wurden, sind sie für das Bibelstudium in Gruppen, für Predigtvorbereitung, Lehre oder persönliches Bibelstudium hilfreich.

Aus Platzgründen und um der besseren Lesbarkeit willen wurde in der Regel darauf verzichtet, jeweils die männliche und weibliche Bezeichnung auszuschreiben. Die »männliche« Bezeichnung wird in diesem Fall als neutrale Bezeichnung verstanden.

Einführung in die »Neues Leben«-Bibelübersetzung

Diese Bibelübersetzung ist ideal für Menschen auf der Suche nach einer Bibel, die in heutigem Deutsch geschrieben ist und sich gleichzeitig nah am Grundtext orientiert. Lebensnah, leicht verständlich und doch sachlich und inhaltlich zuverlässig sind die Kennzeichen dieser Bibelübersetzung.

Als Grundtext dienten die »Biblia Hebraica Stuttgartensia«, eine Überarbeitung der »Biblia Hebraica« von Rudolf Kittel und das »Novum Testamentum Graece« in der Bearbeitung von Nestle und Aland u. a. Des Weiteren wurden während der Übersetzung die Septuaginta, der samaritanische Pentateuch sowie alle weiteren relevanten Schriften berücksichtigt. Ein Expertenteam aus Theologen und Übersetzern/Lektoren hat in intensiver Zusammenarbeit den biblischen Grundtext so übersetzt, dass die Gedanken des Originaltextes wiedergegeben werden und dennoch dem heutigen Sprachgebrauch angepasst sind. Damit folgt man dem Vorbild und Charakter der amerikanischen »New Living Translation«. Diese Übersetzung, die sich zum Ziel setzt, den von den biblischen Autoren beabsichtigten Sinn den Lesern von heute zu vermitteln, ist sowohl textlich genau als auch sprachlich gut lesbar.

In früheren Ausgaben der »Neues Leben«-Bibel und auch der »Begegnung fürs Leben« richtete sich die Reihenfolge der biblischen Bücher im Neuen Testament nach der Lutherbibel. Diese geht bei den Briefen, die nicht von Paulus sind, einen eigenen Weg und ordnet den Hebräer- und den Jakobusbrief am Ende der Reihe der Briefe, unmittelbar vor Judas und der Offenbarung ein. Dieser Anordnung liegt die theologische Auffassung Luthers zugrunde, die den Hebräer- und Judasbrief geringer schätzte als die anderen Schriften des Neuen Testaments. Die Lutherbibel nimmt damit eine Sonderstellung innerhalb aller Bibelausgaben weltweit ein. Für die »Neues Leben«-Bibel war es wünschenswert, zur allgemein anerkannten Reihenfolge der neutestamentlichen Briefe zurückzukehren. Dies ist in dieser Ausgabe geschehen. Die nicht von Paulus stammenden Briefe beginnen also mit der größten Empfängergruppe, den Hebräern. Die folgenden Briefe sind nach Absendern so angeordnet, wie Paulus in Galater 2,9 die »Säulen der Gemeinde« aufzählt: »So kam es, dass Jakobus, Petrus und Johannes, die als Säulen der Gemeinde gelten, die Gabe, die Gott mir verliehen hatte, anerkannten ...« Hier ist von Paulus sicherlich eine Rangordnung angegeben, wie sie damals galt. Jakobus stand als Bruder des Herrn Jesus vor Petrus. Der andere Bruder von Jesus, Judas, schließt – nach den Johannesbriefen – die Reihe der allgemeinen Kirchenbriefe ab. Diese Hinweise können eine Gedächtnishilfe für diejenigen Leser sein, die bisher nur mit Luthers Reihenfolge vertraut waren.

Die Bibel zum Vorlesen

Heute wie in vergangener Zeit werden biblische Texte häufig laut vorgelesen und sollen dabei gut verstanden werden. Die lebendige Sprache der »Neues Leben«-Bibelübersetzung eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch als Grundlage für Predigten und für das persönliche Bibelstudium.

Sprachliche Besonderheiten und Ausnahmen

– Das häufig mit Stiftshütte übersetzte Zeltheiligtum wird mit Zelt Gottes wiedergegeben.

– Für Zion steht Jerusalem, wo sich Zion auf die Stadt, die Einwohner oder die Frauen Jerusalems bezieht. Ansonsten bleibt wie im hebräischen Text Zion bzw. Tochter Zion erhalten.

– Das priesterliche Kleidungsstück Efod ist mit Priesterschurz übersetzt bis auf die Stellen, wo Efod in Verbindung mit Hausgötzen (Terafim) vorkommt.

– Bei der Weisheitsliteratur wurde besonders auf den poetischen Charakter der Sprache geachtet.

– Viele Ausdrücke, die den Menschen der damaligen Zeit verständlich waren, bedeuten für Leser heute etwas anderes. In diesen Fällen gibt die Übersetzung die heutige Bedeutung wieder. Was z. B. damals als Stadt galt, ist nach modernem Verständnis häufig nur ein Dorf.

– Die Sprache ist dem jeweiligen biblischen Buch sowie der historischen Zeit angemessen. So wird z. B. statt des Begriffs »Gouverneur« bewusst der historisch richtige Ausdruck »Statthalter« oder statt des Begriffs »Armee« »Heer« verwendet.

– Zentrale theologische Begriffe wie Sünde, Schuld, Gnade u. a. m. bleiben erhalten und werden nicht durch modernere Formulierungen in ihrer Bedeutung aufgelöst.

Namensschreibung

Stellen, an denen im Grundtext die hebräische Bezeichnung el, elohim oder eloah steht, sind in dieser Bibelausgabe mit Gott wiedergegeben, außer wenn der Zusammenhang die Übersetzung Götter erfordert. Der Gottesname Jahwe(JHWH) wird mit HERR wiedergegeben, in der Zusammensetzung mit adonai als Gott, der HERR, zusammen mit Zebaoth als HERR, der Allmächtige.

Die Schreibung der Personen- und Ortsnamen folgt weitgehend den »Loccumer Richtlinien zur einheitlichen Schreibung biblischer Eigennamen«.

Fußnoten zum Text

– In den Fußnoten finden sich ergänzende kulturelle und historische Informationen über Orte, Gegenstände und Personen der Bibel, die weitgehend unbekannt sind, um den Lesern die Botschaft der Abschnitte verständlicher zu machen. Dazu gehören auch Gewichte und Entfernungsangaben, die hier in gängige, für den heutigen Leser verständliche Einheiten umgewandelt werden.

– Sätze oder Begriffe, die zum besseren Verständnis freier vom Grundtext übersetzt wurden, werden in den Fußnoten aus dem Hebräischen bzw. Griechischen wörtlich wiedergegeben.

– Fußnoten, die mit einem Oder (O.) beginnen, zeigen unterschiedliche Übersetzungsmöglichkeiten der jeweiligen Textstellen.

Abkürzungsverzeichnis der biblischen Bücher

Am

Amos

Apg

Apostelgeschichte

1Chr

1. Chronik

2Chr

2. Chronik

Dan

Daniel

Eph

Epheser

Esr

Esra

Est

Ester

Gal

Galater

Hab

Habakuk

Hag

Haggai

Hebr

Hebräer

Hes

Hesekiel (Ezechiel)

Hiob

Hiob (Ijob)

Hld

Hohes Lied

Hos

Hosea

Jak

Jakobus

Jer

Jeremia

Jes

Jesaja

Joel

Joel

Joh

Johannes

1Joh

1. Johannes

2Joh

2. Johannes

3Joh

3. Johannes

Jona

Jona

Jos

Josua

Jud

Judas

Klgl

Klagelieder

1Kön

1. Könige

2Kön

2. Könige

Kol

Kolosser

1Kor

1. Korinther

2Kor

2. Korinther

Lk

Lukas

Mal

Maleachi

Mi

Micha

Mk

Markus

Mt

Matthäus

1Mo

1. Mose (Genesis)

2Mo

2. Mose (Exodus)

3Mo

3. Mose (Levitikus)

4Mo

4. Mose (Numeri)

5Mo

5. Mose (Deuteronomium)

Nah

Nahum

Neh

Nehemia

Obd

Obadja

Offb

Offenbarung

1Petr

1. Petrus

2Petr

2. Petrus

Phil

Philipper

Phlm

Philemon

Pred

Prediger

Ps

Psalm(en)

Ri

Richter

Röm

Römer

Rut

Rut

Sach

Sacharja

1Sam

1. Samuel

2Sam

2. Samuel

Spr

Sprüche

1Thess

1. Thessalonicher

2Thess

2. Thessalonicher

1Tim

1. Timotheus

2Tim

2. Timotheus

Tit

Titus

Zef

Zefanja

Mitarbeiter an der »Neues Leben«-Bibel

Übersetzung:

Dr. Sieglinde Denzel

Dr. Friedemann Lux

Susanne Naumann

Marita Wilczek

Theologische Prüfung:

Martin Dillig

Jürgen Friedemann

Christian Grewing

Thomas Josiger

Prof. Dr. Heinz-Dieter Neef

Andri Peter

Wilhelm Schneider

Michael Trunk

Michael Wacker

Lektorat:

Ulrike Chuchra

Dorothee Dziewas

Johanna Hausmann

Antje Hoffmann

Johannes Mannhardt

Maike Paul

Renate Peter

Barbara Sewald

Beate Tumat

Mit freundlicher Unterstützung derfolgenden Testleser:

Matthias Baumgärtner

Thomas Baumgärtner

Annedore Beck

Norbert Graf

Ulrich Holland

Andreas Jensen

Mirko Lau

Johannes Mannhardt

Manuel Rauchholz

Andreas Schlüter

Andreas Spingler

Hansjörg & Rachel Wittlinger

Frieder Zimmermann

u. a.

Ergänzende Bearbeitung:

Rolf Hilger

Dr. Ulrich Wendel

Mitarbeiter an der »Begegnung fürs Leben«-Studienbibel

Übersetzung:

Dr. Friedemann Lux

Herta Martinache

Renate Peter

Barbara Sewald

Marita Wilczek

Lektorat:

Ulrike Chuchra

Renate Peter

Barbara Sewald

Beate Tumat

Projektleitung:

Beate Tumat

Mitarbeiter an der »Life Application Study Bible«

Hauptverantwortliche Lektoren

Dr. Bruce B. Barton

Ronald A. Beers

Dr. James C. Galvin

LaVonne Neff

Linda Chaffee Taylor

David A. Veerman

Gesamtverantwortung

Ronald A. Beers

Interne Lektoren bei Tyndale House Publishers

Dr. Philip W. Comfort

Virginia Muir

Robert Brown

Del Lankford

Mark Norton

Steve Benson

Einleitungen der Biblischen Bücher

David A. Veerman

Auf einen Blick, Übersicht, Zusammenschau derEvangelien

Dr. James C. Galvin

Zentrale Themen

Dr. Bruce B. Barton

Karten und digitale Darstellung

Linda Chaffee Taylor

Tabellen und Diagramme

Neil S. Wilson

Ronald A. Beers

David R. Veerman

Pamela York

Profile

Neil S. Wilson

Zeitstrahl

Dr. David Maas

Theologische Beratung

Dr. Kenneth S. Kantzer

Gesamtverantwortlicher theologischer Berater

Dean Emeritus and Distinguished Professor of Bible and Systematic Theology

Trinity Evangelical Divinity School

Dr. V. Gilbert Beers

President of Scripture Press Ministries

Dr. Barry Beitzel

Associate Academic Dean and Professor of Old Testament and Semitic Languages

Trinity Evangelical Divinity School

Dr. Edwin A. Blum

Associate Professor of Historical Theology

Dallas Theological Seminary

Dr. Geoffrey W. Bromiley

Professor

Fuller Theological Seminary

Dr. George K. Brushaber

President

Bethel College & Seminary

Dr. L. Russ Bush

Associate Professor Philosophy & Religion

Southwestern Baptist Theological Seminary

C. Donald Cole

Pastor, Moody Radio Network

Mrs. Naomi E. Cole

Speaker & Seminar Leader

Dr. Walter A. Elwell

Dean

Wheaton College Graduate School

Dr. Gerald F. Hawthorne

Professor of Greek

Wheaton College

Dr. Howard G. Hendricks

Professor-at-Large

Chairman

Center for Christian Leadership

Dallas Theological Seminary

Dr. Grant R. Osborne

Professor of New Testament

Trinity Evangelical Divinity School

Maße und Gewichte

Längenmaße

Bezeichnung

Hebräische Bezeichnung

Umrechnung (circa-Angaben)

Fingerbreite

Äzba

1,9 cm

Handbreite

Thäfach

7,6 cm

Spanne

Zärät

22,8 cm

Elle

Ammah

50 cm

Messrute

Qanäh

273 cm

Handlänge

Gomäd

30 cm

Schritt

Saad

92,5 cm

Schnur

Chäwäl

28 m

Hohlmaße

Bezeichnung

Hebräische Bezeichnung

Umrechnung (circa-Angaben)

Becher

Log

0,54 l oder 42 g Getreide oder27 g Mehl

Handvoll

Kaf

2,2 l oder 1,7 kg Getreide oder1,1 kg Mehl

Krug

Issaron

3,9 l oder 3 kg Getreide oder1,95 kg Mehl

Sack

Kor

394 l oder 311 kg Getreide oder200 kg Mehl

Kanne

Hin

6,6 l

Eimer

Bat

39,4 l

Fass

Kor

394 l

Maß

Middah

keine Angaben

Gewichts- und Währungseinheiten

Bezeichnung

Hebräische Bezeichnung

Umrechnung (circa-Angaben)

1/2 Schekel

Beka

6 g

Pim

Pim

7,6 g

Schekel

Schekel

12 g

Schekel des Heiligtums

Schekel

14,5 g

Goldschekel

Schekel

16 g

Kesita

Qesita

48 g?

Mine

Manäh

600 g

Talent

Kikkar

36 kg

Darike

Adarkon

8,4 g

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

So finden Sie sich in dieser eBibel zurecht

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

1. Mose

AUF EINEN BLICK

ZIEL:

Die Erschaffung der Welt aufzuzeichnen sowie den Wunsch Gottes nach einem auserwählten Volk, das ihn verehrt.

VERFASSER:

Mose

ADRESSATEN:

Das Volk Israel

DATIERUNG:

1450 – 1410 v. Chr.

HINTERGRUND:

Das Gebiet, das heute »Naher Osten« genannt wird.

SCHLÜSSELVERSE:

»So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie« (1,27). »Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden« (12,2-3).

SCHLÜSSELPERSONEN:

Adam, Eva, Noah, Abraham, Sara, Isaak, Rebekka, Jakob, Josef

Anfang … Beginn … entstehen … offen … Irgendwie klingen diese Worte erfrischend und optimistisch, gleichgültig, ob es sich um den Anbruch eines neuen Tages, die Geburt eines Kindes, das Präludium einer Sinfonie oder die ersten Kilometer einer Urlaubsreise handelt. Anfänge sind verheißungsvoll und frei von Problemen, sie wecken Hoffnung und erwartungsvolle Zukunftsträume. Genesis, wie das erste Buch Mose auch genannt wird, bedeutet »Anfang« oder »Ursprung«. Es berichtet vom Beginn der Welt, der Geschichte der Menschheit, der Familie und der Zivilisation und ist gleichzeitig Heilsgeschichte. Es ist die Geschichte von Gottes Ziel und Plan für seine Schöpfung. Mit seinem Bericht über die ersten Anfänge stellt das erste Buch Mose den Ausgangspunkt für die ganze Bibel dar. Es schildert die Person und das Wesen Gottes (Schöpfer, Erhalter, Richter, Erlöser), den Wert und die Würde des Menschen (nach Gottes Bild geschaffen, aus Gnade gerettet, von Gott in der Welt gebraucht), die Tragödie und die Folgen der Sünde (Sündenfall, Trennung von Gott, Gericht) und die Zusage der Rettung (Gottes Bund mit den Menschen, Vergebung, das versprochene Kommen des Christus).

Das erste Buch Mose beginnt mit Gott. Unversehens werden wir Zeuge, wie er die Welt durch einen majestätischen Beweis seiner Macht und Absicht entstehen lässt und schließlich als Krönung seiner Schöpfung einen Mann und eine Frau nach seinem Bild schafft (1,26-27). Doch bald darauf kam die Sünde in die Welt und der Satan wurde entlarvt. Die von Unschuld geprägte Schöpfung wurde durch den Sündenfall (den vorsätzlichen Ungehorsam Adams und Evas) zerstört. Die Gemeinschaft mit Gott ging in die Brüche und das Böse begann sein Netz der Zerstörung zu spinnen. In rascher Folge lesen wir, wie Adam und Eva aus dem wunderschönen Garten vertrieben wurden, wie ihr erster Sohn zum Mörder wurde und wie das Böse überhandnahm, bis Gott schließlich alle Menschen auf der Erde ausrottete, mit Ausnahme der kleinen Familie von Noah, dem einzigen Menschen, der noch an Gott glaubte.

Wenn wir Abraham in den Ebenen Kanaans begleiten, entdecken wir den Beginn von Gottes Bundesvolk und die großen Züge seines Rettungsplans. Die Menschen können durch den Glauben gerettet werden, Abrahams Nachkommen werden Gottes Volk sein und der Retter der Welt wird aus dieser auserwählten Nation kommen. Die Geschichten von Isaak, Jakob und Josef sind mehr als nur interessante Biografien. Sie betonen Gottes Versprechen und beweisen, dass er treu ist. Die Menschen, denen wir im ersten Buch Mose begegnen, sind einfache, gewöhnliche Frauen und Männer, doch durch sie bewirkte Gott Großes. Sie sind treffende Beispiele dafür, wie Gott die unterschiedlichsten Menschen zur Erfüllung seiner guten Ziele gebrauchen kann und will – sogar Menschen wie uns.

Das erste Buch Mose ermutigt. Es gibt Hoffnung! Gott hat einen Plan, wie düster die Weltlage auch scheinen mag. Gott liebt uns und will uns in seinem Plan gebrauchen, auch wenn wir uns unbedeutend und nutzlos vorkommen. Egal, wie viel Schuld wir auf uns geladen haben und wie weit wir von Gott entfernt sind, er will uns erretten. Lesen Sie das erste Buch Mose … und beginnen Sie zu hoffen!

ÜBERSICHT

A.

DIE SCHÖPFUNGS-GESCHICHTE (1,1–2,4)

Gott schuf den Himmel, die Meere und das Land. Er schuf die Pflanzen, Tiere, Fische und Vögel. Doch die Menschen schuf er nach seinem Bild. Manchmal werden wir von anderen abschätzig behandelt. Doch weil wir nach dem Bild Gottes geschaffen wurden, dürfen wir davon überzeugt sein, dass wir wertvoll und kostbar sind.

B.

DIE GESCHICHTE VON ADAM (2,4–5,32)

Als Adam und Eva von Gott geschaffen wurden, waren sie sündlos. Doch sie wurden zu Sündern, als sie Gott ungehorsam wurden und von der Frucht des Baumes aßen. Anhand von Adam und Eva erfahren wir, was für eine zerstörerische Macht die Sünde hat und wie hart ihre Folgen sind.

1.

Adam und Eva

2.

Kain und Abel

3.

Die Nachkommen Adams

C.

DIE GESCHICHTE VON NOAH (6,1–11,32)

Da Noah Gott gehorchte und das Schiff baute, wurde er vor der zerstörerischen Flut gerettet. Genauso wie Gott Noah und seine Familie schützte, so schützt er auch heute noch die Menschen, die ihm treu sind.

1.

Noah und die Flut

2.

Die Erde wird wieder bevölkert

3.

Der Turm zu Babel

D.

DIE GESCHICHTE VON ABRAHAM (12,1–25,18)

Abraham wurde aufgefordert, seine Heimat zu verlassen, nach Kanaan zu ziehen, jahrelang auf einen Sohn zu warten und ihn dann als Brandopfer zu opfern. Abraham hielt in all den Zeiten, in denen er so schwer geprüft wurde, an Gott fest. An seinem Beispiel lernen wir, was es bedeutet, im Glauben zu leben.

1.

Gott verspricht, Abram zum Stammvater eines Volkes zu machen

2.

Abram und Lot

3.

Gott verspricht Abram einen Sohn

4.

Sodom und Gomorra

5.

Geburt und »Opferung« Isaaks

6.

Isaak und Rebekka

7.

Abraham stirbt

E.

DIE GESCHICHTE VON ISAAK (25,19–28,9)

Isaak versuchte nie, seinen Willen durchzusetzen. Er leistete keinen Widerstand, als er geopfert werden sollte, und er heiratete mit Freuden eine Frau, die andere für ihn ausgesucht hatten. Wie Isaak müssen wir lernen, Gottes Willen über den unseren zu stellen.

1.

Jakob und Esau

2.

Isaak und Abimelech

3.

Jakob erhält den Segen Isaaks

F.

DIE GESCHICHTE VON JAKOB (28,10–36,43)

Jakob war ausdauernd. Über 14 Jahre lang diente er Laban treu. Später rang er mit Gott. Obwohl Jakob viele Fehler machte, lernen wir aus seiner harten Arbeit, was es bedeutet, ein Leben im Dienst unseres Gottes zu führen.

1.

Jakob gründet eine Familie

2.

Jakob kehrt nach Hause zurück

G.

DIE GESCHICHTE VON JOSEF (37,1–50,26)

Josef wurde von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft und von seinem Herrn unschuldig ins Gefängnis geworfen. Aus dem Leben Josefs lernen wir, dass Leiden, selbst wenn es ungerechtfertigt ist, die Entwicklung eines starken Charakters fördern kann.

1.

Josef wird in die Sklaverei verkauft

2.

Juda und Tamar

3.

Josef kommt ins Gefängnis

4.

Josef wird der Stellvertreter des Pharaos in Ägypten

5.

Josef und seine Brüder treffen sich in Ägypten

6.

Jakobs Familie zieht nach Ägypten

7.

Jakob und Josef sterben in Ägypten

ZENTRALE THEMEN

THEMA

ERLÄUTERUNG

BEDEUTUNG

Anfänge

Das erste Buch Mose erklärt den Anfang vieler wichtiger Tatsachen: des Universums, der Erde, der Menschen, der Sünde und des Rettungsplanes Gottes.

Aus dem ersten Buch Mose erfahren wir, dass die Erde gut geschaffen wurde und gut ist. Die Menschen sind einzigartig und liegen Gott besonders am Herzen. Gott schafft und erhält alles Leben.

Ungehorsam

Menschen stehen immer wieder vor weitreichenden Entscheidungen. Es ist Ungehorsam, wenn Menschen entscheiden, Gottes Lebensplan nicht zu befolgen.

Das erste Buch Mose erklärt, warum die Menschen böse sind: Sie haben beschlossen, Unrecht zu tun. Selbst große Helden der Bibel haben Gott enttäuscht und waren ihm ungehorsam.

Sünde

Sünde zerstört das Leben der Menschen. Ungehorsam gegenüber Gott ist Sünde.

Ein Leben gemäß Gottes Maßstäben ist sinnvoll und erfüllend.

Zusagen

Gott gab Zusagen, um Menschen zu helfen und um sie zu schützen. Eine solche Zusage wird auch »Bund« genannt.

Gott hielt seine Zusagen damals und er hält sie auch heute. Er verspricht, dass er uns liebt, uns annimmt und uns vergibt.

Gehorsam

Das Gegenteil von Sünde ist Gehorsam. Wenn wir Gott gehorchen, wird unsere Beziehung zu ihm wieder in Ordnung gebracht.

Nur Menschen, die Gott gehorchen, kommen in den Genuss seiner Zusagen.

Wohlstand

Wohlstand beinhaltet mehr als nur materiellen Reichtum. Wahrer Wohlstand und Erfüllung sind Folgen des Gehorsams gegenüber Gott.

Wenn Menschen Gott gehorchen, finden sie Frieden mit ihm, mit anderen und mit sich selbst.

Israel

Gott schuf das Volk Israel, um ein spezielles Volk zu haben, das 1) seine Maßstäbe in der Welt bewahrt, 2) der Welt verkündet, wie er in Wirklichkeit ist, und 3) die Welt auf die Geburt von Jesus Christus vorbereitet.

Gott sucht heute Menschen, die ihm nachfolgen. Unsere Aufgabe ist es, Gottes Wahrheit und Liebe allen Völkern – nicht nur unserem eigenen – zu verkünden. Wir müssen treu den Auftrag erfüllen, den Gott uns gegeben hat.

SCHLÜSSELORTE IM 1. BUCH MOSE

Heutige Namen und Grenzen in grau.

Gott schuf das Universum und die Erde. Dann machte er den Mann und die Frau und ließ sie in einem wunderbaren Garten leben. Leider waren Adam und Eva Gott ungehorsam und wurden aus dem Garten fortgeschickt (3,23).

1 Araratgebirge Durch Adam und Eva hielt die Sünde Einzug bei den Menschen. Jahre später hatte die Sünde überhandgenommen, und Gott beschloss, die Erde durch eine große Flut zu zerstören. Doch Noah, seine Familie und ein Paar von jeder Tierart waren auf einem Schiff in Sicherheit. Als das Wasser sank, lief das Schiff auf dem Araratgebirge auf (8,4).

2 Babel Die Menschen werden nie aus Erfahrung klug. Wieder griff die Sünde um sich und Stolz verleitete die Menschen dazu, einen riesigen Turm als Denkmal ihrer eigenen Größe zu bauen – offensichtlich verschwendeten sie keinen Gedanken an Gott. Zur Strafe zerstreute Gott die Menschen, indem er ihnen unterschiedliche Sprachen gab (11,8-9).

3 Ur in Chaldäa Abram, ein Nachkomme Sems und Stammvater des hebräischen Volkes, wurde in dieser großen Stadt geboren (11,27-28).

4 Haran Terach, Abram, Lot und Sarai verließen Ur und zogen das fruchtbare Euphrat-Tal entlang in Richtung Kanaan. Auf halbem Wege ließen sie sich eine Zeit lang in der Stadt Haran nieder (11,31).

5 Sichem Gott drängte Abram, Haran zu verlassen und an einen Ort zu ziehen, wo er der Stammvater eines großen Volkes werden würde (12,1-2). Also zogen Abram, Lot und Sarai in das Land Kanaan und ließen sich in einer Stadt namens Sichem nieder (12,6).

6 Hebron Abraham zog weiter nach Hebron, wo er weitestgehend heimisch wurde (13,18). Abraham, Isaak und Jakob lebten dort und wurden dort auch begraben.

7 Beerscheba Der Brunnen von Beerscheba war eine Quelle des Konflikts zwischen Abraham und König Abimelech und wurde später zu einem Zeichen des Schwurs, den sie dort ablegten (21,31). Jahre später, als Isaak von einem Ort zum anderen zog, erschien ihm Gott hier und übertrug auf ihn den Bund, den er mit seinem Vater Abraham geschlossen hatte (26,23-25).

8 Bethel Nachdem Jakob seinen Bruder betrogen hatte, verließ er Beerscheba und floh nach Haran. Unterwegs erschien Gott Jakob im Traum und übertrug auf ihn den Bund, den er mit Abraham und Isaak geschlossen hatte (28,10-22). Jakob lebte in Haran, arbeitete für Laban und heiratete Lea und Rahel (29,15-30). Nach einem spannungsgeladenen Treffen mit seinem Bruder Esau kehrte Jakob nach Bethel zurück (35,1).

9 Ägypten Jakob hatte zwölf Söhne, Josef war sein Lieblingssohn. Josefs Brüder wurden eifersüchtig auf ihn, sodass sie ihn eines Tages an ismaelitische Händler verkauften, die auf dem Weg nach Ägypten waren. Schließlich stieg Josef vom ägyptischen Sklaven zur rechten Hand des Pharaos auf und rettete Ägypten vor einer Hungersnot. Seine ganze Familie zog von Kanaan nach Ägypten und ließ sich dort nieder (46,1-7).

DIE ANFÄNGE

Die Bibel setzt sich nicht mit dem Thema der Evolution auseinander. Das Weltbild der Bibel geht vielmehr davon aus, dass Gott die Welt erschaffen hat. Die biblische Sicht der Schöpfung widerspricht nicht der Naturwissenschaft; sie widerspricht jedoch jeder Weltanschauung, die ohne einen Schöpfer auskommt.

Überzeugte Christen haben sich mit dem Thema der Entstehung der Welt auseinandergesetzt und sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Das war nicht anders zu erwarten, weil das Beweismaterial sehr alt ist und der Zahn der Zeit ziemlich daran genagt hat. Wer sich eingehend mit der Bibel und den Naturwissenschaften befasst, sollte Polarisierungen und Schwarz-Weiß-Denken vermeiden. Bibelleser müssen darauf achten, aus der Bibel nicht Dinge herauszulesen, die nicht darin stehen, und Naturwissenschaftler sollen aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen keine Schlüsse ziehen, die wissenschaftlich nicht belegt sind.

Der wichtigste Aspekt der immer noch anhaltenden Diskussion ist nicht der Vorgang der Schöpfung, sondern der Ursprung der Schöpfung. Die Welt ist nicht das Produkt eines blinden Zufalls oder der Wahrscheinlichkeit, sondern sie wurde von Gott erschaffen.

In der Bibel lesen wir nicht nur, dass Gott die Welt schuf, sondern auch – was noch viel wichtiger ist – wer Gott ist. Die Bibel offenbart uns Gottes Persönlichkeit, sein Wesen und den Plan, den er für seine Schöpfung hat. Und sie enthüllt uns Gottes tiefsten Wunsch: die Beziehung zu und die Gemeinschaft mit den Menschen, die er geschaffen hat. Durch sein geschichtlich bedeutsames Kommen auf unsere Erde in der Person seines Sohnes Jesus Christus unternahm Gott den äußersten Schritt, um die Voraussetzungen für eine Gemeinschaft mit uns zu schaffen. Diesen Gott, den Schöpfer des Universums, können wir ganz persönlich kennenlernen.

Der Himmel und die Erde existieren. Und auch wir sind existent. Gott schuf alles, was wir sehen und erleben. Das erste Buch Mose beginnt mit der Aussage: »Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.«

Hier beginnt die aufregendste und erfüllendste Reise, die wir uns vorstellen können.

DIE TAGE DER SCHÖPFUNG

Erster Tag…

Licht (sodass es Licht und Finsternis gab)

Zweiter Tag…

Himmel und Wasser (die Wasser trennten sich)

Dritter Tag…

Land und Meer (die Wasser sammelten sich), Pflanzenwelt

Vierter Tag…

Sonne, Mond und Sterne (die den Tag und die Nacht regieren und Jahreszeiten, Tage und Jahre kennzeichnen)

Fünfter Tag…

Fische und Vögel (um die Gewässer und den Himmel zu füllen)

Sechster Tag…

Tiere (um die Erde zu füllen); Mann und Frau (um für die Erde zu sorgen und Gemeinschaft mit Gott zu haben)

Siebter Tag…

Gott ruhte und erklärte, dass alles, was er gemacht hatte, sehr gut war

WAS DIE BIBEL ZUR EHE SAGT

1. Mose 2,18-24…

Die Ehe ist eine Idee Gottes

1. Mose 24,58-60…

Verbindlichkeit ist für das Gelingen einer Ehe unverzichtbar

1. Mose 29,10-11…

Romantik ist wichtig

Jeremia 7,34…

Die Ehe beinhaltet Zeiten großer Freude

Maleachi 2,14-15…

Die Ehe schafft das beste Umfeld für die Kindererziehung

Matthäus 5,32…

Untreue zerstört das Band des Vertrauens, die Grundlage aller Beziehungen

Matthäus 19,6…

Die Ehe soll dauerhaft sein

Römer 7,2-3…

Im Idealfall wird die Ehe nur durch den Tod aufgelöst

Epheser 5,21-33…

Die Ehe gründet sich auf die praktische Umsetzung der Liebe, nicht auf Gefühle

Epheser 5,23-32…

Die Ehe ist ein lebendiges Sinnbild für Christus und die Gemeinde

Hebräer 13,4…

Die Ehe ist gut und soll geachtet werden.

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ADAM

Wir können uns kaum vorstellen, wie es gewesen sein muss, der erste und einzige Mensch auf der Erde zu sein. Glücklicherweise ließ Gott ihn nicht allzu lange allein, sondern gab ihm bald eine ideale Gefährtin und Partnerin, Eva. Sie erlebten ein totales, unschuldiges und offenes Einssein, ohne eine Spur von Scham.

Eines der ersten Gespräche zwischen Adam und seiner Gefährtin drehte sich bestimmt um die Regeln des Gartens. Bevor Gott Eva schuf, hatte er Adam bereits völlige Freiheit im Garten gegeben, zusammen mit der Verantwortung, ihn zu pflegen und zu bewahren. Nur ein Baum, der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, war tabu für ihn. Adam hatte Eva sicher alles erklärt. Als der Satan sich ihr näherte, wusste sie, dass die Früchte dieses Baumes nicht gegessen werden durften. Doch sie beschloss trotzdem, von der verbotenen Frucht zu essen. Anschließend bot sie Adam etwas davon an. In diesem Augenblick stand das Schicksal der Schöpfung auf der Kippe. Leider dachte Adam keine Sekunde über die Folgen nach und aß, ohne zu zögern.

Mit dieser kleinen Rebellion wurde etwas Großes, Schönes und Freies zerstört – Gottes vollkommene Schöpfung. Durch seinen Wunsch, eigenwillig zu handeln, wurde Adam von Gott getrennt. Es ist egal, ob ein Kiesel oder ein Pflasterstein gegen eine Fensterscheibe geschleudert wird – sie zerspringt in Tausende von Scherben, die nicht wieder zusammengesetzt werden können.

Im Fall von Adams Sünde jedoch hatte Gott schon einen Plan ausgearbeitet, um die Auswirkungen der Auflehnung zu überwinden. Die ganze Bibel berichtet über die Entwicklung dieses Plans, bis zum Zeitpunkt, als Gott selbst schließlich durch seinen Sohn Jesus auf die Erde kam. Sein sündloses Leben und sein Tod machten es möglich, dass Gott all denen, die es wollen, Vergebung anbietet. Unsere kleinen und großen Rebellionen beweisen, dass wir Nachkommen Adams sind. Nur wenn wir Jesus Christus um Vergebung bitten, können wir Kinder Gottes werden.

BesondereEigenschaften

• Der erste Zoologe – er gab den Tieren Namen.• Der erste Landschaftsarchitekt – er wurde in den Garten gesetzt, um ihn zu pflegen.• Der Vater der Menschheit.• Der erste Mensch, der nach Gottes Bild geschaffen wurde und der eine enge persönliche Beziehung zu Gott hatte.

Schwächenund Fehler

• Wich der Verantwortung aus und gab anderen die Schuld; versteckte sich, anstatt zu seinem Handeln zu stehen; gebrauchte Ausflüchte, anstatt die Wahrheit zuzugeben.• Größter Fehler: tat sich mit Eva zusammen, um Sünde in die Welt zu bringen.

Lektionen ausseinem Leben

• Als Nachkommen Adams spiegeln wir alle bis zu einem bestimmten Grad Gottes Bild wider.• Gott wünscht sich Menschen, die zwar die Freiheit haben, falsch zu handeln, sich stattdessen aber dafür entscheiden, ihn zu lieben.• Wir sollen anderen nicht die Schuld für unsere Fehler in die Schuhe schieben.• Wir können uns nicht vor Gott verstecken.

Hintergrund

• Ort: der Garten Eden• Beruf: Verwalter, Gärtner, Landwirt• Familie: Seine Frau war Eva, seine Söhne hießen Kain, Abel und Set. Er hatte zahlreiche andere Kinder. Der einzige Mann, der nie irdische Eltern hatte.

Schlüsselverse

»Die Frau«, antwortete Adam, »die du mir zur Seite gestellt hast, gab mir die Frucht. Und deshalb habe ich davon gegessen« (1. Mose 3,12). »Die Menschen sterben, weil alle mit Adam verwandt sind. Ebenso werden durch Christus alle lebendig gemacht und neues Leben empfangen« (1. Korinther 15,22).

Die Geschichte von Adam wird in 1. Mose 1,26–5,5 erzählt. Außerdem wird er in 1. Chronik 1,1, in Lukas 3,38, in Römer 5,14, in 1. Korinther 15,22.45 und in 1. Timotheus 2,13-14 erwähnt.

SATANS PLAN

Zweifel…

Absicht: Der Mensch stellt Gottes Wort und Gottes Güte infrage

Entmutigung…

Absicht: Der Mensch schaut auf seine Probleme anstatt auf Gott

Ablenkung…

Absicht: Den Menschen verlocken die falschen Dinge, sodass er sie den richtigen Dingen vorzieht

Niederlage…

Absicht: Der Mensch fühlt sich als Versager, sodass er es nicht einmal mehr versucht

Aufschieben…

Absicht: Der Mensch schiebt Dinge auf die lange Bank, sodass sie niemals erledigt werden

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EVA

Wir wissen sehr wenig über Eva, die erste Frau auf der Welt, und doch ist sie die Mutter von uns allen. Sie war das letzte Teilchen in dem ausgeklügelten und verblüffenden Puzzle von Gottes Schöpfung. Adam hatte jetzt einen anderen Menschen, mit dem er Gemeinschaft pflegen konnte – jemanden, der genau wie er nach Gottes Bild geschaffen war. Hier war jemand, der ihm ähnlich genug war, um seine Gefährtin zu sein, aber andersartig genug, um eine Beziehung aufzubauen. Gemeinsam waren sie stärker als jeder für sich allein.

Im Garten Eden, in dem Adam und Eva lebten, machte sich der Satan an Eva heran und fragte sie nach ihrer Zufriedenheit. Wie konnte Eva glücklich sein, wenn sie von einem der Obstbäume nicht essen durfte? Der Satan trug dazu bei, dass Eva nicht mehr das sah, was Gott getan und gegeben hatte, sondern nur noch das eine, das er ihr vorenthielt. Und Eva war bereit, den Standpunkt des Satans einzunehmen, ohne Gott zu fragen.

Kommt uns das bekannt vor? Wie oft sehen wir über das Viele hinweg, das uns gehört, und richten unsere Aufmerksamkeit auf das Wenige, das wir nicht haben? Dann steigt dieses »Das muss ich unbedingt haben«-Gefühl in uns auf. Eva ist bezeichnend für uns alle, und wir beweisen, dass wir ihre Nachkommen sind, indem wir konsequent ihre Fehler wiederholen. Unsere Wünsche können wie die Wünsche Evas leicht manipuliert werden und sie bieten nicht die beste Grundlage für unser Tun. Wir sollten Gott immer an unseren Entscheidungsprozessen teilhaben lassen. Sein Wort, die Bibel, ist unsere Richtschnur, wenn wir Entscheidungen zu treffen haben.

BesondereEigenschaften

• Die erste Ehefrau und Mutter.• Die erste Frau. Als solche hatte sie eine besondere Beziehung zu Gott, war gemeinsam mit Adam für die Schöpfung verantwortlich und besaß bestimmte Charaktereigenschaften Gottes.

Schwächenund Fehler

• Ließ zu, dass ihre Zufriedenheit vom Satan untergraben wurde.• Handelte impulsiv, ohne mit Gott oder ihrem Partner Rücksprache zu halten.• Sündigte nicht nur, sondern zog Adam in ihre Sünde hinein.• Als sie zur Rede gestellt wurde, gab sie anderen die Schuld.

Lektionen ausihrem Leben

• Die Frau ist ebenfalls nach dem Bild Gottes geschaffen.• Zu einer starken Ehe gehören notwendigerweise gegenseitige Verbindlichkeit, Gemeinschaft, völliges Einssein, das Nichtvorhandensein von Scham (2,24-25).• Die grundlegende Neigung des Menschen zur Sünde geht auf den Anfang der Menschheit zurück.

Hintergrund

• Ort: der Garten Eden• Beruf: Ehefrau, Gehilfin, Gefährtin, Mitverwalterin des Gartens Eden• Familie: Ihr Ehemann war Adam, ihre Söhne hießen Kain, Abel und Set. Sie hatte zahlreiche andere Kinder.

Schlüsselvers

»Dann sprach Gott, der HERR: ›Es ist nicht gut für den Menschen allein zu sein. Ich will ihm ein Wesen schaffen, das zu ihm passt‹« (1. Mose 2,18).

Die Geschichte von Eva wird in 1. Mose 2,18–4,26 erzählt. Ihr Tod wird in der Bibel nicht erwähnt.

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ABEL

Abel war das zweite Kind, das auf der Welt geboren wurde, aber der erste Mensch, der Gott gehorchte. Alles, was wir über diesen Mann wissen, ist, dass Adam und Eva seine Eltern waren, dass er von Beruf Schafhirte war, dass sein Opfer Gott gefiel und dass sein kurzes Leben durch die Hand seines eifersüchtigen älteren Bruders Kain ein Ende fand.

Die Bibel berichtet nicht, warum Gott das Opfer von Abel gefiel, das von Kain jedoch nicht. Aber sowohl Kain als auch Abel wussten, was Gott erwartete. Doch nur Abel gehorchte. Aufgrund seines Gehorsams und seines Glaubens wird Abel immer noch im Gedächtnis behalten (Hebräer 11,4), und er wird »gerecht« genannt (Matthäus 23,35).

In der ganzen Bibel finden wir Gottes allgemeine Richtlinien und Erwartungen für unser Leben. Sie enthält auch zahlreiche konkrete Anweisungen. Wie Abel müssen auch wir ohne Rücksicht auf die Kosten gehorchen und darauf vertrauen, dass Gott alles richtig macht.

BesondereEigenschaften

• Das erste Vorbild im Glauben in Hebräer 11.• Der erste Schafhirte.• Der erste Märtyrer der Wahrheit (Matthäus 23,35).

Lektionen ausseinem Leben

• Gott hört die Menschen, die zu ihm kommen.• Gott erkennt die Unschuldigen und straft die Schuldigen früher oder später.

Hintergrund

• Ort: vor den Toren Edens• Beruf: Schafhirte• Familie: Seine Eltern waren Adam und Eva. Sein Bruder hieß Kain.

Schlüsselvers

»Durch den Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain. Gott nahm Abels Opfer an, um zu zeigen, dass er in seinen Augen gerecht gesprochen war. Und obwohl Abel schon lange tot ist, spricht er so noch immer zu uns« (Hebräer 11,4).

Die Geschichte von Abel wird in 1. Mose 4,1-8 erzählt. Außerdem wird er in Matthäus 23,35, in Lukas 11,51 und in Hebräer 11,4 und 12,24 erwähnt.

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KAIN

Trotz aller elterlichen Bemühungen und Sorgen scheinen Konflikte zwischen den Kindern einer Familie unvermeidlich zu sein. Geschwisterliche Beziehungen beinhalten sowohl Rivalität als auch Zusammenarbeit. In den meisten Fällen entsteht aus der Mischung von Liebe und Kampf schließlich ein starkes geschwisterliches Band. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, wenn man Eltern sagen hört: »Sie streiten so sehr. Ich hoffe, dass sie sich nicht gegenseitig umbringen, bevor sie erwachsen sind.« In Kains Fall wurde die besorgniserregende Möglichkeit wahr. Wenn wir auch nicht viele Einzelheiten über das Leben dieses ersten Kindes kennen, können wir doch viel aus seinem Leben lernen.

Kain wurde wütend, ja zornig. Er und sein Bruder Abel hatten Gott ein Opfer gebracht, doch sein Opfer war abgelehnt worden. Aus der Reaktion von Kain können wir schließen, dass seine innere Haltung wahrscheinlich von vornherein falsch war. Jetzt stand Kain vor einer Entscheidung. Er konnte seine Haltung bezüglich seines Opfers für Gott berichtigen oder er konnte seinen Zorn an seinem Bruder auslassen. Seine Entscheidung erinnert uns deutlich daran, wie oft wir uns für das eine oder das andere entscheiden müssen und wie Kain das Falsche wählen. Wir beschließen vielleicht nicht, jemanden zu ermorden, doch wir entscheiden uns bewusst für das Falsche.

Die Gefühle, die unser Verhalten bestimmen, können nicht immer einfach durch unsere Gedanken verändert werden. Doch hier können wir Gottes Bereitschaft zu helfen erleben. Wenn wir ihn bitten, uns zu helfen, das Richtige zu tun, werden wir daran gehindert, Dinge zu tun, die wir später bereuen.

BesondereEigenschaften

• Das erste Menschenkind.• Der Erste, der denselben Beruf wie sein Vater – Landwirt – ausübte.

Schwächenund Fehler

• Reagierte auf eine Enttäuschung mit Zorn.• Entschied sich für das Negative, obwohl ihm eine positive Möglichkeit angeboten wurde.• War der erste Mörder.

Lektionen ausseinem Leben

• Zorn ist nicht unbedingt eine Sünde, durch Zorn motiviertes Handeln kann jedoch sündig sein. Zorn sollte zu guten Taten, nicht zu bösen, führen.• Was wir Gott opfern, muss von Herzen kommen – das Beste, was wir sind und haben.• Die Folgen der Sünde können ein Leben lang bestehen.

Hintergrund

• Ort: In der Nähe von Eden, wahrscheinlich im heutigen Irak oder Iran• Beruf: Landwirt, dann Nomade• Familie: Seine Eltern waren Adam und Eva, seine Brüder hießen Abel, Set und andere, die nicht namentlich genannt werden.

Schlüsselvers

»Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du frei umherschauen. Wenn du jedoch Böses planst, lauert die Sünde dir auf. Sie will dich zu Fall bringen. Du aber sollst über sie herrschen« (1. Mose 4,7).

Die Geschichte von Kain wird in 1. Mose 4,1-17 erzählt. Außerdem wird er in Hebräer 11,4, in 1. Johannes 3,12 und in Judas 11 erwähnt.

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NOAH

Die Geschichte von Noahs Leben beinhaltet nicht eine, sondern zwei große und verheerende Fluten. In Noahs Tagen war die Welt überschwemmt von Bösem. Es gab nur noch einen einzigen Mann, der sich an den Gott der Schöpfung, der Vollkommenheit und der Liebe erinnerte. Von Gottes Volk war allein Noah übrig. Gottes Reaktion auf diese schlimme Situation bestand in einer letzten Chance, die 120 Jahre dauerte. Während dieser Zeit ließ er Noah ein Sinnbild für seine Botschaft bauen: Ein riesiges Schiff auf trockenem Land. Das ist Glauben. Für Noah bedeutete Gehorsam eine sehr langfristige Verpflichtung gegenüber einem fragwürdigen Projekt.

Viele von uns haben Schwierigkeiten überhaupt ein Projekt durchzuziehen, gleichgültig, ob es von Gott geleitet wird oder nicht. Interessant ist, dass die Zeitdauer von Noahs Gehorsam länger war als die Lebensdauer der Menschen heute. Das einzige vergleichbare langfristige Projekt ist unser Leben. Doch vielleicht fordert uns das Leben von Noah gerade dazu auf: durch Gottes Gnade ein Leben des Gehorsams und der Dankbarkeit zu führen.

BesondereEigenschaften

• Einziger Anhänger Gottes, der in seiner Generation übrig geblieben ist.• Zweiter Vater der Menschheit.• Äußerst geduldiger, konsequenter und gehorsamer Mensch.• Der erste größere Schiffbauer.

Schwächenund Fehler

• Betrank sich und brachte sich vor seinen Söhnen in eine peinliche Situation.

Lektionen ausseinem Leben

• Gott ist treu gegenüber den Menschen, die ihm gehorchen.• Gott bewahrt uns nicht immer vor Schwierigkeiten, doch er sorgt trotz Schwierigkeiten für uns.• Gehorsam ist eine langfristige Verpflichtung.• Das Wesen eines Menschen bleibt sündig, auch wenn er gläubig ist.

Hintergrund

• Ort: Es wird uns nicht gesagt, wie weit entfernt vom Garten Eden die Menschen sich niedergelassen haben.• Beruf: Landwirt, Schiffbauer, Prediger• Familie: Sein Großvater war Methusalem, sein Vater Lamech. Seine Söhne hießen Ham, Sem und Jafet.

Schlüsselvers

»Noah führte alles genauso aus, wie Gott es ihm befohlen hatte« (1. Mose 6,22).

Die Geschichte von Noah wird in 1. Mose 5,28–10,32 erzählt. Außerdem wird Noah in 1. Chronik 1,3-4, in Jesaja 54,9, in Hesekiel 14,14.20, in Matthäus 24,37-38, in Lukas 3,36, 17,26-27, in Hebräer 11,7, in 1. Petrus 3,20 und in 2. Petrus 2,5 erwähnt.

BIBLISCHE VÖLKER, DIE VON DEN SÖHNEN NOAHS ABSTAMMTEN

SemHebräerChaldäerAssyrerPerserSyrer

HamKana-aniterÄgypterPhilisterHetitherAmoriter

JafetGriechenThrakerSkythen

Die Nachkommen Sems wurden Semiten genannt. Abraham, David und Jesus stammten von Sem ab. Hams Nachkommen ließen sich in Kanaan, Ägypten und zum Teil in Afrika nieder. Die Nachkommen von Jafet ließen sich zum größten Teil in Europa und Kleinasien nieder.

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MELCHISEDEK

Haben Sie eine Vorliebe für gute Rätsel? Die Geschichte ist voll davon! Normalerweise stehen diese Rätsel in Zusammenhang mit Menschen. Zu den geheimnisvollsten Personen der Bibel gehört Melchisedek, der König des Friedens. Eines Tages trat er in das Leben Abrahams (damals hieß er noch Abram), danach hörte man nie mehr von ihm. Was an jenem Tag geschah, wurde jedoch durch alle Zeiten hindurch überliefert und schließlich zum Thema eines Briefes im Neuen Testament (Hebräerbrief).

Dieses Treffen zwischen Abram und Melchisedek war höchst ungewöhnlich. Obwohl sich die beiden Männer nicht kannten, hatten sie eine wesentliche Eigenschaft gemeinsam: Beide verehrten den einen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, und dienten ihm. Für Abram war dies ein großer Augenblick des Triumphes. Er hatte soeben ein Heer besiegt und viele Gefangene befreit. Falls er noch den geringsten Zweifel darüber hatte, wer der eigentliche Sieger war, so stellte Melchisedek es unmissverständlich klar, indem er Abram daran erinnerte: »Und gepriesen sei der höchste Gott, der dir deine Feinde in die Hände gegeben hat« (1. Mose 14,20). Abram erkannte, dass dieser Mann denselben Gott anbetete wie er.

Melchisedek gehörte zu der kleinen Gruppe von Menschen im Alten Testament, die Gott verehrten und mit den Juden (Israeliten) in Kontakt kamen, selbst aber keine Juden waren. Dies zeigt, dass die Notwendigkeit, Gott nachzufolgen, nicht genetisch bedingt ist, sondern auf dem treuen Gehorsam gegenüber seinen Lehren und auf der Anerkennung seiner Größe beruht.

Lassen wir es zu, dass Gott durch andere Menschen zu uns spricht? Denken wir daran, was Gott im Leben anderer Menschen bewirkt hat, wenn wir sie beurteilen? Erkennen wir Ähnlichkeiten zwischen uns und anderen Menschen, die Gott anbeten, auch wenn sich die Form ihrer Anbetung von der unseren unterscheidet? Lassen wir uns von Melchisedek, Abraham, David, Jesus und vielen anderen Menschen der Bibel diesen großen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, vor Augen führen. Gott möchte, dass wir wissen, wie sehr er uns liebt; er möchte, dass wir ihn persönlich kennenlernen.

BesondereEigenschaften

• Der erste Priester/König der Bibel – ein führender Mann mit einem Herzen, das auf Gott ausgerichtet war.• Ein Mann, dessen Charakter seine Liebe zu Gott widerspiegelte.• Ein Mensch im Alten Testament, der uns an Jesus erinnert und auf ihn hindeutet.

Lektion ausseinem Leben

• Wenn man für Gott lebt, wird man wahrscheinlich zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Prüfen wir unser Herz: Wem oder was gilt unsere größte Treue? Wenn wir darauf ehrlich »Gott« antworten können, leben wir für ihn.

Hintergrund

• Ort: Regierte in Salem, wo später Jerusalem erbaut wurde.• Beruf: König von Salem und Priester Gottes, des Höchsten.

Schlüsselverse

»Dieser Melchisedek war König der Stadt Salem und ein Priester Gottes, des Höchsten. Als Abraham heimkehrte, nachdem er in einer großen Schlacht mehrere Könige besiegt hatte, zog Melchisedek ihm entgegen und segnete ihn … Seht doch, wie groß dieser Melchisedek war. Selbst Abraham, der Stammvater Israels, gab ihm den zehnten Teil seiner Beute« (Hebräer 7,1.4).

Die Geschichte von Melchisedek wird in 1. Mose 14,17-20 erzählt. Außerdem wird er in Psalm 110,4 und in Hebräer 5–7 erwähnt.

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HAGAR

Irgendeine Art von Flucht stellt meistens die verlockendste Lösung für unsere Probleme dar. Flucht kann in der Tat zur Gewohnheit werden. Hagar machte von dieser Vorgehensweise Gebrauch. Wenn es schwierig wurde, lief sie meistens davon.

Wir sollten uns jedoch bewusst machen, dass die größten Herausforderungen, mit denen Hagar umgehen musste, durch die Entscheidungen anderer Menschen hervorgerufen wurden. Sara bestimmte, dass sie Abrahams Kind zur Welt bringen sollte, und höchstwahrscheinlich wurde Hagar in dieser Angelegenheit nicht um ihre Meinung gefragt.

Es ist leicht nachvollziehbar, weshalb Hagar wegen ihrer Schwangerschaft auf Sara herabschaute. Doch das verärgerte Sara, die Hagar deshalb auch bestrafte. Dies war der Grund ihrer ersten Flucht. Als Hagar in die Familie zurückkehrte und Ismael auf die Welt brachte, trug Saras anhaltende Unfruchtbarkeit sicherlich zu Verbitterung auf beiden Seiten bei.

Als Isaak schließlich geboren war, suchte Sara nach einem Vorwand, um Hagar und Ismael loszuwerden. In der Wüste, ohne Wasser und beim Anblick ihres sterbenden Sohnes versuchte Hagar wieder zu fliehen. Sie ging weg, um das Sterben ihres Sohnes nicht mit ansehen zu müssen. Wieder griff Gott barmherzig ein.

Erkennen wir, wie geduldig Gott vorgeht, indem er unsere Fluchtversuche vereitelt? Wir sollten beginnen zu verstehen, dass Flucht nur eine vorübergehende Lösung ist. Gott möchte, dass wir unsere Probleme mit seiner Hilfe in Angriff nehmen. Am deutlichsten erfahren wir seine Hilfe in Konflikten und Schwierigkeiten, nicht wenn wir vor ihnen davonlaufen. Haben wir bei bestimmten Problemen in unserem Leben schon die »Hagar-Lösung« angewandt? Lassen Sie uns eines dieser Probleme nehmen, Gott um Hilfe bitten und uns dem Problem noch heute stellen.

BesondereEigenschaften

• Mutter von Abrahams erstem Sohn, Ismael, dem Stammvater der arabischen Völker.

Schwächenund Fehler

• Neigte dazu, vor Problemen davonzulaufen.• Durch ihre Schwangerschaft wurde sie hochmütig und überheblich.

Lektionen ausihrem Leben

• Gott steht zu seinem Plan und zu seinen Versprechen, auch wenn Menschen die Verwirklichung erschweren.• Gott kennt uns und möchte, dass wir ihn kennenlernen.• Im Neuen Testament ist Hagar das Sinnbild für einen Menschen, der Gottes Gunst durch eigene Anstrengungen verdienen möchte, anstatt auf Gottes Barmherzigkeit und Vergebungsbereitschaft zu vertrauen.

Hintergrund

• Ort: Kanaan und Ägypten• Beruf: Sklavin, Mutter• Familie: Ihr Sohn hieß Ismael.

Schlüsselvers

»Da sprach der Engel des HERRN: Kehr zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter« (1. Mose 16,9).

Die Geschichte von Hagar wird in 1. Mose 16 und 21 erzählt. Sie wird auch in Galater 4,24 erwähnt.

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LOT

Manche Menschen lassen sich einfach durchs Leben treiben. Bei ihren Entscheidungen – falls sie sich überhaupt zu einer Entscheidung aufraffen können – folgen sie dem Weg des geringsten Widerstands. Lot, der Neffe Abrams, war ein solcher Mensch.

Lot hatte schon früh seinen Vater verloren. Obwohl dies schwer für ihn gewesen sein muss, hatte er trotzdem starke Vorbilder, denn er wurde von seinem Großvater Terach und seinem Onkel Abram erzogen. Doch Lot ließ nie ein Zielbewusstsein wie sie erkennen. Sein ganzes Leben lang war er so sehr in der Gegenwart gefangen, dass er unfähig schien, die Folgen seines Tuns zu erkennen. Man kann sich nur schwer vorstellen, was ohne Abrams Fürsorge und Gottes Eingreifen aus Lot geworden wäre.

Spätestens als Lot aus dem Blickfeld der biblischen Geschehnisse verschwand, nahm sein Leben eine Wendung zum Schlimmen. Er hatte sich so sehr an die sündige Kultur seiner Zeit angepasst, dass er sie nicht verlassen wollte. Seine Unentschlossenheit trieb ihn schließlich in eine ganz eigentümliche Richtung: die Zerstörung. Dann begingen seine Töchter Inzest mit ihm.

Trotzdem wird Lot im Neuen Testament »gerecht« genannt (2. Petrus 2,7-8). Rut, eine Nachfahrin Moabs, war eine Vorfahrin von Jesus, obwohl Moab aus der inzestuösen Beziehung Lots mit einer seiner Töchter hervorgegangen war. Lots Geschichte gibt uns Hoffnung, dass Gott vergibt und oftmals Böses in etwas Gutes verwandelt.

In welche Richtung verläuft unser Leben? Sind wir auf Gott ausgerichtet oder laufen wir in eine falsche Richtung? Wenn wir uns gerne treiben lassen, fällt es uns vielleicht schwer, uns für Gott zu entscheiden. Doch diese Entscheidung stellt alle anderen Entscheidungen in ein anderes Licht.

BesondereEigenschaften

• Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann.• Petrus nennt ihn einen gerechten Mann (2. Petrus 2,7-8).

Schwächenund Fehler

• Er schob Entscheidungen gerne hinaus und entschied sich dann für den leichtesten Weg.• Wenn er vor einer Entscheidung stand, dachte er zuerst an sich selbst.

Lektion ausseinem Leben

• Gott will, dass wir uns nicht nur durchs Leben treiben lassen; er möchte, dass wir ein positives Zeugnis für ihn sind.

Hintergrund

• Ort: Lebte zunächst in Ur in Chaldäa, zog dann mit Abram nach Kanaan. Schließlich zog er in die gottlose Stadt Sodom.• Beruf: Wohlhabender Schaf- und Rinderzüchter, außerdem städtischer Beamter.• Familie: Sein Vater war Haran. Nach dem Tod seines Vaters nahm Abram sich seiner an. Der Name seiner Frau, die zu einer Salzsäule erstarrte, ist nicht bekannt.

Schlüsselvers

»Als Lot immer noch zögerte, nahmen die Engel ihn, seine Frau und seine Töchter bei der Hand und führten sie aus der Stadt hinaus, denn der Herr wollte sie verschonen« (1. Mose 19,16).