Proxima Centauri - Conrad Shepherd - ebook

Proxima Centauri ebook

Conrad Shepherd

0,0

Opis

Das Ende der Erde scheint unausweichlich: eine gigantische Roboterstreitmacht greift das Sonnensystem an. Und als wäre das nicht schon genug, gibt es im Nachbarsystem Proxima Centauri die Antwort auf alle Fragen zum Tod unserer Sonne. Doch diese überlebenswichtigen Antworten sind geschützt von einer schier undurchdringlichen Wand aus purer Energie.

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Ren Dhark

Bitwar-Zyklus

 

Band 7

Proxima Centauri

 

von

 

Conrad Shepherd

(Kapitel 1 bis 5)

 

Achim Mehnert

(Kapitel 6 bis 10)

 

Jo Zybell

(Kapitel 11 bis 15)

 

Uwe Helmut Grave

(Kapitel 16 bis 20)

 

und

 

Hajo F. Breuer

(Exposé)

Inhalt

Titelseite

Prolog

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

14.

15.

16.

17.

18.

19.

20.

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Impressum

Prolog

Im Frühsommer des Jahres 2062 gehen drei ruhige Jahre des Aufbaus für die Erde zu Ende. Mit dem aus der Galaxis Orn mitgebrachten Wissen ist es den Menschen erstmals vergönnt, Ovoid-Ringraumer der neusten Entwicklungsstufe zu bauen. Doch keinem dieser neuen Schiffe und nicht einmal der legendären POINT OF ist es noch möglich, die Galaxis der Worgun anzufliegen. Irgend etwas verhindert jeden weiteren Kontakt…

Ren Dhark ist nicht länger Commander der Planeten. Dieses Amt bekleidet nun Henner Trawisheim. Eine seiner ersten Amtshandlungen war es, Ren Dhark als Belohnung für dessen unzählige Verdienste um die Rettung der Menschheit zum privaten Eigentümer der POINT OF zu ernennen. Trawisheim glaubte, den unvergleichlichen Ringraumer auch in Zukunft für die Zwecke der terranischen Regierung einsetzen zu können, denn der Unterhalt eines Schiffes dieser Größe übersteigt Ren Dharks finanzielle Möglichkeiten bei weitem.

Doch der Großindustrielle Terence Wallis, der auf der im Halo der Milchstraße gelegenen Welt Eden seinen eigenen Staat gegründet hat, zog Trawisheim mit der Einrichtung der POINT OF-Stiftung einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn die großzügigen Finanzmittel der Stiftung schenken Ren Dhark völlige Unabhängigkeit.

Und so bricht er im Frühjahr 2062 zu einem Forschungsflug nach Babylon auf, um endlich das Geheimnis des goldenen Salters ohne Gesicht zu lösen, der dort nun schon mehr als tausend Jahre im Vitrinensaal unter der ebenfalls goldenen Gigantstatue eines Menschen ohne Gesicht ausgestellt ist. Die Spur führt auf die vom Atomkrieg verseuchte Welt der Kurrgen – als die POINT OF einen Notruf erhält: Unbekannte Raumschiffe greifen die Zentralwelt der heute mit den Terranern verbündeten Grakos an. Die auf Grah stationierten Schiffe älterer Bauart sind für den unheimlichen Gegner keine echte Bedrohung. Als Ren Dhark eine Flotte hochmoderner neuer Ovoid-Ringraumer ins Gefecht führt, kommt es zu einer erbitterten Schlacht im All: Der unbekannte Gegner ist wesentlich stärker als vermutet!

Doch schließlich flieht er mit unbekanntem Ziel, und Ren Dhark kann seine Suche nach dem Geheimnis der Goldenen fortsetzen. Die führt ihn zu einer unbekannten Welt in den Tiefen des Alls, auf der er den Worgun Dalon trifft – jenen Boten der wohlmeinenden Mutanten, der einst vor über tausend Jahren auch Margun und Sola auf ihre Einzigartigkeit hinwies. Unbeabsichtigt verrät Dalon, daß auch Arc Doorn ein Worgunmutant ist, der seit fast zweieinhalbtausend Jahren auf der Erde wohnt!

Dhark hat mittlerweile erfahren müssen, daß die heimatliche Sonne nicht mehr genug Energie abgibt. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird die Erde zum Eisplaneten gefrieren! Auf der Suche nach einer Rettungsmöglichkeit wird die POINT OF in den Kampf mit einem Raumschiff eines Robotervolkes verwickelt. Artus, der intelligente Roboter, Erdenbürger und persönlicher Freund von Ren Dhark, nutzt die Gelegenheit, um die Menschheit angeblich zu verraten. Er schlägt sich auf die Seite der Roboter – doch nur, um sie auszuspionieren! Mit wertvollem Wissen im Gepäck kehrt er nach Terra zurück. Leider kommt er nicht allein: 2500 Roboterschiffe verfolgen ihn…

Zur gleichen Zeit geht General Thomas J. Jackson, Oberbefehlshaber der kleinen, aber schlagkräftigen Raumflotte von Eden, mit einem völlig neuartigen Ringraumer aus Carborit auf Erprobungsflug. Auf einem einsamen Himmelskörper, der aus der Milchstraße herausstrebt, trifft er auf ein merkwürdiges Volk – und gerät in höchste Gefahr…

1.

Die THOMAS antwortete nicht.

Obwohl General Jackson noch einmal versuchte, die Schiffszentrale zu rufen, blieb das Vipho stumm. Das winzige Karree der Bildfläche zeigte nichts als ein Flimmern, und die Tonübertragung beharrte hartnäckig darauf, inaktiv zu bleiben.

Der große, kräftige Mann von Anfang Vierzig runzelte die Brauen in dem kantigen Gesicht und warf einen Blick über die Schulter nach hinten: In der Tiefe des hell erleuchteten Hangars erhob sich der schwarzschimmernde Carborit-Ringraumer wie eine ringförmige Trutzburg.

Warum reagierte niemand an Bord des Schiffes?

Was steckte dahinter?

Als Jackson den Kopf drehte, begegnete sein Blick dem von Manuel Rayes, der nervös wirkte. Dann sah er zu den beiden Soldaten hinüber und nickte. Die beiden Männer erwiderten sein Nicken und hoben leicht die Waffen; sie würden alles daran setzen, im Falle einer möglichen Konfrontation mit dem pelzigen Völkchen aus dem Untergrund Solitudes das Leben der beiden Offiziere und ihr eigenes zu schützen.

Jackson richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf den Toschi Notron, der eben mit seiner quäkenden Stimme verkündete:

»Sehen Sie jetzt ein, daß Sie keine andere Wahl haben, als uns Ihr Schiff zu übergeben? Tun Sie es endlich, ehe ich zu ernsthaften Maßnahmen greifen muß!«

General Thomas J. Jackson stemmte die Fäuste in die Seiten und blickte finster aus seiner Höhe auf den kleinen Toschi herab, der sich damit brüstete, Oberbefehlshaber aller auf Solitude lebenden Teddys zu sein, und diesen Machtanspruch damit zu unterstreichen versuchte, daß er martialisch mit den Knopfaugen rollte – was eher komisch als bedrohlich wirkte. Auch die Laserpistole in seiner sechsfingrigen Hand glich mehr einem Spielzeug als einer echten Waffe, was einen weniger vorsichtigen Mann wie Jackson vermutlich zu einer falschen Einschätzung der Lage verleitet hätte.

»Was haben Sie mit meinem Schiff gemacht?« knurrte der General aufgebracht. Seine Brauen zuckten bedrohlich wie ein paar verärgerte Raupen, während er ein, zwei Schritte in Richtung des prächtig herausgeputzten Toschis machte. Der Gravitationsverstärker in den Stiefelsohlen ließ wenigstens ein vernünftiges Gehen zu, wie Jackson registrierte. Er und seine Begleiter hätten ansonsten in der Niedrigschwerkraftumgebung des kahlen Gesteinsbrockens von nicht mehr als 0,17 g nur mit ungelenk wirkenden, schwimmenden Bewegungen herumgehampelt.

Die Menge der Teddys geriet in Aufregung und wich schnatternd und pfeifend einige Meter zurück.

Lediglich Notron blieb unbeirrbar auf seiner Position; es hätte ihm in seiner Stellung als Oberbefehlshaber auch schlecht angestanden, Furcht zu zeigen. »Ich habe Ihnen nur demonstriert, daß Sie eigentlich keine Chance haben«, übersetzte der Translator seine piepsende Stimme, »meine Forderung abzulehnen.«

»Habe ich mich verhört, oder wollen die tatsächlich, daß wir ihnen die THOMAS übergeben, Sir?« Manuel Rayes’ Stimme hallte laut durch den Hangar und übertönte den Lärm der aufgeregten Toschis. Der Erste Offizier sah mit besorgtem Stirnrunzeln zu Jackson hinüber.

»Sie haben sich nicht verhört, Nummer Eins«, erwiderte der General.

Rayes sog mit einem scharfen Geräusch die Luft ein. Seiner Miene war anzusehen, daß seine Nerven bis zum Zerreißen gespannt waren. »Ich will keinen unangebrachten Pessimismus verbreiten«, fuhr er fort, »weder vor mir selbst noch Ihnen gegenüber, aber das ganze scheint mir auf eine Konfrontation hinauszulaufen, Sir.«

Jackson winkte ab.

»Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, Nummer Eins«, sagte er. Und an das Oberhaupt der Toschis gewandt: »Ich bin mal neugierig, wie Sie Ihre Forderung in die Tat umzusetzen gedenken, Notron. Denn wie heißt es so schön bei Jesus Sirach? ›Gib acht, wage dich nicht zu weit vor und werde nicht wie die, denen der Verstand fehlt.‹«

»Das bezieht sich wohl auf Sie! Sie werden kapitulieren, Mensch«, versicherte Notron aus der Tiefe seiner geringen Körpergröße. Und als wären seine Worte ein Signal gewesen, brach plötzlich ein Tumult aus.

Aus dem Hintergrund wurden einzelne schrille Laute hörbar, die von den weiter vorne stehenden Toschis aufgenommen und in Richtung der Terraner transportiert wurden. Was genau gerufen wurde, ließ sich nicht verstehen. Die Translatoren der Männer waren nicht in der Lage, den ausbrechenden Tumult in verständliche Begriffe zu übersetzen. Die quirlende Menge der kleinen Teddys gab schreiend und quäkend irgendwelchen Zuspruch für etwas, das Jackson und seinen Begleitern verborgen blieb, und in der kreuz und quer sich bewegenden Menge aus bepelzten Wesen entstand eine zielgerichtete Bewegung: kein planloses Durcheinanderlaufen, sondern ein entschlossenes, zielbewußtes Vorwärtsdrängen in Richtung auf die vier Terraner.

Offenbar hatte Notron einen Befehl gegeben.

Befehl zum Angriff?

Es hatte den Anschein.

»Vorsicht, Sir!« rief Rayes und hob den Strahler.

»Pfeifen Sie Ihre Streitmacht zurück«, warnte Jackson den Toschi, »wenn Sie ein Desaster vermeiden wollen!«

Das fremdartige, kleine Pelzwesen, nicht mehr als zirka sechzig Zentimeter groß, quäkte etwas, das der Translator vergeblich zu übersetzen versuchte; Jackson vernahm nur Bruchstücke eines Sermons, der von der Furchtlosigkeit und großen Tapferkeit des Volkes der Toschis kündete, die es Fremden gegenüber an den Tag zu legen pflegte. Seine Worte wurden von seinen Anhängern mit lautem Beifallsgeschrei quittiert, die, sich gegenseitig Mut machend, nur noch entschlossener auf die Terraner eindrangen.

Vereinzelte Laserblitze zuckten durch die Halle. Noch ungezielt, schlugen sie ohne Schaden anzurichten in die Decke.

»Also gut«, grollte Jackson laut, genervt von der Erkenntnis, daß sie um so eher mit Zwischenfällen rechnen mußten, je länger sie untätig blieben. »Sagen Sie nachher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt, Notron.«

Er hob die Hand.

»Sten, Conelly! Zeigen wir ihnen, womit sie es zu tun bekommen«, erklang sein harter Befehl.

Im nächsten Augenblick sah Rayes Lichtblitze und hörte eine Sekunde später die erste Detonation, der rasch weitere folgten.

Die beiden Soldaten, mit genauen Instruktionen über ihr Vorgehen versehen, begannen mit Nadelstrahlen zu feuern. Dabei zielten sie mit ihren brandneuen Multikarabinern GEH&K Mark 10/62 nicht auf die Teddys, sondern schossen vor ihnen in den freien Hangarboden, um sie am Vordringen zu hindern.

Ein feuriges Chaos entstand.

Durch die geballte Energie der Nadelstrahlen brach der Boden auf und explodierte regelrecht. Die Toschis wurden von den Druckwellen durcheinandergewirbelt und wie Puppen auf den wie bei einem Erdbeben schwankenden Boden geworfen, wo sie mit strampelnden Gliedmaßen versuchten, wieder auf die Beine zu kommen. Die Luft im Hangar schien zu erglühen. Es entstand ein heilloses Durcheinander, aus dem sich nur langsam eine Gegenwehr zu organisieren schien.

Ein Geheule und Gekreische aus nichtmenschlichen Kehlen erhob sich über dem verklingenden Nachhall der Explosionen. Notron riß die Hände hoch, fuchtelte mit seinem Strahler und schoß in Richtung der Terraner. Zum Glück war seine Zielsicherheit miserabel, und die Strahlen gingen meist an ihnen vorbei. Dennoch streifte einer der Laserblitze den Ersten Offizier der THOMAS am Arm und versengte ihm Kleidung und Haut. Die Überraschung ob dieses unerwarteten Treffers entlockte Rayes einen kurzen, ärgerlichen Laut.

»Verdammt«, stieß er hervor, »hat mich doch dieses fiese Kerlchen tatsächlich erwischt!«

Jackson stürzte sich mit einem wütenden Schnauben auf Notron, der zwar alle Anstrengungen machte, sich mit einem Kreischen dem Zugriff des für ihn riesigen Terraners zu entziehen, aber keinen Erfolg damit erzielte.

»Nichts da, Freundchen«, knurrte Jackson, schlug dem Toschi die Waffe aus der Hand, packte ihn am Kragen seiner protzigen Uniform und klemmte sich den strampelnden und zeternden Oberbefehlshaber aller Teddys wie eine zu groß geratene Puppe einfach unter den Arm.

»Sind Sie in Ordnung, Nummer Eins?« wandte er sich dabei an Rayes. »Brauchen Sie Hilfe?«

»Geht schon, Sir«, gab Manuel Rayes zu verstehen, während er kurz den Arm bewegte. »Ist nur ein Kratzer.«

»Conelly wird Sie verarzten, sollte es nötig sein.«

Der Erste Offizier winkte ab.

»Später, Sir. Sobald Zeit ist«, erwiderte er.

Inzwischen hatten die beiden Soldaten ihre Multikarabiner auf Paralyse umsgechaltet, bestrichen das Durcheinander in der Halle großflächig mit Strich-Punkt und schickten die Toschis reihenweise ins Land der Träume – falls diese einen derartigen Zustand der Inaktivität kannten.

Für einen Moment stockte der Angriff der Teddys; ihres Anführers beraubt, schienen sie sich unschlüssig über ihr weiteres Vorgehen.

»Lassen Sie mich mal die Wunde ansehen, Sir!« Thore Conelly legte die Waffe aus der Hand, kniete neben dem in der Hocke kauernden Ersten Offizier und fingerte ein Wundspray aus einer der vielen Taschen seines Notfallpacks.

»Nicht der Rede wert«, wehrte Rayes ab, ließ es aber dann doch geschehen, daß ihn der Soldat mit gekonnten und raschen Bewegungen verarztete.

»Danke«, setzte Manuel Rayes an, als Conelly fertig war, aber der Soldat hatte sich schon wieder abgewandt und widmete sich seiner eigentlichen Aufgabe: Toschis ins Land der Träume schicken. Die Pelzwesen hatten sich wieder gesammelt und schickten sich an, einen neuen Ansturm zu versuchen.

Aus Lautsprechern gellte Alarm, kamen quäkende Stimmen, die eindeutig Anweisungen waren.

Im Hintergrund, in der Tiefe der Halle, öffneten sich Schotts, und Verstärkung drängte in den Hangar.

Von Rayes und dem General unterstützt, feuerten die beiden Soldaten ohne Unterlaß; langsam häuften sich die besinnungslosen Toschis zu einem Wall.

»Wir befinden uns hier wie auf dem Präsentierteller«, machte Rayes dem Kommandanten klar, bemüht, unbesorgt zu klingen. »Wir sollten uns eine bessere Ausgangslage verschaffen, zu wenig Deckung hier, Sir.«

»Sie sagen es, Nummer Eins«, bestätigte der General, der den sich wild sträubenden Notron unter dem Arm hatte und dessen Flut von Drohungen und Beschimpfungen ignorierte. »Wir müssen herausbekommen, was dem Schiff widerfahren ist. Dazu brauchen wir aber Bewegungsfreiheit, die wir hier nicht haben.«

»Das sehe ich genauso, Sir«, bekannte Manuel Rayes und schickte zwei Toschis, die sich zu nahe herangewagt hatten, mit einem Paralysestrahl zu Boden. »Wohin also?«

»Jedenfalls nicht ins Freie«, bekannte der General. »Dort oben existiert keine Atmosphäre.« Sein Blick fiel auf den Ringraumer, der sich im Hintergrund des Hangars wie eine uneinnehmbare Festung erhob.

Rayes, dem der Blick des Generals nicht verborgen geblieben war, sagte bedauernd: »Leider ist die THOMAS nicht erreichbar. Niemand reagiert auf unsere Rufe. Bleibt uns nur die Flucht innerhalb des Mondes, Sir.«

Jackson nickte knapp. »Wir müssen herausbekommen, was vorgefallen ist«, wiederholte er, und die Sorgenfalten auf seiner Stirn vertieften sich. »Los jetzt!«

*

Kurze Zeit vor diesem Ereignis:

Waffentechniker Martin-Yves One hatte nicht gerade die beste Laune.

Nein, das konnte man nicht sagen. Im Grunde war sie sogar mies.

Ausgerechnet jetzt gab es Schwierigkeiten in einem der acht Wuchtkanonentürme der THOMAS.

Schwierigkeiten aber bedeuteten Ärger – hauptsächlich für ihn, da er aufgrund des Dienstplans dazu auserkoren war, nach dem Rechten zu sehen. Viel lieber hätte er die Begegnung mit den Teddys in der kleinen Bildkugel der technischen Zentrale mitverfolgt, aber ausgerechnet jetzt hatte der Hyperkalkulator in der Wartungszentrale eine mechanische Störung in der Munitionszufuhr des Geschützes Nr. 7 gemeldet, die eine Überprüfung durch den diensthabenden Waffentechniker erforderlich machte. Und der war nun mal er. Bedauerlich, aber nicht zu ändern. Kleinere Störungen traten bei einem Prototypen auf dem Jungfernflug immer wieder mal auf, das war nichts Ungewöhnliches.

Er öffnete das Schott und betrat den Geschützturm. Es herrschte Grabesstille; keine Menschenseele hielt sich hier drin auf. Es gab auch keine Bildschirme, die das Geschehen draußen im Hangar ins Innere übertrugen; der Turm war pure, nackte, massive Technik.

»Dann wollen wir mal…« Martin-Yves One – der von allen an Bord nur My One gerufen wurde – setzte sich mit gespitzten Lippen vor die Kontrollkonsole und rief das Diagnoseprogramm auf. Lautlos pfiff er vor sich hin – eine Marotte, derer er sich immer dann bediente, wenn es galt, ein noch unbekanntes technisches Problem zu lösen – und studierte die Aufrisse der einzelnen Komponenten der Kanone, die in rascher Folge auf dem Bildschirm erschienen. Wie sich herausstellte, wurde das gemeldete Problem tatsächlich von einer Störung in der Munitionszuführung verursacht. My One fand den Fehler im betroffenen Segment innerhalb kürzester Zeit, was ihm ein zufriedenes Zungenschnalzen entlockte.

Üblicherweise erfolgte die Zuführung der exakt 31,47 Tonnen wiegenden Tofiritkugeln vollautomatisch mittels Antigravfeldern, was eine Schußfolge im Sekundentakt zuließ. Bei Notfällen ließen sich die Wuchtkanonen jedoch auch über eine eigens für diese Belastungen ausgelegte Mechanik beschicken; diese gewährleistete, daß das Schiff mit entsprechend verminderter Taktfolge weiter feuerbereit blieb. Und just in einem Gelenk dieser Mechanik maß der Diagnosesuprasensor einen erhöhten Biegewiderstand. Keine große Sache, My mußte nur das Gelenk nachjustieren. Routinearbeit, die nicht einmal erhöhten körperlichen Einsatz erforderte.

Nachdem alle Parameter wieder im vorgeschriebenen Bereich lagen, fertigte er ein Datenprotokoll an, das seine Arbeit und die getroffenen Maßnahmen dokumentierte. Als er die Datei speicherte, schrillte plötzlich Alarm durchs Schiff, den My One im Geschützturm nur gedämpft wahrnahm.

Aufgeschreckt blickte er auf die Instrumente der Reparaturkonsole, als könne er dort die Ursache für den Alarm feststellen, doch er forschte vergeblich.

Der Alarm hielt ein paar Sekunden an, dann brach er ab.

Martin-Yves One wartete auf den üblichen Lärmpegel, der unweigerlich jetzt im Schiff entstehen mußte.

Nichts geschah, es blieb still.

Für einen Moment kaute er überlegend auf seiner Unterlippe herum. Dann öffnete er die Phase zur Wartungszentrale.

Seine Unruhe verstärkte sich, als er von dort keine Antwort bekam. Auch sonst meldete sich keine Station mehr, obwohl er mit wachsender Ungeduld versuchte, Kontakt zu bekommen.

Ein Defekt in der Bordverständigung?

Nicht sehr wahrscheinlich, dennoch vorstellbar. Schließlich war die THOMAS ein Prototyp und befand sich in der Erprobungsphase, um eventuelle Fehler in den teils völlig neu entwickelten Bordsystemen aufzuspüren.

Aber warum dann der Alarm, der vom Hyperkalkulator üblicherweise nur bei Gefahr für das Schiff und seine Besatzung ausgelöst wurde?

Und weshalb meldete sich niemand?

My One grunzte. »Das hat nichts Gutes zu bedeuten«, sagte er zu sich selbst. »Auf schnellstem Weg in die Kommandozentrale.«

Mißtrauisch bis in die Haarspitzen verließ er den Geschützturm.

Die Drucktür öffnete sich zischend, als er näherkam.

»Die Technik scheint also noch zu funktionieren«, setzte er sein Selbstgespräch fort. Auch die Lichter flammten auf, sobald er den Gang betrat; die Bewegungsmelder waren auf alle Fälle nach wie vor intakt.

Er hatte noch keine drei Schritte hinter sich gebracht, als er merkte, wie ihm schwindlig wurde.

Er schüttelte den Kopf, hoffte, sich so der Benommenheit entledigen zu können.

Aber es wurde nur schlimmer.

Seine Nasenflügel weiteten sich, als er die Luft einsog.

Ein fremdartiger Geruch reizte seine Schleimhäute. War das Gas, oder spielten ihm seine Sinne einen Streich? Er blickte auf das Armbandkombigerät, dessen farbige Indikatoren blinkten. Die Anzeigen wiesen die Luft als unbedenklich aus. Sollte er sich getäuscht haben, oder war das Gerät zum Messen physikalischer Vorgänge von einer fremdartigen und unbekannten Substanz überfordert?

Nein, da pulsierte eine rote Linie. Eine gasförmige Substanz war in der Raumluft, in ziemlich dünner Konzentration, aber dennoch spürbar und mit Auswirkungen auf seinen Kreislauf.

Er mußte etwas dagegen unternehmen, und das schnell, ehe er womöglich ohnmächtig wurde. Ziemlich flach atmend, soweit es ihm möglich war, blickte er den Gang hinunter. In den Seiten waren Schränke angebracht, deren Türen Brandschutzzeichen trugen. Er riß die nächstgelegene auf. Ein gesichtsloser Helm über einem silberglänzenden Anzug starrte ihm entgegen, wie er bei Einsätzen zur Brandbekämpfung Verwendung fand. Daneben hing eine Atemschutzmaske mit integrierter Filterpatrone. Er riß sie vom Haken.

»Wer sagt’s denn…« sprach er mit sich selbst, während er die Maske überstreifte und die ersten tiefen Atemzüge machte. »Genau das brauche ich.«

Die Auswirkungen des beginnenden Schwindels verklangen rasch, als frischer Sauerstoff in seine Lungen strömte.

My One überlegte bereits seine weiteren Schritte. Er mußte herausfinden, inwieweit die THOMAS von diesem Gasangriff beeinträchtigt war – denn inzwischen ging er davon aus, daß es einen Angriff gegeben haben mußte. Nur war er sich noch nicht klar darüber, von wem dieser gestartet worden war. Er wußte nur eines: Er mußte in die Zentrale, nur dort konnte er Kenntnisse darüber erlangen, was vorgefallen war.

Die Stille im Schiff hatte etwas Erschreckendes. Allerdings glaubte My One, daß die Exhaustoren der Lufterneuerung lauter schnurrten als sonst. Versuchten sie etwa mit staub- oder gasförmigen Fremdstoffen fertig zu werden, die jemand in den geschlossenen Kreislauf der Schiffsatmosphäre eingebracht hatte?

Auf seinem Weg zur Zentrale fand My One die ersten reglosen Körper; etwa ein halbes Dutzend Männer lag still auf dem Hauptkorridor, die zusammengekrümmten Körper teilweise übereinander.

My One atmete laut unter der Maske, als er sich zu einem der Reglosen hinunterbeugte; seine Finger suchten die Halsschlagader. Dann sog er erleichtert die Luft ein, der Mann war nur bewußtlos, ebenso die anderen. Es war keine Gewalteinwirkung festzustellen, bei niemandem. Die Männer waren unverletzt. Ein Kampf hatte jedenfalls nicht stattgefunden, soviel stand fest. Ein Umstand, der Martin-Yves One ungemein erleichterte. Und dann grinste er verzerrt, als einer der Bewußtlosen leicht zu schnarchen anfing.

My One legte die letzten hundertvierzig Schritte in Richtung Schiffszentrale zurück. Das Hauptschott ließ sich ohne Widerstand öffnen. Ungehindert ging sein Blick ins Innere der hellerleuchteten zweistöckigen Brücke.

Die fünf Hauptbildschirme, die im Zentrum der kreisrunden Zentrale frei über den Konsolen schwebten, waren in Betrieb und zeigten Bilder des Geschehens draußen vor dem Schiff. Die Besatzung hing bewußtlos in ihren Kontursitzen. Das Verhängnis war augenscheinlich urplötzlich und keineswegs vorhersehbar über die THOMAS gekommen. Es war zu erkennen, daß die Männer vollkommen überrascht worden waren. Lediglich die Haltung Alain Sanets, des Zweiten Offiziers, ließ erahnen, daß er unmittelbar vor seiner Bewußtlosigkeit das Unheil hatte kommen sehen und es im letzten Augenblick abzuwenden versucht hatte: Seine Hand umschloß noch den zentralen Alarmschalter auf der Hauptkonsole.

Wie stark das Gas auch gewesen sein mochte, lange hatte es nicht vorgehalten; noch während My One sein weiteres Vorgehen überlegte, rührten sich schon die ersten Männer wieder.

My One ging zum Kommunikationspult und inspizierte die Instrumente. Er nahm einige Schaltungen vor. »Mal sehen«, murmelte er, »ob ich den Kommandanten erreichen kann…« Er hatte noch nicht ausgesprochen, als er ein leises, saugendes Geräusch in seinem Rücken vernahm, gefolgt von einem schwachen Luftzug, als hätte jemand eine Tür geöffnet und gleich wieder geschlossen.

My One spürte, wie es ihm kalt den Rücken hinunterlief.

Er fuhr auf dem Absatz herum – dann holte er tief Luft und sagte scharf: »Na, Kleiner, was tust du denn hier drin?«.

*

Das fremdartige kleine Pelzwesen stand drei Schritte von Martin-Yves One entfernt, nicht mehr als etwas über sechzig Zentimeter groß. Es starrte den Techniker aus seinen Knopfaugen an, offenbar überrascht, ihn wach und bei Bewußtsein zu sehen.

My One starrte aus der Sichtscheibe der Atemschutzmaske zurück; der Toschi war unbekleidet, sein kleiner Körper von Kopf bis Fuß von weichem, graubraunem Pelz bedeckt, und er war ganz offensichtlich unbewaffnet. Er trug nichts am Körper, hielt nichts in den Händen. Martin-Yves One hatte noch nicht ganz realisiert, wie sein Besucher die THOMAS hatte betreten können. Nirgends war eine technische Vorrichtung an ihm zu erkennen, mit deren Hilfe der Winzling – wie auch immer! – an Bord gelangt war.

Sie beobachteten einander regungslos einige lange Sekunden. Der Toschi schien sich über My One den Kopf zu zerbrechen, unschlüssig, weshalb dieser nicht ebenso ohnmächtig und vom Gas betäubt war wie die anderen an Bord des Ringraumers. Plötzlich hob er die kurze Fingerpfote und steckte sie sich in den Mund. Während My One noch über den Sinn dieser Bewegung nachdachte, brachte der Teddy einen tennisballgroßen Metallkörper aus seinem Maul hervor. My One atmete scharf ein. Eine Bombe!

Noch ehe er reagieren konnte, warf der Toschi die Kugel auf den Boden und verschwand innerhalb eines Augenzwinkerns aus der Zentrale, indem er sich einfach in Luft auflöste.

Martin-Yves One spürte den Adrenalinstoß, der seinen Körper durchfuhr. Seine Sinne waren aufs äußerste gespannt, während er sich gehetzt nach einer Deckungsmöglichkeit umsah.

Aber da gab es schon einen merkwürdig gedämpften Knall.

In einer verzweifelten Abwehrreaktion riß er beide Arme hoch und legte sie schützend über seinen Kopf. Er spürte ein Pochen in den Schläfen – und stellte gleich darauf mit einiger Verwunderung fest, daß er noch atmete. Dem dumpfe Knall war keine Detonation gefolgt, wie von My One erwartet, der eigentlich mit seinem Leben schon abgeschlossen hatte, sondern nur ein scharfes Zischen.

Die Bombe war nicht explodiert, sondern strömte Betäubungsgas aus, wie My One vor Augen geführt wurde, als er sah, wie die eben erwachenden Männer in der Zentrale erneut in tiefe Bewußtlosigkeit versanken.

Er mußte handeln, schnell. Jeden Moment konnten weitere Toschis in der Zentrale auftauchen und weitere Betäubungsgranaten werfen.

Seine vordringlichste Aufgabe war, die Besatzung der Zentrale vor weiteren Gasattacken zu schützen.

Feuer an Bord eines Raumschiffes war eine der schlimmsten Katastrophen. Deshalb gab es ausgeklügelte Vorkehrungen für den Brandfall. Auf jedem Deck gab es ausgewiesene Bereiche, in denen hochmoderne Versionen von Brandschutzausrüstungen für jedermann zugänglich waren. So auch in der Hauptzentrale.

My One lief in den Sicherheitsbereich und riß die Schotts auf; die silbern glänzenden Schutzanzüge hingen wie leere Kokons in ihren Halterungen; sie hatten ihre eigene Luftversorgung. Daneben lagerten aber auch Atemmasken, um die Besatzung vor Qualm und hochtoxischer Rauchentwicklung zu schützen.

Der Waffentechniker arbeitete schnell und konzentriert und versorgte die Offiziere in der Zentrale mit den Masken, was in wenigen Minuten erledigt war. Er wartete nicht auf das Ergebnis seiner Rettungsaktion, sondern lief hinüber zur Waffenkammer, um sich mit einem Paralysator zu bewaffnen.

Irgendwo in seinem Hinterkopf rumorte die Gewißheit, daß jede Sekunde weitere Toschis mit Gasgranaten in der Zentrale erscheinen würden.

Er hoffte, daß die Offiziere bis dahin wieder auf dem Damm waren, um Abwehrstrategien zu entwickeln; sein Wunsch ging nicht in Erfüllung.

Mit einem Geräusch, als würde Luft seufzend in ein Vakuum gesaugt, erschien nur wenige Schritte von der Hauptkonsole entfernt ein Teddy. Die nichtmenschliche Physiognomie des Toschis erlaubte keine Hinweise darauf, ob ihn der Anblick des Terraners mit einer Atemschutzmaske vor dem Gesicht erschreckte oder verblüffte.

Dennoch kam es My One vor, als würde der Teddy bei seinem Anblick zurückscheuen. Irgendwo begann etwas zu heulen. Das Geräusch schien aus dem Nichts zu kommen, und der Waffentechniker glaubte sogar, ein leichtes Vibrieren in der Luft zu spüren.

Wollte der Toschi sich gar wieder verdrücken?

Aber ehe das kleine fremde Pelzwesen auch nur eine Bewegung machen konnte, wurde es bereits von My Ones Paralysestrahl getroffen. Mit verdrehten Gliedmaßen fiel es zu Boden.

Martin-Yves One wartete eine Sekunde, dann ging er hinüber und beugte sich über den Toschi.

Einen winzigen Augenblick zögerte er. Doch dann zuckte er mit den Schultern und griff beherzt zu. Seine Finger öffneten den Mund des Wesens, und er schaute hinein. Tatsächlich, eine Bombe.

»Ich hab zwar keine Approbation als Zahnarzt«, murmelte er in einem Anflug von Galgenhumor, als er die Reihen spitzer Zähne sah, »aber was soll’s?« Er griff hinein und holte die tennisballgroße Metallkugel heraus, die noch nicht aktiviert war, wie er mit großer Erleichterung feststellte.

Und exakt in diesem Augenblick hörte Martin-Yves One ein Stöhnen hinter sich…

2.

Das erste, was Heather spürte, war heißer Sand, der an ihrem schweißnassen Rücken klebte. Das nächste, was in ihr Bewußtsein drang, waren Geräusche: das Klatschen von Wasser, Wind, der in Blättern rauschte, in der Nähe Vogelgezwitscher, etwas weiter weg das Kreischen von Seevögeln. Dann drangen Gerüche in ihre Nase: Salzwasser, Ozon, der ferne Duft exotischer Blüten.

Wo war sie?

Auf einem verlassenen Eiland wie einst Robinson Crusoe?

Ein Schatten fiel über sie, jemand berührte sie und schüttelte sie leicht. So als probiere man, ob noch Leben in ihr war. Ob das Freitag war, den das Schicksal einem Schiffbrüchigen sandte?

Instinktiv grub sie ihre Hand in den Sand und schloß die Finger um ein glattes Stück Treibholz, das dort lag.

Nun denn, dachte sie, noch einmal überrumpelt mich niemand.

Ganz langsam öffnete sie die Augen. Hier in Bodenhöhe wirkte alles verschwommen, unscharf, überzeichnet vom hellen Sonnenlicht.

Der dunkle Schatten des Mannes drängte das Kreischen der Vögel und das Geräusch der Dünung zurück. Er wirkte schwarz und riesig gegen das Kobaltblau des Himmels von Aloha.

Sie blinzelte gegen die Helligkeit.

Langsam wurde ihr Blick schärfer.

Nein, sie war nicht Robinson Crusoe, und dies war nicht Freitag, sondern Terence Wallis, der sich über sie beugte.

»Sind Sie verletzt?«

»Ja«, fauchte sie wütend. »Ich bin verletzt, vor allem in meinem Stolz.« Sie setzte sich stöhnend auf und rieb sich die Halsseite, wo sie die eisenharte Handkante der kleinen Chinesin getroffen und ins Land der Träume geschickt hatte. »Behandeln Ihre Lakaien harmlose Strandläufer immer so?«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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