Laura Wolkenstein - Marion Brenner - ebook

Laura Wolkenstein ebook

Marion Brenner

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Opis

Laura, Eddy und Hope erwarten sehnsüchtig die Sommerferien. Doch ein unerwartetes Ereignis, der Raub einer Kiste mit historischem Inhalt, weckt die Abenteuerlust der drei Kinder und lässt sie ihre ursprünglichen Ferienerlebnisse vergessen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Kiste und lernen bei ihrem Vorhaben, Gott zu vertrauen. Ob sie herausfinden, was es mit der alten Kiste und ihrem historischen Inhalt auf sich hat und mit welchen schwierigen Problemen die drei zu kämpfen haben, das findet nun selbst heraus. Eine packende Geschichte, wie Laura lernt, mit ihren Freunden auf Gott zu vertrauen.

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EPUB
MOBI

Liczba stron: 108




Frei erfundene Geschichte, mit wahrheitsgemäßen Angaben.

Die Bibelzitate wurden der Lutherübersetzung in

der revidierten Fassung von 1984 entnommen.

Marion Brenner

Laura Wolkenstein

Verlag: epubli GmbH, Berlin

www.epubli.de

Umschlaggestaltung und Illustration Marion Brenner

1. Auflage 2016

ISBN 978-3-7375-5454-1

Laura

Wolkenstein

Drei Freunde

und

ein rätselhafter

Einbruch

Inhalt

1.Kapitel:Der Freitag vor Pfingsten

2. Kapitel:Umzug in ein neues Zuhause

3.Kapitel:Neue Freunde

4.Kapitel:Ein rätselhaftes Verbrechen

5.Kapitel:Der mysteriöse Besuch

6.Kapitel:Das geheime Zimmer

7. Kapitel:Das Versteck

8. Kapitel:Der Fremde

9. Kapitel:Reise in die Vergangenheit

10.Kapitel:Schloss Birkenstein

11.Kapitel:Verquarkt und zugenäht

12.Kapitel:Erwischt

13.Kapitel:Rettung in letzter Sekunde

14.Kapitel:Ein Sonntag wie kein anderer

15.Kapitel:Am Ende wird alles wieder gut

Kapitel 1

Der Freitag vor Pfingsten

Eswar der letzte Schultag und gleichzeitig ein Abschied von meiner Klasse. Meine Schwester Dina machte sogar Kakao und Kuchen für mich. So sollte der Abschied ein bisschen leichter werden. Umso näher der Nachmittag, desto trauriger wurde ich. Und nun der Abschied meiner besten Freundin Pauline. Seit der ersten Klasse waren wir unzertrennliche Freunde, keiner konnte einen Keil zwischen uns treiben. Meine Freizeit verbrachte ich am liebsten mit Pauline im Pferdestall meiner Großeltern. UnsereLeidenschaftgalt den Pferden und jede freie Minuteverbrachten wir mit Reiten. Es gab Leute, die dachten, uns gebe es nur im Doppelpack, deshalb machten sie sich gar nicht die Mühe, uns bei Namen zu rufen, sondern nannten uns „die Zwillinge“. Pauline verwechselte man immer mit mir und umgedreht. Ich vermisse sie schon jetzt. Sie hatte mir versprochen, so oft wie nur möglich mich zu besuchen.

Aber zunächst einmal ein paar Worte zu mir: Ich heiße Laura Wolkenstein, mein Spitzname ist „Pinsel“. In meiner alten Schule riefen sie mich alle Pinsel, wahrscheinlich wegen meiner wuscheligen Haare. Sogar die Lehrer machten sich ab und zu den Scherz, mich Pinsel zu nennen. Meine Augen sind nussbraun, die Haare lang und kastanienbraun. Ich bin zehn und komme nach den Sommerferien in die fünfte Klasse. Ich besitze ein eigenes Pony, das mir mein Papa als Erbe hinterließ, nachdem er an Leberkrebs verstarb. Da war ich gerade neun. Dieses Pony reite ich für mein Leben gern. Er taufte es „Astoria“. Sie ist eine kleine Schimmelstute, die beim Ausreiten immer die Erste sein will, und lebt auf dem Bauernhof meiner Großeltern.

Im Stall stehen noch drei andere Pferde: Tinka, ein ruhiges, gut erzogenes Schulpferd, was schon etwas älter ist, und die Palomino-Stute Crazy mit ihrem schwarzen Fohlen Pepper. Ich liebe diese Pferde! Meine große Schwester reitet auch und das kann ganz schön nervig sein. Sie kann nämlich alles besser und berichtigt mich immerbeim Reiten.

Für unsere Mama war es oft nicht so einfach nach dem Tod meines Papas. Sie musste sich nun um uns, den Haushalt und ihren Beruf ganz alleine kümmern. Unsere schulischen Sorgen kamen oft noch dazu. Ich bewundere sie heimlich. Sie liest täglich in der Bibel und sagt uns immer, wie wichtig es ist, Gottes Wort zu lesen, weil davon eine geheime Kraft ausgeht. Wenn man Jesus in sein Leben einlässt und sich zu ihm bekennt, hilft uns diese Kraft in jeder Lebenslage. Bis jetzt habe ich noch nicht so richtig verstanden, was sie damit meint, aber Hauptsache, sie weiß es.

Wenn ich daran denke, was ich verpasst hätte, wenn wir nicht umgezogen wären. Dann hätte ich vielleicht eine so unglaubliche Geschichte, ein so spannendes Abenteuer, dass selbst Oma Elsa und Opa Rudi es nicht glauben konnten, gar nicht erzählen können. Oma Elsa und Opa Rudi waren sprachlos, als ich ihnen bei ihrem Besuch in unserem neuen Heim davon erzählte.

Kapitel 2

Umzug in ein neues Zuhause

Am Pfingstwochenende war es dann endlich so weit. Der Umzugswagen stand sehr früh vor unserer Haustür. Oma Elsa und Opa Rudi waren schon sehr zeitig am frühen Morgen da, um beim Packen mitzuhelfen. Ich allerdings fand das doof und wollte nicht verstehen, warum der Umzug sein musste. Ich wäre viel lieber hier geblieben, wo wir mit Papa zusammen gelebt haben, den ich so sehr vermisse. Und mit Pauline, meiner besten Freundin, mit der ich so viel Zeit wie nur möglich verbringen wollte. Opa Rudi versuchte immer wieder mit mir ins Gespräch zu kommen, um mir dieSituation zu erklären, und streichelte mir dabei durch mein ungezähmtes Haar. Das aber war mir egal. Ich ließmeine Astoria und beste Freundin Pauline zurück! Für mich bis dahin undenkbar, ohne diese beiden in einem ganz anderen Ort zu wohnen. Astoria war dasEinzige, was mir von Papa noch blieb. Meine Mama versprach, sie nachzuholen, sobald wir in unserem neuen Zuhause Fuß gefasst hätten. Nachdem alles eingepackt und verstaut war, nahmen wir von unseren Großeltern Abschied.

Opa Rudi sagte: „Kopf hoch, Pinsel, ihr zieht nur aus der Stadt in ein Dorf, nicht in ein anderes Land.“

„Ja, das am anderen Ende der Welt liegt und zwar genau zweihundert Kilometer von meiner Astoria und Pauline entfernt“, murmelte ich enttäuscht und stützte bei diesen Worten meinen Kopf in die Handflächen.

Wir müssen umziehen, weil meine Mama einen neuen Arbeitsplatz hat. Sie ist von Beruf Telearbeiter, hat also viel mit Computer zu tun. Sie war froh, so schnell Arbeit gefunden zu haben nach dem Tod meines Papas. Ich verstand das schon. Sie hatte es ja erklärt. Da Papa nicht mehr bei uns ist, muss nun sie den Lebensunterhalt für unsere Familie verdienen. Was ich nicht verstehen wollte: dass wir da umziehen müssen. Mama konnte bestimmt auch von hier aus ihrer Arbeit nachgehen. Opa Rudi meinte, dass ich es später noch verstehen würde.

Also setzte ich mich in das Auto meiner Mama und war nun doch ein kleines bisschen gespannt auf mein neues Zuhause. Opa Rudi und Oma Elsa gaben sich ja die größte Mühe und erzählten, wie schön es dort sei und dass sie, sooft es nur geht, uns besuchen werden. Pauline versprach, jeden Samstag anzurufen und sich um Astoria zu kümmern, solange sie noch auf dem Hof meiner Großeltern steht.

Wir fuhren in unserem Auto dem Umzugswagen hinterher. Dreißig Kilo-meter vor unserem Ziel rasteten wir bei McDonalds. Das war wirklich eine gute Idee. Ich konnte meinen Bauch schon grummeln hören. Mama und meine Schwester Dina sprachen die ganze Zeit über das neue Zuhause, während ich noch mit Essen beschäftigt war. Ich konnte es nicht glauben, aber während sie sich so voller Vorfreude über das neue Heim unterhielten, steckten sie mich an. Nun war auch ich gespannt und merkte so ein kleines Kribbeln in meiner Bauchgegend.

Nach unserer Stärkung wurde ich immer zappliger und aufgeregter. Ich konnte es kaum noch erwarten, das Haus zu sehen, das Mama mit Opa Rudi zusammen erworben hat. Sie erzählten mir ja die ganze Zeit, wie schön das Haus und die Umgebung dort aussieht und dass es mir bestimmt gefallen würde. Einen Stall für Astoria gibt es dort auch. Sie beschrieb ihn mir sehr genau, sodass ich mich nun wirklich immer mehr darauf freute, unser neues Zuhause in Augenschein zu nehmen.

Kapitel 3

Neue Freunde

An einem Ortseingangsschild stand„Birkenstedt“. Endlich angekommen, dachte ich. Von diesem Ort wurde seit Wochen erzählt, es gab ja nur noch ein Thema, und das war Umzug, Arbeit, Birkenstedt. Während wir durch dieses Dörfchen fuhren, war ich überrascht, es sah überhaupt nicht wie ein Dorf aus. Die Häuser waren zwar klein, aber zu meiner Verwunderung gepflegt, mit kleinen Gärten, die an die einzelnen Häuser grenzten. Ein Dorf stellte ich mir anders vor. Ich dachte da an alte vergammelte Häuser, die bald in sich zusammenfallen, und an viel Gestank,der sich aus Kuhställen erhob. Aber das war nicht der Fall. Viel Grün und Vieh, was sich in Wiesen tummelte, gab es zu sehen.

Nun fragte ich jede Minute: „Wann sind wir da?“ Die Antwort war die gleiche wie schon ein paar Straßen zuvor. Da hatte Mama auch schon gesagt: „Noch ein bisschen Geduld, mein Schatz!”

Das Dorf war total verwinkelt und es gab viele kleine Gassen, durch die wir fuhren. Zweimal war es so eng, dass der Umzugswagen aufpassen musste, nicht irgendwo zwischen den Häusern stecken zu bleiben. Aber dann endlich blieb er auf der rechten Seite stehen. Da fuhren wir am Umzugswagen vorbei und bogen zügig links in eine Einfahrt ein, wo Mutter ruckartig das Auto anhielt.

„Wir sind da!”, sagte sie und schmunzelte dabei. Sogleich sprang ich aus dem Auto und rannte auf den Hof hinter dem Haus mit leicht rosarotem Anstrich. Eine riesige Wiese mit einem kleinen Nebengebäude wartete nur darauf, von Astoria bewohnt zu werden. Ich jubelte vor Freude, es war viel Platz für sie da. Sofort flitzte ich wieder vor, wo schon die Umzugshelfer dabei waren, alles ins Haus zu räumen und aufzustellen.

Das Haus war groß: mit zwei Etagen, unten ein Flur, der gleich mit Küche und Wohnzimmer verbunden war. Der Abstellraum wurde durch eine Tür zur Küche abgegrenzt, und der Keller befand sich eine Etage tiefer. Im Flur ging eine Holztreppe nach oben, wo ich mir mein eigenes Zimmer raussuchen konnte. Meine Schwester ließ mir sogar den Vortritt und nahm das Zimmer, was gegenüber von meinem lag. Eigentlich konnte ich mir das gar nicht erklären, da sie eine totale Zicke ist. WC und Bad waren getrennt. Fand ich super! Kein Warten mehr vorm Bad, wenn ich dringend mal pieseln musste. Meine Schwester Dina braucht ewig, um im Bad fertig zu werden. Sie benötigte jeden Morgen zwei Stunden oder mehr, um sich das Gesicht zu beschmieren und hinterher wie ein Zombie herum-zulaufen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass so was den Jungs gefiel.

Nach und nach füllte sich das Haus mit unseren Möbeln. Fünf Stunden später war alles fertig undes stand alles an Ort und Stelle, wo Mama es hin haben wollte. Nachdem die Umzugshelfer das Auto leer geräumt und im Haus alleMöbel aufgestellt hatten, verab-schiedeten sie sich und wünschten uns alles Gute im neuen Heim! Die Tür war zu und es sah aus wie auf einemSchlachtfeld, überall Kisten, Tüten und Kartons.

Ich wollte es mir gerade in meinem Zimmer gemütlich machen, als es an der Haustür klingelte. Schnell rannte ich zur Tür. Ein älteres Pärchen stand vor der Tür und begrüßte uns als neue Nachbarn. Sie hatten Blumen und Gebäck dabei. Den ganzen späten Nachmittag klingelte es noch. Jeder aus der Nachbarschaft kam mit Kuchen oder Blumen zur Begrüßung vorbei. Hope, die uns schon bei unserer Ankunft begrüßt hatte, stand nun mit ihrer Mama und einem großen Willkommens-kuchen vor unserer Tür. Dabei lernte ich auch gleich ihren Freund Eddy kennen, den sie im Schlepptau hatte.

Hope ist etwas größer, schlank, hat große braune Knopfaugen, die das Kesse in ihr zum Ausdruck bringen, und leicht gewelltes dunkles Haar, was ihr bis zur Schulter reicht. Eddy ist so groß wie ich, aber kräftiger, seine Haare sind hellblond und kürzer, die Augen sind dunkelblau und strahlen etwas Warmes und Vertrautes aus.

Wir wohnen inzwischen seit acht Wochen in Birkenstedt und mittler-weile besuche ich auch die neue Schule. Ich kam zu Hope und Eddy in die vierte Klasse, wo mich meine neue Lehrerin Frau Grube der ganzen Klasse vorstellte und prompt neben Hope setzte. Meine alten Freunde aus der Stadt vermisse ich kaum noch, außer Pauline natürlich.

Heute ist endlich der letzte Schultag, und alle freuten sich schon auf die Ferien. Doch vor dem Pausenklingeln gab es für alle noch Zeugnisse, die

schon darauf warteten, in Empfang genommen zu werden. Frau Grube gestaltete den letzten Tag besonderes schön und gab jedem das Gefühl, für sie wichtig gewesen zu sein. Nach unserer Verabschiedung warteten wir auf das ersehnte Pausenklingeln. Alle konnten es kaum erwarten. Und endlich ertönte die Klingel: Ferien!!

Alle waren begeistert, nur meine Freude hielt sich in Grenzen. Nicht nur weil das Zeugnis nicht so ausfiel, wie ich es wünschte. Nein, Ferien ohne Astoria und Pauline - das konnte und wollte ich mir nicht vorstellen. Außer Hope und Eddy kannte ich noch niemanden weiter. Und von Pferden verstand Hope leider genau so wenig wie ich von Mathematik. Nämlich nichts!

Ich hatte ja bis dahin noch nicht ahnen können, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde, und erzählte ihnen immer wieder von meinem Wunsch, Astoria bald wieder reiten zu können.

Ich habe mich schon öfter nach der Schule mit Eddy und Hope in deren Garten getroffen, wenn ich meine Hausaufgaben erledigt hatte und auch meiner Pflicht im Haushalt nachge-kommen war.

Die Eltern von Hope besaßen ein riesengroßes Grundstück mit einer Villa darauf, ein Erbstück ihrer Oma, wie sie mir im Vertrauen sagte. Außerdem ein Baumhaus, was ihr Papa selbst mit ihr zusammen gebaut hatte, worauf Hope sehr stolz war. Deshalb trafen wir uns auch immer öfter bei Hope. Ich fand das klasse, echt spitze. So auch an diesem Tag nach der Zeugnisausgabe.

Endlich Ferien! Ich konnte es kaum fassen, dass ich das Schuljahr geschafftund zwei neue Freunde, Hope und Eddy, dazu bekommen hatte.

Kapitel 4

Ein rätselhaftes Verbrechen

Das Abenteuer ließ auch nicht lange auf sich warten. Als Eddy und ich uns gerade von Hope verabschieden wollten, da passierte es. Zwei Polizeifahrzeuge mit Blaulicht kamen angerauscht. Wir