Wiedereinstieg in den Beruf - Jutta Schwarz - ebook

Wiedereinstieg in den Beruf ebook

Jutta Schwarz

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Opis

Welche Ansprüche habe ich nach der Familienpflegezeit? Welche Förderungen gibt es nach längerer Erkrankung? Möchte ich nach der Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten? Hier erhalten Sie alle Informationen, die Sie für Ihren Wiedereinstieg brauchen. Sie erfahren alles über die rechtlichen Rahmenbedinungen, wie Sie Unterstützer finden oder mit Lebenslauf und Anschreiben überzeugen.   Inhalte: - Sieben Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten - Rückkehr nach Elternzeit, Familienpflegezeit, Sabbatical oder längerer Krankheit - Rückkehr in Voll- oder Zeilzeit? - Kraft tanken für den Neubeginn - Bewerbungstipps für Wiedereinsteiger - Das Bewerbungsgespräch: Vorbereitung, im Gespräch, Nachbereitung

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Inhaltsverzeichnis

Hinweise zum UrheberrechtImpressumVorwortDie VorbereitungsphaseSind Sie bereit für einen Wiedereinstieg?Wie Sie sich innerlich wappnenDas Leben ist kein WettbewerbHören Sie auf zu grübeln – handeln SieEntkräften Sie negative ÜberzeugungenFühren Sie ein ErfolgstagebuchNach einer Auszeit für die FamilieKinderbetreuung organisierenKeiner ist unentbehrlichArbeitsteilung einführen und delegierenNehmen Sie sich und Ihren Wiedereinstieg wichtigZeitmanagementZeitfresser identifizierenEntwerfen Sie einen ZeitplanLegen Sie To-dos fest und setzen Sie PrioritätenVerabschieden Sie sich von allzu hohen AnsprüchenNach einer PflegephaseStellschraube: ArbeitszeitStellschraube: DelegationNach einer längeren ErkrankungRückkehr in den früheren JobWiedereinstieg mit einem neuen JobDer richtige EinstiegWiedereinstieg lightKurzfristige MitarbeitUrlaubs- und KrankheitsvertretungenPraktikaMinijobsTrainingsfeld: EhrenamtDie Vor- und Nachteile des Wiedereinstiegs lightDer Klassiker: TeilzeitModelle der TeilzeitarbeitInnovativ: JobsharingNach der Familiengründung: Teilzeit für beide PartnerDie VorteileDie NachteileDer fordernde Weg: Rückkehr in VollzeitDer mutige Weg: das eigene kleine UnternehmenUnternehmer in Teilzeit?Zehn Tipps für die SelbstständigkeitFlexibilität pur: HomeofficeIhre RechteWährend oder nach der Elternzeit„Gleichwertig“ heißt nicht „identisch“Arbeiten während der Elternzeit? Die Elternteilzeit macht`s möglichDie Teilzeit nach der ElternzeitWie Sie Teilzeit beantragenNach einem SabbaticalNach einer (Familien-)PflegezeitPflegezeit bis zu sechs MonateFamilienpflegezeit bis zu zwei JahreNachträgliches Verlängern möglichRecht auf vorzeitige Rückkehr?Keine Sorge um den JobNach einer längeren KrankheitsphaseDie WiedereingliederungWie wird das BEM eingeleitet?Wer ist am BEM beteiligt?Was sind die Ziele des BEM?Typische Maßnahmen eines BEMWas ist eine stufenweise Wiedereingliederung?Damoklesschwert KündigungWenn Ihre Krankheit zu einer Schwerbehinderung geführt hatUmschulung: wenn es künftig etwas anderes sein sollMehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch UmschulungWo und wie kann man die Förderung beantragen?Umschulung wegen einer KrankheitWeiter- und Fortbildung: besser werden im aktuellen BerufWelche finanziellen Hilfen gibt es?Finanzierung durch den ArbeitgeberWeiterbildung ohne Förderung?Der Antrag auf FörderungExkurs: Selbst ist die Frau bzw. der Mann – autodidaktisches LernenLernen via InternetIhre Ansprüche als ExistenzgründerGründungszuschussEinstiegsgeldWeitere FördermöglichkeitenAuf dem Weg zum neuen JobEntscheidungshilfenIhre FähigkeitenErfolgsbeispiele analysierenFeedback von anderen einholenAlte Tätigkeitsprofile durchforstenDie Fähigkeiten-ListeIhr Kompetenzprofil: Was sind Ihre wichtigsten Fähigkeiten?Ihre Lieblingsthemen und LeidenschaftenDer „Reality-Check“Vier Fragen, die Ihnen weiterhelfenDie Suche nach einer neuen HerausforderungDer offene StellenmarktPrintmedienStellen-Informations-Service (SIS) der ArbeitsagenturStellenbörsen im InternetDer verdeckte StellenmarktIhr Weg in den verdeckten StellenmarktBevor Sie sich bewerbenDie schriftliche BewerbungDer LebenslaufDie GliederungBerufliche StationenUmgang mit Lücken im LebenslaufUmgang mit einer FamilienphaseUmgang mit einer PflegephaseUmgang mit einer längeren ErkrankungDas AnschreibenDie FormalienSchreiben aus der ArbeitgeberperspektiveUnd die berufliche Pause?Die InitiativbewerbungDas BewerbungsfotoSicher durch das BewerbungsgesprächDie Einladung zum Gespräch ist da – und nun?Tipps zur effektiven GesprächsvorbereitungSchritt für Schritt zur Selbstpräsentation1. Teil: Ich bin …2. Teil: Ich kann …3. Teil: Ich will …Guter Auftritt – gute ChancenDer erste Eindruck zähltDer GesprächsverlaufBleiben Sie beim GeschäftlichenKopf hoch!Verknüpfen Sie Ihre Erfahrungen mit den gewünschten FähigkeitenBegeisterung steckt anKritische Fragen – geschickte AntwortenPositiv in Erinnerung bleibenDie AutorinJutta SchwarzWeitere LiteraturStichwortverzeichnisArbeitshilfen online
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Hinweis zum Urheberrecht

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print: ISBN: 978-3-648-09423-5 Bestell-Nr.: 10731-0001ePub: ISBN: 978-3-648-09424-2 Bestell-Nr.: 10731-0100ePDF: ISBN: 978-3-648-09425-9 Bestell-Nr.: 10731-0150

Jutta Schwarz Wiedereinstieg in den Beruf1. Auflage 2017, Freiburg

© 2017, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Munzinger Straße 9, 79111 FreiburgRedaktionsanschrift: Fraunhoferstraße 5, 82152 Planegg/MünchenTelefon: (089) 895 17-0Telefax: (089) 895 17-290Internet: www.haufe.deE-Mail: [email protected]: Jürgen Fischer

Konzeption, Realisation und Lektorat: Nicole Jähnichen, www.textundwerk.de

Satz und Druck: Beltz Bad Langensalza GmbH, Bad LangensalzaUmschlag: Kienle gestaltet, Stuttgart

Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe (einschließlich Mikrokopie) sowie der Auswertung durch Datenbanken oder ähnliche Einrichtungen, vorbehalten.

Vorwort

Die Gründe, warum sich Menschen eine Auszeit von ihrem Job nehmen, sind vielfältig. Oft tun sie das aus freien Stücken, so z. B., wenn Nachwuchs kommt, oder im Rahmen eines Sabbaticals. Häufig ist die Auszeit eher eine Zwangspause, so z. B., wenn sie selbst oder ein Angehöriger erkranken oder wenn sie ihre Arbeit verlieren. So verschieden die Ursachen für eine Pause sind, so ähnlich sind die Gefühle, wenn es um den Wiedereinstieg in den Beruf geht. Die Vorfreude auf die neue Herausforderung ist begleitet von Unsicherheit und Zweifeln: Ist der aktuelle Beruf noch der richtige? Bin ich noch auf dem neuesten Stand? Wie organisiere ich mich? Wie gehe ich mit der Lücke im Lebenslauf um? Drohen Schwierigkeiten vom alten Arbeitgeber? Gibt es Hilfe vom Staat?[2]

Dieser TaschenGuide unterstützt Sie dabei, Zweifel aus dem Weg zu räumen. Er zeigt, welche Wege und Strategien es gibt, ins Berufsleben zurückzukehren. Sie erfahren, wie Sie sich nach einer Auszeit erfolgreich bewerben und was Sie alles tun können, um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Viel Erfolg bei Ihrem Wiedereinstieg wünscht Ihnen

Jutta Schwarz

Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem TaschenGuide hauptsächlich die männliche Ansprache verwendet.

Die Vorbereitungsphase

Der Wiedereinstieg in den Job ist eine aufregende Angelegenheit. Damit daraus keine Bauchlandung wird, sondern ein Sprungbrett in eine erfolgreiche berufliche Zukunft, sollten Sie ihn so gut wie möglich vorbereiten.

In diesem Kapitel erfahren Sie u. a., wie Sie

herausfinden, ob Sie bereit sind für den Neuanfang,

sich selbst stark machen für den Wiedereinstieg,

Ihr Familienleben optimal organisieren.

Sind Sie bereit für einen Wiedereinstieg?

Gründe, warum Menschen eine Auszeit vom Job nehmen, gibt es viele. Einige von ihnen basieren auf der eigenen Entscheidung, so z. B. bei der Elternzeit oder einem Sabbatical. Andere wiederum sind äußeren Umständen geschuldet, so z. B. wenn wir den Job verlieren, weil der Arbeitgeber insolvent ist, oder weil wir schwer krank werden. So vielfältig die Ursachen für einen Ausstieg sind, eines ist ihnen allen gemein: Die Zäsur, die die Aufgabe eines Jobs mit sich bringt, ist immer eine große Veränderung im Leben eines Menschen. Das gleiche gilt, wenn es danach um einen Neustart geht. Auch dieser bedeutet meist größere Umwälzungen.[3]

Beispiel

Anna Meier hat zwei Kinder, drei und fünf Jahre alt. Seit der Geburt ihrer ältesten Tochter hat sie nicht mehr in ihrem Job als Grafikdesignerin gearbeitet. Nun, nachdem beide Kinder im Kindergarten sind, will sie wieder ins Berufsleben einsteigen und ihr eigenes Geld verdienen. Ihr Mann unterstützt sie bei diesen Überlegungen. Anna zögert jedoch noch: Bekommt sie Kinder und Arbeit unter einen Hut? Hat sie eine Chance, irgendwo in Teilzeit zu arbeiten?

Arne Schäfer hat sich nach einem drohenden Burn-out ein Jahr Auszeit von seinem stressigen Job als Sales Manager genommen. Das Sabbatical geht nun langsam zu Ende und Arne kommt immer mehr ins Grübeln, ob er seinen alten Beruf überhaupt noch ausüben will. Soll er zurückkehren ins Unternehmen, wo man ihm netterweise seinen Job freigehalten hat, oder sich doch lieber ganz anders orientieren?

Wie bei jeder anderen großen Veränderung geht ein geplanter Neustart ins Berufsleben einher mit positiven, aber auch negativen Gefühlen. Auf der einen Seite fragen wir uns verunsichert, ob wir noch gut oder belastbar genug sind für den Arbeitsalltag. Wir spüren Aufregung und Nervosität, haben vielleicht sogar Schuldgefühle gegenüber unseren Kindern oder den zu pflegenden Angehörigen, die wir in die Obhut von Fremden geben. Auf der anderen Seite stehen Vorfreude und Erleichterung, endlich wieder selbst Geld zu verdienen oder „rauszukommen“ aus den eigenen vier Wänden. All diese Emotionen arbeiten in uns und beeinflussen unsere Entscheidung.[4]

Neben diesen emotionalen Faktoren, die in uns wirken, gibt es zahlreiche äußere Aspekte, die bei der Frage, ob und wie wir den beruflichen Neuanfang wagen, eine Rolle spielen können.

Beispiele für äußere FaktorenArbeitsmarktsituation: Welche Jobs stehen zur Verfügung? Rückkehr in den alten Job möglich?Eigene finanzielle Situation / ErfordernisseFamiliäre Situation: Ist die Kinderbetreuung / Betreuung für pflegebedürftige Eltern gesichert?Gesundheit und BelastbarkeitUnterstützung durch Partner, Arbeitsteilung zu HauseWiderstand in der Familie bzw. im Bekanntenkreis

Sie sehen daran: Meist handelt es sich um eine komplexe Entscheidung, da viele Faktoren miteinander abzuwägen und zu handhaben sind. Einige Aspekte sind variabel und lassen sich ändern, andere stehen fest und sind außerhalb Ihrer Einflussmöglichkeit.

Wichtig

Auch wenn Menschen dazu neigen, ihre Situation als sehr begrenzt wahrzunehmen: Die Erfahrung zeigt, dass wir oft viel mehr Möglichkeiten haben, als wir denken.[5]

Eine ehrliche Analyse Ihrer aktuellen Situation ist der erste Schritt, um eine tragfähige Entscheidung zu einem Wiedereinstieg in den Job treffen zu können. Sie sollten sich zunächst darüber klarwerden, ob Sie selbst dazu bereit sind, neu zu beginnen. Sind Sie sich sicher, dass die Signale hier auf grün stehen, geht es um die äußeren Faktoren. Auch diese gilt es zu berücksichtigen, damit Ihr Neuanfang ein Erfolg wird. Die folgenden Checklisten helfen Ihnen dabei, über all das nachzudenken.

Reflexion: Innere FaktorenFühlen Sie sich körperlich fit, beruflich durchzustarten?Langweilen Sie sich (manchmal) in Ihrer momentanen Situation und sehnen Sie sich nach neuen Aufgaben?Verbinden Sie mit dem Wiedereinstieg in den Beruf positive Gefühle wie Vorfreude und Lust?Trauen Sie es Ihrem Umfeld zu, mit der neuen Situation umzugehen?Wenn Sie sich um Kinder bzw. pflegebedürftige Angehörige kümmern: Können Sie sich entspannen, wenn andere Menschen auf Ihren Nachwuchs aufpassen oder Ihren Angehörigen betreuen?Sind Sie bereit, Ihren Partner bzw. andere Familienmitglieder oder Freunde stärker miteinzubinden und zu verpflichten, um den Alltag zu bewältigen?Ist es für Sie klar, welche Tätigkeit Sie künftig ausüben wollen? Trauen Sie sich diese Tätigkeit zu? Wollen Sie zu Ihrem alten Arbeitgeber zurückkehren?
Reflexion: Äußere FaktorenUnterstützt Ihr Umfeld Sie bei Ihren Plänen?Würde sich Ihre finanzielle Situation deutlich verbessern, wenn Sie wieder arbeiteten?Wenn Sie sich um Kinder bzw. pflegebedürftige Angehörige kümmern: Haben Sie eine zuverlässige Betreuungsmöglichkeit, der Sie das notwendige Vertrauen schenken?Können Sie zu Ihrem alten Arbeitgeber zurückkehren?Wie stehen die Chancen für Ihren Wiedereinstieg im alten Beruf auf dem Arbeitsmarkt? Ist eine Neuorientierung erforderlich?[6]

Können Sie die auf Sie zutreffenden Fragen mit Ja beantworten, sind die Weichen für einen erfolgreichen Wiedereinstieg gestellt. Falls Sie bei einigen Punkten noch unsicher sind, sollten Sie sich auf deren Lösung konzentrieren. Wie mögliche Lösungsstrategien aussehen können, lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

Wichtig

Natürlich gibt es – je nach Situation – unzählige weitere Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen können. Finden Sie sie gemeinsam mit Ihrer Familie oder mit Freunden heraus.

Wie Sie sich innerlich wappnen

Insbesondere nach einer langen Pause ist der Wiedereinstieg ins Berufsleben eine große Herausforderung. Je länger es her ist, dass man in der Job-Welt mitmischte, desto schwerer und verunsichernder ist der Schritt zurück. Jede größere Veränderung ist immer auch begleitet von Angstgefühlen. Schaffen wir es, die Herausforderung zu meistern? Wird es uns gelingen, uns in den Kollegenkreis zu integrieren? Kommen wir mit dem Chef klar? Können wir uns alles Neue schnell aneignen? Zweifelnde Gedanken wie diese gehören in der Phase des Übergangs dazu. Den besten Umgang damit finden Sie, wenn Sie akzeptieren, dass es nicht leicht werden wird. Wie Sie sich zusätzlich innerlich stärken können, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.[7]

Das Leben ist kein Wettbewerb

Ihrer Nachbarin gelingt scheinbar alles mühelos: Sie hat eine steile Karriere hingelegt, die Wohnung ist tipptopp aufgeräumt und sie ist auch noch sportlich und immer bestens gelaunt? Wir Menschen neigen dazu, uns permanent mit anderen zu vergleichen. Dies führt dazu, dass wir uns selbst oftmals zu kritisch wahrnehmen und uns unzulänglich fühlen. Das wiederum nagt an unserem Selbstbewusstsein, das wir so dringend für die neue Herausforderung brauchen. Machen Sie sich klar, dass Vergleiche nicht zielführend sind. Das Leben des einen Menschen ist mit dem des anderen so vergleichbar, wie es Äpfel mit Birnen sind: gar nicht. Stoppen Sie die schädlichen Denkmuster ganz bewusst. Das funktioniert mit der folgenden Mentaltechnik.

Die ScherenübungStellen Sie sich immer dann, wenn Sie sich mit anderen vergleichen, eine große, glänzende Schere vor. Schneiden Sie den Vergleich zwischen sich und Ihrer Vergleichsperson ganz bewusst durch, als ob Sie eine Schnur kappten.Beispiel: Ihre Freundin hat keine Kinder, ist Single und geht jeden Abend in ein neues hippes Lokal? Sie dagegen sitzen zu Hause vor einem Riesenberg Bügelwäsche, bevor Sie hundemüde vom durchgetakteten Alltag ins Bett fallen? Holen Sie die Schere heraus: Schnipp – schnapp! Trennen Sie Ihre Situation von der Ihrer Freundin.

Gönnen Sie ganz bewusst anderen ihre Erfolge und Vorteile, ohne sie ihnen zu neiden – das befreit! Bleiben Sie „bei sich“. Freuen Sie sich über die schönen Dinge in Ihrem Leben und wertschätzen Sie diese ganz bewusst.[8]

Hören Sie auf zu grübeln – handeln Sie

Andere messen uns letztlich an unseren Taten, nicht an unseren Worten. Und auch wir selbst funktionieren nach diesem Prinzip: Es gibt eine enge Beziehung zwischen unserem Selbstwertgefühl und unseren Handlungen. Je mehr wir die Dinge aktiv angehen, desto mehr wächst unser Selbstwertgefühl. Versuchen Sie daher, in Bewegung zu kommen, zu handeln. Machen Sie kleine, überschaubare Schritte aus Ihrer Komfortzone heraus in Richtung Ihrer Ziele.

Entkräften Sie negative Überzeugungen

Viele Menschen plagen sich mit ihrem inneren Kritiker herum. Der innere Kritiker resultiert aus Überzeugungen, die wir in unserer Kindheit gefasst haben, weil sie uns unser Umfeld vermittelt hat. Als Erwachsene reflektieren wir sie nicht, weil sie schon immer da waren, auch wenn sie falsch oder mittlerweile völlig überholt sind. Der innere Kritiker bombardiert uns mit diesen Überzeugungen: „Du bist total unfähig“, „Du kannst das nicht“, oder: „Wer will dich schon einstellen!“

Wer sich mit diesem Kritiker auseinandersetzt, kann solche negativen und in ihrer Pauschalität meist falschen Überzeugungen entkräften. Dazu gilt es zunächst, die inneren Überzeugungen zu identifizieren. Was sagt Ihr innerer Kritiker zu Ihnen, wenn Sie Neues vorhaben? Welche Ängste schürt er?