Rhetorik eBook active - Peter Flume - ebook

Rhetorik eBook active ebook

Peter Flume

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59,99 zł

Opis

Bei Reden und Vorträgen mit Inhalt und Stil überzeugen: Nutzen Sie die Lese-, Touch- und Hör-Möglichkeiten des eBook active "Rhetorik", um Ihre Zuhörer mit Redeinhalt und -stil zu gewinnen. Die akustische Unterstützung bringt Ihnen schnelle Lernerfolge, die im Gedächtnis bleiben. Das eBook wurde beim German Design Award 2017 mit dem Prädikat "Special Mention" im Bereich "Communication Design / Books and Calendars" ausgezeichnet. Young Professionals und Profis trainieren mit jedem eBook active wichtige Schlüsselqualifikationen, wie z.B. Englischkenntnisse, Gesprächsführung und Rhetorik oder das Verhalten in Vorstellungsgesprächen. Mit eBook active lernen Sie intuitiv durch Audiodialoge, anschließende Bewertungen, Expertentipps und die praktische Notizfunktion. Holen Sie sich die multimediale Wissensvermittlung auf Ihr Tablet.   Inhalte: - Lesen, hören - reden! - Sich einer Gruppe präsentieren - Einen komplexen Inhalt vermitteln - Überzeugend argumentieren - Pro & Contra - Mit der Stimme überzeugen - Rhetorische Stilmittel - Die Sinne ansprechen - Von Monolog und Dialog - Wenn's hart auf hart kommt - Going live - Alle Reden mit Expertenbewertung als Audio-Datei  Systemvoraussetzungen: eBook active ist für das Lesen auf dem iPhone/iPad optimiert. Darstellung und Funktionalität der eBooks können auf anderen Endgeräten abweichen. Interaktive Elemente und Audioausgabe werden auf anderen Endgeräten ggf. nicht unterstützt.

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EPUB
MOBI

Liczba stron: 128




Rhetorik

Peter Flume

1. Lesen, hören – reden!

In diesem E-Book finden Sie Reden von unterschiedlichen Personen – in Situationen, wie sie in der beruflichen Praxis immer wieder vorkommen. An diesen Beispielen – guten wie schlechten – können Sie nachvollziehen, wie Rhetorik wirkt. Eine lebendige Rede lebt nicht vom Text oder Inhalt allein. Auch das nonverbale Verhalten – Pausen, Tonfall oder eine effektvolle Betonung – trägt entscheidend dazu bei, wie ein Redner bei seinem Publikum ankommt. Hören Sie sich daher die Reden in 21 Audio-Dateien an, die ins E-Book integriert sind.

Unser Rhetorikexperte kommentiert die wichtigsten Passagen jeder Rede. So erkennen Sie schnell, welche Wege zum Erfolg führen. Vergleichen Sie diese Reden mit denen, die Sie in Ihrer Praxis zu hören bekommen, und Sie werden feststellen, dass Ihnen immer wieder die gleichen Fehler begegnen. Im Anschluss ist es an Ihnen, diese Fehler zu vermeiden. Auch dazu finden Sie in diesem E-Book praktische Tipps und Hintergrundinformationen.

Am schnellsten kommen Sie zum Erfolg, wenn Sie sich selbst auch hören. Machen Sie es sich daher zur Gewohnheit, Ihre eigenen Reden mitzuschneiden und anschließend – parallel zu den Beispielen im Buch – zu analysieren. Anhand dieses Leitfadens werden Sie Ihre eigenen Vorträge oder Präsentationen zunehmend nach erarbeiteten Kriterien einschätzen können und nicht mehr nur aus dem Bauch heraus.

Und noch ein Tipp vorab: Möglicherweise verspüren Sie derzeit vor einer Rede noch ein hohes Maß an Unsicherheit, möglicherweise sind Sie sehr gewissenhaft und wollen es hundertprozentig richtig machen und möglicherweise haben Sie sich gerade aus diesem Grund dieses E-Book gekauft – um sich erst einmal in aller Ruhe auf Ihre künftigen Reden vorzubereiten. Möglicherweise wird Ihnen aber diese intensive Vorbereitung gar nichts helfen, wenn Sie sich nicht bald der Live-Situation stellen. Wenden Sie also Ihre praktischen Kenntnisse gleich an, noch während Sie dieses E-Book anhören und lesen. Vergleichen Sie Ihre Reden mit denen in diesem E-Book, schreiten Sie von Kapitel zu Kapitel fort. Und setzen Sie sich nicht den Maßstab, den der Autor an seine „Buchhelden“ am Ende ihrer Erfahrungs- und Entwicklungskette anlegt, gleich zu Beginn Ihrer Redelaufbahn an sich selbst an.

Die Rhetorik ist die Kunst des gesprochenen Wortes, sprechen Sie daher so viel und so früh wie möglich zu einem Publikum und entwickeln Sie sich gemeinsam mit den Helden dieses E-Books.

So geht’s: Lernen durch Interaktion

Durch Lesen, Hören und Interaktion erfahren Sie, dass es darauf ankommt, was Sie sagen, aber auch, wie Sie es sagen. Folgende Icons und Funktionen werden Ihnen in jedem Kapitel begegnen:

Hier können Sie die Rede als mp3-Datei anhören.

Hier ist Ihre Meinung gefragt: Wie beurteilen Sie die Rede? Anschließend erhalten Sie Rückmeldung, ob Sie richtig oder falsch lagen: Unser Experte analysiert die Rede.

Hier lesen Sie im Detail nach, was genau in der Rede schief oder gut gelaufen ist und warum.

Hier können Sie praktische Handlungsanleitungen als PDF downloaden.

Hier können Sie eigene Notizen erstellen: Was war Ihnen wichtig, was möchten Sie nicht vergessen, wo haben Sie Handlungs- oder Fortbildungsbedarf? Die Notizen werden im E-Book gespeichert.

Immer wenn Sie dieses Icon sehen, können Sie auf den danebenstehenden Text tippen: Es öffnet sich ein Pop-up-Fenster mit weiteren Informationen.

Umsetzungs- und Hintergrundwissen

Nach den Reden, Ihrer Einschätzung und dem Feedback des Experten folgen in jedem Kapitel praktische Tipps sowie Fakten und Hintergründe zur Vertiefung.

Checklisten zum Download

Alle im E-Book enthaltenen Checklisten und Anleitungen können Sie als PDF downloaden. Klicken Sie hierzu auf den angegebenen Link und geben Sie auf der Website den Buchcode ein.

Website: www.haufe.de/arbeitshilfen Buchcode: B73-D7ZP

Screenshot der Website: Auf der Website finden Sie die Checklisten zu unterschiedlichen E-Books, nach Titeln sortiert.

Inhalte im eBook zurücksetzen

Hier können Sie die von Ihnen durchgeführten Bewertungen und gespeicherten Notizen zurücksetzen. Das eBook wird dann wieder in den Ausgangszustand zurückgesetzt. Bitte bedenken Sie, dass dieser Vorgang nicht rückgängig gemacht werden kann.

Bewertungen zurücksetzen

Wirklich? Bitte noch einmal tippen!

Bewertungen wurden zurückgesetzt.

Notizbücher zurücksetzen

Wirklich? Bitte noch einmal tippen!

Notizen wurden entfernt.

2. Sich einer Gruppe präsentieren

Ob auf einem Seminar oder in einer Runde mit potenziellen Geschäftspartnern – sich einer neuen Gruppe vorzustellen, treibt Wenigrednern immer wieder die Schweißperlen auf die Stirn: „Was sage ich nur? Was ist wichtig? Was lasse ich besser weg? – Was interessiert die anderen überhaupt?“ Steht der unbeschlagene Redner dann vorn, ist sein Kopf wie leer gefegt, und die guten Vorsätze sind am Horizont verschwunden. Er passt sich an die Worte und Inhalte seines Vorgängers an und verschenkt somit die Chance, einen individuellen und positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Aber hören wir uns einmal an, wie solche Vorstellungsreden klingen können – im Rahmen eines Rhetorikseminars.

Rede 1: Bloß schnell vorbei

Zu Beginn seines Rhetorikseminars fragt der Trainer in die Runde, wer sich vor der Gruppe als Erstes vorstellen möchte. Zunächst herrscht betretenes Schweigen. Dann jedoch steht Christian Hurtig auf, um die Sache so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. In den Händen hält er seine Notizen, die er während seiner Rede nicht einmal benutzen wird. Noch bevor er vorne angekommen ist, beginnt er schnell und atemlos zu sprechen.

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Beurteilen Sie die Rede

Was fällt Ihnen an Christian Hurtigs Auftritt am meisten auf?

Hurtig ist sehr nervös.

Er ist völlig unstrukturiert.

Er hätte einfach mal auf seine Notizen schauen sollen.

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

Ja, ganz offenkundig bedeutet freies Sprechen für ihn Stress.

Die Tatsache, dass Christian Hurtig als Erster aufsteht, ist ihm positiv anzurechnen. Dennoch hinterlässt er einen unsicheren Eindruck – ein Auftritt ohne Ausstrahlung. Für Christian Hurtig bedeutet freies Sprechen ganz offenkundig Stress. Sein gesamter Auftritt wirkt überhastet und unstrukturiert. Sein frühzeitiges Sprechen, sein versteckter Standplatz und sein schneller Abgang machen deutlich, wie unangenehm ihm die Situation ist. Seine schnelle und atemlose Sprechweise bringt ihn ins Stocken. Die Hektik verhindert, dass er sein Konzeptpapier nutzt.

Stimmt, aber der Grund, warum er das nicht getan hat, sind Hektik und Stress.

Detailanalyse der Rede zur Vertiefung

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Noch bevor er vorne angekommen ist, beginnt er schnell und atemlos zu sprechen.Analyse

Indem Herr Hurtig seine Rede beginnt, bevor er wahrgenommen werden kann, Blickkontakt aufgebaut oder gar eine Spannungspause eingefügt hat, erreichen seine Worte nicht alle Teilnehmer. Einige sind noch mit ihren Unterlagen beschäftigt, andere unterhalten sich mit dem Nachbarn. Die Konsequenz: Herr Hurtig begegnet einer desinteressierten Zuhörerschaft. Ausgelöst hat er diese Reaktion jedoch selbst.

Hurtig: Ja, dann also erst einmal guten Morgen. Ich fange dann mal als Erster an. Mein Name ist Christian Hurtig. Ich bin seit sechs Jahren bei einem großen Industrieunternehmen beschäftigt.Analyse

Obwohl das Ziel ist, sich selbst vorzustellen, liefert der Kandidat seinem Publikum unvollständige Informationen. Bei welchem Unternehmen ist er beschäftigt? Welche Gruppe leitet er? Zudem überholt er sich mit seinem hohen Sprechtempo selbst in seinem Gedankenfluss. Es kommt zu den von ihm verwendeten „Ähs“ und grammatikalisch bedenklichen Sätzen.

Jetzt bin ich gerade Gruppenleiter geworden und äh … ja, da muss ich auch immer wieder Reden halten, in solchen Teamsitzungen, und äh … ja, da hat mein Chef gemeint, ein Rhetorikseminar, das wär’ vielleicht was für mich. Ja, so, das war’s.

Christian Hurtig geht schon wieder zu seinem Platz.

Ein Teilnehmer: Und Ihr Ziel für dieses Seminar, Herr Hurtig?

Hurtig(bleibt stehen): Ach so, ja, äh … ich erwarte mir einfach mehr Sicherheit oder eben zu lernen, wie man so eine Rede aufbaut. Ja (kurze Pause), das und ach ja! … Eigentlich wollte ich noch sagen, dass ich verheiratet bin und zwei kleine Kinder habe.Analyse

Zu allem Unglück hat Herr Hurtig seine Ansprache auch noch so schlecht geordnet, dass ihm vermeintlich wichtige Informationen nicht einfallen und ohne Nachfrage ganz unterschlagen worden wären.

Aber … ja gut. Das war’s jetzt wirklich.

Rede 2: Ich bin gut

Unmittelbar nach Christian Hurtig tritt Dieter Stern nach vorn. Ruhig stellt er sich in die Mitte, schaut erst den Trainer, dann eine attraktive Teilnehmerin, Tamara Leise, an. Nach einer dramatischen Pause eröffnet er.

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Beurteilen Sie die Rede

Was fällt Ihnen an Dieter Sterns Auftritt auf?

Er wirkt arrogant und dominant.

Er greift gleich zu Beginn den Trainer an. Ganz schlechter Zug!

Selbstischer, strukturiert, persönlich – perfekt.

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

Ja, mit seinem dominanten Auftritt versucht Dieter Stern, sich in die Rolle des „Alpha-Männchens“ zu spielen. Dabei schätzt er die Situation falsch ein und verstößt gegen das Gesetz der Angemessenheit. Seine zur Schau getragene Arroganz fordert die Ablehnung geradezu heraus. Keine gute Basis, sollte sein Anliegen sein, die Teilnehmer von sich und seiner Sache zu überzeugen.

Ja, er macht gleich zu Beginn den vermeintlich stärksten Gegner aus und greift ihn an, ohne dessen wahre Stärke überhaupt einschätzen zu können.

Nein, auch wenn Dieter Stern im Vergleich zu Christian Hurtig wesentlich selbstsicherer auftritt, so spricht auch er die Gruppe nicht optimal an. Er stellt sich mit seinem Auftritt über seine Zuhörer und signalisiert Verachtung für alle, die in der Hierarchie unter ihm stehen.

Detailanalyse der Rede zur Vertiefung

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Stern: Guten Morgen, meine Damen, meine Herren. Obwohl erst 28 Jahre jung, bin ich bereits Geschäftsführer der W & S Agentur. Wir sind die Agentur unter den Duisburger Werbeagenturen. Die letzte Kampagne, die, nebenbei gesagt, ein absoluter Renner war und dieses Jahr Chancen in Cannes hat, kennt jeder von Ihnen: „1 Euro für 'ne Latte.“ Na, schon gehört, oder? Und – na ja, ich will mich ja nicht loben, aber da haben unsere Kreativen schon gestaunt, als ich ihnen den Slogan präsentiert habe.Analyse

Allein hier unterlaufen Dieter Stern mehrere gravierende Fehler: Er versucht zunächst, tiefzustapeln, um dadurch – wie er es vermutlich auf einem anderen Rhetorikseminar gelernt hat – seine Leistungen noch deutlicher zu unterstreichen. Er verwendet die Verallgemeinerung „kennt jeder“, womit einige Zuhörer mit Sicherheit ausgegrenzt werden. Schließlich setzt er sein Publikum mit der Frage „Na, schon gehört?“ unter Druck, schwächt aber gleichzeitig seine Position, weil einige allein schon aus Protest nicht zustimmen werden. Als Höhepunkt setzt er sein Können in Bezug zu dem seiner Mitarbeiter – durch diese Geringschätzung bringt er sich menschlich endgültig ins Abseits zu stellen.

Nun zum zweiten Teil der Aufgabenstellung. Ich habe ja bereits etliche Rhetorikseminare hinter mir. Letztlich braucht man natürlich auch Talent, um … ja, ein guter Redner zu werden. Und ich möchte einfach mal hören, ob es vielleicht noch was Neues gibt, obwohl mich das ehrlich überraschen würde. Aber, haha, man lernt nie aus.Analyse

Auch in seinem zweiten Redeabschnitt macht sich Dieter Stern Feinde. In diesem Fall greift er den Trainer zu einem Zeitpunkt an, zu dem er dessen Status und dessen Fähigkeiten noch kaum beurteilen kann. Damit setzt er sich dem Risiko eines Machtkampfes aus, ohne die begründete Gewissheit zu haben, diesen auch gewinnen zu können.

So, hat noch jemand eine Frage?Analyse

Zum Abschluss versucht er, das Publikum einzubeziehen. Aber nach so einem Vortrag dürfte er kaum mit wohlwollenden Fragen rechnen.

Ein Teilnehmer: Können Sie uns Ihren Namen noch verraten?

Rede 3: Im Kontakt zum Publikum

Als eine der Letzten aus der Runde stellt sich Tamara Leise vor.

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Beurteilen Sie die Rede

Was fällt Ihnen an Tamara Leises Vorstellung auf?

Sie spricht viel zu leise und zu monoton.

Sie provoziert den Einwurf des Stauseegegners geradezu.

Sie geht gut auf die Zuhörer ein und wendet die kritische Situation zum Guten.

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

Ja, sie spricht zu leise und hebt sich mit ihrem Einstieg nicht von den Vorrednern ab. Damit ermüdet sie die Gruppe. Aber insgesamt hinterlässt sie doch einen positiven Eindruck.

Ja, die von ihr formulierte Vorannahme über den Grund der Unruhe im Publikum provoziert eine kritische Situation. Insgesamt trotzdem: Respekt!

Sie zollt ihren Zuhörern hohe Aufmerksamkeit und ist daher in der Lage, auf Störungen individuell einzugehen. Indem sie ihren offensichtlichen „Gegner“ als „Unterstützer“ einbindet, befreit sie sich aus der potenziell schwierigen Konfliktsituation. Fehler macht sie trotzdem.

Detailanalyse der Rede zur Vertiefung

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Leise:Nun auch von mir ein Guten Morgen. Mein Name ist Tamara Leise, und ich habe mich zu dieser Veranstaltung angemeldet, weil ich im Gegensatz zu anderen Teilnehmern noch nie an einem Redeseminar teilgenommen habe und hoffe, von wirklich erfahrenen Leuten zu lernen.Analyse

Frau Leise verwendet die gleiche Begrüßungsformel wie die Mehrzahl der Teilnehmer vor ihr. Damit verstärkt sie den Eindruck, dass nun nichts Neues mehr kommen wird. Hinzu kommt ihre verhaltene Stimme – spätestens jetzt wird sie die ersten Zuhörer verlieren. Allerdings gewinnt sie, als sie kokett eine kleine Spitze auf Dieter Stern abfeuert: „von wirklich erfahrenen Leuten“.

Genau, denn seit kurzem bin ich in der PR-Abteilung von Global Electric beschäftigt …

Leise:Sie kennen unser Unternehmen aus der Presse?Analyse

Auf die Unruhe in der Gruppe reagiert Tamara Leise mit einer Frage – ein guter Impuls. Allerdings geht sie von einer Grundannahme aus, die dem Zuhörer in diesem Fall keine andere Wahl lässt, als zu widersprechen. So wird sie plötzlich stellvertretend für das Handeln ihres Unternehmens angegriffen.

Teilnehmer: Nee, nicht aus der Presse. Ich war neulich bei einer Veranstaltung, da ging es um den Werdenbach-Stausee. Ich bin einer von den Betroffenen, die dann, wie heißt es so schön, umgesiedelt werden müssen.

Leise: Oh, das tut mir Leid, ja … Aber genau darum geht es, an dem Abend, da war ich auch dabei – allerdings nur als Zuhörerin, denn ich werde künftig selbst solche Veranstaltungen durchführen und will mich darauf vorbereiten. Vielleicht können Sie mir ja helfen, damit ich nicht so verrissen werde wie mein Kollege in Werdenbach.Analyse

Statt lediglich ihr Mitgefühl auszudrücken – wie sie es, nachdem sie sich gesammelt hat, auch macht – versucht sie, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Ihre Worte werden dabei noch von ihrer Körpersprache unterstrichen. Glücklicherweise gelingt ihr eine positive Wende, als sie den Teilnehmer als Coach einbindet und damit von der Stausee-Diskussion wieder auf die gemeinsame Seminar-Situation zurückkehrt.

Rede 4: Selbstsicher und konkret

Als Letzter erhebt sich Rüdiger Macht. Mit einem Blick in die Gesichter überzeugt er sich davon, dass alle ihm ihre Aufmerksamkeit widmen. Dann eröffnet er seine Vorstellung.

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Beurteilen Sie die Rede

Wie bewerten Sie Rüdiger Machts Auftritt?

Viel zu lange Sätze.

Das Anfangszitat ist eine hervorragende Idee.

Insgesamt souverän und sehr gelungen.

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

So bewertet der Experte

Nein, nur ein Satz in der Mitte ist zu lang und zu verschachtelt: „Da Teil der Übernahmevereinbarung …“

Ja, das Anfangszitat hebt ihn deutlich von seinen Vorrednern ab. Und er schließt seine Kurzrede mit einem Bogen zum Anfang – wirkungsvoll.

Durch das Zusammenspiel der Stilmittel hinterlässt der Kurzvortrag trotz der Schwäche im Mittelteil einen souveränen und korrekten Eindruck. Rüdiger Macht spricht erst, als er die volle Aufmerksamkeit hat. Persönliche Ansprachen unterstützen die Wirkung seiner Aussagen.

Detailanalyse der Rede zur Vertiefung

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Mit einem Blick in die Gesichter überzeugt er sich davon, dass alle ihm ihre Aufmerksamkeit widmen. Dann eröffnet er seine Vorstellung.Analyse

Rüdiger Macht wartet ab, bis er von allen Teilnehmern wahrgenommen wird. Dadurch strahlt er von Anfang an eine hohe Souveränität aus. Er ist präsent.

Macht: „