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Der Untergang Karthagos markierte nicht nur das Ende eines rivalisierenden Staates, sondern die bewusste Auslöschung einer gesamten Machtordnung im westlichen Mittelmeerraum. Rom führte den Krieg zunehmend mit dem Ziel, jede zukünftige Erholung des Gegners unmöglich zu machen. Dieses Buch untersucht die letzten Jahre des Konflikts zwischen Rom und Karthago mit besonderem Fokus auf Belagerung, Blockade und totale Kriegsführung. Römische Flotten unterbrachen Handelsverbindungen, isolierten die Stadt wirtschaftlich und verhinderten langfristig jede militärische Stabilisierung. Die Versorgung der Bevölkerung brach schrittweise zusammen. Besonderes Augenmerk gilt den Folgen der endgültigen Einnahme Karthagos. Große Teile der Bevölkerung wurden getötet oder versklavt, während politische und kulturelle Strukturen systematisch zerstört wurden. Auch die Erinnerung an die karthagische Zivilisation geriet unter den Einfluss römischer Geschichtsschreibung. Die Vernichtung Karthagos erscheint hier als frühes Beispiel dafür, wie Imperien ihre Gegner nicht nur militärisch besiegen, sondern dauerhaft aus der historischen Ordnung entfernen wollten.
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Liczba stron: 285
Rok wydania: 2026
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