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Während in Paris die Redner der Nationalversammlung über Menschenrechte debattierten, starben in den Provinzen Menschen an Hunger. Die Revolution war für die meisten Franzosen keine Frage der Ideologie, sondern eine Frage des Überlebens. Dieses Buch erzählt die Geschichte derer, die nicht auf den Tribünen standen, sondern in den Feldern, den Werkstätten und den Küchen Frankreichs. Die Umstellung von königlicher auf revolutionäre Verwaltung brachte nicht Freiheit, sondern Chaos: Währungen verloren ihren Wert, Priester wurden vertrieben, und junge Männer wurden zum Kriegsdienst gezwungen. In der Vendée eskalierte der Widerstand gegen die Revolution zu einem Bürgerkrieg, der ganze Landstriche entvölkerte. Die revolutionären Komitees verlangten Loyalitätserklärungen, Konfiskationen und Denunziationen. Nachbarn zeigten einander an, nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst, selbst verdächtigt zu werden. Dieses Buch zeichnet die alltägliche Gewalt nach, die nicht von der Guillotine kam, sondern von der Zerstörung der sozialen Ordnung. Es fragt, wie Menschen leben, wenn die Institutionen, die ihr Leben strukturierten, von einem Tag auf den anderen verschwinden. Die französische Revolution war nicht nur ein politisches Ereignis. Sie war eine existenzielle Krise für Millionen, die einfach nur weiterleben wollten.
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Liczba stron: 202
Rok wydania: 2026
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