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Ich habe geglaubt, Daten retten Leben. Nicht aus Naivität, sondern aus Überzeugung. Weil es logisch und technisch möglich ist. Und weil wir es uns moralisch nicht leisten konnten, die wertvollen Daten nicht zu nutzen. Wenn wir nur genug Daten hätten: vollständig, FAIR, vernetzt, dann würden Krankheiten früher erkannt, Therapien besser angepasst, Fehler vermieden, Prävention möglich. Künstliche Intelligenz würde Muster sehen, wo wir sie übersehen. Medizin würde präziser, gerechter, menschlicher. Heute weiß ich: Daten retten nicht automatisch Leben. Manchmal retten sie keines. Nicht, weil Daten und KI böse sind, sondern weil wir unterschätzt haben, was zwischen Datenerhebung und Versorgung wirklich passiert: Interessen, Macht, Bürokratie, fehlende Standards, falsche Anreize. Und eine erstaunliche Bereitschaft, technologische Lösungen für strukturelle Probleme zu halten. Dieses Buch ist kein Abgesang auf digitale Medizin. Es ist ein Realitätsabgleich. Ich glaube nicht mehr, dass Daten Leben retten. Aber ich weiß, was passieren muss, damit sie es könnten.
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Liczba stron: 86
Rok wydania: 2026
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