Finiola - Marion Forster-Grötsch - ebook

Finiola ebook

Marion Forster-Grötsch

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Opis

Die kleine Fee Wanja hat sich Großes vorgenommen: Sie will dem coolsten Jungen und dem peinlichsten Mädchen der Schule eine Lektion erteilen. Dazu lässt Wanja die beiden untrennbar an den Unterarmen verwachsen. Unfreiwillig müssen Finn und Viola den Schultag gemeinsam bestreiten. Als Viola auf die Toilette muss, ist die erste Katastrophe schon vorprogrammiert… Die Autorin Marion Forster-Grötsch wurde mit der Fantasy-Trilogie 'Das Geheimnis von Mikosma' bekannt.

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Liczba stron: 124

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Leseprobe eBook Ausgabe 2014
©2013 SPIELBERG VERLAG, Regensburg
Umschlagillustrationen: ©Algol und Freshidea
Umschlaggestaltung: Spielberg Verlag
Illustrationen: Marion Forster-Grötsch
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung, Speicherung oder Übertragung
Marion Forster-Grötsch lebt mit ihrer Familie in Niederbayern. Neben der Tätigkeit als Lehrerin widmet sie sich ihrem zweiten Hobby: Dem Schreiben.
Bekannt wurde die Autorin mit der Trilogie »Das Geheimnis von Mikosma«. 

Inhaltsverzeichnis

»Was denkt sich dieser gemeine Kerl eigentlich!«

Gewusst wie…

Verfolgt…

Rache ist süß!

Fest verbunden…

Unerwartete Hilfe

Die rettende Idee

Ich muss mal...

Viele neugierige Gesichter

Stiller Bewunderer

Etwas hat sich verändert

Ertappt

Eingeschlossen

Klärende Gespräche

Wachgeküsst

Gerettet

Nichts ist wie vorher

In die Flucht geschlagen

Endlich zusammen?

Glücklich getrennt?

Epilog

»Was denkt sich dieser gemeine Kerl eigentlich!«, schimpfte die kleine Elfe Wanja empört und trat so energisch gegen einen spitzen Kieselstein, der vor ihren Füßen lag, dass er meterhoch in die Luft schoss.

Ihr Kopf war vor Ärger feuerrot angelaufen und der kleine Körper krampfte sich zusammen.

»Dieser Fiesling, dieser Angeber, dieses grunzende Hängebauchschwein, dieser…dieser…!«

Allmählich gingen ihr die Schimpfwörter aus. Der kleine, sanft geschwungene Mund presste sich fest zusammen und die Stirn legte sich in tiefe Falten. So wütend war sie seit Langem nicht mehr gewesen. Dieses Verhalten schrie geradezu nach Rache! Bitterer Rache! Jetzt musste Wanja nachdenken. Tausend funkelnde Blitze schossen durch ihr Gehirn und verbanden die kleinen Synapsen der Elfe so miteinander, dass man es zischen hörte. Doch allmählich entspannten sich die Gesichtszüge wieder und der Hauch eines Grinsens breitete sich auf den vollen Lippen aus. Die Augen begannen zu funkeln. Ihre glühenden Backen bewiesen, dass sie etwas ausbrütete. Leise begann die kleine Dame mit ihrer Zunge zu schnalzen und schnippte laut mit dem Finger. Sie schlug vor Erleichterung einen bühnenreifen Salto.

»Ja, genau! So mach ich`s!«, rief Wanja glücklich und klatschte erfreut in die Hände.

Dann drehte sie sich um, nahm Anlauf und verschwand in der blauen, hellen Lichtquelle, durch die sie auf die Erde geschlüpft war. Wenn die kleine Elfe dachte, ihr Besuch wäre unentdeckt geblieben, dann hatte sie sich getäuscht. Jemand hatte sie beobachtet…

Gewusst wie…

Er fühlte sich einfach unwiderstehlich.

»Du bist ein Prachtkerl, Finn Wächter!«, hauchte der Junge seinem Spiegelbild entgegen und hob die breiten Schultern.

Sein zufriedener Gesichtsausdruck verriet, dass er heute besonders stolz auf sich war. Wie ein Cowboy aus längst vergangenen Zeiten begann er nun, unsichtbare Colts in seinen Händen zu schwingen. Dabei zog er seine dichten Brauen zusammen und kniff bedrohlich ein Auge zu. Mit einem Ruck steckte er die Schießeisen in zwei Phantasie-Revolvertaschen und verschränkte die Arme siegessicher vor der Brust. Dabei versuchte Finn, so cool wie möglich auszusehen.

»Man könnte glauben, Billy the Kid stehe hier im Zimmer«, schoss es ihm süffisant durch den Kopf.

Finn war seiner Ansicht nach das prächtigste Stück Mensch, das je erschaffen wurde: Das blonde, seidige Haar war galant gekämmt und mit einer sorgfältig ausgewählten Menge Gel nach hinten gelegt. Die meerblauen Augen, unter denen sich zarte Lachfältchen abzeichneten, bildeten einen interessanten Kontrast zum sonnengebräunten Gesicht.

Seine Lippen fand Finn ebenfalls unwiderstehlich. Ein freches Lachen breitete sich darauf aus. Die Kleidung, die er heute gewählt hatte, entsprach genau seiner guten Tagesform. Ein türkisfarbenes T-Shirt spannte sich über seiner, wie er zu meinen glaubte, beinahe schon männlichen Brust und die hellblaue Jeans hing locker an einem schwarzen Gürtel. Er zupfte noch etwas daran, sodass man seine blau karierten Boxershorts sehen konnte.

»Also heute könnte ich dir auch nicht widerstehen«, hauchte er in den Spiegel.

Neidlos musste er sich eingestehen, dass er zur Zeit einfach der angesagteste Junge seiner Schule war. Kein Kerl konnte ihm die Stirn bieten. Betont lässig schlenderte er zum Bett, ließ sich mit einem Plumps darauf nieder und schlüpfte in seine schwarzen Chucks. Die Schuhbänder waren nicht, wie die der anderen Langweiler seiner Klasse weiß, sondern blitzten neonblau.

»Sich von der Masse positiv abheben«, lautete Finns Leitspruch.