Das große Sutherland-Kompendium - William Garner Sutherland - ebook

Das große Sutherland-Kompendium ebook

William Garner Sutherland

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Opis

William Garner Sutherland entwickelte die Grundlagen der Kraniosakralen Therapie. Als Schüler von A.T.Still beendete er 1900 an der renommierten American School of Osteopathy seine osteopathische Ausbildung und widmete sich fortan der Übertragung des osteopathischen Konzepts auf den Schädel. Dabei entdeckte er u.a. die funktionelle Bedeutung des kraniosakralen Systems mit seinem Primärrhythmus, den "Tiden" (Gezeiten), der "Flüssigkeit in der Flüssigkeit", der "reziproke Spannungsmembran". Viele neue und aufregende Aspekte der Osteopathie und nichtzuletzt das gesamte Fundament der kraniosakralen Therapie gehen auf Sutherland zurück. Zusammen mit seiner Frau, die ihn v.a. bei der Umsetzung seiner Veröffentlichung entscheidend unterstützte und "Mit klugen Fingern" eines der meistgelesenen Werke innerhalb der Osteopathie geschrieben hat, schufen die Sutherlands einen fruchtbaren literarischen Boden für die Entwicklung einer der Säulen innerhalb der Osteopathie.

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Das große Sutherland-Kompendium

ABB. 1: WILLIAM GARNER SUTHERLAND D. O. (1873–1954)

Gemälde aus dem Still National Osteopathic Museum, Kirksville, MO., 2003.

IMPRESSUM

TITELDas große Sutherland-Kompendium, enthält:I. Unterweisungen in der Wissenschaft der OsteopathieII. Einige GedankenIII. Die SchädelsphäreIV. Mit klugen Fingern

Copyright © 2013 bei JOLANDOS© JOLANDOS©, Am Gasteig 6, 82396 D-Pählwww.jolandos.de, [email protected] ISBN 978-3-936679-27-4 (Print) ISBN 978-3-941523-11-1 (Ebook / MOBI) ISBN 978-3-941523-33-3 (Ebook / EPUB)

TITEL DER ORIGINALAUSGABENTeachings in the Science of Osteopathy. © Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc., 1990, ISBN 0-930298-00-5, hrsg. durch Anne Wales. Previously published by Rudra Press, ISBN 0-915801-26-4.

Contribution of Thoughts. © Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc. Rudra Press, 1967, hrsg. durch Rachel Brooks, ISBN 0-915801-74-4.

The Cranial Bowl – A Treatise Relating To Cranial Articular Mobility, Cranial Articular Lesions and Cranial Technic. © Dr. William G. Sutherland D.O., 1939, Mankato, Minnesota. Free Press Company. Reprinted 1994.

With Thinking Fingers. © Adah S. Sutherland, 1962. The Cranial Academy, ISBN 1-141430-25-8.

ÜBERSETZUNG Eva Möckel, D.O., Noori Mitha, D.O.

BEARBEITUNG Christian Hartmann, Dr. Martin Pöttner (1.A.), Elisabeth Melachroinakes, Wulf Gehrmann (2.A.)

UMSCHLAGGESTALTUNG & SATZ Christian Hartmann

DRUCK / PRINTVERSION Buchproduktion Thomas Ebertinwww.buchproduktion-ebertin.de

EBOOK-GESTALTUNG Corinna Rindlisbacherwww.ebokks.de

VERTRIEB ÜBER HEROLD Auslieferungsservice GmbH Raiffeisenalle 10, 82041 Oberhaching, BESTELLUNG:[email protected]

Jede Verwertung von Auszügen der deutschen Ausgabe ist ohne Zustimmung des JOLANDOS -Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt für Vervielfältigungen und Verbreitung in welcher Form auch immer.

BILDVERZEICHNIS

Abb. 1: William Garner Sutherland D. O. (1873–1954)Abb. 2: Anne L. Wales

I. UNTERWEISUNGEN IN DER WISSENSCHAFT DER OSTEOPATHIE

ALLGEMEIN

Abb. I-1: Eine der Apparaturen SutherlandsAbb. I-2: Ausstellungsstücke im Still National Osteopathic MuseumAbb. I-3: Sutherland inmitten seiner UnterrichtsmittelAbb. I-4: W. G. Sutherland, ca. 1950Abb. I-5: Das Fulkrum-PrinzipAbb. I-6: Sutherland während des Unterrichts

ZEICHNUNGEN

Zeichnung I-1: Das Os occipitale, dargestellt als ein RadZeichnung I-2: Das Os spheoidale als Rad dargestelltZeichnung I-3: KoaxialkabelZeichnung I-4: Der kraniale Anteil der Reziproken SpannungsmembranZeichnung I-5: Die Schädelbasis in FlexionspositionZeichnung I-6: Das Gehirn im QuerschnittZeichnung I-7: Querschnitt durch den Bereich des dritten VentrikelsZeichnung I-8: Das Os sphenoidale.Zeichnung I-9: Die hintere Gelenkfläche der Ossa palatinaZeichnung I-10 (a): Seitenansicht des Ganglion sphenopalatinumZeichnung I-10 (b): Mediale Ansicht des Ganglion sphenopalatinumZeichnung I-11: Ansicht des Schädels mit der Sutura palatomaxillarisZeichnung I-12: Das Os occipitale bei der GeburtZeichnung I-13:Das Os sphenoidale zum Zeitpunkt der GeburtZeichnung I-14: Die Anwendungsbereiche für die LymphbehandlungZeichnung I-15(a): Anteriore Ansicht der hinteren ThoraxwandZeichnung I-15(b): Transversalschnitt des kostovertebralen GelenksZeichnung I-16: Muster der sphenobasilaren VerbindungZeichnung I-17: Muster der sphenobasilaren VerbindungZeichnung I-18: Das Diaphragma und damit verbundene Strukturen

BEHANDLUNGSBILDER

Abb. I-A1: Halswirbelsäulen-TechnikAbb. I-A2: Atlantookzipitale DysfunktionAbb. I-A3: BrustwirbelAbb. I-A4: Brustwirbelsäule: Konvexität linksAbb. I-A5: LendenwirbelsäulenbereichAbb. I-A6: Lumbale KorrekturAbb. I-A7: RippentechnikAbb. I-A8: Die erste RippeAbb. I-A9: Rippen-Technik am KrankenbettAbb. I-A10: Elfte und zwölfte RippeAbb. I-A11: Rippen-Dysfunktion mit spinaler HyperextensionAbb. I-A12: Respiratorische Flexions-Dysfunktion des SakrumAbb. I-A13: Respiratorische Extensions-Dysfunktion des SakrumAbb. I-A14: Haltungsbedingte iliosakrale Dysfunktion, DiagnostikAbb. I-A15: Korrektur einer anterioren Rotation des Os coxaeAbb. I-A16: Korrektur einer posterioren RotationAbb. I-A17: Spreizen der Ossa pubesAbb. I-A18: ClaviculaAbb. I-A19: Test der Außenrotation des HumerusAbb. I-A20: Test der Innenrotation des HumerusAbb. I-A21: Korrektur-Technik: Außenrotation des HumerusAbb. I-A22: Korrektur-Technik: Innenrotation des HumerusAbb. I-A23: UlnaAbb. I-A24: RadiusAbb. I-A25: HandgelenkAbb. I-A26: HandAbb. I-A27: Stills Handgelenk-TechnikAbb. I-A28: Test der Außenrotation des FemurAbb. I-A29: Test der Innenrotation des FemurAbb. I-A30: Test der Außenrotation des FemurAbb. I-A31: Test der Innenrotation des FemurAbb. I-A32: Korrektur-Technik Außenrotation des FemurAbb. I–A33: Korrektur-Technik: Innenrotation des FemurAbb. I-A34: Tibiofemurale DysfunktionAbb. I-A35: FibulaAbb. I-A36: FußgewölbeAbb. I-A37: Vorbereitung für die ‚Stiefelknecht‘-TechnikAbb. I-A38: Tibio-calcaneo-talareAbb. I-A39: Fascia cervicalis anterior, erste PositionAbb. I-A40: Die Fascia cervicalis anterior anhebenAbb. I-A41: Lift des DiaphragmaAbb. I-A42: Ligamenti arcuataAbb. I-A43: Drehen der LeberAbb. I-A44: M. psoas majorAbb. I-A45: Lift des BeckenbodensAbb. I-A46: Die Drainage des poplietalen Bereichs

II. EINIGE GEDANKEN

Abb. II-1: W. G. Sutherland, ca. 1949Abb. II-2: Bild 2: W. G. Sutherland, ca. 1950Abb. II-3: Des Moines Iowa-LerngruppeAbb. II-4: Karnialosteopathen der ersten StundeAbb. II-5: Sutherland - kraniale TechnikAbb. II-6: Dr. Sutherland, ca. 1947

III. DIE SCHÄDELSPHÄRE

Abb. III-1: Umschlagentwurf für die Erstausgabe von Die SchädelsphäreAbb. III-2: Zeichnung der Falx cerebriAbb. III-3: Der Anteil des Tentorium cerebelli

IV. MIT KLUGEN FINGERN

Abb. IV-1: William Garner und Adah Strand SutherlandAbb. IV–2: Adah S. Sutherland, ca. 1946Abb. IV-3: W. G. Sutherland, 1900Abb. IV-4: Sutherland-SchaukastenAbb. IV-5: W. G. Sutherland mit seiner Frau AdahAbb. IV-6: Die Sutherlands in Pacific GroveAbb. IV-7: Grabstein von W. G. Sutherland

Bilder mit freundlicher Genehmigung der Sutherland Cranial Teaching Foundation, Fort Worth, Texas, USA, und des National Still Osteopathic Museum in Kirksville, MO., USA (Abb. 1, I–1, I–2, II–2, III–1, IV–1, IV–3, IV–4)

INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort (Brooks)

Vorwort des Herausgebers

Abkürzungen

Bildverzeichnis

Allgemein

Behandlungsbilder

I. UNTERWEISUNGEN IN DER WISSENSCHAFT DER OSTEOPATHIE

Vorwort (Becker)

Vorwort (Wales)

Einführung (Wales)

W. G. Sutherland – Biografische Informationen

1. Wissen erlangen, nicht Informationen sammeln

2. Primärer Atemmechanismus

3. Die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit

4. Die Reziproke Spannungsmembran

5. Die Motilität des Neuralrohrs

6. Die gelenkige Beweglichkeit der Schädelknochen

7. Die angewandte Anatomie des menschlichen Gesichts

8. ‚Krumme Zweige‘: Kompression der kondylären Anteile des Os occipitale

9. Strains der membranösen Gelenke

10. Dysfunktionen im vaskulären System

11. Engpass-Neuropathie

12. Trauma

13. Diagnose und Behandlung

14. Klinische Erfahrung bei der Anwendung der Osteopathie

15. Osteopathie in der Allgemeinmedizin: Einige allgemeine Behandlungsmethoden

16. Probleme bei Säuglingen und Kindern

17. Die Reise der Elritze

Anhang: Die osteopathische Behandlung von William Garner Sutherland D.O.D.Sc. (hon.)

Halswirbel

Brustwirbel

Lendenwirbel

Rippen

Der Beckenring

Fazit

Bibliografie

Über die Herausgeberin

Über die Sutherland Cranial Teaching Foundation, Inc.

II. EINIGE GEDANKEN

Vorwort(Becker)

Vorwort zur zweiten Ausgabe (Brooks)

Biografisches

Vorwort zur ersten Ausgabe (A. S. Sutherland)

1. Frühe Schriften

Auf geht‘s, lassen Sie uns Fühlen!

Behandeln mithilfe des Unterarms

Sparen Sie Ihre Kräfte

Großvaters Stiefelknecht-Methode gegen Plattfüße

Eine Hängekappe für die antlantookzipitale Behandlung

Erreichen des Colon ascendens ohne Einlauf

Occiput-posterior-Dysfunktion

Röntgenaufnahmen eines Tortikollis

Mit Wasser Feuer löschen

Radiologischer Beweis für osteopathische Dysfunktionen

2. Nachdenken, nicht herumprobieren

Teil I: Februar 1925

Teil II: März 1925

Laienerklärung für das ‚Gewebegespür‘

Pathologien der oberen Rippen

Korrektur der zweiten Rippe

Teil III: Juni 1925

Achten Sie auf das elfte und zwölfte Rippenpaar

3. Technik am Krankenbett

4. Neue Möglichkeiten, eröffnet durch die Basilaren Gelenke der ‚Schädelschale‘

5. Schädel-Ideen

6. Strains der membranösen Schädelgelenke

7. Kraniale membranöse Gelenkstrains erkennen

Teil I

Teil II

Teil III

8. Korrespondenz 1933

9. Die Behandlung der ‚modifizierten Wirbel‘ bei Influenza mit Beteiligung der Atemwege

10. ‚Modifiziert Wirbel‘ bei Trigeminusneuralgie

11. Eine neue Vorrichtung für die kraniale Technik

12. Korrespondenz 1935

13. Spinale Technik

14. Der kraniale Atemmechanismus

15. Kraniale Dysfunktionen aufgrund dentaler Traumen

16. Behandlung am stehenden Patienten

17. Die Kernverbindung zwischen Schädel- und Beckenschale

18. Behandlung des iliosakralen Gelenkes im Stehen

19. Die Behandlung des Pelvis

20. Undatierte Korrespondenz

21. Korrespondenz vom November 1943

22. Korrespondenz 1943

23. Vortrag von 1944 – ohne Titel

24. Die Schädelsphäre

25. Vorträge in Des Moines über Kraniale Osteopathie

Einführung

Die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit und die Motilität des Zentralen Nervensystems

Techniken zur Anregung und zur Hemmung der Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit

Diagnose und Behandlung unter Nutzung der Tide

‚Krumme Zweige‘: Säuglinge und Kinder

Abschließende Vorlesung

26. Die Philosophie der Osteopathie und ihre Anwendung im Kranialen Konzept

27. Die Kernverbindung zwischen Becken- und Schädelschale

28. Wissen erlangen, statt Informationen sammeln

29. Ein Hundertstelmillimeter

30. Der Lichtstrahl des Leuchtturms

4. August 1951

September 1951

Oktober 1951

31. Die Wissenschaft der Osteopathie

32. Vorträge auf der klinischen Konferenz in Kirksville, Missouri

Der hemmende Zug auf die Faszien und das Fulkrum

Der fasziale Strain und das Os sacrum

Flüssiges Licht

33. Besondere Aufnahmen

Der primäre Atemmechanismus

Die Reziproke Spannungsmembran

Die kranialen Gelenkflächen

Typen kranialer Dysfunktion

Das Loch im Baum

34. Die Reise der Elritze

III. DIE SCHÄDELSPHÄRE

1. Einleitung

2. Kraniale artikuläre Mobilität

3. Kraniale Gelenkflächen

4. Reziproke Spannungsmembran

5. Ventrikel, Wirbelkanal und subarachnoidale Räume

6. Diagnose kranialer Dysfunktionen

7. Grundgedanken der kranialen Technik

8. Technik zur Anregung der Zerebrospinalen Flüssigkeit

9. Schädeldach-Lift-Technik

10. Sphenobasilare Technik

11. Pars Petrosa-Technik

12. Vier-Hände-Technik

13. Temporomandibulare Technik

14. Strukturelle oder modellierende Technik

15. Dysfunktionen traumatischen Ursprungs

16. Dysfunktionen dental-traumatischen Typs

17. Dysfunktionen der Gesichtsknochen

IV. MIT KLUGEN FINGERN

Vorwort

Danksagung

Prolog

1. Erzähle mir mehr

2. Kleine Saatkartoffeln

3. Aber warum diese Abschrägung?

4. In Schwung kommen

5. Es ließ mich nicht los

6. Zwischenspiel

7. Neue Tage, neue Wege

8. Ist dies der einzige Weg, auf dem ich erfahren kann?

9. In was gerate ich da?

10. Sans peur (Ohne Angst)

11. Das Sutherland-Fulkrum

12. Warum dies, warum das?

13. Auf dem Weg nach Irgendwo

14. Ich schoss einen Pfeil in die Luft

15. Wie der Zweig gekrümmt ist

16. Tiefen und Höhen

17. In die Umlaufbahn

18. Es gibt jene, die sagen…

19. Warum nicht?

20. Sonne Schatten und Entscheidung

21. Eine Reise und ein Vermächtnis

22. Auszeichnungen

Aufzeichnungen

DAS GROSSE SUTHERLAND-KOMPENDIUM

I. UNTERWEISUNGEN IN DER WISSENSCHAFT DER OSTEOPATHIE

II. EINIGE GEDANKEN

III. DIE SCHÄDELSPHÄRE

IV. MIT KLUGEN FINGERN

AUS DEM AMERIKANISCHEN VON

Eva Möckel, D.O. und Noori Mitha, D.O.

BEARBEITET VON

Christian Hartmann und Dr. Martin Pöttner (1.A.) Elisabeth Melachroinakes und Wulf Gehrmann (2.A.)

TITEL DER ORIGINALAUSGABE

Teachings in the Science of Osteopathy. © Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc., 1990. ISBN 0-930298-00-5, hrsg.durch Anne Wales. Previously published by Rudra Press, ISBN 0-915801-26-4.

Contribution of Thoughts. © Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc. Rudra Press, 1967. Hrsg. durch Rachel Brooks, ISBN 0-915801-74-4.

The Cranial Bowl – A Treatise Relating To Cranial Articular Mobility,Cranial Articular Lesions and Cranial Technic. © Dr. William G. Sutherland D.O., 1939. Mankato, Minnesota. Free Press Company. Reprinted 1994.

With Thinking Fingers. © Adah S. Sutherland, 1962. The Cranial Academy, ISBN 1-141430-25-8.

VORWORT (BROOKS)

Dieses Kompendium ist ein wichtiger Schritt, um W. G. Sutherlands Lehre der osteopathischen Gemeinschaft auf der ganzen Welt zugänglicher zu machen. Der Übersetzungsprozess war sorgfältig, die Übersetzung der zwei größeren Werke wurde sowohl von deutsch- als auch englischsprachigen Osteopathinnen überprüft. Dies geschah, um sicher zu sein, dass der Sinn von Dr. Sutherlands Worten durchgängig erhalten bleibt.

Einige Punkte in Bezug auf den Übersetzungsprozess möchte ich hier gerne erwähnen. Als Dr. Anne Wales ursprünglich Unterweisungen in der Wissenschaft der Osteopathie herausgab, wollte sie keinesfalls Dr. Sutherlands Worte ändern, auch an Stellen, wo die Bedeutung nicht ganz offensichtlich war. Sie wollte, dass die Leser Dr. Sutherlands Absichten selbst interpretierten. Genauso haben wir in den Übersetzungen für dieses Kompendium mehrdeutige Aussagen dort im Text belassen, wo der Sinn nicht ganz klar ist.

Eine andere Herausforderung bei der Übersetzung dieser Werke war, dass Dr. Sutherland viele umgangssprachliche Ausdrücke benutzte und so sprach, wie es Anfang 1900 üblich war. Sein Stil wurde so weit wie möglich belassen. Bei einigen Gelegenheiten, wo wir keine präzise Übersetzung für das Englische finden konnten, beließen wir das englische Wort oder gaben sowohl ein englisches Wort als auch ein ihm nahestehendes deutsches Äquivalent an.

Der Begriff Potency ist dafür ein Beispiel. Die deutschen Wörter Kraft bzw. Macht oder Potenzial schienen nicht in ausreichender Weise die Bedeutungen zu reflektieren, welche Dr. Sutherland sinngemäß darin enthalten sah, obwohl es eine wörtliche Übersetzung ist. Daher haben wir das Wort Potency im Text belassen und überlassen es dem Leser, seine Bedeutung zu ergründen.

In Bezug auf Einige Gedanken gibt es einen wichtigen Kommentar von Rollin E. Becker D.O.in seinem Bericht als Präsident für die Sutherland Cranial Teaching Foundation 1964. Er schrieb Folgendes:

„Meiner Meinung nach ist es am einfachsten (Dr. Will Sutherlands Texte) zusammenzutragen, indem Adah (Sutherland) und Anne Wales sie in der historischen Zeitfolge zusammenstellen […] Auf diese Weise deutet man auf die stetige Entwicklung und das Wachstum bei Dr. Sutherland hin […] Ein Nachteil dabei ist, dass Dr. Will die Potency in der Zerebrospinalen Flüssigkeit schon kannte und benutzte, während er sein Verständnis des Kranialen Konzeptes zwischen 1900 und 1925 entwickelte; uns aber gab er diese Information erst 1946 oder 1947. Jedoch können Fußnoten in dem zusammengestellten Material diesen und andere Punkte dort klären, wo sie auftreten.”

Dr. Sutherland ermunterte seine Studenten ständig, sowohl bei Dr. Still als auch in seinen Texten ‚zwischen den Zeilen zu lesen‘. Ich möchte alle Leser ermutigen, das Gleiche zu tun. Sorgfältiges Lesen und noch einmal Lesen dieser Texte wird immer neue Erkenntnisse mit sich bringen. Da es nun über 50 Jahre her ist, seitdem Dr. Sutherland ein Lehrerkollegium bildete, um seine Arbeit weiterzugeben, hat es sowohl eine Evolution als auch eine Verbreitung des von ihm gelehrten Konzeptes gegeben, aber auch eine gewisse Entstellung. Dies ist ein unvermeidlicher Prozess in jeder Lehre, die weitergegeben wird; und dieser Prozess macht es dringend notwendig, den originalen Gedanken und Behandlungsansatz zu verstehen. Nur mit diesem Verständnis kann man darauf folgende Ansätze richtig einschätzen.

Die Sutherland Cranial Teaching Foundation möchte Christian Hartmann von JOLANDOS und Eva Möckel D.O.für ihre Arbeit danken, mit der sie zu der Qualität dieser Übersetzung beigetragen haben. Dank geht auch an Noori Mitha D.O.für ihre Überprüfung der zwei kürzeren Werke in diesem Kompendium und an Herrn Prof. Dr. Martin Pöttner für die sorgfältige Überarbeitung.

Rachel E. Brooks M.D., Mitglied des Board of Trustees, Portland, 2004.Sutherland Cranial Teaching Foundation, Inc.

VORWORT DES HERAUSGEBERS

Wie schon bei den Texten seines großen Vorbilds, Andrew Taylor Still (1828–1917), dem Entdecker der Osteopathie, geht es auch bei Sutherlands Werken um eine ganz besondere Lese- und Lernerfahrung. Neben einer detaillierten Darlegung der Kranialen Osteopathie eröffnen sich beim intensiven Studium der kompakten und bisweilen lyrischen Beschreibungen vollkommen neue Dimensionen für die osteopathische Behandlung. Mit Stills Osteopathie vergleichbar wächst auch Sutherlands Kraniale Osteopathie auf dem Boden fundierter anatomischer Kenntnis und exakter naturphilosophischer Beobachtungen sowie aus einem spirituellen Wesenskern, aus dem alles andere entsteht. Diese ‚therapeutische Dreifaltigkeit‘ – Wissen, Philosophie und Spiritualität – sind maßgeblich für die immense Dichte und Tiefe in den Werken dieser beiden wohl bedeutendsten Osteopathen. Insbesondere die letzten beiden Punkte sucht man in den aktuellen osteopathischen Lehrbüchern zumeist vergeblich.

Ein kleiner Tipp: Lesen Sie die einzelnen Kapitel nicht analytisch-deskriptiv, sondern reflektieren Sie stets offen und vorurteilsfrei, was Sutherland Ihnen mit seinen Ausführungen für eine tiefere Einsicht vermitteln möchte. Nur so werden Sie die Bedeutung seines Lebenswerks gänzlich erschließen und großen Nutzen für Ihre Behandlungen erfahren.

Das Sutherland-Kompendium enthält ausschließlich historisch unverfälschte Originaltexte. Nur an ihnen lässt sich ermessen, ob die Geschichtsschreibung im Laufe der Zeit – sei es aus Nachlässigkeit oder aus Absicht – verfälscht wurde. So steht heute der Name des amerikanischen Osteopathen John E. Upledger stellvertretend für die Kraniosakrale Osteopathie. Sutherland hingegen scheint der eigentliche Begründer dieser Therapieform zu sein.

Die größte Herausforderung bei der Übersetzung stellte erwartungsgemäß die medizinische Terminologie dar. Sutherland mischt lateinische und amerikanische Ausdrücke in jener für Amerika so typischen Art und Weise. Der deutschsprachige Leser würde durch den ständigen Wechsel hingegen im Lesefluss erheblich beeinflusst werden. Daher habe ich mich entschieden, in den meisten Fällen die gängige medizinische Terminologie nach dem aktuellen Gegenstandskatalog des Medizinstudiums zu wählen. Dies mag bei einigen Begriffen etwas ungewohnt erscheinen, gewährleistet aber eine innere Konsistenz und damit ein besseres Verständnis der Texte. Für Leser, die in Anatomie nicht so bewandert sind, empfiehlt es sich, bei der Lektüre ein anatomisches Nachschlagewerk griffbereit zu halten.

Das ‚c‘ wurde – mit wenigen Ausnahmen – in lateinischen Fachausdrücken wie Os occipitale belassen und ansonsten dem deutschen Sprachgebrauch angepasst. Ein Beispiel hierfür wäre okzipitale Strains.

Spezialausdrücke wie etwa Potency blieben unübersetzt und unkommentiert, da es sich um vollkommen eigenständige Begriffe der Kranialen Osteopathie handelt. Um Sutherlands Werk entsprechend zu würdigen, wurden in diesem Kompendium zusätzlich und erstmalig bei einigen Kernbegriffen auch die vorangestellten Adjektive mit großem Anfangsbuchstaben gesetzt: Kraniale Osteopathie, Reziproke Spannungsmembran, Zerebrospinale Flüssigkeit, Primäre(r) Respiratorische(r) Atmung/Mechanismus.

Die Übersetzung ins Deutsche erfolgte – auf Kosten eines bequemen Leseflusses – bewusst nah am amerikanischen Originaltext, denn bei einer ‚Glättung‘ der Passagen wären wesentliche Bestandteile der ursprünglichen Aussagen Sutherlands verloren gegangen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass insbesondere Unterweisungen in der Wissenschaft der Osteopathie, aber auch große Teile von Einige Gedanken auf Tonbandmitschnitten basieren und sich daher sprachlich per se ungeschliffener darstellen.

Christian Hartmann Pähl, März 2004

DANKSAGUNG

Wie beim Still-Kompendium verdanke ich die Umsetzung des ‚Sutherland-Projektes‘ der Mithilfe zahlreicher Menschen. Eine zentrale Rolle spielten hierbei Frau Eva Möckel D.O.M.R.O., Noori Mitha D.O.und Prof. Dr. Martin Pöttner, welche die vier Einzelwerke in monatelanger akribischer Arbeit immer und immer wieder überarbeitet haben. Frau Möckel stand dabei stets in engem Kontakt mit Rachel Brooks von der Sutherland Cranial Teaching Foundation, um eine absolut korrekte und im Sinne der SCTF gebilligte Übersetzung zu gewährleisten.

Bei der Produktion der Erstauflage wurde ich von Sarah Spitzer, der Buchproduktion Ebertin und dem Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte unter der Leitung von Herrn Gerhard Strobl vorbildlich beraten.

Die hervorragende Qualität der Zweitauflage verdanke ich der kritischen und verständigen Durchsicht der Texte durch Frau Melachroinakes und der hervorragenden Gestaltung des Inhalts durch Herrn Färber. Zahlreiche Korrekturhinweise erhielt ich auch von Herrn Wulf Gehrmann, der sich unaufgefordert die Mühe einer sorgfältigen Durchsicht machte und dessen sachlich kritische Bemerkungen ich in dieser Ausgabe größtenteils berücksichtigen konnte.

Abschließend möchte ich noch an jene drei Frauen erinnern, ohne die es keine einzige in Buchform veröffentlichte Zeile von W. G. Sutherland geben würde: Adah S. Sutherland, Anne L. Wales und Rachel Brooks. Ohne sie würde die Kraniale bzw. Kraniosakrale Osteopathie in ihrer heutigen Form nicht existieren. Allein aufgrund dieser enormen Leistung verdienen sie unseren allerhöchsten Respekt.

Christian Hartmann Pähl, Februar 2008

ABB. 2: ANNE L. WALES (1904–2005)

Zusammen mit Dr. Sutherlands Frau Adah erstellte Anne Wales zwischen 1961–66 das Manuskript für Einige Gedanken, das aber erst 1972 auf betreiben von Herb Miller, einem Fakultätsmitglied des Kirksville College of Osteopathic Medicine gedruckt und bei der Sutherland Cranial Teaching Foundation veröffentlicht wurde. 1983–84 folgte ein weiteres Manuskript auf der Basis von 27. Tonbandkasetten aus zwei Seminaren, die Sutherland 1949 bzw. 1950 hielt. Daraus entstand schließlich Unterweisungen in der Wissenschaft der Osteopathie, das in enger Zusammenarbeit mit Rachel Brooks 1990 bei der Sutherland Cranial Teaching Foundation veröffentlicht wurde.

I. UNTERWEISUNGEN IN DER WISSENSCHAFT DER OSTEOPATHIE

TITEL DER ORIGINALAUSGABE

Teachings in the Science of Osteopathy. © Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc., 1990, ISBN 0-930298-00-5. Hrsg. durch Anne Wales. Previously published by Rudra Press, ISBN 0-915801-26-4. All rights reserved.

von

WILLIAM GARNER SUTHERLAND, D.O. D.SC. (HON.)

Herausgeberin der amerikanischen Originalversion ANNE L. WALES, D.O.

SUTHERLAND CRANIAL TEACHING FOUNDATION

VORWORT (BECKER)

OSTEOPATHIE IM BEREICH DES SCHÄDELS

Die Wissenschaft der Osteopathie umfasst das Wissen der Philosophie, Anatomie und Physiologie des gesamten Körpers und die klinische Anwendung dieses Wissens sowohl bei Diagnose als auch bei Behandlung – so hat sie ihr Begründer, Dr. Andrew Taylor Still, konzipiert.1Die Osteopathie im Bereich des Schädels ist ein Teil dieses Konzepts der ganzheitlichen Sorge für die Gesundheit des gesamten Körpers. Dr. Still, der Arzt an der vordersten Grenzlinie Amerikas war, führte die Wissenschaft der Osteopathie 1874 nach langjähriger intensiver Forschung ein. Die erste Schule der Osteopathie wurde 1892 in Kirksville, Missouri, eröffnet.

William Garner Sutherland war Schüler an dieser ersten Schule, der American School of Osteopathy. An einem Tag im Jahr 1899, betrachtete er während seines letzten Studienjahres einen auf einem Sockel aufgestellten, präparierten Schädel. Die kompliziert abgeschrägten Kanten, die an den großen Flügeln des Os sphenoidale und den Partes squamosae der Os temporale im Bereich der Sutura sphenosquamosa zu sehen waren, erregten seine Aufmerksamkeit. Wie ein Blitz kam ihm der Gedanke, „[…] abgeschrägt wie die Kiemen eines Fisches; und das weist auf einen mobilen, einer Atembewegung dienenden Gelenkmechanismus.“

Dr. Sutherland verbrachte die nächsten 30 Jahre damit, die genauen anatomischen und physiologischen Beziehungen des kraniosakralen Mechanismus, so wie er ihn sah, zu untersuchen. Seine Sicht der Dinge war wiederum ein Teil der gesamten Wissenschaft der Osteopathie, so wie sie von Dr. A. T. Still gesehen wurde.

Dieser stellte in seinen Schriften fest:

„Alle Teile des gesamten Körpers gehorchen dem einen ewigen Gesetz von Leben und Bewegung.“

Das Kraniale Konzept, wie es von Dr. Sutherland entwickelt und gelehrt wurde, schließt folgende Prinzipien ein:

1. Die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit oder die Potency der Gezeiten.

2. Die Funktion der Reziproken Spannungsmembran

3. Die Motilität des Neuralrohrs

4. Die gelenkvermittelte Mobilität der Schädelknochen

5. Die unwillkürliche Mobilität des Sakrum zwischen den Hüftknochen

Dr. Sutherland nannte die zusammengehörige Struktur und Funktion dieser fünf Komponenten den Primären Atemmechanismus. Dabei spricht die Anwesenheit von physiologischen Zentren am Boden des vierten Ventrikels, die für die Lebensprozesse notwendig sind, für seine Einschätzung des gesamten Mechanismus als von primärer Bedeutung. Dr. Sutherland betrachtete die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit als erstes und fundamentalstes Merkmal des Primären Atemmechanismus.

Der Primäre Atemmechanismus hält einen eigenen, rhythmischen, automatischen und unwillkürlichen ‚Lebens- und Bewegungs-Kreislauf‘ aufrecht, der in gesundem Zustand eine Mobilität und Motilität von 10–12 Mal pro Minute aufweist. Dies führt zu einer rhythmischen Flexion sämtlicher Strukturen entlang der Körpermittellinie zusammen mit einer Außenrotation aller paarigen lateralen Strukturen im Wechsel mit der Extension derselben Strukturen der Körpermittellinie mit einer Innenrotation aller paarigen lateralen Strukturen. Jede Zelle und alle Körperflüssigkeiten drücken dieses rhythmische unwillkürliche Prinzip von ‚Leben und Bewegung‘ ihr ganzes Leben hindurch aus. Diese Mobilität und Motilität sind wichtige Faktoren zur Erhaltung der Gesundheit in der lebenswichtigen Homöostase von Struktur und Funktion für das Zentrale Nervensystem, das endokrine System und andere, zur Physiologie des Körpers gehörige Funktionseinheiten.

Klinisch gesehen gibt es im gesamten Ablauf der Körperfunktionen zwei grundlegende Arten von Mobilität und Motilität: willkürliche und unwillkürliche. Willkürlich ist das, was wir durch unseren sensorischen Input und motorischen Output projizieren. Das Unwillkürliche ist sogar noch bemerkenswerter, da es nur aus Flexion und Extension der Strukturen entlang der Körpermittellinie und einer Außen- und Innenrotation der bilateralen Strukturen besteht. Es schließt von den Flüssigkeiten über die weichen Gewebe bis zum knöchernen Skelett alles mit ein; in der Tat ist jede einzelne Zelle des Körpers daran beteiligt. Demzufolge ist es notwendig, die Beziehungen all dieser Elemente untereinander zu untersuchen. Jeder einzelne Bestandteil der Anatomie und Physiologie ist aufgrund seiner ihm eigenen Form und Gestalt so angelegt und koordiniert, dass diese wechselnde rhythmische Bewegung zustande kommt. Diese rhythmische Bewegung des unwillkürlichen Mechanismus bleibt unverändert, egal ob der Körper sich im Ruhezustand oder in willkürlicher Bewegung befindet.

Für den Behandler ist es notwendig, eine denkende, fühlende und wissende Berührung zu entwickeln, durch welche die unwillkürliche Mobilität und Motilität wiederhergestellt wird, sodass das volle Funktionspotenzial in der grundlegenden Anatomie und Physiologie der Gesundheit erreicht werden kann. Wenn sich die unwillkürliche Funktion wiederherstellt, geschieht dies auch mit der willkürlichen Funktion.

Strukturelle und funktionelle Probleme in irgendeinem Teil des Körpers können den Primären Atemmechanismus beeinträchtigen. Umgekehrt trifft es auch zu, dass strukturelle und funktionelle Probleme im Primären Atemmechanismus den übrigen Körper beeinflussen können. Der gesamte Körper in seiner Struktur und Funktion ist davon betroffen.

Die Osteopathie im Bereich des Schädels lässt sich bei allen Altersgruppen anwenden, vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten. Sie kann in alle Disziplinen der medizinischen Wissenschaft eingebettet werden. Sie kann die erste Versorgung sein, die bei einem bestimmten Trauma oder einer Krankheit nötig ist, oder sie kann eine zusätzliche Therapie in bestimmten Fällen sein, die noch weitere medizinische oder chirurgische Maßnahmen erfordern. Probleme, die im Bereich des Schädels auftauchen, verlangen klarerweise nach einer Lösung für diesen speziellen Mechanismus. Zudem gibt es Probleme, die an anderen Stellen im Bereich der Körperphysiologie auftreten. Sie lassen sich leichter lösen, wenn die kranialen Mechanismen mit einer anderen Therapie koordiniert werden.

Es gibt viele Prinzipien, die in der Behandlung angewendet werden können, wenn ‚Leben und Bewegung‘ durch Trauma oder Krankheit eingeschränkt sind. Eines dieser Prinzipien stellte Dr. Sutherland 1947 auf, als er sagte:

„Erlaube der physiologischen Funktion im Innern, ihre eigene unfehlbare Potency zu zeigen, anstatt eine blinde Kraft von außen anzuwenden.“

Sein Gedanke handelte spezifisch von den Mustern der Gesundheit und Krankheit im Kraniosakralen Mechanismus, er kann aber auch auf die Physiologie des gesamten Körpers angewandt werden.

Ein Arzt oder Zahnarzt, der Interesse daran hat, die Osteopathie im Bereich des Schädels zu studieren, sollte die darin integrierte Philosophie, Anatomie und Physiologie des Primären Atemmechanismus kennen. Sie stellen eine Grundlage für die Entwicklung palpierender und manueller Fähigkeiten dar, die man benötigt, um die rhythmische unwillkürliche Mobilität und Motilität des ‚Lebens in Bewegung‘ innerhalb des Kraniosakralen Mechanismus zu ‚lesen‘ und sie in Diagnose und Behandlung anwenden zu können.

Rollin E. Becker D.O.

VORWORT (WALES)

Dieses Buch ist eine Sammlung von Vorträgen, die William Garner Sutherland D.O.D.Sc. (hon.) während einiger Seminare in Providence, Rhode Island, hielt. Die Seminare fanden im Mai 1949, Mai 1950 und Juni 1950 statt und schlossen zwei zweiwöchige Einführungskurse und einen zusätzlichen einwöchigen Kurs über das Os occipitale ein.

In diesen Kursen hielt Dr. Sutherland mindestens eine Vorlesung am Tag. Die übrigen Vorträge wurden von Mitgliedern der Fakultät gehalten, die auch die von Dr. Sutherland geplanten praktischen Übungen didaktisch begleiteten. Dr. Sutherland. Er hielt es für notwendig, das Wissen um die manuellen Behandlungsmethoden der Osteopathie ‚von Hand zu Hand‘ weiterzugeben. Um diese Von-Hand-zu-Hand-Anleitung zu ermöglichen, hatte jedes Mitglied der Fakultät die Aufgabe, jeweils vier Teilnehmer des Seminars an den Behandlungsbänken zu betreuen. Jeder Seminar-Teilnehmer machte die Erfahrung, sowohl Patient als auch Behandler zu sein. Die Leitung dieser Kurse in Providence übernahm Chester L. Handy D.O.

Im Laufe der Jahre hielt Dr. Sutherland viele Seminare an anderen Orten ab. Obwohl die Leiter dieser Seminare und die Mitglieder der dazugehörigen Fakultäten wechselten, blieb der Kursaufbau weitestgehend unverändert. Dr. Sutherland unterrichtete auch zu Hause und in seiner Praxis in St. Peter, Minnesota, wo er kleinere Gruppen persönlich anleitete.

Bei den in Providence veranstalteten Kursen wirkten folgende Mitarbeiter aus Dr. Sutherlands Fakultät mit:

Chester L. Handy D.O., Direktor (1911–1963) Philadelphia College of Osteopathy, 1935

Howard A. Lippincott D.O. (1893–1983) American School of Osteopathy, 1916

Rebecca C. Lippincott D.O. (1894–1986) Philadelphia College of Osteopathy, 1923

Anne L. Wales D.O. (1904–2005) Kansas City College of Osteopathy and Surgery, 1926

Ward C. Bryant D.O. (1885–1975) Still College of Osteopathy, 1907

Elsie W. Weeks D.O. (1891–?) Massachusetts College of Osteopathy, 1922

Edith Tordoff D.O. (? – 1978) American School of Osteopathy, 1924

Anna L. Slocum D.O. (1903–1988) Des Moines Still College of Osteopathy, 1938

1939 veröffentlichte Dr. Sutherland ein kleines Buch, Die Schädelsphäre, das er in der Absicht schrieb, Anfragen von seinen Kollegen anzuregen. Es hatte bald seinen gewünschten Effekt, und so wurde er eingeladen, seine Gedanken bei zahlreichen Konferenzen vorzutragen. Eine besonders wichtige Präsentation, die ihm viele Türen öffnen sollte, war ein 20-minütiger Vortrag mit dem Titel Die Kernverbindung zwischen Schädel- und Beckenschale, den er im Juli 1940 auf der Konferenz de International Society of Sacro-Iliac Technicians in St. Louis, Missouri, hielt.2 Danach kam es zu zahlreichen Anfragen bezüglich einer Ausbildung.

Als Dr. Sutherland zu unterrichten begann, fing er mit Bereichen an, von denen er glaubte, dass sie seinen Berufskollegen am vertrautesten waren. Dann führte er nach und nach Bereiche seiner Gedanken ein, von denen er wusste, dass sie ihnen neu waren.

Weil so viele seiner Schriften und Ansprachen lediglich darauf ausgerichtet waren, anderen Menschen seine Gedanken vorzustellen, schrieb Dr. Sutherland für die Wissenschaft der Osteopathie nie ein formelles, alles zusammenfassendes Buch über sein Kraniales Konzept. Viele Artikel schrieben seine Studenten auf der Basis der Erfahrungen, die sie bei der Anwendung seiner Lehre gemacht hatten. Harold Ives Magoun Sr. D.O.stellte einen Text zusammen und gab ihn unter dem Titel Osteopathie in der Schädelsphäre3 heraus. Dieser Text war eine wertvolle Ergänzung zum üblichen Lehrprogramm, weil er eine Änderung im Aufbau der Seminare, nämlich eine Reduzierung ihrer Dauer von zwei Wochen auf fünf Tage, ermöglichte. Im Jahre 1945 verfassten Howard A. Lippincott D.O.und Rebecca C. Lippincott D.O.eine Broschüre: Compression of the Condylar Parts of the Occiput. (Vorträge von den Dres. Howard und Rebecca Lippincott zu diesem Thema sind im vorliegenden Buch enthalten.) Obwohl diese Werke äußerst nützlich waren, sind sie doch nicht Dr. Sutherlands eigene Darstellung.

Die Veröffentlichung der vorliegenden Vorträge von Dr. Sutherland kommt einer vollständigen Darstellung seines Konzepts und seiner Lehre am nächsten. Sie enthält nicht alles, was er dachte oder lehrte, ist aber die umfassendste uns zur Verfügung stehende Präsentation.

Bei der Arbeit mit Aufzeichnungen von Vorträgen wird klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort. Dies macht eine Art Übersetzung nötig. Während des Prozesses, lesbare Sätze daraus zu machen, wurden seine ausgesprochenen Gedanken mit aller Sorgfalt ausgewählt, um sicherzugehen, dass ihre Bedeutung erhalten blieb. Außerdem habe ich versucht, die Art und Weise, wie Dr. Sutherland die Gedanken seiner Lehre ausdrückte, beizubehalten.

Der Prozess der Buchveröffentlichung machte auch die Entwicklung einer Einteilung notwendig. Die Themenbereiche in den Skripten wurden in Kapitel aufgeteilt. In einigen Fällen entstanden aufgrund der Natur des Materials Wiederholungen. In anderen Fällen kam es vor, dass Dr. Sutherland über bestimmte Themen keine Vorträge gehalten hat. In diesen Fällen habe ich stattdessen seine Schriften verwendet. An einigen Stellen entstanden inhaltliche Lücken, da die Mitglieder der Vereinigung dazu angehalten waren, diese zu präsentieren. Die Hauptquelle seiner schriftlichen Abhandlungen stellt Einige Gedanken dar, eine Sammlung seiner Schriften zwischen 1914 und 1954.

Da und dort fehlende Hintergrundinformationen habe ich aus verschiedenen Lehrbüchern ergänzt. In einigen Fällen wurde die anatomische Terminologie und Rechtschreibung der modernen Form angepasst.

Um die Beschreibung vieler im Buch erwähnter Techniken zu vertiefen, findet sich im Anhang ein Artikel mit dem Titel The Osteopathic Technique of Wm. [sic] G. Sutherland. Dieser von Dr. Howard Lippincott verfasste Beitrag wird mit Erlaubnis der American Academy of Osteopathy abgedruckt. Ich habe auch ein Glossar erarbeitet, um nicht vertraute Fachbegriffe und Begriffe zu definieren, die Dr. Sutherland auf besondere Art verwendete. Die Illustrationen des Textes wurden von Rachel Brooks M.D. konzipiert und von Marcia Williams aus Newton, Massachusetts, gezeichnet.

Viele glückliche Begebenheiten führten zu der Veröffentlichung dieser Vorträge von Dr. Sutherland: Erstens liefen 1949 und 1950 zwei Tonbandgeräte im Seminarraum mit, zweitens wurden die Aufnahmen aufbewahrt und nach und nach auf Kassetten überspielt und drittens brachten Freunde seine Worte von den Kassetten zu Papier und stellten mir die Aufzeichnungen zur Verfügung.

Im Herbst 1983 bot mir Dr. Rachel Brooks an, den Text mehrerer Kassetten aufzuschreiben. Der Zustand der Aufnahmen erschwerte die Arbeit, aber ihre Bemühungen ergaben Aufzeichnungen, mit denen man arbeiten konnte. Dann, im Jahre 1984, bot mir Rev. Elyn Maclnnis an, weitere Tonbandaufnahmen schriftlich aufzuzeichnen, und schließlich arbeitete ihr Ehemann, Rev. Peter Maclnnis, auch mit. Am Ende leisteten all diese Freunde fachmännische Hilfe und so lag schließlich der Inhalt aller 27. Tonbänder niedergeschrieben vor.

Ohne diese Hilfe hätte dieses Projekt nie begonnen und ohne beträchtliche Unterstützung nie zu Ende geführt werden können. Rollin E. Becker D.O.und John H. Harakal D.O.F.A.A.O. standen mit Ratschlägen und Feedback während des gesamten Projekts zur Verfügung. Unterstützung bei einer Vielzahl von technischen Aspekten leisteten James Gronemeyer D.O., Duncan Soule M.D. und Edgar Miller D.O. F.A.A.O. Einige Leute förderten aufgrund ihrer Wertschätzung für das Werk von Dr. Sutherland die Arbeit auch finanziell. Allen voran stellte Swami Chetanananda einen beträchtlichen Betrag für die Herausgabe dieses Werkes zur Verfügung.

Im Verlauf der Arbeit und nach Vervollständigung sämtlicher Manuskriptentwürfe machten Dr. Harakal und Dr. Brooks ihre durchdachten und kritischen Kommentare. Nach meinem dritten Entwurf übernahm Dr. Rachel Brooks schließlich die wichtige Aufgabe, das Manuskript für den Verlag aufzubereiten. Diese Arbeit bedeutete, für Illustrationen zu sorgen und beim Auffinden und Korrigieren von schwierigen und unklaren Stellen zu helfen. Ich möchte all diesen Leuten danken, die freiwillig so viel von ihrer Zeit geopfert haben.

Diese Vorträge sind für die Arbeit der Sutherland Cranial Teaching Foundation, Inc. gedacht. Sie stellen kein Lehrbuch dar. Bei Seminaren wird heutzutage das Lehrbuch Osteopathie in der Schädelsphäre von Harold I. Magoun Sr. D.O. F.A.A.O. verwendet. Wir hoffen aber, dass das vorliegende Werk in Dr. Sutherlands eigenen Worten verfasste Buch im Unterricht hilfreich sein wird und den Leser unterstützt, sein Kraniales Konzept in der Wissenschaft der Osteopathie zu verstehen.

Anne L. Wales D.O., Herausgeberin

EINFÜHRUNG (WALES)

Man kann Dr. Sutherlands Gedankengänge innerhalb der Wissenschaft und Anwendung der Osteopathie mitverfolgen von seinen Studententagen an der American School of Osteopathy in Kirksville, Missouri, bis hin zu den letzten Vorträgen, die er auf einem Seminar im Januar 1953, erneut in Kirksville, hielt. Diesen Sachverhalt verdanken wir der Tatsache, dass Mrs. Sutherland eine Biografie ihres Ehemannes schrieb, Mit klugen Fingern, und dass sie seine Aufzeichnungen in einem anderen Buch sammelte, das sie Einige Gedanken nannte.

Vor diesem so gut dokumentierten Hintergrund kann man erkennen, dass Dr. Sutherland als Arzt und Osteopath das praktizierte, was er gelernt hat. Durch sein Verständnis von Dr. Stills Lehre war er überzeugt, dass Dr. Andrew Taylor Still den lebenden menschlichen Körper als eine Einheit, einen Gesamtorganismus, betrachtete. Er erkannte auch, dass Dr. Still seinen Unterricht auf das beschränkte, was die Studenten seiner Meinung nach im ersten Jahrzehnt der Lehre der Osteopathie erfassen und sinnvoll anwenden konnten. Ebenso erkannte er, dass Dr. Still in seiner Lehre und in seinen Schriften die Saat einer umfassenderen Sichtweise pflanzte. Und natürlich drückte Dr. Still sein Verständnis der Anatomie, des Skelettsystems und des Konzepts der Osteopathie in der Sprache seiner Zeit aus.

Dr. Sutherland bemerkte oft, dass das Kraniale Konzept nicht seines wäre, sondern das von Dr. Still. Jener hatte behauptet, dass es in einem gesunden, lebenden menschlichen Körper keine Synarthrosen gäbe. Zu jener Zeit glaubte die Mehrheit, dass das Iliosakralgelenk eine Synarthrose und daher unbeweglich sei. In seiner Lehre analysierte Dr. Still nur die Iliosakralgelenke; Dr. Sutherland erkannte jedoch später, dass diese Betrachtungsweise auch auf den knöchernen Schädel angewandt werden konnte.

Dr. Still sprach oft von einem besonderen Entwurf, der die Bewegung in den Gelenken ermöglichte. Um dies besser darzustellen, waren anatomische Ansichtsexemplare im College ausgestellt. Sie konnten von den Studenten genau studiert werden. Wäre dies nicht der Fall gewesen, so wäre Dr. Sutherland nie zu dem Augenblick in seinem Leben gelangt, als ihn ein Geistesblitz überfiel und er die Artikulation der Sutura sphenosquamosa als einen Entwurf für Beweglichkeit erkannte, die auf einen Atemmechanismus schließen ließ – ähnlich wie die ‚Kiemen eines Fisches‘. Da er in anatomischen Lehrbüchern gelesen hatte, dass die Suturen und andere Gelenke im Bereich des Schädels und des Gesichts beim Erwachsenen verschmelzen oder verknöchern, begegnete er seiner Einsicht jahrelang mit Skepsis und Zurückhaltung.

Schließlich wollte Dr. Sutherland die Unsicherheit ausräumen, indem er die Fakten in seinem Gehirn ordnete und begann, die Gelenkflächen der einzelnen Knochen genau zu untersuchen. Damit wollte er sich selbst beweisen, dass eine Beweglichkeit zwischen den Knochen des Schädels an den Suturen unmöglich sei. Diesen Beweis konnte er nicht erbringen, und so musste er sich der Tatsache stellen, dass eine Beweglichkeit dennoch möglich ist, die nicht durch Muskeln hervorgerufen wird.

In seinen Vorträgen erklärte er, dass jeder, der die gleichen Untersuchungen anstelle, den gleichen Schock bekäme, wenn er diese Realität verstehe. Die Untersuchung der Bewegungslehre von Gelenken im lebendigen menschlichen Körper ließ ihn in seinen Patienten Kräfte erkennen, die Probleme und gesundheitliche Beanspruchungen beseitigen konnten. Die Natur der Gelenkmechanismen im Endo-Skelett, die mechanischen Prinzipien in Bezug auf bestehende Probleme und auf deren Selbstkorrektur führten zur Entdeckung neuer Diagnose- und Behandlungsmethoden am Patienten.

Im zunehmenden Verständnis der Osteopathie, wie sie von Dr. Still gelehrt und vorgestellt wurde, wurzelte die Entwicklung seiner Fähigkeiten als Arzt. Gegründet auf das, was ihn die Patienten lehrten, entwickelte Dr. Sutherland viele verschiedene Wege, Osteopathie zu praktizieren. Als seine Patienten von seinen Behandlungsmethoden zumindest profitierten und im besten Falle wieder gesund wurden, schloss er daraus, dass er sich eine grundlegende Wissenschaft zunutze machte, die dabei war, ihre Wahrheiten zu entfalten. Als Behandler besaß er die Fähigkeit, das jeweilige Problem ausfindig zu machen. In seinen Vorträgen betonte er, dass die Diagnose das Schwierigste sei. Sobald man das versteht, ist die Behandlung einfach.

Viele seiner Kollegen studierten bei ihm, da sie lernen wollten, die Osteopathie so zu praktizieren, wie er es tat. Dieser Wunsch war Grundlage für jene Kurse, die er in den 1940ern und 1950ern abhielt. Er begründete auch eine dazugehörige Fakultät, deren Mitglieder von ihm ausgebildet wurden.

Fast alle Teilnehmer an diesen Studiengängen spürten die Notwendigkeit, ihr Wissen in Anatomie und Physiologie nochmals zu überdenken. Sie fanden es in diesem Zusammenhang einfacher und interessanter, gemeinsam zu lernen. Als Konsequenz daraus bildeten sich landesweit Studiengruppen, und einige von ihnen beschlossen, ihre Aufmerksamkeit ganz auf den Schädel und die Lehre von Dr. Sutherland zu richten.

Die meisten der Kursteilnehmer bei Dr. Sutherland waren Mitglieder der Academy of Applied Osteopathy. Diese Organisation stellte eine Quelle der Unterstützung für seinen Unterricht dar. Im Juli 1946 versammelte sich eine Gruppe jener Interessierten auf der Konferenz und dem wissenschaftlichen Seminar der American Osteopathic Association in New York City. Dort wurde der Anstoß zur Gründung der Osteopathic Cranial Association als einer Tochter der Academy of Applied Osteopathy4 gegeben. Im Juli 1947, beim Jahrestreffen in Chicago, wurde dieser Organisationsprozess abgeschlossen.

Die Arbeit der Osteopathic Cranial Association umfasste auch das Organisieren von Konferenzen und das Aufbereiten von Material für Veröffentlichungen und Studienzwecke. Während dieser ganzen Zeit lief Dr. Sutherlands Unterrichtsprogramm weiter und schloss die Nutzung der Räumlichkeiten des Des Moines Still College of Osteopathy und des Chicago College of Osteopathy5 ein. Zusätzlich reiste Dr. Sutherland in Gegenden, die für jene, die sein Kraniales Konzept studieren wollten, günstig lagen. Kurse, die er in Providence, Rhode Island, in den Jahren 1948, 1949 und 1950 abhielt, gehörten zu diesen regionalen Ausbildungsprogramm.

Im Lauf der Zeit erkannte Dr. Sutherland die Notwendigkeit zur Schaffung einer Einrichtung, die es seinem Ausbildungsprogramm erlauben würde, unter Leitung seiner Fakultät weiterzulaufen. So veranlasste er im September 1953 die Gründung der Sutherland Cranial Teaching Foundation in Denver, Colorado.

Die Sutherland Cranial Teaching Foundation, Inc. stellt eine Ausbildungseinrichtung dar, deren Zweck die Weiterführung des von Dr. Sutherland organisierten Unterrichtsprogramms ist. 1960 organisierte sich die Academy of Applied Osteopathy neu und änderte ihren Namen in American Academy of Osteopathy. Zeitgleich änderte die Osteopathic Cranial Association ihre Verbindung zur Akademie von einer lediglich angegliederten Gesellschaft zu einem festen Bestandteil und änderte ihren Namen in Cranial Academy.

Den Mitgliedschaften in all diesen Organisationen ist eines gemeinsam: Das kontinuierliche Studium der Wissenschaft der Osteopathie und die Weiterentwicklung der Fähigkeiten in ihrem Anwendungsbereich. Es gibt Veröffentlichungen, Studiengemeinschaften, Seminare und Konferenzen. Ebenso stehen klinisch tätigen Behandlern, die osteopathische Colleges oder Krankenhäuser besuchen, Programme zur Verfügung.

Die Sutherland Cranial Teaching Foundation unterrichtet Studenten und bildet Mitglieder der medizinischen und zahnmedizinischen Berufe in den Einzelheiten der Philosophie, Anatomie und Physiologie des Primären Atemmechanismus aus. Der Unterricht lehrt die Kursteilnehmer Palpation und andere manuelle Fähigkeiten im Bereich der klinischen Anwendung des Kranialen Konzepts in Gesundheit und ebenso bei Problemen, die den Primären Atemmechanismus negativ beeinflussen, wie Krankheiten und Traumen. Dabei wird das Zusammenspiel mit der Anatomie und der Physiologie des gesamten Körpers betont.

Anne L. Wales D.O. Herausgeberin

W. G. SUTHERLAND – BIOGRAFISCHE INFORMATIONEN

William Garner Sutherland D.O.D.Sc. (hon.) (1873–1954) wurde in Portage County, Wisconsin, geboren. Er lebte mit seiner Familie in Minnesota und zog später mit ihr nach South Dakota. In Blunt war er ein Druckerjunge bei der lokalen Zeitung, dem Blunt Advocate. Bis 1890 hatte er sich zum Vorarbeiter emporgearbeitet. September 1893 ging er nach Fayette, Iowa, um die Upper Iowa University zu besuchen. Anschließend kehrte er zur Zeitung zurück und wurde schließlich der Herausgeber des Daily Herald in Austin, Minnesota. In dieser Stellung hörte er 1898 von Dr. Still und seinem Osteopathie-Unterricht in Kirksville, Missouri. Noch im selben Jahr schrieb er sich in der American School of Osteopathy ein und schloss seine Ausbildung mit dem Jahrgang 1900 ab.

1. WISSEN ERLANGEN, NICHT INFORMATIONEN SAMMELN

Hatten Sie jemals einen Gedankenblitz? Ich habe schon oft von jenem Gedankenblitz erzählt, der mir kam, bevor ich meinen Abschluss an der American School of Osteopathy im Jahre 1900 machte. Als ich den präparierten Schädel betrachtete, der sich in Dr. Stills Besitz befand, weckten die Details an den Gelenkflächen der Sutura sphenosquamosa mein Interesse. Die Vorstellung, dass diese Sutur ein Hinweis auf einen für Bewegung konzipierten Entwurf war, prägte sich mir ein.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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