Unsichtbare Mission #1 - A. F. Morland - darmowy ebook

Unsichtbare Mission #1 ebook

A. F. Morland

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Opis

Unsichtbare Mission - Band 1 Thriller von A. F. Morland Der Umfang dieses Buchs entspricht 105 Taschenbuchseiten. In Wien sollen in Kürze die SALT II-Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und Russland stattfinden. Da die Chinesen sich ausgegrenzt fühlen, versuchen sie, Burt Birney, Chefberater des US-Präsidenten für Nuklearfragen, auf ihre Seite zu ziehen. Doch der Mann ist regierungstreu! Daraufhin heuern die Chinesen gleich zwei Auftragsmörder an, um Birney, der bei den Verhandlungen eine wichtige Rolle spielt, zu beseitigen. Um einen Anschlag auf den Präsidenten-Berater zu verhindern, werden der CIA-Agent Mike Borran und der KGB-Mann Boris Tamjonskin von ihren Regierungen auf die Killer angesetzt. Gemeinsam gelingt es den beiden ungleichen Agenten, die Attentäter nacheinander zu stellen – doch dann sind sie von feindlichen Agenten umzingelt und haben keine Patronen mehr in ihren Waffen ...

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A. F. Morland

Unsichtbare Mission #1

Ein Grab in Wien

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Ein Grab in Wien

Unsichtbare Mission - Band 1

von A. F. MORLAND

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 105 Taschenbuchseiten.

 

In Wien sollen in Kürze die SALT II-Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und Russland stattfinden. Da die Chinesen sich ausgegrenzt fühlen, versuchen sie, Burt Birney, Chefberater des US-Präsidenten für Nuklearfragen, auf ihre Seite zu ziehen. Doch der Mann ist regierungstreu! Daraufhin heuern die Chinesen gleich zwei Auftragsmörder an, um Birney, der bei den Verhandlungen eine wichtige Rolle spielt, zu beseitigen. Um einen Anschlag auf den Präsidenten-Berater zu verhindern, werden der CIA-Agent Mike Borran und der KGB-Mann Boris Tamjonskin von ihren Regierungen auf die Killer angesetzt. Gemeinsam gelingt es den beiden ungleichen Agenten, die Attentäter nacheinander zu stellen – doch dann sind sie von feindlichen Agenten umzingelt und haben keine Patronen mehr in ihren Waffen ...

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

[email protected]

Prolog

Quer durch den Kontinent hatte Mike Borran die Spur von Tom Young verfolgt. Nun war Mike so dicht an den Mann herangekommen, dass er nur noch seinen Arm auszustrecken brauchte, um ihn zu schnappen.

Das Haus, in dem Young Unterschlupf gefunden hatte, stand nahe den Brooklyn Piers in New York.

Ein einfaches Gebäude. Einstöckig, mit Feuerleiter.

Es war zweiundzwanzig Uhr. Außer Mike Borran war kein Mensch mehr auf der Straße. Die Luft war mit Tang und Teer geschwängert.

Mike schritt mit geschmeidigen Bewegungen auf das unscheinbare Gebäude zu. Bevor er es betrat, zog er seinen 38er Smith & Wesson aus dem Schulterholster, denn es war sicher, dass ihm Tom Young nicht vor Freude um den Hals fallen würde, wenn er ihm gegenübertrat.

Mike entsicherte die Waffe.

1

Young war kalt und glatt wie eine Schlange. Ein Mann, der im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen ging. Bekannt auf der gesamten internationalen Agentenszene.

Kompromisslos und zuverlässig. Er stand hoch im Kurs. Jeder Staat konnte ihn mieten. In der jüngsten Vergangenheit hatte er mehrfach für die Leute in Peking gearbeitet und war dabei nicht schlecht gefahren.

Man hatte ihn in amerikanischen Dollars bezahlt. Das Geld war prompt auf sein Schweizer Konto überwiesen worden. Noch bevor der Mann, den er für die Chinesen aus dem Verkehr gezogen hatte, richtig kalt gewesen war.

So liebte Tom Young die Abwicklung eines Geschäfts. Hier Leistung - da Bezahlung.

Er hatte bereits einen neuen Auftrag in der Tasche. Quer durch die Staaten war er gereist, um beizeiten seine Spuren zu verwischen, denn die Gegenseite schlief nicht, und Young beging niemals den Fehler, seine Gegner zu unterschätzen.

Der Kontaktmann Chinas trat ans Fenster und warf einen Blick nach draußen. Dunkel und friedlich lag die Straße da.

Ihr Anblick beruhigte Tom Young. Er wandte sich um, strich sich das schwarze Haar aus dem Gesicht und zündete sich ein Zigarillo an.

Rauchend packte er seinen cremefarbenen Schweinslederkoffer weiter.

Trostlos sah der Raum aus, in dem er die letzten beiden Tage verbracht hatte. Es gab keinen Lüster. Am Draht hing lediglich eine Glühbirne.

Die vergilbten Tapeten lösten sich überall von den Wänden. Die Möbel waren wackelig und ächzten, wenn man sie benützte.

Dabei hätte Tom Young mit seinem Einkommen im Waldorf Astoria wohnen können. Doch wenn er arbeitete, bevorzugte er Wohnungen dieser Art, weil sie so unauffällig wie Rattenlöcher waren.

Young klappte den Kofferdeckel zu. Er sah auf seine Digitaluhr. In eineinhalb Stunden startete seine Maschine.

Das Ticket für den Flug nach Europa lag neben dem Koffer auf dem Tisch. Ausgestellt auf den Namen Hank Smith.

Tom Young wollte danach greifen und es einstecken.

Da vernahm er das leise Knarren der Holztreppe. Ein verräterisches Geräusch! Youngs Wangenmuskeln zuckten.

Seine Augen verengten sich. Er lebte ständig mit der Gefahr und hatte beizeiten gelernt, solche Geräusche nicht zu überhören.

Das war der Grund, weshalb er sich immer noch bester Gesundheit erfreute: Tom Young war übervorsichtig.

Blitzschnell glitt seine Hand ins Cordsamtjackett.

Und als sie gleich darauf wieder zum Vorschein kam, lag der Kolben einer Luger in ihr.

2

Mike Borran biss sich auf die Lippen, als die Holztreppe knarrte. Er konnte sicher sein, dass Young nun gewarnt war.

Hastig brachte er die restlichen Stufen hinter sich. Er erreichte die Tür, hinter der sich Tom Young aufhielt.

An und für sich gehörte es sich, dass man anklopfte, wenn man eine Wohnung betreten wollte. Doch in diesem Fall wäre das das verkehrteste gewesen, was Mike hätte tun können.

Wenn er Young fassen wollte, musste er ihn überrumpeln. Anders war der gerissene Mann nicht zu kriegen.

Mike Borrans rechtes Bein flog hoch. Er rammte es in Schlosshöhe gegen das Holz der Tür, die berstend aufging.

Mit angespannten Muskeln schnellte sich Mike in den Raum. Genauso, wie es ihm die Leuteschinder im Ausbildungscamp der CIA beigebracht hatten.

Mike krümmte den Rücken. Er überschlug sich, rollte ab, kam auf die Beine und warf sich zur Seite. Das ging so schnell, dass man kaum mit dem Zusehen mitkam.

Als die Tür gegen die Wand donnerte, zog Tom Young den Stecher seiner Luger zum ersten Mal durch. Die Kugel verfehlte Mike Borran nur um wenige Inches.

Der zweite Schuss hackte sich dort in den Bretterboden, wo Mike sich noch vor einem Sekundenbruchteil befunden hatte.

Kugel Nummer drei zertrümmerte den Lichtschalter.

Es war schlagartig dunkel im Raum. Genau in diesem Moment federte Mike Borran von der rasanten Rolle auf die Beine.

Er stieß seinen Smith & Wesson in die Richtung, in der er den Gegner vermutete. Sehen konnte er ihn nicht.

»Lass die Kanone fallen, Young!«, stieß er gepresst hervor. »Zwing mich nicht, auf dich zu schießen!«

Die Antwort waren zwei Mündungsfeuer.

Mike warf sich nach links und schoss zurück. Doch so leicht war Tom Young nicht zu treffen. Der Mann verstand zu kämpfen.

Aus seinem Dossier ging hervor, dass er seine Haut schon mehrmals aus aussichtslos scheinenden Situationen gerettet hatte.

Young war ein Meister im Nützen von geringsten Chancen.

Die Fensterflügel klapperten. Mike sah einen Schatten über die Fensterbank rutschen. Er schoss. Aber Young war schon draußen und hastete die Feuerleiter hinunter.

Mike jagte durch den Raum. Inzwischen hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt.

Er sah das Flugticket neben dem Koffer auf dem Tisch liegen, ergriff es und steckte es ein. Augenblicke später schwang auch er sich aus dem Fenster auf die Feuerleiter.

Wie ein Schatten huschte Young um die Ecke.

Mike Borran setzte alles daran, um den gefährlichen Mann zu kriegen. Es war durchgesickert, dass Tom Young einen neuen Kontrakt von Peking angenommen hatte. Man wusste zwar nichts Genaues, aber die Leute des CIA reimten sich so einiges zusammen.

Burt Birney, der Chefberater des Präsidenten für Nuklearfragen, hatte von Peking ein unsauberes Angebot erhalten.

Birney hatte es glattweg abgelehnt, für die Chinesen zu arbeiten, worauf diese ihn auf ihre schwarze Liste setzten.

Und Tom Young schien die Sache für die Chinesen in deren Sinn bereinigen zu sollen. Um den Anschlag zu verhindern, hatte die CIA Mike Borran auf Young angesetzt.

Birney war gerade jetzt, wo die SALT-Gespräche unmittelbar bevorstanden, ein äußerst wichtiger Mann. Ihm durfte unter keinen Umständen etwas zustoßen.

Und damit ihm nichts passierte, musste Mike Borran Tom Young kriegen. Um jeden Preis.

Young schlug sich zur Wasserfront durch. Er rannte an kahlen Lagerhauswänden vorbei und zog sich hinter einen Berg von Metall-Containern zurück. Er verschmolz mit der Dunkelheit.

Sein Atem ging schnell.

Er hasste den Agenten, den er auf seinen Fersen hatte, und er war entschlossen, den Mann ohne Skrupel fertigzumachen.

Soeben trat Mike Borran in Youngs Blickfeld. Tom Young hob sofort die Waffe und zielte auf den Gegner. Aber er drückte noch nicht ab.

Mike Borran sollte erst noch näher herankommen, damit es ein sicherer Schuss wurde.

Und Mike kam näher ...

3

Wie wichtig Tom Young den Chinesen war, bewies die Tatsache, dass sie den Kontrakt-Mann keine Minute aus den Augen ließen.

Young selbst hatte keine Ahnung davon, dass zwei Schutzengel ständig in seiner unmittelbaren Nähe waren, die für seine persönliche Sicherheit zu sorgen hatten.

Peking rechnete damit, dass die CIA etwas gegen den Kontrakt-Mann unternehmen würde und schirmte ihn aus diesem Grund nach Möglichkeit ab.

Als in Tom Youngs Wohnung die Schüsse fielen, wurden die beiden Männer vom chinesischen Geheimdienst aktiv.

»Young hat Ärger!«, zischte der eine in seiner Muttersprache.

Der andere nickte nur.

Sie standen in der Dunkelheit zwischen zwei Gebäuden. Ihre Blicke waren auf die Feuerleiter gerichtet, über deren Stufen Tom Young gerade herunterhetzte.

Young verschwand um die Ecke. Einen Augenblick später landete sein Verfolger auf dem Asphalt.

»Ist dir dieses Gesicht schon mal begegnet?«, fragte der eine Chinese.

Der andere schüttelte den Kopf. »Ich sehe den Mann zum ersten Mal.«

»Er muss einiges loshaben, sonst würde ihn die CIA nicht auf Tom Young ansetzen.«

»Wir werden mit ihm fertig. Ich bin sicher.«

Die China-Männer folgten Young und Mike Borran. Beizeiten holten sie ihre Schießeisen hervor. Sie hatten die Absicht, mit dem Mann, der Tom Young jagte, kurzen Prozess zu machen.

Der CIA-Agent sollte sterben. In einer einsamen Gegend. Allein. Der Tod sollte ihn ereilen, ohne dass er auch nur die geringste Chance hatte, sein Ende zu verhindern.

Die Chinesen näherten sich mit starrer Miene der Wasserfront. Sie konnten Tom Young, ihren Schützling, nirgendwo sehen.

Aber sie sahen den anderen.

Ein paar Kugeln in den Rücken würden dem Mann für immer seine Tatkraft und seine Gefährlichkeit nehmen ...

4

Mike Borran blieb kurz stehen. Er lauschte. Stille umfing ihn. Aber diese Stille war trügerisch, denn irgendwo hier lauerte der Tod.

Mike hatte in kurzer Zeit zu jagen gelernt. Er wusste, wie man vorgehen musste, um dem wartenden Gegner nicht blindlings ins offene Messer zu rennen.

Deshalb versuchte er sich, bevor er weiterging, in Tom Youngs Lage zu versetzen. Der Kontrakt-Mann war hierher geflohen.

Nun wollte er den Spieß sicherlich umdrehen. Das hieß: aus dem Jäger sollte ein Gejagter werden. Mike war sicher, dass Young sich hier irgendwo versteckt hatte und auf den günstigsten Augenblick wartete, um sich seines Verfolgers zu entledigen.

Die beste Position für Youngs Vorhaben waren die Container.

Mit Sicherheit hatte sich Tom Young zwischen die großen Metallbehälter zurückgezogen.

Es wäre ein sträflicher Leichtsinn gewesen, wenn Mike Borran die Container nun auf Direktkurs angesteuert hätte.

Darauf wartete Tom Young ja nur.

Deshalb musste Mike etwas tun, womit Young nicht rechnete. Blitzschnell wandte sich Mike Borran nach links. Er begann zu laufen, beschrieb einen weiten Bogen und gelangte von einer anderen Seite an die Container.

Zwischen den großen Behältern war es so finster, dass man die Hand nicht vor den Augen sehen konnte.

Mike verließ sich auf sein ausgezeichnetes Gehör. Immer wieder blieb er kurz stehen, um zu lauschen.

Da!

Ein kleines Geräusch nur, aber Mike Borran hatte es sofort wahrgenommen.

Er glitt an der kalten Containerwand entlang.

Lautlos, wie ein körperloser Schatten, war er unterwegs. In diesem Augenblick glich er einem Panther, der sich an das Beutetier heranpirscht.

Young war ganz nahe.

Mike konnte den Mann atmen hören. Und Young kam noch näher. Der Kontrakt-Mann wollte sich nun doch lieber absetzen, wie es schien.

Mike rührte sich nicht mehr vom Fleck. Mit festem Griff hielt er den Smith & Wesson in seiner Rechten.

Tom Young war ihm sicher. Es blieb nicht mehr viel zu tun.

Drei Schritte war Young noch von Mike Borran entfernt. Der CIA-Agent hielt den Atem an.

Zwei Schritte. Mike konnte den Gegner nicht sehen, aber er fühlte ihn mit jeder Faser seines Körpers.

Ein Schritt!

Und dann schlug Mike Borran wie der Blitz aus heiterem Himmel zu. Seine Revolverhand schoss nach vorn. Der Waffenlauf bohrte sich in Tom Youngs Bauch.

Der Kehle des Kontrakt-Mannes entrang sich ein erschrockener Laut. Er erstarrte.

Dennoch sagte Mike: »Keine Bewegung, Young. Du kannst dir denken, dass ich im Augenblick einen verdammt nervösen Zeigefinger habe!«

Mike hörte den Mann schlucken. Tom Young war kein Dummkopf. Er wusste, wann eine Partie verloren war. Und diese hier hatte er gründlich geschmissen.

Protestlos ließ er sich die Luger abnehmen. Mike tastete den Mann nach weiteren Waffen ab, fand ein Stilett, steckte es ebenfalls ein.

»Vorwärts jetzt!«, befahl Mike, nachdem der Kontrakt-Mann sauber war. »Wir verlassen die unwirtliche Stätte.«

»Wohin geht es?«

»Lass dich überraschen«, antwortete Mike. Ein leichter Druck mit dem Revolver genügte. Tom Young wandte sich langsam um und setzte sich in Bewegung.

Dennoch wusste Mike Borran, dass er noch lange keinen Grund hatte, zu triumphieren. Young kannte tausend Tricks.

Wenn Mike nicht ständig auf der Hut war, konnte ihm Tom Young jederzeit wieder entwischen. Aufatmen würde Mike Borran erst können, wenn Young von der CIA in Gewahrsam genommen worden war.

Bis dahin lag aber noch ein steiniger Weg vor ihm.

Die Schwierigkeiten begannen für Mike schon in dem Augenblick, wo er mit Tom Young zwischen den Containern hervortrat.

Schüsse peitschten. Kugeln flogen Mike um die Ohren. Wenn er nicht so rasch zurückgeschnellt wäre, hätte er den unverhofften Überfall wohl kaum überlebt.

In diesen Sekunden bewies Tom Young seine Klasse.

Der Kontrakt-Mann hechtete sich zur Seite und setzte sich unverzüglich ab. Mike versuchte den Fliehenden mit einem Schuss ins Bein zu stoppen.

Doch sobald er zwischen den Containern die Nasenspitze hervorstreckte, fingen die Kerle, denen die Sicherheit Tom Youngs am Herzen lag, sofort wieder an zu schießen.

An eine Verfolgung Youngs war nicht zu denken. Die Schießer hätten Mike schon nach den ersten Schritten wie einen Hasen abgeknallt.

Mike Borran tippte richtig, dass er es hier mit Chinesen zu tun hatte. Gleich darauf sah er den ersten.

Den Burschen genügte es offenbar nicht, Mike daran zu hindern, dass er Tom Young folgte. Sie wollten diese Angelegenheit gleich gründlich bereinigen.

Mike Borran übte den harten Agentenjob zwar noch nicht lange aus, aber was das konkret für ihn bedeutete, wusste er auf Anhieb: Er sollte hier über die Klinge springen!

5

Mike hatte jedoch nicht die Absicht, den Asiaten ein solches Vergnügen zu gönnen. Er vergaß Tom Young vorläufig und konzentrierte sich auf die Chinesen.

Die hatten im Augenblick Vorrang.

Young würde er irgendwann wiederfinden. Und bei der zweiten Begegnung wollte Mike dafür sorgen, dass der Kontrakt-Mann nicht einmal ein Fragment von einer Chance hatte.

Geduckt zog sich Mike Borran zwischen die Container zurück. Er hörte einen der Chinesen auf die Metallbehälter klettern.

Sekunden später tauchte schräg oben das flache Gesicht des Rotchinesen auf. Sie schossen gleichzeitig. Überhastet.

Dennoch streifte Mikes Schuss die Schläfe des Gegners. Der Mann warf sich stöhnend zur Seite. Sein Begleiter ballerte drauflos, ohne Mike zu sehen.

Mike Borran zielte auf die Feuerlanzen und drückte zweimal hintereinander ab. Ein heiserer Schrei war zu hören.

Dann fiel kein weiterer Schuss mehr.

Mike verzichtete darauf, den Schusswechsel mit den Chinesen fortzusetzen. Es war ihm wichtiger, unversehrt von hier wegzukommen.

Eine Menge Dinge mussten nun schnellstens getan werden. Deshalb setzte sich Mike so rasch wie möglich ab.