Mariella Meermädchen 2 - Meeresreich in Not - Sue Mongredien - ebook

Mariella Meermädchen 2 - Meeresreich in Not ebook

Sue Mongredien

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Opis

Als das Meermädchen Fiona um Hilfe bei der Suche nach ihrem Muschelstück bittet, ist Mariella überglücklich. Sie folgen den Robben, die in einer Höhle ein magisches Glitzern gesehen haben. Doch ein riesiger Orca mit rotglühenden Augen will die beiden von der Muschel fernhalten. Wird die Magie der Meermädchen stärker als das Ungetüm sein? Mariella ist eine verzauberte Meerjungfrau. Nachts erlebt sie mit Hilfe ihrer magischen Muschelkette wundersame Abenteuer im Unterwasserreich Aquaris. Doch dieses Reich ist in Gefahr … und nur Mariella kann es retten! Eine zauberhafte Kinderbuch-Reihe ab 7 Jahren für alle Fans von Arielle, die Meerjungfrau!

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Inhalt

Der Zauber kehrt zurück

Geheimnisvolles Funkeln

Finsterer Empfang

Gestrandet!

In der Falle!

Ein zauberhafter Morgen

Der Zauber kehrt zurück

Mariella Meerbusch knöpfte das Oberteil ihres Schlafanzugs zu und ließ sich laut gähnend aufs Bett plumpsen.

„Klingt, als wird hier jemand sehr bald wie ein Murmeltier schlafen“, sagte Mariellas Papa und wuschelte ihr durchs Haar. „Die viele Seeluft macht müde, oder?“

Mariella schenkte ihrem Papa ein Lächeln. Er war so groß, dass er mit dem Kopf fast an die niedrige Decke stieß. Und er hatte recht: Sie hatte den ganzen Tag mit Planschen und Schwimmen am Strand verbracht. Außerdem hatte sie ein paar riesige Sandburgen gebaut und mit Schneckenmuscheln verziert.

Die Hufeisenbucht war einfach ein zauberhafter Ort … Doch wie zauberhaft er wirklich war, wusste sie erst seit Kurzem.

„Ich komme mir immer noch vor wie im Urlaub“, murmelte sie leise.

In diesem Moment schlichen sich Mama und Oma ins Zimmer. Als sie das hörten, mussten sie lachen.

„Ich weiß genau, was du meinst“, antwortete Papa und blickte sich um. „Für mich ist es auch komisch, wieder hier zu sein. Dieses Zimmer war lange mein Kinderzimmer. Jetzt gehört es dir.“ Er grinste sie an. „Aber eigentlich ist das doch toll, oder was meinst du?“

Mariella nickte zustimmend. Sie und ihre Familie lebten erst seit einigen Tagen in Oma Roses „Bootshaus“ am Meer. Zuerst war Mariella wütend und traurig gewesen, von zu Hause und ihren Freunden weggehen zu müssen. Aber jetzt war sie selbst ganz überrascht, wie schnell sie sich in der Hufeisenbucht einlebte. Was aber noch viel wichtiger war: Sie hatte bereits ein paar neue, ganz besondere Freundinnen gefunden … die Meermädchen von Aquaris, dem Unterwasser-Königreich!

Mariellas Mama ging zum Fenster hinüber und wollte die Vorhänge zuziehen. „Sieh nur! Steigt das Wasser denn immer so hoch?“, fragte sie ihre Schwiegermutter überrascht. „Wie weit kommt die Flut denn herein?“

Oma ging langsam zu ihr. Weil sie vor kurzer Zeit schlimm gestürzt war, ging sie an einem Stock. Mariella war nun auch neugierig geworden. Sie stellte sich zwischen ihre Mutter und ihre Großmutter und schaute aufs Meer.

Von Mariellas neuem Zimmer aus hatte man wirklich einen großartigen Ausblick! Man konnte die ganze Bucht sehen: den Strand mit seinem goldgelben Sand, die hohen Klippen – und die Segelboote, die vorbeifuhren. Mariella stand zu gerne am Fenster und sah nach draußen. Heute Abend jedoch brauste die Brandung bis an die Felsen. Mit weiß schäumenden Zungen leckten die Wellen über die glänzenden, dunklen Steinbrocken.

Oma runzelte die Stirn. „Das Wasser ist wirklich ziemlich hoch“, stimmte sie zu. „Betti von nebenan hat mir erzählt, dass es weiter unten an der Küste Überschwemmungen gegeben hat. Um diese Jahreszeit passiert das normalerweise nicht.“

„Überschwemmungen?“, fragte Mariella unruhig.

„Ja“, meinte Oma. Auch sie blickte einen Moment lang besorgt drein, während sie die Wellen beobachtete. Dann legte sie ihrer Enkelin eine Hand auf die Schulter. „Wir sind völlig sicher“, beruhigte sie Mariella. „Das Haus liegt viel zu hoch, um überflutet zu werden. Du kannst mir glauben, hier wird uns so schnell nichts wegspülen!“

„Deine Oma hat recht“, pflichtete Mariellas Papa bei. „Dieses Haus steht hier schon seit über hundert Jahren. Es hat schon so manches Hochwasser kommen und gehen sehen.“

„Wie auch immer“, sagte Mariellas Mama und zog die Vorhänge zu. „Für dich ist jetzt Schlafenszeit, Mariella Meerbusch. Ab mit dir in die Koje!“

Mariella schlüpfte wieder ins Bett und verkroch sich unter der Decke. Mama, Papa und Oma gaben ihr alle noch einen Gutenachtkuss und verließen dann das Zimmer. Oma warf ihr von der Schwelle noch eine Kusshand zu. Sie löschte das Licht und schloss dann behutsam die Tür.

Sowie sie allein war, streckte Mariella ihre Hand nach dem Nachttisch neben dem Bett aus. Mit klopfendem Herzen tastete sie, bis ihre Finger an einen glatten, kühlen Gegenstand stießen. Da war es! Das Stück Muschelhorn, das an einer silbernen Kette hing. Es war ein Geschenk ihrer Oma, das sie Mariella am Tag ihrer Ankunft gegeben hatte. Aber es war nicht einfach nur irgendeine hübsche Muschelscherbe. Oh nein! Das hier war eine verzauberte Muschel! Und gleich in der ersten Nacht hatte sie Mariella in ein wunderbares Unterwasser-Abenteuer entführt.