Killer im Käfig - Alfred Bekker - darmowy ebook

Killer im Käfig ebook

Alfred Bekker

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Opis

Ein Killer in Berlin, der selbst in der Falle sitzt - eine Kriminal-Story von Alfred Bekker und Marten Munsonius. Er war kein Berliner. Nicht mehr. Aber er kam noch ab und zu in die Bundeshauptstadt, um zu arbeiten. Immerhin das hatte er mit den Bundestagsabgeordneten gemein. Weil sich in seinem Gepäck eine Automatik mit aufgeschraubtem Schalldämpfer und genügend Munition befand, konnte er nicht mit dem Flugzeug anreisen, sondern war auf das Auto angewiesen. Eigenartig, dachte er. Wenn du nach Berlin kommst, fällt dir immer dasselbe ein. Der Tag, an dem die Mauer brach. Du saßt vor dem Fernseher wie Millionen Deutsche in Ost und West. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird der Bundeskanzler interviewt. Du zappst auf die Privaten. Da sagt der Moderator vor jubelnden Berlinern: "Unsere öffentlich-rechtlichen Kollegen haben, wie ich höre, den Bundeskanzler vor dem Mikro. Aber wir haben einen gleichwertigen Ersatz: Harald Juhnke!" Er schaltete einen Gang höher. Der Motor heulte auf. Jedesmal, wenn du nur daran denkst, musst du schon lachen! Für jemand anderen würde es jetzt nichts mehr zu lachen geben. Dafür würde er sorgen. Das war sein Job.

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Alfred Bekker, Marten Munsonius

Killer im Käfig

Berliner Kriminalerzählung

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

KILLER IM KÄFIG

Alfred Bekker & Marten Munsonius

 

 

 

© Alfred Bekker, CassiopeiaPress

All rights reserved.

Ein CassiopeiaPress E-Book.

Www.AlfredBekker.de

 

Er war kein Berliner.

Nicht mehr.

Aber er kam noch ab und zu in die Bundeshauptstadt, um zu arbeiten. Immerhin das hatte er mit den Bundestagsabgeordneten gemein.

Weil sich in seinem Gepäck eine Automatik mit aufgeschraubtem Schalldämpfer und genügend Munition befand, konnte er nicht mit dem Flugzeug anreisen, sondern war auf das Auto angewiesen.

Eigenartig, dachte er. Wenn du nach Berlin kommst, fällt dir immer dasselbe ein. Der Tag, an dem die Mauer brach. Du saßt vor dem Fernseher wie Millionen Deutsche in Ost und West. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird der Bundeskanzler interviewt. Du zappst auf die Privaten. Da sagt der Moderator vor jubelnden Berlinern: "Unsere öffentlich-rechtlichen Kollegen haben, wie ich höre, den Bundeskanzler vor dem Mikro. Aber wir haben einen gleichwertigen Ersatz: Harald Juhnke!"

Er schaltete einen Gang höher.

Der Motor heulte auf.

Jedesmal, wenn du nur daran denkst, musst du schon lachen!

Für jemand anderen würde es jetzt nichts mehr zu lachen geben.

Dafür würde er sorgen.

Das war sein Job.

 

 

*

 

 

Von der Oranienburger Straße, nahe der Synagoge waren es nur ein paar hundert Meter bis zu den Hackeschen Höfen.

Es war nicht sonderlich kalt, nur regnerisch. Ungemütliches Nieselwetter eben. Aber der Killer trug dennoch Handschuhe.

Schließlich waren seine feingliedrigen Hände ein Teil seines wichtigsten Handwerkszeugs. Und klamme Finger konnte er sich einfach nicht leisten. Der andere Teil seines Handwerkszeugs, eine speziell für ihn umgebaute Automatik – Geschenk eines russischen Gönners – befand sich gut verborgen in einem Holster unter seinem Mantel.

Der Mann war hochgewachsen und ziemlich kräftig gebaut. Der blonde Kurzhaarschnitt unterstrich die kantigen Gesichtszüge.

Er war sauber rasiert - ein wenig hatte er von einem Geschäftsmann an sich, mit Freizeit für eine kleine Stadttour.

Die Oranienburger Straße mit ihren zahlreichen Clubs, den Lokalen, der „Mitte Bar“ und dem „Café Orange“ ließ der Killer links liegen. Er kannte die Gegend zur Genüge, selbst den Straßenstrich, der aber dort endet, wo der Hackesche Markt einmündet. Der Killer hatte früher einmal als Knochenbrecher für einen der Zuhälter gearbeitet. Aber das war lange her.

Der Schöne Bodo war der Lude überall genannt worden, bis ihm ein Konkurrent ein Schrotgewehr ins Gesicht gehalten und abgedrückt hatte.

Der Schöne Bodo hatte überlebt und wohnte jetzt in einem Pflegeheim.