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Stellen Sie sich vor: Es ist Nacht, der Himmel funkelt, und Sie blicken durch ein Fernrohr, das Sie mit Ihren eigenen Händen gebaut haben. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie das geht. Sie brauchen dafür nur zwei Papprohre, schwarzen Bastelkarton, Klebestreifen, ein Stanleymesser und zwei Sammellinsen, zusammen für rund 10 bis 12 Euro. Jeder Bauschritt ist mit eigenen Fotos belegt: das Kürzen des Rohres, die schwarze Innenverkleidung, das Einsetzen des Objektivs, das kleine Okular. Eine Zeichnung erklärt, wie das Licht durch das Fernrohr wandert, und eine einfache Rechnung zeigt, warum Ihr Kepler-Fernrohr 24-fach vergrößert. Damit sehen Sie den Mond mit seinen Kratern, darunter den Krater Kepler, gestochen scharf. Dann geht die Reise weiter, zu den Menschen, die den Himmel entzifferten: Johannes Kepler, der mit zwei gewölbten Linsen das Fernrohr neu erfand und die Bahnen der Planeten als Ellipsen erkannte. Dazu zwanzig seiner schönsten Gedanken über Himmel, Mathematik und Glauben. Su Song, der im alten China nach einer peinlichen Blamage einen zwölf Meter hohen Turm baute, angetrieben von Wasser, mit einer Sternenkugel, die sich von selbst dreht, und über hundert Holzfiguren, die die Stunden schlagen. Tycho Brahe, der Däne mit der goldenen Nase, der auf seiner eigenen Insel wohnte, einen Elch als Hausgenossen hielt und zwanzig Jahre lang ohne Fernrohr den Himmel vermaß, so genau wie niemand vor ihm. Als Zugabe wartet der Laubenvogel, ein Baumeister der Natur, der mit optischen Täuschungen um seine Braut wirbt, und zum Abschluss eine besinnliche Einladung, über das Bleibende nachzudenken. Mit sechs Fotos auf gelbem Grund und elf Tafeln im Stil der Sachbücher aus den fünfziger Jahren. Für alle, die gerne basteln, gerne staunen und nachts gerne nach oben schauen.
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Liczba stron: 83
Rok wydania: 2026
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