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Archäologie ist eine Wissenschaft der Spuren. Die Wahrheit liegt verborgen in Schichten, Gruben, Mauern und Scherben. Doch Spuren sind keine Geschichten. Geschichten machen wir daraus. Genau hier beginnt dieser Kriminalroman. Georg Roggl stößt auf Fälle, die von realen archäologischen Kontroversen, Irrtümern und Fälschungen inspiriert sind. Sie zeigen, wie leicht ein echter Fund durch falsche Zuordnung, manipulierte Fundorte oder wiederholte Fehlinterpretationen eine falsche Bedeutung erhalten kann. Seine eigene Spur beginnt unscheinbar: mit einer Scherbe, einer Fundnummer, einer Boden-verfärbung und einem alten Grabungsbericht. Schließlich entdeckt Georg einen Fund, der ihn zu der Frage führt: Welche falsche Geschichte könnte dieser Fund erzählen? Er erkennt ein beunruhigendes Muster. Eine Fälschung muss kein Betrug sein. Sie kann aus vielen Irrtümern entstehen, die über Generationen weitergegeben werden, bis niemand mehr weiß, wo die vermeintliche Wahrheit ihren Ursprung hatte. Damit wird die Vergangenheit zum Tatort, der Befund zum Beweismittel und die Interpretation zur möglichen falschen Fährte. Historischen Fälle helfen Georg nicht Gewissheit zu finden. Denn der gefährlichste Fehler eines Archäologen ist nicht, etwas nicht zu wissen, sondern zu glauben, man wisse es bereits. Ein Fund kann lügen. Ein Befund wesentlich schlechter.
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Liczba stron: 217
Rok wydania: 2026
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