das grosse babel,n - Ferdinand Schmatz - ebook

das grosse babel,n ebook

Ferdinand Schmatz

0,0

Opis

Entlang bekannter Texte aus der Bibel führt Schmatz in seiner Dichtung zu den Zusammenhängen von Denken und Sprechen. Er läßt dabei die in der Vorlage angelegten Rede- und Sinnfiguren, ihre Motive und Themen, in Form des großen Sprechgesanges widerkehren, behält den Ton und das Sujet der unterschiedlichen Textsorten und literarischen Traditionen der Genesis, der Psalmen und der Apokalypse wie ein Phantom im Hinterkopf und im Ohr. Indem der Bezug zur biblischen Vorlage vom Zwang zu vordergründiger Erfindung befreit, ist das grosse babel,n die bisherige Summe von Schmatz' dichterischem Werk: seine poetische Gestaltung aller möglichen Formen der Erkenntnis und Empfindung hebt die historische Klage des Hieronymus, daß wir die Bibel in Prosa lesen, auf und löst eine umfassende, sozial, historisch und ästhetisch relevante Vorstellung davon ein, was Dichtung ist.

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ferdinand schmatz

das grosse babel,n

das grosse babel,n jetzt

nichts,

dass alles

ringt sich,

achsengebeugt,

im wehdrang klagbar hoch

jammergestockt, ein höchnis –

so

ständig wellts stimmwogen

bänderlos nach unterst,

doch dieses mal,

eingruben sie sich,

in die rammlücken

schalten sie bloss,

nicht nur ab

geblockt stossen

sie nicht nur hochhimmelnd

laut

vielmehr bäumen sie

– am rücken des lamms –

asteinwärts stammsüchtig verkorkst,

im zirkel-wurf

ohne zustich,

durch spatenzunge

aufgeladenen turf,

so in etwa, hoch

dreck hebts,

drängt nach das eingelippte

bröselt in sich auf

bricht es, alles, sonnenwonne

stochert zwischen den brauen

sehen auf, das bringt:

die gesichter – aus dem gleichen

ins wanken, das heisst:

zeichen müssen die blicke decken,

und prasseln auch schon nieder,

einknirsche trotz achselschmalz

und armklatsche lautet nach,

o, name beführ

alles oder nichts wortet,

drallt durch die gänge,

ein hörfang ablass,

also: wo ohr schall dort rahmt,

bleich, die feile und trommelt

der bänder flucht ins gewirksame,

ein mit spiel im auftaumel,

das rutscht, was wog, weg

das heisst im wortgezitter:

begreif es doch,

nimm spur aus atem,

ein er begriff,

nie sie, aber all, also es,

durch noch mal,

durch dieses mal:

so spragelts sich,

was zu erwarten war

hüpft, amselzitterich

von einem ast

zum nächsten wir, rnis hoch

festigt das feste gar und nicht

blitzt auf im farbenwusch, geziert

zwingt es hinter das bein ins geh, irn

und steigt, und steigt, dass es nur fallen muss,

frucht, mensch auch, tier in der falle dazu,

fall gesagt, aber (gedacht)

zu spät

das grosse babel,n, danach

nicht, dass da nichts wäre –

münder genug sperren die achse – auf,

die sich um die rede ringt,

und, gebeugt, nur eine art zeugt,

keines weges harrt,

über vieles meer nach osten weist:

wo sie sich senkt ins land –

das aus erden, schwer, erröten macht,

die brenner, denen – jetzt, da durch –

zu munden weiss, der brand, nicht wein,

stein, nicht zahn, backe, sondern rohes,

zeug: backstein und pech anstatt mörtel,

so baut es dann, örtlich, genau

und wortgewandt, sportlich heisst es:

turm her! stadt her! herr her!

– haupt als sache, hoch die achse,

nichts gebeugt mehr, vielmehr gebrannt,

und, – ahnt es was? –

das stimmen und wogen wellt stärker

beständiges innen, den gruben hoch,

mit jedem spaten, jeder glut fachen und feuern

die körper namen an, werfen sich dem klang da zu,

wasser und glut, nasses und feuer,

woge an woge, ohne zerstreuung treibt die achse

hoch himmelt sie so die, wie sie in ästen treibt

aus stämmen, nämlich nichts als einen stamm,

und einzig, nur diesen, hineinrammt, hochschnellen lässt

zum turm, der sich bäumt,

jede lippe dabei längst gesprengt hat,

laut stösst nach, blick sticht zu, hand zirkelt ab –

das ganze als werk ohne ecken, die bröseln auf,

dass der dreck daraus gibt pech statt mörtel,

und wörter auch: und so weiter, dass das, was keines war,

sich steil und steiler im sagen bis zum denken treibt,

nichts trübt noch, von den händen bis zur stirn

klingt alles benannt, was es ersonnen und erdacht –

bis dann, auf ein mal, jede jeder hat es,

weiss und los es legt vom schwindelturm herab:

„hurra, hallo, du, ilse, fredi, ein fleisch, ein bier, maldas bild anders, wir, drück dich, ich nicht davor, lisi, schwester,vater,“ – und ähnliches ...

bis es im schluss strich, alles, verstimmte,

dass nicht nicht mehr zu hören war,

auch nicht mehr das, was hörte,

den turm zu knicken, also blieben nur noch

die lücken –

ein bisschen zahnlos waren sie dann,

umsomehr verwirrt schwirrten sie dann

ab

bibel, übel I – III

(schöpfung, erde, tiere, mensch; paradies, vertreibung)

es ist nicht leicht,

das, was licht sein wird,

zu scheiden, von dem, was finster

– da kein fenster dort,

wo tag und nacht, noch,

sich bescheiden, also meiden,

und, der morgen ohne abend

nicht ist, demnach gar nicht weicht

vor dem, der spricht, mithin

ohne gesicht ist, und, jede erde,

nichts als werde und so:

ab bricht das, was mund,

ohne jede kunde davor, öffnet bloss,

nichts da ist, was zurück, an sich,

preis geben wird werden können, das,

dass es weiss, weils wusste,

die kruste jedenfalls, bricht auf –

liests sich, verspätet denn doch,

aus, dem loch, heraus, also endlich sprichts,

nicht unverständlich, spriessts:

es ward, nicht spät weder früh,

lichtung, möglich richtung

und, schatten, ohne zu raten,

weiters oder überall, noch kein fall,

nur wasser bloss, ohne schwamm,

verschwommen da, her, nichts –

als alles, also spalt es

gesprochen, und brechend wieder,

hinzu sprichts wer: feste,

nicht feiere, sondern bleiern härte,

kläre, sichtbar und spüre das auf –

gerührt, um

schliesslich, schweigend,

zu bimmeln: himmel, so primitiv –

scheidets den tag

vom anderen, dieses vom festen,

nicht aber vom sprechen,

eventuell vom stimmen auch

unter himmeln, auch über wasser,

so sprichts mehr:

meer muss her,

das sammle, der laute

alles, die schwimmen –

während die festen, feierlos

raum zum rammen bieten

(noch ohne pferde was werde)

doch erde, und dieses, wasser, meer,

endlich gesehen, geht auf

wie es spricht, wächst –

nachdem es spriesst, hochstösst,

gras, kraut, baum,

der trägt

– vergangenes bricht vor –

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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