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Papiergeld veränderte die moderne Wirtschaft grundlegend, doch seine Stabilität beruhte stets auf politischem Vertrauen. Seit der Aufhebung des Goldstandards wurde Geldschöpfung zunehmend von Zentralbanken und staatlicher Finanzpolitik gesteuert. Gleichzeitig verloren viele Währungen schrittweise an Kaufkraft. Dieses Buch untersucht die langfristigen Folgen moderner Fiatgeldsysteme. Inflation, expansive Geldpolitik und steigende Staatsverschuldung prägten die globale Wirtschaft seit dem zwanzigsten Jahrhundert in immer kürzeren Krisenzyklen. Während Vermögenswerte an Wert gewannen, gerieten Einkommen und Ersparnisse vieler Bevölkerungsgruppen unter wachsenden Druck. Besonderes Augenmerk gilt der politischen Logik hinter moderner Geldschöpfung. Zentralbanken entwickelten sich zu zentralen Akteuren wirtschaftlicher Stabilisierung, zugleich aber auch zu Institutionen mit enormem Einfluss auf soziale Ungleichheit und Finanzmärkte. Die Debatte über digitales Zentralbankgeld erscheint deshalb als Fortsetzung älterer Konflikte über Kontrolle, Vertrauen und monetäre Souveränität. Die Geschichte des Geldes zeigt hier weniger technische Neutralität als den fortlaufenden Wandel politischer Machtstrukturen innerhalb globaler Finanzsysteme.
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Liczba stron: 173
Rok wydania: 2026
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