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Schuld ist älter als jedes Münzsystem. Lange bevor es Geld gab, banden Verpflichtungen Menschen aneinander – durch Arbeit, durch Land, durch den eigenen Körper. Dieses Buch zeigt, wie sich das Konzept der Schuld von einer persönlichen Bindung zu einer abstrakten, rechtsförmigen Macht entwickelte. Es beginnt im alten Mesopotamien, wo Schuldknechtschaft ganze Familien verschlang, und führt über das römische Recht, das den Schuldner zum Eigentum des Gläubigers machte, bis in die Gegenwart, in der Kreditwürdigkeit über Teilhabe entscheidet. Im Mittelalter verschränkten sich christliche Zinsverbote mit jüdischen Geldverleihen, in der Frühen Neuzeit wurde Staatsverschuldung zum Instrument der Kriegsführung. Die Aufklärung erfand den ehrbaren Kredit, das 19. Jahrhundert den zahlungsunfähigen Bürger als moralisches Problem. Das Buch verfolgt diese Spur durch die Jahrhunderte und fragt: Wer definiert, wann eine Schuld beglichen ist? Und wer trägt die Kosten, wenn das System versagt? Es zeigt, dass Schuld nie nur eine Zahl war – sie war immer auch eine Geschichte über Macht, über Herkunft und über die Frage, wem man gehört.
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Liczba stron: 145
Rok wydania: 2026
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