Wilhelm von Humboldt: Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis - Hans-Josef Wagner - ebook

Wilhelm von Humboldt: Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis ebook

Hans-Josef Wagner

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Opis

Im Zentrum von Humboldts bis in die Gegenwart wirksamem und heute als unzeitgemäß gescholtenem neuhumanistisch-bildungstheoretischen Denken steht die Möglichkeit von Menschbildung. Voraussetzung hierfür ist Menschenbeobachtung und philosophisch-empirische Menschenkenntnis. Mit seinem anthropologischen Grundlagenkonzept liefert Humboldt umfangreiche, auch tatsachengestützte Reflexionen als Hilfsmittel für eine philosophisch-praktische Menschenkenntnis und die Kenntnis individueller Charaktere. Sie werden in Form eines Zusammenwirkens von praktischem Beobachtungssinn und philosophierendem Geist vollzogen.

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Hans-Josef Wagner

Wilhelm von Humboldt: Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis

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Impressum

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung in und Verarbeitung durch elektronische Systeme.

ISBN der gedruckten Ausgabe: 978-3-534-15197-4 © 2002 by WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), Darmstadt Einbandgestaltung: Neil McBeath, Stuttgart eBook ISBN 978-3-534-70891-8 (epub) Als epub veröffentlicht 2010.

www.wbg-wissenverbindet.de

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Innentitel

Inhaltsverzeichnis

Informationen zum Buch

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Inhaltsverzeichnis

Wilhelm von Humboldt: ›Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis‹

Plan einer vergleichenden Anthropologie (1795)

1.

2. Wichtigkeit dieser Untersuchungen

3. Unmittelbarer Einfluss einer individuellen Menschenkenntniss auf die Charaktereigenthümlichkeit

4. Zweck und Verfahren der vergleichenden Anthropologie im Allgemeinen. – Gefahr eines möglichen Misbrauchs

5. Methode. Ausdehnung und Grenzen. Eintheilung

6. Quellen und Hülfsmittel. Nothwendige Geistesstimmung

7. Von der Charakterverschiedenheit im Allgemeinen

[8.] Hauptsächlichste Thatsache, auf welche der Gedanke einer vergleichenden Anthropologie sich vorzüglich stützt

Theorie der Menschenkenntnis. Aus der Schrift: Das 18. Jahrhundert

I. Allgemeines Bedürfniss der Menschheit sich von Zeit zu Zeit von den Umwandlungen ihres Charakters Rechenschaft zu geben

II. Nothwendigkeit und Zweckmässigkeit einer Charakteristik des achtzehnten Jahrhunderts insbesondre

III. Wesen und Begriff der nothwendigen Charakteristik unsrer Zeit

IV. Bemerkungen über einige schwer zu erfüllende Erfordernisse jeder Charakteristik überhaupt. – Erörterung der Frage, worin der Charakter eigentlich besteht?

V. Erörterung der Frage, wie das Zufällige im Charakter von dem Wesentlichen desselben unterschieden werden kann?

Interpretation

Humboldts ›Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis‹: Grundlegung einer vergleichenden Anthropologie

Einleitung

„Plan einer vergleichenden Anthropologie“

„Theorie der Menschenkenntnis“

Gesamtbetrachtung beider Studien

Konstitutionstheorie

Gegenstandsbereich

Methodologie und Methode

Strukturale Hermeneutik

Universalität und Historizität

Kritische Bemerkungen zum Schluss

Literaturverzeichnis

Primärliteratur

Briefe

Sekundärliteratur

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Die ‘Werkinterpretationen pädagogischer Klassiker’ richten sich vor allem an Pädagogikstudierende. Durch eine Kombination von Quellentext und texterschließender Interpretation führen sie in klassische pädagogische Originaltexte ein und geben Einstiegs- und Verständnishilfen für eine eigenständige Erschließung von Quellentexten an die Hand.

Die Werkinterpretationen widmen sich je nach Eigenart des Quellentextes dem Inhalt und der Absicht des Textes, den Erklärungen leitender Begriffe, der Erörterung des historischen und geistesgeschichtlichen Kontextes, der Herausarbeitung der das Werk leitenden Ideen, gegebenenfalls der Wirkungsgeschichte und der gegenwärtigen lebensweltlichen Bedeutung des Werkes.

Herausgegeben von Dieter-Jürgen Löwisch

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Wilhelm vom Humboldt: ›Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis‹

* Dem Textabdruck liegt zugrunde der von Fritz Heinemann in der Reihe „Philosophie und Geisteswissenschaften“ (ediert von Erich Rothacker, Band 7) herausgegebene Text „Wilhelm von Humboldts Philosophische Anthropologie und Theorie der Menschenkenntnis“, Halle/Saale 1929.

Die Seitenverweise in den Fußnoten des Interpretationsteils beziehen sich auf die entsprechenden Seiten des vorliegenden Werkes und nicht auf die Seitenzahlen der vorstehend genannten Originalquelle.

Plan einer vergleichenden Anthropologie (1795).

1.

Wie man in der vergleichenden Anatomie die Beschaffenheit des menschlichen Körpers durch die Untersuchung des thierischen erläutert; ebenso kann man in einer vergleichenden Anthropologie die Eigenthümlichkeiten des moralischen Charakters der verschiedenen Menschengattungen neben einander aufstellen und vergleichend beurtheilen.

Geschichtschreiber, Biographen, Reisebeschreiber, Dichter, Schriftsteller aller Art, selbst den speculativen Philosophen nicht ausgenommen, enthalten Data zu dieser Wissenschaft. Auf Reisen, wie zu Hause, im geschäftigen, wie im müssigen Leben bietet sich überall die Gelegenheit dar, sie zu bereichern und zu benutzen, und unter allen Studien ist kein anderes in so hohem Grade unser beständiger Begleiter, als das Studium des Menschen. Es kommt nur darauf an, den reichen Stoff, den das ganze Leben hergiebt, zu sammeln, zu sichten, zu ordnen und zu verarbeiten.

Diess zu thun ist die vergleichende Anthropologie bestimmt, welche, indem sie sich auf die allgemeine stützt, und den Gattungs-Charakter des Menschen als bekannt voraussetzt, nur seine individuellen Verschiedenheiten aufsucht, die bloss zufälligen und vorübergehenden von den wesentlichen und bleibenden absondert, die Beschaffenheit dieser erforscht, ihren Ursachen nachspürt, ihren Werth beurtheilt, die Art sie zu behandeln bestimmt, und den Fortgang ihrer Entwicklung vorhersagt.

2. Wichtigkeit dieser Untersuchungen.

Es giebt kein praktisches Geschäft im menschlichen Leben, das nicht der Kenntnis des Menschen bedürfte, und zwar nicht bloss des allgemeinen, philosophisch gedachten, sondern des individuellen, wie er vor unsern Augen erscheint. Es ist schwer bei der Erwerbung dieser Kenntniss den doppelten Fehler zu vermeiden, sich weder einen zu unbestimmten und allgemeinen, noch auch einen zu particulairen Begriff von dem Individuum zu bilden; es weder zu sehr bloss nach seinen möglichen Anlagen, noch zu sehr mit allen bloss zufälligen Beschränkungen zu betrachten. Durch den ersteren beraubt gewöhnlich der bloss speculirende Philosoph seine Grundsätze ihrer praktischen Anwendbarkeit; durch den letzteren der blosse Geschäftsmann seine Einrichtungen ihrer längeren Dauer und ihres wohlthätigen Einflusses auf die Aufklärung und den innern Charakter.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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