Warmes für kalte Tage - Dr. Claudia Nichterl - ebook

Warmes für kalte Tage ebook

Dr. Claudia Nichterl

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Opis

Immer mehr Menschen, vor allem Frauen, leiden ständig unter Kältegefühlen (kalte Hände, kalte Füße) oder permanenter Müdigkeit. Auslöser sind meist zu "kalte" Mahlzeiten wie Joghurt, Salate oder Käsebrote. Wer einmal verstanden hat, dass gekochte Nahrung dem Körper mehr Energie gibt, als Rohes, das im Körper erst "gekocht" werden muss, spürt sofort Verbesserungen. "Warmes für kalte Tage" ist zwar in erster Linie ein Kochbuch für die Herbst- und Wintermonate, die detaillierten Hintergrundinfos helfen aber das ganze Jahr gegen Kältegefühle gefeit zu sein. Die Rezepte sind auf das saisonale und heimische Speisenangebot ausgerichtet und ohne viel Aufwand nachzukochen. Zahlreiche Gesundheitstipps für heilende Kräuter und zur "thermischen" Wirkung von Lebensmitteln - z. B. dass rohe Gurken kühlen oder Rotkohl-Eintopf mit "wärmenden" Gewürzen wie Nelke oder Wacholder ein angemehmes Wärmegefühl erzeugen - machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

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Warmes

für kalte Tage

Ohne das Wissen um eine richtige Ernährung ist es kaum möglich, sich einer guten Gesundheit zu erfreuen.

Sun Si Mao, berühmter Arzt der Tang-Dynastie, 618–707 n. Chr.

avBUCH im Cadmos Verlag

Copyright © 2013 by Cadmos Verlag, Schwarzenbek

Coverfoto und Bilder im Innenteil: Miguel Dieterich (migueldieterich.com)

Redaktion und Satz: Jürgen Ehrmann (media-solutions.at)

Cover & Layout: Ravenstein, Verden

Konvertierung: S4Carlisle Publishing Services

Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Studien und Erkenntnisse über die Anwendungen und Rezepte in diesem Buch wurden sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben. Alle Informationen ersetzen aber in keinem Fall ärztlichen Rat und ärztliche Hilfe. Bei erkennbaren Krankheiten ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen. Der Verlag und die Autorin übernehmen keinerlei Haftung für Beschwerden, die sich durch Anwendung der Rezepte ergeben und übernehmen auch keinerlei Verantwortung für medizinische Forderungen.

Alle Rechte vorbehalten.

eISBN 978-3-8404-6592-5

Inhalt

Vorwort

Wohlfühen mit der 5-Elemente-Küche

Ernährung als Therapie

Energie tanken

5 Elemente – 5 Jahreszeiten

Thermische Wirkung

Geschmack

Kochen im Kreis

Gesund durch Herbst und Winter

Kräuter und Gewürze – wärmend, aromatisch, anregend

Worauf wir in Herbst und Winter achten sollten

Mit saurem Kraut und Kastanien fit durch den Winter

Ingwer – scharf und wärmend

Wichtige Hausmittel und Heilkräuter

Gebrauchsanweisung

REZEPTEFrühstück – für kalte Tage

Haferflocken-Porridge mit Honig-Ingwer-Äpfeln

Nusshirse mit Zwetschgenkompott

Zimtwaffeln mit Holunderkompott

Reisbrei mit Maronen und Adzukibohnen

Reiscurry mit Banane

Getreidereis mit Apfel und Preiselbeeren

Dinkelmus mit Karotten

Hierse-Gemüse-Suppe

Gebratener Eierreis mit Sprossen

Gemüsehirse mit Ei

Mittag- und Abendessen – Wohl bekomms

Kartoffel-Lauch-Suppe mit Austernpilzen

Hühnersuppe mit Wintergemüse

Scharf-saure Suppe mit Kohl-Pickles

Rote-Bete-Salat mit Orangen

Schwarzwurzel-Maronen-Salat

Rote-Bete-Rettich-Carpaccio

Huhn mit Kren-Nudeln und Rote-Rüben-Salat

Kürbisrisotto mit grüne Bohnen

Flammkuchen-Variationen

Dinkel-Petersilien-Spätzle mit Kürbissoße

Krautstrudel mit Birne

Maronenhuhn mit Chinakohl und Pak-Choi

Lammragout mit Gemüsecouscous

Rehfilet mit Sellerie-Kartoffel-Püree

Bio-Ente mit Duftgemüse

Kichererbseneintopf mit Gemüse und Pilzen

Hühnerkeulen mit Rosmarinsoße und Rosinen-Apfel-Kraut

Indischer Gemüsetopf mit Fleischbällchen

Gnocchi mit Sellerie-Karotten-Gemüse

Rosenkohlauflauf mit Haferreis

Fischborschtsch

Grüne Knödel mit Kürbis-Pastinaken-Mus

Zweierlei Tofu mit Kohlgemüse und Kürbis

Schweinefilet mit Gewürzkruste und Orangen-Chicorée

Desserts und kleine Naschereien

Birnenkuchen mit Pistazien

Aprikosen-Mandel-Brot

Couscousknödel mit Apfelsoße

Gewürzzwetschgen

Grießbrei mit Apfel-Cranberry-Kompott

Birnen-Mohn-Strudel

Gewürzbrownies

Walnuss-Mandel-Ingwer-Kuchen

Ingwercreme mit Karamellkruste

5-Elemente-Bratapfel

Mohnnudeln mit Quittenmus

Kürbiskern-Gugelhupf

Nützliche Adressen

Impressum

Vorwort

Die Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) – auch 5-Elemente-Ernährung genannt – legt Wert auf regionale und saisonale Nahrungsmittel, im Idealfall aus biologischem Anbau. Ein wichtiger Grundsatz lautet: Was zu einer bestimmten Zeit bei uns wächst, tut auch unserem Körper gut. Jedes Jahr folgt einem festgelegten Rhythmus. Auf den Frühling folgen Sommer, Erntezeit, Herbst und Winter. Der Jahreslauf wiederholt sich immer wieder in gleicher Weise. Der menschliche Körper ist diesem Rhythmus der Natur angepasst.

In der TCM werden den Jahreszeiten die fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – zugeordnet, die gleichzeitig auch einen bestimmten Geschmack und bestimmte Organe unseres Körpers repräsentieren. Das erklärt auch anschaulich, warum wir in den verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse haben. Im Frühjahr freuen wir uns auf das erste Grün und frische, munter machende Zutaten. Im heißen Sommer lieben wir Salate und kühlende, erfrischende Obstsorten. Zur Erntezeit nutzen wir Kürbis und Mais, um unserem Körper Kraft zu geben. Im Herbst und Winter bevorzugen wir warme Suppen, deftige Eintöpfe oder Sauerkraut. Unser Körper signalisiert uns, was uns guttut.

Das Lebensmittelangebot in unseren Supermärkten ist allerdings immer das Gleiche, und so sind uns – angebotsbedingt – das Wissen und auch die Intuition, was uns zu welcher Zeit bekommt, zumindest teilweise abhanden gekommen. Die meisten Lebensmittel sind das ganze Jahr über verfügbar, egal wie geschmackslos und wie weit gereist sie sind. Das Buch „Warmes für kalte Tage“ unterstützt Sie dabei, Ihren natürlichen Rhythmus wieder wahrzunehmen und in Herbst und Winter auf das saisonale Angebot zurückzugreifen. Die bewusste Auswahl der Zutaten und die Art der Zubereitung stärken das Immunsystem und helfen Ihnen, gesund durch den Winter zu kommen. Sollte sich doch einmal eine Erkältung oder Grippe ankündigen, finden Sie in diesem Buch hilfreiche Tipps für eine schnelle Genesung oder Linderung der Beschwerden.

„Warmes für kalte Tage“ ist ein Kochbuch für die Herbst- und Wintermonate. Die zahlreichen Hintergrundinfos unterstützen Sie aber auch im Rest des Jahres, sodass Sie vor Kältegefühlen gefeit sind und immer schön warme Hände und Füße haben. Die Rezepte sind auf das saisonale und bei uns heimische Angebot ausgerichtet und ohne viel Aufwand nachzukochen. Hintergrundinformationen und Gesundheitstipps machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter für mehr Gesundheit und Wohlbefinden das ganze Jahr über!

P. S.: Über Feedback würde ich mich freuen. Besuchen Sie dazu meine Website www.essenz.at oder schreiben Sie an [email protected] Vielen Dank!

Wohlfühlen mit der 5-Elemente-Küche

Kochen nach den fünf Elementen ist die praktische Umsetzung der Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) für die westliche Küche. Immer mehr Menschen entdecken die Weisheit dieser Lehre und nutzen sie zur Stärkung des Körpers. Die 5-Elemente-Küche orientiert sich an den fünf Elementen oder Wandlungsphasen (Jahreszeiten) und teilt die Welt in Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser ein. Alles, was existiert, ist einem dieser Elemente zugeordnet.

Ergänzt wird diese Sichtweise durch die Philosophie von Yin und Yang, den beiden Kräften, die höchst Unterschiedliches symbolisieren, jedoch ineinander fließen und einander unterstützen. Yin steht für die passive, weibliche und Yang für die aktive, männliche Energie. Zudem wird dem Paar eine Reihe weiterer gegensätzlicher Symbole zugeschrieben. So steht Yin für dunkel, Schatten, kalt, unten. Yang dagegen steht für hell, Sonne, oben und warm. Yin und Yang folgen aber keinem strikten Schwarzweißschema, zwischen ihnen liegen viele nuancierte Grauzonen. Beide Energieformen bedingen einander, sie bilden eine Einheit. Gesundheit ist nach Auffassung der TCM ein Gleichgewicht von Yin und Yang beziehungsweise von Körper, Seele und Geist.

Ernährung als Therapie

Infolge einer Krankheit ist dieses Gleichgewicht gestört. Bei beginnendem oder bestehendem Ungleichgewicht ist der ganzheitliche Ansatz der TCM sehr hilfreich. Als therapeutische Maßnahme wird neben Akupunktur, Kräutertherapie und Bewegung (Qigong, Tai Chi, Tuina) der Ernährungstherapie (5-Elemente-Ernährung) ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Über die Ernährung können einzelne Elemente – und damit bestimmte Organe – gestärkt oder entlastet werden. Lebensmittel werden nach dem Yin-Yang-Prinzip, ihrem Geschmack (salzig, sauer, bitter, süß, scharf) und ihrer Thermik (heiß, warm, neutral, erfrischend, kalt) unterschieden. Die Zubereitungsform und Auswahl von Lebensmitteln mit einem bestimmten Geschmack und/oder thermischer Wirkung helfen, Yin und Yang ins Gleichgewicht zu bringen. Idealerweise werden diese Prinzipien bereits vorbeugend angewendet. Kochen im Jahreslauf mit regionalen und saisonalen Zutaten ist hier der wichtigste Grundsatz.

Energie tanken

Das Leben an sich wird in der TCM als Energie gesehen. „Qi“ (auch „Chi“) steht für die kosmische Energie (Lebensenergie), die alles und jeden durchfließt. So übt auch das gesamte Umfeld, das den Menschen umgibt, Einfluss auf seine Lebensenergie aus. Nach den fünf Elementen kochen bedeutet im Einklang mit den Jahreszeiten leben. Die fünf Elemente – Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde – repräsentieren die unterschiedlichen klimatischen und jahreszeitlichen Einflüsse. Das energetische Denkmodell der 5-Elemente-Ernährung fragt nicht nach Kalorien und dem Anteil an Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß in einer Speise. Einzig die Wirkung einer Speise interessiert: Wie fühle ich mich nach dem Essen? Warm und gestärkt? Müde und schlapp? Bin ich ausreichend gesättigt und zufrieden? Ziel der Nahrung ist es, dem Körper Energie („Qi“) zuzuführen und uns so bei den Anforderungen des Alltags zu unterstützen. Eine an die Jahreszeit angepasste Auswahl von Zutaten und die Zubereitungsart fördern Wohlbefinden und Gesundheit.

Auf den Körper hören

Halten Sie öfters ein kleines Zwiegespräch mit Ihrem Körper und hören Sie auf seine Botschaften und Bedürfnisse. Hier ein paar Beispiele für die Sprache des Körpers:

–  Schmerzen können bei Energiestau auftreten.

–  Kältegefühle, Müdigkeit und Erschöpfung entstehen durch Energiemangel.

–  Übermäßiges Hitzegefühl ist ein Zeichen von Energieüberschuss.

–  Flüssigkeitseinlagerungen (zum Beispiel schwere Beine) können durch Qi-Stau verursacht sein.

5 Elemente – 5 Jahreszeiten

Wir Menschen sind Teil unserer Umwelt. Mit den anderen Menschen, Tieren, Pflanzen, geophysikalischen Gegebenheiten, mit Sonne, Mond, Planeten und Sternen bilden wir eine übergeordnete Einheit (Kosmos). Unser eigener Rhythmus ist eingebunden in die zahlreichen Wechselwirkungen der natürlichen Rhythmen. So verlaufen zum Beispiel Herzschlag und Stoffwechsel synchron zu den Bewegungen der Sonne und des Mondes. Im modernen Zeitalter haben wir die Verbundenheit mit der Natur in den Hintergrund gedrängt. Eine Rückbesinnung auf das saisonale Nahrungsangebot kann uns hier helfen, wieder unseren natürlichen Rhythmus zu finden. Eine gute Struktur dafür gibt uns das 5-Elemente-System der TCM.

Die fernöstliche Tradition kennt die fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – die gemeinsam einen dynamischen Zyklus bilden und fließend ineinander übergehen. Die einzelnen Elemente haben jeweils spezifische Eigenschaften und Zuschreibungen. Den Elementen folgend entsteht bei den Jahreszeiten in der östlichen Tradition ebenfalls eine Teilung in fünf und nicht vier verschiedene Phasen. Der Grund dafür liegt im chinesischen Kalender, der ein sogenannter Lunisolarkalender ist, bei dem auch die Mondmonate berücksichtigt werden. Auch wenn dadurch die Jahreszeiten etwas verschoben sind, hat dieser Kalender durch den Bezug auf die energetischen Strömungen im Jahr auch bei uns seine Gültigkeit. Ein Beispiel: Der Frühlingsbeginn ist laut chinesischem Kalender am 13. Februar, also nach unserem Kalender noch mitten im Winter. Trotzdem spüren wir schon langsam die Frühlingsenergie erwachen, die Tage werden länger, die ersten Schneeglöckchen blühen, und auch die Vögel beginnen zu zwitschern. Ein schönes Zeichen für das Frühlingserwachen ist der 14. Februar. Ursprünglich ein Brauchtum der Römer (das Fest Lupercalia), ist der 14. Februar heute als Valentinstag bekannt und bringt farbige Blumen ins Haus.

Die Jahreszeiten nach der TCM

Im chinesischen Kalender umfasst jede Jahreszeit einen Zeitraum von 73 Tagen. Ein Umlegen auf unseren Kalender geht am einfachsten, wenn wir von dem bei uns üblichen Jahreszeitenbeginn (zum Beispiel Frühling am 21. März) ausgehend 36 Tage zurückrechnen. So erhalten wir etwa den chinesischen Frühlingsbeginn (13. Februar, in Schaltjahren den 14. Februar). Zählen wir 36 Tage dazu, erhalten wir das Frühlingsende (26. April, in Schaltjahren den 25. April).

Zwischen den eigentlichen Jahreszeiten befinden sich die „Dojo-Zeiten“, das sind 18-tägige Übergangszeiten, die uns auf die nächste Jahreszeit vorbereiten. So ist nicht nur die Erntezeit im Hochsommer (28. Juli bis 18. August) eine Dojo-Zeit, sondern es gibt im Jahresverlauf drei weitere Dojo-Zeiten. Dojo-Zeiten sind ideal, um sich körperlich und mit leichter Kost zu entlasten. Sie werden dem Element Erde zugeordnet.

Thermische Wirkung

In der 5-Elemente-Küche werden Lebensmittel ihrer thermischen Wirkungsweise zugeordnet. Je nachdem, wie viel Yin oder Yang die Zutaten enthalten, gibt die thermische Wirkung Auskunft darüber, wie sich die Lebensmittel im Körper verhalten: heiß, warm, neutral, erfrischend oder kalt. Heiße und kalte Schwerpunkte gelegt werden. Alle Rezepte in diesem Buch dienen der Gesunderhaltung. Sollten bei Ihnen bereits bestehende Ungleichgewichte oder Krankheiten vorliegen, wenden Sie sich bitte an ausgebildete Ernährungsberater oder TCM-Ärzte. Hilfreich ist auch die bewusste Auswahl der Kochmethode. So wirken alle wässrigen Kochmethoden,

Die thermische Wirkung von Lebensmitteln