Vitalquelle Aminosäuren - Ingrid Spona - ebook

Vitalquelle Aminosäuren ebook

Ingrid Spona

0,0

Opis

Defizite im Körper ausgleichen. Viele Befindlichkeitsstörungen, Antriebslosigkeit, aber auch Erkrankungen werden durch einen Mangel an Nahrungsbestandteilen verursacht. Vor allem den Aminosäuren kommt dabei eine wesentliche Bedeutung zu. In diesem Buch erfahren Sie, was Aminosäuren sind, welche Aufgaben sie in unserem Körper übernehmen und wie man sie beispielsweise beim Abnehmen, beim Sport, gegen Stress und in vielen anderen Bereichen durch sinnvolle Zuführung nachhaltig einsetzen kann.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 133

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



Inhalt

Impressum

Vorwort

Geleitwort Hermann Maier

Einige Grundlagen

Aminosäuren

Aminosäuren und das Immunsystem

Aminosäuren und Sport

Aminosäuren und mentale Power

Aminosäuren und Stress

Aminosäuren und die Schönheit

Die gesunde Ernährung

Hippokrates hatte doch Recht

Verdauung und Stoffwechsel

Die Autoren

Literaturverzeichnis

© Verlagshaus der Ärzte GmbH, Nibelungengasse 13, 1010 Wienwww.aerzteverlagshaus.at

 

1. Auflage 2012

 

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere das der Übersetzung, des Nachdrucks, der Entnahme von Abbildungen, der Funksendung, der Wiedergabe auf fotomechanischem oder ähnlichem Wege und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwendung, vorbehalten.

 

ISBN: 978-3-99052-017-8

 

Umschlag: Lisa Hahsler, Deutsch-WagramSatz: Andrea Malek, www.malanda-buchdesign.atProjektbetreuung: Mag. Michael HlatkyDruck & Bindung: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn

 

Printed in Austria

 

Autoren und Verlag haben alle Buchinhalte sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann keine Garantie übernommen werden. Eine Haftung der Autoren bzw. des Verlags wird daher nicht übernommen.

 

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit – vor allem in Hinblick auf die Vermeidung einer ausufernden Verwendung von Pronomen – haben wir uns dazu entschlossen, alle geschlechtsbezogenen Wörter nur in eingeschlechtlicher Form – der deutschen Sprache gemäß zumeist die männliche – zu verwenden. Selbstredend gelten alle Bezeichnungen gleichwertig für Frauen.

Vorwort

Viel Eiweiß ist wichtig – Eiweiß ist gefährlich, man darf nicht zu viel davon zu sich nehmen – viele Kohlenhydrate sind sinnvoll – Kohlenhydrate muss man weglassen – Fette sind nützlich – Fette aller Art sind überaus schädlich – alle Lebensmittel sollen roh genossen werden – wenn man Gemüse nicht kocht, können die Nährstoffe nicht sinnvoll aufgenommen werden – der Bedarf an Nährstoffen kann auf jeden Fall durch die normale Ernährung gedeckt werden – ohne Nahrungsergänzung geht’s nicht, man muss auf jeden Fall noch zusätzliche Vitalstoffe zuführen.

Für all diese Argumente gibt es überzeugte Befürworter und erbitterte Gegner. Zurück bleiben ratlose Menschen, die alles richtig machen und sich bewusst um ihre Gesundheit kümmern wollen, aber beim besten Willen nicht wissen, welchen Ratschlägen sie folgen sollen.

Wir werden versuchen, das Beste für Sie herauszufiltern, die wissenschaftlichen Erkenntnisse für Sie aufzubereiten und eine gültige Zusammenfassung für Sie zu erarbeiten, um Ihnen das Rüstzeug in die Hand zu geben, eine Richtlinie für bestmögliche Gesundheit und Wohlbefinden herauszufinden.

Dass Aminosäuren dabei eine zentrale Rolle spielen werden, können Sie schon dem Buchtitel entnehmen.

Folgen Sie also unserer Einladung: begeben wir uns gemeinsam auf die spannende Reise durch unseren Körper, unseren Stoffwechsel und lassen Sie uns dann Schlüsse ziehen und Erkenntnisse sammeln, die uns sicher in der Auswahl machen, was wir unserem Körper zur Verfügung stellen oder zumuten wollen oder anbieten sollen.

 

Nach einem kurzen zusammenfassenden Überblick über die Zusammensetzung unserer Ernährung werden wir uns den Mechanismen der Verdauung zuwenden. Anschließend finden Sie Porträts der einzelnen Aminosäuren und ihrer ganz spezifischen Wirkungen und spezielle Kommentare zu verschiedenen Ernährungsfragen.

 

Dann geht es ans Eingemachte: nämlich auf die Ebene, wo die Nährstoffe verwertet und ihren eigentlichen Aufgaben zugeführt werden, in den Stoffwechsel.

Geleitwort Hermann Maier

Es war im Frühjahr 2010, ein knappes halbes Jahr, nachdem ich meine Karriere als Weltcupfahrer beendet hatte. Mit Freunden verbrachte ich einen gemütlichen Skitag, als Artur Trost, der Arzt meines Vertrauens, einen Anruf vom damaligen Fernsehdirektor Elmar Oberhauser erhielt.

Oberhauser erkundigte sich, ob ich körperlich und trotz meines nach dem Motorradunfall deformierten rechten Unterschenkels in der Lage wäre, einen Gewaltmarsch zum Südpol zu absolvieren. Trost sah aus medizinischer Sicht kein Problem und wandte sich an mich. Ja, sagte ich spontan, die Antarktis, das wär was, da war ich noch nie.

 

 

So nahm das Abenteuer seinen Lauf. Eine völlig neue Herausforderung, mit nichts, was ich bis dahin unternommen hatte, vergleichbar. Und dennoch war mir bewusst, dass ich mir die Erfahrungen, die ich als Sportler gesammelt hatte, zunutze machen musste.

Von Beginn der Vorbereitungen an galt der richtigen Ernährung unter widrigen Umständen, in der höchstgelegenen, größten, trockensten und natürlich kältesten Wüste der Erde mein Hauptaugenmerk. Würden mein Team und ich in der Lage sein, bei großen Anstrengungen genügend Kalorien zu uns zu nehmen?

Mir war jedenfalls klar, dass eine Dose Vitalogic ins Gepäck musste. Schon während meiner Skikarriere vertraute ich dem Aminosäuregemisch. Nun stand ihm der Härtetest unter extremsten Bedingungen in der Antarktis bevor. Und ich kann jetzt sagen: Es hat sich bestens bewährt.

Es konnte zwar nichts daran ändern, dass wir nicht in der Lage waren, den täglichen Kalorienbedarf zu decken und alle ordentlich an Körpergewicht einbüßten. Aber sonstige Mangelerscheinungen traten nicht auf. Und vor allem war ich in der Lage, knapp bemessene Ruhepausen während des Wettlaufs gegen das deutsche Team kurz zu halten und rasch zu regenerieren.

Auch einem Teamkollegen verordnete ich, als er mit den Kräften schon ziemlich am Ende war, seine Ration meiner Vitalogic-Mischung. Und es half, was meine Überzeugung weiter festigte. Bei dem Produkt aus dem Hause Spona handelt es sich um etwas ganz Besonderes.

 

Hermann Maier

Einige Grundlagen

 

 

Hier erfahren Sie Näheres darüber, wie unsere Nahrung zusammengesetzt ist, welche Funktionen die einzelnen Bestandteile haben und welch wichtige Rolle Aminosäuren im großen Konzert unserer Körperfunktionen spielen.

In diesem Kapitel werden Sie auch viele Begriffe finden, die schlagwortartig immer wieder im Zusammenhang mit Ernährung auftauchen und die Sie dann in den richtigen Zusammenhang stellen können.

 

Die Bestandteile unserer Nahrung:

Proteine

Fette

Kohlenhydrate

itamine

Mineralien und Spurenelemente

ekundäre Pflanzenstoffe

Ballaststoffe

 

Bei den drei Hauptbestandteilen, nämlich den Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, werden wir jeweils ihre Strukturen und speziellen Aufgaben näher beleuchten.

 

 

 

Was sind Proteine?

Der Name leitet sich von dem griechischen Wort: protos (= der Erste) ab und es sollte damit schon die Wichtigkeit der Proteine betont werden. Oder deren häufiges Vorkommen.

Immerhin bilden sie nach Wasser die am häufigsten vorkommende Substanzklasse im menschlichen Körper. Wir werden sie jedenfalls dementsprechend ausführlich behandeln.

Proteine sind für das Leben spezifisch, kommen also nur in Strukturen vor, die wachsen und sich vermehren. Ihre Besonderheit gegenüber Fetten und Kohlenhydraten liegt in einem einzigen chemischen Element: Sie enthalten zusätzlich Stickstoff.

Dieses Element zeichnet also offensichtlich lebende Strukturen aus und ist für diese unentbehrlich.

 

 

Wie hat das Leben auf unserer Erde begonnen? Was macht das Leben eigentlich aus?

Nur der Stickstoff vermutlich doch nicht. Aber was sonst?

Zu dieser Frage haben sich Theologen, Philosophen, Geologen, Astronomen, Biologen, Chemiker und noch viele andere Gedanken gemacht. Wir wollen an dieser Stelle einmal die Naturwissenschaftler zu Wort kommen lassen, wobei man vorausschicken muss: Eine bis ins Letzte schlüssige Antwort kommt auch aus dieser Ecke nicht. Es gibt zwar Definitionen, was das Leben aus Sicht der Naturwissenschaft ausmacht, dass nämlich Proteine und Nukleinsäuren – das sind die Träger der Erbsubstanz – in einer bestimmten Art und Weise miteinander reagieren müssen, dass sie wachsen und sich reproduzieren können. Eine in sich nicht sehr stringente und elegante Feststellung.

Es wurde auch versucht, eine Art „Rezept des Lebens“ zu definieren. Als die Hauptzutaten wurden Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff herausgearbeitet. Dies trifft auch auf unsere Erdatmosphäre zu und die lebt ja bekanntlich nicht. Vielleicht macht es doch die Prise Stickstoff, Schwefel und Phosphor aus, die bei lebenden Organismen noch zusätzlich vorkommt?

Was sind nun die (wenn auch sehr weichen) Fakten? Man nimmt an, dass das Leben auf unserem Planeten vor rund vier Milliarden Jahren begonnen hat. Aber wie? Welche Voraussetzungen muss es auf einem Planeten geben, damit Leben entsteht oder überhaupt möglich ist?

Ein berühmtes Experiment wurde Anfang der 1950er Jahre von Stanley Miller in Chicago durchgeführt: Er bildete die Atmosphäre aus Methan, Kohlendioxid und Wasserdampf solcherart nach, wie man sich diese quasi als Uratmosphäre vorgestellt hatte. In diesem Gemisch ließ er blitzartig eine elektrische Entladung erfolgen und nach einer Woche bildete sich am Boden des Gefäßes eine bräunliche Flüssigkeit. Diese wurde dann analysiert und dabei zeigte sich, dass unter anderem Aminosäuren nachweisbar waren. Also wurden wenigstens schon die Bausteine des Lebens gebildet. Dieses „Gebräu“ wurde dann als „Ursuppe“ bezeichnet, vermutlich analog zum Urknall.

Das war zwar schon sehr spannend, aber letztlich nicht wirklich befriedigend. Die Wissenschaft entwickelte sich weiter und mit fortschreitendem Verständnis molekularbiologischer Vorgänge begab man sich auf die Suche nach einem bestimmten Molekül. Es sollte einfach genug sein, um durch physikalische Vorgänge entstanden sein zu können und kompliziert genug, um größer zu werden und um sich zu vermehren. Zu Beginn unseres Jahrtausends war es so weit: Wissenschaftler konnten eine RNA synthetisieren, die sich aus eigener Kraft vervielfältigen konnte, ohne anderes Protein und ohne die Hilfe anderer Zellen. Wobei natürlich noch immer die Frage offen bleibt, wie denn DIESE RNA entstanden ist.

Der Harvard-Professor Andrew Knoll stellte dazu sinngemäß folgende Überlegungen an: „Wir wissen nicht, wie schwierig es ist, von den Bausteinen zu einem komplizierten Bauwerk des Lebens, wie zum Beispiel zu einem lebenden Bakterium, zu kommen. Wir wissen, dass es passierte, also ist es möglich. Wir wissen nicht, ob das ungewöhnlich ist und nur auf der Erde passierte oder ob das etwas ist, was im Universum immer und immer wieder passiert. Ich finde das ist nicht allzu schwierig. Es ist ziemlich einfach, Moleküle zu generieren, die Basen in der DNA oder Aminosäuren in Proteinen sind. Dazu noch ein paar Fettsäuren als Zellhüllen. Alles ganz einfach. Schwieriger wird es, und das hat bisher noch niemand herausgefunden, wie man diese Moleküle zur Zusammenarbeit bewegt. Wie kommt man von einem kleinen warmen Gewässer, in dem Aminosäuren und Fettsäuren schwimmen, zu etwas, wo Nukleinsäuren Proteine dazu bringen, Zellmembranen zu bilden? Ich bin nicht sicher, ob wir in unserem Verständnis, wie all dies geschieht, schon sehr weit gekommen sind.“

Vielleicht hilft zum Abschluss dieses kleinen Exkurses ein Zitat von Albert Einstein weiter: „Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können.“

Kehren wir nun nach diesem philosophisch-naturwissenschaftlichen Ausflug zu unseren Proteinen zurück.

Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaut. Vorneweg sei nur einmal gesagt: Es gibt 20 Aminosäuren, aus denen eine schier unendliche Zahl von Proteinen gebildet wird. Auch da ist sich die Wissenschaft wieder uneinig. Die Annahme reicht von mindestens 50.000 bis zu mehreren Millionen verschiedener Proteine. Alle biologischen Strukturen können als Proteinstrukturen gesehen werden.

 

 

Wie sind Proteine aufgebaut?

Primärstruktur

Die Primärstruktur eines Proteins beschreibt, in welcher Reihenfolge die Aminosäuren auf einer Kette aufgefädelt sind. Beim Insulin besteht die Aminosäure-Sequenz beispielsweise aus zwei Ketten, die aus 21 bzw. 30 Aminosäuren bestehen. Für die Entdeckung dieser Struktur erhielt Frederick Sanger 1958 den Nobelpreis für Chemie. Es war das erste Protein, das exakt bestimmt werden konnte. Als sensationell galt die Erkenntnis, dass Proteine überhaupt eine fixe Aminosäurenfolge aufweisen. Bis dahin galt ein Protein eher als eine Art amorphe Masse. Das ist noch nicht lange her und doch für uns heute absolut unvorstellbar.

 

 

Bis zu einer Kettenlänge von 100 Aminosäuren spricht man von einem Peptid, darüber von einem Protein. Diese Einteilung ist willkürlich.

Das längste derzeit bekannte Protein im menschlichen Körper ist Titin. Es besteht aus 34.350 Aminosäuren, ist ein Bestandteil des Muskelgewebes und für dessen Stabilität verantwortlich.

 

Darstellung der vier Ebenen der Proteinstruktur: Die Primärstruktur eines Proteins ist seine Aminosäurefolge, gezeigt ist der Ausschnitt ALFVA; darunter die Sekundärstruktur, links ein beta-Schwanz, rechts eine alpha-Glied. Die Tertiärstruktur (blau) bezeichnet die dreidimensionale Struktur einer Aminosäurekette. Lagern sich mehrere solcher Ketten zu einem Proteinkomplex zusammen, wird dies auch als Quartärstruktur bezeichnet. Tertiär- und Quartärstruktur sind hier in der Cartoon-Darstellung gegeben, die den ungefähren Verlauf des Backbone (Proteinrückgrat) anzeigt. Die Proteinoberfläche ist hier nicht dargestellt.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

Sekundärstruktur

Diese entsteht in weiterer Folge, wenn Brücken zwischen Wasserstoffatomen entstehen. Diese Brücken stabilisieren diese Sekundärstruktur. Es bilden sich dann zum Beispiel Spiralen oder Faltblätter, wobei die sich daraus ergebenden Winkel für den spezifischen Bauplan eines Proteins entscheidend sind.

 

Tertiärstruktur

Die Abbildung zeigt die 3D-Darstellung des Myoglobins, eines Muskelproteins. Die korrekte Faltung ist die unabdingbare Voraussetzung für das optimale und fehlerfreie Funktionieren eines Proteins. Es gibt sogar eigene Hilfsproteine, die Chaperone, die die Aminosäuren, bildlich gesprochen, an der Hand nehmen und diese an der richtigen Stelle untereinander verkuppeln, um diese 3D-Strukturen perfekt zu organisieren. Erst dann ist die biologische Funktion bestimmt. Die Möglichkeiten der Faltung sind schier unendlich und der Code, der die Faltung regelt, ist nach wie vor ein großes Mysterium der Wissenschaft.

Alle Versuche, hier Gesetzmäßigkeiten zu entdecken, sind bisher nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

 

Quartärstruktur

Sie beschreibt die Struktur eines Proteins, das aus mehr als einer Kette besteht und definierte Komplexe bildet. Die Abbildung zeigt das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, das aus vier Proteinen besteht.

 

 

Kleine Ursache – große Wirkung: Schon minimale Veränderungen an der Struktur eines Proteins können fatale Folgen haben

 

Dazu einige Beispiele

 

• Sichelzellanämie

Bei dieser Erbkrankheit handelt es sich um eine Form der Blutarmut. Ursache ist ein einziger Fehler in der Abfolge der Aminosäuren im roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin. Eine einzige Aminosäure an einer falschen Stelle in diesem großen Eiweißkörper hat zur Folge, dass diese miteinander verklumpen und so die kleinen Blutgefäße für das sauerstofftragende Hämoglobin unpassierbar werden. Daher werden die Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und starke Schmerzen können die Folge sein.

 

• Cystische Fibrose

Auch sie ist eine Erbkrankheit. Dabei sind die schleim- und schweißbildenden Drüsen betroffen. Durch fehlenden Wassereinstrom bilden all diese Drüsen einen sehr dickflüssigen zähen Schleim. In der Folge treten gehäuft massive Infekte des Atemtraktes auf und durch eine entsprechend eingeschränkte Funktion der Verdauungsdrüsen sind die Verdauung und Aufnahme der Nahrung durch den Darm und damit die Versorgung des gesamten Organismus stark beeinträchtigt.

Ursache ist ein Protein. Durch das Fehlen einer einzigen Aminosäure wird es nicht korrekt gefaltet.

 

• APC-Resistenz

Dies ist die häufigste Störung der Blutgerinnung und für eine erhöhte Thromboseneigung verantwortlich. Wieder ist eine einzige Aminosäure an der falschen Stelle schuld daran: In diesem Fall Glutamin statt Arginin.

 

 

 

Welche Aufgaben haben Proteine?

Sie bilden hauptsächlich die verschiedenen Körperstrukturen. Das erklärt auch, dass Proteine nach Wasser am häufigsten im Organismus vorkommen.

 

Strukturproteine

Diese Proteine bilden das Gerüst von Zellen und Geweben im gesamten Körper. Beispiele sind:

 

Keratin (Haare, Nägel),

Kollagen (Haut, Knorpel, Knochen),

Elastin (Haut, Bänder).

 

Bewegungsproteine

Aktin und Myosin sind als Muskelproteine für die Bewegung zuständig. Sie erfüllen diese Aufgabe, indem sie chemische in mechanische Energie umwandeln.

 

Enzyme

Sie bilden vermutlich die größte Gruppe an Proteinen und sind für sämtliche Stoffwechsel­vorgänge in jeder einzelnen Zelle verantwortlich. Sie katalysieren diese. Das bedeutet, dass sie diese Reaktionen unterstützen und beschleunigen, indem sie als Hilfsstoffe sogar selbst an der chemischen Reaktion teilnehmen, aber sie selbst dabei nicht verändert werden. Namentlich erkennt man diese Proteine an den Silben -ase(n) am Ende des Namens, also zum Beispiel Transferasen, Dehydrogenasen, Polymerasen.

 

Hormone

Diese steuern Vorgänge im Organismus wie Wachstum, Stoffwechselvorgänge, Sexualzyklen oder den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Beispiele: Insulin, Wachstumshormon, Prolaktin, aber auch die Endorphine, die in der Hirnanhangdrüse gebildet werden und bei der Schmerzregulation und Gefühlen wie Euphorie (z.B. runners high) eine Rolle spielen.

 

Rezeptoren

Diese übersetzen chemische und physikalische Reize, die von einer Zelle empfangen werden, für eine andere Zelle, meistens eine Nervenzelle. Ein prominentes Beispiel dafür ist Rhodopsin, das auf die Netzhaut auftreffende Lichtsignale für die Zellen des Sehnervs verständlich macht. Diese wiederum leiten dann diese Botschaft an das Gehirn weiter.

 

Transportproteine

Diese Proteine speichern Substanzen oder auch Ionen im Blutplasma oder transportieren sie durch die Zellmembranen. Hämoglobin transportiert Sauerstoff, Albumin die Fettsäuren und Cytochrom C die Elektronen der sogenannten Atmungskette.

 

Immunglobuline

Diese Proteine haben als Antikörper wichtige Funktionen im Rahmen des Immunsystems.

 

Speicherproteine

Ein Beispiel dafür ist Ferritin, wo Eisen an ein Protein gebunden wird und so im Körper gespeichert werden kann.

 

 

 

Fette

Chemisch gesehen bestehen die Fette, die für unsere Nahrung geeignet sind, aus je einem Molekül Glycerin (ein Alkohol) und in der Regel drei Fettsäuren. Dies führt zu den aus jedem Routine-Blutbefund bekannten Triglyceriden.

Die Einteilung ist etwas verwirrend, da es dafür verschiedene Kriterien gibt. Wir werden diese jetzt kurz erläutern, da diverse Begriffe durch Literatur und Medien geistern und es teilweise schwierig und unklar ist, diese einzuordnen.

 

 

Eine einfache Unterscheidung am Anfang:

Je nach Ursprung sprechen wir von

tierischen (zum Beispiel Butter) und

pflanzlichen (zum Beispiel Kokosfett) Fetten.