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Die Plantage war kein Betrieb. Sie war ein geschlossenes System, das Körper, Zeit und Sprache neu ordnete. Dieses Buch untersucht die innere Logik der Sklaverei in den Amerikas aus der Perspektive der Herrschenden: Wie konstruierten Kolonialmächte eine Welt, in der ein Mensch als Sache definiert wurde, und welche Widersprüche rissen dieses System von innen auf? Es zeigt, dass die Plantagenwirtschaft nicht nur auf Gewalt beruhte, sondern auf einer hochkomplexen Bürokratie aus Registern, Strafkatalogen und Arbeitsnormen, die jedes Detail des Lebens regulierte. Doch genau diese Perfektion trug den Keim des Scheiterns in sich: Je mehr Regeln die Herren erließen, desto mehr Lücken fanden die Versklavten. Die Darstellung folgt den ökonomischen, rechtlichen und sozialen Bruchlinien, die schließlich zum Zusammenbruch der Plantagenordnung führten – nicht durch äußere Moral, sondern durch innere Unhaltbarkeit. Das Buch endet mit der Frage, ob die Denkmuster der Plantage – absolute Hierarchie, totale Verfügbarkeit – in modernen Arbeitsverhältnissen und staatlichen Institutionen der Amerikas fortleben.
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Liczba stron: 186
Rok wydania: 2026
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