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Dieses Buch steht an der Grenze zweier Deutungen: einerseits des militärischen Primats, der den Abwurf auf Hiroshima als notwendige Kürzung weiteren Sterbens versteht, andererseits der moralisch‑völkerrechtlichen Sicht, die ihn als massenhaften Angriff auf Zivilisten liest. Es fragt, wie die Entscheidung im Sommer 1945 in der Logik von Kriegsplanung, Alliancken‑Machtpolitik und erwarteten Invasionsszenarien entsteht – und wie spätere Erinnerungskulturen in Japan, den USA und Europa diese Linie immer wieder neu verschieben. Dafür werden drei historische Ebenen analysiert: die militärische Rechtfertigung durch die Erwartung einer Millionen‑Opfer‑Invasion Japans, die institutionelle und technische Verkettung von Trinity‑Test, Produktion und taktischer Einsatzplanung sowie die sprachlichen und juristischen Debatten um den Begriff "Kriegsverbrechen". Archäologisch‑dokumentarisch geht es um die Spuren in den Städten – Ruinen, Krankenakten, Atombomben‑Archive – als Zeugen eines Moments, in dem moderne Kriegführung technisch und moralisch über sich selbst hinauszugehen scheint.
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Liczba stron: 187
Rok wydania: 2026
