Tony Ballard #48: Der Blutrichter - A. F. Morland - ebook

Tony Ballard #48: Der Blutrichter ebook

A. F. Morland

0,0

Opis

Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner. Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 123

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



Der Blutrichter

Dämonenhasser Tony Ballard Band 48

Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.  Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

[email protected]

"Edition A. F. Morland" ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

E-Book-Herstellung: Zeilenwert GmbH 2016

ISBN 9783956175626

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Der Blutrichter

Die Hölle schickte ihn auf die Erde, damit er über jene zu Gericht saß, die Gutes getan hatten, und er sandte seine Schergen aus, damit sie ihm die Menschen brachten.

Auch ich, Tony Ballard, der Dämonenhasser, sollte vom Blutrichter zum Tod verurteilt werden. Das Höllenfeuer, dem ich übergeben werden sollte, wartete bereits auf mich, und es hatte den Anschein, als ob es mich bekommen würde …

*

David McKay setzte die Flasche ab. »Ah«, machte er und grinste. »Ein ausgezeichneter Tropfen.« Er schob die Pulle seinem Freund zu. »Nimm auch noch einen Schluck.«

Das ließ sich Robert Flagg nicht zweimal sagen. Er setzte die Flasche an wie ein Trompeter sein Instrument und trank.

Die beiden Männer befanden sich auf McKays Hausboot. Träge floss die graue Brühe der Themse an den Fenstern vorbei. Es war dämmrig geworden, und erste Nebel krochen über das Wasser.

McKay war Fischer. Täglich hängte er sein Netz stundenlang ins Wasser. Aber in letzter Zeit zappelte immer seltener ein Fisch darin. Die Wasserqualität wurde immer schlechter, doch niemand schien sich dafür zuständig zu fühlen.

»Wie lange ist es her, seit wir uns zum letzten Mal gesehen haben?«, fragte David McKay.

»Fünf Jahre«, sagte Flagg.

»Mindestens«, meinte McKay und zündete eine Petroleumlampe an. »Und dann laufen wir uns zufällig bei Harrods über den Weg. Du hast mir noch nicht erzählt, was für einen Job du jetzt hast.«

»Ich bin in einer Bücherei untergekommen. Ziemlich langweilig. Du kennst mich. Ich lese nicht gern.«

McKay und Flagg waren früher oft zusammen gewesen. Keiner der beiden hätte heute eigentlich sagen können, wieso sie sich getrennt hatten. Vielleicht war die Frau daran schuld gewesen, die Flagg damals kennengelernt hatte.

McKay fragte, was aus ihr geworden war.

Flagg hob die Schultern. »Wie's eben so geht. Zuerst waren wir himmelhoch jauchzend, aber dann haben wir sehr schnell gemerkt, dass wir nicht zueinander passten. Das Strohfeuer fiel in sich zusammen. Sex allein ist eben nicht alles.«

»Da hast du recht. Hast du inzwischen geheiratet, eine Familie gegründet?«

»Ich werde mich hüten.«

»Wieso?«, fragte McKay.

Flagg runzelte die Stirn. »Ich eigne mich nicht zum Ehekrüppel. Außerdem bin ich schon zu alt, um noch eine Familie zu gründen.«

»Quatsch, du bist doch erst achtundvierzig.«

»Eben. Zu alt. Ich habe erkannt, dass ich der geborene Junggeselle bin. So wie du.«

David McKay griff sich wieder die Flasche. Er konnte eine Menge von dem Zeug vertragen, ohne blau zu werden.

»Habe ich dir eigentlich schon von der kleinen Sensation erzählt, die es in meinem Leben gegeben hat?«, fragte er.

Robert Flagg schüttelte den Kopf. McKay lächelte. Er schob dem Freund die Flasche zu, und während dieser den Whisky in seinen Mund rinnen ließ, sagte der Fischer: »Es hat damals in allen Zeitungen gestanden.«

Flagg hob die Brauen. »Jetzt weiß ich, was du meinst. Ich hab's auch gelesen. Sogar Fotos haben sie von dir gebracht. Du warst der Held des Tages, und ich nahm mir vor, dich aufzusuchen. Aber dann hatte ich meinen Vorsatz wieder vergessen. Wie war das damals?«

McKay lächelte. »Nun ja, die Zeitungen haben die Sache natürlich mächtig aufgebauscht. So toll, wie die schrieben, war die Geschichte gar nicht. Ein kleiner Junge turnte auf der Reling eines vorbeifahrenden Schiffes herum. Ich dachte noch, wenn der bloß nicht ins Wasser fällt, und - plumps, da lag er auch schon drin. Kein Mensch hatte das mitgekriegt. Ich riss mir nicht erst die Kleider vom Leib, sondern stürzte mich gleich in voller Montur in die Fluten. Der Junge konnte nicht schwimmen. Er soff sofort ab. Ich tauchte, suchte ihn, konnte ihn nicht finden, tauchte wieder. Fünfmal ging ich nach unten. Es war ein Wunder, dass ich ihn schließlich doch noch erwischte. Er war schon ohnmächtig. Ich zog ihn hoch, schwamm mit ihm an Land, machte Wiederbelebungsversuche, und als der Kleine die Augen aufschlug, wurde er erst auf dem Schiff vermisst. Ich verständigte die Polizei, und so kam die ganze Geschichte ins Rollen. Noch in derselben Stunde war ich von Journalisten umringt. Sie machten einen Supermann aus mir, der vor Edelmut nur so trieft. Der arme Mann, der unter Einsatz seines Lebens diesen Lausebengel rettete. Das berührte die Herzen. Bei den Zeitungen gingen Spenden für mich ein. Ich brachte sie zur Bank. Noch heute lebe ich von dem Geld, denn das, was das Fischen abwirft, ist zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel.«

»Warst du nicht auch beim Bürgermeister?«, fragte Flagg.

McKay grinste. »Klar. Das ließ sich der publicitygeile Bursche doch nicht entgehen. Ich wurde wie ein Wunderknabe herumgereicht, bekam bald genug von diesem Tamtam und war froh, wieder in der Versenkung verschwinden zu dürfen. Es ist scheußlich, so unverhofft ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Die Leute bringen dich ganz durcheinander. Du drehst dabei durch, sage ich dir.«

»Aber ein Erlebnis, an das du gern zurückdenkst, war es doch, nicht wahr?«

»Oh ja «, gab McKay zu. »Das war es.«

Der Fischer erhob sich. Er war ein kleiner, drahtiger Mann mit einem dicken schwarzen Oberlippenbart und unregelmäßigen Zähnen.

Er begab sich zur Kommode, um das Kofferradio einzuschalten. »Willst du ein bisschen Musik hören?«, fragte er.

»Warum nicht?«, gab Flagg zurück.

Aber McKay drehte nicht auf.

Er stand am Fenster und blickte hinaus.

»Was ist mit der Musik?«, fragte Robert Flagg.

David McKay reagierte nicht. Gebannt blickte er zum Ufer hinüber. Ein eisiger Schauer rieselte ihm über den Rücken, und ein eigenartiges Gefühl beschlich ihn.

Angst!

Er hatte am Ufer eine Bewegung wahrgenommen. Die Dunkelheit hatte sich wie ein schwarzes Laken über die Gegend ausgebreitet. Es war nicht mehr viel zu erkennen.

Dennoch war David McKay sicher, dass sich dort drüben jemand herumtrieb.

Jetzt schälte sich etwas aus der Finsternis!

Eine Gestalt.

Noch eine. Und eine dritte. McKays Zunge huschte über seine Lippen. Aufgeregt beobachtete er die hochgewachsenen Erscheinungen. Seltsam waren sie anzusehen. Als ob sie keine Menschen wären, nur Schatten.

Ja. Schatten!

McKay hielt unwillkürlich den Atem an.

»Ist was nicht in Ordnung?«, fragte Robert Flagg.

Der Fischer sagte kein Wort.

Die Schatten formierten sich. Vier waren es nun schon. Groß und schwarz ragten sie auf. Sie hatten kein Gesicht. Es gab nirgendwo einen hellen Fleck zu sehen. Alles war so schwarz wie Pech, das Antlitz, die Hände. Einfach alles.

McKay biss sich auf die Unterlippe.

Hier ging es nicht mit rechten Dingen zu. Der Fischer wischte sich mit einer fahrigen Bewegung über die Augen. Es schien, als wollte er die unheimlichen Erscheinungen fortfegen.

Aber sie blieben.

Und McKay begriff, dass sie seinetwegen hier waren.

Aber was wollten sie von ihm?

Genauso reglos wie er standen sie da. Gespenstisch. Die Beine leicht gegrätscht. Die Arme etwas abgespreizt. Sie schienen auf etwas zu warten. Worauf? Dass er zu ihnen rüberkam? Darauf konnten sie lange warten.

»David, was hast du?«, fragte Robert Flagg. »Wieso stehst du am Fenster wie dein eigenes Denkmal, und …«

Flagg erhob sich.

Er war um einen Kopf größer als der Fischer, hatte einen kleinen Bauchansatz und ein Doppelkinn. Er war breit in den Schultern und verfügte über Bärenkräfte.

McKays Schweigen beunruhigte ihn.

Er begab sich zu dem Freund. »Jetzt sag mir endlich, was dir die Rede verschlagen hat.«

Er legte dem Fischer die Hand auf die Schulter und bemerkte, wie der Mann zitterte. Er warf einen Blick auf McKays Gesicht und stellte fest, dass es schweißbedeckt war.

»Um Himmels willen, David, ist dir nicht gut?«

»Robert …«, presste McKay endlich mühsam hervor. »Dort drüben … Die Schatten …«

Flagg ging mit dem Gesicht näher an die Scheibe heran und schaute zum Ufer hinüber. »Teufel, was sind denn das für welche?«

»Unheimlich sind sie, nicht wahr?«

»Ja, verdammt, vor denen kann man Angst kriegen. Was wollen die denn da?«

»Die wollen mich holen«, sagte McKay heiser.

»Dich holen? Hör mal, was soll der Unsinn, David?«

»Die sind meinetwegen hier, ich fühle es«, behauptete der Fischer zitternd.

»Und was haben sie deiner Meinung nach mit dir vor?«

»Weiß ich nicht, Robert, ich habe Angst.«

»So schnell lassen wir beide uns nicht unterkriegen, David.« Flagg ballte die Hand zur Faust. »Wenn die auf dein Hausboot kommen, können sie was erleben.«

»Robert!«, schrie McKay plötzlich schrill auf. »Sie … sie kommen wirklich!«

*

Die Schatten setzten sich in Bewegung.

Flagg starrte sie fassungslos an. »Verdammt, das sind keine Menschen, David. Aber was können sie sonst sein?«

»Höllenwesen. Wesen aus dem Schattenreich!«, keuchte der Fischer.

»Was hast du denn mit der Hölle zu schaffen? Du warst dein Lebtag ein guter Mensch. Ein Vorbild für so viele andere …«

»Ich … ich kann es mir auch nicht erklären!« McKay wich vom Fenster zurück. Sein Blick irrte durch den Raum. Er hastete zum Tisch, riss die Lade auf und bewaffnete sich mit einem großen Messer.

Das Licht der Petroleumlampe zauberte blitzende Reflexe auf die Klinge.

»Das sind Ungeheuer«, flüsterte Flagg. »Wesen aus einer anderen Dimension. Der Himmel stehe uns bei. Hast du kein Kruzifix?«

»Doch.«

»Hol es!«, verlangte Robert Flagg. »Schnell. Damit können wir sie verscheuchen.«

»Heilige Muttergottes …«

»Das Kreuz, David! Rasch!«

»Ich weiß nicht, wo es ist.«

»Hängt es nicht an der Wand?«

»Nein, es befindet sich nebenan in einer der Truhen.«

»Was hat es denn da zu suchen?«

»Du weißt, ich habe noch nie sehr viel von solchen Gegenständen gehalten. Für mich waren das immer nur Dinge, die von Menschen erzeugt wurden, damit andere Menschen sie kauften. Eine Handelsware. Ein Geschäftsartikel, dem von Religion nicht die Spur anhaftet.«

Flagg warf einen nervösen Blick aus dem Fenster.

Der erste Schatten hatte den Holzsteg betreten. Dumpf klopften die Schritte. Der Steg wippte unter der Last der schwarzen Gestalt.

»Versuch, das Kreuz zu finden!«, zischte Robert Flagg eindringlich. »Sonst steht es schlecht um uns!«

McKay hastete nach nebenan.

Der zweite Schatten betrat den Holzsteg. Der dritte folgte ihm.

Flaggs Herz hämmerte aufgeregt gegen die Rippen. Was für ein Horror spielte sich in diesen Augenblicken ab? Wieso kamen diese Ungeheuer ausgerechnet zu David McKay? Er hatte einen lauteren Charakter, eine reine Seele.

Immer deutlicher klopften die Schritte.

Sekunden später erreichte der erste Schatten die Tür.

Flagg hörte, wie McKay nebenan seine Kisten durchwühlte. Alles, was er nicht brauchte, was er aber trotzdem nicht wegwerfen wollte, bewahrte er in diesen Kisten auf, und das war eine ganze Menge.

McKay schleuderte alles hinter sich.

Eine Holzpuppe, einen Fotoapparat, der nicht mehr funktionierte, Gummistiefel, die zerrissen waren …

Polternd fiel alles hinter ihm auf den Boden. Immer tiefer wühlte sich der Fischer in die Kiste hinein, aber das Kruzifix konnte er nicht finden.

Stille herrschte draußen mit einem Mal. Keine Schritte mehr. Der Friede war trügerisch. Robert Flagg ließ sich von ihm nicht täuschen. Die Schatten standen vor der Tür.

Schritt um Schritt wich Flagg zurück.

Plötzlich krachte es ohrenbetäubend laut. Die Tür schwang auf und Robert Flagg sah sich den unheimlichen Gestalten gegenüber.

*

Sie traten ein.

Flaggs Nerven vibrierten. Diese Wesen bestanden aus nichts anderem als aus Schwärze. Sie erweckten den Anschein, als bestünden sie lediglich aus schwarzer Luft. Aber Flagg hatte ihre Schritte vernommen, und er hatte gesehen, wie sich der Holzsteg unter ihrer Last durchgebogen hatte. Sie mussten einen Körper haben.

»David!«, brüllte er. »Das Kruzifix!«

McKay tauchte auf.

Ohne das Kreuz. »Ich kann es nicht finden!«, keuchte er. Das Messer hielt er fest in der Faust. »Wer seid ihr? Was wollt ihr von mir?«, schrie er die Unheimlichen an.

Die Schatten antworteten nicht.

Ihre bloße Anwesenheit ließ den Fischer durchdrehen. Mit einem gellenden Aufschrei warf er sich den Schatten entgegen. Flagg wollte ihn abfangen, doch McKay zuckte unter seinen Fingern vorbei und auf die Unheimlichen zu.

Sein Messer drang dem vordersten Wesen in die Brust. McKay riss die Klinge sofort wieder heraus und stach erneut zu. Obwohl er das Herz der Gestalt getroffen haben musste, brach sie nicht zusammen.

Sie blieb stehen, als ob nichts passiert wäre.

»Das gibt es nicht!«, schrie McKay verstört. »Das gibt's doch nicht!«

Ein schwarzer Arm schnellte ihm entgegen.

Schwarze Finger packten sein Handgelenk und drehten es herum. McKay brüllte auf. Seine Finger öffneten sich. Das Messer fiel aus seiner Hand und bohrte sich mit der Spitze in den Holzboden.

Brummend vibrierte die Klinge.

McKay wurde mit ungeheurer Kraft nach vorn gerissen. Er prallte gegen die Brust des Schattens. Der Körper des unheimlichen Wesens war hart. Der Schatten verfügte über stählerne Muskeln.

»Robert!«, kreischte der Fischer.

Flagg wollte dem Freund zu Hilfe eilen. Er stürzte sich auf den Schatten, der David McKay gepackt hatte. Seine Linke - einstmals von vielen gefürchtet - ging auf die Reise.

Er traf den Schädel des Unheimlichen.

Das Wesen trat mehrere Schritte zurück. McKay nahm es mit.

Und zwei Schritte traten die anderen drei Schatten vor. Flagg warf sich ihnen entgegen. Er drosch mit seinen Fäusten auf sie ein. Doch wenn McKay nicht einmal mit dem Messer Erfolg gehabt hatte, konnte Flagg mit seinen Fäusten noch viel weniger ausrichten.

Er sah, wie David McKay hinausgezerrt wurde.

»Lasst ihn hier!«, schrie er. Seine Stimme überschlug sich. »Lasst David hier!«

Ohne Rücksicht auf Verluste wollte er die schwarze Wand, die ihn aufhielt, durchbrechen.

David McKay schrie draußen auf dem Steg um Hilfe.

Flagg nahm sein Herz in beide Fäuste. Wie ein Berserker kämpfte er, doch ohne Erfolg. Eine schwarze Faust traf seine Schläfe. Völlig unerwartet. Er brach wie vom Blitz getroffen zusammen.

Die drei Schatten wandten sich um.

Auch sie verließen das Hausboot des Fischers.

David McKay gebärdete sich wie verrückt. Er schlug um sich, drehte und wand sich, konnte aber nicht freikommen.

»Robert!«, schrie er verzweifelt. »Robert, so hilf mir doch!«

Doch sein Freund Robert Flagg konnte ihm nicht helfen. Er lag besinnungslos auf dem Boden und hatte großes Glück gehabt, denn die Schatten hätten ihn auch töten können.

Der Schatten, der McKay mit sich schleppte, erreichte das Ufer.

David McKay schrie wie am Spieß.

Da legte ihm das unheimliche Wesen die Hand auf die Kehle und drückte so lange zu, bis er verstummte und sein Körper erschlaffte.

Schreckliche Zeiten standen London bevor, denn die Schatten hatten die Herrschaft angetreten …

*