Sprachführer Arabisch für Dummies Das Pocketbuch - Amine Bouchentouf - ebook

Sprachführer Arabisch für Dummies Das Pocketbuch ebook

Amine Bouchentouf

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37,99 zł

Opis

"Sprachführer Arabisch für Dummies" bietet einen schnellen Überblick über die wichtigsten Wörter und Redewendungen für den Alltag. So haben Sie schnell die passenden Sätze parat, wenn Sie sich jemandem vorstellen, im Restaurant bestellen oder nach einer Wegbeschreibung fragen. Dazu bekommen Sie eine kurze Einführung in die Grammatik und die Aussprache des Arabischen.

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

1. Auflage 2010

© 2010 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim

Original English language edition Copyright © 2005 by Wiley Publishing, Inc. All rights reserved including the right of reproduction in whole or in part in any form. This translation published by arrangement with John Wiley and Sons, Inc.

Copyright der englischsprachigen Originalausgabe © 2005 by Wiley Publishing, Inc. Alle Rechte vorbehalten inklusive des Rechtes auf Reproduktion im Ganzen oder in Teilen und in jeglicher Form. Diese Übersetzung wird mit Genehmigung von John Wiley and Sons, Inc. publiziert.

Wiley, the Wiley logo, Für Dummies, the Dummies Man logo, and related trademarks and trade dress are trademarks or registered trademarks of John Wiley & Sons, Inc. and/or its affiliates, in the United States and other countries. Used by permission.

Wiley, die Bezeichnung »Für Dummies«, das Dummies-Mann-Logo und darauf bezogene Gestaltungen sind Marken oder eingetragene Marken von John Wiley & Sons, Inc., USA, Deutschland und in anderen Ländern.

Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.

Korrektur Frauke Wilkens, München

Satz Kühn & Weyh, Freiburg

ISBN 978-3-527-70668-6

Über den Autor

Amine Bouchentouf ist in Casablanca aufgewachsen und spricht fließend Englisch, Französisch und Arabisch. Er ist unter anderem am Middlebury College und am Council on Foreign Relations tätig. In seiner Freizeit unterrichtet er Arabisch und hält Vorlesungen zu den Beziehungen zwischen dem Nahen Osten und dem Westen. Außerdem unterhält er die englischsprachige Website www.al-baab.com.

Amine Bouchentouf hat am Middlebury College Wirtschaftswissenschaften studiert; es war ihm immer wichtig, zu einer besseren Beziehung zwischen Ost und West beizutragen.

Über die Übersetzerin

Clara Seitz hat in Kiel und Beirut Politik- und Islamwissenschaft studiert. Arabisch hat sie erst an der Universität Kiel, dann in verschiedenen Ländern der arabischen Welt gelernt. An der Universität Kiel war sie als Tutorin für Arabisch tätig. Sie lebte längere Zeit im Libanon und im Jemen. Heute ist sie in Syrien, in Jordanien und im Sudan anzutreffen, dort arbeitet sie unter anderem als Reiseleiterin.

Inhaltsverzeichnis

Über den Autor

Über die Übersetzerin

Einführung

Über dieses Buch

Konventionen in diesem Buch

Törichte Annahmen über den Leser

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Wie es weitergeht

Kapitel 1 Wie sage ich das auf Arabisch?

Kennen wir alles schon …

Das arabische Alphabet

Die Vokale

Die Konsonanten

Die ganz harten Nüsse

Anmerkungen zur Umschrift in diesem Buch

Kapitel 2 Des Pudels Kern: Grammatik kurz gefasst

Nomen, Adjektive und Artikel

Die Nomen

Die Adjektive

Bestimmte und unbestimmte Artikel, der Mond und die Sonne …

Das Zusammenspiel von Nomen und Adjektiv

Sätze ohne Verb: Der Nominalsatz

Sein oder nicht sein …

Sätze mit Präpositionen

Demonstrativpronomen im Satzbau

Nominalsätze mit den Personalpronomen

Verneinte Nominalsätze

»Sein« in der Vergangenheit

Der Umgang mit Verben

Die Vergangenheit ergründen …

Die Gegenwart betrachten …

Mit Blick auf die Zukunft …

Kapitel 3 Eine ganz heiße Nummer: Zählen auf Arabisch

Die Ordinalzahlen

Die Uhrzeit auf Arabisch

Tageszeiten

Auf die Minute!

Die Wochentage und Monate

Datumsangaben

Geld regiert die Welt

Ein Konto eröffnen

Am Bankautomaten

Geld umtauschen

Kapitel 4 As-salām ᶜalaykum! Sich begrüßen und vorstellen

Guten Tag

Hallo …

… und Tschüss!

Wie geht’s?

Mir geht’s gut!

Vorstellungsrunde

Wie heißen Sie?

Ich heiße …

Länder und Nationalitäten

Woher kommen Sie?

Ich komme aus …

Grundlegendes zu Fragen

Über sich und die Familie plaudern

Small Talk über die Arbeit

Sonnig bis wechselhaft – das Wetter

Kapitel 5 Hmmm, lecker – Essen

Mahlzeit!

Frühstück

Mittagessen

Abendessen

Hausgemachtes

Essen gehen

Die Speisekarte bitte!

Die Bestellung

Die Rechnung bitte!

Kapitel 6 Einkaufen bis zum Umfallen

Auf dem Weg zum Laden

Das Angebot durchstöbern

Wer suchet, der findet …

Nach etwas fragen

Preise vergleichen

Artikel miteinander vergleichen

Sich das Beste aussuchen

Klamottenkauf

Kapitel 7 Die Freizeit gestalten

Im Museum

Im Kino

Der Besuch religiöser Stätten

Einige Grundregeln

Die ḥaǧǧ

Sport

Am Strand

Musikinstrumente spielen

Beliebte Hobbys

Kapitel 8 Im Büro

Auf der Suche nach dem idealen Job

Im Büro

Der Umgang mit den Kollegen

Die Befehlsform verwenden

Büroausstattung

Am Telefon

Technische Grundlagen

Ein Telefongespräch beginnen

Nach jemandem fragen

Termine, Termine, Termine …

Der Anrufbeantworter

Kapitel 9 Von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die Reservierung

Das Verb »reisen«

Einchecken am Flughafen

An Bord des Flugzeugs

Das Verb »ankommen«

Passkontrolle und Zoll

Im Lande herumkommen

Im Taxi

Im Bus

Im Zug

Wegbeschreibungen

Nur wo, das ist die Frage

Wo-Fragen beantworten

Nach dem Weg fragen

Könnten Sie das bitte wiederholen?

Die Befehlsform verwenden

Kapitel 10 Ausruhen und Entspannen im Hotel oder daheim

Die passende Unterbringung suchen

Eine Reservierung vornehmen

Nach dem Preis fragen

Die Länge Ihres Aufenthalts angeben

Im Hotel einchecken

Aus dem Hotel auschecken

Trautes Heim …

Kapitel 11 Im Notfall

Um Hilfe rufen

Hilfe mit dem Verb »helfen«

Jemandem helfen

Medizinische Hilfe

Den richtigen Arzt finden

Der Körper

Symptome erklären

In Behandlung

Einen Rechtsbeistand konsultieren

Kapitel 12 Zehn beliebte arabische Redewendungen

marḥaban bikum

mumtāz!

al-ḥamdu li-llah

inšā’ allah

mabrūk!

bi-idni allah

bi-ṣaḥḥa

taḥīyāt

muballaġ

bārak allah bik

Kapitel 13 Zehn beliebte Sprichwörter

al-amṯāl nūr al-kalām.

aᶜmal ḫayr wa alqihi fī al-baḥr.

uṭlubū al-ᶜilm min al-mahd ilā al-laḥd.

yad wāḥida lā tusaffiq.

al-ḥarbā’ la tuġādir šaǧaratahā hattā takūn muta’akkida min šaǧara uḫrā.

ḫaṭa’ maᶜrūf aḥsan min ḥaqīqa ġayr maᶜrūfa.

as-sirr miṯl al-ḥamāma: ᶜindamā yuġādir yadī yaṭīr.

al-ᶜaql li-an-naẓar wa al-qalb li-as-samaᶜ.

kull yawm min ḥayātik ṣafḥa min tārīḫik.

li-fātik bi-layla fātik bi-ḥīla.

Stichwortverzeichnis

Endbenutzer-Lizenzvereinbarung

Orientierungspunkte

Cover

Inhaltsverzeichnis

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Einführung

Arabisch ist die Amtssprache in über 20 Ländern und wird im Nahen Osten von Marokko bis zum Irak von 300 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Arabisch ist außerdem die Sprache des Korans und damit des Islam, darum befassen sich über 1,3 Milliarden gläubige Muslime mit dieser Sprache.

Arabisch für Dummies Pocketbuch stellt Ihnen die sprachlichen Grundlagen und Redewendungen vor, die es Ihnen ermöglichen, in vielen Situationen zurechtzukommen, vom Einkaufsbummel bis zum Kinobesuch. Viel Spaß dabei.

Über dieses Buch

Arabisch für Dummies Pocketbuch ist modular aufgebaut. Die einzelnen Kapitel wurden so geschrieben, dass Sie nicht das ganze Buch lesen müssen, um ein besonderes Thema zu verstehen können. Wenn Sie also möchten, können Sie zwischen den Kapiteln hin und her springen und immer das lesen, was Sie gerade interessiert. Die unvermeidlichen Grammatikteile sind deutlich erklärt, sodass man sie auch ohne Sprachstudium versteht.

Arabisch hat grundsätzlich drei Sprachformen: Koran-Arabisch, modernes Standard-Arabisch und lokale Dialekte.

Koran-Arabisch ist die Sprachform, in der der Koran geschrieben wurde. Dies ist eine sehr strenge, grammatisch stark durchkomponiert und geregelte Form der arabischen Sprache, die sich in den letzten 1.500 Jahren wenig geändert hat. Diese Form wird meist im religiösen Zusammenhang, zum Beispiel für Gebete, Predigten oder die Koranauslegung, benutzt.

Das moderne Standard-Arabisch (MSA) wird in allen etwas förmlicheren Zusammenhängen benutzt und in der gesamten arabischen Welt verstanden. Es ist nicht ganz so kompliziert und streng wie Koran-Arabisch und wird zum Beispiel an Universitäten, im Geschäftsleben und in Radio und Fernsehen gesprochen.

Die lokalen Dialekte bilden das informellste Niveau der arabischen Sprache. Sie unterscheiden sich stark von Region zu Region und lassen sich grob nach folgenden Regionen einteilen: Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen), östliches Mittelmeer (Ägypten, Syrien, Jordanien, Libanon, Palästina) und der Golf (Saudi-Arabien, Irak, Jemen, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait etc.). Die Dialekte unterscheiden sich einerseits durch die Aussprache, andererseits auch durch den Wortschatz. Araber aus verschiedenen Regionen können die jeweils anderen Dialekte trotzdem verstehen, so wie in Deutschland ein Hamburger einen Münchner versteht. Der gemeinsame sprachliche Fixpunkt aller Araber ist das MSA, in dem auch die Dialekte ihre Wurzeln haben.

Damit Sie das Erlernte möglichst überall einsetzen können, konzentriert sich Arabisch für Dummies Pocketbuch auf das moderne Standard-Arabisch, das die meistgenutzte Sprachform ist. Es werden aber auch immer wieder Beispiele aus den lokalen Dialekten erwähnt.

Konventionen in diesem Buch

Die arabischen Wörter sind mittels Transliteration (arabische Laute geschrieben in lateinischen Buchstaben) dargestellt. Das arabische Alphabet finden Sie in Kapitel 1. Alle arabischen Wörter sind fett gedruckt, in Klammern folgen eine Aussprachehilfe und die deutsche Übersetzung.

Törichte Annahmen über den Leser

Als ich Arabisch für Dummies Pocketbuch geschrieben habe, habe ich Folgendes über die Leser angenommen:

Sie hatten bisher wenig (oder nichts) mit Arabisch zu tun.

Sie hatten schon ein bisschen mit Arabisch zu tun und wollen nun Ihre Kenntnisse auffrischen.

Sie interessieren sich für die arabische Sprache, entweder aus beruflichen oder aus privaten Gründen.

Sie wollen einige Redewendungen und Sätze sprechen können, damit Sie auf Arabisch nicht mehr sprachlos sind.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Damit Sie schnell in das Buch einsteigen können – und auch wieder schnell aussteigen können, um Zeit für etwas anderes zu haben –, ist es mit Symbolen ausgestattet. Sie kennzeichnen, wann eine wichtige Information kommt und welcher Art diese Information ist. Die folgenden Symbole werden Ihnen begegnen:

Hier erhalten Sie Hinweise, wie Sie Ihre Arabischkenntnisse verbessern können.

Dieses Symbol weist Sie auf Informationen hin, die Ihnen vor allem in grammatischen Dingen sehr hilfreich sein werden.

Grammatik ist das, was jede Sprache zusammenhält. Dieses Buch ist zwar kein Grammatikwerk, doch einige grammatikalische Grundlagen müssen Sie kennen, um die Sprache anwenden zu können. Dieses Symbol weist Sie auf solche Grundlagen hin.

Hier geht es um nonverbale Kommunikation und das richtige Benehmen in arabischen Ländern. Da Sprache nicht losgelöst von ihrer Kultur betrachtet werden kann, möchte ich hier die Lücke zwischen Kultur und Sprache schließen. In den durch dieses Symbol gekennzeichneten Passagen erfahren Sie mehr zum kulturellen Kontext der gerade behandelten Wörter und Ausdrücke.

Wie es weitergeht

Das Buch ist so aufgebaut, dass Sie von Kapitel zu Kapitel springen können, Sie müssen nicht alles lesen! Suchen Sie sich einfach ein Thema im Inhaltsverzeichnis, das Sie interessiert, und legen Sie los.

Wenn Sie noch nie etwas mit Arabisch zu tun hatten, möchte ich Ihnen allerdings Kapitel 1 und 2 ans Herz legen. Dort lernen Sie die Grundlagen kennen, zum Beispiel die Aussprache.

1

Wie sage ich das auf Arabisch?

In diesem Kapitel

Deutsche Wörter, die aus dem Arabischen kommen

Bekanntschaft mit dem arabischen Alphabet machen

Die Aussprache üben

Marḥaba wa ahlan wa sahlan (mar-hha-ba wa a-h-lan wa sa-h-lan, Hallo und herzlich willkommen) in der Welt der arabischen Sprache. Dieses Kapitel soll Ihnen den Zugang zu Arabisch ebnen, indem es einige Gemeinsamkeiten mit der deutschen Sprache aufzeigt. Das arabische Alphabet mit seinen schönen Buchstaben wird Sie sicher schnell begeistern. Ich gebe Ihnen einige Hinweise zur Aussprache dieser Buchstaben, damit Sie mit ein bisschen Übung bald wie ein Muttersprachler klingen.

Ein ganz wichtiger Aspekt beim Lernen einer neuen Sprache ist, die Kultur zu entdecken, die mit der Sprache verbunden ist. Auch das soll hier nicht zu kurz kommen.

Kennen wir alles schon …

Egal welche Sprache Ihre Muttersprache ist, wann immer Sie eine neue luġa (lu-ra, Sprache) lernen wollen, versuchen Sie Verbindungen herzustellen zwischen den kalimāt (ka-lim-aat, Wörter) der neuen luġa und Ihrer Muttersprache. Es überrascht Sie vielleicht, dass doch so einige Wörter der indoeuropäischen Sprachen – zu denen auch Deutsch gehört – ihre Wurzeln im Arabischen haben. Wussten Sie, dass »Kaffee«, »Magazin« und »Zucker« eigentlich arabische Wörter sind? Tabelle 1.1 zeigt einige weitere Wortverwandtschaften.

Deutsch

Arabischer Ursprung

Arabische Bedeutung

Admiral

amīr al-baḥr

Herrscher des Meeres

Algebra

al-ǧabr

Wiederherstellung, Einrenkung

Alkohol

al-kuḥul

Mischung aus pulverförmigem Antimon

Alkoven

al-qubba

Kuppel oder Bogen

Almanach

al-manaḫ

Kalender

Arsenal

dār aṣ-ṣināᶜ

Ort/Haus der Herstellung

Baumwolle/Cotton

Quṭun

Baumwolle

Elixier

al-iksīr

Stein der Weisen

Gazelle

al-ġazāl

Gazelle

Kaffee

Qahwa

Kaffee

Kandis

Qand

Rohrzucker

Magazin

al-maḫsan

Lagerhaus

Safran

zaᶜfaran

Safran

Sahara

saḥrā’

Wüste

Saphir

Ṣafīr

Saphir

Tabelle 1.1: Arabische Wurzeln deutscher Wörter

Tabelle 1.1 zeigt recht gut, dass Arabisch Einfluss auf die deutsche Sprache hatte. Einige Wörter, wie »Admiral« und »Arsenal«, haben eine indirekte arabische Wurzel, andere Begriffe, wie »Kandis« oder »Sahara«, lassen sich direkt auf ein arabisches Wort zurückführen.

Das arabische Alphabet

Anders als die europäischen Sprachen wird Arabisch von rechts nach links geschrieben und gelesen. Das arabische Alphabet hat 28 Buchstaben und wie im Deutschen gibt es im Arabischen die Unterscheidung zwischen Konsonanten (Mitlauten) und Vokalen (Selbstlauten). Allerdings werden die Vokale auf Arabisch nur zum Teil als eigene Buchstaben ausgeschrieben. Meist werden sie durch ein Symbol ausgedrückt, das man über oder unter die Konsonanten schreibt. Von den 28 arabischen Buchstaben können alle als Konsonant verwendet werden, die dann mit den Symbolen »vokalisiert«, das heißt mit Vokalen versehen und damit erst aussprechbar werden.

Wenn Sie ein fatḥa (fat-hha) – so heißt das Symbol für den »a«-Laut – über den Buchstaben S setzen, so ergibt sich der Laut »Sa«. Nehmen Sie den gleichen Konsonanten und schreiben darunter ein kasra (kas-ra) – das ist das Symbol für »i« –, erhalten Sie den Laut »Si«. Da die Sache mit den Vokalen etwas komplizierter ist, ist diesem Thema ein eigener Abschnitt gewidmet.

Die Vokale

Die arabische Sprache verfügt über drei Hauptvokale. Die sind zum Glück ganz einfach auszusprechen, weil sie unseren Vokalen ähneln. Allerdings – sonst wäre es doch zu einfach – gibt es im Arabischen zusätzlich zu den oben genannten Vokalisierungszeichen auch noch Vokal-Unterarten, die zu unterscheiden sind. Diese Unterarten lassen sich in drei Kategorien einordnen: Doppelvokale, lange Vokale und Diphthonge (Vokalkombinationen).

Die Vokalisierungszeichen

Insgesamt gibt es drei Vokalisierungszeichen:

fatḥa:

Das erste Vokalisierungszeichen ist

fatḥa

und steht für einen kurzen »a«-Laut wie zum Beispiel in »Katze«, »Tasse« oder »Tanz«. Vor allem am Ende eines Wortes wird das

fatḥa

manchmal auch als kurzes »e« gesprochen, wie in »nett« oder »Bett«. Die genaue Aussprache hängt beim

fatḥa

– wie bei den anderen Vokalen – immer von den vorhergehenden und den nachfolgenden Buchstaben ab. Geschrieben wird das

fatḥa

auf Arabisch als ein kleiner von rechts oben nach links unten geneigter Strich (etwa wie der französische Accent aigu), der über dem Buchstaben steht. Als deutsche Umschrift soll hier einfach ein »a« verwendet werden, zum Beispiel in den Wörtern

kalb

(

ka-lb

, Hund) oder

walad

(

wa-lad

, Junge).

ḍamma

(

dam-ma

): Das zweite Vokalisierungszeichen steht für das »u«, wie in »Mutter« oder »Durst«. Es wird auf Arabisch durch ein kleines, umgekehrtes »e« symbolisiert, das über dem Buchstaben steht. In der deutschen Umschrift wird es mit einem »u« dargestellt, zum Beispiel in

funduq

(

fun-duq

, Hotel) oder

ṣuḥub

(

su-hhub

, Wolken).

kasra

: Das dritte Vokalisierungszeichen steht für »i« und klingt wie »Igel« oder »Tier«. Es wird wie das

fatḥa

geschrieben, allerdings nicht über, sondern unter dem entsprechenden Buchstaben. In der Umschrift taucht es als »i« auf, wie in

bint

(

bi-nt

, Tochter, Mädchen) oder

kitāb

(

ki-taab

, Buch).

Es gibt noch einen Vierten im Bunde der Vokalisierungszeichen: das sukūn (su-kuun), symbolisiert durch einen kleinen Kreis über dem Buchstaben. Anders als die »richtigen« Vokalisierungszeichen steht es aber nicht für einen Vokal, sondern für das Gegenteil: also keinen Vokal. Steht das sukūn über einem Buchstaben, so wird kein Vokal eingefügt. Es steht zum Beispiel bei bint über dem »n« oder bei kalb über dem »l«.

Doppelvokale

Doppelvokale werden auf Arabisch als tanwīn (tan-wiin) bezeichnet und sind ganz einfach: Ein Vokalisierungszeichen wird verdoppelt, das heißt zweimal nebeneinander geschrieben und schon hat man ein tanwīn. Das Ganze ist in drei Versionen möglich und klingt so:

Doppel-

fatḥa

: Ein

tanwīn

mit

fatḥa

klingt wie ein »an«, Sie kennen es von

ahlan wa sahlan

(

a-h-lan wa sa-h-lan

, herzlich willkommen).

Doppel-

ḍamma

: Ein

tanwīn

mit

ḍamma

klingt wie »un«, zum Beispiel in

kuratun

(

ku-ra-tun

, Ball).

Doppel-

kasra

: Ein

tanwīn

mit

kasra

ergibt einen »in«-Laut, zum Beispiel in

ṣafḥatin

(

saf-hha-tin

, Seite, Blatt).

Lange Vokale

Lange Vokale sind verlängerte Versionen der Vokalisierungszeichen. Da Arabisch eine sehr poetische und musikalische Sprache ist, bietet sich hier eine musikalische Metapher an.

Stellen Sie sich einen langen Vokal und ein Vokalisierungszeichen als Noten in einem Musikstück vor. Während das Vokalisierungszeichen nur einen Schlag lang dauert, nimmt der lange Vokal zwei Schläge in Anspruch.

Einen Doppelvokal erhalten Sie, indem Sie zwei Vokalisierungszeichen nebeneinander schreiben. Einen langen Vokal erhalten Sie, indem Sie ein Vokalisierungszeichen mit einem Buchstaben kombinieren. Jedes Vokalisierungszeichen hat einen bestimmten Buchstaben, den es längt:

Für die lange Version von

fatḥa

hängen Sie einfach ein

alif

an den Konsonanten, über dem das

fatḥa

steht. In der Umschrift wird dies als »ā « gekennzeichnet, zum Beispiel in

kitāb

(

ki-taab

, Buch) oder in

bāb

(

baab

, Tür). Das »ā« bedeutet für Sie, dass Sie den Vokal doppelt so lang aussprechen wie das normale »a«.

Die lange Version von

ḍamma

erhalten Sie, wenn Sie ein

wāw

an den Konsonanten anhängen, der das

ḍamma

trägt. Damit verlängert sich das »u« zu einem »ū«, zum Beispiel wie in

nūr

(

nuur

, Licht) oder

ġūl

(

ruul

, Geist). Auch hier wird der Vokal in der Länge verdoppelt.

Für die lange Version von

kasra

fügen Sie dem Konsonanten mit

kasra

ein

yā’

hinzu. In der Umschrift wird das »i« so zu einem »ī« und Sie können dann Wörter wie

kabīr

(

ka-biir

, groß) und

ṣaġīr

(

sa-riir

, klein) in Ihren Wortschatz aufnehmen.

Die arabischen Buchstaben für die langen Vokale finden Sie in Tabelle 1.2.

Arabischer Buchstabe

Name

Erklärung

alif

Längt fatḥa

wāw (gesprochen »wau«)

Längt ḍamma

Längt kasra

Tabelle 1.2: Die langen Vokale

Diphthonge

Diphthonge sind im Arabischen eine besondere Vokalkategorie, weil sie – einfach ausgedrückt – als einsilbiger Laut auf einem Vokal beginnen und in den nächsten Vokal »hinübergleiten«. Ein Beispiel dafür im Deutschen wäre »Haus« oder »Kaiser«. Während wir im Deutschen noch ein paar mehr Diphthonge haben, begnügt sich die arabische Sprache glücklicherweise mit zweien, die mit yā oder wāw gebildet werden. Wenn Sie einen der beiden Buchstaben lesen, stellt sich erst einmal die Frage: Ist es ein Vokal oder ein Diphthong? Die Antwort ist recht einfach: Trägt der vorangegangene Konsonant ein Vokalisierungszeichen, das mit dem nachfolgenden Buchstaben übereinstimmt, so wie Sie es bei den langen Vokalen gelernt haben (also ḍamma vor wāw und kasra vor yā), dann ist es ein Vokal. Unterscheidet sich aber das vorangegangene Vokalisierungszeichen (also fatḥa vor wāw oder yā ), dann handelt es sich um einen Diphthong. Beispiele für diese Vokal-Unterart sind:

wāw

-Diphthong:

nawm

(

na-um

, Schlaf),

ṣawt

(

sa-ut

, Stimme, Klang),

kawn

(

ka-un

, Existenz),

yaum

(

ya-um

, Tag)

-Diphthong:

bayt

(

ba-it

, Haus),

ᶜayn

(

’a-in

, Auge),

layl

(

la-il

, Nacht)

Die Konsonanten

Die arabische Sprache hat 28 Buchstaben, die alle auch als Konsonanten verwendet werden können. Da Arabisch immer in Schreibschrift geschrieben wird, werden die meisten Buchstaben miteinander verbunden. Jeder Buchstabe kann in bis zu vier verschiedenen Versionen geschrieben werden, abhängig davon, ob er allein, am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes steht.

Zum Glück haben die meisten arabischen Buchstaben ein deutsches Gegenstück, einige kennen Sie aus anderen Fremdsprachen und ein paar einzelne Kandidaten werden wohl ganz neu für Sie sein. Tabelle 1.3 stellt Ihnen die arabische Schreibweise, den Namen, die Umschrift, ein Klangbeispiel und ein arabisches Wort dazu vor.

Arabisch

Name

Umschrift

Klingt wie

Beispiel

’alif

ā, a

Apfel

ab (ab, Vater),

b

Buch

bāb (baab, Tür)

t

Tee

talmīd (tal-miidh, Schüler)

ṯā

englisch th, think

ṯalāṯa (tha-la-tha, drei)

ǧīm

ǧ

Jalousie

ǧamīl (dscha-miil, schön)

ḥā

keine Entsprechung, sehr starkes h, als ob Sie etwas anhauchen

ḥarr (hha-rr, Hitze)

ḫā

Bach

ḫawḫ (ch-au-ch, Pfirsich)

dāl

d

Degen

ḏār (daar, Haus)

ḏāl

weiches englisches th, wie those

ḏahab (dha-hab, Gold)

r

gerolltes r, wie Roberto

raǧul (ra-dschul, Mann)

z

weiches s, wie Sabine

zawǧa (zau-dscha, Ehefrau)

sīn

s

hartes s, wie heiß

samak (sa-mak, Fisch)

šīn

š

Scherben

šams (scha-mes, Sonne)

ṣād

tiefes s, mit lockerem Kiefer gesprochen

ṣadīq (sa-diiq, Freund)

ḍād

tiefes d, mit lockerem Kiefer gesprochen

ḍabāb (da-baab, Nebel)

tiefes t, runder Mund anstatt den Mund breit zu ziehen wie beim normalen T

ṭabīb (ta-biib, Arzt)

ẓā

wie das weiche englische th, nur tiefer und kehliger

ẓahr (dha-her, Rücken)

ᶜayn

c

kein vergleichbarer Laut in den europäischen Sprachen; sehr kehlig, fast wie ein Husten

al-ᶜirāq (al-’ir-aaq, der Irak)

g̍ayn

ġ

Reihe

ġarīb (ra-riib, seltsam)

f

Fächer

funduq (fun-duq, Hotel)

qāf

q

Ähnlich wie k, doch kehliger, weit hinten im Mundraum

qahwa (qa-h-wa, Kaffee)

kāf

k

Koch

kutub (ku-tub, Bücher)

lam

l

Lilie

lisān (li-saan, Zunge)

mīm

m

Mund

maḫzan (mach-zan, Lager)

nūn

n

Nest

na.zīf (na-dhiif, sauber)

h

leichtes h, wie Hund

huwa (hu-wa, er)

wāw

ūuw

als Vokal wie Uhr als Konsonant wie Wunsch, als Diphthong wie Schaum

faḫūr (fa-chuur, stolz)

ya

īiy

als Vokal wie Iris als Konsonant wie Jericho, als Diphthong wie Kaiser

yamīn (ya-miin, rechts)

hamza

Glottalstop, wie in beachte (be-achte) oder Spiegelei (Spiegel-ei)

ra’īs (ra-iis, Präsident)

Tabelle 1.3: Das arabische Alphabet

Da haben Sie sie also – die 28 Buchstaben (plus das hamza) des arabischen Alphabets. Um schnell und flüssig sprechen zu lernen, versuchen Sie möglichst viele Buchstaben auswendig zu lernen und sie in Zusammenhänge zu setzen, zum Beispiel mit den Vokabeln, die in Tabelle 1.3 aufgeführt sind. Hier ist es mal wieder die Übung, die den Meister macht!

Die ganz harten Nüsse